Petra Anwar

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Petra Anwar

Petra Anwar, geboren 1965 in Borken/Westfalen, arbeitet als Palliativmedizinerin für die Organisation »Home Care« in Berlin. In dem Film »Halt auf freier Strecke« (ausgezeichnet in Cannes, Deutscher Filmpreis, Bayerischer Filmpreis) spielt sie sich selbst: eine Ärztin, die Schwerstkranke und ihre Angehörigen zu Hause betreut.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Petra Anwar

Cover des Buches Was am Ende wichtig ist (ISBN: 9783492306355)

Was am Ende wichtig ist

 (5)
Erschienen am 15.09.2014
Cover des Buches Geschichten vom Sterben (ISBN: 9783492055772)

Geschichten vom Sterben

 (1)
Erschienen am 12.03.2013

Neue Rezensionen zu Petra Anwar

Cover des Buches Geschichten vom Sterben (ISBN: 9783492961882)
Saphir610s avatar

Rezension zu "Geschichten vom Sterben" von John von Düffel

Wichtiges Thema
Saphir610vor 4 Jahren

Die Palliativärztin Petra Anwar behandelt und begleitet sterbenskranke Menschen auf ihrem letzten Weg. Nicht nur die Patienten, auch die Angehörigen, brauchen Hilfe, Unterstützung dabei, dass der unheilbar Kranke zu Hause sterben kann.

Petra Anwar gibt anhand von zwölf Geschichten einen Einblick in ihre Arbeit, in die unterschiedlichen Wege zum Sterben und den Problemen dabei. Eine Geschichte ist dabei sehr persönlich und zeigt auf, wie viel möglich ist und was man aus der Sterbebegleitung mitnehmen kann. Dabei sind nicht nur die körperlichen Schwierigkeiten ein Thema.

Die einzelnen Geschichten haben mich tief berührt zurück gelassen. Wobei bei mir dann auch persönliche Erlebnisse wieder in Erinnerung gerufen wurden. Gerade die Krebserkrankung meiner Mutter wurde wieder sehr real. Ich habe mir damals nicht zugetraut meine Mutter alleine zu Hause bis zum Ende zu betreuen, doch es kam anders, von der Palliativstation kam sie nicht mehr wieder. So haben mich die Geschichten wieder sehr an die eigene Endlichkeit erinnert und wieder bewusst gemacht, dass man sich diesem Thema nicht verschließen darf.

Die Autorin schildert die einzelnen Fälle mit viel Empathie, erklärt die verschiedenen Verhaltensweisen der Betroffenen. Zudem ist alles in einem wirklich guten Schreibstil verfasst.

Ein meiner Meinung nach wichtiges Buch zum Thema Sterben, welches betroffen macht und zugleich richtig gut ist.

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Cover des Buches Geschichten vom Sterben (ISBN: 9783492961882)
MarliesFerbers avatar

Rezension zu "Geschichten vom Sterben" von John von Düffel

Ein Buch, das Mut macht
MarliesFerbervor 10 Jahren

Mut zu machen, das ist das Anliegen von Petra Anwar und John von Düffel, als sie dieses Buch gemeinsam geschrieben haben. Mut zu machen vor dem, was jeden einmal erwartet, aber vor allem erst einmal, Mut zu machen dazu, die Menschen, die wichtig sind im eigenen Leben, zu Ende zu begleiten, ihre Geschichten zu Ende zu erzählen. So sind es lauter Geschichten von Menschen, von ehemaligen Patienten, die zu Ende erzählt werden - aus einer einfühlsamen, mitmenschlichen Perspektive heraus, die nie in Effekthascherei oder Gefühlsseligkeit abdriftet, sondern die bescheiden im Hintergrund bleibt und den Menschen, deren Wege auf den Tod hin beschrieben werden, mit Respekt begegnet und selbstkritisch immer wieder versucht, die Wünsche des Sterbenden - und nicht etwa die eigene Vorstellung vom "guten Tod" - in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Palliativmedizinerin Petra Anwar setzt sich für einen Weg in Würde, Selbstbestimmung und möglichst ohne Schmerzen ein, klärt über die Prozesse kurz vor Eintritt des Todes auf und will so auch den Angehörigen Mut machen, dem Sterbenden beizustehen und vielleicht sogar gestärkt daraus hervorzugehen und später einmal selbst mutiger auf das zuzugehen, was so viel Angst macht, dass es heutzutage meist in Krankenhäuser verlagert wird.
Dass John von Düffel ihre Geschichten vom Sterben erzählt, ist ein absoluter Glücksgriff. Er lässt nicht nur die professionelle, zupackende Palliativmedizinerin zu Wort kommen, sondern auch die innere, sensible und selbstkritische Stimme einer Frau, an der kein einziges Schicksal abperlt. So sind Geschichten von Sterben und vom Leben entstanden, aus denen so viel Mitmenschlichkeit und Lebensbejahung leuchten, dass man sich am Ende des Buches ein großes Stück ermutigt und gestärkt fühlt im Hinblick auf das, was unvermeidlich am Ende jeder Lebensgeschichte steht.

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