Petra Couvée , Peter Finn Die Affäre Schiwago

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Inhaltsangabe zu „Die Affäre Schiwago“ von Petra Couvée

Die CIA, ein Buch und der Kalte Krieg: ›Doktor Schiwago‹, der Roman von Boris Pasternak, wird zur ideologischen Waffe. Ein italienischer Verlagsagent bringt das vom Kreml auf die Schwarze Liste gesetzte Manuskript heimlich außer Landes. Im Westen wird es in kurzer Zeit zum Welterfolg. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Die CIA veröffentlicht das Buch in einer russischen Version und schmuggelt diese nach Moskau, um das Sowjetregime zu schwächen. Es beginnt eine Propagandaschlacht um ›Doktor Schiwago‹ , die den Autor Pasternak in Lebensgefahr bringt. Peter Finn und Petra Couveé entschlüsseln in ihrem Buch über die ›Affäre Schiwago‹ mit Bravour das gefährliche Verwirrspiel um Ideologie, Macht und Kontrolle. Sie erhielten erstmals Einsicht in die CIA-Akten, recherchierten in russischen Archiven und sprachen mit Überlebenden. Entstanden ist ein literarischer Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges: temporeich, authentisch und präzise.

Dieses Buch lohnt sich, zu lesen - es ist spannend und authentisch, lebendig und mit dichter Handlung versehen

— HEIDIZ
HEIDIZ

Der Kalte Krieg auf dem Höhepunkt und Pasternaks Dr. Schiwago mitten drin!

— kassandra1010
kassandra1010

Ein sehr gut aufklärendes, in Romanform geschriebenes Sachbuch über eines der bedeutenden Werke der Weltliteratur.

— calimero8169
calimero8169

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  • Geschichte eines Buches und des Kalten Krieges auf seinem Höhepunkt

    Die Affäre Schiwago
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    23. February 2017 um 10:02

    "Die Affäre Schiwago" wandert sozusagen auf den Spuren Boris Pasternaks - mutet an wie ein Spionageroman und findet in den Zeiten des Kalten Krieges statt.   Das Manuskript von "Doktor Schiwago" wird von einem italienischen Verlagsagenten heimlich außer Landes geschafft. Das Buch ist in der Sowjetunion auf der schwarzen Liste. Es taucht auf einmal eine russische Ausgabe des Buches auf, die von der CIA veröffentlicht wurde, um das Regime der UdSSR zu schwächen. Das Buch wird nach Moskau geschmuggelt.   Der Kalte Krieg ersteht noch einmal völlig real vor dem geistigen Auge des Lesers und vor allem wird er glaubwürdig beschrieben - in all seinem Wahnsinn rund um Zensur, Macht und absolute Kontrolle. Was sich liest wie ein Krimi ist die Geschichte dieses Buches - ist die Geschichte des einstigen ideologischen Kampfes im Kalten Krieg zwischen Ost und West.   Die Autoren hatten für ihre Recherchen Zugang zu den Geheimdienstakten der CIA. Sie schreiben die Geschichte extrem fesselnd, bringen die Fakten spannend zur Geltung und schafften es für meine Begriffe, mich zu 100 Prozent davonzutragen in eine vergangene Zeit, eine Zeit des Wahnsinns - den die Autoren auch irgendwie bewegend zwischen zwei Buchdeckel packten. Spionage ist sozusagen Hauptthema, und dieses wird faszinierend und die Rolle der Literatur damals einbringend vor dem Leser ausgebreitet.   Dieses Buch lohnt sich, zu lesen - es ist spannend und authentisch, lebendig und mit dichter Handlung versehen - hat mich absolut überzeugt und ist zudem mit einigen Seiten Bildmaterial versehen. Auch verfügt das Buch über ein Lesebändchen.

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  • Leserunde zu "Die Affäre Schiwago" von Petra Couvée

    Die Affäre Schiwago
    TheissVerlag

    TheissVerlag

    Liebe Bücherfreunde, ihr kennt sicher ›Doktor Schiwago‹, den berühmten Roman von Boris Pasternak, in dem die Liebe zwischen dem Arzt und Dichter Juri Andrejewitsch Schiwago und seiner Geliebten Lara Guichard im Mittelpunkt steht. Doch wisst ihr auch, welche spannende Geschichte dahinter steht? Mitten im Kalten Krieg schmuggelt ein italienischer Verlagsagent das vom Kreml auf die Schwarze Liste gesetzte Buch heimlich außer Landes. Im Westen wird es in kurzer Zeit zum Welterfolg. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Die CIA veröffentlicht eine russische Version von ›Doktor Schiwago‹ und schmuggelt sie nach Moskau, um das Sowjetregime zu schwächen… Leseprobe Neugierig geworden? Petra Couvée und Peter Finn haben die dramatische Geschichte von Pasternaks Roman zusammengefasst und dafür sogar erstmals Zugang zu den Geheimakten der CIA erhalten. Wenn ihr an unserer Leserunde zu »Die Affäre Schiwago. Der Kreml, die CIA und der Kampf um ein verbotenes Buch« teilnehmen möchtet, dann bewerbt Euch bis zum 9. März 2016 und erzählt uns, was ihr mit Dr. Schiwago verbindet! Zu gewinnen gibt es 10 Leseexemplare – wir sind gespannt auf Eure Antworten! Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Wie immer sind natürlich auch alle Leser und Leserinnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen! Liebe Grüße Euer Team vom Theiss Verlag

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    • 132
  • Dramatische Entstehungsgeschichte eines Klassikers

    Die Affäre Schiwago
    Gela_HK

    Gela_HK

    19. May 2016 um 11:05

    Zur Zeit des Kalten Krieges schreibt der Autor Boris Pasternak in der Sowjetunion über Jahre an seinem Roman "Doktor Schiwago". Wohl wissend, dass dieses Buch nicht den Erwartungen des Regimes entspricht. Ein Zufall will es, dass ein italienischer Verlagsagent das inzwischen auf der Schwarzen Liste stehende Manuskript mit in den Westen nimmt. Ein Verwirrspiel voller Dramatik, politischen Ränkespielen und Macht führt am Ende zu einem weltweiten Klassiker. Das Leben von Boris Pasternak und die Entstehung seines Romans detailliert recherchier und spannend in Szene gesetzt.Die Autoren Peter Finn und Petra Couvée haben anhand zahlreichen Materials ein außergewöhnliches Sachbuch geschaffen, das die Entstehung eines Klassikers skizziert. Dabei wird nicht nur die Person Boris Pasternak betrachtet, sondern auch das Leben zur Zeit des Kalten Krieges in der UdSSR. In Peredelkino mussten sowjetischen Schriftsteller in einem für sie geschaffenen Künstlerdorf leben, kontrolliert und bedroht von der Obrigkeit. Interessant und spannend werden die Geschehnisse der damaligen Zeit geschildert. Besonders der Einfluss der CIA, die die Veröffentlichung bewusst als politisches Mittel eingesetzt haben, macht anschaulich, wie der Kalte Krieg im verborgenen geführt wurde. Dem Leser wird deutlich veranschaulicht, unter welch schwierigen Umständen Künstler trotz aller Gefahren ihre Werke veröffentlichten oder sich eben dem Regime beugten.Bildmaterial, ein Register, sowie eine ausführliche Bibliografie und ergänzende Anmerkungen am Ende des Buches dokumentieren die ausführliche Recherchearbeit der Autoren und erleichtern das Leseverständnis.Dieses Sachbuch ist nicht nur für Liebhaber des Buches "Doktor Schiwago" eine Leseempfehlung.

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  • Möge der Text um die Welt gehen

    Die Affäre Schiwago
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    14. May 2016 um 12:08

    Wer kennt nicht das Buch „Dr. Schiwago“. Selbst wenn man das Buch nicht gelesen hat, so konnte man dem Film kaum entgehen. Das Buch ist einfach ein Klassiker der Weltliteratur. Und nun präsentiert uns das Autorenduo Petra Couvée und Peter Finn, wie es dazu kam, dass dieser Klassiker nicht zuerst in Pasternaks Heimatland Russland erschien und wie die CIA dazu beigetragen hat, dass es zu diesem Erfolg wurde. Aufmerksam wurde ich auf das Buch ‚“ Die Affäre Schiwago“ in einer Nachrichtensendung. Da ich Dr. Schiwago liebe, war es ein Muss für mich, auch dieses Sachbuch zu lesen. Von der ersten Seite an war die Geschichte sehr spannend und sie liest sich wie ein Thriller. Leider habe ich auch immer wieder nach noch mehr Informationen zur russischen Geschichte gesucht und mich dabei ein wenig verloren, denn vieles aus der Historie war mir nicht so präsent. Obwohl sie sich das Buch also angenehm flüssig liest, benötigt man jedoch Zeit, sich mit der Geschichte zu beschäftigen. Boris Pasternak sah keine Möglichkeit sein Werk in seinem Heimatland zu veröffentlichen, da die Zensur in der UdSSR rigoros verhindert, dass etwas gegen den Staat geschrieben wird. Bei der Entscheidung, was auf die schwarze Liste kommt, ist man eher übervorsichtig. Dennoch schafft es Pasternak, dass die Welt sein Werk lesen kann, denn er nutzt die Chance und übergibt das Manuskript an D’Angelo. Dieser sorgt dafür, dass das Werk in Italien von dem italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli veröffentlicht wird. Dann nutzt die CIA den „Dr. Schiwago“ für ihre Zwecke. Sie druckt das Buch in Russisch und schmuggelt es in das Land, in dem es auf der schwarzen Liste steht. Damit wird das Leben für Pasternak und seine Familie natürlich nicht einfacher. Während er überwacht und gegängelt wird, lobt man ihn im Ausland und verleiht ihm sogar den Nobelpreis, den er auf Betreiben der Regierung ablehnen muss. Auch nach seinem Tod lässt man die Familie von Pasternak und auch seine Geliebte Olga Iwinskaja und deren Tochter nicht in Ruhe. Spannend fand ich auch, wie viel Biografisches Pasternak in sein Werk hat einfließen lassen. Beeindruckend ist auch, dass er trotz aller Repressalien sein Werk veröffentlichen wollte. Ich kann nur Pietro Zvetermich zustimmen, der der Originalmanuskript geprüft hat: „Einen solchen Roman nicht zu veröffentlichen, wäre ein Verbrechen an der Kultur.“ (Seite 100) Ein tolles Sachbuch, spannend wie ein Thriller.

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  • Ein Buch geht um die Welt!

    Die Affäre Schiwago
    kassandra1010

    kassandra1010

    12. May 2016 um 23:10

    Ein Buch löst Panik in Moskau aus. Ausgerechnet die CIA benutzt Pasternaks Buch Dr. Schiwago als Druckmittel gegen Russland und den nahenden Kalten Krieg. Während Pasternak in seiner Dichterkolonie mehr als einmal ums Überleben kämpft, gerät die halbe Welt in Streit über das geheime Buch. Teilweise veröffentlicht, in Russland verboten wird der Dichter und Schriftsteller Pasternak hochgelobt, vom Geheimdienst überwacht und als Autor kaltgestellt. Selbst den Nobelpreis muss er unter Zwang ablehnen…   Ein faszinierendes Sachbuch über einen Autor, der bis zu seinem Tod mit sich selbst und seiner Literatur zu kämpfen hatte, der immer an die große Liebe und an sein Land glaubte, auch wenn die Regierung ihn mehr als einmal gerne tot gesehen hätten.  

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  • Die Affäre Schiwago

    Die Affäre Schiwago
    Blaustern

    Blaustern

    10. May 2016 um 12:07

    Doktor Schiwago. Wer kennt diesen russischen Klassiker nicht. Es ist ein Werk, welches Erfolg in der ganzen Welt hatte bis heute, welches immer noch in aller Munde ist. In „Die Affäre Schiwago“ wird von den beiden Autoren nach intensiver und ausdauernder Recherche über die Entstehung des Romans berichtet, wie der Autor Pasternak unter dem Regime der UdSSR zu leiden hatte, dass es nicht möglich war, sein grandioses Werk in seinem Land zu veröffentlichen, da es nicht lupenrein war für den Staat, die Wahrheit ausgesprochen wurde, die niemand lesen durfte und sich so auch gegen den Staat richtete. Es kam auf die schwarze Liste. Doch Pasternak gab sich nicht geschlagen, sein Werk sollte alle Welt lesen. Und das schaffte er. Ein italienischer Verlagsagent machte dies möglich. Die Erstveröffentlichung fand in Italien statt und wurde ein großer Erfolg. Die UdSSR war außer sich. Nun wurde das Buch auch für den kalten Krieg genutzt, denn die CIA druckte es in Russisch und schmuggelte es wieder ins Land. Wie wird es Boris Pasternak da wohl ergangen sein? Hatte er bzw. seine Familie da überhaupt noch eine ruhige Minute?Es ist im Grunde ein Sachbuch, jedoch in Romanform geschrieben und liest sich wirklich fabelhaft. Aufgrund der damaligen Zeit ist es sehr interessant und auch spannend, und man muss einfach mit dem Autor mitfiebern, der unter all dem sehr zu leiden hatte und sein ganzes Leben lang kämpfen musste. Selbst nach seinem Tod wurde es seinen Angehörigen nicht leicht gemacht. In diesem Buch wird präzise geschildert, wie Künstler sich in diesen Zeiten in diesem Regime anzupassen hatten und wenn nicht, was daraus folgt. Zum Lesen dieses Buches sollte man sich allerdings doch etwas mehr Zeit nehmen, um alles genau zu erfassen.

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  • Ein Muß für alle die Doktor Schiwago kennen

    Die Affäre Schiwago
    Siko71

    Siko71

    11. April 2016 um 19:47

    Petra Couvee und Peter Finn haben mit diesem Buch in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Die Affäre Schiwago schildert auf welchen Umwegen, das bisher größte Meisterwerk der sowjetischen Geschichte, gedruckt wurde um wieder in die damalige UdSSR zu gelangen.Pasternaks Werk stand bei den Sowjets auf der sogenannten "schwarzen Liste". Durch einen  italienischen Verlagsagent wird das Manuskript außer Landes geschafft und in Italien erstveröffentlicht. Was zum großen Erfolg führte.Die CIA will diesen Roman aber nun auch in russischer Spache veröffentlichen und wieder in sein Ursprungsland zurückführen. Wird dieses dem Autoren Boris Pasternak und seiner Familie zum Verhängnis werden? Welche Probleme muß er bewältigen um die Anerkennung zu bekommne, die er verdient hat?Das Buch ist eigentlich ein Sachbuch. Aber durch den Schreibstil welcher in Romanform erfolgte läßt es sich ganz wunderbar lesen.Für jeden, der "Doktor Schiwago" kennt, ob als Buch oder Film, einfach ein weiteres Kapitel um mit der Person und dem damaligen Leben in der UdSSR noch vertrauter zu werden. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und gebe 4 Sterne.

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  • "Dr. Schiwago - Ein Text geht um die Welt"

    Die Affäre Schiwago
    calimero8169

    calimero8169

    Inhalt:Es beginnt wie ein Spionageroman. Mitten im Kalten Krieg bringt ein italienischer Verlagsagent das Manuskript von "Doktor Schiwago" heimlich außer Landes. Die Sowjets hatten Pasternaks Buch auf die Schwarze Liste gesetzt. Im Westen sollte es ein Welterfolg werden. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Die CIA veröffentlicht eine russische Ausgabe von "Doktor Schiwago" und schmuggelt sie nach Moskau, um das Sowjetregime zu schwächen. Die Propagandaschlacht hat begonnen. Peter Finn und Petra Couveè haben das gefährliche Verwirrspiel um Ideologie, Macht und Kontrolle mit Bravour entschlüsselt. Sie erhielten erstmals Einsicht in die CIA-Akten, recherchierten in russischen Archiven und sprachen mit Überlebenden. Entstanden ist ein literarischer Thriller: temporeich, authentisch und präzise.Eindruck:Finn und Couveè haben hier ein ganz besonderes Schätzchen im Bereich des Sachbuches geschaffen. Fast schon in Romanform geschrieben, wurde hier Aufklärung betrieben, über die Entstehung und Veröffentlichung eines epochalen Werkes der Weltliteratur."Das ist Doktor Schiwago. Möge der Text um die Welt gehen" Das waren die Worte die Boris Pasternaks, als er dem italienischen Verlagsagenten D'Angelo sein Manuskript übergab um es außer Landes zu schmuggeln. Eindrucksvoll, wahnsinnig gut recherchiert, interessant und einfühlsam geschrieben, nehmen die Autoren den interessierten Leser mit auf den Kampf- und Leidensweg des russischen Schriftstellers, dessen Buch ungewollt zum Spielball auf dem politischen Parkett wird und der eigentlich nur mit ganz viel Glück den "Säuberungsaktionen" Stalins entkommen konnte.Dennoch ist es kein "mit erhobenem Zeigefinger das Regime anprangern", sondern eine, nach gesammelten Fakten, Erzählungen und Aufzeichnungen niedergeschriebene Aufklärung über die Zensur und Behandlung von Menschen zu Zeiten des Eisernen Vorhangs. Über die Umstände mit denen sich Schriftsteller, Musiker, Maler - gemeinhin Künstler - konfrontiert sahen, wenn ihre Kreativität auch nur ansatzweise Regime kritisch war und vor allem auch über den unvorstellbaren Druck, der auf Familie und Freunde ausgeübt wurde.  Fazit:Ein sehr gutes Sachbuch für Freunde "Doktor Schiwagos". Da es in Romanform geschrieben ist, ist es zwar klar verständlich und nachvollziehbar, jedoch empfiehlt es sich, den Roman vorab zu lesen damit es etwas leichter fällt die Zusammenhänge zu verstehen. Es hat mich dazu angeregt, mir "Doktor Schiwago" jetzt endlich anzuschaffen, weil ich finde, dass dieses Stück klassischer Weltliteratur in keiner Bücherwand fehlen sollte.

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  • Doktor Schiwago - seine Veröffentlichung gleicht einem Thriller

    Die Affäre Schiwago
    SiCollier

    SiCollier

    Man mag seine Überzeugungen ablehnen oder annehmen, doch solange russische Dichtung in dieser Welt eine Bedeutung hat, solange wird Boris Leonidowitsch Pasternak zu den großen dieser Gattung gehören. (Seite 267)Meine Meinung„Einen solchen Roman nicht zu veröffentlichen, wäre ein Verbrechen an der Kultur.“ (S. 100), so das Urteil des Slawisten Pietro Zvetermich, als er von Giangiacomo Feltrinelli das Originalmanuskript zur Prüfung zugesandt bekam. Dieses Verbrechen hätte die Mächtigen der UdSSR am liebsten begangen, doch zum Glück für die Welt wurde es verhindert. Nachdem eine Veröffentlichung in der Sowjetunion nicht möglich war, gelangte das Manuskript an den italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli, zu der Zeit noch Mitglied der italienischen KP. Gegen alle Widerstände veröffentlichte er eine italienische Ausgabe von „Doktor Schiwago“ - und legte damit den Grundstein für einen Welterfolg.Der Untertitel ist insofern etwas unglücklich, als die Autoren viel weiter ausholen, als der vermuten läßt, und zunächst von Pasternaks Leben und Werk erzählen. Im November 1945 erwähnt Pasternak erstmals, daß er an einem (seinem einzigen) Roman arbeite, den er erst 1955 beenden sollte: Doktor Schiwago. Chruschtschow schreibt zwar in seinen Memoiren, daß man den Roman hätte veröffentlichen sollen, aber da war es längst zu spät. Wer weiß, wie die Geschichte gegangen wäre, hätte er das Buch während seiner Amtszeit (und nicht erst danach) gelesen?!Besonders interessant fand ich es zu lesen, wie viel Autobiographisches Pasternak in seinem berühmten Werk untergebracht hat. Von der Krankheit Schiwagos, die er selbst auch hatte, bis hin zur Geliebten Lara, als deren reales Vorbild oft Olga Iwinskaja, die Geliebte Pasternaks, angesehen wird, um nur diese beiden Dinge zu erwähnen.So nahm der Druck auf den Autor und seine Umgebung stetig zu, bis das Buch dennoch 1957 zuerst in Italien veröffentlicht wurde. Die Genossen tobten, Feltrinelli verlor ob deren Verhalten den Glauben an den Kommunismus und trat aus der KP aus - und die CIA wurde auf das Buch aufmerksam. Es war die Zeit des Kalten Krieges, die CIA ließ ihr passend anmutende Bücher auf Russisch drucken und in die UdSSR schmuggeln; "Doktor Schiwago" kam ihr da wie gerufen. Heutzutage, in einem Zeitalter des Terrors, der Drohnen und gezielten Tötung, erscheint der Glaube der CIA - und auch der Glaube der Sowjetunion - an die Kraft von Literatur, die Gesellschaft umzuformen, beinahe kurios. (S. 296) Damals jedoch schien auch das Wort geeignet, um im Kampf gegen das Böse eingesetzt zu werden.Minutiös haben die Autoren anhand von Zeugenaussagen und Unterlagen den Weg nachgezeichnet, den das Buch im Weiteren nahm, und wie die CIA es schaffte, russische Ausgaben in die Sowjetunion zu schmuggeln, auch wenn man damals alles tat, daß die Agentur oder die USA überhaupt nicht damit in Verbindung gebracht werden konnten. Aber auch der Hassfeldzug gegen Pasternak, der sogar nach seinem Tod anhielt und sich gegen seine Frau und auch seine Geliebte Olga Iwinskaja und deren Tochter richtete, ist Gegenstand des Buches. Dabei wird deutlich, daß Pasternak niemals von seinem Vorhaben, das Buch zu veröffentlichen, abgelassen hatte - unbeachtet der Folgen, die das für ihn und die Seinen haben würde. Für ihn galt immer das, was er bei der Übergabe des Manuskriptes an den Boten, der es zum italienischen Verlag bringen sollte, gesagt hatte:„Das ist ‘Doktor Schiwago’“, sagte Pasternak. „Möge der Text um die Welt gehen.“ (S. 18)KurzfassungDie Veröffentlichung von „Doktor Schiwago“ gleicht einem Thriller und wurde zum Kampfmittel im Kalten Krieg - hier minutiös von den Autoren nachgezeichnet.

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    calimero8169

    calimero8169

    30. March 2016 um 17:44
  • Auf den Spuren Pasternaks

    Die Affäre Schiwago
    AngiF

    AngiF

    Für den einen ist es einer der schönsten, klassischen und poetischen Liebesromane der Weltliteratur (dazu zähle ich mich) und für den anderen war oder ist es noch immer ein Buch, mit dem der Schriftsteller sein Land und seine Lebensweise hintergeht und verrät - Doktor Schiwago. In ihrem nun in deutscher Sprache vorliegenden Buch „Die Affäre Schiwago“ erzählt das Autorenduo Petra Couvée und Peter Finn wie das Buch zur Veröffentlichung kam, trotzdem es von der russischen kommunistischen Partei verboten wurde. Außerdem stellen sie in ihrem Sachbuch dar, wie der Schriftsteller Boris Pasternak zwischen die Fänge der Kommunisten seines Landes und dem CIA geriet. Die beiden Autoren haben dazu akribisch recherchiert und die gesamte Entstehungsgeschichte des Romans zusammen getragen. Sie erstellen mit ihrem Buch gleichzeitig eine Biografie über Boris Pasternak selbst. Nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist veröffentlichte die US-Regierung im April 2014 Dokumente aus jener Zeit, die eine Unterstützung der Veröffentlichung des Buches in russischer Sprache durch die CIA bestätigen, diese Unterlagen haben die Autoren eingesehen und mit vielen anderen Quellen für ihr Buch verwendet. Herausgekommen ist ein anspruchsvolles und spannendes Sachbuch, das fundierte Einblicke in die Historie gewährt und uns Lesern die Zusammenhänge und Hintergründe über die Person Boris Pasternaks, die Geschichte des Landes und die Lebensverhältnisse zur damaligen Zeit erläutern. Pasternak hatte zwar versucht, sein Werk in Russland zu veröffentlichen, doch als ihm dies nicht gelang hat er sich für einen anderen Weg entschieden, denn es war ihm wichtig, dass sein Werk in der Welt bekannt wird, auch wenn dies Konsequenzen für ihn selbst haben könnte und sogar sein Todesurteil hätte sein können. Sehr gerne vergebe ich dem Buch seine verdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es natürlich weiter an geschichtlich interessierte Leser und denke, dass es für alle Fans des Romans „Doktor Schiwago“ nahezu ein Muss ist, dieses Buch zu lesen. Ich halte es für eine äußerst interessante Lektüre, die aber auch erhöhter Konzentration bedarf, um die Zusammenhänge und geschichtlichen Abläufe zu verstehen. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/03/die-affare-schiwago-von-petra-couvee.html

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