Petra Durst-Benning Die Zarentochter

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Inhaltsangabe zu „Die Zarentochter“ von Petra Durst-Benning

Der Zarenhof in St. Petersburg ist die prunkvolle Kulisse von Petra Durst-Bennings bewegendem neuen Roman. Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplo-matie und führt sie an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg. Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I.geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht. Ein ergreifender Roman über die Liebe und das Leben – und über eine junge Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihr Glück findet. Erfahren Sie mehr über 'Die Zarentochter' unter www.die-zarentochter.de. Fotos von der Buchpremiere im Landesmuseum Stuttgart finden Sie hier.

Die Geschichte von Olga, der Zarentochter, die ihr Glück sucht. Schön geschrieben

— makama

So schön, dass ich es wieder und wieder lesen möchte!

— ReginaMeissner

Sehr stark und spannend erzählt Petra Durst- Benning vom Leben der Zarentochter Olga auf der Suche nach Ihrem Glück! Ein wunderbares Buch.

— PrinzessinAurora

Traumhaft erzählte Geschichte über die Zarenprinzessin Olga. Man kann sie gut verstehen und leidet mit ihr. Schönes Buch zum schmökern.

— TheHope

Sehr realistisch und Bildstark erzählt sie vom Leben der Zarentochter , am Zarenhof. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

— Arietta

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    Die Zarentochter

    Giselle74

    29. September 2017 um 17:29

    ch muß gestehen, ich mag historische Romane. Ich mag sie unter anderem deshalb, weil sie die Freiheit haben, sich den Lauf der Weltgeschichte ein wenig passender zu biegen. Kleinere historische Ereignisse können zeitlich versetzt werden, Romanzen ausgeschmückt und historische Personen somit menschlicher gemacht werden. Für "Die Zarentochter" gelten alle oben genannten Punkte. Es ist flüssig zu lesen, spart nicht mit Ausschmückungen, Herzschmerz und zaristischem Pomp. Und bleibt leider trotzdem blass. Obwohl ich das Buch in wenigen Stunden las und auch gern gelesen habe, bleibe ich unbefriedigt zurück. Die Gestalten sind oberflächlich charakterisiert, man erfährt viel über Uniformen und Galakleider, wenig darüber , wie es ist in einem goldenen Käfig zu leben oder aus politischem Kalkül verheiratet zu werden. Die Männer sind alle gutaussehend, die Frauen strahlend schön, die oben genannten Themen werden nur angerissen. Und natürlich findet auch Olga ihren Prinzen, nach entsprechenden Irrungen und Wirrungen. Dankbar bin ich der Autorin dafür, daß sie dem Leser die ganzen russischen Wortschnipsel erspart, die sonst gerne in Bücher dieser Art eingebaut werden... Die Idee, ein Buch über Olga Nikolajewna Romanova zu schreiben, fand ich grandios. Endlich mal nicht Anastasia, endlich mal nicht der Sturz des Zarenhauses, sondern ein ganz anderes Kapitel im Leben und Wirken der Romanovs. Olgas Leben bietet so viele spannende Wendungen, so viel, das zu ergründen interessant gewesen wäre...Und es fing auch so gut an. Die Strenge des Zarenhofs, deutlich gemacht an der Episode mit dem Lieblingspferd des Zaren, an dem Umgang mit dem Pferdepfleger, an der Flucht Kostys und dem nachfolgenden Tod des Bootsjungen...Verschenkt! Verschenkt an den schönen Schein und die Pracht des Zarenhauses, verschenkt für das Bild einer oberflächlichen Märchenprinzessin... Schade!

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  • Olgas Geschichte

    Die Zarentochter

    makama

    03. August 2017 um 08:47

    Olga, genannt Olly ist die zweite Tochter von Zar Nikolaus, geboren 1822, wächst sie zusammen mit ihren Geschwistern wohl behütet auf.Sie erhält wie alle ihre Geschwister eine hervorragende Erziehung und auch auf Bildung wird großen Wert gelegt.Schliesslich soll sie politisch klug verheiratet werden. Der Zar will seine Macht innerhalb Europas stärken.Olga weiß früh, dass sie mehr will, der goldene Käfig sagt ihr nicht zu.Sie findet ihre große Liebe, doch darauf nimmt das poltische Kalkül der Königshäuser keine Rücksicht.Olly kämpft uns findet ihr Glück.Das Buch erzählt die Kindheit und Jugend von Olga Nikolajewna Romanowa. Olga ist ein kluges Mädchen und wie es scheint der Liebling des Zaren.Der Leser bekommt einen guten Einblick in das Leben damals.Petra Durst-Benning führt in eine längst vergangene Zeit, auf de einen Seite das prunkvolle Leben der Zarenfamilie, die auch so manchen Schicksalsschlag hinnehemen muss, auf der anderen Seite das arme einfache Volk.Ein interessanntes Buch über eine Zarentochter, die aller Widerstände zum Trotz ihr Leben lebt und ihr Glück findet. 

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    Nabura

    18. August 2012 um 16:38

    Im Hochzeitskarussell des russischen Zarenhofs Das Buch beschreibt die Kindheit und Jugend der russischen Zarentochter Olga, genannt Olly, und ihrer beiden Schwestern „Mary“ und „Adini“. Als Kinder des russischen Zars Nikolaus wachsen sie wohlbehütet auf; ihnen wird die beste Erziehung zuteil, mit der sie auch ihre zukünftigen Ehemänner beeindrucken sollen. Diese sollten innerhalb Europas möglichst mächtig sein, denn durch die Verheiratung seiner Töchter möchte Zar Nikolaus seinen Einfluss auch über die Grenzen seines Landes hinaus ausbauen. Olga und ihre Schwestern finden sich bald im „Hochzeitskarussell“ wieder – werden sie einen Mann finden, den sie lieben, der aber auch den Ansprüchen ihres Vaters genügt? Das Cover zeigt ein Bild der Großfürstin Olga, die in dieser Geschichte im Mittelpunkt steht. Ich hatte beim Lesen daher ein gutes Bild von ihr im Kopf. Dank eines flüssigen Schreibstils konnte ich schnell in die Geschichte um Olly und ihre Schwestern einsteigen. Gut gefallen hat mir, dass die Handlung nicht zu dem Zeitpunkt beginnt, in dem sich Olly im heiratsfähigen Alter befindet, sondern schon Erlebnisse ihrer Kindheit beschrieben werden. Die Szenen konnten mir einen guten Eindruck davon vermitteln, wie man als Tochter eines Zaren aufwuchs – weitestgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit hatten die Geschwister nur einander, ihre Gouvernanten und Lehrer und gelegentlich ihre Eltern, mit denen sie in Kontakt traten. Auch Ollys Beziehung zu ihrer Hofdame Anna sorgte für viele schöne Momente und wurde vor allem gut genutzt, um Ollys Wandlung vom Kind zur jungen Dame zu beschreiben. Schließlich wurde es für mich, die sich mit der Geschichte des russischen Zarenhauses bisher nicht auseinander gesetzt hat, richtig interessant: Wen werden Olly, Mary und Adini und auch ihr Bruder Sascha heiraten? In ruhigem Tempo, lebendig und oft romantisch wurde beschrieben, wie die Geschwister sich auf die Suche nach der Liebe begeben. Gleichzeitig werden sie jedoch von ihren Eltern im Hinblick auf bestimmte Heiratskandidaten unter Druck gesetzt. Nicht jede Wahl wird akzeptiert, was auch für traurige und nachdenklich stimmende Szenen sorgte. Geschichte zum Anfassen! Petra Durst-Benning ist es gelungen, aus den historischen Fakten eine romantische Geschichte rund um die Kinder des Zars zu erschaffen. Die Beschreibung der Charaktere hat mir gut gefallen, ebenso habe ich ein lebendiges Bild vom Russland des 19. Jahrhunderts erhalten. Ich selbst wusste nicht, wen die Geschwister heiraten werden, aber auch Kenner der russischen Geschichte wird diese Erzählung sicherlich unterhalten können!

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    BookFan_3000

    27. July 2012 um 08:58

    Kurzbeschreibung: Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I.geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht. Meine Meinung: Wieder werden meine Erwartungen nicht enttäuscht: der Roman von Petra Durst-Benning ist gut geschrieben, liest sich flüssig und schildert eindrucksvoll das Leben der russischen Zarentochter Olga. Für alle, die historische Romane lieben ein Muss!

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    monja1995

    30. April 2012 um 23:54

    Das Leben am Zarenhof Olga, die Tochter des Zaren Nikolaus führt ein behütetes Leben am russischen Zarenhof. Als Kind verwöhnt, mit Geschenken und allen Annehmlichkeiten überhäuft verläuft ihre Kindheit in geregelten Bahnen. Als sie älter wird und bei der Armenspeisung durch ihre Mutter der Zarin Alexandra dabei ist, wird ihr bewusst, dass sie den Armen und Gebrechlichen helfen muss. Dieser Eindruck verstärkte sich bereits in ihrer Kindheit, als sie erleben musste, wie ihr Bruder Kosty im Winter von einem Bürgerjungen vor dem Ertrinken gerettet wurde und dessen Eltern kein Geld für einen Arzt hatten und er dann infolge seiner Heldentat stirbt. Innerlich weigert sie sich daher, irgendwann einen hochgestellten Adligen zu heiraten, die ihrer Meinung nach nichts anderes tun, als Kriege führen und ihr Vermögen mehren. Ausserdem findet sie sich zu unansehnlich, als dass sich jemals ein Mann für sie interessieren könnte. Das hässliche Entlein verwandelt sich jedoch in einen schönen Schwan, woran nicht zuletzt ihre Kammerfrau Anna mit beteiligt ist. Mit List und Tücke bringt sie Olga dazu, auch nach heiratsfähigen Männern zu schauen und diese dazu zu bringen, um sie zu werben. Oberste Priorität hat jedoch weiterhin der Plan, für die da zu sein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ihr Vater möchte sich mit einem Mann des österreichischen Regentenhauses verheiraten, dieser zögert jedoch ein Treffen immer wieder durch Absagen, Krankheiten und sonstige Gründe hinaus. Sie lernt den Hessen Alexander kennen, in den sie sich hals über Kopf verliebt. Diese Liebe wissen jedoch ihre Eltern zu verhindern, weil der Adelsstand des jungen Mannes nicht der Vorstellung von Olgas Eltern entspricht. Sie leidet unermesslichen Liebeskummer und glaubt, nicht zu überleben. Als es ihrer Mutter nicht so gut geht, beschließt diese einen Aufenthalt in Palermo. In der Sonne Siziliens verblasst die Erinnerung an Alexander und Olga lernt den Württemberger Karl kennen und verliebt sich innerhalb von ein paar Tagen in ihn. Nicht zuletzt seine Einstellung zum Leben und seine Sorge um die Mittellosen seines Landes bringen Olga dazu, seinen Antrag, um sie werben zu dürfen, anzunehmen. Bereits in von Palermo aus wird die Prunkhochzeit bis ins kleinste Detail geplant. Auch wenn Karl nicht unbedingt der Wunschschwiegersohn des Zaren ist, so liegt ihm doch sehr viel am Glück seiner Lieblingstochter und lässt sich nichts anmerken. Ein eher romantischer Roman aus der Zarenzeit, der einen in Träumereien versetzt, mitleben und mitleiden lässt. Wie Petra Durst-Benning im Buch schon selber erwähnt, bediente sie sich bestimmter Freiheiten, um das Geschehen um Olga so zu schreiben, dass einfach eine runde Geschichte entsteht. Mit ihrer lockeren und unkomplizierten Art zu schreiben ist der Leser schnell in der Handlung gefangen und tut sich schwer, das Buch wieder zur Seite zu legen. Leider endet der Roman so plötzlich, dass man sich erstmal wundert. Die Autorin verweist jedoch darauf, dass die Fortsetzung im September 2010 erscheint. Das Ende der Handlung und dieser Verweis ist etwas unglücklich gewählt, denn auch wenn es eine Fortsetzung gibt, sollte nicht alles offen bleiben. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es ist Lektüre zum Träumen und Abschalten und kann es guten Gewissens empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    bookorpc

    06. January 2012 um 23:09

    In dem historischen Roman Die Zarentochter erzählt Petra Durst - Benning spielt Olly die Hauptrolle. Inhalt: Olly wächst am Zarenhof auf und muss schon früh erfahren, dass man aufgrund der königlichen Geburt nicht der Liebe wegen heiratet sondern wegen politischen Verbindungen. Diesem Leben beugt sie sich nicht leicht und rebelliert, wo sie kann. Um so mehr freut sie sich nach einigen gebrochenen Herzen, als ihr Bruder einen anscheinend geeigneten Kandidaten für sie findet. Aber ihr Glück findet sie am Schluss in Württemberg. Meine Meinung: Es ist der Autorin wunderbar gelungen aus einem geschichtlichen Ereignis eine einfühlsame Geschichte mit Höhen und Tiefen zu schreiben, auch wenn einige wenige Dinge abgeändert bzw. dazuerfunden wurden. Auf diese wird am Ende des Buches hingewiesen. Eine Geschichte über die Liebe, Verantwortung, Familie und Freundschaft. Man bekommt gefühlvoll vermittelt welche Last auf Ollys Schultern liegt und leidet mit jeder missglückten Liebesgeschichte mit. Fazit: Ein wunderschöner Roman und für alle die mehr über Olly lesen möchte, gibt es eine Fortsetzung Die russische Herzogin indem sie eine wichtige Nebenrolle spielt.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    TrollMutti

    23. November 2011 um 15:03

    Olgas Leben vor Württemberg Die schöne Tochter des Zaren Nikolaus, die ihren eigenen Kopf hat und sich nicht immer streng an das Protokoll halten möchte - das war Olga, die 1822 geboren ist. Ihre Kindheit, die Teenagerjahre (die sich um einiges von denen heutiger Zeit unterscheiden, nicht nur bei den Großfürsten), das Leben als Zarentochter und natürlich die Liebe - Petra Durst-Benning hat alles in diesem Buch vereint. Die Autorin hat es geschafft einen Roman zu schreiben, der interessant, spannend und gleichzeitig realistisch und historisch belegt ist. So liest man nicht einfach einen schönen Roman, sondern lernt gleich noch ein wenig Geschichte (auch wenn es wenige Abweichungen gibt, künstlerische Freiheit eben). Eine sehr gelungene Kombination. Unterstrichen wird alles durch einen flüssigen und zu der Zeit wunderbar passenden Schreibstil, trotz moderner Einflüsse. Durch die sehr bildhafte aber nicht übertriebene Sprache wird der Leser in die Geschichte hineingesogen und hat das Gefühl selbst durch den Winterpalast zu spazieren. Die Geschichte der beliebten Königin von Württemberg ist relativ bekannt. Nichtsdestotrotz macht es richtig Spaß das Buch zu lesen und mehr zu erfahren. Wie normal und doch ganz anders ein Kind in einer Zarenfamilie aufwachsen und sich entwickeln kann. Wie kam Olga eigentlich nach Württemberg und was bewegte sie zu den vielen wohltätigen Aktionen? Wie geht man mir der in die Wiege gelegten Verantwortung um und wie ist es, wenn die Eltern Zaren eines Riesen-Reiches sind? Diese und noch viele andere Fragen werden im Laufe der Geschichte beantwortet. Alles in einem ein sehr gelungener historischer Roman, der es wert ist verschlungen zu werden. Und das nicht nur von Fans des Genres (ich bin auch eher im Bereich Fantasy und Thriller unterwegs).

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    LEXI

    18. September 2011 um 19:27

    Der Zarenhof in St. Petersburg: Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplomatie und führt sie an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg. ___ Petra Durst-Benning erzählt in ihrem Roman die Geschichte der Kinder des russischen Zaren Nikolaus I. und konzentriert sich dabei auf die Protagonistin Olga. Die Autorin steigt im Dezember 1825 in die Geschichte ein, als Olga gerade mal drei Jahre alt ist und endet mit ihrer Heirat im Jahre 1945. Dazwischen wird der Leser in die Geschichte der Romanow-Kinder eingebunden, erlebt die Kinder- und Jugendzeit, das Erwachsenwerden, die Einführung bei Hofe und schließlich die Brautwerbungen sowie die Hochzeiten dieser prominenten Geschwister. Das strenge Hofzeremoniell und die Sitten bei Hofe werden in lebhaften Farben geschildert, zugleich aber auch die große Not und Armut der ländlichen Bevölkerung erwähnt. Für mich als „Neuling“ im Bereich der Historischen Romane war diese Familien- bzw. Liebesgeschichte ein wunderschöner Ausflug in die Welt der Reichen und Schönen Russlands. Der in Schulzeiten einst so langweilige und trockene Geschichtsunterricht, der oft in einer Aneinanderreihung von Jahreszahlen endete, wurde mit einem Mal lebendig. Ich empfand die Umsetzung der Grundidee als überaus interessant und freute mich bereits beim Lesen der letzten Seite dieses Romans auf dessen Fortsetzung. ___ Die Autorin versteht es, den Leser sofort in ihren Bann zu ziehen und für die Geschichte und ihre Protagonisten zu begeistern. Obgleich es sich hierbei um einen historischen Roman und keinen fesselnden Thriller handelt, war der Spannungsbogen für meinen Geschmack relativ hoch und ich fühlte mich außerstande, dieses Buch zur Seite zu legen. Die Neugier darauf, wie die Dinge sich entwickeln werden und die Tatsache, dass dies keine reine Fiktion war, brachten mich dazu, dieses Buch an einem Nachmittag zu lesen. Die Geschichte ist in insgesamt 31 Kapitel unterteilt und aus der Sicht des Erzählers in der Mitvergangenheit geschrieben, die Sätze sind klar und eindringlich. Ein Prolog mit Datumsangabe zu Beginn und einige Anmerkungen mit Quellenangaben runden das Gesamtbild ab. Eine Leseprobe auf den letzten Seiten weckt in dem Leser die Neugier auf die Fortsetzung der Geschichte um die russische Zarentochter Olga in ihrem neuen Heimatland Deutschland. ___ Frau Durst-Benning hat es geschafft, jeden einzelnen ihrer Protagonisten – auf ihre Art – liebenswert erscheinen zu lassen. Sowohl das Zarenpaar Nikolaus und Alexandra als auch die Kinder Mary, Olly, Adini, Sascha und Kosty sind sehr lebendig gezeichnet und es gelingt dem Leser mit Leichtigkeit, sich in sie hinein zu versetzen. Intensiv lebt und leidet man mit ihnen durch die gesamte Geschichte hindurch. Auch den Nebenfiguren wird einige Aufmerksamkeit zuteil. Ich hätte mir jedoch mehr Details über den Lebensretter des kleinen Zarensohnes, den Sohn des Bootsmannes namens Mischa, und Prinz Alexander Bariatinski erwartet. Die Erzählung beschränkt sich zum Großteil auf die Zarenfamilie selber, während das Umfeld nur grob gezeichnet wird. ___ Ich empfand die Lektüre dieses wunderschönen historischen Romans von Petra Durst-Benning als reines Lesevergnügen und freue mich bereits auf den Folgeband „Die russische Herzogin“.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    mabuerele

    30. August 2011 um 18:44

    Olga, genannt Olly, ist die zweite Tochter des Zaren Nikolaus. Gemeinsam mit ihren Schwestern Mary und Adini in Sankt Petersburg. Dabei wird ihre Kindheit von zwei Ereignissen überschattet, die ihr zukünftiges Leben prägen. Der Fischerjunge Mischa rettet ihren Bruder Kosty. Während sich an Ollys Bett die bekanntesten Ärzte treffen, stirbt Mischa an der Lungenentzündung. Seine Eltern konnten sich keinen Arzt leisten… Auf Betreiben Marys wird die Gouvernante Charlotte entlassen. Die Trennung macht aus Olly eine schwermütige junge Frau… Der Zar sorgt dafür, dass Anna die neue Begleiterin von Olly wird. Anna musste nach dem Tod der Eltern ihre Geschwister aufziehen. Sie weiß, dass das Leben nicht nur Sonnenseiten hat. Doch um Ollys Vertrauen und Zuneigung muss sie hart und beharrlich kämpfen… Der Roman beschreibt das Leben der Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa bis zu ihrer Heirat mit Karl, dem Thronerben von Württemberg. Die Autorin lässt uns an der Erziehung, aber auch den Hoffnungen und Sehnsüchten Olgas teilnehmen. Das Leben am Zarenhof wurde gut dargestellt und basiert auf gründlichen Recherchen. Obwohl die Zarentöchter als zukünftige Herrscherinnen erzogen wurden, hatte sie einige Freiheiten. Der unterschiedliche Umgang von Olly und Mary mit dem Dienstpersonal, ihre verschiedenen Ansichten über das Leben in Russland wurden gut herausgearbeitet. Umso erstaunlicher ist die Wandlung von Mary nach ihrer Heirat. Glanz und Macht hat sie für die Liebe aufgegeben. Großfürstin Olga hat sich schon in jungen Jahren für die Benachteiligten der Gesellschaft eingesetzt. Doch lange Zeit wird sie zum Spielball der Politik. Nicht alle Fäden, die hinter ihren Rücken gezogen werden durchschaut sie. Der Zar und ihr Bruder Sascha entscheiden, welcher Mann für sie gut ist. Vor allem letzterer spinnt die nötigen Intrigen. Der Roman vermittelt ein gutes Bild der Zustände in Russland, auch wenn er sich vorwiegend auf die Städte beschränkt. Das Leben auf dem Lande wird größtenteils ausgeklammert. Auch Nikolaus` Regierungsstil in Russland wird nur angedeutet. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Die Autorin hat den Schwerpunkt anders gesetzt. Das ist zu akzeptieren. Außerdem ist es ihr gelungen, an der einen oder anderen Stelle Nachdenklichkeit über russische Verhältnisse zu erzeugen, so wenn es um die Begeisterung des Zaren für das Militär geht. Nebenbei erfährt man einiges über die Weltpolitik. Vor allem Erzherzog Stephan kommt dabei nicht gut weg. Die Fäden in der Hand hält Metternich. Das Buch lässt sich schnell lesen. Schriftstil und Wortwahl sind dem Thema angemessen. Mir hat gefallen, dass der Roman nahe am historischen Geschehen bleibt und das Leben der Zarenfamilie nicht verklärt. Sie werden als Menschen mit Fehlern und Schwächen dargestellt. Die inneren Kämpfe Olgas, zum Beispiel beim Tod ihrer jüngeren Schwester, sind nachvollziehbar. Das Buch beschreibt das Leben, wie es ist, mit Freude und Trauer, Sieg und Niederlage. Emotionen wurden schön herausgearbeitet und sind immer dem Anlass angemessen. Insgesamt ist das Buch ein empfehlenswerter historischer Roman, der ein Stück Geschichte lebendig und erlebbar macht.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    Toschi3

    26. June 2011 um 13:27

    In schillernden Farben und prächtigen Bildern schildert die Autorin das leben der Zarentochter Olga von er frühen Kindheit bis zu ihrer Hochzeit. Von wunderschönen Momenten in der russischen Natur, der Einführung in die Gesellschaft und rauschenden Ballnächten bis hin zu traurigen Episoden wie Liebeskummer und schweren Verlusten ist alles vorhanden, was man in einer spannenden Geschichte um eine junge Frau lesen möchte. Mit dem flüssigen Schreibstil und den kurzen Kapiteln lässt sich das Buch sehr leicht lesen. Trotz langer Gespräche wird das Buch (fast) nie langatmig. Die genaue Beschreibung der Personen lässt dem Kopfkino freien Lauf. Nein, einen historisch wertvollen Roman mit vielen geschichtlichen Zusammenhängen darf man hier wohl nicht erwarten. Aber Frau Durst-Benning malt ein wundervolles Sittengemälde der russischen Adelsgesellschaft des 19. Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    allegra

    04. March 2011 um 12:36

    Erwachsen werden am Hofe des Zaren Der historische Roman „Die Zarentochter“ von Petra Durst-Benning handelt vom Leben der jungen Olga Nikolajewna Romanowa, die als drittes Kind des Zaren Nikolaus I und seiner Ehefrau Alexandra Fjodorowna 1822 geboren wurde. Olga wuchs mit ihren 6 Geschwistern in einer erstaunlich modernen Familie auf. Der Zar und die Zarin legten großen Wert darauf, den direkten Kontakt zu allen ihren Kindern zu pflegen, obwohl jedes Kind natürlich seine Gouvernante oder seinen Lehrer hatte. So waren die Teestunden geprägt von fröhlichem Erzählen, Kinder wollten nicht nur gesehen, sondern auch gehört werden - anders als es zu jener Zeit in den meisten Familien der Fall war. Die Familie lebte im Winterpalast in St. Petersburg und verbrachte die Sommer in der Regel am Peterhof am finnischen Meerbusen, wo sich Olly (Olga), ihre ältere Schwester Mary und die jüngere Adini ausgesprochen wohl fühlten. Im Prolog wird der Zar im Dezember 1825 von Aufständischen (den Dekabristen) aufgesucht und die älteren drei Kinder erleben das unerfreuliche und beängstigende Gespräch mit, worauf der Zar sie beruhigt und ihnen versichert, er werde immer für sie da sein. Dieses bedingungslose Vertrauensverhältnis in den Vater spiegelt sich später auch wieder, wenn die Kinder ins heiratsfähige Alter kommen, und eine passende Partie für sie gefunden werden muss. Selbstverständlich bestimmt der Zar in erster Linie welche Vereinigungen mit anderen Königshäusern für Russland politisch wünschenswert sein könnten, aber die jungen Leute verfügen über erstaunlich viel Mitspracherecht. Der Roman erzählt ausführlich über die Zeit, als für die ältesten 4 Kinder eine passende Verbindung gesucht wird. Enttäuschungen und unglückliche, nicht standesgemäße Liebschaften kommen dabei ebenso vor, wie politisches Kalkül. Nach einigen Misserfolgen heiratet Olly im Jahre 1846 den Prinzen Karl von Württemberg und zieht mit ihm nach Stuttgart. Persönliche Meinung: Ich habe die Lektüre dieses Buches wirklich sehr genossen. Obwohl es in einem mir relativ unbekannten Umfeld und vor langer Zeit spielt, liest sich die Sprache angenehm flüssig und passt sich dennoch sehr gut in die damalige Zeit ein, ohne auf unpassende Weise modern zu klingen. Wenn von den Mädchen in ihren langen Kleidern geschrieben wird, musste ich immer wieder an „Sissi“ denken. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass dieser Stoff auch eine gute Grundlage für einen Historienfilm. Die Schilderungen der Württemberger brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. Die eher hölzern wirkenden Umgangsformen der Schwaben, die Sparsamkeit, die schwankt zwischen „Zeigen, dass man jemand ist“ und einem liebenswürdigen Geiz, beobachtet man im Alltag immer wieder, nicht zuletzt bei offiziellen Empfängen. Der Reichtum eines jeden Buffets wird sozusagen an den Brezeln gemessen. Bisher war mir auch gar nicht bewusst, dass verschiedene soziale Institutionen von den russischen Königinnen ins Leben gerufen wurden. Wenn man in der Umgebung von Stuttgart wohnt und Kinder hat, kommt kaum um das „Olgäle“ herum, dem Kinderkrankenhaus in Stuttgart. Das heutige städtische Gymnasium „Königin Olga Stift“ wurde von Olga als Mädchenschule gegründet und Olgas Tante, Katharina Pawlowna, hat sich mit dem „Katzenstift“ (Königin Katharina Stift) und dem Katharinenhospital in den Herzen der Stuttgarter verewigt. Fazit: Wenn jemand gerne historische Romane hat, die man zügig lesen kann und die nicht allzu lang und verwirrend sind, dann kann ich „Die Zarentochter“ nur empfehlen. Man lernt einiges über das Leben am Hofe der Zaren und kann dabei herrlich entspannen. Dass man das Ende auf Grund der Historie bereits kennt, tut dem Buch keinen Abbruch. Die dadurch etwas fehlende Spannung wird durch viel Gefühl und wunderbare Beschreibungen von Landschaft und Palästen mehr als wett gemacht.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    Chrissie007

    27. February 2011 um 10:19

    Ein Roman über starke Frauen im Russland des 19. Jahrhunderts. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Roman größtenteils in St. Petersburg spielt. Da ich dort selbst schon gewesen bin und sogar auch den naheliegenden „Peterhof“ besichtigt habe, sind mir durch den Roman viele Sachen wieder in Erinnerung gekommen. Auch ich bin durch den Park vom „Peterhof“ bis zum Meer spaziert und fand es wundervoll. An die goldenen Brunnen kann ich mich sehr gut erinnern. Auch wenn Olly, die 3. Geborene, im Mittelpunkt steht, sind es doch die russischen Zaren-Frauen, die mich beeindruckt haben. Ich habe mit dem Mary, Olly, Alexandra und Adini gelacht und geweint. Petra Durst- Benning hat einen Schreibstil, der mich sehr berührt hat und mich gefesselt hat. „Lachen, um nicht zu weinen!“ ist mir besonders im Gedächtnis geblieben und werde ich wohl auch nicht mehr vergessen! Vorsicht, Spoiler: Der Brief, den Olly kurz nach Bekanntgabe der Verlobung mit Prinz Karl an ihre verstorbene Schwester Adini schreibt, trieb mir wirklich die Tränen in die Augen…er beinhaltete zwar nicht viele Worte, aber das war auch nicht nötig. Das Buch ist für mich jetzt schon einer der Lesehighlight 2011. Werde sobald wie möglich den 2. Teil lesen.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    melli.die.zahnfee

    02. January 2011 um 15:05

    Olga Romanowa ( 1822 - 1892 ) wird als zweite Tochter des Zaren Nikolaus geboren und natürlich ist man bestrebt für sie den passenden Heiratskandidaten zu finden um die Macht am Zarenhof noch zu vergrößern. Leider verliebt sich Olga immer in unstandesgemäße Männer, die mit viel Ränke und Kalkül von Olga s Seite entfernt werden. Nun um ehrlich zu sein ist dies auch schon der ganze Inhalt des Buches. Um die Hauptfigur Olga spielt sich natürlich das gesamte zaristische Leben ab. Leider besteht dies nur aus Langweile, Politik, Teegesellschaften und diversen Bällen, die zur Brautschau dienen. Dies lässt den Leser zwar detaillierten Einblick gewinnen in das Leben der Zarenfamilie mir war es jedoch zu langweilig. Noch ein Ball und noch ein gesellschaftliches Ereignis aber , wie bei Zaren`s zuhause, keinerlei Tiefgang. Sicher, das Buch ist sehr routiniert geschrieben und die Autorin verleiht all ihren Figuren Persönlichkeit, jedoch konnte ich zum Beispiel Olly`s Reaktionen auf ihre eigenen Herzensangelegenheiten nicht nachvollziehen, auch wenn es eine ganz andere Welt war glaube ich nicht , dass eine Frau so reagiert. Ich habe die geschichtlichen Fakten so hingenommen, fand sie gut verpackt und laut Autorin ist ja etwas historische Freiheit mit dabei, die allerdings sehr gut eingewoben ist. Wie schon erwähnt ist dieses Buch für Liebhaber historischer Romane bestimmt ein must have.. ich fand es eher fad durch die sich ständig wiederholende Aneinanderreihung gesellschaftlicher Ereignisse. Zu wenig Action , die ist aber meine ganz persönliche Meinung. Olga Romanova ist mit Sicherheit Person genug, dass es sich lohnt über sie zu schreiben.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    antjemue

    09. December 2010 um 10:17

    Vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan * Eine ganze Zeit habe ich keine historischen Romane mehr gelesen. In der letzten Zeit entdecke ich sie langsam für mich zurück. Als dann vor nicht allzu langer Zeit auf einer meiner Lieblingsseiten im Netz Vorableseexemplare von dem inzwischen erschienenen Buch „Die russische Herzogin“ ausgeschrieben waren, kam ich nicht umhin, mir die Leseprobe vorzunehmen. Sie sprach mich an. Leider hatte ich nicht das Glück, ein Exemplar zu gewinnen. Doch ich bohrte noch ein bisschen tiefer und entdeckte dabei, dass dieses Buch sogar schon eine Fortsetzung war. * „Die Zarentochter“ von Petra Durst-Benning ist der erste Teil um die Geschichte der russischen Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) und kürzlich als Taschenbuch erschienen. * Obwohl ich sonst eigentlich ganz bodenständig bin, habe ich eine leichte Schwäche für russische Zaren-Pracht. Vielleicht liegt das daran, dass ich als Kind ein Buch mit russischen Märchen hatte, welches schnell zu meinem Lieblingsbuch avancierte oder dass wir in der Schule zwar viel über die Oktoberrevolution erfuhren, die Zarenfamilie Romanow aber permanent außen vor blieb. Jedenfalls interessierte mich das Buch schon anhand des * Klappentextes: * „Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, die sie nach Stuttgart an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg führt, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht. Ein ergreifender Roman über die Liebe und das Leben – und über eine junge Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihr Glück findet.“ * Als ich nun kürzlich wieder mal mein „kleines“ Kind zum Zug brachte und dabei ganz zufällig unserer Bahnhofsbuchhandlung einen Besuch abstattete, landete das Buch auch schon in meinem Bücherregal. Nach mehreren gelesenen Thrillern, war bei mir dringend ein Genrewechsel nötig. So blieb „Die Zarentochter“ auch gar nicht lange im SuB. * Die Geschichte * Dieser Roman erzählt die Geschichte der russischen Zarentochter Olga Nikolajewna Romanowa und späteren Königin von Württemberg, von der Kindheit bis zu ihrer Hochzeit. Großfürstin Olga, von allen nur Olly genannt, wächst wohlbehütet am prunkvollen russischen Zarenhof, als 3. Kind und zweitälteste Tochter, unter 7 Geschwistern auf. * Jedes der Zarenkinder hat eine eigene Erzieherin, unterrichtet werden sie von Privatlehrern. Olly ist ein sehr intelligentes Kind, aber von Natur aus eher schüchtern. So steht sie anfangs sehr oft im Schatten ihrer schönen älteren Schwester Mary, die stets im Mittelpunkt stehen will und ihre Eltern um den Finger wickelt. Manch Angestellter, der Mary doch ein bisschen in ihre Schranken verweisen wollte, musste das leider bereuen. * Von den Sorgen und Nöten des einfachen Volkes fern gehalten, werden auch Freundschaften der Zarenkinder mit Untergebenen von der Zarenfamilie stets schnell und kompromisslos unterbunden. Und doch erkennt gerade Olly sehr früh, dass der Not unter der Bevölkerung entgegen gewirkt werden muss. Mit Hilfe ihrer neuen Zofe arbeitet sie darauf hin, später mal einen reichen und einflussreichen Mann zu heiraten, damit sie den Armen helfen kann. * Zunächst muss jedoch erst einmal ein geeigneter Ehemann für ihre ältere Schwester Mary gefunden werden. So wird diese in die Gesellschaft eingeführt und wie ein Paradepferd den europäischen Königshäusern angepriesen. Der Mann, den Mary dann letztendlich heiratet, ist zwar von Adel, aber keineswegs standesgemäß. Mary hat jedoch, als Lieblingstochter des Zaren, ihren Willen wieder einmal durchgesetzt. * Zarewitsch Sascha, der Erstgeborene und spätere Thronfolger muss sich ebenfalls in das Hochzeitskarussell begeben. Bei ihm ist der Zar jedoch zu keinerlei Kompromissen bereit. Die Hofdame, an die er sein Herz bereits verloren hatte, wird fortgeschickt. Akzeptiert wird nur eine Eheschließung, die die Macht Russlands stärkt. Genau das wird auch Olly erwartet… * Für mich war „Die Zarentochter“ nach der kurzen Begegnung mit der Leseprobe von „Die russische Herzogin“ mein erster Lesekontakt mit der Autorin * Petra Durst-Benning. * Grund genug, um mich auch über die Schreiberin ein bisschen im Netz zu informieren. Die 1965 geborene Baden-Württembergerin lebt mit Mann und Hund südlich von Stuttgart auf dem Land. Sie ist staatlich anerkannte Wirtschaftskorrespondentin und Übersetzerin. Nach ihrer Ausbildung begann sie zunächst mit dem Schreiben von Sachbüchern. 1996 veröffentlichte sie ihren ersten historischen Roman. Mittlerweile sind da noch einige hinzu gekommen. Mehr über die Autorin und ihre Werke kann man auf ihrer Fan-Forum-Seite im Netz unter durst-benning.de nachlesen. * Auch zum Buch gibt es eine eigene Website (die-zarentochter.de). Dort kann man viel über die Recherchen der Autorin und allerlei drum und dran erfahren. * Eindrucksvoll * Mit ihrem flüssigen und sehr detailreichen Schreibstil zog mich die Autorin ganz schnell in ihren Bann. Sie ließ mich am prunkvollen Leben der Zarenfamilie teilhaben und die Protagonisten wirkten auf mich sehr lebendig. Verwundert hat mich, dass die Zarenkinder ihre Muttersprache russisch erst mühsam erlernen mussten, weil am Hof fast ausschließlich französisch gesprochen wurde. Damit erklärten sich aber auch, die so wenig russisch klingenden Kosenamen der Zarenkinder – wie Mary, Olly und Adini. * Die zahlreichen Bälle und Festivitäten konnte ich mir durch die bildhaften Beschreibungen von der Ausstattung der Säle, bis hin zu Kleidern und Frisuren, bestens vorstellen. Aber auch die Landschaft, den Winter in St. Petersburg oder die Weißen Nächte – ich kenne sie zwar nur von Bildern und Dokumentationen – waren Kopfkino pur. * Den Anmerkungen der Autorin zum Ende des Romanes konnte ich entnehmen, dass viele der von ihr neu in Worte gefasste Geschehnisse auf wahren Begebenheiten basieren, einige historische Fakten jedoch mit schriftstellerischen Freiheiten vermischt wurden. Letzteres hat die Autorin jedoch so gekonnt hinbekommen, dass es auf mich durchaus real wirkte. * Nicht ganz realistisch wurde die wahre Not unter der Bevölkerung Russlands zu dieser Zeit dargestellt. Es wurde zwar immer wieder von Aufständen gesprochen, die der Zar mit seiner Armee niederschlagen musste. Dies geschah jedoch jeweils nur aus Sicht der Zarenfamilie, die sich meiner Meinung nach, das wirkliche Maß der Zustände, weswegen sich das Volk erhob, überhaupt nicht vorstellen konnte. * Aber darum ging es in dem Roman „Die Zarentochter“ letztendlich ja auch gar nicht. Im Mittelpunkt stand Olly und ihre Entwicklung vom schüchternen, in sich gekehrten Kind zu einer schönen und offenherzigen, intelligenten jungen Frau, mit aller Freude und allem Leid. Und dafür, dass ich mich bei diesem Roman doch bestens unterhalten habe, vergebe ich mit 4 guten Sternen eine positive Wertung. * Die Fortsetzung „Die russische Herzogin“ werde ich in jedem Fall auch lesen. Allerdings warte ich da aus Kostengründen auch auf die Taschenbuchausgabe. * Eine Leseprobe zum vorgestellten Buch findet z. B. unter folgendem Link: http://bilder.buecher.de/zusatz/26/26380/26380653lese1.pdf * Ullstein Taschenbuch Verlag 2010 ISBN 978-3-548-28278-7 419 Seiten Als Taschenbuch für 9,95 € überall im deutschen Buchhandel erhältlich. * Wer natürlich Hardcover bevorzugt, die gebundene Ausgabe, die bereits 2009 bei List erschien, ist für 19,90 € zu haben.

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  • Rezension zu "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

    Nina2401

    28. August 2010 um 16:54

    Das Leben der Großfürstin Olga Romanowa, der späteren Königin von Württemberg ist Thema dieses wundervollen Romans von Petra Durst-Benning. Ich konnte miterleben, wie Olga sich von einem dreijährigen Kind zu einer wunderschönen und intelligenten jungen Frau entwickelt. Ich konnte mich mit ihr freuen über die kleinen Dinge des Lebens und mit ihr trauern, um ihre Schwester Adini, um verpasste Chancen. Der Roman ist sehr einfühlsam geschrieben, wie ein langer ruhiger Fluss hat er mir die Lesestunden versüßt. Ich bin versunken in der blumigen Sprache, die so gut zu dieser überlieferten Geschichte passt. Die historischen Figuren wurden lebendig vor meinem inneren Auge, auch wenn sich die Autorin einige schriftstellerische Freiheiten herausgenommen hat. Es sollte ja auch keine Biographie werden, sondern ein Roman, der unterhält. Und das ist hier ausgezeichnet gelungen! Ich freue mich schon sehr auf Fortsetzung.

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