Petra Durst-Benning Die russische Herzogin

(55)

Lovelybooks Bewertung

  • 57 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(28)
(19)
(6)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die russische Herzogin“ von Petra Durst-Benning

Nicht immer hält das Leben, was es verspricht, das muss auch Zarentochter Olga erkennen. Ihre Ehe mit Kronprinz Karl von Württemberg bleibt kinderlos, der Hof in Stuttgart ist ihr lange Zeit fremd. Als der Zar sie bittet, seine Nichte Wera aufzunehmen, willigt Olga freudig ein. Doch das Mädchen ist schwierig, wild und unberechenbar. Olga setzt alles daran, aus Wera eine würdige Großfürstin und einen glücklichen Menschen zu machen. Beide Frauen müssen viele Träume begraben. Doch ihre Freundschaft hilft ihnen, neue Wege zu gehen und dem Leben ein wenig Glück abzutrotzen.

Tolle Fortsetzung einer wundervollen Geschichte

— ReginaMeissner

Stöbern in Historische Romane

Die Legion des Raben

Invita, die Kriminalbeamtin, versucht einen Mord aufzuklären, um einen ganzen Sklavenhaushalt vor der Hinrichtung zu bewahren.

MalaikaSanddoller

Die Fallstricke des Teufels

Toller, sehr genau recherchierter Roman, der eine spannende Geschichte erzählt!

Ellaliest

Edelfa und der Teufel

Piemont-Saga im 16. Jahrhundert - Gefangenschaft, Reise, Teufel, Liebe, Schicksal - alles kommt vor und sehr schön geschrieben!

Limarie

Die Rückkehr des Erben

Schöner zarter Roman!

Bibi1960

Die Widerspenstige

Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der sich locker und flüssig lesen lässt und kurzweilig spannende Unterhaltung bietet.

HEIDIZ

Der Preis, den man zahlt

Spanien im Bürgerkrieg.Spion ohne Überzeugung zwischen den Fronten. Ein klug komponiertes Buch über Leben&Sterben,Täuschen&Trauen.

franzzi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    FloraStern

    13. January 2013 um 20:50

    Ich liebe alle Romane von Petra Durst-Benning und auch die russische Herzogin hat mich von der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Die Charaktere sind so lebensah und toll getroffen... Sie lassen einen nicht mehr los und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Man erfährt viel über die Zarentochter und das damalige Leben. Sie ist wirklich eine herausragende Persönlichkeit, mit viel Herz. Ich kann das Buch nur empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    BookFan_3000

    27. July 2012 um 09:02

    Kurzbeschreibung: Nicht immer hält das Leben, was es verspricht, das muss auch Zarentochter Olga erkennen. Ihre Ehe mit Kronprinz Karl von Württemberg bleibt kinderlos, der Hof in Stuttgart ist ihr lange Zeit fremd. Als der Zar sie bittet, seine Nichte Wera aufzunehmen, willigt Olga freudig ein. Doch das Mädchen ist schwierig, wild und unberechenbar. Olga setzt alles daran, aus Wera eine würdige Großfürstin und einen glücklichen Menschen zu machen. Beide Frauen müssen viele Träume begraben. Doch ihre Freundschaft hilft ihnen, neue Wege zu gehen und dem Leben ein wenig Glück abzutrotzen. Meine Meinung: Auch der Nachfolgeroman von 'Die Zarentochter' hebt sich mit angenehmen Schreibstil und guter Recherche zu den tatsächlichen Begebenheiten von anderen historischen Romane ab. Wer 'Die Zarentochter' gut fand, wird auch bei diesem Roman keine Zweifel haben, um 'Die russische Herzogin' zu lesen, muss man den Vorgänger aber nicht unbedingt kennen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    bookorpc

    06. January 2012 um 23:06

    In dem historischen Roman Die russische Herzogin, erzählt Petra Durst - Benning wie das Leben für Olly nach dem Buch Die Zarentochter weitergeht. Auch wenn sie nicht die eigentliche Hauptrolle ist. Inhalt: Die russische Großfürstin Wera hat ein temperamentvolles Wesen mit dem ihre Eltern überfordert sind. Sie wird deshalb zu ihrer Patentante Olly nach Württemberg geschickt. Diese freut sich schon sehr auf Wera, da ihr eigene Kinder in ihrer Ehe mit Kronprinz Karl versagt blieben. Aber schon bei der Ankunft fragt sich Olly, ob ihre Liebe allein reichen wird. Meine Meinung: Das Buch hat mich total fasziniert. Es ist der Autorin wunderbar gelungen aus einem geschichtlichen Ereignis eine einfühlsame Geschichte mit Höhen und Tiefen zu schreiben, auch wenn einige wenige Dinge abgeändert bzw. dazuerfunden wurden. Auf diese wird am Ende des Buches hingewiesen. Obwohl es sich um eine Fortsetzung handelt, kann man es auch einzeln lesen und genießen. Eine Geschichte über die Liebe, Verantwortung, Familie und Freundschaft. Man bekommt wie bereits im vorherigen Band gefühlvoll vermittelt welche Last auf den Schultern liegt aufgrund der höheren Stellung in der Gesellschaft. Fazit: So stelle ich mir einen historischen Roman vor: die Wahrheit verpackt in Tüll und Seide mit Perlen verziert.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    anyways

    03. November 2011 um 19:17

    Ein schreckliches . Ein böses Kind. Solche Sätze hört die kleine Wera oft aus dem Munde ihres Vater und ihrer Mutter. Als die ältere Schwester Weras mit dem griechischen Thronanwärter verheiratet werden soll, sind die Zustände die der kleine Wirbelwind veranstaltet in der höheren Gesellschaft nicht mehr tragbar. Weras Vater, der Großfürst Konstantin ( Kosty) Romanow bittet seinen Bruder , den Zaren um Mithilfe. Dieser bittet die gemeinsame Schwester Olga Romanowa, Kronprinzessin von Württemberg, sich des Kindes für eine Weile anzunehmen. Hätte Olga gewusst worauf sie sich einlässt hätte sie wohl nicht so bereitwillig zugesagt, hätte wiederum Wera von ihrem langen Aufenthalt in Stuttgart gewusst wäre sie wohl irgendwann auf der Reise ausgebüchst. Petra Dust-Benning’s „Die russische Herzogin“ kann als eigentlicher Nachfolger „Der russischen Zarentochter“ anerkannt werden denn neben der Lebensgeschichte der Wera wird auch die des späteren Königspaares mit erzählt. Die besondere Beziehung der kleinen Wera zu ihrer Tante und späteren Adoptivmutter und Freundin ist eine sehr besondere. Blieb die Ehe der Olga doch kinderlos, was zweifellos an der Homosexualität ihres Gatten gelegen haben wird.Diese sehnt sich nach Kindern. Nur einfach ist es mit Wera nicht. Sie scheint ein rechter Wirbelwind und Zappelphilipp zu sein, doch zum Glück leben beide im ausgehenden 19. Jahrhundert, das Syndrom ADS noch lange nicht bekannt und so muss man sich mit natürlichen Mitteln behelfen, Wera einen standesgemäßen Umgang am Hofe beizubringen. Liebevoll schildert die Autorin die innere Zerrissenheit der kleinen Wera so eindringlich, das sie einem Leid tut. Von den Eltern mehr oder weniger verstoßen findet sie am Stuttgarter Hof, zwar nach einigen Anläufen, endlich eine Geborgenheit und Wertschätzung die ihr von ihrem Elternhaus verwehrt wurde. Wie weitsichtig Olga doch handelt denn so einfache Mittel wie mehrmaliges mehrstündiges Wandern in der Woche macht aus Wera ein fast erzogenes Kind, laut der Autorin. Allein diese Ideen, das Liebesleben der späteren Königin, des Königs und auch Weras dramatisches Familienleben bilden ein gut strukturierten Gesamtplot. Interessant fand ich die Schilderung wie Wera ihren ja höchstwahrscheinlich treulosen Gatten so hoch verehrt das sie über seine Verfehlungen gekonnt hinwegsieht und wie sie zu ihrem sozialen Engagement kommt. Die heutigen Mutter-Kind-Heime scheinen eindeutige auf dem Wera Heim für unverheiratete werdende Mütter zu fußen. Ich freue mich jetzt schon auf die Jugendjahre der Olga dieses Buch schlummert noch auf meinem SUB, durch diese Buch bin ich aber erst richtig neugierig geworden. Warum verliebt sich eine so intelligente junge Frau ausgerechnet in einen Schwulen und behält ihr Leben lang Stillschweigen und wirft ihr eigens Glück weg, kompensiert dies aber durch viel Gemeinnützigkeit? Ein ähnliches Verhalten scheint sie auch ihrer Adoptivtochter vererbt zu haben. Am Ende des Buches erwähnt die Autorin das sie einige historische Tatsachen doch ein wenig abgewandelt hat, das finde ich immer einen sehr schönen Hinweis, denn bei historischen Büchern recherchier ich schon gerne was Wahrheit und was schriftstellerische Freiheit ist. Das macht es mit so einem Hinweis leichter. Fazit. Eine gelungene Interpretation des Lebens der Nichte des russischen Zaren. Wundervoll einfühlsam schildert die Autorin das Leben des jungen unverstandenen Mädchens, bis zur Jugendlichen, jungen Gattin und Mutter und über den Tod ihres Mannes. Lediglich die letzten beiden Lebensjahrzehnte der Herzogin werden nicht mehr allzu deutlich strukturiert. Dafür legt sie viel Wert auf das Leben am württembergischen Hof und die innige Verbundenheit zur Tante. Viel Interessantes und Wissenswertes verpackt Dust-Benning in ihrem Buch und bringt mir so einen mir bis dahin nicht so bekannten Zweig der Romanows nahe. Anders als eine Biographie vermag es dieser Roman zu unterhalten.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    Nina2401

    31. October 2011 um 09:42

    Schon den Vorgängerroman „Die Zarentochter“ habe ich mit Freude gelesen. Auch in dem Folgeroman führt Petra Durst-Benning den Leser wieder an den württembergischen Königshof. Im Mittelpunkt steht dieses Mal Wera, Ollys rebellische Nichte. Aus dem hässlichen Tollpatsch wird eine bewundernswerte Herzogin. Petra Durst-Benning hat dieser wunderbaren Frau einen tollen Roman gewidmet! Dieses Buch ist eine würdige Fortsetzung von der Zarentochter. Sehr gut recherchiert lässt die Autorin die historischen Personen lebendig werden. Man gleitet so durch das Buch. Es ist nicht besonders aufregend, sondern einfach nur schön, auch wenn nicht so schöne Dinge passieren. Ich konnte mich abermals verzaubern lassen von der gewohnt poetischen Schreibweise der Autorin. Einen besonderen Platz hatten die Gedichte von Wera, sie wurden exzellent eingefügt in die Geschichte.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    LEXI

    16. October 2011 um 19:09

    Der Nachfolgeband "Die russische Herzogin" schließt direkt an die "Zarentochter" an, in der Petra Durst-Benning das Schicksal der Zarentochter Olga erzählt. In diesem weiteren Buch wird das Leben, Lieben und auch Leiden der Kaiserstochter in ihrem neuen Heimatland Deutschland beschrieben. Olga und Karl, die nach dem Ableben des Königs von Württemberg den Königsthron besteigen, sind selber kinderlos und um ihre Ehe steht es nicht sehr gut. Als Olgas Bruder die beiden bittet, seine widerspenstige Tochter Wera aufzunehmen und zu erziehen, kommt zwar Leben in die königliche Residenz, aber die Zarentochter scheitert beinahe an der schwierigen Aufgabe, aus Wera eine Dame zu machen ..... Interessanter Plot, gute Umsetzung, jedoch im letzten Drittel einige Längen aufweisend ... trotz allem eine eindeutige Leseempfehlung!

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    mabuerele

    11. October 2011 um 16:54

    Es geschah im Sommer 1863 in St. Petersburg. Kosty, ein Bruder des russischen Zaren, hofft seine Tochter älteste Olgata mit dem König von Griechenland verheiraten zu können. Obwohl Olgata noch sehr jung war, bedurfte das einer sorgfältigen Erziehung. Dabei störte die jüngere Schwester Wera, die als schwererziehbar galt. Als letzter Ausweg blieb, das Kind zu ihrer Tante Olga nach Stuttgart zu schicken. Olgas Ehe mit dem Württemberger Thronfolger war kinderlos geblieben. Karl, ihr Mann, interessierte sich weder für Politik noch für Olgas soziales Engagement. Olga hofft, dass Wera frischen Wind in ihre Ehe bringt. Doch was aus Russland zu ihr kommt, ist ein ungeliebtes und schwer gestörtes Kind… Der Roman besteht aus drei Teilen. Während im ersten erzählt wird, wie es Olga gelingt, die Ursachen für Weras Probleme zu finden und aus ihr mit viel Geduld ein fröhliches Kind zu machen, trifft der Leser im zweiten Teil die verliebte 17-jährige Wera. Im letzten Teil lernen wir eine junge Frau kennen, die Kind und Mann verliert und wieder zu neuem Lebensmut findet. Der erste Teil hat mir persönlich am besten gefallen. Hier werden die Charaktere am deutlichsten hervorgehoben. Sehr behutsam wird erzählt, welche Ängste das Kind plagen und wie es immer neuer und anderer Versuche bedurfte, Wera die erlebte Zurückweisung, aber auch das Trauma der frühen Kinderjahre vergessen zu lassen. Stark emotional geprägt ist auch der letzte Teil. Wera gibt sich die Schuld am Tod von Kind und Mann. Dabei war sie ihrem Mann gegenüber sehr naiv. Für ihn war sie nur Mittel zum Zweck. Während die ältere Generation am Beispiel ihrer Schwiegermutter oder auch der russischen Zarin die Untreue klaglos akzeptiert, glaubt Wera, trotz gegenteiliger Anzeichen, an die Treue ihres Mannes. Olga lässt sich die Lieblosigkeit ihres Mannes lange gefallen – und klärt dann rigoros die Fronten! Das Buch erzählt zwei Lebensgeschichten, die der russischen Zarentochter Olga und die ihrer Nichte Wera. Es sind zwei Frauen, die Großes geleistet haben und sich gegen die Widrigkeiten ihrer Umwelt durchsetzten. Für einen historischen Roman fehlen mir Hinweise auf gesellschaftliche Veränderungen. Die politische Lage wird nur stellenweise angedeutet. Unterschiede im gesellschaftlichen System zwischen Russland und Württemberg werden nur erwähnt. Hier hätte ich mir einige Stellen ausführlicher gewünscht. Das betrifft sowohl die Geschichte des Königreichs Württemberg, als auch die Entwicklung in Russland. Dass die Herrschaft des Zaren auch seine Schattenseiten hatte, wird zu wenig thematisiert. Damit bleiben die Drohungen an die Familie Romanow als unbegründet im Raum stehen. Gewalt ist nie eine Lösung, doch sie hat meist Ursachen. Gut gelungen ist dagegen die Darstellung des Lebens der ärmeren Schichten in Württemberg. Am Beispiel von Weras Spielkameradin werden die Probleme deutlich. Zwei der Nebenfiguren möchte ich besonders hervorheben. Madame Trupow präsentiert einen sogenannten erfolgreichen Erziehungsstil und zeigt gleichzeitig, dass die Hofgesellschaft ein besseres Heiratsmarkt war. Unteroffizier Lutz von Basten ist für mich eine der positivsten Gestalten des Buches. Er nimmt das Kind so an, wie es ist, motiviert Wera, fördert sie entsprechend seinen Möglichkeiten und zeigt ihr damit ihren Wert. Das Buch lässt sich gut lesen. Der Stil ist ansprechend und der jeweiligen Situation angemessen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    Sibylle_Meister

    06. May 2011 um 13:38

    Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich, das haben andere schon zur Genüge getan, deshalb hier nur meine Kritikpunkte: Das Vorgängerbuch „Die Zarentochter" war jetzt kein großartiger Roman, bot aber gute Unterhaltung. „Die russische Herzogin“ wirkt dagegen wie ein schlechter Abklatsch. Schon wieder wird ein störrisches junges Mädchen mit guten Absichten sanft auf den richtigen Weg gebracht, hat dann Pech in der Liebe und widmet sich deshalb sozialen Projekten. Auch sind diesmal die Figuren platt und lieblos gezeichnet. Das liegt zum Teil daran, dass die Rahmenhandlungen der historischen Figuren vorgegeben sind, aber nicht mit den Charakterzeichnungen der Protagonisten im Buch übereinstimmen. So wird aus dem lebhaften Wildfang plötzlich eine passive schmachtende Frau, die sich völlig den Launen ihres Ehemanns beugt, um sich dann urplötzlich wieder mit überschäumender Energie in ihr karitatives Engagement zu stürzen. Auch der moralisierende Tonfall hat mich gestört. Zur damaligen Zeit waren aus politischem Kalkül arrangierte Ehen für den Hochadel völlig normal, da wurde von vornherein nicht die absolute Erfüllung in einer Liebesheirat erwartet. Es gehörte damals auch zum guten Ton, sich karitativ zu betätigen. Die persönliche Betroffenheit der beiden Protagonistinnen über das grausame Schicksal armer alleinerziehender Mütter wirkt da aufgesetzt und wenig glaubhaft. Insgesamt entsteht der Eindruck, als habe die Autorin möglichst rasch vom Erfolg der „Zarentochter“ profitieren wollen, dann gemerkt, dass ihre neue Hauptfigur nicht gleich viel Stoff für eine gute Geschichte hergibt wie die alte, und das mit kitschiger Inszenierung zu verdecken versucht.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    BlueNa

    31. January 2011 um 21:19

    Ehejahre einer Zarentochter . Olga, Tochter des ehemaligen russischen Zaren Nikolaus und Kronprinzessin von Württemberg lebt in ihrer nicht sehr glücklichen Ehe mit Kronprinz Karl, die leider kinderlos geblieben ist. Olly hatte sich immer Kinder gewünscht, deshalb nimmt sie freudig an, als ihr Bruder, Zar Sascha, sie darum bittet ihr Patenkind Wera zu sich nach Stuttgart zu holen und sich um ihre Erziehung zu kümmern. Was Olly nicht weiß: Wera wird in Russland als sehr schwierig eingestuft, mit ungestümen Temperament und wilden Wutausbrüchen. Nach ihrer Ankunft wirbelt Wera Olgas und Karls Leben gehörig durcheinander. All das hält die Kronprinzessin und spätere Königin von Württemberg nicht davon ab, ihrer Nichte eine Engelsgeduld und ganz viel Liebe entgegenzubringen und sie so durch die schwierige Kinderzeit fern ab ihrer russischen Heimat und ihrer Eltern zu leiten. Auch als junge Frau ist Wera Wirbelwind und Sonnenschein, doch dann verliebt sich Ollys Ziehtochter unsterblich in einen württembergischen Herzog und unbelehrbaren Weiberhelden… . Mit „Die russische Herzogin“ hat Durst-Benning die Fortsetzung ihres wunderschönen Historischen Romans „Die Zarentochter“ geschrieben. Und dieser hat meine hoch liegenden Erwartungen voll erfüllt! Erneut konnte ich ins Höfische Leben um 1836 eintauchen und erfuhr neben gut recherchierten historischen Fakten viel über die Gefühlswelt von Königin Olga und ihrer Tochter Wera. Auch konnte die Autorin mir durch ihren überaus bildlichen Erzählstil Stuttgart und seine Umgebung näher bringen. Auf ihren Wanderungen mit Lutz von Basten lernt Wera nicht nur ihre Hyperaktivität in den Griff zu kriegen, sondern entdeckt auch ihre Liebe zu Büchern und ihre Begabung zur Poesie. Nur Olga, die niemals aufgibt, hat das Mädchen es zu verdanken, dass sie nicht in einer Irrenanstalt gelandet ist. Heutzutage bezeichnet man ihr Leiden als ADHS. . Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort wieder in den Bann geschlagen. Ihre bildliche Art zu erzählen hat mich an die Seiten gefesselt und diese waren äußerst flüssig zu lesen! Petra Durst-Benning hält die Geschichte über die 500 Seiten des Buches lebendig und auch wenn kein wirklicher Spannungsbogen existiert, wird man doch nie müde, dass Buch wieder zur Hand zu nehmen um mehr über Olly und Wera zu erfahren. . Olga ist eine Wohltäterin, wie sie ihresgleichen sucht! Viele Kinderheime und Heilanstalten hat die Kronprinzessin und spätere Königin von Württemberg, oftmals mit ihrem Privatvermögen, ins Leben gerufen. Sie hatte sehr viel Liebe zu geben, die von ihrem Mann Karl nicht erwidert mehr wurde und die sie voll und ganz ihrer Nichte Wera schenken konnte. Wera hatte als Kind ihre Emotionen und auch ihre Gliedmaßen nicht unter Kontrolle. Sie war ein verängstigtes Mädchen, dem immer eingeredet wurde, sie sei ein böses Kind. Doch durch Ollys und Karls Liebe konnte sie zur Blume heranwachsen. Der König Karl selber ist launen- und sprunghaft, hat sich oftmals nicht unter Kontrolle. Mir war er fast immer, bis auf wenige Momente, unsympathisch. . Die Umschlaggestaltung des Hardcovers ist sehr stilvoll und im klassischen Stil. Eine hübsche junge Dame vor einem grünen Hintergrund blickt hoheitsvoll auf den Leser hinab. Aufgefallen wäre mir die schlichte Aufmachung wohl nicht. . Mir hat der Ausflug ins 19. Jahrhundert wiedermal sehr viel Spaß gemacht, denn ich habe eine sehr schöne Geschichte, voll Liebe, Leid und Hoffnung gelesen, die ich sehr gerne allen Liebhaber/innen dieses Genres weiterempfehlen kann!

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    Buchina

    18. January 2011 um 17:03

    Historische Romane, die Geschichten erzählen, die viele Tatsachen beinhalten finde ich immer ganz spannend. Bis heute kann das Vermächtnis der beiden starken Frauen Olga und Wera, die in diesem Roman die Hauptrolle spielen, besichtigt werden. Auch ohne den ersten Band („Die Zarentochter“) zu kennen, habe ich mich schnell eingelesen. Die Familienbeziehungen zwischen den russischen Romanows und dem württembergischen Hof habe schnell durchschaut. Der erste Band ist also kein Muss, um hier Spaß beim Lesen zu haben. Die Geschichte beginnt mit Wera, die am russischen Zarenhof aufwächst. Sie ist ein sehr aktives Kind, welches eine Menge Unsinn anstellt. Da die Pädagogikmethoden in dieser Zeit sich nur langsam weiterentwickeln, wird Wera als verrückt hingestellt, der kaum zu helfen ist. Damit sie die Aussichten ihrer älteren und viel ruhigeren Schwester auf eine gute Partie nicht stört, geben ihre Eltern sie an ihre Patentante Olga in Stuttgart ab. Da Olga keine eigenen Kinder hat, ist sie sehr glücklich darüber. Nach einiger Zeit wird Wera auch verstanden und kann sich prächtig entwickeln. Die Weiterentwicklung Olgas wird dabei nicht vernachlässigt und auch ihr Leben nimmt einen großen Platz im Buch ein. Es werden zwei sehr starke Frauen beschrieben, die privat viel Unglück erleiden müssen, aber dafür in ihrer sozialen Arbeit umso geschickter sind, so dass sie bis heute bekannt und beliebt sind. Der Roman liest sich sehr flüssig, ich bin in die Welt richtig hin abgetaucht. Insgesamt sehr ausgewogen, was die historischen Tatsachen und Erdachten betrifft, so dass es ein abgerundetes Bild zweier starker Persönlichkeiten entsteht.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. November 2010 um 18:08

    Königin Olga würde sich im Grabe routieren, wenn sie sähe, was unsere heutigen Politker aus ihrem schönem Schloßgarten machen wollen (Bäume fällen und den FUNKTIONIERENDEN Bahnhof unterirdisch zu verlegen) aber darum geht es in dem Buch nicht und soll nur am Rande erwähnt werden. Fast ein bisschen wehmütig, habe ich das Buch vorher zugeklappt und es in meine Büchereitasche gepackt. Schade, dass so gut geschriebene Bücher immer so kurz sind und viel zu schnell zu ende gelesen sind.... Letztes Jahr im Dezmber habe ich die Autorin live bei Hugendubel gesehen, während sie "die Zarentochter" signierte. Nebenbei erzählte sie, dass es im kommenden ein neues Buch geben wird, das ich am Liebsten schon vor einem Jahr gelesen hätte. Wer sich in Stuttgart ein bisschen auskennt, kann an Olga nicht vorrüber gehen. So gibt es die Olgastr., das Olgaeck, die Olgabretzel, das Karl-Olga Krankenhaus und nicht zu vergessen das Olgahospital für Kinder (Stuttgarter nennen es nur das Olgäle). Olga wurde von den Württemberger geliebt und verehrt. In diesem Buch geht es aber nicht um Olga sondern um Wera, ihre Adoptivtochter. Wera kommt, nach dem ihre Eltern mit ihr nicht zurecht kommen, zu ihrer Tante und späteren Adoptivmutter. Olgas ehe mit dem Kronprinzessen Karl blieb leider kinderlos umso mehr freute sie sich das ihr Patenkind nach Stuttgart kommen soll um bei ihr zu leben. Wera ist sehr anstrengend, so kann sie am Tisch nicht still sitzen (das Maultaschenessen fand ich sehr lustig). gibt ungehörige Kommentare von sich und ihre Lehrer verzweifeln. In Margitta, der Tochter einer Wäscherin, findet sie eine gute Freundin. Ihr ruheloses Wesen ändert sich erst als ein Offizier mit ihr regelmäßig auf lange Wandertouren geht uns sie sich so auspowern kann. Ihr Leben verläuft danach ruhiger. In Herzog Eugen findet sie einen unsteten Ehemann, der sich lieber dem Glückspiel widmet als seiner Ehefrau. Weras Leben ist geprägt durch schwere Tragödien. Ihr heißgliebter Sohn verstirbt mit nur sechs Monaten. Kurz nach der Geburt der Zwillinge stirbt auch noch ihr Mann. Dieses Ereignis stürzt sie in tiefe Depressionen, die sie nur mit Ollys Hilfe überwinden muss. Nachdem sie mit ansehen muss, wie ihre einstige Jugendfreundin (nebst Nachwuchs) mehr oder weniger vor sich hinvegitiert, beschliesst sie aktiv zu werden. Gemeinsam mit ihrer Mutter gründet sie das Weraheim. Die russische Zarin ist eine wirklich gelungene Fortsetzung von der Zarentochter. Da Petra Durst-Benning angenehmen schreibt, liest sich das Buch sehr flott. Nebenbei habe ich einiges über mein Bundesland erfahren. Dieses Buch kann ich nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Ich würde mich freuen, wenn es von der Autorin bald wieder ein neues Buch geben würde. Da Stuttgart für mich die allerschönste Stadt ist, war dieses Buch mehr als nur ein Buch für mich, es war fast schon ein literarischer Spaziergang für mich. Ich habe Wera und Lutz auf ihrem Weg zur Grabkapelle virtuell begleitet. Heute Vormittag, als wir eine gefühlte Ewigkeit im Olgäle auf eine Untersuchung warten mussten, hat dieses Buch mir die Wartezeit verkürzt. "Die russische Herzogin" war deshalb ein "Muss" Buch für mich.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    kubine

    28. September 2010 um 18:13

    Kronprinzessin Olga von Württemberg, die Zarentochter, lebt nun schon seit 17 Jahren in Stuttgart an der Seite ihres Mannes Karl. Die Ehe, die aus Liebe geschlossen wurde, erfüllte nicht Ollys Erwartungen. Kinderlos, von der Familie nicht richtig akzeptiert, widmet sie ihre Zeit karitativen Zwecken. Bis sie gebeten wird ihre Nichte, Großfürstin Wera Konstantinowa, vorübergehend bei sich aufzunehmen. Wera ist ein kleiner Wildfang, mit deren Erziehung die Eltern überfordert sind. Olly sagt sofort zu. Endlich ein Kind im Haus. Aber schnell muss sie lernen, dass Wera nicht wirklich begeistert ist, nach Stuttgart abgeschoben worden zu sein. Regelmäßig schlägt sie über die Stränge, selbst ihre Erzieher haben ihre liebe Not mit dem Kind. Erst als Olly beschließt, etwas unkonventionelle Erziehungsmaßnahmen einzuführen, bessert sich Weras Verhalten. Von ihren Eltern vergessen, wächst sie in Stuttgart auf, von Olly und Karl mittlerweile adoptiert. Als junges Mädchen verliebt Wera sich in Eugen, dem Herzog von Württemberg. Eugen, der sie zwar mag, sie aber nicht liebt, heiratet Wera trotzdem – aus profanen Gründen. Trotzallem führen sie eine glückliche Ehe, bis das Schicksal erbarmungslos zuschlägt... „Die russische Herzogin“ ist ein würdige Fortsetzung der „Zarentochter“. Erneut gelingt es Petra Durst-Benning, das Stuttgart im 19. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. Man hofft, dass Olly Wera die Geborgenheit geben kann, die das Kind zu Hause nicht bekam, man schmunzelt darüber, wie Wera ihrer Erzieherin Helene Trupow (die Super-Nanny der damaligen Zeit) das Leben schwer macht, bewundert Wera, die sich um Konventionen nicht viel schert – nicht als Kind und nicht als erwachsene Frau. Als Kind schließt sie Freundschaft zu Margitta, der Tochter einer im Schloss angestellten Wäscherin. In Gesprächen mit ihr lernt Wera die Welt außerhalb des Palastes kennen. Das prägt Wera auch für ihr späteres Leben. Ihre Idee von einem Mutter-Kind-Heim, die sie schon in frühester Jugend hatte, konnte sie aber erst viel viel später verwirklichen. Die Weraheime gibt es heute noch und sie bieten wie damals Hilfe und Unterstützung für berufstätige, meist alleinerziehende Mütter und Eltern in Notlagen. Gekonnt skizziert Petra Durst-Benning auch das Leben am Hofe. Protokolle und Konventionen bestimmen den Alltag. Nicht nur Wera ist dies ein Gräuel. Olly, seit Jahren in ihrer Ehe unglücklich, widmet sich mit viel Engagement ihren sozialen Projekten, bis sie ihre Jugendliebe wiedertrifft. Karl, der lieber seine homoerotischen Neigungen ausleben würde, ist überfordert mit seinen Pflichten, erst als Kronprinz, später als König. Und Eugen, Weras Mann, treibt lieber seine Militärkarriere voran als bei seiner Familie zu sein. Auch die Abneigung gegen alle Romanows, die von Russland aus auch nach Deutschland schwappt, wird nicht ausgelassen. Plötzlich herrscht auch in Stuttgart die Angst vor Attentaten. Doch Olly und Wera lassen sich davon nicht unterkriegen. Schon als junges Mädchen fängt Wera an zu dichten. Ein Teil ihrer Gedichte sind im Buch an passenden Stellen eingebaut und unterstützen die im Buch beschriebenen Ereignisse. Ich kann das Buch allen geschichtsbegeisterten Lesern ans Herz legen. Leicht zu Lesen, dabei aber auch tiefgründig und detailgetreu (die künstlerischen Freiheiten, die sich die Autorin genommen hat, sind am Ende erklärt), vermittelt der Roman einen guten Einblick in die Geschichte des württembergischen Königshauses.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    beowulf

    24. September 2010 um 17:24

    Für jeden an Geschichte interessierten Württemberger ein absolutes Muß. für alle anderen ein absoluter Genuß-

  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    Arwen10

    19. September 2010 um 21:12

    Die russische Herzogin ist für mich eigentlich ein trauriges Buch, so viele Träume, so viele Wünsche, so viele Sehnsüchte, so viel Liebe und demgegenüber diese Enttäuschungen, die Kälte, die Lieblosigkeiten, die Lügen usw. Nein, wenn man das so liest, als Prinzessin oder Königin möchte man nicht leben. In der Fortsetzung von "Der Zarentochter" sehen wir Olga und Kronprinz Karl 17 Jahre später. Leider steht es mit ihrer Ehe nicht zum Besten. Karl hat an Olga kein Interesse und geht ihr aus dem Weg. Olga hat sich immer Kinder gewünscht und keine bekommen, was natürlich auch darauf zurückzuführen ist, dass Karl homosexuell ist. Also hat sich in den 17 Jahren ein Berg von Enttäuschungen, Lügen und dergleichen angesammelt, man wartet nur auf die Explosion. In dieser Situation fragt der Zar, Olgas Bruder, ob sie nicht Wera, seine Tochter und Olgas Patenkind aufnehmen möchte. In Russland gibt es nur Probleme mit Wera, die beinahe in der Psychiatrie landet. In Stuttgart angekommen hat Olga erstmal viele Schwierigkeiten, um Wera einigermaßen zu zähmen. Es stellt sich später herraus, dass Wera ein schreckliches Erlebnis hatte (einen Attentatsversuch auf ihren Vater), dass dazu geführt hat, dass Wera sich auffällig benimmt. Ihre Eltern hören ihr nicht richtig zu und haben wenig Interesse an ihr. Gut, dass Olga diesen Teufelskreis durchbricht. Für die Entwicklung von Wera ist es sehr gut, dass ihr die Freiheit gelassen wird, lange Spaziergänge in Begleitschutz zu unternehmen. Eines Tages nun, Wera ist mittlerweile 17 Jahre und Olga 49 Jahre alt, da beschließt Olga, ihrer Ehe ein Ende zu bereiten. Eigentlich hätte sie schon früher etwas tun müssen, dann wäre ihr viel Leid erspart geblieben. Nach außen hin bleibt alles beim alten, doch ansonsten gibt es einige Neuregelungen, die Olga nun erlauben, das zu tun, was sie möchte. Wera verliebt sich leider auch in den falschen Mann und ja, das bereitet richtig Herzschmerz, vor allem , als der erstgebohrene Sohn Weras todkrank wird.... Petra Durst Benning hat einen bezaubernden Schreibstil, der uns wunderbar am Leben der Hauptpersonen teilnehmen lässt. Dabei hält sie sich im Wesentlichen an die historischen Fakten. Das hat mich doch nun mal interessiert und ich habe selbst mal nachgeschlagen. Wir nehmen Anteil an dem Leben von zwei Frauen, die Großes und viel geleistet haben, aber auch viel erdulden und leiden mussten. Die Autorin zeigt hier auch, wie wenig oft die Ehen in den Königshäusern auf Liebe gegründet waren und vielleicht noch sind ? Da geht es nur, um gute Verbindungen und Geld, die Gefühle der einzelnen Personen sind wenig von Interesse. Das ist echt traurig, wenn man sich das mal vorstellt ! Gleichzeitig zeigt es natürlich auch, wie stark Olga und Wera durch diese Prüfungen gegangen sind, das hält nicht jeder durch . So ist also die Lektüre des Buches noch ermutigend, Schwierigkeiten durchzustehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich wurde sehr gut unterhalten. Das Cover finde ich zum Thema äußerst passend, ein Buch das ich jedem an der Geschichte des Königtums in Würtemberg Interessierten empfehlen würde.

    Mehr
  • Rezension zu "Die russische Herzogin" von Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    Ani

    15. September 2010 um 10:49

    "Die russische Herzogin" ist der Folgeband von Petra Durst-Bennings historischem Roman "Die Zarentochter". Er erzählt die Geschichte der Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa, genannt Olly. Sie ist die zweitälteste Tochter des Zaren Nikolaus I. und mittlerweile mit dem Kronprinzen Karl von Württemberg verheiratet. Die Romanhandlung knüpft nicht unmittelbar an das Ende des ersten Teils an, sondern setzt 1863, also 17 Jahre nach der Hochzeit, erneut ein. Die Verliebtheit zwischen den beiden Ehepartnern ist merklich abgekühlt und die bescheidenen Wünsche, die Olly als junge Braut erträumte, wurden vom Schicksal nicht erfüllt. Olly, die von Kindesbeinen an zum Regieren erzogen wurde und sich deshalb nicht nur politisch auf dem Laufenden hält, wird in dieser Hinsicht in Württemberg nicht gefordert. Denn ihr Schwiegervater Wilhelm I., lässt sich in die Regierungsgeschäfte nicht hineinreden und hat zu seinem Sohn Karl kein Vertrauen. Der Thronfolger hat unter den Launen seines Vaters zu leiden und auch Ollys Vorschläge finden keinen Anklang. Deshalb engagiert Olly sich im sozialen und karitativen Bereich. Sie unterstützt aus Überzeugung zahlreiche Hilfsprojekte und greift dabei oft auf ihr eigenes Geld zurück. Ihre ungewollte Kinderlosigkeit macht Olly schwer zu schaffen. Deshalb ist sie hocherfreut, als ihr Bruder Konstantin sie bittet, seine Tochter Wera, die übrigens Ollys Patenkind ist, bei sich aufzunehmen. Olly hofft darauf, bei Wera die Mutterrolle zu übernehmen und so die Tochter zu bekommen, die ihr auf natürlichem Wege verwehrt blieb. Die russische Verwandtschaft verschweigt Olly allerdings, dass Wera kein einfaches Kind ist und in Russland als schwer erziehbar gilt. Die neunjährige Wera hat große Schwierigkeiten sich an das höfische Leben in Stuttgart zu gewöhnen. Es kommt zu peinlichen Vorfällen, die Olly an den Rande der Verzweiflung bringen. Doch mit viel Geduld und Liebe gelingt es ihr, das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen und so verknüpfen sich die Schicksalsfäden der beiden Frauen untrennbar miteinander. Meine Meinung "Die russische Herzogin" kann durchaus ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten Teil gelesen werden. Dennoch empfiehlt es sich, meiner Meinung nach, zuerst "Die Zarentochter" zu lesen. Da man so die verzweigten Familienverhältnisse der Romanows besser nachvollziehen kann und bereits die Vorgeschichte der Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa kennt. Es gibt allerdings auch einige Rückblicke in die Vergangenheit, sodass man der Handlung auch ohne diese Vorkenntnisse mühelos folgen kann. Die Erzählung beginnt mit einem Prolog, ist in drei Hauptteile mit insgesamt 35 Kapiteln gegliedert und endet mit dem Epilog. Anschließend folgen ausführliche Anmerkungen der Autorin, in denen sie Auskunft darüber gibt, in welcher Form sich die historischen Fakten mit ihrer künstlerischen Freiheit mischen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm lesbar. Durch ihre detaillierten Beschreibungen fällt es leicht, sich die Handlungsorte und Begebenheiten vorzustellen und in die Erzählung einzutauchen. Noch intensiver wird dieses Vorstellungsvermögen nach einem Besuch auf der Homepage der Autorin. Denn dort kann man sich umfassend über das Buch informieren und sich zum Beispiel Wanderwege oder ausgewählte Handlungsorte ansehen. Durch die verwendeten Perspektivenwechsel kann man das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Dies lässt die Handlung abwechslungsreich und interessant wirken. Leider konnten mich die Protagonisten nicht vollkommen überzeugen. Denn neben den beiden Hauptakteuren Olly und Wera verblassen die anderen Figuren etwas und treten in den Hintergrund. Die Handlung wirkt stellenweise konstruiert und dadurch unglaubwürdig. Doch wenn man die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buchs liest, fällt auf, dass hier das Schicksal seine Hände im Spiel hatte und sich Petra Durst-Benning weitestgehend an die historischen Fakten hält. Ganz nebenbei bekommt man also einen Einblick in die Geschichte der Königin von Württemberg und einen Eindruck von ihrem sozialen und karitativen Engagement. Dieses Wissen wird unterhaltsam im Romangeschehen verpackt und wirkt dadurch interessant und keinesfalls trocken oder zähflüssig. Mein Fazit Ich vergebe, trotz der erwähnten Kritikpunkte, vier von fünf Bewertungssternen, da ich mich insgesamt gesehen gut unterhalten habe. "Die Zarentochter" hat mir zwar etwas besser gefallen, doch der gelungene Mix aus historischen Fakten und künstlerischer Freiheit im Folgeband konnte mich dennoch überzeugen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks