Petra Durst-Benning Solang die Welt noch schläft

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Inhaltsangabe zu „Solang die Welt noch schläft“ von Petra Durst-Benning

Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben.
Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer.
Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe.
Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft.

Autorin Petra Durst-Benning schafft es, alle unterschiedlichen Gefühle und Sichtweisen beim Leser ankommen zu lassen.

— NicoleP

Stimmungsvoller Roman über eine junge Frau, die auch in schweren Zeiten für ihren großen Traum kämpft... und gewinnt.

— Mary-and-Jocasta

Eine unterhaltsame und warmherzig geschriebene Reise in die Geschichte des Velos und des Frauenradsports - Schmökerstunden garantiert! ;)

— SigiLovesBooks

Frauen auf Rädern sind gefährlich - jedenfalls um die Jahrhundertwende ;-)

— snowbell

Genau der richtige Schmöker

— Jaelle

Der vielversprechende Auftakt zur Jahrhundertwindtrilogie handelt von der jungen Josefine, die einem Hobby nachgehen möchte, das zu ihrer Zeit als äusserst undamenhaft galt: Radfahren. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, denn Petra Durst-Benning stellt darin nur ein weiteres Mal unter Beweis, wie vollendet sie gut erfundene Schicksale in tatsächliches historisches Geschehen einzubetten im Stande ist.

— RobinBook

Kurzweiliger Ausflug in die Geschichte des Fahrradfahrens in Deutschland. Routinierter Schreibstil. Empfehlenswert!

— Caillean79

Ein sehr schöner Roman über Träume, Emanzipation und das Fahrradfahren

— schokoloko29

Ein spannender, gut recherchierter historischer Roman über die Anfänge des Frauenradsports mit einer interessanten und starken Heldin.

— Kirschbluetensommer

Ich habe Josefine beim Lesen so gerne in dieser von Aufrbuch und Veränderung geprägten Zeit begleitet. Spannend und ein tolles Leseerlebnis!

— PrinzessinAurora

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  • Solang die Welt noch schläft

    Solang die Welt noch schläft

    MarySophie

    06. October 2017 um 14:02

    Handlung: Josefine, Tochter eines Schusters und somit Angehörige der Mittelschicht, kennt größtenteils nur das Leben in der Werkstatt des Vaters. Sie schuftet den ganzen Tag in der Werkstatt und bekommt dafür nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit oder Lob. Nach einem tragischen Unglück muss Josefine zur Kur in den Schwarzwald, wo sie nicht nur eine neue Freundin findet, sondern auch eine neue Leidenschaft kennenlernt: das Velo fahren. Zurück in ihrer Heimatstadt Berlin nutzt Josi jede Chance, um näheres über das Velo herauszufinden und sehnt immer die Augenblicke herbei, wenn sie auf dem Rad des Vaters einer Freundin fahren kann. Bis ihr eines Tages ein Missgeschick passiert, welches Folgen mit sich zieht und Josefine´s Leben vollkommen verändert. Meinung: Das Buch fand ich eine lange Zeit sehr spannend und konnte es kaum aus der Hand legen. Nicht nur die Handlung hat mich begeistert, sondern auch die Geschichte über das Velo fahren und die Entwicklung dessen fand ich sehr spannend. Leider hat irgendwann die anfängliche Begeisterung nachgelassen und das Buch war für mich kein Hit mehr. Das lag daran, dass ich das Gefühl hatte, dass sich die Handlung im Laufe immer mehr gezogen hat und teilweise gar nichts passiert ist. Der Handlungszeitraum des Buches erstreckt sich über mehrere Jahre, von 1889 bis 1897. Dabei gibt es besonders in der ersten Hälfte des Buches immer wieder Rückblicke, bei denen man als Leser einiges aus Josi´s Vergangenheit erfahren hat und sich somit auch einen besseren Überblick über ihre Kindheit machen kann. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, in denen zum Beispiel ein ganzes Jahr vergangen ist und diese wurden dann in drei Sätzen beschrieben. Das fand ich sehr knapp und hat für mich auch dazu beigetragen, das ich das Buch nicht mehr ganz so interessant fand, wie am Anfang. Die Charaktere sind sehr klar und deutlich beschrieben, sodass man als Leser sofort ein Bild vor Augen hatte. Mir hat es dabei gut gefallen, dass die Autorin dem Leser wirklich selbst überlassen hat, ob man die Protagonisten sympathisch findet. Auch die Charakterzüge wurden schnell klar und jeder Protagonist wurde sehr individuell gestaltet, man hat gemerkt, dass sich die Autorin viel Mühe gegeben hat, die Charaktere zu zeichnen. Mit dem Schreibstil bin ich sehr gut klargekommen, ich konnte durchweg flüssig lesen und es wurden kaum Fachbegriffe genutzt. Trotz der einfachen Sprache gab es aber sehr schöne Beschreibungen der Landschaft oder von Objekten, welche mir gut gefallen haben. Während es anfangs noch den Anschein hattem als würde man nur die Handlungen und Erinnerungen von Josefine erleben, wechselt dies mit der Zeit und man erfährt noch einige wenige Dinge über andere Protagonisten. Mir hat es gefehlt, dass Personen, die eine Zeit lang wichtig waren und Josefine geprägt haben, irgenwann nicht mehr erwähnt wurden und sie scheinbar auch nicht mehr an diese gedacht hat. Das ist ein kleines Detail, was für manche vielleicht unwichtig ist, mir jedoch gefehlt hat. Fazit: Auch wenn das Buch für mich leider am Ende nicht mehr so spannend war, wie noch am Anfang, fand ich es sehr interessant, einen Einblick in die Anfänge des Velofahrens zu bekommen, sowie auch das Berlin des 19./20. Jahrhunderts kennenzulernen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass das Buch auch wichtiges Botschaften vermittelt und somit möglicherweise den Leser dazu anregt, nicht immer so hart zu urteilen und niemals aufzugeben.

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  • Solang die Welt noch schläft

    Solang die Welt noch schläft

    NicoleP

    03. October 2017 um 11:53

    Josefine ist die Tochter eines Hufschmieds in Berlin um das Jahr 1890. Eines Tages sieht sie bei einem Aufenthalt im Schwarzwald zum ersten Mal ein Velo. Diese Fahrzeuge haben anfangs noch keine Bremsen, und ihre Benutzung ist somit sehr gefährlich. Aber das ist Josefine egal, denn die Fahrt mit dem Rad gibt ihr ein nicht gekanntes Gefühl von Freiheit.Wieder zu Hause kann sie auch ihre Freundinnen für das Velo begeistern. Der Vater ihrer Freundin Isabelle hat ein solches Gefährt, und im abgeschotteten Innenhof dürfen die Mädchen damit auch fahren. Doch Jo reicht das nicht. Sie „leiht“ sich das Velo heimlich und fährt, solang die Stadt Berlin noch schläft, auf den Straßen herum. Das wird ungeahnte Folgen haben.Josefine lebt in einer Zeit, in der Radfahren für Frauen als nicht schicklich und viel zu gefährlich gilt. Frauen haben Kinder zu gebären und ihrem Mann zu gehorchen – ach ja, und das bisschen Haushalt natürlich auch zu erledigen. Aber doch nicht radfahren.Die Freundinnen von Josefine gehen den typischen Weg einer Frau dieser Zeit. Sie heiraten bzw. verloben sich. Doch Josefine hat für ihr Leben andere Ziele. Die Zeiten beginnen sich langsam zu ändern, und bald wollen immer mehr Frauen radfahren. Die sich daraus ergebenen Konflikte stellt die Autorin gut dar.Das Buch liest sich flüssig und hat zwischendrin Abbildungen, die die Entwicklung des (Frauen-) Radfahrens zeigen. Die Faszination Fahrrad seiner Zeit und die Geschichte der drei Freundinnen halten sich in etwa die Waage. Als Leser erfährt man viel über die damalige Gesellschaft und spürt den in der Luft liegenden Wandel.Autorin Petra Durst-Benning schafft es, alle unterschiedlichen Gefühle und Sichtweisen beim Leser ankommen zu lassen. „Solange die Welt noch schläft“ ist ein gutes Buch für schöne, angenehme Stunden.Weitere Rezensionen gibt es unter www.nicole-plath.de

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  • Drei starke Frauen und die Geschichte des Fahrrads ...

    Solang die Welt noch schläft

    engineerwife

    12. June 2016 um 16:51

    Ich bin immer wieder erstaunt, welche Thema innovative Autoren ausgraben, um uns Lesern eine interessante Lektüre zu verschafften. Petra Durst-Benning versteht es diesmal mich mit dem Thema rund um die Geschichte des Fahrrads, besonders auch für die Frauenwelt, zu faszinieren. „Velozipisten“ nannten sich die Fans der zweirädrigen Fortbewegung. Auch unsere drei Protagonistinnen sind diesem neuartigen Hobby verfallen. Leider sind sie zur falschen Zeit geboren worden, denn die Männerwelt ist empört über diese Xanthippen. Geschickt bewegt sich der Roman von einem zum anderen der Mädels, wobei dieser Band das Hauptaugenmerk auf Josephine legt. Ihr, der jungen Frau, die aus recht einfachsten Verhältnissen und einer gefühlsarmen Familie stammt, legt das Leben so manche Steine in den Weg und legt ihr eine um die andere Prüfung auf. Sie ist eine Kämpferin, sie ist ehrgeizig und sie ist clever. Sie erreicht mehr als viele andere in vergleichbarer Zeit und auch die Liebe bleibt ihr am Ende nicht verwehrt … Mal wieder ein richtig schöner Schmöker, der einen nur so durch die Seiten fliegen lässt. Zu meiner Freude durfte ich feststellen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt und ich noch ein bisschen mehr Zeit mit Josephine, Isabelle und Clara verbringen darf. Diesen flüssig, interessant und auch informativ geschriebenen Roman empfehle ich für ein paar kurzweilige und gemütliche Lesestunden.

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  • Lesenswerter Beginn der "Jahrhundertwind-Trilogie"

    Solang die Welt noch schläft

    SigiLovesBooks

    Der Roman erschien im List Verlag (2012, HC) und das Cover der gebundenen Ausgabe gefällt mir wesentlich besser als das hier abgebildete (TB), da es etwas romantisierend eine junge Frau, die sich an den Baum lehnt, ein Velo neben sich stehen hat.... "Berlin, um 1890. Josefine entdeckt für sich die gefährliche, für Frauen geradezu skandalöse Leidenschaft des Radfahrens. Dafür riskiert sie alles. Und sie verliert alles - ihre Familie, ihre Freundinnen und fast sich selbst. Aber Josefines Kämpferherz ist groß! Und die Liebe eines Mannes ermutigt sie, ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Bei einem strapaziösen Radrennen will sie beweisen, was in ihr steckt. Entschlossen tritt Josefine an - und trägt einen ganz eigenen Sieg davon." (Quelle: Buchrückentext) Die Trilogie des "Jahrhundertwindes", in der es um die Emanzipation der Frauen geht, die der Autorin in all ihren Romanen sehr am Herzen liegt, beleuchtet die Schicksale und Charaktere von Josefine, Isabelle und Clara, die zwar (in dieser Zeit sehr von Bedeutung) nicht aus demselben gesellschaftlichen Milieu stammen, aber von Kindesbeinen an befreundet sind. Josefine entstammt einer Hufschmied-Familie, Clara ist die Tochter eines Apothekers und Isabelle die eines sehr wohlhabenden Fabrikanten. In diesem Band nun schildert die Autorin auf sehr unterhaltsame, auch warmherzige, flüssig und gut zu lesende Weise das Schicksal Josefines. Dabei gelingt es Frau Durst-Benning wie immer sehr gut, atmosphärisch dicht zu schreiben, so dass man als Leser direkt in das Geschehen - hier dem Leben und den gesellschaftlichen Konventionen vor 100 Jahren, die für Frauen bestanden - eintauchen kann. Der Erzählstil ist sehr unterhaltsam-erzählerisch, die Dialoge spielen eine große Rolle und erscheinen mir zuweilen etwas betulich, beschaulich und moralisierend, allerdings bewegt es sich auf einer Ebene stilistisch, die nicht allzusehr in die Trivialität abgleitet. Die Unterthemen sind Liebe und Freundschaft sowie voranstehend die Emanzipation der Frauen, die mit unglaublichen Vorurteilen aus der Männerwelt, besonders der Mediziner, zu kämpfen hatten, wollten sie auf ein Veloziped steigen! Diese gesellschaftliche Realität wurde sehr gut eingefangen und die Hürden und Hindernisse dargestellt, die Frauen überwinden mussten - und überwunden haben! - um ebenso wie der Mann diese "Maschine" bedienen zu können: Josefine hat zudem technisches Verständnis und stößt auf Mauern, als sie sich um eine Stelle im mechanischen Bereich bewirbt, da diese der Männerwelt vor 100 Jahren vorbehalten waren. Die Autorin bringt in diesen Beispielen eben jene Zurücksetzung der weiblichen Fähigkeiten sehr gut zum Ausdruck, was mir ausnehmend gut gefallen hat. Ich fühlte mich durch diese unterhaltsame und warmherzig geschriebene "Reise in die Geschichte des Velos und des Frauenradsports" sehr gut unterhalten und hatte viele informative und auch interessante "Schmökerstunden": Die Anmerkungen der Autoren geben der Geschichte auch ein Mehr an Authentizität, was mir ebenfalls sehr gefiel. Achtung: Der Roman hat die Auswirkung, zum Radfahren zu animieren und das vom Rost befreite Rad sofort aus dem Keller zu holen und - loszufahren! ;) Fazit: Band 1 der Jahrhundertwind-Trilogie kann ich sehr empfehlen und finde den Roman lesenswert, da er schöne Lesestunden beschert und informativ über die Geschichte des Velozipeds und des Radsports für Frauen Aufschluss gibt. Natürlich verbirgt sich auch eine Liebesgeschichte darin, die jedoch nicht zu trivial wirkt und mir auch gefallen hat: (Unter anderem ;) Für Frauen und velobegeisterte LeserInnen empfehlenswert! Ich vergebe gerne 4 Sterne und 92° auf der "Histo-Couch".

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    • 5

    SigiLovesBooks

    27. April 2016 um 22:41
  • Mädels die nicht aufgeben

    Solang die Welt noch schläft

    Postbote

    1895. Josefine lebt mit ihren Eltern und Bruder in Berlin. Durch ein tragisches Ereigniss stirbt Jos Bruder bei einem Brand. Ihre Eltern geben der Tochter die Schuld und fangen an sie zu verachten und verleumden. Viel kann sie hier nicht mehr erwarten.Doch sie hat eine gute und starke Freundin, die zu  ihr hält, und ihr eine Erholungskur im Schwarzwald ermöglicht.Josefine reist nach Schömberg zu ihren neuen Freunden. Dort lernt sie das Velo kennen und das fahren, das ihr das reinste Abenteuer im Schwarzwald bringt. Jo ist vom Velofahren absolut begeistert und überzeugt das sie dies in Berlin weiter fortsetzen möchte.Sie will den Wind beim fahren spüren und den dazugehörigen Nervenkitzel fühlen.Zu Hause wieder in Berlin macht sie sich auf um Wege fürs Fahrradfahren zu finden. Und sie wird auf abenteuerliche Weise fündig. Sie hat Freundinnen die ihr Abenteuer mit ihr teilen. Doch ein tragischer Unfall verändert alles. Das, das Fahrradfahren gar bei Frauen verpöhnt ist störte Jo und ihre Freundinnen wenig. Aber bei dem Unfall wurde ein "geliehenes" Fahrrad schwer beschädigt. Jo hats sich geliehen und muss dafür ins Gefängnis. Der Besitzer des Velos war ausser sich vor Wut.Wieder keine gute Zeit für Jo. Doch im Gefängnis tun sich Dinge auf, die sie später brauchen kann. Tragischer und Glücklicher  Weise.Und sie verliert trotz allem nicht, ihren Traum weiter zu träumen. Der Traum wieder Fahrrad zu fahren und gar ein eigenes Velo zu besitzen.In diesem Historischen Roman gehts um die Entwicklung des Fahrradfahrens und der Erfindung von Velos. Sie fanden immer größeren Anklang in der Bevölkerung. Auch bei Frauen. Das allerdings unter dem Verruf des Gesundheitlichen Aspekts und der Masturbation. Diese historische Geschichte mit Josefine und ihren kämpferischen Freundinnen hat mich echt begeistert. Frauen die ihren Weg gehen wollen. Frauen und Fahrrad fahren. No go, für die damalige Zeit. Eine faszinierte Geschichte mit packenden Erlebnissen, willenstarken Frauen und romantischen Lovestorys hat die Autorin hier ein lesenswertes Buch geschaffen. Ich bin auf die zwei anderen Bände gespannt.Die Autorin schreibt wunderbar.4 Punkte   

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    • 3
  • Ehering oder Fahrradkette?

    Solang die Welt noch schläft

    snowbell

    03. April 2016 um 10:45

    Der Roman "Solang die Welt noch schläft" ist der erste Teil einer Trilogie, welche die unterschiedlichen Lebensentwürfe der drei Freundinnen Josephine, Clara und Isabelle erzählt und sie auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück begleitet. Josephine steht im Mittelpunkt. Sie stammt aus kleinen Verhältnissen, pflegt aber engen Kontakt zu Isabelle, der attraktiven Tochter eines vermögenden Industriellen, und Clara, deren Vater ein angesehener Apotheker ist. Während eines Kuraufenthaltes im Schwarzwald kommt sie das erste Mal mit einem "Velo" in Berührung und entwickelt eine Passion für das Radfahren, die sie ihr Leben lang - gegen alle Widerstände - begleiten wird. Wie immer möchte ich nicht zu viel verraten; das Buch soll schließlich selbst gelesen werden. Petra Durst-Benning hat einen sehr schönen Roman geschrieben, der die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse der damaligen Zeit und den harten Kampf der Frauen um Gleichberechtigung spiegelt.

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  • Solang die Welt noch schläft

    Solang die Welt noch schläft

    BlondAngel

    14. January 2016 um 22:23

    "Solang die Welt noch schläft" ist der erste Teil der Jahrhundert - Triologie. Der zweite Teil ist bereits auch im Handel erhältlich ("Die Champagnerkönigin"), in dem es hauptsächlich um Isabelle geht. Vornweg möchte ich erwähnen, das ich den zweiten Teil zuerst gelesen hatte, da ich dieses Buch zuerst hatte. Dieser zweite Teil hatte mich regelrecht in den Bann gezogen, so das ich natürlich den ersten Teil auch haben musste. Nun habe ich ihn endlich gelesen und bin aufs neue fasziniert. Zwar kommen alle drei Freundinnen (Clara, Josefine und Isabelle) zum Zug, aber hauptsächlich ist dieser Teil Josefin gewidmet. Von der ersten Seite an fesselt das Buch und zieht den Leser in den Bann. Durch den flüssigen Schreibstill und die anhaltende Spannung wird es in keinster Weise langweilig. Die Autorin lässt durch ihre Geschichte Bilder sprechen. Man kann richtig miterleben, welche Abenteuer Josefine, aber auch Clara und Isabelle, erlebt. Man fühlt mit jeden einzelnen mit, bangt und hofft. Jede einzelne Person hat ihre eigene Charaktere. So zum Beispiel bekommt in diesem Teil Isabelle einen leicht aroganten Charakter, Clara einen schüchternen und zurückhaltenden und Josefine einen abenteurlustigen. Gerade Josefine gefällt mir in diesem Teil besonders, da sie nie aufgibt, ihre Ziele im Auge behält und sich von niemanden unterkriegen lässt. Aber es gibt auch einen Charakter, den ich beim Besten Willen nicht leiden konnte - Gerhard, Claras Ehemann und praktizierender Arzt. So ist das Buch mit allem Facetten des damaligen Lebens bestückt. Mit viel Liebe und Herzblut hat Petra Durst Benning alles auf knappe 500 Seiten gepackt und das ohne den Leser zu langweilen. Diesen Charme, der in diesem Buch steckt schlägt förmlich auf den Leser hinzu. Hinzu kommt das Thema Fahrrad, was eigentlich zur damaligen Zeit nur Männern gegönnt wurde und für Frauen langsam interessant wurde. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiert und hat ihr Wissen mit in ihre Geschichte eingebaut. Ich muss zugeben, das ich normalerweise mit Fahrrädern absolut nix am Hut habe. Doch die Autorin hat ihr Wissen so gut eingebaut, das mich in keinster Weise langweilte. Im Gegenteil, ich empfand es als sehr interessant. Zudem kommt noch, das man vereinzelt noch in diesem Buch Bilder in Bezug auf Frauen und Fahrräder findet. Normalerweise sind gerade Mehrteiler nach einem bestimmten Teil langweilig. In diesem Fall ist das überhaupt nicht so. Das kann vielleicht dran liegen, das in jedem Teil eine andere Persönlichkeit dran ist mit der ganz eigenen Geschichte. Zwar kann man die Reihenfolge (erst diesen Teil und dann die Champagnerkönigin) befolgen, muss aber nicht, da jeder Teil eine eigene Geschichte ist - auch wenn es eine Triologie ist.

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  • Absolut lesenswert

    Solang die Welt noch schläft

    Heleflo

    Kurzinhalt: Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer. Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft. (Quelle: Amazon) Meinung: Dies ist der erste Teil der Jahrhunderwind-Trilogie. Es geht um 3 unterschiedliche junge Frauen (eine Apothekertochter, die Tochter eines Großindustriellen und der Tochter eines einfachen Schmieds), die nur eines wollen: Radfahren. Dies ist aber im ausgehenden 19. Jahrhundert für Frauen so gut wie unmöglich. Frau Durst-Benning versteht es mit ihrer Sprache einen sofort in den Bann zu ziehen. Sofort ist man mittendrin in der Zeit um 1890 und möchte so gern helfen, die Ungerechtigkeit, die den Frauen damals zuteil wurde, zu beseitigen. Da alle Frauen als „normal“ mit allen Fehlern und guten Eigenschaften ausgestattet sind, gibt es keine einseitigen Sympathien, die man beim Lesen entwickeln würde. Darum ist es angenehm alle 3 bei ihrem Kampf um die Gleichberechtigung zu begleiten. In diesem Buch steht allerdings die Handwerkertochter Josefine im Vordergrund. Im Nachfolgeroman (Die Champagnerkönigin) soll es dann um Isabelle, der Tochter des Fabrikenbesitzers, gehen. Was mir bei dem Buch auch noch unheimlich gut gefallen hat war, dass so ca. alle 40 Seiten alte Illustrationen von Zeitungsausschnitten, Werbeplakaten und ähnlichem abgebildet waren. Das ist eine interessante und teilweise amüsante Auflockerung im Text. Fazit: Ein unterhaltsames Sittengemälde des ausgehenden 19. Jahrhunderts, das sicherlich eher Frauen anspricht, welches ich aber uneingeschränkt empfehlen kann.

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    • 2
  • Toll: Josefine fährt Rad, solang die Welt noch schläft

    Solang die Welt noch schläft

    RobinBook

    01. September 2015 um 17:55

    Der vielversprechende Auftakt zur Jahrhundertwindtrilogie handelt von der jungen Josefine, die einem Hobby nachgehen möchte, das zu ihrer Zeit als äusserst undamenhaft galt: Radfahren. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, denn Petra Durst-Benning stellt darin nur ein weiteres Mal unter Beweis, wie vollendet sie gut erfundene Schicksale in tatsächliches historisches Geschehen einzubetten im Stande ist.

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  • Die Anfänge des Fahrradfahrens unterhaltsam verpackt

    Solang die Welt noch schläft

    Caillean79

    01. August 2015 um 18:41

    „Solang“ die Welt noch schläft“ ist der Auftaktroman zu einer Trilogie, die drei Frauen um die Jahrhundertwende vom 19. Zum 20. Jahrhundert bei der Suche nach ihrem persönlichen Glück begleitet. Routiniert geschrieben von der Bestsellerautorin Petra Durst-Benning, wird in jedem Buch eine andere der drei Freundinnen ins Visier genommen. Im Auftaktroman ist es Josefine, die in eher bescheidenen Verhältnissen aufwächst und kaum Chancen hat, aus diesen Verhältnissen zu entkommen. Diese Chance bietet sich erst durch die Freundschaft zur gut situierten Industriellentochter Isabelle und der Apothekerstochter Clara. Bei einem Kuraufenthalt im Schwarzwald kommt Jo zum ersten Mal mit einem sogenannten Velo in Berührung. Das Fahrrad wird ihre Passion und die Liebe zu diesem Fortschritt der Technik begleitet sie durch gute Zeiten, bringt ihr aber auch viel Leid. Was genau passiert, sollte man – am besten im Urlaub oder als Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag – selbst er-lesen. Denn als Unterhaltungslektüre eignet sich dieses Buch trotz einiger Längen sehr gut. Und wem dieser Roman gefallen hat, sollte schnell zum Nachfolger „Die Champagnerkönigin“ greifen, der aus meiner Sicht noch besser – also rundum gelungen – ist.

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  • Josefine und das Velo

    Solang die Welt noch schläft

    Lerchie

    25. April 2015 um 19:26

    Josefine war in das Frauengefängnis Barnimstraße in Berlin gekommen. Und hier musste sie sich gleich gegen eine andere Insassin zur Wehr setzen. Adele, die ihr jedoch später noch das Leben rettete, davon war Josefine überzeugt… Was war geschehen, dass sie hierhergekommen war. Sie war eine Diebin. Doch wieso? Jo hatte einen Sanatoriumsaufenthalt im Schwarzwald hinter sich. Eine sehr nette Nachbarin war dafür aufgekommen. Und im Schwarzwald war sie zum ersten Mal mit einem Velo gefahren. Im Hof des reichen Vaters von Isabelle durfte sie dann mit dessen Velo fahren und später fuhr sie mit Isabelle, die eines zum Geburtstag bekommen hatte durch Berlin. Doch das passte Isabelles Vater gar nicht und er verbot ihnen das Fahren. Heimlich fuhren sie jedoch am frühen Morgen – solange die Welt noch schläft –meistens gemeinsam, aber manchmal auch Josefine allein. Und sie wurde von Isabelles Vater erwischt und er sah es als Diebstahl seines Velos an und erstattete Anzeige… Danach eröffnete Josefine eine Werkstatt, denn sie hatte im Gefängnis sehr viel gelernt, und sehr viel technisches Geschick. Im vor drei Jahren gegründeten Veloverein für Damen wurde sie als Mitglied aufgenommen und lernte dort Adrian kenne, den Verlobten ihrer Freundin Isabelle…. Und dann kam Leon Feininger, ein bekannter Radrennfahrer aus der Pfalz,  nahe der französischen Grenze nach Berlin. Das mit Adrian war sowieso nur eine Farce gewesen, für beide und Leon gefiel Isabelle sehr… Wieso hat Adele Isabelle das Leben gerettet? Warum wurde sie als Diebin verurteilt, sie hatte sich das Rad –zwar nicht mit der Erlaubnis des Vaters von Isabelle aber mit deren Wissen – doch nur ausgeliehen. Warum hatte Isabelle nichts gesagt? Hatte sie Angst vor ihrem Vater? Sie hätte Josefine nie allein fahren lassen dürfen! Und was war mit der Verlobung mit Adrian, die nur eine Farce gewesen war? Würde Adrian sich in Jo verlieben? Und letztendlich Leon, der Isabelle so gut gefiel, ab er mit Sicherheit für ihren Vater kein Heiratskandidat war? Alle diese Fragen beantwortet dieses Buch. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Petra Durst-Bennings Schreibstil  gefällt mit, denn er ist unkompliziert, es kommen keine Fragen auf, was sie mit diesem oder jenem Satz jetzt gerade meint. Das Buch war von Anfang an spannend. Und die Autorin hat es verstanden, die Spannung zu halten bis zum Schluss. Es hat mich gefesselt und ich habe es in einem Rutsch ausgelesen. Es ist das erste Buch der Jahrhundertwind-Trilogie der Autorin. Doch kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, habe ich doch den zweiten Band schon vor einem Jahr gelesen, und den dritten als Hörbuch vor einigen Wochen gehört. Auf jeden Fall hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.

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  • Die ersten Schritte der Emanzipation!!

    Solang die Welt noch schläft

    pinucchia

    20. March 2015 um 08:52

    Klappentext:Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer. Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft.Mein Fazit:Ich war schockiert und gebannt zugleich. Mein erster Historischer Roman. Niemals hätte ich gedacht das Frauen hier in Deutschland genau so wenig zu sagen hatten! Klar es war das 19te Jahrhundert, aber ich Persönlich habe mir darüber noch nie ein Kopf gemacht. Mit zuerleben und zu fühlen, wie Frauen damals alles Menschenmögliche taten um "etwas" Freiheit zu haben, war für mich sehr ergreifend. Ich bin Begeister wie viel Mut die drei Frauen hatten, Mut ein wenig das Zeitalter zu ändern. Das alles mit dem Verloziped (Fahrrad) anfing, hätte ich im Leben nicht geglaubt. Auch wusste ich Persönlich nicht, das Fahrrad damals Veloziped hieß. Ich fand es traurig, mit zuerleben, wie viel Macht die Männer damals hatten und wie auch Ärzte diesbezüglich Ihre Macht ausnutzten. Manchmal kam sich eine Frau wie Vieh vor (so hatte ich zumindestens dieses Gefühl). Eine Frau hatte nicht wirklich viel Wahl, sie war nur gut genug um Kinder auf die Welt zu setzten und Ihr Mann das Leben zu erleichtern. ;-(Ich bin Begeistert vom ersten Band und muß diese Trilogie nun auch weiter lesen. Von mir gibt`s ganze 4 Sterne für dieses Buch, schlicht und einfach nur, weil mir ein wenig die Spannung auf der Strecke blieb, aber ansonsten absolut Lesenswert.

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  • Der Traum vom Fahrradfahren

    Solang die Welt noch schläft

    schokoloko29

    13. March 2015 um 08:41

    Inhalt des Buches: Es geht um drei Frauen, die einen gemeinsamen Traum haben: Das Fahrradfahren. Dies ist sehr schlecht umzusetzen, da in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts es für Frauen verpönt war fahrradzufahren. Eigene Meinung: Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Es weist einen sehr guten recherchierten Hintergrund auf. Es zeigt viele Collagen über das Fahrrad fahren in dieser Zeit. Darüber hinaus hat mir die Erzählweise sehr zugesagt. Dies war mein erster Roman von Petra Durst- Benning und es wird bestimmt nicht mein letzter sein.

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  • Der Traum vom eigenen Veloziped

    Solang die Welt noch schläft

    kira35

    05. March 2015 um 16:29

    Kurzbeschreibung: (Klappentext) Berlin, um 1890. Josefine entdeckt für sich die gefährliche, für Frauen geradezu skandalöse Leidenschaft des Radfahrens. Dafür riskiert sie alles. Und sie verliert alles - ihre Familie, ihre Freundinnen und fast sich selbst. Aber Josefines Kämpferherz ist groß!Und die Liebe eines Mannes ermutigt sie, ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Bei einem strapaziösen Radrennen will sie beweisen, was in ihr steckt. Entschlossen tritt Josefine an - und trägt einen ganz eigenen Sieg davon. Meinung / Fazit: Die Hauptprotagonistin Josefine, eine eigensinnige junge Frau, hat es mit ihrer fortschrittlichen Denkweise zur damaligen Zeit nicht leicht. Josefine fühlt sich verantwortlich am Unfalltod ihres kleinen Bruders, und das Verhältnis zu ihren Eltern verschlechtert sich immer mehr. Sie muss in der Schmiede des Vaters täglich unentgeltlich arbeiten und wird wie eine "Aussätzige" behandelt. Seit Josefine während eines Aufenthaltes im Schwarzwald mit dem Veloziped in Berührung kam gilt ihre ganze Leidenschaft dem Radfahren. Leider war es zur damaligen Zeit nur Männern erlaubt öffentlich Rad zu fahren, doch Josefine scherrt sich nicht darum. Ihr Traum ist es ein eigenes Veloziped zu besitzen. In der Fabrikantentochter Isabelle und der Apothekertochter Clara findet sie zwei verwandte Seelen. Eine Freundschaft entsteht, die jedoch auf eine harte Probe gestellt wird. Es beginnt eine "Revolution" der Frauen. Josefine lässt sich nicht verunsichern und kämpft für ihren Traum. Der Lebens- und auch Leidensweg von Josefine wird von der Autorin mit historischen Hintergründen und gut gezeichneten Charakteren bildhaft erzählt. Eine bewegende Geschichte, vortrefflich erzählt.

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  • Radfahren nichts für Frauen?

    Solang die Welt noch schläft

    Kirschbluetensommer

    02. December 2014 um 18:48

    Josefine, eine junge Frau aus Berlin, hat auf einer Kur im Schwarzwald das Fahrradfahren für sich entdeckt. Zurück in Berlin findet sie Wege und Mittel um ihrer neuen Leidenschaft zu fröhnen und riskiert einiges dafür. Frauen ist in dieser Zeit der Radsport untersagt und so leiht sie sich heimlich das Fahrrad des Vaters ihrer Freundin aus. Nachdem sie dabei erwischt wurde und ins Gefängnis wanderte, muss sie danach wieder ganz von vorne anfangen. Doch das Radfahren lässt sie nicht los. "Solang die Welt noch schläft" war mein erster Petra Durst-Benning-Roman. Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, auch wenn es ab der Mitte immer mal wieder kleinere Längen aufweist, die aber nicht stärker ins Gewicht fallen. Spannend finde ich auch die historischen Hintergründe. Mir war vorher nicht bewusst, dass der Frauenradsport tatsächlich dermaßen verpönt war im 19. Jahrhundert und sogar von Ärzten missbilligt wurde. Interessant fand ich auch die Zeitungsausschnitte und Fotos von den ersten Fahrrädern. Mit Josefine als Charakter bin ich schnell warm geworden. Sie wird als eine starke, junge Frau beschrieben, die weiß was sie will und ehrgeizig für ihre Träume und Ziele kämpft. Isabelle scheint mir hingegen das Gegenteil von Josefine zu sein - zwar weiß sie ganz genau was sie nicht will, aber was sie in ihrem Leben erreichen möchte, weiß sie noch nicht und wirkt somit ein wenig haltlos. Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen und wird sicherlich nicht der letzte Petra Durst-Benning-Roman sein, den ich lese.

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