Petra Gabriel

 3.4 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Zeit des Lavendels, Der Ketzer und das Mädchen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Im Rausch

Erscheint am 31.03.2019 als Taschenbuch bei Jaron.

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Der Ketzer und das Mädchen

Der Ketzer und das Mädchen

 (4)
Erschienen am 05.03.2014
Die Konkubine

Die Konkubine

 (3)
Erschienen am 18.02.2008
Die Gefangene des Kardinals

Die Gefangene des Kardinals

 (3)
Erschienen am 01.01.2003
Der Kartograph

Der Kartograph

 (3)
Erschienen am 01.08.2006
Der Sohn der Welfin

Der Sohn der Welfin

 (2)
Erschienen am 05.07.2017
Ein Jahr auf Kuba

Ein Jahr auf Kuba

 (2)
Erschienen am 16.08.2016
Hanna himmelwärts

Hanna himmelwärts

 (1)
Erschienen am 25.10.2013

Neue Rezensionen zu Petra Gabriel

Neu

Rezension zu "Der Sohn der Welfin" von Petra Gabriel

gescheit gescheitert
derMichivor 7 Monaten

In einer Hinsicht gräbt Petra Gabriels Roman der Konkurrenz auch größerer Verlage schnell das Wasser ab: "Der Sohn der Welfin" ist ungemein informativ. Die politischen Zusammenhänge, und was sonst noch so im Umfeld der Welfen und Staufer geschieht, lässt die Autorin gut recherchiert in den Text einfließen, so dass man stellenweise meint, versehentlich in ein unterhaltsam geschriebenes Sachbuch hineingelesen zu haben.

Denn die Handlung als solche kommt ein wenig zu kurz. In Rückblicken erzählt mal Friedrich, mal ein auktorialer Erzähler und mal andere, oft fiktive Zeitzeugen vom Leben des späteren Kaisers. Das ist ein geschickter erzählerischer Kniff, der an mehreren Stellen effektiv langweiligen Momenten vorbeugt. Doch so richtig vorwärts geht es trotzdem irgendwie nicht. Die episodischen Szenen könnte man noch ertragen, würde nicht jeder Moment, in dem das Geschehen ein wenig Fahrt aufnimmt, von ausführlichen Erläuterungen zu den Geschehnissen unterbrochen oder gleich ganz abgebrochen werden.

Was vereinzelt nach Cliffhanger aussieht, entpuppt sich allzu oft als offenes Ende. Autoren wie Peter Tremayne, Bernard Cornwell und im deutschsprachigen Raum vor allem Rebecca Gablé haben vorgemacht, wie aus einer komplexen historischen Situation trotzdem ein spannender und gleichzeitig gut informierter Roman werden kann. Dieser Ansatz ist hier ebenfalls erkennbar, doch kann sich keine dieser Absichten wirklich entfalten.

Dazu kommen fragwürdige Entscheidungen, wie einige Figuren in einem frühen Kapitel im Dialekt sprechen zu lassen. Auch die Iny-Lorenz-würdige Schmonzette mit Sex und Sinnlichkeit im Auftakt hätte nicht sein müssen. Einige historische Patzer trüben das Bild zusätzlich, etwa Bernhard von Clairvaux' Zitation von Bibelstellen, die es zu dieser Zeit so noch lange nicht gab.

Alles in allem liegt hier ein potentiell guter, wenn auch in der Umsetzung teilweise gescheiterter Historienroman vor, der in Sachen aufregendes szenisches Erzählen seinen Mitbewerbern nichts entgegenzusetzen hat. Für einen Überblick über die Epoche und Friedrichs Weg zur Macht eignet sich das Buch dennoch, interessierten Mittelalterfans sei insbesondere der einmal mehr sehr informative Anhang mit Stammbaum und Zeittafel empfohlen.

Bonusmaterial: Anhang mit Stammbaum und Zeittafel

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Rezension zu "Der Sohn der Welfin" von Petra Gabriel

Unterhaltsame Geschichtsstunde
Helene2014vor einem Jahr

Der Sohn der Welfin von Petra Gabriel, einer mir bis dahin unbekannten Autorin, beschreibt die Kinder- und Jugendjahre von Kaiser Friedrich Barbarossa. Immer im Zwiespalt zwischen den beiden großen Herrscherhäusern, den Welfen und den Waiblingern (also den Familien seiner Mutter und seines Vaters) lernt der Junge schon frühzeitig, dass er fast niemanden wirklich trauen kann. Immer wieder gibt es neue Kriege und Fehden, alte Feindschaften und neue. Erst als zwei Waisenkinder, Beatrix und Wilhelm, an den Hof kommen und mit ihm zusammen aufwachsen, findet er etwas Ruhe in seinem jungen Leben. Aber auch durch diese beiden gibt es irgendwann ein böses Erwachen. 


Die Autorin beschreibt in einem angenehmen Schreibstil und sehr gut recherchiert,  dieses Kapitel in Friedrichs Leben, umrahmt von einer Rahmenhandlung aus Friedrichs späterem Leben als Kaiser. Man kann sich sehr gut in Friedrichs, aber auch in Beatrix und Wilhelms, Gefühlswelt hineindenken. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die vielen Namen, irgendwie hießen damals wohl alle Heinrich oder Friedrich. Es war teilweise etwas verwirrend, hat mich dann aber nicht weiter gestört. 


Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch zu kurz ist. An manchen Stellen, besonders am Schluss, hätte die Autorin, meiner Meinung nach, mehr in die Tiefe gehen können. Manches wurde einfach zu schnell abgehandelt. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Fortsetzung.


Fazit: sehr gut geschriebener historischer Roman über die Jugendjahre eines bedeutenden Kaisers, leider ein bißchen zu kurz. Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung. 

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Rezension zu "Der Ketzer und das Mädchen" von Petra Gabriel

Ein Märchen für Erwachsene
Zyrinvor 2 Jahren


Als Ennlin die Flucht vor dem Kinderhändler „Gelber Hans“ gelingt, landet sie gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder in den Straßen von Konstanz. Sie beklaut eines Tages Benedikt, den Sohn der Pfisterin, die in der Stadt gute Geschäfte macht, unter anderem mit der Nobelhure Constanzia. Vom Hunger getrieben geht Ennlin zur Armenspeisung, wo ihr Hennslin, der Neffe eines Ritters auflauert und ihr zusammen mit Freunden an den Rock will. Benedikt greift ein, doch in diesem Tumult verschwindet Jakob, Ennlins kleiner Bruder, denn der Gelbe Hans ist ebenfalls in Konstanz und will Rache. Durch eine Verkettung „interessanter“ Zusammenhänge landet Ennlin ausgerechnet als Dienstmagd im Hause der Pfisterin, wo auch Hus, der Ketzer aus Böhmen Quartier nimmt. Zudem gerät Ennlin immer wieder in Schwierigkeiten, da sie ihren Bruder aus den Fängen des Gelben Hans befreien will, dabei bekommt sie Hilfe von sehr einflussreichen Gönnern unter denen ihr Lehenherr und ein englischer Graf sind. 


Die Autorin erzählt in diesem Buch ein ziemlich einfaches und nettes Märchen für Erwachsene. Ennlin, das tapfere junge Mädchen, dem viel Unglück zustößt, aber das immer viele Retter und Ritter um sich schart, die sie immer im letzten Moment retten, bevor ihr tatsächlich etwas zustößt. Die Erzählung wird zudem durch die Schilderungen und Begebenheiten des Konzils unterbrochen. Zwar schafft es die Autorin schöne Intrigen und Zusammenhänge in die Geschichte zu spinnen, doch bleibt die Erzählung ohne Spannungsbogen und Gefühl. 


Eigene Meinung
Dieser Roman war schnell durchgelesen. Überzeugen konnte mich die Erzählung aber nicht. Da kommt eine Unfreie vom Land nach Konstanz und freundet sich nach und nach mit dem Jungen an, den sie zuerst bestiehlt und dann mit einem, der sie fast vergewaltigen wollte. Das klingt sehr nach einer Heldin, die dann auch noch alle Jungs ihre Ritter nennt. Natürlich verliebt sie sich in einen, selbstverständlich den anständigen aus bürgerlichem Haus und natürlich kommt es, wie es kommen muss, nämlich, dass sie doch keine so Unfreie ist, sondern…ach ja…


Fazit: Zwei Sterne für gute Recherche, hervorragende und passende Wortwahl.

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