Petra Hartlieb Ein Winter in Wien

(36)

Lovelybooks Bewertung

  • 40 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 2 Leser
  • 10 Rezensionen
(16)
(15)
(4)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Ein Winter in Wien“ von Petra Hartlieb

Eine Buchhandlung, ein berühmter Dichter und ein verschneiter Winter in Wien: Bestsellerautorin Petra Hartlieb ("Meine wundervolle Buchhandlung") entführt uns in die Zeit des Wiener Jugendstils. Um 1910. Marie arbeitet als Kindermädchen bei einer angesehen Familie im Wiener Cottage-Viertel. Eines Tages wird sie vom Herrn des Hauses zur nahegelegenen Buchhandlung geschickt, um ein Buch abzuholen. Doch sie kommt mit leeren Händen, völlig durchnässt vom Schnee, zurück. Der Band sei noch nicht eingetroffen, Buchhändler Oskar bringe ihn so bald wie möglich persönlich vorbei. Als Oskar am gleichen Nachmittag am Haus in der Sternwartestraße klingelt, hat er gleich zwei Bücher dabei: eines für den Herrn Schnitzler und das andere für Marie, mitsamt einer persönlichen Notiz an das Fräulein. Er möchte sie gerne wiedersehen… Eine wunderschöne historische Liebesgeschichte in bibliophiler Ausstattung.

Kurze, auch kurzweilige, Gesellschaftsgeschichte rund um Arthur Schnitzlers Hausangestellte in Alt-Wien. Nett, aber unspektakulär.

— Sookie70

Eine sprachlich schöne Geschichte rund um Arthur Schnitzler und seine Familie aus Sicht des Kindermädchens.

— Bellis-Perennis

Schmalzig, schwülstig, trivial. Die Trope des edlen armen Mädchens - Klappe die 19239292.

— Volpona

Es plätschert ganz nett vor sich hin und man kann es sicher schnell mal lesen. Mehr ist es aber nicht.

— Daniliesing

Toll! Zum Schluss entwickelt sich das Buch noch so richtig, echt schade, dass es dann schon aus ist.

— Sahani88

Eine zauberhafte, schöne, leichte Geschichte, die perfekt in die Winterzeit passt <3

— unfabulous

Dieses Buch hat mich am Ende zum Weinen gebracht.Auch wenn es nur knappe 150 Seiten hatte, so war es doch bewegend!

— babylu

Schöne kleine Anekdote über die Familie Schnitzler und einem fleißigen Kindermädchen mit trauriger Vergangenheit.

— FreydisNeheleniaRainersdottir

Eine schöne leichte Erzählung, die ideal ist für einen verregneten Nachmittag.

— Campe

Unbedingt in der Winterzeit lesen :-)

— Cappukeks

Stöbern in Romane

Die Phantasie der Schildkröte

Liebevolle Idee, interessantes Konzept, schöne Umsetzung — mit dem Wermutstropfen einer zu schnellen Charakterentwicklung.

killmonotony

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Ein hübsches Märchen um eine ganz besondere Lottofee

Bibliomarie

Und jetzt auch noch Liebe

Absolut chaotisch!

Lesezeichen16

Sonntags fehlst du am meisten

Über das Abrutschen in die Alkoholsucht und anschließend das zweite, selbstbestimmte Leben.

Waschbaerin

Die Schlange von Essex

statt intelligenter wissenschaftlicher Diskussion überwiegt zunehmend die Liebesgeschichte, die sehr blumige Sprache wirkt verwässert alles

mrs-lucky

Ein irischer Dorfpolizist

Liebenswerte Protagonisten! Hat mir sehr gut gefallen!

Mira20

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Alltagsgeschichte aus dem Alten Wien

    Ein Winter in Wien

    Sookie70

    13. July 2017 um 09:26

    Marie stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Auf Umwegen kommt sie als Kindermädchen ins Haus des berühmten Dichters Arthur Schnitzler. Obwohl man dem verheirateten Mann nachsagt, eine nicht ganz legitime Nähe zu jungen Frauen zu pflegen, verhält er sich Marie gegenüber höchst anständig - auch dann, als das Mädchen in eine unangenehme Lage gerät. Auch die Liebe darf in der Geschichte rund um das Alltagsleben im Fin de Siècle in Wien natürlich nicht zu kurz kommen...Ein mit 170 Seiten recht kurzer Roman, der einen Blick hinter die gesellschaftlichen Kulissen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts erlaubt - romantisch, aber ohne große Höhepunkte und gänzlich ohne "Cinderella-Effekt".

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

    Mehr
    • 2384
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1154
  • Wien um 1910 - ein Weihnachtsmärchen

    Ein Winter in Wien

    Bellis-Perennis

    06. July 2017 um 07:22

    Für mich ist dieses schmale Buch wie Heimkommen, ein Wiederbegegnen alter Freunde. Ich kenne die Gegend, das sogenannte "Cottage"-Viertel, in dem viele großbürgerliche Familien ihre Villen hatten.  Die Geschichte ist in Wien im Winter des Jahres 1910 angesiedelt und beschreibt die damalige Welt aus Sicht des Kindermädchen Marie, das im Haushalt des Schriftstellers Arthur Schnitzler und dessen Frau Olga, lebt. Die wunderschöne Sprache begeistert mich. Sehr sensibel sind die Gefühle des Kindermädchen geschildert als während eines Besuchs des Christkindlmarktes ihr Schützling Heinrich, der Sohn des Hauses, plötzlich verschwunden ist.   Gut und eindrucksvoll sind die Widerwärtigkeiten, die das, vor allem weibliche, Dienstpersonal in dieser Zeit erdulden muss. Marie bleibt davon weitgehend  verschont. Die triste Situation in ihrer eigenen Familie, mit vielen Geschwistern, einer verbrauchten Mutter und einem trunksüchtigen Vater, ist typisch für diese Zeit.  Fünf Sterne für dieses Sittenbild aus der "guten alten Zeit", die so gut gar nicht war.

    Mehr
    • 3
  • Eine kurze, detailgetreue Geschichte, die eigentlich eher in die Weihnachtszeit passt

    Ein Winter in Wien

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    19. February 2017 um 15:20

    Ein Winter in Wien, das war mir vorher nicht bewusst, ist eigentlich eine kurze, historische Weihnachtsgeschichte über die Familie des österreichischer Erzählers und Dramatikers Arthur Schnitzler und ihr Kindermädchen Marie. Was solls, dann habe ich eben eine Weihnachtsgeschichte im Februar gelesen. Gelohnt hat es sich allemal, denn seit vielen Jahren bin ich Fan von Erzählungen, in denen es um große Persönlichkeiten des 18., 19. und 20. Jahrhunderts geht. Auch hier kam ich wieder auf meine Kosten, ist doch die Geschichte sehr detailliert geschrieben. Selbst der damals aufkeimende Antisemitismus findet an mehreren Stellen Erwähnung und hinterlässt irgendwie ein flaues Gefühl, wenn man doch weiß, in was dieser in den 1930ern schließlich gipfelte. Jedoch ist diese Geschichte auch noch mehr, eine Romanze, ein modernes Märchen, das irgendwie Hoffnung bringt, spielt sie doch auch in einer Zeit, wo Frauen nichts weiter waren, als das Eigentum ihrer Männer, ihrer Väter oder Dienstherren und sie quasi ohne deren Erlaubnis nichts tun durften. Und trotzdem findet die junge Marie irgendwie ihren Weg, ist Arthur Schnitzler zu ihrem Glück einen freundlichen Dienstherren gefunden. Diese Geschichte, ist sie auch ein wenig kurz, ist absolut lesenswert.

    Mehr
  • Wien um 1910 zur Weihnachtszeit

    Ein Winter in Wien

    Athene

    08. January 2017 um 13:10

    INHALT:Wien um 1910 zur Weihnachtszeit. In einem Haus im Wiener Cottage-Viertel bereiten sich die Bewohner auf den Weihnachtsabend vor.FAZIT:Der Einstieg in das Buch fiel mir außerordentlich schwer, denn das Buch ist nicht nur mit österreichischen Vokabeln und Mundart versehen, sondern auch mit alten Formulierungen wie "Frauenzimmer", "Bub" usw.Ich brauchte einige Seiten, um in der Zeit des Buches anzukommen. Rückblickend muss ich jedoch sagen, dass dieser Stil zum Buch passt. Ein Buch zur Kaiserzeit im verschneiten Wien kann nicht in moderner Sprache verfasst werden. Doch sowas liest man nicht alle Tage.Die Weihnachtszeit bedeuten für die Köchin Anna, das Dienstmädchen Sophie und das Kindermädchen Marie Arbeit und besondere Vorbereitungen, während die Kinder des guten Hauses Heinrich und Lili dem Weihnachtsabend entgegen fiebern.In diesem Buch wird durch Erinnerungen von Marie und der Gegenwart deutlich, dass die einzelnen Gesellschaftschichten durch ihren Stand, Ihre Religion und ihre finanziellen Mittel zu unterschiedlichen Gestaltungen des Festes gezwungen wurden. Marie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und in ihrer Kindehit hingen Papierstreifen zur Zierde am Baum, bei dem Dichter Herrn Schnitzler, Maries Arbeitgeber, hängen Süßigkeiten, Strohsterne und lackierte Zapfen am Baum und wie wir aus einem vorgelesenen Zeitungsartikel erfahren, sieht es bei der Kaiserfamilie nochmal etwas anders aus, denn da gibt es schließlich die Hofbäckerei.Das Leben des realen Dichters Arthur Schnitzler gibt hier für die Protagonistin Marie die Rahmenbedingungen vor. Dies fand ich sehr interessant, da mir bislang nicht viel über Arthur Schnitzler bekannt war. Marie hatte einen schweren Start ins Leben und die Stelle als Dienstmädchen gibt ihr eine hervorragende Chance im Leben. Sie lernt den Buchhändler Oskar kennen, der sie mit Anstand umwirbt. Doch einige Ereignisse lassen sie um ihre Anstellung bangen.Durch Arthurs Schnitzlers und Oskars Affinität zu Büchern ist dieses Buch für Bücherwürmer zur Weihnachtszeit eine nette Ehrung an das gedruckte Wort. Eine interessante Gesellschaftsstudie verpackt in einer weihnachtlichen Geschichte mit Herz: 3 von 5 Punkte.http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2017/01/petra-hartlieb-ein-winter-in-wien-von.html

    Mehr
  • Das Kindermädchen und der Buchhändler

    Ein Winter in Wien

    RosaEmma

    02. January 2017 um 08:41

    Wer diesen Roman nicht gelesen hat, dem entgeht nicht nur die wohl zauberhafteste Liebesgeschichte des Winters, sondern auch ein Lesegenuss sondergleichen, denn Petra Hartliebs neuestes Werk Ein Winter in Wien ist einfach ein hinreißendes Buchjuwel. Es spielt in der österreichischen Hauptstadt um 1910 im gehobenen Währinger Cottage-Viertel, wo der angesehene Dramatiker und Erzähler Dr. Arthur Schnitzler, der mit Werken wie Liebelei, Reigen, Freiwild, Das weite Land u.v.m. zu einem der renommiertesten Vertreter der Wiener Moderne zählte, mit Ehefrau Olga und den beiden Kindern Heinrich, genannt Heini, 9, und Lili, 2, lebt. Das neue Kindermädchen Nachdem das alte Kindermädchen Hedi zwecks Heirat gekündigt hat, tritt die junge Marie Haidinger die Stelle im Haus der Schnitzlers an. Marie kann ihr Glück kaum fassen, denn zum ersten Mal scheint es das Leben gut mit ihr zu meinen. Nach einer arbeitsreichen und lieblosen Kindheit hatte sie ihr gewalttätiger Vater im Alter von nur 12 Jahren als Magd an einen Bauern verkauft, um einen Esser weniger zu haben. Doch nach einem traumatischen Erlebnis flüchtet Marie schon nach kurzer Zeit und will in all ihrer Ausweglosigkeit ihrem Leben ein Ende setzen. Die Kellnerin Josephine rettet sie in letzter Minute und besorgt ihr Arbeit in einem Wirtshaus. Marie ist angewidert von ihrer neuen Aufgabe, aber schon bald gelingt ihr ein kleiner gesellschaftlicher Aufstieg: Sie wird Küchenmädchen bei einer Bankiersfamilie. Doch sie hat sich zu früh gefreut: Man schikaniert sie von früh bis spät und zu guter Letzt verliert sie sogar ihren Job. Endlich zuhause Bevor Marie jedoch erneut um ihre Existenz bangen muss, bietet sich ihr die Chance auf eine Stelle als Kindermädchen bei den Schnitzlers, die sie zu ihrer großen Freude auch erhält. Und endlich fühlt sie sich angekommen und zuhause: Die Köchin und Haushälterin Anna ist nett und fürsorglich, das Dienstmädchen Sophie ist ein wenig schroff, aber umgänglich. Und auch mit den Kindern kommt sie wunderbar klar: Die kleine Lili mag sie auf Anhieb, Wirbelwind Heini ist zunächst etwas reserviert, doch schnell wächst Marie auch ihm ans Herz. Und auch über ihren Arbeitgeber kann sie nicht klagen: Dr. Schnitzler ist äußerst freundlich und geht sehr liebevoll mit den Kindern um. Nur seine Frau Olga könnte netter sein: Sie steht Marie sehr skeptisch gegenüber und hält sie als Kindermädchen für viel zu jung. Ein Buchhändler namens Oskar Eines Tages soll Marie in der alteingesessenen Buchhandlung Friedrich Stock ein Buch für Dr. Schnitzler abholen. Dort begegnet sie dem jungen Buchhändler Oskar Novak, der sofort ganz verzaubert von ihr ist. Auch Marie findet ihn sympathisch, ist jedoch äußerst zurückhaltend, wie es sich für eine junge Frau in ihrer Stellung geziemt. Da Dr. Schnitzler des Öfteren Bücher bei Stock bestellt, kreuzen sich ihre Wege immer wieder, und Oskar macht Marie zu ihrer großen Freude hin und wieder kleine Buchgeschenke. Marie ist fasziniert – von der Literatur und von Oskar – und willigt sogar ein, mit ihm an ihren freien Tagen spazieren zu gehen. Sie genießt die gemeinsame Zeit mit ihm und könnte nicht glücklicher sein. Spurlos verschwunden Doch dann passiert etwas, das Marie völlig aus der Bahn wirft: Bei einem Besuch des Christkindl-Marktes gemeinsam mit Heini verliert sie den überaktiven Jungen aus den Augen. Er verschwindet spurlos in der Menge, und Marie ist am Boden zerstört, denn sie kann ihn nirgends finden. Sie traut sich nicht mehr nach Hause und sieht in ihrer Verzweiflung nur einen schrecklichen Ausweg… Ein wundervoller historischer Roman mit liebenswerten Protagonisten Petra Hartliebs Roman hat mich von der ersten Seite an begeistert. Sie lässt nicht nur das vibrierende Wien um 1910 auf beeindruckende Weise lebendig werden, sondern hat mit Marie und Oskar zwei liebenswerte Protagonisten geschaffen, die dem Leser ans Herz wachsen. Mittels der tragischen Lebensgeschichten von Marie und Oskar zeichnet Hartlieb zudem ein aufschlussreiches Porträt der sozialen Zustände einer Epoche, in der Glanz und Schatten eng beieinander lagen. Dies gelingt der Autorin, ohne dabei in Kitsch oder Tränenhascherei zu verfallen. Sie visualisiert die tiefste Armut der Unterschicht und die Opulenz der Oberen mit ihrer singulären Erzählkunst und gewährt uns mit Marie, Oskar und den Schnitzlers informative – und allzu menschliche – Einblicke in beide Welten. Dieser Aspekt hat mir sehr gefallen. Dies gilt ebenso für die wunderschöne Liebesgeschichte der beiden Hauptfiguren, die herrlich romantisch ist. Mein Fazit: Ein ganz zauberhaftes Buch, das unbedingt nach einer Fortsetzung verlangt!

    Mehr
  • Eine der schönsten romantischen Geschichten dieser Buchsaison!

    Ein Winter in Wien

    LibriHolly

    29. December 2016 um 22:56

    Liebe ist ja auch immer so ein Thema im Winter. Wenn man sich an dunklen Tagen schön in seine wohlige warme Decke auf dem Sofa kuschelt fehlt nur noch ein gutes Stück Literatur, am besten fürs Herz. Und da kommt "Ein Winter in Wien" von Petra Hartlieb gerade zur rechten Zeit. Konnte die Autorin mich bereits mit ihrem Buch "Meine wundervolle Buchhandlung", in dem es um ihre eigene Geschichte und die ihrer Buchhandlung in Wien geht, überzeugen, so bin ich von diesem schmalen, wunderschönen Büchlein absolut begeistert. Eine Buchhandlung, Ein berühmter DichterUnd ein verschneiter Wiener Winter. Mehr braucht es nicht für die Liebesgeschichte zwischen dem Kindermädchen Marie und dem Buchhändler Oskar. Für mich eine der schönsten romantischen Geschichten dieser Buchsaison. Gerade einmal 176 Seiten umfasst dieses liebevoll, nach allen Regeln der Buchkunst angefertigte kleine Büchlein. Am besten zunächst sich selber schenken und dann anderen. Und wenn es bei uns auch gerade mit der Winterstimmung schlecht aussieht im Buch schneit es garantiert und das vor der herrlichen Kulisse des alten Wien.

    Mehr
  • Atmosphärischer Roman aus dem winterlichen Wien

    Ein Winter in Wien

    tinstamp

    15. December 2016 um 17:38

    Die österreichische Buchhändlerin und Autorin Petra Hartlieb hat im September ihren zweiten Roman "Ein Winter in Wien" veröffentlicht. Das wunderschön aufgemachte Buch mit Jugendstil-Elementen am Hardcover sieht wirklich sehr schick und elegant aus. Ich habe mich auf den ersten Blick verliebt!Die Geschichte selbst umfasst nur 176 Seiten und erzählt aus dem Leben des Kindermädchens Marie, die im Hause des Schriftstellers Arthur Schnitzler's eine Anstellung gefunden hat. Sie kommt aus ärmlichen Familienverhältnissen und ist glücklich, endlich einen Arbeitgeber gefunden zu haben, wo sie sich wohlfühlt und genug zu Essen bekommt. Sie liebt die beiden Kinder der Familie, Lili und Heinrich, sehr und gibt sich große Mühe, um diese Stelle nicht zu verlieren. Als sie ihr Arbeitgeber eines Tages in die Buchhandlung schickt, lernt sie den jungen Buchhändler Oskar kennen.....Die Autorin erzeugt ein großartiges Bild von Wien in der Zeit um 1910. Sie hat ihre Geschichte in der Sprache der damaligen Zeit und auch der Umgangsform angepasst. So verwundert es einem kaum, dass Marie anfangs mit den Buchhändlergehilfen Oskar, der sich in sie verliebt hat "per Sie" ist.Die Stimmung dieser Epoche wird in dieser sehr ruhigen Geschichte ganz wunderbar von Petra Hartlieb eingefangen. Auch die bildhafte Beschreibung des winterlich verschneiten Wien und die Zeit des Advents, bis hin zum Heiligen Abend, erzeugen eine sehr heimelige Atmosphäre. Die Alt-Wiener Gepflogenheiten, sowie die Sprache und auch ein bisschen Wiener Dialekt fließen ebenso in den Text ein, wie übernommene französische Wörter. Plafond oder Trottoir etwa, die ich auch von meiner Oma noch kenne und hier auf dem Land manchmal noch benutzt werden.Die Unterschiede zwischen den einfachen Leuten und der gehobenen Gesellschaftsschicht kommen sehr deutlich durch. Wenn man bedenkt, was sich hier in den letzten hundert Jahren an Erziehung, den Rechten der Frauen, der Klassengesellschaft und Bildung getan hat, glaubt man kaum, dass dies alles erst im letzten Jahrhundert passiert ist.Bücher und der Buchladen, in dem Oskar arbeitet und bei dem Arthur Schnitzler immer wieder seine Romane und Gedichtbände bestellt, sind ebenfalls ein Thema in diesem Roman....eines das uns Büchersüchtigen immer zu Bücher, wie dieses greifen lässt.Es gibt aber auch ein paar negative Aspekte, die ich auch erwähnen muss. So bleibt etwa die Liebesgeschichte sehr oberflächlich. Sie ist zwar Bestandteil der Geschichte und ist passend für die damalige Zeit. Das Paar kannte sich kaum und so ist die Liebe der Beiden sehr unschuldig. Als Leser erschlossen sich mir die annähernden Gefühle der beiden Figuren deswegen nur sehr wenig. Auch eröffnete sich mir die Aussage des Romans nicht wirklich. Die Geschichte ist sehr unaufgeregt und ruhig, lebt alleine von der Atmosphäre des winterlichen Wiens und den Einblick in den Tagesablauf von Marie. Die gesellschaftlichen Unterschiede zur elitären Gesellschaft, wie die der Schnitzlers und die kleinen Rückblicke in Maries und Oskars Kindheit, sind dabei sehr gut ausgearbeitet. Jedoch erhält man nicht wirklich einen Einblick, wie die Protagonisten zum Beispiel zur politischen Lage oder dem langsamen Aufbegehren der Unterschicht, stehen. Wer gerne mehr über diese Epoche des noch kaiserlichen Wiens lesen möchte, dem würde ich den Roman empfehlen, aber auch als Vorweihnachtsgeschichte ist sie passend...Fazit:Ein sehr ruhiger Roman, der von der winterlichen Atmosphäre Wiens und der Liebe zu Büchern lebt. Ein Gesellschaftsbild der Menschen dieser Zeit, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen, jedoch mit sehr viel Charme und einen Blick in das kaiserliche Wien.

    Mehr
  • Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte für Fans bibliophiler Romane

    Ein Winter in Wien

    Smilla507

    28. October 2016 um 10:03

    Die aus ärmeren Verhältnissen stammende Marie Haidinger hat nach einigen Stellenwechseln endlich einmal Glück: Sie bekommt eine Anstellung als Kindermädchen beim Schriftsteller Arthur Schnitzler in Wien. Eines Tages schickt er sie zur Buchhandlung, damit sie ihm ein Buch abholt. Dort trifft sie auf den jungen Buchhändler Oskar, der sich sofort in das junge Kindermädchen verliebt...Dies ist eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte, die den Leser ins verschneite Wien im Jahre 1910 entführt. Man erfährt, wie es Marie in ihrer Anstellung bei dem berühmten Schriftsteller ergeht, wie sich eine zarte Liebesgeschichte entwickelt, die sowohl aus Maries als auch aus Oskars Sicht erzählt wird. Nebenbei taucht man ein ins Weihnachtsgeschäft einer kleinen Buchhandlung - und wer könnte so etwas besser beschreiben als Petra Hartlieb, die mit „Meine wundervolle Buchhandlung“ einen Bestseller geschrieben hat?Dies war auch der Grund, warum ich mir dieses Büchlein kaufen musste! Ich konnte anfangs gar nichts mit dem Cover anfangen, bis es meiner Mutter in die Hände fiel und diese mit leuchtenden Augen ausrief: „Das ist ja ein Jugendstil-Gemälde!“ Optisch und haptisch erinnert der Einband an die Bücher, die es früher gab (um die 50er/60er herum?). Es gibt sogar ein Lesebändchen!Ein wenig Wiener Dialekt lässt die Autorin einfließen, was natürlich sehr gut passt. Aber es bleibt immer verständlich und wird nicht übertrieben. Ich habe die Vermutung, dass es diese Marie wirklich gegeben hat, denn der Roman wurde u.a. der Oma Johanna Haidinger gewidmet (oder die Großmutter war Namensgeberin für die Protagonistin?). Schade, dass man das nicht in einem Nach- oder Vorwort erfährt.Ich habe das Buch sehr genossen! Ein schönes Buch für Fans bibliophiler Romane!

    Mehr
  • Wiener Winter

    Ein Winter in Wien

    SABO

    25. October 2016 um 20:01

    Petra Hartlieb - Ein Winter in Wien - KindlerWien, 1911Die 18jährige Marie Haidinger ist ein Mädchen aus ärmlichen und ländlichen Verhältnissen, als sie ihre Pflichtschulzeit beendet hat, denkt der Vater gar nicht daran, dass sie sich weiterhin mit Lesen, Schreiben und Lernen abgibt, er verschachert sie an einen weitabgelegenen Bauerhof als billige Arbeitskraft. Marie versteht die Welt nicht mehr, möchte sie doch daheim bleiben, bei ihren Eltern und Geschwistern, bei ihrer über alles geliebten Großmutter. Wie sagte sie immer: "Marie, du gehst mal in die Stadt und wirst in einem schönen Haus wohnen. Wirst einmal in einem feinen Lokal essen und das Theater besuchen."Die Mutter sagt: "Mach mir keine Schande!" und drückt ihr ein dünnes Bündel in die Hand, selbiges ist schnell gepackt, als ihr ein Knecht unmissverständliche Avancen macht. Bei einer Bankiersfamilie findet sie eine Anstellung als Küchen/Kindermädchen, als die Frau stirbt, steht sie auf der Straße. Mit ausweglosen Gedanken blickt sie in den Kanal."Kein Mann ist das wert, mein Kindchen!" redet sie eine verhärmte Frau an und Marie erzählt ihr von ihren Sorgen. "Wirst sehn´, alles wird gut!", ..und tatsächlich geschieht dieses Wunder.Im Hause Arthur Schnitzler wird ein neues Kindermädchen gesucht, sie wird in der Sternwartestraße vorstellig und der berühmte jüdische Schriftsteller nimmt Marie auf.Alles erscheint ihr wie ein Märchen, sie bekommt genug zu essen, bekommt eine eigene Kammer und die Kinder Lili und Heinrich sind ganz vernarrt in sie. Eines Tages wird sie von ihrem Dienstherren in den Buchladen geschickt und als der junge Buchhändler sie sieht, fragt er sich stündlich, wie er ihr Herz erobern könnte..Ganz zauberhaft sieht man sich in die kleine Welt der Kinder/Küchen/Stubnmaderln versetzt, die Vermischung von Literatur und Geschichte birgt eine warmherzige Novelle, die nichts weiter braucht, als sich selbst. Perfekt! Petra Hartlieb streut Puderzucker auf des Lesers Herz, wenn der Schnee nicht kommen will. Eine Romanze zum Liebhaben.Buchtipp für den kalten Advent, ein schönes Geschenk!"Ein geliebter Mensch, das bedeutet sieben Mal Schmerz und einmal Freude."Arthur Schnitzler, (1862 - 1931)

    Mehr
  • Junge trifft Mädchen, Mädchen trifft Junge .. oder so.

    Ein Winter in Wien

    schreibwasueber

    Junge trifft Mädchen. Junge verliebt sich in Mädchen. Mädchen verliebt sich in Junge. War da noch was?Ja, da war noch was. Petra Hartliebs „Ein Winter in Wien“, erschienen bei Kindler/Rowohlt, auf dieses Klischee zu reduzieren, ist provokant und wird dem intellektuellen Anspruch des Werkes keinesfalls gerecht. Der Winter in Wien (um 1910) spiegelt das bisherige Leben von Marie, dem Kindermädchen und Oskar dem Buchhändler wieder – es ist kalt und trist bis eine Dachlawine beider Leben fundamental verändert. Petra Hartlieb zeigt, dass es oft kleine Gesten sind, die unser Leben verändern. Da ist die alte Frau, die einem verstoßenen Mädchen eine Unterkunft und eine Arbeit besorgt, der väterliche Freund der eine Ausbildung gewährleistet, zwei Theaterkarten an denen ein ganzes Leben hängt und ein kleiner Junge, der so besonnen handelt, dass sich manch Politiker daran messen lassen sollte. War da noch was?Ja, da war noch was. „Ein Winter in Wien“ zeigt was die Liebe zum Buch bewirken kann. Da lädt ein Rilke Gedicht zum Nachdenken über eine andere Person ein, die Buchhandlung dient als Marktplatz für einen direkten Meinungsaustausch und zeigt der sorgfältige Umgang eines Buchbinders mit seinen Kunstwerken wie wichtig ein respektvoller Umgang ist. Ein Hardcover, ein eingebundenes Lesezeichen und eine gute Papierhaptik unterstreichen die Liebe zum Buch in Petra Hartliebs neuestem Werk. War da noch was?Ja, da war noch was. Gut gemacht.

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks