Petra Hucke

 4.2 Sterne bei 12 Bewertungen
Autorenbild von Petra Hucke (©Josephine Weinhold)

Lebenslauf von Petra Hucke

Petra Hucke wurde 1978 in Düsseldorf geboren. Nach Stationen im Westen, Osten und Norden Deutschlands lebt sie nun mit ihrem Mann und einem Kopf voller Ideen in München.

Ihre Neugier auf Geschichten ist unersättlich, ebenso wie die auf Sprachen. Sie übersetzt aus dem Englischen und Französischen, verschlingt isländische Romane im Original und lektoriert außergewöhnliche deutsche Belletristik und Sachbücher.

Für ein Romanprojekt gewann sie 2013 das Münchner Literaturstipendium. 2018 wurden zwei ihrer Gedichte in der Anthologie "Gefangensein" des muc-Verlags veröffentlicht. 2019 hat sie zwei eigenständige Romane veröffentlicht: "Moorschwestern" und "Solch ein zephyrleichtes Leben".

Die Autorin bietet unter petra.hucke.de/newsletter einen regelmäßigen Newsletter und eine exklusive (und explosive!) Kurzgeschichte an.

Alle Bücher von Petra Hucke

Cover des Buches Moorschwestern (ISBN: B07PCRS2WZ)

Moorschwestern

 (11)
Erschienen am 20.03.2019
Cover des Buches Solch ein zephyrleichtes Leben (ISBN: 9783735788207)

Solch ein zephyrleichtes Leben

 (1)
Erschienen am 24.05.2019

Neue Rezensionen zu Petra Hucke

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Rezension zu "Solch ein zephyrleichtes Leben" von Petra Hucke

In der Liebe gefangen
clematisvor einem Jahr

Da mich ja Petra Huckes „Moorschwestern“ schon überaus begeistert haben, war meine Freude groß, dass es bereits wieder etwas Neues von ihr zu lesen gibt, diesmal ein Roman, der den Leser in vergangene Zeiten entführt: Kopenhagen um 1816 ist der Ausgangspunkt.


Adelaide Caroline Johanne Brun, genannt Ida, ist eine junge und schöne Künstlerin, sicher fühlt sie sich singend, aber noch sicherer, wenn sie schweigt und tanzt. Namhafte Persönlichkeiten wie Goethe sind begeistert.

Allerdings schränkt Mutter Friederike Idas Freiraum stark ein und bestimmt, in welche Richtung das Fräulein Tochter sich entwickeln darf, ja sogar muss. Um aus diesem Gefangensein auszubrechen, stimmt Ida einer Hochzeit mit dem deutlich älteren Grafen von Bombelles zu, jedoch nur, um in eine andere Abhängigkeit zu schlittern. Wird sich Ida loslösen können von alten Konflikten und ohne neuerliche Enttäuschungen ins Eheleben gehen können?

Petra Hucke erschafft in diesem Roman ein ganz besonderes Bild der Ida Brun, keine langweilige Biographie von 1792 bis 1857, sondern beleuchtet ganz speziell ausgewählte Stationen aus Idas Kinder- und Jugendjahren; der Fokus liegt auf einer Künstlerseele, die authentischer und gefühlvoller nicht geschrieben sein könnte.

Gleich zu Beginn trifft der Leser auf wunderschöne Zeilen August Wilhelm Schlegels, die Ida Brun gewidmet sind.
In weiterer Folge tritt Ida selbst auf, kurz vor ihrer Hochzeit mit Bombelles im Winter des Jahres 1816. Wortgewandt und plastisch schildert sie ihre Eindrücke; der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Ich höre also förmlich Idas Stimme, wie sie locker und leicht dahin plaudert, die Sprachmelodie erinnert unterschwellig an frühere Jahrzehnte. Immer wieder wird das Jetzt unterbrochen für Rückblenden in die Jahre 1801 bis 1809, Ida erinnert sich an Reisen nach Rom und inspirierende Treffen mit Künstlern und Theaterdirektoren, an Rausch und Phantasie, an Hass und Liebe. Fließend gehen Gegenwart und Vergangenheit ineinander über, begegnen wir griechischen Göttinnen und anderen Sagengestalten, tauchen wir ein in Oper und Gesang und begleiten Ida in perfekte Augenblicke, die sie in ihren Attitüden sucht und findet. Ausdrucksstark und faszinierend verhilft die Autorin Ida zu einer bewegenden Erinnerung, die schließlich in einer Konfrontation mit der Mutter gipfelt.

Eine Glanzleistung, wie Petra Hucke wieder mit der Sprache spielt, gleich einem über die Tasten fliegenden Pianisten am Klavier, virtuos und voll Gefühl. 

Wer gerne eintaucht in die Welt der Kunst und dabei die bezaubernde und willensstarke Ida Bombelles, geb. Brun, kennen lernen möchte, ist hier goldrichtig!
Wiederum 5* plus für ein absolut gelungenes Werk!



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Rezension zu "Moorschwestern" von Petra Hucke

guter Anfang, Fragen am Ende
Laudia89vor einem Jahr

Als Oberärztin einer Frühchenstation ist Maja Lindgren jedes Baby wichtiger als ihr Privatleben. Nach dem Ausfall eines Beatmungsgeräts braucht vor allem ein kleiner Junge mit Downsyndrom ihre Hilfe. Und plötzlich geht auf unerklärliche Weise noch viel mehr schief. Nur gut, dass Maja in Gudrun eine neue Freundin findet, die ihr zur Seite steht – bis Majas geliebter Vater überraschend stirbt und Gudrun Majas Trauer ausnutzt, um ein ganz eigenes Ziel zu verfolgen.

ZUm Anfang muss ich sagen hat die Geschichte einen guten Anfang und scheint spannend zu werden. Man möchte die schnell entstehenden Fragen beantwortet haben, aber leider hält diese Spannung nciht lange an.
Was am Anfang auch ein wenig verwirrt ist das es keine gegenzeichnete wörtliche Rede gibt. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell.
Die Charakteren sind gut beschrieben und Vermischung aus Phantasie und Realität sindgut mit einenander vermischt.

Die Grundidee hat mir gut gefallen, weil sie auch ein aktuellen Thema aufgreift. Leider hat mich das Buch nicht so sehr überzeugt,w eil am Ende mehr Fragen offen standen als beantwortet wurden.

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Rezension zu "Moorschwestern" von Petra Hucke

Konnte mich leider nicht vollends überzeugen
nellschevor einem Jahr

Maja Lindgren ist Oberärztin einer Frühchenstation und diese Babys sind ihr enorm wichtig, wichtiger als ihr Privatleben. Ihr besonderes Augenmerk liegt zurzeit auf einem kleinen Jungen mit Downsyndrom, bei dem plötzlich das Beatmungsgerät ausgefallen ist. Dann geschehen noch mehr unerklärliche Dinge. Nur gut, dass Maja ihre Freundin Gudrun hat, die ihr zur Seite steht. Doch deren Verhalten ist sehr merkwürdig.

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Laut Beschreibung sollte es ein spannender Psychothriller sein. Auf dem Cover stand jedoch Roman, was meiner Meinung nach auch zutreffend ist, da sich bei mir nicht die fesselnde Spannung aufbaute, wie ich sie bei einem Psychothriller erwarte.
Der Einstieg ins Buch gelang mir nur schwer, was daran lag, dass für die Dialoge keine Anführungszeichen genutzt wurden. Auch haben die Kapitel keine Überschriften, was mich zusätzlich irritierte. Diese beiden Aspekte haben mich beim Lesen leider sehr behindert. Insbesondere die nicht klar gekennzeichneten Dialoge haben meinen Lesefluss leider sehr gestört, denn ich musste immer wieder unterbrechen und kam ins Stocken, weil ich die Sätze oder Passagen nochmals lesen musste, um sie zu verstehen.
Die Idee fand ich wirklich interessant. Für mich als Leser war im Verlauf nicht klar, was Realität und was Einbildung war und ich kam ins Grübeln. Zum Ende hin wurde mir die Geschichte - besonders Majas Gedanken und ihre Realität - dann leider zu wirr. Es passte zwar grundsätzlich gut zu Majas dargestellten Charakter, war mir aber irgendwie zu viel.
Die Charaktere waren insgesamt gut durchdacht und beschrieben. Sie hatten ihre Eigenarten und ich konnte sie gut auseinanderhalten. Am interessantesten fand ich Maja und Gudrun, um die sich die Geschichte auch hauptsächlich drehte.

Mich konnte dieser Roman leider nicht vollends überzeugen, so dass ich 3 von 5 Sternen vergebe.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Moorschwestern
Für alle, die Spannung und Mysteriöses mögen

Liebe Leser*innen,

dies ist mein Debütroman und meine erste Leserunde, und ich freue mich schon, mit euch über meinen Psychothriller "Moorschwestern" zu sprechen.

Und darum geht es:

Für Dr. Maja Lindgren ist die Karriere wichtiger als alles andere. Ihre Ehe ist darüber schon in die Brüche gegangen, und Freunde hat sie - außer dem treuen Dimos - auch kaum. Doch dann lernt sie eine interessante Frau kennen, mit der sie sich gut versteht.

Erst nach und nach merkt Maja, dass plötzlich Dinge geschehen, die sie nicht einordnen kann. Ein seltsamer Medizinstudent verfolgt sie, ein Baby mit Downsyndrom stirbt beinahe - und ihre neue Freundin scheint etwas mit ihr vorzuhaben ... Aber inzwischen könnte es schon zu spät sein ...

Zur Teilnahme an dieser spannenden Leserunde beantworte einfach folgende Frage: 

Maja flieht von München nach Worpswede. Was mögt ihr lieber? Deutschlands Norden oder Süden? Die Berge oder das Meer?

Unter allen Antworten verlose ich 10 E-Books. Die aktivste Teilnehmerin/der aktivste Teilnehmer in der Leserunde (bis zum 9.5.) bekommt ein signiertes Taschenbuch.
142 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Inge78vor einem Jahr
Vielen Dank noch mal an Alle für die Leserunde

Zusätzliche Informationen

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in 15 Bibliotheken

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von 1 Lesern gefolgt

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