Petra Hulová Manches wird geschehen

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Inhaltsangabe zu „Manches wird geschehen“ von Petra Hulová

Eine Liebe in New York Zwei Glücksritter in der Weltmetropole New York. Sie: eine junge tschechische Fotografin, er: Ramid, der vor 20 Jahren irgendwo im Nahen Osten nach Amerika aufgebrochen und in der Bronx gelandet ist. Als sie sich durch einen völlig unwahrscheinlichen Zufall auf einer Parkbank in Manhattan begegnen, hält er sie für die ihm von seiner Mutter geweissagte große Liebe. Es beginnt ein gemeinsames Leben inmitten der großstädtischen Wildnis, ein Liebesreigen zwischen den Verpflichtungen der Herkunft und den Hoffnungen und Gefährdungen der flirrenden neuen Welt.

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  • Rezension zu "Manches wird geschehen" von Petra Hulová

    Manches wird geschehen

    Beagle

    21. May 2010 um 20:41

    „Ein außergewöhnliches Buch, ein Glücksfall junger tschechischer Literatur“ (ORF) steht auf der Rückseite unter dem Klappentext zu Petra Hulovás Roman „Manches wird geschehen“. Zwar bezieht sich dieses Zitat auf ihr Erstlingswerk „Kurzer Abriss meines Lebens in der mongolischen Steppe“, aber auch auf dieses Buch trifft es vollkommen zu. Und dabei spielt die Geschichte nicht einmal in Tschechien, sondern in New York. Am Anfang stehen Tereza und Ramid, zwei Eingewanderte. Ramid hatte Tereza eines Tages zufällig im Central Park angesprochen, woraufhin sie sich öfter trafen und es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen der Tschechin und dem dunkelhäutigen Mann, von dem wir im ganzen Buch nicht erfahren, woher er stammt. Aber dies ist gänzlich unwichtig. Wichtig sind die Geschichten, die sich die beiden über ihr Leben und das ihrer Familie erzählen. Wie sie hierher nach Amerika kamen, welche Träume und Hoffnungen sie im Gepäck hatten. Alles fing damit an, dass Ramid zu seinem Onkel Charil zog, den es schon vor vielen Jahren nach New York verschlagen hatte. Aber nicht auf direktem Wege. Zuvor war er mit zwei Franzosen vom Roten Kreuz, die in seinem Land Hilfe erbringen wollten, nach Frankreich gekommen, wo er sich dem Zirkus Les Mémoires anschloss, der ihn in die neue Welt brachte. Der Zirkus war in den ersten Wochen mehrmals ausverkauft, die Zuschauer waren nicht nur von Charils Zaubertricks begeistert, auch die exotischen Tiere und die Artisten wurden vergöttert. Doch dann gingen die Besucherzahlen mit einem Mal zurück und es folgte der Winter 1962, einer der kältesten seit der Aufzeichnung der Temperaturen, den nur wenige Artisten überlebten. Charil hatte sich zu dieser Zeit schon verabschiedet und die Tochter eines Händlers geheiratet, Ramids Tante Mary, mit der er drei Kinder haben sollte. Als Ramid zu den fünfen stieß, war er direkt aus seinem Land gekommen, in dem seine Mutter Sula sich mit den Problemen und Träumen fremder Frauen beschäftigt, man sagt ihr magische und hellseherische Kräfte nach. Sein Vater, von dem niemand weiß, woher er stammt, ist die meiste Zeit unterwegs um seine selbst geschnitzten Flöten zu verkaufen, somit blieb seine Mutter mit der Schwester allein zurück. Terezas Onkel Rudolf floh noch während der Zeit des Kommunismus aus der Tschechoslowakei. Mit ihm seine Verlobte Renate, die er schon bald an einen anderen in der neuen Welt verlieren wird. Mit Hilfe eines Pagen aus dem schäbigen Hotels, in dem sie nach ihrer Ankunft wohnen, bekommt Rudolf einen Job als Gärtner im Central Park, in dem auch ein ehemaliger Zirkusdirektor arbeitet. Aber schon bald hat Rudolf das Geld beisammen, um sich eine besser bezahlte Anstellung verschaffen zu können. Tereza hingegen kam wegen ihrer Bilder, ihrer Fotographien nach New York, um dort einen Verlag zu finden, der diese als Bildband publiziert. Bei ihrer Suche stößt sie schon am zweiten Tag auf eine Gruppe junger Künstler, bei denen sie sich einnistet. Und trotz ihrer Vorsätze, ihre Bilder von Rudolf abzuholen, geraten ihre Kunstwerke schon bald in Vergessenheit. Zu dieser Zeit hat Ramid eine wahre Odyssee hinter sich. Mit den beiden Söhnen von Chairl war er nach Chicago gefahren, da sich die beiden dort bei den Ausschreibungen eines Basketballvereins bewerben wollten. Doch für Ramid war nichts vorgesehen, somit zog er weiter, es verschlug ihn von einem Teil der USA in den anderen. Er lebte mal hier mal da und kannte bald fast das ganze Land. Petra Hulová erzählt nicht nur die Geschichten von Tereza und Ramid, bzw. ihren Verwandten, sondern sie lässt immer wieder Parallelen entstehen, wie etwa die, als Rudolf im Central Park auf den Zirkusdirektor trifft, mit dessen Zirkus Charil einst nach New York gekommen war. Das verleiht der Erzählung eine wahnsinnige Spannung, man könnte fast meinen, man würde einen Krimi ohne Leiche und Gewalt lesen. Und dabei geht es doch immer nur um die Hoffnungen und Träume, die die Menschen in das Land steckten, dabei aber oftmals kläglich scheiterten. Somit ist dieser Roman kein Buch, das man als harmonisch hinsichtlich der Schicksale betrachten darf, wohl aber seiner Sprache wegen. Es ist ein Entwicklungs- und Liebesroman zugleich, obwohl doch niemand die richtige Liebe zu finden scheint, so ist es die Liebe an das Leben.

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