Alte Feinde

von Petra Ivanov 
4,3 Sterne bei9 Bewertungen
Alte Feinde
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kassandra1010s avatar

Ich habe nunmehr den ersten und den achten Teil gelesen. Die Reihen zwei bis sieben stehen schon auf meinem Wunschzettel.

Jashrins avatar

Zäher Anfang, spannendes Ende, tolle Charaktere.

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Inhaltsangabe zu "Alte Feinde"

Im Haus des erschossenen Albert Gradwohl macht die Spurensicherung eine seltsame Entdeckung: Die abgefeuerte Patrone stammt aus einer Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Die Hinweise führen die Staatsanwältin Regina Flint in die USA. Dort ermittelt bereits Bruno Cavalli in einem Cherokee-Reservat in den Smoky Mountains. Er soll einen Killer stellen, der seine Opfer mit vergifteten Pfeilen tötet. Doch schon seit Monaten hat Cavalli kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Auf der Suche nach ihm stößt Regina Flint auf mysteriöse Hinweise, die sie tief in die Vergangenheit führen. Erst als sich ihre Ermittlungen kreuzen, finden die beiden wieder zueinander.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293005372
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:27.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    SusanDs avatar
    SusanDvor 9 Stunden
    Gelunge Verbindung zwischen Schweiz und USA

    In Zürich wird ein Mann erschossen aufgefunden - getroffen von einer Waffe aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Die Spuren führen die ermittelnde Staatsanwältin Regina Flint nach USA. Sie will hier auch nach ihrem verschwundenen Lebensgefährten Bruno Cavalli suchen, der anlässlich einer Fahndung nach einem Blasrohr-Mörder im Cheerokee-Umfeld dorthin reiste. Als der Verdacht auftaucht, dass alles grandios inszeniert ist, weiß Regina bald nicht mehr, wem sie überhaupt trauen kann....

    Petra Ivanov legt mit "Alte Feinde" ihren achten Fall um das Ermittlerpaar Flint/Cavalli vor, das sich auch für Einsteiger gut eignet. Die Hauptpersonen sind überaus spannend, gerade der Cheerokee-stämmige Cavalli, der noch stark mit den Traditionen seines Volkes vertraut ist und der Gegensatz zu der nüchternen Schweizerin Flint ergeben eine explosive Mischung.

    Die Autorin erzählt den Krimi in drei Zeit- und Ortssträngen; diese sind gut voneinander abgesetzt und verweben sich schließlich zu einem Ganzen.

    WÄhrend die GEschichte ein wenig zäh beginnt, kommt mit Reginas Abreise nach USA erhebliche Spannung auf, die sich bis zum Showdown grandios steigert und wirklich nervenaufreibend ist.
    Obwohl man natürlich beim Lesen miträtselt und viele Informationen aufgebaut werden, bleibt das eigentliche Tatmotiv sehr lange im Dunkeln und auch der Leser kann nicht entscheiden, wer Freund oder Feind ist. Letztlich wird eine schlüssige und nachvollziehbare Auflösung präsentiert, die nichts zu wünschen übrig lässt.

    Petra Ivanov beweist viel FAchwissen und hat gut recherchiert, so dass viele neue Aspekte zum Tragen kommen und man beim Lesen etliches lernen kann.

    Deutlich lässt sich erkennen, dass die Autorin Schweizerin ist; häufig fließen sprachliche und örtliche Besonderheiten in die Schilderungen ein. DAbei ist der Schreibstil sehr flüssig und qualitativ hochweritg unterhaltsam.

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der HAnd legen und kann eine deutliche Leseempfehlung abgeben!

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Ich habe nunmehr den ersten und den achten Teil gelesen. Die Reihen zwei bis sieben stehen schon auf meinem Wunschzettel.
    Ewige Rache

    Der achte Teil der Krimireihe um Regina Flint und Bruno Cavallo bringt den Leser in die Südstaaten der USA. Während Bruno Cavallo versucht, einen Killer, der sein Heimatreservat heimsucht und mit einem Blasrohr alte Bekannte von ihm tötet zu schnappen, versucht Regina in der Normalität klar zu kommen. Bruno scheint seit über drei Monaten vermisst.

     

    Doch dann steht ein neuer Mord auf der Ermittlungsliste Reginas. Ausgerechnet mit einem Revolver aus dem amerikanischen Bürgerkrieg wurde das Mordopfer erschossen. Ein Zufall?

     

    Der Tote hatte gute Kontakte in die USA und machte sich in diversen Foren unbeliebt, was Regina dazu bewegt, vor Ort in North Carolina zu ermitteln. Das alte Ermittlerteam wirkt ohne ihren Häuptling als Führer völlig verloren. Seitens der Polizei und dem FBI werden ihr Steine in den Weg gelegt. Sie beschließt,  alleine und auf eigene Faust zu Reisen. Ihr wird klar, dass sie scheinbar niemandem mehr trauen kann. Der von Cavalli vermutete Maulwurf zieht seine Strippen.

     

    Dieser spannende achte Teil der Flint & Cavalli Reihe zeigt deutlich die Problematik, die in den Südstaaten der USA immer noch vorherrscht. Das Bürgerkriegsdrama scheint immer noch unumwunden und Rassenhass, auch gegenüber den indigenen Völkern steht auf der Tagesordnung.

    Die Reservate hingegen haben sich mit der Neuzeit abgefunden, nutzen ihre Kontakte untereinander und verstehen die Macht von Freundschaft und Vertrauen, auch über Ländergrenzen hinaus.

     

    Interessant fand ich die Reise Reginas, die wir teilweise im Juli selbst erlebt haben. Die Smokey Mountains stellen mit ihrem dichten Wald, beeindruckenden Wäldern und der dort gelebten Tradition ein wunderbares Urlaubsziel dar. Ob das Essen im Plant, oder im klassischen Taco Bell, Petra Ivanov hat wirklich ein Händchen für die Szenerie. Die Einfahrt Cavallis in Cherokee kam mir vor wie ein Déjà-vu.

     

    Die Spannung in diesem Krimi führt bis zum Showdown auf der letzten Seite und macht es einem nicht leicht, danach nur noch den Epilog zu lesen. Rache verblendet die Menschen und Geld regiert immer noch die Welt.

     

    Ich habe nunmehr den ersten und den achten Teil gelesen. Die Reihen zwei bis sieben stehen schon auf meinem Wunschzettel.

     

    Ivanovs Krimis sind ein Muss für jeden Krimifan!

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    Jashrins avatar
    Jashrinvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Zäher Anfang, spannendes Ende, tolle Charaktere.
    Zäher Anfang, spannendes Ende

    Ein alter Revolver aus Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Army No. 2, beendet das Leben von Albert Gradwohl. Der Tatort wirkt inszeniert, die Ermittlungen treten auf der Stelle und die einzige Spur scheint eine Verbindung der Tatwaffe in die USA zu sein – genau dorthin, wo Bruno Cavalli seit Monaten verdeckt ermittelt. Zumindest sollte er das, allerdings hat Staatsanwältin Regina Flint schon seit geraumer Zeit nichts mehr von ihm gehört.

    „Alte Feinde“ ist inzwischen der achte Fall für das Ermittlerduo Flint/ Cavalli. Auch wenn sich die Krimis prinzipiell unabhängig voneinander lesen lassen, bin ich doch froh, zuerst den ersten Fall der beiden gelesen zu haben, denn so waren mir einige Charaktere und vor allem auch die Beziehung zwischen Flint und Cavalli bereits bekannt. Ich vermute, dass mir der Einstieg schwerer gefallen wäre, hätte ich die Charaktere nicht bereits einordnen können.

    Da Bruno Cavalli und Regina Flint erst einmal getrennt voneinander auf verschiedenen Kontinenten ermitteln und es zudem immer wieder Rückblenden in die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs gibt, gibt es mehrere Handlungsstränge, die mehr oder weniger schnell zusammenlaufen. Die Rückblenden bringen uns Lesern nicht nur die Schrecken des Krieges näher, sie beleuchten vor allem die Reise des Revolvers, der durch viele Hände ging, bevor er in Zürich zur Tatwaffe wurde. Die Idee des alten Revolvers als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist gut umgesetzt. Ich persönlich finde den amerikanischen Bürgerkrieg zwar nicht allzu interessant, so dass diese Passagen für mich auch hätten kürzer sein dürfen, allerdings haben sie mich genügend neugierig gemacht, um zumindest etwas über Henry (Heinrich) Wirz nachzulesen, der immer wieder eine Rolle spielt.

    Der Fall ist natürlich gänzlich anders als derjenige, den ich bereits kenne, dennoch gibt es für mich einige Gemeinsamkeiten zwischen den Büchern. Wie schon im ersten Fall, muss ich auch hier sagen, dass der Krimi nur schleppend in Gang kommt und ich das erste Drittel etwas zäh fand. Danach wurde es mit jeder Seite spannender. Die Ausarbeitung der Charaktere ist - ebenfalls wie im ersten Fall - sehr detailliert und gefällt mir wirklich gut. Selbst von Charakteren, die nur kurz auftraten, hatte ich schnell ein facettenreiches Bild vor Augen.

    Mit dem Ende, also tatsächlich nur mit den letzten 12 Seiten, hadere ich ein bisschen. Ohne Frage sind sie spannend, allerdings passt für mich das Verhalten eines der Protagonisten so gar nicht zu seiner sonst zu umsichtigen Art. Vielleicht ist es kleinlich, aber mich hat es tatsächlich sehr gestört.

    Trotz der Kritik vergebe ich gerne 4 Sterne, denn neben den bereits erwähnten großartig gezeichneten Charakteren, gefällt es mir sehr, dass die Autorin ohne unnötig grausame Szenen auskommt und ihre gute und gründliche Recherche merkt man beinahe jeder Seite an. Wer also gerne mal zu einem ruhigeren Krimi greift und womöglich sogar Interesse an amerikanischer Geschichte hat, der macht mit „Alte Feinde“ sicherlich nichts falsch.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 20 Tagen
    Gute Geschichte und verzwickte Ermittlungen

    Ich kannte die Autorin vor diesem Buch nicht und auch die Serie um den Ermittler Bruno Cavalli und die Anwältin Regina Flint waren mir nicht bekannt. Das Buch ist der aktuellste Fall und meines Wissens nach der achte Fall. Man kann ihn ohne Vorwissen lesen, aber ich fand den Start dadurch etwas schwierig.

    Ich habe ein paar Seiten mehr benötigt, um in die Geschichte hineinzukommen. Zudem wurden Themen angesprochen (auch recht ausführlich), die mich sonst nicht so stark interessieren. Also habe ich mich durch das erste Drittel gekämpft und wurde danach mit einer wirklich gelungenen Geschichte belohnt. 

     Die Autorin wechselt immer wieder zwischen drei Handlungsorten und zwei Jahrhunderten hin und her, was dem Folgen der Geschichte etwas erschwert. Man lernt einiges über den amerikanischen Bürgerkrieg und der noch heute vorhandenen Verehrung der Kriegshelden. Das Nachspielen der Schlachtszenen und die Aufrechterhaltung der Rituale fand ich schon etwas befremdlich, aber man weiß durch andere Geschichten und Berichte, dass die Amerikaner oft ihren Patriotismus ausleben. 

    Die Charaktere sind sehr verschieden, aber interessant und vielschichtig. Das Bild im Kopf hat sich (bei mir) nur langsam entwickelt (hier wären Vorkenntnisse vielleicht doch besser gewesen). Dafür haben mir die Charaktere gut gefallen. Die Geschichte ist etwas verworren und die Autorin holt sehr weit aus, aber dank der vielen historischen Einschübe konnte man die Emotionen und die Reaktionen auf bestimmte Handlungen besser verstehen. 

    Für mich wurde die Geschichte mit jeder Seite spannender und interessanter. Der gute Schreibstil hat mir, gerade am Anfang, geholfen dranzubleiben, so dass ich nun doch noch den ersten Band lesen werde, um die Geschichte rund um Flint & Cavalli besser zu verstehen.

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    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Fall in Zürich führt Regina Flint in die Staaten ... und zurück zu Bruno Cavalli
    Die langen Schatten der Vergangenheit

    Zürich im Sommer. Die Sonne brennt erbarmungslos auf die Züricher und die Besucher der Stadt herab. Ein wenig Abkühlung verspricht der See. Nur Staatsanwältin Regina Flint kann den endorphinausschüttenden Sonnenstrahlen nichts abgewinnen. Sie muss arbeiten. Albert Gradwohl, 71 Jahre alt ist tot. Erschossen. Mit einer Waffe, die mehr als doppelt so alt ist wie das Opfer. Als Waffennarr war Albert Gradewohl nichts bekannt. Im Gegenteil. Immer freundlich, jedem Streit aus dem Weg gehend. Der ideale Nachbar. Zwar hatte er eine Affäre, aber warum moralisieren im Angesicht des Todes? 
    Die Waffe allerdings bringt Regina Flint auf eine Spur, die sie weder erwartet noch selbst je beschritten hätte. Sie führt sie in die USA. Südstaaten. Und in eine Cherokee-Reservat. Dort ist auch Bruno Cavalli. In einer Nacht-Und-Nebel-Aktion ist er vor Monaten dorthin aufgebrochen. Ohne Gruß, ohne Erklärung. Sie ist einiges von ihm gewöhnt, doch das …
    Cavalli sitzteinige Zeit zuvor in einem Diner irgendwo in North Carolina. Emma Longhorn ist bei ihm. Sie soll nach seinen Vermutungen das nächste Opfer des Indian Killers sein. Der hat schon einige Menschen ins Jenseits befördert. Das Treffen im Diner ist kein Zufall. FBI-Agenten sind gut getarnt in der Umgebung. Die nervöse Emma kann das in keiner Weise beruhigen. Dann ein Zischen. Geistesgegenwärtig zieht Cavalli Emma aus dem Schussfeld. Der Giftpfeil verfehlt sein Ziel. Die Falle hat nicht zugeschnappt. Doch Cavalli ist sich nun ganz sicher, dass es einen Maulwurf bei den ermittelnden Behörden geben muss. 
    In Zürich verdichtet sich im Fall Gradewohl alles auf die USA. Eine Dienstreise ist unumgänglich. Regina Flint reist allein. Auch um Bruno wiederzusehen. Der Vater ihres Kindes kann sich nicht ewig verstecken. Und die Neugier herauszufinden, was Cavalli Tausende von Kilometern entfernt so treibt ist eine gute Triebfeder. Und ihre Spürnase ist immer noch unschlagbar, fast wie die von Cavalli. 
    Überraschung in den Weiten North Carolinas. Zwei Menschen stehen sich gegenüber, fallen sich in die Arme und alles, was war, ist vergessen. So kitschig wie es sich anhört, ist es nicht. Doch Flint und Cavalli sind wieder ein Ermittlerpaar. Und so verwundert es nicht, dass sich beide zeitgleich dieselbe Frage stellen. Warum wurde Cavalli angefragt in den USA nach dem Indian Killer zu suchen? Welche Verbindung gibt es zwischen ihnen?
    Petra Ivanov setzt einen ungewöhnlichen Einstieg in ihre Geschichte. Ein alter Mann wird in Zürich mit einer Bürgerkriegswaffe (Nord gegen Süd) ermordet. In Rückblenden wird die Geschichte der Army No.2 so detailreich erzählt, dass man darüber hinaus fast den eigentlichen Fall vergisst. Ist man wieder drin im Fall, kommen (todes-)engelsgleich immer mehr Hintermänner aus ihrer Deckung. Wer Spannung sucht, ist bei Petra Ivanov in den besten Händen für Schweißausbrüche und zielführende Gedankenspiele. Ihre Recherchen sind nicht nur Mittel zum Zweck, sie sind ein tiefer Einblick wie Polizeiarbeit und Schreibwut im besten Wortsinne Hand in Hand gehen. 

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor einem Monat
    Kurzmeinung: Hervorragend recherchiert und fesselnd erzählt und auch für Einsteiger keine Verständnisprobleme
    Der Revolver

    Der Kriminalroman "Alte Feinde" ist der 8. Fall für Regina Flint und Bruno Cavalli. Die Buchreihe erscheint im Unionsverlag.

    Die Spurensicherung findet im Haus des erschossenen Albert Gradwohl eine Patrone der Tatwaffe. Man kann sie einer alten Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs aus dem 19. Jahrhunderts zuordnen. Regina Flint macht sich auf die Suche und reist in die USA. Dort ermittelt bereits Bruno Cavalli in einem Cherokee-Reservat in den Smoky Mountains. Er sucht einen Täter, der vergiftete Pfeile als Tatwaffe einsetzt. Regina hat seit Monaten nichts mehr von Cavalli gehört, doch ihre Ermittlungen führen nicht nur in die Vergangenheit, genauer in die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, sie führen auch zu Cavalli.

    Gleich vorab: Dieser 8. Band lässt sich auch ohne vorherige Kenntnis der anderen Bände lesen.

    Im Mittelpunkt dieser Krimireihe stehen die Zürcher Staatsanwältin Regina Flint und der Kriminalpolizist Bruno Cavalli, der US-indianische Wurzeln hat. Beide hatten bereits eine gemeinsame Beziehung hinter sich, sie zerbrach an ihren unterschiedlichen Charakteren und weil Cavalli auch anderen Frauen nicht abgeneigt war.

    Regina lebt mit ihrer kleinen Tochter und ihrem neuen Lebensgefährten, Cavalli ist zur Zeit in Amerika untergetaucht und untersucht eine Mordserie in einem Cherokee Reservat.


    In diesem Band gibt es mehrere Handlungsstränge und einige Handlungsorte. Für mich war besonders die Reise in die Vergangenheit sehr interessant, denn sie gibt detailliert Aufschluß über den amerikanischen Bürgerkrieg und die Kriegsgräuel der damaligen Kämpfe.

    Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird durch die alte Kriegswaffe hergestellt, die auch beim Tod von Albert Gradwohl in der Schweiz eingesetzt wurde. Dieser Revolver wanderte von Besitzer zu Besitzer und zeigt die schaurigen Kriegsgemetzel und das Elend in den erbärmlichen Gefangenenlagern der Südstaaten Amerikas. Der zuständige Lagerkommandant war der Schweizer Henry Wirz, der später unter Lincoln wegen Kriegsverbrechen angeklagt und zum Tode verurteilt wurde. Dieses Urteil ist umstritten, es sollte auf jeden Fall ein Exempel statuiert werden.

    Petra Ivanov ist es trotz der Zeitsprünge und vielen Schauplatzwechsel geschickt gelungen, die verschiedenen Fäden der Handlung zu einem kompletten Bild zu verknüpfen, sodass man alles als ein großes Ganzes sehen kann und die Hintergründe versteht. Die amerikanischen Handlungsorte wechselten sehr häufig und ich konnte sie nicht immer genau zuordnen. Doch das ist mein einziger Kritikpunkt an dem Buch. Eine geografische Karte wäre hier von Vorteil gewesen.


    Man kommt in diesem Buch auch Regina Flint und Bruno Cavalli persönlich näher. Cavalli besucht seine alte Heimat und dank ihm wandert man durch die urwüchsige Gegend der Smoky Mountains, erfährt wie er aufgewachsen ist und wie ihn seine indianischen Wurzeln geprägt haben.

    Ihre Zusammenarbeit bringt beide an ihre Grenzen, ihre Gefühle füreinander erwachen wieder und man darf auf den nächsten Band sehr gespannt sein. Vielleicht passen sie ja trotz ihrer Gegensätze doch perfekt zueinander.


    Die Autorin schreibt flüssig, sehr detailliert und bildhaft beschreibend und treibt die Handlung fesselnd voran. Dabei gibt es zwar Schusswechsel und Übergriffe, von blutigen Szenen wird man aber weitgehend verschont. Da berühren die unhygienischen und miserablen Zustände in den Gefangenenlagern schon viel mehr. Unter welch schlimmen Umständen die Menschen dort vor sich hinvegetierten, lässt sich nicht ohne Schaudern vorstellen. Diesem Krimi merkt man eine hervorragende Recherchearbeit an und der historische Hintergrund macht dabei den entscheidenden Punkt aus, dass man hier die zeitliche Verknüpfung gespannt verfolgt.


    Der 8. Fall dieser Reihe ist ein einzigartiger und historisch interessanter Krimi. Wer intelligent aufgezogene Krimis mag, sich für amerikanische Geschichte interessiert, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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    thenights avatar
    thenightvor einem Monat
    Alte Feinde

    Inhalt: Nach einem Mord mit einer Waffe aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, reist die Schweizer Staatsanwältin Regina Flint in die USA, um dort Hinweisen nachzugehen. Gleichzeitig hofft sie, näheres zum Verbleib Bruno Cavallis zu erfahren, der  in einem Cherokee Reservat in einer Mordserie, ermittelt und untergetaucht zu sein scheint.

    Meine Meinung:
    Zunächst einmal:Alte Feinde ist der 8. Band einer Reihe um Bruno Cavalli und Regina Flint. Normalerweise würde ich jedem raten mit dem 1. Band zu beginnen, aber das ist hier  wirklich nicht nötig, die Autorin Petra Ivanov hat es tatsächlich geschafft, alle notwendigen Informationen in die aktuelle Geschichte einzustreuen die der Leser braucht um sich zurechtzufinden und um eine ausreichende Vorstellung der Charaktere zu bekommen.
     Petra Ivanov hat die einzelnen Taten geschickt miteinander verbunden, so das weder die Ermittler noch die Leser direkt auf die Zusammenhänge aufmerksam wurden, nach und verbinden sich die einzelnen Fäden zu einem stimmigen Gesamtbild, hier passt wieder das Bild des gern bemühten Puzzle, das mit jedem Puzzleteilchen mehr von seinem Geheimnis preisgibt.
    Sehr interessant waren die Rückblicke, die von der Mordwaffe erzählten, wie sie während des amerikanischen Bürgerkriegs in die Hände der verschieden Menschen gelangte und die gleichzeitig vom Schrecken des Krieges und den grauenhaften Zuständen in den Gefangenenlager erzählen. Durch das Buch hatte ich einen Anreiz bekommen mich etwas näher mit dem Bürgerkrieg zu befassen und erfahren das die Rolle des Henry Wirtz, der als Kriegsverbrecher hingerichtet wurde noch immer kontrovers diskutiert wird.
    Die Hauptprotagonisten Regina Flint und Bruno Cavalli, lernt man auch in dem 8. Band der Reihe gut genug kennen um sich ein Bild machen zu können, besonders Cavalli, der in dem Reservat in dem er den Indian-Killer stellen soll, aufwuchs ist sehr bildhaft beschrieben, naturverbunden und zerrissen zwischen dem Wunsch in der Wildnis der Smoky Mountains zu leben oder bei seiner schweizer Familie bestehend aus Regina und seinen Kindern Chris und Lily. Ich vermute mal das diese innere Zerissenheit in den Vorgängerbänden noch mehr zum tragen kommt.
    Petra Ivanov verzichtet auf unnötige Gewalt, es gibt keine grauenhaften, blutigen Tatortbeschreibungen, die dem Leser den Magen umdrehen, sie bleibt recht nah an der Realität die zwar grausam und brutal ist, aber sicher viel weniger ekelerregend als ein großer Teil der Krimis und Thriller heutzutage vermuten lässt.
    Ich vergebe für Alte Feinde, eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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    stzemps avatar
    stzempvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Höchste Spannung bis zur letzten Seite. Absolut packend!
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    elisakavor einem Monat

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Petra_Ivanovs avatar

    Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

    gemeinsam mit euch möchte ich meinen neuen Krimi "Alte Feinde" lesen und freue mich auf einen regen Austausch. Dafür verlose ich 15 Printexemplare und bin gespannt auf eure Eindrücke!

    Worum geht es in "Alte Feinde?
    Im Haus des erschossenen Albert Gradwohl macht die Spurensicherung eine seltsame Entdeckung: Die abgefeuerte Patrone stammt aus einer Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Die Hinweise führen die Staatsanwältin Regina Flint in die USA. Dort ermittelt bereits Bruno Cavalli in einem Cherokee-Reservat in den Smoky Mountains. Er soll einen Killer stellen, der seine Opfer mit vergifteten Pfeilen tötet. Doch schon seit Monaten hat Cavalli kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Auf der Suche nach ihm stößt Regina Flint auf mysteriöse Hinweise, die sie tief in die Vergangenheit führen. Erst als sich ihre Ermittlungen kreuzen, finden die beiden wieder zueinander.

    Als Bewerbung möchten ich gerne von euch wissen, was euch an dem Buch am meisten interessiert.


    Liebe Grüße und viel Spaß, 
    Petra Ivanov
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