Lipödem - lieben leben weinen

von Petra Jahrend 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Lipödem - lieben leben weinen
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Für Betroffene ein Buch, in dem sie sich wiederfinden. Für Nichtbetroffene ein Buch, dass sehr gut das Leben mit Lipödem beschreibt.

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Inhaltsangabe zu "Lipödem - lieben leben weinen"

Auf den ersten Blick ist es klar:
Sie essen zu viel!
Nehmen Sie ab, treiben Sie Sport!
Ihr gesamtes Leben muss sich Petra die Sätze von Ärzten und Mitmenschen unfreiwillig anhören.
Doch so einfach ist es für eine Frau mit Lipödem nicht. Frauen mit Lipödem werden verachtet, gedemütigt und beleidigt für eine Krankheit, von der kaum eine Person weiß.

Dies will Petra Jahrend nun ändern, indem sie in ihrem Buch Lipödem - lieben leben weinen, ihre bisher 40 Jahre Leiden für die Welt offenbart. Die Autorin erklärt auf eindrucksvolle Weise, wie sich die Schmerzen von Lipödem anfühlen, wie sie den Umgang mit der Diskriminierung erlernt hat. Und wie sie trotz ihrer Einschränkungen positiv durch ihr Leben geht.

In diesem Buch informieren Therapeuten und Ärzte über das Lipödem und mögliche Behandlungsmethoden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746057040
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:172 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:12.03.2018

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Für Betroffene ein Buch, in dem sie sich wiederfinden. Für Nichtbetroffene ein Buch, dass sehr gut das Leben mit Lipödem beschreibt.
    Lipödem - lieben leben weinen

    Diese Rezension wede ich nicht in "Die Story" und "Meine Meinung" unterteilen, da es sich zum Einen um eine Art Lebensgeschichte handelt und ich mich so oft wiedergefunden habe, dass es mir schwerfällt, dass bis zum Ende zusammenzufassen.

    Petra Jahrend beschreibt in ihrem Buch, wie sie schon als Kind mit den ersten Erscheinungen des Lipödem zu kämpfen hatte, Die Beine sind dicker als bei den Mitschülerinnen. Sie fühlen sich schwer an und sie hat Schmerzen. Man wird als "die Dicke" abgestempelt und von Ärzten bekommt man nur zu hören, dass man zu dick ist. Sport und Diäten reichen aus.
    Und so entwickelt sich nicht nur eine Ernährungsstörung, sondern es tut sich an dem Umfang der Beine nichts. Überall nimmt man ab, nur an den Beinen nicht.

    Erst nach Jahren des Quälens erhält Petra die richtige Diagnose: Lipödem. Eine Krankheit, die nichtheilbar ist, von der man immer noch nicht weiß, was die Ursache ist. Nur, dass sie vererbbar ist.

    Petra Jahrend schildert eindrucksvoll ihren Kampf gegen die Krankheit, gegen die Krankenkasse wegen der Kostenübernahme für eine OP, für mehr Präsenz in den Medien, für mehr Verständnis in der Bevölkerung.

    Ich habe beim Lesen des Buches sehr oft geweint. Weil ich mich wiedergefunden habe. Weil ich die Situationen so sehr nachempfinden konnte. Weil es mehr Menschen gibt, denen es so gibt. Weil ich nicht alleine bin.
    Ich hatte Glück, dass ich als Kind noch keine Auswirkungen der Krankheit hatte. Bei mir ging es erst Anfang der 20er los. Ich habs auf das Essen geschoben. Habe Diäten gemacht und sie haben auch etwas gebracht, aber nur wenig an den Beinen.
    Erst als es mit den Schmerzen schlimmer wurde und ich extrem druckempfindlich an den Beinen war und die Beine übersät mit blauen Flecken waren, wusste ich, dass etwas nicht stimmt.
    Die Diagnose Lipödem war für mich ein Schock. Eine Welt ist in sich zusammengebrochen und ich hatte furchtbare Angst vor dem, wie schlimm es werden kann. Angst davor, schwanger zu werden.
    Auch heute, fast 8 Jahre nach der Diagnose, habe oft noch große Sorge vor meiner gesundheitlichen Zukunft. Ich habe die Krankheit, nach der Diagnose eine Zeit ignomiert und weitergemacht, wie bisher. Das war ein Fehler, rückblickend betrachtet.

    Petra hat mir in ihrem Buch gezeigt, dass Aufgeben keine Option ist.
    Unsere einzige Option ist kämpfen.
    Ich habe das Glück, dass das Lipödem bei mir noch nicht so weit fortgeschritten ist, wie bei Petra. Aber das kann sich z.B. durch eine Schwangerschaft ändern.
    Ich kann nur das Beste aus meinem Alltag machen und hoffen, dass ich weiterhin die derzeit gewährten medizinischen Behandlungen (Kompressionsbestrumpfung und manuelle Lymphdrainage) weiterhin bekomme. Ob ich mir jemals eine OP werde leisten können, steht in den Sternen.

    Ich danke dir Petra. Dass du den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt hast und die Krankheit publik machst. Das erfordert viel Mut und hat meine höchsten Respekt.
    Wir sind nicht alleine. Und wir kämpfen gemeinsam, dass die Diagnose als das anerkannt wird, was sie ist: eine Krankheit.

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    IzzyBelles avatar
    IzzyBellevor 9 Monaten

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