Petra Johann

 4,3 Sterne bei 704 Bewertungen
Autor*in von Die Frau vom Strand, Wem du traust und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Petra Johann, Jahrgang 1971, ist promovierte Mathematikerin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Forschung und in der Softwarebranche, bevor sie ihre wahre Berufung fand: Menschen umbringen – wenn auch nur auf dem Papier. Petra Johann ist im Ruhrgebiet aufgewachsen, mittlerweile lebt sie in Bayern.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Petra Johann

Cover des Buches Die Frau vom Strand (ISBN: 9783746639581)

Die Frau vom Strand

(174)
Erschienen am 14.03.2022
Cover des Buches Wem du traust (ISBN: 9783746642505)

Wem du traust

(151)
Erschienen am 08.12.2025
Cover des Buches Der Buchhändler (ISBN: 9783746640754)

Der Buchhändler

(100)
Erschienen am 15.10.2024
Cover des Buches Die Schwester (ISBN: 9783352009983)

Die Schwester

(47)
Erschienen am 17.05.2023
Cover des Buches Schatten der Schuld (ISBN: 9783734102035)

Schatten der Schuld

(44)
Erschienen am 16.11.2015
Cover des Buches Der Steg (ISBN: 9783352010101)

Der Steg

(41)
Erschienen am 17.09.2024
Cover des Buches Die Einsamkeit des Todes (ISBN: 9783734102042)

Die Einsamkeit des Todes

(33)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Die Entführung (ISBN: 9783734107047)

Die Entführung

(23)
Erschienen am 20.05.2019

Neue Rezensionen zu Petra Johann

Cover des Buches Die Frau vom Strand (ISBN: 9783746639581)
B

Rezension zu "Die Frau vom Strand" von Petra Johann

Buecherwurm76
Kein nervenaufreibender Thriller – dafür ein intelligenter Krimi mit Tiefgang

Der geheimnisvolle Prolog weckt zunächst Erwartungen an einen spannenden Psychothriller. Eine Frau blickt ihren letzten Augenblicken entgegen, während das Meer rauscht und eine rätselhafte Aussage über ein Leben für ein Leben im Raum steht. Doch schon bald schlägt die Geschichte einen anderen Weg ein. Aus dem vermeintlichen Thriller entwickelt sich nach und nach ein klassischer Krimi – und zwar ein verdammt guter.

Im Mittelpunkt steht Rebecca, die mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter Greta an der Ostsee lebt. Als sie am Strand die geheimnisvolle Julia kennenlernt, scheint zunächst alles harmlos. Doch Julia verschwindet plötzlich, Lügen kommen ans Licht und Rebecca gerät immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen und verdrängten Wahrheiten.

Besonders gut gefallen hat mir, wie Petra Johann ihre Geschichte aufbaut. Immer wieder streut sie kleine Hinweise ein, die das Bild von Lucy und Rebecca verändern. Aussagen von Eltern, Freunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern werfen nach und nach ein anderes Licht auf die vermeintlich heile Welt der beiden Frauen. Kaum glaubt man, einen Zusammenhang erkannt zu haben oder den Täter zu kennen, taucht das nächste Puzzleteil auf und zwingt einen zum Umdenken.

Dabei bleibt die Handlung unblutig. Die Spannung entsteht nicht durch Gewalt oder spektakuläre Action, sondern durch die vielen offenen Fragen. Wer sagt die Wahrheit? Wer verschweigt etwas? Und wie hängen die verschiedenen Ereignisse zusammen? Gerade dieses Miträtseln machte für mich einen großen Reiz des Romans aus.

Auch die Figuren konnten überzeugen. Petra Johann gelingt es, ihnen Tiefe zu verleihen, ohne dass sie die eigentliche Handlung ausbremsen. Besonders die Ermittlerin Edda Timm ist mir positiv aufgefallen. Sie wirkt authentisch, sympathisch und glaubwürdig. Ihre Eigenheiten machen sie menschlich, ohne sie künstlich in den Vordergrund zu drängen.

Die Auflösung fügt die meisten Puzzleteile schlüssig zusammen und beantwortet die offenen Fragen zufriedenstellend. Einige Aspekte der finalen Enthüllungen wirkten auf mich jedoch etwas weniger überzeugend als der ansonsten sehr sorgfältig konstruierte Fall.

Dennoch schmälert das den positiven Gesamteindruck nur wenig. „Die Frau vom Strand“ ist zwar kein nervenaufreibender Thriller, als der er anfangs erscheinen mag. Wer jedoch einen intelligent aufgebauten Krimi mit lebendigen Figuren, einer sympathischen Ermittlerin und einer bis zum Schluss schwer durchschaubaren Handlung sucht, wird hier bestens unterhalten.


Cover des Buches Der Buchhändler (ISBN: 9783746640754)
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Rezension zu "Der Buchhändler" von Petra Johann

Annis_Buecherregal
​Ich habe mir „Der Buchhändler“ von Petra Johann aus dem Bücherschrank geholt.

Vorweg: Der Schreibstil ist absolut genial, total flüssig zu lesen und die Charaktere sind super authentisch! Besonders die Ermittlerin Pia Maier fand ich mega cool. Sie will keine eigenen Kinder (da habe ich mich total wiedergefunden) und das Thema Mobbing war so echt beschrieben, dass ich mich richtig gut mit ihr identifizieren konnte. Ein echt starker Thriller – aber ab Seite 200 ging es mir emotional einfach zu sehr an die Nieren.

Meine ehrliche Meinung:

Ich habe schon geahnt, dass mit Erik etwas nicht stimmt. Als sich das Geheimnis lüftet, ist klar: Er hat eine pädophile Veranlagung. Aber man merkt auch, wie sehr er leidet und einfach nur „normal“ sein will. 

Ganz ehrlich: Da gehören verdammt noch mal Eier in der Hose dazu, sich so etwas selbst einzugestehen! Er kann für die falsche Verdrahtung im Gehirn nichts, hat sich aber entschieden, niemals ein Täter zu werden.

Was mich richtig wütend macht:

Viel verwerflicher fand ich in der Story den Lehrer Marco, der eine Affäre mit einer 16-jährigen Schülerin anfängt. Er nutzt seine Position schamlos aus, während auf Erik eine Hetzjagd gestartet wird. Bei der Selbstjustiz im Buch hat mein Bauchgefühl „Stopp“ gesagt. Das Buch wandert jetzt mit einer dicken Triggerwarnung zurück in den Bücherschrank. Es ist ein starker Thriller, aber man braucht Nerven aus Stahl. 🛡️✨

💬 Mich würde brennend interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht:

Habt ihr auch schon mal ein Buch abgebrochen, weil es einfach zu aufwühlend war?

Wenn ein Buch blutig oder brutal ist, macht mir das nichts aus. Aber bei solchen tiefen moralischen Fragen und psychischem Druck wird es für mich heftig. Wo ist eure Grenze? Lasst uns in den Kommentaren quatschen

Cover des Buches Wem du traust (ISBN: 9783746642505)
kurzundbuchs avatar

Rezension zu "Wem du traust" von Petra Johann

kurzundbuch
spannend erzählt, kommt ohne brutale Szenen aus

Petra Johanns Wem du traust hat mich richtig gut abgeholt. Ein Kriminalroman, der spannend erzählt ist, dabei aber nie reißerisch wird. Für mich waren das starke 4,5 Sterne.

Im Mittelpunkt steht die 15-jährige Sofia, die nachts verschwindet. Schnell steht die Befürchtung im Raum, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte – auch deshalb, weil Jahre zuvor am selben Ort bereits ein Mädchen ums Leben gekommen ist. Erzählt wird die Geschichte unter anderem aus der Ich-Perspektive von Eva, die mit Daniel verheiratet ist und emotional eng mit dem Fall verbunden ist. Gerade diese Perspektive sorgt dafür, dass man unmittelbar in die Sorgen, Ängste und Verdächtigungen hineingezogen wird. Ergänzt wird das Ganze durch die Ermittlungen der Kriminalkommissarin Heidi, die versucht, die vielen losen Fäden zusammenzuführen.

Was mir besonders gefallen hat: Der Roman bleibt glaubwürdig. Die Zahl der relevanten Figuren und Verdächtigen ist überschaubar, wodurch sich die Geschichte konzentriert und nachvollziehbar entwickelt. Gleichzeitig wirkt nichts konstruiert oder künstlich aufgeblasen. Die Ermittlungen erscheinen authentisch, die Figuren handeln nachvollziehbar und auch sprachlich hebt sich das Buch angenehm von vielen eher beliebigen Spannungsromanen ab.

Petra Johann erzählt ruhig, präzise und dabei trotzdem durchgehend fesselnd. Es geht weniger um spektakuläre Schockmomente, sondern vielmehr um Misstrauen, Beziehungen und die Frage, wem man eigentlich noch glauben kann. Genau das funktioniert hier sehr gut.


Gespräche aus der Community

Cover des Buches Die Schwester
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Saga_Egmont

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