Petra Kania Johanna, alles hat seine Zeit ...

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Inhaltsangabe zu „Johanna, alles hat seine Zeit ...“ von Petra Kania

Johanna, seit vielen Jahren mit Martin verheiratet, führt nach außen hin eine intakte Ehe. Deshalb trifft es sie völlig unerwartet, als sie eines Tages bei einem Besuch in einer Buchhandlung Vera begegnet und sich Gefühle in ihr regen, die sie bis dahin nicht kannte. Plötzlich wird Johannas ganzes bisheriges Leben infrage gestellt und sie verfällt in eine schwere Depression – sie kann ihre eigenen Gefühle einfach nicht einordnen. Noch nie hat sie sich zu einer Frau hingezogen gefühlt ... Bevor Johanna zu sich selbst und zu ihrer Liebe zu Vera stehen kann, muss sie einen harten und beschwerlichen Weg gehen. Der führt jedoch letztendlich zu der Erkenntnis, dass sie, Johanna, nicht auf der Welt ist, um zu sein, wie andere sie gerne hätten ... und sie erkennt, dass alles seine Zeit hat.

Die Geschichte einer Frau, die endlich tut, was richtig für sie ist.

— Leuchtturmwaerterin

Eine realistische Geschichte über Fremdbestimmung, leicht zu lesen trotz des schwierigen Themas

— Nayla

Ein wunderbar einfühlsam und feinfühlig geschriebenes Buch über den Zwang in einer Ehe und den Aufbruch in ein neues - ganz anderes Leben

— Angelika123

Eine emotionale Suche zum eigenen Ich - sollte man gelesen haben

— Hexchen123

Lebendig....einfühlsam... und absolut fesselnd

— Antika18

Eine schöne Liebesgeschichte, mit allen Höhen und Tiefen.

— rewareni

Eine Reise zu sich selbst !!!Sehr lesenswert !!!

— marpije

Sensibles Thema perfekt umgesetzt

— katikatharinenhof

Emotionale Geschichte

— Langeweile

Ein grandioses Buch über zwei Frauen, die nach enttäuschenden Ehen zueinander finden und bis dahin einen steinigen Weg gehen müssen.

— Tulpe29

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  • Eine Frau und ihr Weg in die Freiheit

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Leuchtturmwaerterin

    04. November 2016 um 22:07

    Inhalt:Johanna, seit vielen Jahren mit Martin verheiratet, führt nach außen hin eine intakte Ehe. Deshalb trifft es sie völlig unerwartet, als sie eines Tages bei einem Besuch in einer Buchhandlung Vera begegnet und sich Gefühle in ihr regen, die sie bis dahin nicht kannte.Plötzlich wird Johannas ganzes bisheriges Leben infrage gestellt und sie verfällt in eine schwere Depression – sie kann ihre eigenen Gefühle einfach nicht einordnen. Noch nie hat sie sich zu einer Frau hingezogen gefühlt ...Bevor Johanna zu sich selbst und zu ihrer Liebe zu Vera stehen kann, muss sie einen harten und beschwerlichen Weg gehen. Der führt jedoch letztendlich zu der Erkenntnis, dass sie, Johanna, nicht auf der Welt ist, um zu sein, wie andere sie gerne hätten ... und sie erkennt, dass alles seine Zeit hat.Autorin:Petra Kania wurde 1955 geboren und ist Diplom-Sozialpädagogin. Viele Jahre arbeitete sie als Lehrerin an einer Berufsschule für ErzieherInnen und KinderpflegerInnen.Ihre großen Leidenschaften sind neben dem Schreiben das Lesen, Malen und Harfespielen, mit dem sie nach einer schweren Krankheit begann.Heute ist sie Rentnerin und lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Cockerspaniel in Mönchengladbach.Meinung:Ich möchte mich als erstes bei der Autorin bedanken für dieses Leseexemplar. Ich war sehr gespannt auf dein Buch. Nun habe ich es gelesen und hier kommt meine Meinung dazu. Das Cover ist sehr schlicht gehalten und unterstreicht die Nachdenklichkeit, die hinter dem Buch steckt. Allerdings habe ich mir Johanna ganz anders vorgestellt, daher passt die Dame auf dem Cover für mich nicht ganz dazu, aber das macht ja nichts. Das ist ja bloß Geschmacksache. =)Jetzt zum Inhalt. Die Figuren waren sehr gut ausgearbeitet. Für mich war Vera mit ihren Freunden Bernd und Henning die perfekte "Wohlfühlperson". Sie hat mir zu Beginn beim Lesen immer wieder ein positives Gefühl gegeben. Johanna war mir leider von der ersten Seite an unsympathisch und das hat sich auch nicht mehr geändert bis zum Schluss. Ich fand ihre Person einfach nervig und viel zu naiv in allem, was sie getan hat. Mir ist teilweise wirklich Wut im Bauch gewachsen, wenn sie sich wieder mal total kindisch und unreif verhalten hat. Martin ist natürlich der Widerling, ihm würde ich daher kein anderes Gefühl entlocken, aber von der Figur Johanna hatte ich mir für mich Positiveres erhofft. Immer wenn die Passagen sich um sie und ihre Freunde Jürgen und Eva drehten oder auch um die schrecklichen Schwiegereltern und Eltern, dann hatte ich beim Lesen einen Kloß im Hals. Das Buch hat mich regelrecht runtergezogen. Aber dann kam Vera als Gegenpol und alles war wieder gut. Das Ende war etwas zu schnell, aber vollkommen okay. Dass es in dem Buch auch um homosexuelle Paare geht, habe ich persönlich nur als Nebensache gelesen. Denn für mich ist das so normal, als würde es um ein heterosexuelles Paar gehen. Für mich standen die Beziehungsprobleme der einzelnen eher im Vordergrund. Fazit:Ein durchaus unterhaltsames Buch, wenn man sich nicht zu sehr von Gefühlen leiten lässt. Für mich gibt es einen Stern Abzug, da ich mit Johanna keine wirklich positiven Momente hatte. Aber das ist wohl genauso Geschmacksache, wie die Frau auf dem Cover.

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  • Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere.

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    vicky_1990

    20. October 2016 um 17:16

    Ich bin mir nach wie vor nicht sicher ob mir das Buchcover gefällt oder nicht. Ich persönlich mag normalerweise keine Cover mit ‚richtigen‘ Menschen darauf, das wirkt auf mich immer etwas aufdringlich. Aber ich finde hier passt es aufgrund des weißen Buches mit der Frau in heller Kleidung und der roten Schrift ganz gut.Man kommt gut ins Buch rein. Gleich zu Anfang lernt man Johanna und ihren Mann kennen und erkennt recht schnell das sie sich in ihrer Beziehung und allgemein in ihrem Leben nicht wohl fühlt, und sich in der Vergangenheit immer mehr und mehr von ihrem Mann entfremdet hat. Sie sieht in all ihren Beziehungen, egal ob zum Mann oder den anderen Verwandten, nur mehr das schlechte und verfällt in eine Depression. Johannas Weg um zu sich selbst und zu ihrer Liebe zu Vera zu stehen und ihrer lieblosen Ehe mit Martin zu entfliehen ist hart und lang. Gefühlvoll und tiefgründig beschreibt Petra Kania Johannas Geschichte und deren Weg in ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes Leben.Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig. Man kann Johannas Gefühl- und Gedankenwelt einfach und gut nachvollziehen. Einzig dass es keine Kapitel gab hat gestört, ich bin eine solche Einteilung von anderen Büchern viel zu sehr gewohnt und das hat mir hier dann doch stark gefehlt. Weil ich mir dadurch etwas schwerer tat, trotz der interessanten Geschichte und ich das Buch nicht aus der Hand geben konnte bevor ich auf der letzten Seite war, muss ich leider einen Stern abziehen.Aja, und ich finde es irgendwie witzig dass die Geschichte dort spielt wo die Autorin lebt: Mönchengladbach. Das hat irgendwie etwas :-)

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  • Buchverlosung zu "Johanna, alles hat seine Zeit ..." von Petra Kania

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Achtsamkeit

    Ist es möglich, dass sich eine reife, verheiratete Frau plötzlich in eine andere Frau verliebt? Schafft es Johanna sich aus der Enge der Ehe zu befreien und sich gegen die Vorurteile gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe zu behaupten?  So zu sein wie sie ist und nicht so sein zu müssen wie andere sie gerne hätten. Das ist Johannas Ziel. Aber der Weg dorthin ist schwer.

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  • Authentische Geschichte über Fremdbestimmung und ein Coming-Out

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Nayla

    03. October 2016 um 17:23

    "Johanna, alles hat seine Zeit" von Petra Kania erschien im Juni 2016.Johanna, eine Frau Ende Vierzig steckt in einer unglücklichen Ehe mit Martin fest. Johanna lernte von klein auf zu gefallen und zu gehorchen. Ihre Mutter dominierte sie, tut es auch heute noch, nahm ihr jegliches Selbstbewußtsein bzw. verhinderte, dass sie überhaupt welches bekommen konnte. Sie sei zu dick, zu unordentlich, Lob gab es wohl so gut wie gar nicht.Später lernt Johanna Martin kennen, einen gutaussehenden, erfolgreichen Makler und heiratet ihn. Im Laufe der Ehe nimmt Martin die Rolle der Mutter ein, dominiert sie, behandelt sie wie ein kleines Kind, schreibt ihr alles vor und stellt sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit, auch vor anderen Leuten bloß. Johanna lebt nicht, sondern wird gelebt.Die Geschichte im Buch fängt an, indem Johanna in einer Buchhandlung die Verkäuferin Vera sieht und sich sofort von ihr angezogen fühlt. Sie versteht sich selber nicht mehr, noch nie hat sie solche Gefühle für eine Frau gehabt. Sie begreift, wie unglücklich und fremdbestimmt ihr Leben ist und fällt in eine tiefe Depression. Ihr ganzes Umfeld reagiert völlig unverständlich und mit Ablehnung darauf.Auch Vera, die geschieden ist, muss mit den neuen Gefühlen zu Johanna zurecht kommen. Aber ihr steht ein homosexuelles Paar zur Seite, Henning und Bernd, die sich als echte Freunde erweisen. Aus der Freundschaft der beiden Frauen entsteht schnell eine tiefe Beziehung und die Beiden müssen schließlich so einiges durchmachen.....die Rache des Ehemannes, rechtsradikale Anfeindungen und Ärger mit der Polizei sind einige Stationen.Trotzdem wirkt das Buch realistisch und nachvollziehbar. Geschrieben wurde in der Ich-Form von Johanna, aber auch in Vera kann man sich gut hinein versetzen. Der Schreibstil ist flüssig, ich konnte das Buch kaum weglegen. Es ist kaum zu glauben, wie intolerant die Welt auch heute noch ist, obwohl sich jeder so tolerant gibt. Aber eben nur, solange man selber nichts damit zu tun hat...und ich möchte nicht wissen, wieviel Menschen, vor allem Frauen ein selbstverleugnendes Leben führen, bzw. sich nicht trauen, auszubrechen. Vor allem bei der älteren Generation, die ja noch so erzogen wurde. Ein heikles Thema, gut umgesetzt, für mich sehr lesenswert, daher fünf Punkte!

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  • Eine super shöne Geschichte

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    vestiza

    25. September 2016 um 18:47

    KurzbeschreibungJohanna, seit vielen Jahren mit Martin verheiratet, führt nach außen hin eine intakte Ehe. Deshalb trifft es sie völlig unerwartet, als sie eines Tages bei einem Besuch in einer Buchhandlung Vera begegnet und sich Gefühle in ihr regen, die sie bis dahin nicht kannte.Plötzlich wird Johannas ganzes bisheriges Leben infrage gestellt und sie verfällt in eine schwere Depression – sie kann ihre eigenen Gefühle einfach nicht einordnen. Noch nie hat sie sich zu einer Frau hingezogen gefühlt.Bevor Johanna zu sich selbst und zu ihrer Liebe zu Vera stehen kann, muss sie einen harten und beschwerlichen Weg gehen. Der führt jedoch letztendlich zu der Erkenntnis, dass sie, Johanna, nicht auf der Welt ist, um zu sein, wie andere sie gerne hätten. und sie erkennt, dass alles seine Zeit hat.Eigene Meinung:Ehrlich gesagt war ich doch sehr überrascht über dieses Buch ,denn viele Punkte die man immer nur in der Welt hört wurden in diesem Buch beschrieben.Die Geschichte hat zwar ihre höhen und tiefen aber der Schreibstil finde ich persöhnlich sehr schön und kann einen immer wieder fesseln. Es zeigt wie man doch noch sein Leben ändern kann egal wie alt man ist .Ich bin war super zufrieden mit der Geschichte.

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  • Ein steiniger Weg

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Angelika123

    11. September 2016 um 11:11

    Johanna, verheiratet mit Martin, lebt eine Ehe, die anscheinend in Ordnung ist. Aber das erscheint nur nach außen so, weil sie einfach gut in ihre „Rolle“ hineingewachsen ist und diese sehr gut spielt. Sie lebt nicht ihr eigenes Leben, sondern „wird gelebt“ - und das in allen privaten Bereichen bis hin zur sexuellen Beziehung zu ihrem Mann. Als sie für eine Geburtstagsfeier ein Buch kauft, trifft sie auf Vera. Vera ist Verkäuferin im Buchladen und bringt alleine durch ihren Anblick und ihre Art Johannas Gefühlswelt komplett durcheinander. Es trifft sie wie ein „Schlag“ und sie weiß ihre Gefühle nicht einzuordnen. Ihre Gedanken sind besetzt von dieser Frau und aus einer Freundschaft erwachsen starke Gefühle. Zwischen beiden Frauen entwickelt sich eine tiefe Bindung. Johanna, überfordert von der ganzen Situation und dem was sie erlebt und erfühlt, fällt in eine tiefe Depression. Das Buch hat mich sehr berührt und auch schockiert. Schockiert war ich darüber, wie Menschen mit anderen umgehen und diese zu ihrem Zwecke missbrauchen - Martin benutzt seine Frau, um sein Leben zu leben und zu gestalten. Schon auf den ersten Seiten habe ich eine richtige Aversion ihm gegenüber entwickelt. Wie kann er es sich erlauben so geringschätzig und lieblos mit seiner Frau umzugehen. Wo er kann stellt er sie bloß und maßregelt sie. Nichts macht sie ihm Recht. Für alle scheint das in Ordnung zu sein - auch für die angeblichen Freunde – keiner schreitet ein oder sagt mal ´so geht das nicht`. Es sind in meinen Augen alles oberflächliche Menschen, die nicht verstehen worum es im Leben eigentlich geht. Als Johanna dann auf Vera trifft, erleben beide ein Gefühlschaos und der Weg, bis ihre Gefühle und Gedanken wieder in „normalen“ Bahnen verlaufen, ist steinig und schwer. Sie kämpfen mit Vorurteile und mit Anfeindungen und es zeigt sich in dieser Situation, wer wirklich Freund und wer Feind ist. Johannas „Gang durch die Hölle“ wird von der Autorin wunderbar einfühlsam und lebendig beschrieben. Ich konnte mich gut in Johanna hineinversetzen und habe regelrecht mit ihr gelitten und gekämpft und sie auf ihrem Weg begleitet. Aber auch die anderen Charaktere sind gut herausgearbeitet und „plastisch“ dargestellt, so dass alles sehr stimmig und real ist. Die gewählte Schreibweise in der „Ich“ -Form entspricht mir und gefällt mir gut. Das Buch zeigt einmal mehr, dass unsere Gesellschaft noch immer nicht liberal mit „Außenseiterthemen“ umzugehen weiß. Toleranz, Akzeptanz, Respekt, Wertschätzung und Nächstenliebe müssen wohl erst noch „gelernt“ werden. Es gibt viel zu wenig Literatur, die sich mit solch brisanten Themen beschäftigt, und leider ist das Thema für viele noch immer ein Tabu. Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es nur jedem ans Herz legen und uneingeschränkt weiter empfehlen.

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  • Eine Frau findet zu sich selbst

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Hexchen123

    07. September 2016 um 06:58

    Die Ehe von Johanna und Martin ist schon lange nicht mehr das, was sie vielleicht einmal war. Johanna ist nur noch eine Marionette und funktioniert so, wie andere es von ihr erwarten. Ihr Mann schreibt ihr alles vor, einen eigenen Willen hat Johanna schon lange nicht mehr. Auch im Bett lässt sie alles still über sich ergehen, von Leidenschaft spricht hier schon lange keiner mehr. Wen wundert es da, dass sich Johanna bei einem Einkauf in einer Buchhandlung plötzlich Hals über Kopf in die attraktive Verkäuferin Vera verliebt. Natürlich kann Johanna ihre Gefühle nicht einordnen, war sie doch noch nie in eine Frau verliebt. Dennoch geht ihr Vera nicht mehr aus dem Kopf und sie möchte unbedingt mit ihr befreundet sein. Aus dieser lockeren Freundschaft wird eine tiefe und innige Bindung und Johanna ist noch mehr verwirrt. Unfähig ihr Gefühlschaos in den Griff zu bekommen verfällt sie in eine schwere Depression.Obwohl ich schon einige Male mitbekommen habe, dass verheiratete Frauen sich plötzlich in das gleiche Geschlecht verlieben, ist mir dies in der Literaturwelt bisher nicht begegnet. Ich war sehr gespannt, wie Petra Kania dieses brisante Thema umsetzt. Es ist ihr auf jeden Fall sehr gut gelungen.Der Schreibstil von „Johanna, alles hat seine Zeit“ ist lebendig, gefühlvoll und durch den Perspektivenwechsel immerzu spannend. So erfährt man immer wie Johanna oder Vera mit der ganzen Situation umgehen. Auch für Vera ist es das erste Mal, dass sie sich auf eine Beziehung mit einer Frau einlässt. Sehr interessant ist auch, wie Freunde und Bekannte mit dem „Comming Out“ umgehen und welche Vorurteile und teils auch rechtsradikale Einstellungen es heutzutage immer noch gibt. Die Protagonisten sind allesamt sehr authentisch und ich konnte mich gut in jeden Einzelnen hinein versetzen.Es ist eine Suche nach dem Ich. Der Weg dortin kann steinig sein aber dennoch begehbar. Und auch wenn er etwas langsam zu gehen ist, alles hat seine Zeit.FazitEin wundervolles Buch welches man unbedingt gelesen haben sollte. Authentisch, gefühlvoll, emotional und spannend. Dieses Thema kann jeden von uns treffen, sei es persönlich oder auch im Bekanntenkreis. Das Alter spielt hier keine Rolle. Vielleicht hilft dieses Buch dann auch dem einen oder anderen diese Thematik besser zu verstehen und nicht vorschnell zu urteilen.

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  • Johanna - Alles hat seine Zeit

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Booky-72

    30. August 2016 um 09:24

    Was passiert, wenn eine schon etwas reifere Frau -verheiratet ganz normal mit einem Mann - die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist und einfach nur noch die Enge der Ehe spürt, aus der sie ausbrechen will? Und was passiert, wenn diese Frau eine andere Frau kennenlernt und, obwohl sie mit der gleichgeschlechtlichen Liebe nie was am Hut hatte, sich plötzlich zu ihr hingezogen fühlt? Sie kann endlich sein, wie sie gern sein möchte. Ihr Leben leben und ihre Gefühle zeigen, die wohl tief in ihr schlummerten und unterdrückt wurden und sie nun zu einem neuen Lebensglück führen. Der Schreibstil ist wirklich locker und führt den Leser wundervoll und emotional durch dieses heikle und immer wieder aktuelle Thema. Sehr zu empfehlen, natürlich besonders als Frauenlektüre. Ich gebe 4 Sterne, fühlte mich sehr gut unterhalten.

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  • Eine Frau findet zu sich selbst

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Antika18

    23. August 2016 um 11:32

    Zum Inhalt: Johanna ist knapp über 50 Jahre alt und seit etlichen Jahren mit Martin verheiratet. Als sie eines Tages in einer Buchhandlung Vera begegnet stürzen plötzlich Gefühle auf Johanna ein, die sie bis dahin nicht kannte und sie irritieren. Ihr ganzes bisheriges Leben wird in Frage gestellt und Johanna verfällt in eine tiefe Depression. Wird sie es schaffen sich daraus zu befreien und einen neuen Lebensweg einzugehen?....Meine Meinung:In einfühlsamer und trotzdem lebendiger Art und Weise wird hier der steinige Weg einer Frau wiedergegeben, die aus ihrem bisherigen Leben ausbricht und zu sich selbst findet. Ihre Ängste, der Fall in eine tiefe Depression und das langsame Wiederfinden der eigenen Selbstachtung sind dabei besonders gefühlsintensiv beschrieben. Die gleichgeschlechtliche Liebe wird genauso offen angesprochen wie das Unverständnis und die Abweisung der Freunde, die Unterdrückung und Vergewaltigung der Frau in der Ehe, die Liebe zwischen einem älteren Mann und einer ganz jungen Frau sowie in Ansätzen auch der Rechtsradikalismus. Bemerkenswert finde ich, dass die Autorin nicht nur Johanna auf ihrem Weg zu ihrem eigenen Ich beschreibt sondern auch die Auswirkungen ihrer Selbstfindung auf Johannas Mitmenschen. So erzählt auch Vera - für die die Liebe zu einer Frau - ebenso neu ist, wie diese damit umgeht und auch Johannas Ehemann kommt zu Wort, der sich in seinem Wertgefühl als Mann natürlich sehr erniedrigt fühlt. Fazit: Ein tolles Buch, dass man unbedingt lesen sollte!

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  • Eine neue Liebe

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    rewareni

    15. August 2016 um 13:16

    ,, Johanna, alles hat seine Zeit´´ ist eine berührende Lebens- und Liebesgeschichte von Petra Kania. Johanna ist Ende 40 und psychisch und physisch am Ende und fällt in eine schwere Depression. Ihr ganzes Leben wurde immer von anderen Menschen bestimmt. Für ihre Mutter war sie als Kind zu dick und nun als erwachsene Frau ist sie ihr zu unordentlich. Für ihren Mann Martin muss sie so funktionieren, wie er es will. Was er bestimmt, hat auch für sie richtig zu sein. Johanna leidet still vor sich hin bis sie die Buchhändlerin Vera kennen lernt und von einen Schlag auf den anderen erwachen in ihr bisher unbekannte Gefühle und sie beginnt ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen. Verbotene, aber schöne nie gekannte Gefühle keimen in Johanna auf und auch Vera ergeht es nicht anders. Und plötzlich muss Johanna vor ihrem Ehemann und Freunden ein Lügengerüst aufstellen, das langsam aber sicher einzustürzen droht. Unverständnis, Hass und Enttäuschung schlagen Johanna und Vera entgegen. Nur bei Bernd und Henning, ihre homosexuellen Freunde, können sie Hilfe und Verständnis erwarten. Ein langer, steiniger und auch gefährlicher Weg liegt vor den beiden Freundinnen. Gemeinsam wollen sie es schaffen ein neues Leben zu beginnen. Petra Kania hat einen sehr berührenden und tiefgründigen Roman geschrieben. Man erlebt eine Frau, die schon früh erfahren musste, wie sie zu denken und handeln hatte. Ein Mensch, dem jede Selbständigkeit und  jedes Selbstbewusstsein genommen wurde. Es gibt keine Gefühle, sondern nur Vernunft. Dass man aus diesem Teufelskreis schwer heraus kommt, hat die Autorin gut beschrieben. Nicht umsonst gibt es so wie in dem Roman immer mehr Menschen, die an Burn out und Depressionen leiden. Jeder Mensch hat das Recht so zu leben wie er gerne möchte und wie er auch ist. Johanna musste sich immer verbiegen um anderen zu gefallen, aber es waren nicht ihre Gefühle und Gedanken. In der Ich- Form geschrieben, kommen die Emotionen und Empfindungen von Johanna sehr intensiv zur Geltung. Man leidet mit ihr mit und man fühlt ihre Hilflosigkeit. Vorurteile und Doppelmoral in unserer Gesellschaft kommen in diesem Roman gut zur Geltung. Ein Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz von Anderssein.    

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  • Eine Reise zu sich selbst !!!Sehr lesenswert !!!

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    marpije

    10. August 2016 um 16:42

    Johanna ist verheiratet, kinderlos, arbeitet halbtags in der Schule und ist sehr unglücklich. Ihre Mann Martin ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und erwartet von ihr das sie immer " glänzt" bei seinem Freunden und beim geschäftlichen Essen , Johanna fühlt sich unwohl, sie sehnt sich nach Ruhe und Verständnis, ihre Unwohl ist noch größer wenn sie begegnet Vera , eine Verkäuferin im Buchhandlung, sie kennt diese Frau nicht trotzdem fühlt sich zu ihr hingezogen, sie sehnt sich nach ihr und eine zufälige Berühren sorgt beim Johanna für ein Gefühlsbad , sie will nicht mehr in ihre alte Schema .... Sehr schöne, ruhige Geschichte über suchen nach wahre ich , über Glück und Zufriedenheit. Die Schreibweise ist sehr leicht, flüssig und angenehm zu lesen, die Autorin beschreibt sehr genau die Gefühle welche toben in die zwei Frauen während die Entdeckung Reise. Die Passage über die Liebe und das gefunden Glück blühen hier wörtlich , aus kleinem Knospen werden wunderschöne prächtige Blumen. Die Atmosphäre ist melancholisch aber auch sehr harmonisch, die Situationen sind sehr bildhaft dargestellt, ich kann mich ganz genau der Alltag von Johann und Vera vorstellen. Mir hat sehr gut gefallen dass die Geschichte von die beiden erzählt ist , das Perspektivwechsel macht das noch interessanter und gibt mir die Möglichkeit die Gefühle und die Gedanken von die beiden Frauen mitbekommen. Die Personen hier sind sehr lebhaft und realistich, auch die alle Neben Personen haben hier sehr genaues Riss und Charakter. Das Buch zeigt dass in unserem Leben nie zu spät ist für Änderungen, wir müssen nur Mut haben und eine gute Prise Egoismus.

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  • Überraschend anders

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    katikatharinenhof

    06. August 2016 um 17:03

    Johanna ist im goldenen Käfig einer Hetero-Ehe gefangen und hadert mit sich selbst - und nur langsam gelingt es ihr, auch dank der Hilfe einiger weniger Freunde, sich von ihrem untreuen, cholerischen und unsympathischen Mann zu lösen .Dann macht sich Johanna auf, um ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen und betritt eine Buchhandlung...dort begegnet sie Vera, der Buchhändlerin. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, trauen sich aber nicht, ihre Gefühle zu zeigen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.Nach vielen Hindernissen gelingt es beiden doch noch, zueinander zu finden und glücklich zu werdenDieses Buch ist spannend, interessant und emotional zugleich- ein Mut-mach-Buch für alle Frauen, die ihr Coming out noch vor sich haben :-)

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  • Fesselnd

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Sabo07

    05. August 2016 um 16:55

    Die Geschichte von Johanna hat mich auf der ersten Seite gepackt und ich habe das Buch nur aus der Hand gelegt, wenn mir die Augen zugefallen sind.Dieses Buch erzählt von einer Frau, die in einer Ehe mit Martin gefangen ist, in der sie sich selbst aufgegeben hat. Sie bemerkt es nicht einmal. Erst als sie im einer Buchhandlung Vera trifft, in die sie sich auf den ersten Blick verliebt, stellt sie fest, dass in ihrem Leben einiges nicht in Ordnung ist. Und an diesem Punkt beginnt sie endlich an sich zu denken...ganz langsam. Martin ist sehr besitzergreifend, bis er Carmen kennen lernt.Das Buch ist sehr leicht zu lesen, obwohl es sehr emotional und das Thema sehr heikel ist. Man fiebert jede Sekunde mit. Das Buch hat ein Happy End, aber der Weg dorthin ist ein beschwerlicher und keiner, der über rosa Wolken tanzt. Der Schreibstil passt gut zur Thematik, er ist klar und flüssig ohne Schnörkel. Mir gefällt das sehr gut.Das einzige, was mir nicht so sehr gefallen hat, die Geschichte mit dem neuen Nachbarn. Diese hat irgendwie einen Bruch erlitten in dem Moment als Carmen die Geschichte betritt. Für mich wäre es stimmiger gewesen, wenn hier Martin noch mitgewirkt hätte, egal ob gegen oder für Johanna. So als Selbstläufer war es mir zu abgegrenzt.Alles in allem aber ein wunderschönes Buch, das ich ganz sicher ein zweites und drittes Mal lesen werde.

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  • Johannas neues Leben

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Langeweile

    04. August 2016 um 09:30

    Johanna ist in einer unglücklichen Ehe gefangen , hat sich aber mit ihrem Leben arrangiert. Da betritt sie eines Tages eine Buchhandlung, um ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Dort trifft sie auf die Buchhändlerin Vera und von da an ändert sich ihr ganzes Leben.Vom ersten Moment an fühlen die beiden Frauen sich zueinander hingezogen, trauen sich zunächst aber nicht diese Gefühle zuzulassen, es ist für Beide die erste gleichgeschlechtliche Erfahrung.Vera lebt nach einer gescheiterten Beziehung mit einem schwulen Freund in einer WG, während es für Johanna immer schwieriger wird , die geheimen Treffen zu tarnen. Nach vielen Hindernissen gelingt es den beiden Frauen jedoch ein neues Leben zu beginnen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen , die Geschichte ließ sich flüssig lesen, die einzelnen Personen wurden gut gezeichnet.Schade fand ich , dass zum Schluss noch einige kriminelle Aspekte in die Geschichte eingebaut wurden , wodurch sie dann etwas unglaubwürdig wurde.

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  • Coming Out

    Johanna, alles hat seine Zeit ...

    Tulpe29

    03. August 2016 um 13:10

    Die Geschichte ist sowohl interessant, spannend , fesselnd und emotional zugleich. Das Buch läßt einen nicht mehr los, bevor man nicht das Ende kennt. Die Protagonistin ist in einer unglücklichen Ehe wie gefangen, und nur langsam gelingt es ihr, auch dank der Hilfe einiger weniger Freunde, sich von ihrem untreuen, cholerischen und unsympathischen Mann zu lösen und sich zu ihrer neuen Liebe, einer schönen, rücksichtsvollen und warmherzigen Frau , zu bekennen. Dieser Wandel wird hier sehr eindrucksvoll beschrieben, die Charakteren wirken authentisch. Ein wirklich lesenswertes Buch, das sich auch mit dem Thema Toleranz in der heutigen Zeit auseinandersetzt.

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