Blutschmuck

von Petra Mattfeldt 
4,3 Sterne bei15 Bewertungen
Blutschmuck
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ChattysBuecherblogs avatar

Ein vielschichtiger Thriller über die Abgründe menschlicher Fantasie

carlindas avatar

super spannend

Alle 15 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Blutschmuck"

Die Kommissarin Sarah Bischoff lernt auf der Beerdigung ihrer Mutter Lisa Schönfeld kennen, die sich als eine Freundin aus Jugendtagen vorstellt. Nachdem Lisa eine Halskette an Sarah bemerkt, verschwindet sie sichtlich verstört von der Trauerfeier. Sarah Bischoff beginnt daraufhin mit ihrem Freund, dem Profiler Falko Cornelsen, hinter das Geheimnis des Schmuckstücks zu kommen und öffnet damit die Tür zu einem dunklen Kapitel, in dem auch ihre eigene Familie eine bedeutende Rolle zu spielen scheint.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839221433
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:05.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 4 Monaten
    Super Thriller

    Ein Mann schenkt seiner Frau eine Kette. Sie bekommt immer wieder Schmuck von ihm, den sie jedoch nie öffentlich tragen darf…
    Falko Cornelsen war nach Flensburg gezogen, und genauso Sarah, eine Kollegin, die in Flensburg ihre Mutter betreuen musste. Er hatte sich auf eine Liaison mit ihr eingelassen. Und nun wusste er nicht, wie er sie beenden sollte…
    Es geschah an der Beerdigung von Sarahs Mutter. Lisa Schönfeld, die Sarah von früher noch kannte, sah an ihrem Hals eine Kette und rannte schimpfend davon…
    Falko ließ diese Sache keine Ruhe und er erfuhr, was Lisa und ihrer Mutter vor 53 Jahren zugestoßen war…. Der Fall wurde nie aufgeklärt… Und es gab nur eine sehr dünne Akte…
    Doch Falko gab nicht auf, und er erfuhr von einem weiteren Überfall, ebenfalls auf Mutter und Tochter…
    Schließlich fand Falko etwas, das ihm half noch viele weitere Taten der Verbrecher zu aufzudecken…
    Leider waren die immer verhüllt erschienen, doch gab es einige Gemeinsamkeiten, die bei jedem Verbrechen auftraten…
    In den Zwischenkapiteln liest man von einem der Verbrecher, der diese Verbrechen immer rechtfertigt…
    Warum darf die Frau die Kette nicht öffentlich tragen? Geht es um Eitelkeit? Soll sie die Kette nicht zur Schau stellen? Warum wollte Falko die Liaison mit Sarah beenden? War er nach der Scheidung von seiner Frau Heike noch nicht bereit für eine neue Beziehung? Was geschah bei der Beerdigung? Warum war Lisa schimpfend davongelaufen? Was war ihr und ihrer Mutter vor 53 Jahren zugestoßen? Weshalb wurde der Fall nie aufgeklärt? Warum war die Akte so dünn? Was vielleicht schlampig gearbeitet worden? War der zweite Überfall, von dem Falko erfahren hatte, genauso abgelaufen wie der erste? Was fand Falko, das dazu führte, dass er von noch vielen weiteren gleichen Fällen erfuhr? Welche Gemeinsamkeiten gab es bei den Überfällen? Wie rechtfertigt der Verbrecher das, was er getan hat? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es gab keine Fragen nach dem Sinn von Wörtern oder gar ganzen Sätzen, denn der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert. Gleich am Anfang wurde es spannend. Der Mann aus dem Prolog war mir gleich unheimlich und nicht geheuer. Dann diese Sache am Friedhof und das Aufstöbern so vieler Fälle gleicher Art. Ich war auch schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Falko, der nach seiner Scheidung nicht gleich wieder eine feste Beziehung wollte, aber auch in Sarah die das eben anders sah. Dann der Schock für Sarah, als sie erfuhr, dass ihre Familie involviert war. Und die Suche nach Beweisen, die nur schwer zu finden waren, da diese Verbrechen schon viel zu lange unaufgeklärt liegen geblieben waren. Und ich bewunderte Falko, dass er nie aufgab, sondern die Schlampigkeit der Ermittlungen bei dem einen Verbrechen aufdeckte und den Schuldigen fand. Dieser Thriller von Petra Mattfeldt hat mich sehr gut unterhalten. Er war und blieb spannend bis zum Ende des Buches. Daher gibt es von mir eine Lese-/Kaufempfehlung sowie volle Bewertungszahl. 

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein vielschichtiger Thriller über die Abgründe menschlicher Fantasie
    Ein vielschichtiger Thriller über die Abgründe menschlicher Fantasie

    Schon nach den ersten Sätzen des Prolog wird klar, dass hinten den Buchdeckeln dieses Thrillers etwas besonderes schlummert. Erregung durch Schmuck? Pfarrer? Oh, na wenn das nicht neugierig macht? Mich hatten diese Sätze jedenfalls sofort animiert, unbedingt weiterlesen zu wollen.

    Im nunmehr dritten Band der Falko Cornelsen Reihe wirkt der Ermittler von Seite zu Seite immer sympathischer. Einfühlsam und klug, ja, so würde ich ihn beschreiben. Sarah wiederum hatte bei mir ein paar Punkte eingebüßt. Klar, sie trauert. Aber deshalb so lethargisch? Ich hatte hin und wieder das Gefühl, sie etwas anstupsen zu müssen. Hey du, aufwachen. Du möchtest ermitteln .... dann tu es auch. Gegen Falko kam sie regelrecht als stilles Mäuschen rüber. Eine Rolle, in der sie absolut austauschbar gewesen wäre. Schade eigentlich

    Auffällig waren auch die vielen Bibelstellen. Klar, sie haben zum Fall gepasst, aber musste es wirklich so viel sein. Ich muss gestehen, dass ich die meisten Bibeltexte überflogen habe, da sie für mich eher zäh waren und meinen Lesefluss ausgebremst haben.

    Sehr gelungen fand ich die Idee, das Verbrechen in der Vergangenheit geschehen zu lassen und die Aufklärungen und Ermittlungen heute. Klar konnten nicht alle zur Rechenschaft gezogen werden, da sie verstorben sind. Aber das Spiel zwischen der Vergangenheit und dem Heute hat mir sehr gut gefallen.

    Missbrauch als Thema zu wählen, war bestimmt nicht einfach. Aber PETRA MATTFELDT ist es absolut gelungen, dieses Thema erschreckend, aber auch auf- und erklärende einzubauen. Einzelne Passagen waren so bildhaft beschrieben, dass ich teilweise das Gefühl hatte, einen Film oder eine Reportage darüber zu sehen. Ein absolut erschreckendes Thema, das mich auch nach Ende des Buches noch beschäftigt.

    Abschließend möchte ich noch kurz ein paar Wortes zum Cover anmerken. Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch einzig und allein wegen des Covers in die Hand genommen habe. Dieser Bernstein ist schon ganz besonders und durch die Blutspritzer ist auch der Bezug zum Titel des Buches klar. Farblich perfekt in Szene gesetzt. Großes Lob an die Kreativabteilung des Verlages.

    Der Klappentext wurde hervorragend gewählt. Er verrät nicht zu viel und macht auf jeden Fall unheimlich neugierig.

    Fazit:

    Krimi- und Thrillerfans aufgepasst. Dieses Buch kann ich euch wärmstens empfehlen. Schon nach den ersten Seiten möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Spannungsbogen zieht sich über die kompletten 270 Seiten. Kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel lassen das Lesen zum Vergnügen werden.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor einem Jahr
    "Weiber sollen schweigen in den Versammlungen,

    denn es ist Ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterwürfig zu sein, wie auch das Gesetz sagt. " 1 Kor 14:34

    Sarah Bischoff muss Ihre Mutter zu Grabe tragen – und dabei kommt es zu einer seltsamen Begegnung. Lisa Schönfeld, wohl eine Freundin Ihrer Mutter aus Jugendtagen, kondoliert ihr – und erstarrt plötzlich. „Woher haben Sie das“ keucht Lisa entsetzt und meint damit eine Halskette, die Sarah trägt. Partner Profiler Falko Cornelsen ist ebenso erstaunt über die panische Reaktion von Lisa, bekommt aber zuerst nichts aus ihr heraus…

    Soweit die Kurzform der Beschreibung. Die Geschichte reicht dann weit in die Vergangenheit zurück und Falko und sein Team stossen nach und nach auf grauenhafte und entsetzliche Details von unheimlichen  Verbrechen.

    Falko Cornelsen als Ermittler hat mir sehr, sehr gut gefallen – allerdings mit der Einschränkung: als Partner möchte ich SO einen Mann (also so wie er als Figur hier dargestellt wird) nicht haben....

     Auch die Ermittlungen sind spannend – unaufgeregt und doch in den Rückschauen so dargestellt, dass es wirklich beängstigend ist und es hat mich manches Mal gefröstelt…..

    Die Geschichte steigert sich von Seite zu Seite und bleibt bis zum Ende fesselnd.

    Den Punkt Abzug gibt es für wirklich fast zehn Seiten Bibel-Texte. Also hier hätten meiner Meinung nach wirklich zwei Seiten vollauf gereicht. Auch der Leser, der nicht ganz so firm ist im Kombinieren, hätte dann begriffen, um was es geht….

    Ein solider Krimi – nicht Thriller – den ich empfehlen kann. 

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor einem Jahr
    Die Aufklärung lange vergangener Verbrechen

    Sie hatte gehofft, ihre Mutter würde sich nach ihrem Schlaganfall wieder erholen. Doch nun ist sie tot. Auf der Beerdigung lernt Kommissarin Sarah Bischoff eine Frau kennen, die sich als frühere Freundin ihrer Mutter vorstellt: Lisa Schönfeld. Als Lisa die Kette entdeckt, die Sarah trägt, rennt sie verstört davon. Lisas Freund und Arbeitskollege Kriminalhauptkommissar Falko Cornelsen lässt die Frau und vor allem ihre Reaktion keine Ruhe und er beginnt, die Herkunft der Kette zu recherchieren. Was er zusammen mit seinem Kollegen Stefan Krieger hier ausgräbt, lässt nicht nur den Beiden den Atem stocken.


    Vom 26.09.1962 bis zum 01.02.1968 bin ich in den Gedanken mehrerer Täter unterwegs, deren abstruse Ansichten auf die Welt unverheirateter oder geschiedener Frauen mit Töchtern nicht skurriler sein könnten. Ihr Weltbild wird geschürt von den Predigten eines ebenso gestörten Pfarrers, der sich dieser Männer annimmt und ihre Sucht nach Befehlen für seine perfiden sexuellen Zwecke nutzt. Beim Lesen hatte ich hier und da Gänsehaut. Vor allem auch, wenn ich mir vorstelle, dass es so etwas bestimmt geben kann. Die menschlichen Abgründe sind tief.

    Petra Mattfeldt hat mich schon auf den ersten Seiten tief in die Geschichte hinein gezogen. Es fällt schwer, das Buch hier und da aus der Hand zu legen. Ich wollte immer wissen, wie es zum einen in den 60er Jahren mit den schändlichen Taten weiter ging, aber auch die stete Annäherung der Kommissare an die Auflösung hat mich fasziniert. Vom 6. bis zum 29. Oktober 2015 bin ich in Norddeutschland unterwegs um zusammen mit Cornelsen und Krieger die Taten aufzuklären. Hier begegne ich auch immer wieder den Opfern aus der „alten Zeit“. Aber auch vor einigen Jahren hat es dererlei Verbrechen noch gegeben. Sehr interessant fand ich, wie unterschiedlich sich die Opfer verhalten, wenn sie über die Tat sprechen sollen.

    Ich bin immer noch gefesselt von der Geschichte und vor allem auch von Falko Cornelsen, der nicht aufgibt, sondern bis zur körperlichen Erschöpfung an Fällen recherchiert, die schon so lange zurück liegen und wo die allermeisten der Täter und der Opfer schon nicht mehr leben. Aber er schafft es, das verstörende Familiengeheimnis seiner Freundin Sarah bzw. ihres Großvaters aufzudecken.

    Die verstörende Aufklärung von Verbrechen, die jahrelang unentdeckt blieben bzw. vertuscht wurden und deren Folgen die Opfer heute noch spüren. Ein Thriller, der mir unter die Haut gegangen ist.

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    Natalie77s avatar
    Natalie77vor einem Jahr
    Mehr Krimi wie Thriller

    Inhalt:
    Sarah Bischoff trifft auf der Beerdigung ihrer Mutter auf deren Jugendfreundin Lisa Schönfeld. Sie unterhalten sich bis Lisa Schönfeld die Kette sieht die Sarah trägt, dann flüchtet sie sehr verstört. Die Neugier ist geweckt und Falko Cornelsen lässt diese Szene keine Ruhe. Er lüftet das Geheimnis der Kette und gerät an einen alten Fall, der mit Sarahs Familie zu tun hat.

    Meine Meinung:
    Blutschmuck ist das dritte Buch mit dem Ermittler Falko Cornelsen. Es ist als Thriller deklariert, doch als Thriller empfand ich es nicht.

    Dennoch fand ich es gut. Der alte Fall ist wirklich spannend und so erzählt als ob er gerade passieren würde. Das liegt daran das die Autorin immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit wechselt und man dort den Täter begleitet. Man erfährt mehr über seine Beweggründe und auch wie er die Taten begeht, doch immer nur so viel, dass nicht zu viel Preis gegeben wird. Cliffhanger sind hier an der Tagesordnung.
    Genau die machen das Buch zu einem wirklich spannenden Krimi, denn ein Thriller ist für mich doch etwas anders. Es gibt keinen Täter der gerade die Taten begeht diese liegen alle in der Vergangenheit.

    Falko Cornelsen kennt man schon, wenn man die Vorgänger gelesen hat. Das ist aber nicht zwingend erforderlich da der Fokus wirklich auf dem Fall liegt und weniger im Privaten. Neben ihm ist sein Kollege Stefan mit am Ermitteln und natürlich hat auch Sarah Bischoff ihre Parts, doch diese sind eher gering. Die Nebenfiguren sind zwar zahlreich in den Namen, doch wurden nicht alle näher beleuchtet, so dass man sich die meisten Namen gar nicht erst merken musste.

    Der Plot an sich ist sehr interessant gestaltet. Das einzige was mich ein wenig störte sind die Bibelverse die zeitweise etwas überhand nahmen. Hier und da eingestreut verdeutlichten sie was den Täter antreibt, doch dann nochmal zusammen gefasst auf mehreren Seiten, nur weil Cornelsen sie durch geht, fand ich sie einfach überflüssig.

    Insgesamt bekommt der Leser hier einen spannenden Krimi über einen fesselnden Fall, der auch seine grausamen Seiten hat.

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    unclethoms avatar
    unclethomvor einem Jahr
    Großartig...

    Im neuen Fall für Falko Cornelsen geht es diesmal um das Thema Missbrauch. Wie gewohnt beschreibt die Autorin die Taten nur so Detailliert wie es unbedingt notwendig ist um die Story zu verstehen, so dass die eigne Phantasie das meiste grauen selbst erzeugen muss.
    Für mich ist das großes Kino, denn ich finde so ist das Buch für jeden lesbar ohne Einschränkungen.
    Spannend geht es direkt los und dieses recht hohe Level der Spannung bleibt bis zum Ende des Buches bestehen und steigert sich sogar noch.
    Die Figuren sind sehr plastisch beschrieben, sodass sie dem Leser sehr real erscheinen. Da möchte ich die Figur der Lisa, eines der Opfer, hervorheben, denn diese erscheint so echt und „lebendig“ dass man fast meinen könnte, dass die Autorin dieses persönlich erlebt hätte.
    Highlight für mich, dass die Story dieses Mal auch einen der Kollegen von Falko mehr betrifft, als es diesem Lieb ist.
    Die Story wird in mehreren Handlungssträngen erzählt und ich war zu Beginn nicht wirklich sicher wie diese zusammengeführt werden sollen. Doch ist die Petra Mattfeldt aufs Beste gelungen so dass keine Fragen offen blieben.
    Für mich hat Falko Cornelsen schon jetzt Kultstatus und ich bin sehr gespannt welche interessanten Fälle die Autorin für ihn noch bereithält. Fälle übrigens die keineswegs konstruiert wirken sondern leider sehr echt und real. So echt dass ich zwischendurch immer mal wieder kurz pausieren musste, weil mich das gelesene einfach sehr berührt hat.
    Für mich eine Glasklare Kauf- und Leseempfehlung!
    5 von 5 Sternen

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Falko ist ein ganz besonderer Profiler mit dem ich nun seinen dritten spannenden Fall lösen konnte.
    "Ihr Weiber, seid euren Männern untertan in dem HERRN, wie sich´s gebührt."

    Völlig überraschend stirbt Vera Bischoff, die Mutter von Sarah Bischoff eines Nachts an einem zweiten Schlaganfall. Sarah kann das alles gar nicht fassen und steht bei der Beerdigung geschockt  am Grab ihrer Mutter. Um den Hals die Lieblingskette ihrer Mutter. Als Lisa Schönfeld auf Sarah zutritt, um ihr Beileid auszusprechen, sich als alte Freundin von Vera zu erkennen gibt, freut sich Sarah aufrichtig. Doch dann gerät Lisa beim Anblick der Kette in Panik und ergreift die Flucht.

    Falko Cornelsen, der seine Freundin Sarah bei ihrem schweren Gang begleitet hat, lässt dieses Verhalten natürlich keine Ruhe. Er fragt sich, was hinter dem merkwürdigen Verhalten von Lisa steckt und beschließt, Nachforschungen anzustellen. Dass er dabei auf ungeklärte Morde und abscheuliche Verbrechen stoßen wird, ahnt er zu dem Zeitpunkt noch nicht …

     

    Der Profile Falko Cornelsen darf hier in seinem 3. Fall ermitteln. Lange musste ich die Fortsetzung warten und war natürlich gespannt, wie es Falko in der Zwischenzeit ergangen ist und was für neue Aufgaben auf ihn warten. Schnell war ich wieder in der Geschichte eingetaucht. Der Schreibstil der Autorin, aber auch Falkos analytischer Verstand, seine Beschreibungen und Sichtweisen, machten es mir leicht.

     

    Falko hat nach der Trennung von seiner Frau nicht nur den Arbeitsplatz, sondern gleich die ganze Stadt gewechselt um Abstand zu gewinnen. Noch ist er nicht bereit, sich auf etwas Neues einzulassen, jemandem zu vertrauen. Doch mit seinem neuen Team harmoniert er. Das merkt man schnell und so bekommt man ein umfassendes Bild von seinem Berufs- und Privatleben geliefert.

     

    Der Fall ist sehr verzwickt, da die Wurzeln wohl im Jahr 1962 liegen. Viele der Betroffenen sind zwischenzeitlich verstorben, in Heimen oder einfach nicht mehr auffindbar. Doch Falko lässt sich davon nicht beirren und stellt zusammen mit seinem Kollegen Stefan Nachforschungen zu jener Bernsteinkette an. Woher kam sie? Wem gehörte sie? Was hat die Kette mit Lisa und Sarah zu tun? Viele dieser Fragen türmen sich auf und Falko muss die Antworten dazu finden.

     

    Die Spannung ist mal wieder greifbar, die Figuren plastisch und der Fall so verzwickt, dass man als Leser immer wieder zum Mitdenken aufgefordert wird. Sehr interessant fand ich Falkos Fähigkeiten eine Suggestion bei anderen wie auch bei sich selbst durchzuführen, um Informationen aus dem Unterbewusstsein ausgraben zu können oder um einfach mal seine Gedanken und Eindrücke zu sortieren.

    Die Fälle sind voneinander unabhängig, so dass man sie getrennt lesen kann. Einzig das Privatleben von Falko ändert und entwickelt sich weiter.

    Fazit:

    Falko ist ein ganz besonderer Profiler mit dem ich nun seinen dritten spannenden Fall lösen konnte. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen und eine Nacht, in der ich nicht gezwungen bin, das Buch zur Seite zu lesen, denn das ist bei Falko verdammt schwer.

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    Die-Rezensentins avatar
    Die-Rezensentinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannung ohne viel Blutvergießen !!!
    Spannung ohne viel Blutvergießen !!!

    Profiler Falko Cornelsen und seine Freundin Sarah treffen auf der Beerdigung von Sarahs Mutter auf Lisa Schönfeld, eine ehemalige Freundin der Verstorbenen.

    Als sie die Bernsteinkette an Sarahs Hals sieht, legt sie auf dem Friedhof urplötzlich ein verstörendes Verhalten an den Tag, schreit los und reagiert völlig hysterisch und bevor Falko nachfragen kann, ist sie verschwunden.
    Weder Sarah noch Falko lässt dieses Verhalten Ruhe und Falko beginnt Nachforschungen anzustellen.

    Um überhaupt an Informationen über Lisa Schönfeld zu kommen, muss er tief im Polizei-Archiv graben. Er wird wirklich fündig und stößt auf einen ungeklärten alten Fall, bei dem es um die Vergewaltigung von Lisa Schönfeld und ihrer Mutter geht und die Täter nie gefasst wurden.
    Je mehr Falko sich damit beschäftigt, umso mehr wird ihm klar, dass er in ein Wespennest gestochen hat. Es scheint in der Vergangenheit noch eine ganze Menge Fälle gegeben zu haben, alle mit der gleichen Vorgehensweise der Täter, die aber nie aufgeklärt wurden. Es stellt sich heraus, dass bei den Ermittlungen extrem geschlampt wurde.
    Diese alten Vergewaltigungsfälle wurden schon lange zu den Akten gelegt, doch Falko ist so angefixt, dass er sie wieder aufrollen möchte.

    In `Blutschmuck` geht es in erster Linie um die Ermittlungen. Falko redet mit Betroffenen von damals, setzt Puzzlestück für Puzzlestück zusammen und leider gibt es auch in Sarahs Familie dunkle Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht kommen.
    Ich liebe diese Art von Krimi, in denen es hauptsächlich um Nachforschungen geht, weil die Verbrechen in der Vergangenheit liegen.

    In einem anderen Erzählstrang blendet die Autorin in die 60er Jahre zurück und einer der Täter, um die es hier geht, kommt zu Wort.
    Das macht das Ganze erst recht spannend, da der Leser schon Einzelheiten kennt, während Falko und seine Kollegen noch im Dunkeln tappen.

    `Blutschmuck` hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, habe es in zwei Abenden gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
    Es hat mir richtig gut gefallen und wer es auch nicht gerne so blutrünstig mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

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    Isar-12s avatar
    Isar-12vor einem Jahr
    Eine Verbrechensserie zieht sich über die Jahrzehnte ...

    "Blutschmuck" ist der dritte Fall aus der Falko Cornelsen Reihe von Petra Mattfeldt. Für mich war es dabei das erste gelesene Buch der Autorin, die mich sofort in ihre Geschichte mitnahm. Die Story spielt in zwei Zweitebenen, denn der Profiler Falko Cornelsen bekommt es mit einem Fall zu tun, der seine Wurzeln viel früher hat. Nach und nach erfährt dabei der Leser das ganze Ausmaß einer Vergewaltigungsserie in die anscheinend auch ein Angehöriger von Sarah Bischoff verwickelt ist. Cornelsen, der gerade erst in Flensburg im neuen Team gestartet hat, lässt der Fall nicht mehr los und er und sein Partner ermitteln akribisch die Zusammenhänge. Interessant fand ich dabei, dass der Leser es diesmal mit einem sehr einfühlsamen und "korrekten" Ermittler zu tun bekommt. Denn oft sind die Protagonisten von Autoren irgendwie selbst mit Macken behaftet. Auch blieb trotz einiger Hinweise für mich als Leser lange unklar wer hinter dem verantwortlichen Täter steckt. Die Spannung war daher gut aufgebaut und das Buch bereitete mir ein kurzweiliges Lesevergnügen. In Summe für mich ein guter Krimi und ich greife sicherlich noch zu den beiden Vorgängerfällen, um mehr von Petra Mattfeldt und ihrem Ermittler Cornelsen zu lesen.

    Kommentare: 3
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    thenights avatar
    thenightvor einem Jahr
    Blutschmuck

    Inhalt:


    Bei der Beerdigung ihrer Mutter, wird die Kommissarin Sarah Bischoff von einer Jugendfreundin der Verstorbenen angesprochen. Lisa Schönfeld. Diese reagiert panisch als sie an Sarahs Hals eine Bernsteinkette entdeckt und flüchtet. Sarahs Freund und Kollege der Profiler Falko Cornelson will nun unbedingt herausfinden, was die ältere Frau so verstörte und stößt dabei auf ungeklärte Morde der Vergangenheit.


    Die Protagonisten:


    Falko Cornelsen ist nicht nur ein guter Profiler, er ist auch sehr manipulativ, er manipuliert nicht nur die Menschen die er befragt, sondern auch mich als Leser, nach den ersten Sätzen die er über Sarah dachte, hatte ich ein klares Bild von ihr vor Augen: Eine klammernde, weinerliche, unselbständige Nervensäge. Während er doch nur ein Opfer seiner Kindheit ist, der Probleme mit sich selber ausmacht, weil seine Mutter ja nach dem Unfalltod seines Vaters und seiner Schwester viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und sich nicht so um ihn kümmerte wie es sicher notwendig gewesen wäre. Ein egoistischer Macho eben.

    Ich habe mich dann entschieden, mir selber ein Bild von den Beiden zu machen. Und das sah dann ganz anders aus. Sarah klammert vielleicht, aber sie hat auch viel mitgemacht in letzter Zeit und da ist es verständlich das sie Halt bei dem Menschen sucht, der ihr am nächsten steht.

    Falko ist zwar tatsächlich Momentan nicht Beziehungsfähig, aber das hat weniger etwas mit seinem Wesen zu tun, sondern eher mit dem Scheitern seiner Ehe und damit das Sarah nicht die Richtige für ihn ist.Und er ist professionell genug um seine Probleme nicht seine Arbeit beeinflussen zu lassen.


    Warum schreibe ich das so ausführlich? Weil ich es hasse, wenn das Privatleben der Ermittler im Vordergrund steht und ich auf den ersten Seiten die Befürchtung hatte, das es hier so sein könnte.

    Diese Befürchtung wurde Gott sei Dank nicht bestätigt. ;o)


    Meine Meinung:

    Ich mag es sehr wenn Kriminalfälle ihren Ursprung in der Vergangenheit haben. Durch die Begegnung auf dem Friedhof, kommt Falko einem Mord auf die Spur der nie aufgeklärt wurde, so das er die Ressourcen der Polizei nutzen kann, ein weiterer Pluspunkt des Buches, er muss das nicht heimlich machen, wie so oft in Krimis. Nach und nach fördern seine Ermittlungen Dutzende von ähnlichen Fällen zutage, die sich nur in "Kleinigkeiten" unterscheiden.

    In Rückblenden erzählt einer der Täter und ich erfuhr schnell, das er vollkommen einem religiösen Wahn verfallen war und seine wahren sexuellen Neigungen unterdrücken musste, eine üble Kindheit hatte und nach dem Krieg Halt bei einer obskuren, angeblich religiösen Gruppe, fand. Viel mehr möchte ich euch aber von ihm nicht berichten, er nimmt auch nicht zu viel Raum in der Story ein. Das Hauptaugenmerk legt die Autorin auf die Ermittlungen im Hier und Jetzt und das gefiel mir richtig gut.

    Ich habe bei aller Begeisterung für das Buch allerdings auch einen Kritikpunkt, eine für mich wichtige Frage bezüglich eines weiteren Täters blieb offen und die Antwort wurde im Buch mit der Aussageverweigerung eines Täters begründet, das entlockte mir ein "Hmpf".

    Nichtsdestotrotz gebe ich für das Buch eine Leseempfehlung, es ist spannend und lässt seine Leser in die Abgründe religiöser Wahnhaftigkeit blicken.



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