Petra Mikutta Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

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Inhaltsangabe zu „Sie werden lachen. Mein Mann ist tot“ von Petra Mikutta

Die Intensivstation der Klinik. Ihr Mann liegt reglos in einem schummrigen Raum. Ihr Mann ist tot. Sie versteht es nicht, als sie im Taxi nach Hause fährt, wochenlang wird sie es nicht begreifen. Eine Gruppe Menschen am Straßenrand lachen lauthals. Natürlich: Sie leben weiter. Doch in ihr ist kein Leben, kein Lachen, da ist nichts. Fröhlichkeit, Glück, die Wirklichkeit, die sie kennt, existieren nicht länger. Der Tod zerschmettert die Welt. In ihrem Überlebensbuch beschreibt Petra Mikutta gnadenlos und radikal das Jahr danach. Es ist das Buch, das ihr selbst damals gefehlt hat. Es stellt sich der Sterblichkeit, der Trauer und der Angst, und es feiert das Leben und die Liebe. Wer es liest, gelangt in tiefe Täler, fl iegt himmelhoch und verspürt immer wieder den Impuls, die eigenen Liebsten zu umarmen oder zum Telefon zu greifen, um sich ihrer Gegenwart zu versichern.

Tiefbewegendes Buch

— Steph86

Der Titel ist total daneben - das Buch für Trauernde aber durchaus lesenswert.

— Huschdegutzel

Wie übersteht man den plötzlichen Verlust des Mannes ?

— Saphir610

Eine wahre Geschichte, die die Trauer und den Weg zurück ins Leben beschreibt. Schwere Kost für die Seele.

— Turtlestar

keine Lektüre mal für zwischendurch

— Rebecca1120

Ein bewegendes Buch, das niemanden kalt lässt.

— notthatkindofagirl

Ein Buch, was lange nachwirken wird und in jedem Bücherregal, nach dem Lesen, seinen Platz verdient. Schweres Thema sehr gut umgesetzt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Persönliche Worte für einen Verlust, der schmerzhafter kaum sein kann.

— YvetteSchmidt

Ein Buch mit einem interessanten Sprachtstil und dadurch lesenswert. Aber dieser Titel! Musste der sein?

— hexhex

Ein wunderbares Buch.

— MrsAmy

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-nicole-

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  • Der Titel ist total daneben - das Buch für Trauernde aber durchaus lesenswert.

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Huschdegutzel

    Die Intensivstation der Klinik. Ihr Mann liegt reglos in einem schummrigen Raum. Ihr Mann ist tot. Sie versteht es nicht, als sie im Taxi nach Hause fährt, wochenlang wird sie es nicht begreifen. Eine Gruppe Menschen am Straßenrand lachen lauthals. Natürlich: Sie leben weiter. Doch in ihr ist kein Leben, kein Lachen, da ist nichts. Fröhlichkeit, Glück, die Wirklichkeit, die sie kennt, existieren nicht länger. Der Tod zerschmettert die Welt So besagt es die Kurzbeschreibung und Autorin Petra Mikutta hat hier den schwersten Teil im Leben eines Jeden aufgearbeitet : den Tod eines geliebten Menschen, hier ihres Mannes. Sehr intim und offen schildert sie ihr Erleben nach diesem Schicksalsschlag. Und wie sie es schaffte, trotzdem weiter zu machen - irgendwie. Dieses Buch ist kein Ratgeber; mir persönlich hat es dennoch geholfen - mein Vater verstarb vor 6 Monaten und auch meine Mutter stürzt immer wieder in tiefste Verzweiflung. Für sie habe ich das Buch auch vorab gelesen - und ich werde es ihr geben. Und sei es nur, damit sie sieht, dass sie mitnichten verrückt wird - sondern einfach in tiefster Trauer steckt. Auch wenn das Ende sicher nicht auf ihre Lebensumstände passt. Einen Stern ziehe ich trotzdem ab. Der Titel ist zwar ein Zitat aus dem Buch - aber für mich wirklich komplett daneben gewählt. Da er aus dem Zusammenhang gerissen wird, könnten hier so manch falsche Erwartungen geweckt werden. Leseempfehlung für jeden, der einen Verlust erlitten hat - oder jemanden kennt, der dies durchleidet und der nicht weiß, wie er sich jetzt verhalten "darf".

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  • Der Tod und das Leben

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Martinchen

    Es ist Ostersonntag, Petra Mikutta und ihr Mann fahren auf getrennten Wegen mit den Fahrrädern zu seinen Eltern. Dort kommt der Mann nie an, er stirbt unterwegs. Petra Mikutta erzählt von der Zeit "danach", wie sie ihre Trauer erlebt, wie sie damit umgeht und wie sie zurück ins Leben findet. Petra Mikutta nennt ihr Buch "Ein Überlebensbuch", ein Untertitel, der es auf den Punkt bringt.  Die Autorin berichtet von ihrem Gefühlschaos in der Zeit nach dem Tod ihres Mannes, das durch ihren Stil diese Gefühle auch für den Leser nachvollziehbar macht. Wie hat sie die ersten Tage erlebt? Wie schwer ist es, das erste Mal wieder einkaufen zu gehen, das erste Mal zur Arbeit? Wie reagieren Bekannte, die Arbeitskollegen? Aber auch Selbstzweifel machen der Autorin zu schaffen. Hätte sie den Tod verhindern können, wenn sie ihren Mann abgeholt hätte? Warum hat sie nicht gespürt, dass ihm etwas passiert ist, als sie den Notarztwagen an sich vorbeifahren sieht? Petra Mikutta hat gute Freunde, die ihr mit der ihnen jeweils eigenen Art helfen, zurück ins Leben zu finden. Nach einigen Monaten gibt es eine neue Liebe im Leben der Autorin, eine Liebe, die nicht hält, vielleicht auch gar nicht halten kann, die ihr aber neuen Lebensmut gibt, so dass sie neuen Herausforderungen stellen kann. Es ist kein Buch, dass man "in einem Rutsch" durchlesen kann, sondern man muss sich darauf einlassen wollen. Dann findet man viel Stoff zum Nachdenken und kluge Erkenntnisse. Ein Buch, dass keine Tipps zum Umgang mit Trauernden gibt, aber eines, aus dem man viel lernen kann. Und die wichtigste Erkenntnis: die Liebe bleibt! Petra Mikutta hat ein sehr mutiges Buch geschrieben, dem ich viele Leser wünsche.

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  • Leserunde zu "Sie werden lachen. Mein Mann ist tot" von Petra Mikutta

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    PetraMikutta

    Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich auf unsere Runde! Sie startet mit der Verlosung von zehn Print-Exemplaren und zehn E-Books, bitte schreiben Sie mir bis zum 22.6. kurz, wenn Sie gern ein Buch bekommen und mitdiskutieren wollen. und geben Sie bitte an, welches Format Ihnen lieber wäre. Wer es bereits gelesen hat, kann mir natürlich auch vorher schon schreiben oder eine Rezension veröffentlichen. Ich versuche, möglichst täglich auf Beiträge einzugehen. Ich bin sehr gespannt auf Ihr Feedback. Ich erzähle eine sehr persönliche Liebesgeschichte, von der ich glaube, dass sie helfen kann, mit dem Tod und der Trauer zu leben. Auf den „offline“ Lesungen, die ich bisher hatte, haben sich jedes Mal sehr emotionale Gespräche ergeben. Neben Betroffenen, waren auch Leser im Publikum, die Trauernde kennen und nicht wissen, wie sie mit ihnen umgehen sollen, und Menschen, die sich Gedanken über ihre eigene Sterblichkeit machen. Es waren warme, tröstliche, traurige und zugleich fröhlich optimistische Runden. Ich glaube und hoffe, dass das auch online so werden wird. Bis bald, herzliche Grüße und vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Zuschriften! Petra Mikutta

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  • Sie werden lachen. Mein Mann ist tot.

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Turtlestar

    Ein kleiner Moment und eine ganz große Veränderung tritt ein. Nix ist mehr wie es mal wahr. Wie soll das Leben weitergehen? Vor dieser Frage stand Petra Mikutta auf einmal an einem Ostersonntag. Es ist nicht irgendein Ostersonntag. Es ist der Todestag ihres Mannes, ihrer großen Liebe. In diesem Buch beschreibt Petra Mikutta ihre Empfindungen und Erlebnisse in den Monaten nach dem Tod und wie Sie es geschafft hat selbst wieder zu leben. Ich habe direkt angefangen zu lesen, als das Buch auf meinem ebook Reader angekommen war, aber in einem durchlesen war für mich nicht möglich. Zu sehr hat mich der Inhalt mitgenommen. Wie schnell sich alles ändern kann, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Gerade kuschelt man noch zusammen auf dem Sofa und im nächsten Moment ist er nicht mehr da. Da Petra Mikutta ihre eigene Geschichte erzählt, glaubt man ihr jede Stimmungslage sofort. Es ist interessant, wie sie mit der Trauer und der Zeit nach dem Tod umgeht. Toll wie sie es geschafft hat ihre Leser so nah an sich ran zu lassen und doch eine gewisse Distanz zu bewahren. Ich wünsche Frau Mikutta weiterhin alles erdenklich Gute. Und alle die dieses hier lesen: Genießt Euer Leben, es kann immer dieser eine Moment kommen, der alles verändert!

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  • Lesenswert

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Steph86

    20. July 2015 um 09:19

    Buchbeschreibung Petra Mikutta hat ihren Mann verloren. Ein Ostersonntag, der mit Freude und Lachen begann, endete in einem Alptraum, der vorerst kein Ende nahm. In diesem Buch beschreibt sie ihren Weg von der Mitteilung, dass ihr Mann gestorben ist, bis zum ersten Jahrestag des Todes. All dem Entsetzen, der Trauer, der Wut und dem Schmerz gibt sie Raum. Sie zeigt, dass Trauer einen Platz haben muss, um nach dem Tod ihres Mannes, wieder im Leben anzukommen. Auch wenn sie danach eine andere ist, ihr Leben ein anderes ist.   Leseeindruck Ein tolles Buch und das nicht, weil es so unterhaltsam ist, sondern weil die Autorin den Leser an ihrem Seelenleben teilhaben lässt. Ich habe sicherlich die ein oder andere Träne verdrückt, weil die einfach gewählten Worte einfach soviel aussagen. Ich glaube mit diesem Buch kann Petra Mikutta sovielen trauernden Menschen helfen. Es zeigt auf, dass jeder individuell Trauern darf und es kein Patenrezept gibt, wie man mit solchen Schicksalsschlägen umgeht. Solche Bücher rücken das Tabuthema "Tod" mehr in unsere Gesellschaft. Warum auch nicht? Tod ist etwas natürliches und gehört zum Leben (leider) dazu. Es ist ein sehr intimes Thema und deswegen muss man umso mehr Respekt vor der Leistung der Autorin haben. Trotzdem muss gesagt werden, dass es sich bei dem Buch nicht um einen Ratgeber, sondern eher um eine Trauerbewältigungsmethode handelt. Ein Buch was zum Nachdenken anregt und deswegen volle 5 Sterne verdient hat.

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  • Voll Traurigkeit aber mit einem mutigen Lächeln

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    gagamaus

    Petra Mikutta ist Schriftstellerin mit Leib und Seele und als das Unaussprechliche passiert, und ihr Freund auf der Straße zusammenbricht und stirbt, hält sie ihre Gedanken und Empfindungen in Worten fest und viel später entschließt sie sich dann, diese in einem Buch zusammenzufassen und unter dem Titel „Sie werden lachen, mein Mann ist tot“ herauszubringen. Herausgekommen ist kein Roman sondern ein ehrlicher und eindringlicher Erfahrungsbericht über den Verlust und den langen Trauerprozess, der auf so ein traumatischen Erlebnis immer folgt. Die Autorin hat alle Stadien durchlaufen, die der Tod eines geliebten Menschen mit sich bringt. Und es ist mehr als nur das tiefe Tränental, dass man sich als Außenstehender vielleicht vorstellt. Zuerst die Fassungslosigkeit und der Wunsch danach, es möge alles nur ein böser Traum sein. Die langsam einsickernde Erkenntnis der Endgültigkeit, des Unwiederbringlichen. Der Versuch, sich mit Vernunft und Demut durch den Alltag zu retten. Die Einsamkeit und Sehnsucht nach Nähe und Trost. Das wachsende Unverständnis einer unaufgeklärten Umwelt aber auch das liebevolle Verständnis guter Freunde und kluger Menschen. Der Versuch, Wärme, Sex und vielleicht sogar eine neue Liebe zuzulassen und mit dem Geist des Verstorbenen und den Schuldgefühlen als Überlebende fertig zu werden. Man muss sich auf dieses Buch ein bisschen einlassen. Es ist voller tiefer und oft sehr trauriger Gefühle, voller Trauer, die in Worte gefasst werden. Aber auch ein Buch mit herzerfrischend lustigen und humorvollen Momenten, mit klugen Erkenntnissen über das Leben und die Menschen, mit tiefen Einblicken in die Seele einer Frau, die den Tod ihres Mannes mutig und stark verarbeitet und zurückfindet zum Leben, zur Liebe und zum Glück. So wie es ihr Mann ihr sicherlich gewünscht hätte. Ein sehr intensives Leseerlebnis. Petra Mikutta schreibt mit großer Ehrlichkeit und ich finde das der Titel den Tenor des Buches sehr gut beschreibt. Mit vielen Tränen aber auch einem Lächeln im Mundwinkel. Allerdings mache ich eine kleine Einschränkung bei meiner Empfehlung. Ich persönlich denke nicht, dass man das Buch jemandem empfehlen kann, der am Anfang des Trauerprozesses steht. Ich habe das Buch begonnen, als ich gerade beruflich und privat Probleme hatte (keinen Todesfall aber Stress) und musste es dann wieder zur Seite legen, bis ich wieder aus dem eigenen Tief etwas raus war. Ich denke, man sollte es vielleicht schon VOR einem Trauerfall lesen. Also eigentlich jeder kann es lesen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie wir alles mehr oder weniger empfinden werden, wenn der Fall eintritt – und leider wird jeder Mensch früher oder später einen dramatischen Verlust erleiden müssen und in diesem Buch kann man erfahren, dass all die Gefühle ganz normal sind und dass es auch ein Licht am Ende des Tunnels gibt.

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    • 5

    eskimo81

    17. July 2015 um 11:31
  • Trauerzeit

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Saphir610

    14. July 2015 um 22:36

    Ohne Vorwarnung, verändert sich das Leben der Autorin. Ihr Mann stirbt plötzlich bei einem Fahrradausflug während der Ostertage. Völlig unvorbereitet sieht sie ihren Mann im Krankenhaus, tot, wieder. Wie soll man das verstehen, wie weiter leben? Für alle anderen geht das Leben weiter, für Petra Milkutta bleibt es stehen und es ist ein harter Kampf, dort Schritt für Schritt wieder heraus zu kommen und wieder zu leben. Hier wird der schwere Weg zu einem ansatzweisen wieder normalen Leben beschrieben. Mit dem Chaos der Gefühle, dem Nichtverstehen, dem Nichtwahrhabenwollen, der Wut, der Traurigkeit und Sinnlosigkeit aus ganz persönlicher Sicht geschildert. Ein Weg, den sicherlich jeder nachvollziehen kann, der einen wichtigen, geliebten, nahestehenden Menschen verloren hat. Ein Buch, das hoffentlich das Verstehen vergrößert, wie sich trauernde fühlen. Man kann nichts richtig oder falsch machen, man kann nur den gerade passenden Zeitpunkt erwischen. Persönlich hatte ich nur das Problem, dass ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht so gut zurecht kam, da entwickelten sich bei mir nicht so tief gehende Gefühle, wie ich sie bei Trauer, Beschreibungen von tiefem Verlust sonst empfinde. Vermisst habe ich die Todesursache, irgendwie macht das Wissen über das Wie für mich den Tod nachvollziehbarer. Nicht gefühlsmäßig, aber vom Verstand her. Auf jeden Fall ein wichtiges Buch für Trauernde. Es zeigt, dass alles was in einem vor geht ganz "normal" ist.

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  • bewegende Worte

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Rebecca1120

    12. July 2015 um 16:53

    Ostersonntag, Petra Mikutta wird ihn nie vergessen, denn sie hat ihren Mann verloren. Auf unterschiedlichen Radwegen waren sie und ihr Mann auf dem Weg zu seinen Eltern. Sie weicht sogar noch dem Rettungswagen, in dem ihr Mann noch um sein Leben kämpft, aus. Im Nachgang fragt sie sich, hätte sie es denn nicht spüren müssen, dass mein Mann dort im Wagen liegt und mit  dem Tod ringt? Das Buch beschreibt die Gedanken, Gefühle und Erfahrungen, die Petra während des Trauerjahres erfährt, die sie bewegen. Auf den ersten 30-40 Seiten hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass die Autorin beim Schreiben total unter Druck stand und der Text etwas wirr erschien. Manche Abschnitte /Dialoge musste ich mehrmals lesen, um den Sinn der Worte zu verstehen. Jetzt denke ich allerdings, dass diese Schreibweise eher absichtlich dazu ausgewählt wurde, um das Chaos der Gefühle/Gedanken, die zu diesem Zeitpunkt in ihr tobten, zu vermitteln. Es ist ein Buch das zu, Denken/Nachdenken anregt und ist nicht als Trauerratgeber gedacht. Sehr schön fand ich die Beschreibungen, wie Petra die Umarmungen ihrer Kollegen empfunden hat: „Holzklötze erweisen sich als weich, zarte Wesen als ruppig, Große als Schwächlinge, Kleine als Riesen“ Denn Umarmung ist nicht gleich Umarmung. Ich zolle Dir, liebe Petra, großen Respekt, weil Du so mutig warst Dich und Deine Trauer so vor uns auszubreiten.

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  • Die Geschichte einer ganz starken Frau

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    notthatkindofagirl

    11. July 2015 um 14:50

    Ich habe mich bei diesem Buch beworben und gleich darauf kalte Füße bekommen, als ich unter den Gewinnern war. Kurz zur Info- ich bin 17 Jahre alt und habe noch nie Kontakt mit dem Tod gehabt. Ob das Buch zu viel für mich ist? Ob ich dafür zu jung bin? Verstehe ich die Geschichte?  Meine Sorgen waren unbegründet. Der Schreibstil war leicht, die Geschichte berührend und man verdaut die Momente leicht. Naja, ab und zu musste ich doch stoppen und kurz nachdenken. Wie hätte ich hier reagiert? Warum fühlt sie so? Aber schlussendlich kam ich mit dem Buch klar. Ich finde es wirklich schön, dass Frau Mikutta ihre Geschichte aufgeschrieben hat und so alles besser verarbeiten konnte. Wirklich bemerkenswert, dass sie ihre intimsten Momente mit vielen Menschen teilt. Ich glaube, ihr Ziel ist es, Menschen Mut zu machen und zu zeigen, dass es normal ist zu trauern und ein paar verrückte Dinge zu machen. Ganz toll finde ich auch, dass sie sich traute, einen neuen Mann an sich heran zu lassen. Wie wütend ich auf ihn war, dass er sie gehen ließ! Aber schön, dass Mikutta ihn nicht als letzen Dreck dastehen ließ. (Ich hätte das aber so gemacht) Sie zeigt, dass man natürlich jemanden neuen finden darf und dies nicht verwerflich ist! Ich finde es auch total normal und keineswegs schlimm. Schön sind auch die Gespräche mit ihrer Mutter, ihrer Tante und auch ihrem Mann. Hier muss ich noch kurz erwähnen, dass es mir sehr gefallen hat, dass sie ihn nur "meinen Mann" nennt. Namen sind wirklich unnötig. Ich bin ein Fan von Petra Mikutta, weil sie eine starke Frau ist, die man nur beneiden kann. Ich bin wirklich stolz auf sie, dass sie alles so gemeistert hat und anderen mit ihrem Buch hilft.  Und danke für die Tipps, wie man Trauernden helfen kann. DANKE. 

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  • Sie lachen. Mein Mann ist tot.

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Michelangelo

    06. July 2015 um 18:29

    Inhaltsangabe: >>Die Intensivstation der Klinik. Ihr Mann liegt reglos in einem schummrigen Raum. Ihr Mann ist tot. Sie versteht es nicht, als sie im Taxi nach Hause fährt, wochenlang wird sie es nicht begreifen. Eine Gruppe Menschen am Straßenrand lachen lauthals. Natürlich: Sie leben weiter. Doch in ihr ist kein Leben, kein Lachen, da ist nichts. Fröhlichkeit, Glück, die Wirklichkeit, die sie kennt, existieren nicht länger. Der Tod zerschmettert die Welt. In ihrem Überlebensbuch beschreibt Petra Mikutta gnadenlos und radikal das Jahr danach. Es ist das Buch, das ihr selbst damals gefehlt hat. Es stellt sich der Sterblichkeit, der Trauer und der Angst, und es feiert das Leben und die Liebe. Wer es liest, gelangt in tiefe Täler, fl iegt himmelhoch und verspürt immer wieder den Impuls, die eigenen Liebsten zu umarmen oder zum Telefon zu greifen, um sich ihrer Gegenwart zu versichern.<< Die Autorin Petra Mikutta hat in diesem Buch den plötzlichen Tod ihres Mannes in einer Art Tagebuch die grausame Zeit der Trauer um ihren Mann niedergeschrieben. Es führt uns durch das erste Trauerjahr. Sie verdeutlicht wie sehr der Verlust eines geliebten Menschen das Leben der Hinterbliebenen auf den Kopf stellt, wie viel Kraft es kostet, trotzdem irgendwie weiter zu machen, während sich die andere Welt weiterdreht und das Verständnis für den Trauernden relativ schnell vorbei ist. Der Titel verdeutlicht es sehr treffend: „Sie lachen. Mein Mann ist tot. Sie zeigt uns, wie schwer es ist, sich wieder ein neues lebenswertes Leben ohne den geliebten Menschen auf zu bauen, die Versuche Kontakte aufzubauen, raus zu gehen…“normal“ zu sein. Das Buch war, obwohl von der Schreibart leicht zu lesen,  für mich nicht einfach zu lesen, da viele eigene Erinnerungen an Verluste mit Macht wieder an die Oberfläche drängten und verarbeitet werden mußten. Ich finde das Buch lesenswert, für Trauernde und Nichttrauernde. Trauernde können durch die Lektüre begreifen, dass ihre eigenen Reaktionen, ihr Gefühlschaos, ihre Wut, ihre Sehnsucht dem anderen zu folgen normal sind- Nichttrauernde können daraus lernen, wie es Trauernden geht und sie dadurch vielleicht besser verstehen, wenn sie sich in dieser Zeit mal wieder völlig irrational verhalten und ihnen nicht aus dem Weg zu gehen, wie es so oft passiert.

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  • Ihr Überlebensbuch

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    esposa1969

    04. July 2015 um 09:56

    Buchrückentext: Die Intensivstation der Klinik. Ihr Mann liegt reglos in einem schummrigen Raum. Ihr Mann ist tot. Sie versteht es nicht, als sie im Taxi nach Hause fährt, wochenlang wird sie es nicht begreifen. Eine Gruppe Menschen am Straßenrand lachen lauthals. Natürlich: Sie leben weiter. Doch in ihr ist kein Leben, kein Lachen, da ist nichts. Fröhlichkeit, Glück, die Wirklichkeit, die sie kennt, existieren nicht länger. Der Tod zerschmettert die Welt. In ihrem Überlebensbuch beschreibt Petra Mikutta gnadenlos und radikal das Jahr danach. Es ist das Buch, das ihr selbst damals gefehlt hat. Es stellt sich der Sterblichkeit, der Trauer und der Angst, und es feiert das Leben und die Liebe. Wer es liest, gelangt in tiefe Täler, fliegt himmelhoch und verspürt immer wieder den Impuls, die eigenen Liebsten zu umarmen oder zum Telefon zu greifen, um sich ihrer Gegenwart zu versichern. Leseeindrücke: Mit ihrer Lebensgeschichte "Sie werden lachen. Mein Mann ist tot" hat die Autorin Petra Mikutta ihr ganz persönliches Überlebenstagebuch verfasst, welches sie mit uns Lesern nun teilt. Mitten auf dem Höhepunkt ihrer Beziehung und Liebe wird Petras Mann plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen. An einem Ostersonntag während einer Fahrradtour passiert sein Sterben: Er kann sogar noch vom Fahrrad absteigen und selbst den Notarzt rufen, doch dann sackt er in sich zusammen und selbst die Ärzte können nichts mehr für ihn tun … und die ganze Welt scheint stehenzubleiben. Was sie denkt, wie sie fühlt, wie sie es versucht zu verarbeiten, lesen wir in diesem Roman. Das Buch beginnt unchronoligisch. Die Autorin im Bett mit ihrer Tochter, dann auf dem Fahrrad auf dem Weg zu ihren Schwiegereltern, ihr Mann dazu parallel unterwegs, der dann verunglückt, was wir aber nicht lesen, dann wie der mit ihrer Tochter, dann im Krankenhaus bei ihrem toten Mann. ich muss zugeben: Die vielen Zeit-, Gedanken- und Handlungssprünge haben mich zunächst ziemlich verwirrt. Ich wollte endlich wissen: Was ist mit ihrem Mann geschehen, dass er nun auf seinem Totenbett liegt. Auch die wörtliche Red eist teilweise so verfasst, als würde sie direkt noch mit ihm Zwiesprache halten, dann wieder so, wie sie mit ihm sprach, als er noch lebte und dann auch wieder Gespräche, die sie eher mit sich selbst führt. Der Schreibstil war für mich schon eher ungewöhnlich und oftmals scher zu folgen. Viele kurze drei-Wort-Sätze, aber zu mehr als eben das Notwendigste zu denken, scheint sie in diesem Ausnahmezeitpunkt auch nicht fähig zu sein und insofern sind diese realistisch, authentisch und nachvollziehbar. Auch wirkt der Buchtitel etwas irritierend. Wieso sollte man lachen, wenn gerade Jemandes Mann gestorben ist? Aber so ist der Titel auch nicht gemeint, sondern eher getrennt voneinander zu sehen: Draußen in der Welt werden die Leute lachen, weil man einfach gerne lacht und jeder mal irgendwann über irgendetwas lachen wird. Aber für Petra scheint die Welt stehen geblieben zu sein, denn ihr Mann ist gerade gestorben, während irgendwo Menschen (nicht darüber, sondern überhaupt) lachen werden. Das Cover finde ich sehr treffend gewählt: Während sie inmitten einer dunklen Wolke wandelt, wird die Sonne dennoch weiterschieben, wenn auch erst einmal nicht für sie, sie diese erst wieder einfangen muss, die Sonne die das restliche Leben auf der Erde für all diejenigen, für die die Welt nicht stehengeblieben ist, weiterstrahlt. Auch die Zeichnungen in tiefschwarz, ebenso die Schrift, zeugen von Traurigkeit. Genau 300 Seiten dieser Traurigkeit ließen mich während des Lesens selbst traurig werden, bei der Vorstellung, wie ich traurig wäre, wenn mir dieses Schicksal widerfahren wäre. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen! © esposa1969

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  • Trauern zwischen denen die einfach weiter machen als wäre nichts passiert....

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. June 2015 um 15:42

    Petra Mikutta erzählt aus ihrem Leben.  Nichts deutete diese Katastrophe an, ein Besuch bei den Schwiegereltern war geplant, dort wollte man gemeinsam hin radeln und einen schönen Tag haben. Aber es gibt jetzt keine schönen Tage mehr. Denn ihr Mann ist tot und um sie herum geht das Leben weiter, lachen Menschen, weil sie nicht betroffen sind. Aber sie ist betroffen, da ist nichts mehr in ihr was wie Fröhlichkeit, Glück und Zukunft klingt. Nur tiefe Trauer, der Tod verändert einfach alles. Aber eines nicht, die Liebe zu ihrem Mann, die nimmt der Tod nicht mit, die bleibt. Aus dieser Liebe heraus schreibt sie. Ein Jahr lang beschreibt sie den Verlauf ihrer Trauer, ihrer Gefühle, ihres Weges. Wir Leser begleiten sie dabei. Petra (Mikutta) hat einen sehr flüssigen Schreibstil, man fühlt sich mit ihr verbündet so, als schaue man über ihre Schulte oder heimlich in ihr Tagebuch. Doch dies ist nicht heimlich, Petra wagt das, wovor ich den Hut ziehe, sie offenbart dem Leser, wie sich ihre Trauer anfühlt, was sie durchlebt, wie sie lernt weiter zu machen und immer wieder lernen muss, dass ihr Leben weiter geht..... Sie verarbeitet mit diesem Buch ihren größten Verlust und zeigt damit auch, die Liebe die sie zu ihrem Mann hat auf eine wundervolle weise. Es ist kein Trauerratgeber, es ist keine Anleitung wie man mit der eigenen Trauer fertig wird. Aber es wäre der richtige Lesestoff für jeden Menschen. Denn leider wird Trauer und Verlust in unserer Gesellschaft gern unter den Tisch gekehrt. Darüber spricht man nicht und darüber schreibt man nicht. Petra hat es gewagt und ich finde, es ist ihr gelungen, trauenden Menschen das Gefühl zu geben nicht allein zu sein. Ihnen zu zeigen das vieles "normal" ist auch wenn man zum Teil denkt man ist es nicht mehr. Aber auch Menschen im Umfeld zu helfen, ein bisschen verstehen zu können, was Trauernde bewegt, beschäftigt und warum sie sich dann und wann recht merkwürdig verhalten.  Jeder Mensch trauert anders, irgendwann muss es leider jeder von uns tun. Mit diesem Buch kann man verarbeiten und auch verstehen. Ein muss in jedem Bücherregal, aber bitte erst hinein stellen, wenn sie es gelesen haben. Ich habe großen Respekt vor diesem Buch und wünsche jedem Menschen, er wird so geliebt, wie Petra ihren Mann liebt!

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  • Trauer folgt keinen Regeln und Normen

    Sie werden lachen. Mein Mann ist tot

    YvetteSchmidt

    28. June 2015 um 17:22

    Petra Mikutta hat ihren Mann verloren. Ein Ostersonntag, der mit Freude und Lachen begann, endete in einem Alptraum, der vorerst kein Ende nahm. In diesem Buch beschreibt sie ihren Weg von der Mitteilung, dass ihr Mann gestorben ist, bis zum ersten Jahrestag des Todes. All dem Entsetzen, der Trauer, der Wut und dem Schmerz gibt sie Raum. Sie zeigt, dass Trauer einen Platz haben muss, um nach dem Tod ihres Mannes, wieder im Leben anzukommen. Auch wenn sie danach eine andere ist, ihr Leben ein anderes ist. Dieses Buch ist sicher kein Buch, was man zwischen Sonnenschirm und Strandkorb liest. Es hat mich vielfältig berührt. Mich zum Nachdenken und zum Fühlen gebracht. Es hat mir gezeigt, wie individuell Trauern sein kann und vor allem auch sein darf. Es ist kein Ratgeber "Wie trauere ich richtig" sondern für mich ein ganz persönliches Zeugnis eines steinigen Weges. Anstrengend und doch Mut machend. Und es bricht in meinen Augen zu recht mit der Meinung unserer Gesellschaft, dass Trauer glatt, normiert und steril abzulaufen hat. Es rückt den Tod mehr in die Mitte unseres Lebens. Gerade weil es kein Sachbuch oder Ratgeber ist, kann ich es mir gut in vielen Bereichen (persönlich oder z.B. im Schulunterricht) als Grundlage für eine Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer vorstellen.

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