Petra Morsbach

 4 Sterne bei 68 Bewertungen
Autor von Justizpalast, Opernroman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Petra Morsbach

Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. »Opernroman«, »Gottesdiener« und »Justizpalast«. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Jean-Paul-Preis. 2017 erhielt sie den Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim und den Wilhelm-Raabe-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Petra Morsbach

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Buchformat:
Cover des Buches Justizpalast9783328103790

Justizpalast

 (21)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Opernroman9783328103943

Opernroman

 (15)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Dichterliebe9783442748297

Dichterliebe

 (11)
Erschienen am 12.01.2015
Cover des Buches Gottesdiener9783328103929

Gottesdiener

 (8)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Der Cembalospieler9783752804973

Der Cembalospieler

 (6)
Erschienen am 18.06.2018
Cover des Buches Plötzlich ist es Abend9783328103936

Plötzlich ist es Abend

 (4)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Geschichte mit Pferden9783752806861

Geschichte mit Pferden

 (2)
Erschienen am 18.06.2018
Cover des Buches Petra Morsbach - PLÖTZLICH IST ES ABENDB00JTUJ6YI

Petra Morsbach - PLÖTZLICH IST ES ABEND

 (1)
Erschienen am 01.01.1996

Neue Rezensionen zu Petra Morsbach

Neu

Rezension zu "Dichterliebe" von Petra Morsbach

Speziell und genial
sursulapitschivor 4 Monaten

Dieses Buch ist höchst speziell und höchst genial. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht, obwohl tatsächlich kaum etwas passiert.

Henry Steiger war ein angesehener Dichter in der DDR. Nach der Wende ist seine Kunst nicht mehr gefragt. Zum Glück hat sein Freund Gabriel Geld und Kunstverstand und lässt ihn in seiner Künstlerkolonie wohnen.

„Aber auch mich ernährte die Kunst, meine Gedichtbände hatten Auflagen von fünftausend Stück. Im Westen wäre das undenkbar, hier gibt es mehr Lyrikschreiber als -leser. Auf einmal sind wir lächerliche Figuren. Kein Wunder, dass unsere Frauen uns verlassen hatten.“

Dort treffen die unterschiedlichsten Genies aufeinander, aber auch die Nachwuchsschriftstellerin Sidonie ist auch dort gelandet und erhofft sich Unterstützung.

Petra Morsbach hat die Ironie erfunden und beobachtet genau. Unfassbar komisch lesen sich Henrys Betrachtungen.

„Ach, was soll schon gewesen sein. Ich habe mich geduckt, um dichten zu dürfen, und begann unwillkürlich, über das Ducken zu dichten. Ich wollte demonstrieren, wie man dichtend sich wegduckt, und habe, indem ich das Ducken verdichtete, mich selbst weggedichtet"

Henry erzählt von seiner Situation damals und auch jetzt, vom Künstlerleben und der DDR, den Wessis und seinen sparsamen Restaufträgen.

Man amüsiert sich großartig und ist zutiefst beeindruckt von diesem Erzählstil, der spitzfindig, frech und treffend die Dinge auf den Punkt bringt. Aber irgendwann wünscht man sich dann doch eine Spur mehr Handlung, nur eine Winzigkeit.

Dieses Buch ist besonders, ein großer Spaß und eine Herausforderung. Es macht Spaß, aber es zwickt auch ein wenig.

Kommentare: 7
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Rezension zu "Justizpalast" von Petra Morsbach

Interessante Einblicke, aber zu lang.
buch_kativor einem Jahr

Das Buch handelt von Thirza Zorniger, die zunächst Jura studiert und später Richterin im Justizpalast in München wird. 
Man erfährt viel über das Leben hinter den Kulissen eines Gerichtes (zu viele Fälle für zu wenig Richter, verschrobene, kauzige Richter, Mauscheleien über die besten Posten, die Einmischung der Politik, kuriose Fälle usw.). Nach Angabe der Autorin im Nachwort hat sie hierzu auch mehrere Jahre recherchiert und mit mehr als 30 Richtern persönlich gesprochen. 
Diese Einblicke sind wirklich sehr spannend und ungewöhnlich. Allerdings ist für mich das Buch ein wenig zu langatmig, wenn es um die Schilderung der verschiedenen Fälle geht , die ich persönlich nicht besonders interessant fand. Insgesamt aber ein Buch für alle die sich für Jura und Justiz interessieren. 

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Rezension zu "Opernroman" von Petra Morsbach

...interessanter Blick hinter die Kulissen!
AndreasKueckvor einem Jahr

In diesem Monat stehen bei mir alle Zeichen auf „Theater“: Nach einer Führung am Stadttheater Bremerhaven und einer Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“ an eben diesem, nun auch die „theoretische“ Vertiefung ins Thema…!

Ein Mehrspartenhaus in einer fiktiven Kleinstadt: kein großes Haus, kein wichtiges Haus – eher eine sogenannte B-Bühne. Für die einen ist diese Bühne eine kleine Stufe zur großen Karriere. Für die anderen ist es der Abstieg, wenn nicht sogar das Ende der Karriere.

Es ist ein Mikrokosmos der Eitelkeit, der Intrigen, der Liebeleien und Schwärmereien. Hier herrscht die Politik vor der Kunst: Ach! Um die hehre, holde Kunst wird sich wenig geschert, vielmehr stehen Machtspiele zwischen Intendant und Generalmusikdirektor, zwischen Star und Zweitbesetzung und das Kompetenzgerangel der einzelnen Abteilungen im Vordergrund und kosten Zeit, Kraft und Nerven. Dazwischen versucht jeder sein kleines Stückchen von Idealismus, Hoffnung und Kreativität zu erhalten und zu schützen, und so passieren trotzdem wunderbar künstlerische „Sternstunden“ – immer dann, wenn sie am wenigsten erwartet werden.

Dies alles wird so unsentimental, dafür aber ironisch-witzig erzählt. Der Ton ist manchmal beinah lakonisch und dann doch voller Tiefe, um die zwischenmenschlichen Tragödien auf den Punkt genau zu beschreiben. Zudem spricht aus jeder Seite dieses Romans eine immense Kenntnis des Theaterbetriebs, der Musik und der Oper. Wobei „Roman“ dies nur unzureichend beschreibt: Manchmal erscheint er eher wie ein Tatsachenbericht, dann wie eine philosophische Abhandlung über das Leben und die Kunst.

Autorin Petra Morsbach war selbst lange Jahre als Dramaturgin und Regisseurin u.a. in Freiburg, Ulm und Bonn tätig und verantwortlich für über 20 Inszenierungen (hauptsächlich im Musiktheater).

Das hier somit eine Kennerin der Materie am Werk war, merkt man diesem Roman Seite für Seite an. Der Titel erschien erstmals 1998 und wirkt frisch und unverbraucht! – Chapeau!

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