Petra Oelker Das glücklichste Jahr

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Inhaltsangabe zu „Das glücklichste Jahr“ von Petra Oelker

Das Porträt einer außergewöhnlichen Frau: Eva Lessing. Als der Seidenfabrikant Engelbert König 1769 zu einer Reise aufbrach, bat er seinen Freund Gotthold Ephraim Lessing, sich seiner Frau und der sieben Kinder anzunehmen, sollte ihm etwas zustoßen. Tatsächlich starb er wenig später. Lessing hielt sein Versprechen, und aus der Freundschaft zu Eva König wurde schnell Liebe. Doch bis zur Hochzeit sollten noch Jahre vergehen: Eva zog nach Wien, um dort die König'schen Fabriken zu leiten. Erst im Oktober 1776 heirateten die beiden. Das Glück währte nur kurz: Im Januar 1778 starb Eva am Kindbettfieber. Ein Schicksalsschlag, von dem Lessing sich nie wieder erholte. Anhand von Briefen, Dokumenten und genauen Recherchen zeichnet Petra Oelker eine größten Liebesgeschichten der deutschen Literaturgeschichte.

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    Das glücklichste Jahr

    Helen13

    18. July 2017 um 17:43

    Noch stehe ich ganz unter dem Eindruck von Petra Oelkers Biographie „Das glücklichste Jahr“. Es ist so viel mehr als eine Biographie. Es geht um die Zeit der Aufklärung, im 18. Jahrhundert. Eva Hahn, später König, aus Heidelberg ist die Hauptperson. Ein Untertitel könnte lauten „Das Leben einer tapferen Frau“. Da es aber zu pathetisch klingt, gibt es den Untertitel „Das Leben der Eva Lessing“. Viele wichtige Zeitgenossen tauchen auf, allen voran Gotthold Ephraim Lessing, den Eva heiraten wird, als sie verwitwet. Bis es aber zu dieser Heirat kommt, geschieht so viel, auf das weder Eva noch ihr zukünftiger Ehemann Einfluss haben, dass man einfach nur staunen kann, wie die Menschen diese Anstrengungen und Belastungen ertrugen. Evas Geschichte ist nicht nur die einer großen schwierigen Liebe, sondern auch ein Kampf und sich Behaupten in der schwierigen Geschäftswelt der Männer. Diese Begebenheiten in Worte zu fassen, hat Petra Oelker in diesem Buch großartig gelöst. Akribisch hat sie Quellen zusammengetragen und studiert, in Hamburg, Wien, Heidelberg, Wolfenbüttel und anderen Stätten. Eva Lessings Briefe öffnen das Fenster, nein, die Flügeltüren ins 18. Jahrhundert und wir blicken in einen fiktiven Garten, einer Bühne gleich und schauen einfach zu, wie Eva, ihr erster Mann Engelbert und Lessing zusammen mit den Freunden, Kindern und Verwandten dort ihr Lebensspiel spielen. Wir alle spielen es, aber, es ist eben nicht immer ein Spiel, sondern oft Ernst, eine Quälerei, Verzweiflung, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Abhängigkeit von anderen beim Weg durchs Leben.Eva war eine unglaublich tapfere Frau, ein scharfer, vorausblickender „vernünftiger“ Verstand ihre Stütze. Wenn wir Menschen dieser Zeit über die Reise- und Kommunikationsmöglichkeiten von Evas Zeit lesen, fragen wir uns, wie besonders Liebende dies ausgehalten haben, wochen- sogar monatelang oder auch jahrelang nichts von dem Geliebten zu hören. Aber auch die Geschäfte spielten sich vollkommen anders ab, gereist wurde in Kutschen, der Zustand der Räder, der Pferde, der Straßen, die Wetterverhältnisse, alles schwierig und oft sehr unbequem, eiskalt im Winter, glühend heiß im Sommer, erzwungene Aufenthalte durch Radbruch, Pferdeversagen. Alles brauchte seine eigene Zeit und es blieb keine Wahl, als sich damit auseinanderzusetzen. All dies wird lebendig und so anschaulich beschrieben, als ob man mitten drin ist.Abgesehen von den Protagonisten erleben wir, wie Hamburg sich entwickelt, wie Gebäude wachsen, wie Straßen entstehen, wir treffen Namen an, „Görtz-Palast“ am Neuen Wall, um ein Gebäude zu nennen, Hagedorn, Claudius, Gellert, Haydn, Händel, nur um einige wahllos herausgegriffene zu nennen. Gerade was Hamburg betrifft, ist diese Geschichte eine Fundgrube für diejenigen, die sich für Hamburg interessieren und mehr darüber erfahren wollen, wie es Hamburg und den Hamburgern erging im 18. Jahrhundert erging. Aber auch in andere Städte und ihr Leben dort in dieser Zeit blicken wir, Berlin, Wien, Braunschweig, Mannheim, Wolfenbüttel, Rom, Neapel. Alles erschließt sich uns durch Briefe, die als Literatur zu bezeichnen sind und die klugen Einschübe von Petra Oelker. Ich bezeichne dieses Buch als „page turner“ der ersten Sorte.

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  • Das glücklichste Jahr: Das Leben der Eva Lessing

    Das glücklichste Jahr

    Klusi

    18. March 2016 um 15:07

    Dies ist kein Roman, sondern hier nimmt Petra Oelker ihre Leser mit auf eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert. Wir wandeln auf den Spuren von Eva Lessing, im März 1736 als Eva Catharina Hahn in Heidelberg geboren. Zwölf Jahre war sie mit dem Hamburger Kaufmann Engelbert König verheiratet. Gotthold Ephraim Lessing war dem Ehepaar König freundschaftlich verbunden, und als Engelbert im Jahr 1768 starb, kümmerte sich Lessing um die Witwe, wie er es dem Freund versprochen hatte.Schon bald merkt man, dass seine Zuneigung für Eva tiefer geht. Gotthold Ephraim Lessing hatte sich in die junge Witwe verliebt. Dieses Gefühl war ganz sicher nicht einseitig, und 1771 verlobten sich die Beiden. Aber es sollte noch acht Jahre dauern, bis sie endgültig ein Paar wurden, denn es warteten anderweitige Verpflichtungen auf sie. Während Lessing in Wolfenbüttel die Stelle als Bibliothekar in der Herzog-August-Bibliothek antrat, musste sich Eva erst einmal um den Nachlass ihres verstorbenen Mannes kümmern und reiste für längere Zeit nach Wien, um die König'schen Fabriken weiterzuführen und später zu veräußern. Dies alles nahm mehr Zeit in Anspruch als sie anfangs vermutete.Erst im Oktober 1776 heirateten sie und zogen nach Wolfenbüttel. Leider war dem Ehepaar Lessing nur ein kurzes gemeinsames Glück beschieden, denn schon im Januar 1776 starb Eva, wenige Tage nach ihrem neu geborenen Sohn Traugott, am Kindbettfieber. Der frühe Tod seiner großen Liebe und seines einzigen, neugeborenen Kindes war ein Schicksalsschlag, von dem sich Lessing wohl nie ganz erholte. Er selbst starb nur drei Jahre später. In feinfühliger und sehr sympathischer Weise spürt die Autorin den damaligen Ereignissen und Gegebenheiten nach und fügt sie zu einem stimmigen Bild zusammen. Anhand ihrer lebendigen Schilderungen kann man sich bestens in die Geschichte hinein versetzen, denn sie stellt diesen Zeitabschnitt, das soziale, gesellschaftliche, kulturelle und auch wirtschaftliche Leben, mit all seinen Facetten, sehr bildhaft und ausführlich dar, so dass sich der damalige Zeitgeist (wir befinden uns in der Epoche der Aufklärung) sehr deutlich nachempfinden lässt. Vieles von damals lässt sich anhand von schriftlichen Überlieferungen nachvollziehen, anderes ist ungewiss. Die Autorin hat ein sehr feines Gespür für Stimmungen und Situationen. Eva Lessings Lebensweg ist liebevoll und sehr gründlich recherchiert und dargelegt. Die Lücken zwischen den bekannten Fakten füllt Petra Oelker mit realistischen und sehr pragmatisch angestellten Vermutungen. Anhand der Tatsachen stellt sie sich die Fragen, wie könnte es wirklich gewesen sein, wie hätten die Betroffenen in bestimmten Fällen reagiert. Als Quelle für Informationen standen unter anderem hier besonders die so genannten „Brautbriefe“ zur Verfügung. Dieser rege Schriftwechsel zwischen Eva und Lessing gibt sehr persönliche und authentische Einblicke in das Denken und Fühlen dieses außergewöhnlichen Liebespaars. Bisher kannte ich nur die Romane der Autorin, habe aber nun entdeckt, dass sich Petra Oelker daneben auch gerne außergewöhnlichen Frauenschicksalen widmet und diese nachzeichnet. „Das glücklichste Jahr“ hat mich sehr berührt und beeindruckt, denn das Buch zeigt, dass die faszinierendsten und berührendsten Geschichten doch das Leben selbst schreibt.

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