Petra Oelker Ein Garten mit Elbblick

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Inhaltsangabe zu „Ein Garten mit Elbblick“ von Petra Oelker

Trügerische Gefühle. Windige Geschäfte. Eine Frau nimmt ihr Schicksal in die Hand Hamburg im Sommer 1895: Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die junge Henrietta Winfield aus Bristol an die Elbe zurück. Der alte Mann hat ihr kaum mehr hinterlassen als eine Sammlung moderner Gemälde; sein Vermögen ist verschwunden. Henrietta glaubt sich durch ihren englischen Ehemann versorgt. Bis dieser eintreffen wird, steht die Familie ihr zur Seite: Die Grootmanns gehören zur Crème der hanseatischen Gesellschaft, sie handeln seit Generationen mit Chile-Salpeter, Kaffee und Kautschuk. Doch dann wird am Rande der Speicherstadt ein Toter gefunden - Thomas Winfield. Henrietta, ganz auf sich gestellt, sucht nach Antworten. Warum war ihr Mann heimlich in Hamburg? Was geschah mit dem Vermögen ihrer Familie? Und wie wird ihre eigene Zukunft aussehen?

sehr langatmig

— Nane
Nane

Naja

— Asmodina66X
Asmodina66X

ich komme nicht von der Stelle und habe erst einmal abgebrochen!

— Goldammer
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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick"

    Ein Garten mit Elbblick
    Asmodina66X

    Asmodina66X

    24. December 2015 um 05:53

    Inhalt Hamburg im Sommer 1895: Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die junge Henrietta Winfield aus Bristol an die Elbe zurück. Der alte Mann hat ihr kaum mehr hinterlassen als eine Sammlung moderner Gemälde; sein Vermögen ist verschwunden. Henrietta glaubt sich durch ihren englischen Ehemann versorgt. Bis dieser eintreffen wird, steht die Familie ihr zur Seite: Die Grootmanns gehören zur Crème der hanseatischen Gesellschaft, sie handeln seit Generationen mit Chile-Salpeter, Kaffee und Kautschuk. Doch dann wird am Rande der Speicherstadt ein Toter gefunden – Thomas Winfield. Henrietta, ganz auf sich gestellt, sucht nach Antworten. Warum war ihr Mann heimlich in Hamburg? Was geschah mit dem Vermögen ihrer Familie? Und wie wird ihre eigene Zukunft aussehen? Schreibstil Auch wenn der Schreibstil recht gut ist, passt er nicht zu einem Kriminalroman. Außerdem klärt sich die ganze Sache viel zu schnell auf und enthält nicht wirklich Überraschungen. Fazit Ich würde das Buch nicht als schlecht bezeichnen, aber es wird Überredungskunst kosten, noch einmal ein Buch der Autorin zu lesen.

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  • Hamburg 1895

    Ein Garten mit Elbblick
    Minje

    Minje

    30. May 2015 um 14:40

    "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker erschien 2012 im Rowohlt Taschenbuch Verlag. Henrietta Mommsen ist in Hamburg aufgewachsen, wo der Rest ihrer Familie (die Grootmanns) noch leben. Sie selbst hat Thomas Winfield, einen Engländer geheiratet. Zur Beerdigung ihres Vaters kommt sie nach Deutschland zurück. Kurz nach der Beerdigung erfährt sie vom Tod ihres Ehmannes, der auf offener Straße mit einem Messerschnitt durch die Kehle ermordet wurde. Ein Verdächtiger, der die Taschenuhr von Thomas Winfield im Besitz hatte, wurde kurz darauf auch tot aufgefunden. Zu den Todesfällen kommt noch hinzu, das das ganze Geld der beiden finanziell gut situierten Familien weg ist und Henrietta so völlig mittellos dasteht. Henrietta selbst belegt einen Kurs an einer Damenmalschule. Dies tut ihr gut, und so lernt sie Christine von Edding kennen. Eine Dame, die ihr erzählt, das die Kiesel in der Weste des Verstorbenen Rohdiamanten sind. Thema ist zum einen die Suche nach der Wahrheit. Werden die Polizisten den wahren Mörder herausfinden? Und zum anderen der Umgang mit Trauer. Felix als Person gefällt mir nicht. Mir fiel während des Lesens immer wieder auf, das er Henrietta nicht alleine lassen wollte, das er sie bevormunden wollte. Und wie man am Ende sieht, ist er nicht ganz unschuldig. Henrietta gefällt mir nicht voll und ganz. Das sie zur Damenmalschule geht, gefällt mir, Doch sie lässt sich zu lange von ihrer Familie bevormunden sowie am Ende des Romans. Wilhelmine wird zwar nur kurz erwähnt, ist aber eine ganz tolle Person. Die Idee mit den Tagebüchern des Vaters gefällt mir. Toll, das sie das letzte dann auch noch findet. Was ein Pluspunkt für das Buch ist: Die Gesellschaft um 1895 in Hamburg wird beschrieben, man erhällt interessante Einblicke. Sowohl in die Zeit, als auch in verschiedene Gesellschaftsschichten, Standesunterschiede. Insgesamt ist mir im Buch zu wenig Spannung. Und ich hätte mir ein anderes Ende erhofft.

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  • Für Hamburg Liebhaber ...

    Ein Garten mit Elbblick
    engineerwife

    engineerwife

    12. December 2014 um 14:31

    Zugegeben, es war ein wenig schwierig, sich in das Buch rein zu lesen. Man musste erst lernen, die Zusammenhänge zu verstehen und die verschiedenen Familienmitglieder der Familie Grootmann einordnen zu können. Petra Oelker vermittelt dem Leser jedoch einen wunderbaren Eindruck in das Leben in und um Hamburg kurz vor der Jahrhundertwende. Sie schildert das alte Hamburg so detailverliebt, dass man sich in Gedanken dort wähnt, wenn man die Augen schließt. Die Familie Grootmann erinnerte mich manchmal stark an die Kaufmannsfamilie der Buddenbrooks. Auch hier fand man einen abtrünnigen Sohn im Ausland, der sein Vermögen verspielte, einen sehr ersten und geschäftstüchtigen Sohn und Töchter, die den Buddenbrook Mädchen nicht unähnlich waren. Diese kleine zufällige Anlehnung hat mir gut gefallen. Lediglich der Ermorderte Thomas Winfield, um den sich der Kriminalroman drehte, blieb recht blass im Hintergrund. Überhaupt fehlte dem Buch einiges an Spannung, weshalb ich es eher als einen Gesellschaftsroman und nicht als Krimi bezeichnen würde.

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  • Leserunde zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    PetraOelker

    PetraOelker

    Hallo, Ihr da draußen! Wer hat Lust, mein neues Buch zu lesen? Zwanzig Freiexemplare werden hier verlost. Eine Leseprobe findet Ihr unter diesem Link:  http://www.rowohlt.de/fm/131/Oelker_Ein_Garten_mit_Elbblick.pdf Die Geschichte um die junge Henrietta Winfield ist im Hamburg des Jahres 1895 angesiedelt. Henrietta lebt seit vielen Jahren in Südwestengland, sie kommt zurück an die Elbe, um ihren plötzlich gestorbenen Vater zu beerdigen, Sophus Mommsen, und seinen Nachlass zu regeln. Sie ist seine einzige Erbin. Über ihre Mutter, die sie sehr früh verloren hat, ist sie mit der außerordentlich wohlhabenden Kaufmannsfamilie Grootmann verwandt, auch wenn der Kontakt stets dünn war, findet sie hier überaus bereitwillige Hilfe. Alle stehen ihr zur Seite, ob mit Freundlichkeit, Trost oder ganz konkreter juristischer Beratung in Sachen Erbe. Von dem ist allerdings nur noch wenig zu finden: Außer dem Haus mit Garten an der Elbe eine so überraschende wie umfangreiche Sammlung moderner Gemälde. Ihr Wert scheint kaum der Rede wert. Jedenfalls auf den ersten Blick.  Und dann wird an einem Brunnen nahe der neuen Speicherstadt ein Toter gefunden, Opfer einer nächtlichen  Messerattacke. Bis die Polizei - der junge Kriminalkommissar Paul Ekhoff, einer der den Aufstieg von ganz unten ins Kleinbürgertum geschafft hat,  gehört auch zu den Hauptpersonen dieses Romans - herausfindet, dass der Tote Henriettas in Antwerpen vermuteter Ehemann Thomas Winfieldist, bleibt ihr eine kurze Frist, nur um ihren Vater zu trauern. Und zu erkennen, dass sie den alten Mann an der Elbe nicht wirklich gekannt hat.  Und Thomas? Warum war er so heimlich in Hamburg? Was hat er mitten in der Nacht am Hafen gemacht? Was ist aus dem Vermögen ihres Vaters geworden? Wer steckte hinter seiner neuen Vorliebe für diese seltsame moderne Malerei? Und was haben einige Mitglieder der Damenmalschule bei der Alster mit alledem zu tun?  Nicht zuletzt - wie kann Henriettas Zukunft jetzt noch aussehen? Natürlich muss Henrietta sich selber auf den Weg machen, um die Rätsel zu lösen. Seid Ihr neugierig geworden? Hoffentlich.  Wer eines der Freiexemplare ergattern möchte, muss allerdings eine kleine Aufgabe erfüllen - ein Rätsel lösen. Na gut, Rätsel ist hier wohl der falsche Ausdruck. Sagen wir besser:  Eine Reiseführer-Frage beantworten.  Was findet ihr besonders spannend an Hamburg? Ein kleiner Nachsatz: Ich bin zum ersten Mal mit einem Buch in der Leserunde von LovelyBooks - und sehr gespannt, was nun passiert. Einsendeschluss ist Dienstag, der 6. November 2012. Herzliche Grüße an alle Leseratten Petra Oelker

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    mecedora

    mecedora

    13. January 2013 um 21:51

    Hamburg 1895, Henrietta Winfield kehrt nach dem Tod ihres Vaters in die Hansestadt zurück. Ihr Mann Thomas ist in Geschäftsdingen noch in Amsterdam unterwegs und kann nicht bei ihr sein. Bis er eintrifft, kümmert sich die Verwandtschaft Henriettas um die junge Frau, der ihr Vater außer einer Gemäldesammlung kaum etwas hinterlassen hat - alle Ersparnisse wurden verspekuliert. Doch zum Glück ist auch ihr Mann gutsituiert und Henrietta auch nach dem Verlust ihres Vaters wohl versorgt. Denkt sie, denn dann wird in der Speicherstadt ein Toter aufgefunden - ihr Ehemann, wie sich herausstellt. Henrietta ist nun ganz auf sich gestellt. Wer ist Freund, wer Feind? Warum war ihr Mann in Hamburg, ohne dass sie davon wusste? Was geschah mit dem Vermögen ihres Vaters? Und wer ist der Mörder von Thomas? Und überhaupt, was überhaupt wird aus ihr, Henrietta? "Ein Garten mit Elbblick" ist ein historischer Roman etwas ungewöhnlicher Manier, integriert er doch ganz zentral einen Mordfall und diverse kriminelle Verwicklungen. MIr gefällt diese Mischung sehr gut, eine Mischung, bei der der historische Anteil trotz des handlungsbestimmenden Kriminalfalls überwiegt. Das Buch ist fesselnd, aber nicht unbedingt spannend im Sinne eines Krimis oder gar Thrillers. Vielmehr besticht es durch historische Genauigkeit in der Darstellung der Hansestadt, des Geschäftsgebarens, aber auch und vor allem in der Charakterzeichnung. Petra Oelkers Figuren sind plastisch und charismatisch, der Schreibstil flüssig und sehr bildhaft - ich habe mich beim Lesen gefühlt, als sei ich dabei. Das hanseatische Understatement, vor allem aber die charakteristischen Eigenheiten und die gesellschaftliche Etikette im ausgehenden 19. Jahrhundert sind ausgesprochen gut getroffen und sowohl atmosphärisch als auch bezüglich Handlung und Personal gekonnt umgesetzt. Von der ersten bis zur letzten Seite fühlte ich mich beim Lesen gut unterhalten. Vor allem die Sprache Petra Oelkers, elegant, ironisch und gleichzeitig humorvoll, dabei sehr prägnant, hat mir große Freude bereitet. Das wird ganz sicher nicht das letzte Bild sein, das ich von der Autorin sein. Für "Ein Garten mit Elbblick" gibt es von mir alle fünf Sterne.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. January 2013 um 14:59

    Historischer Kriminalroman * Hamburg 1895: Henrietta Winfield kehrt zur Beerdigung ihres Vaters nach Hamburg zurück. Doch dieser Todesfall soll nicht der einzige Schicksalsschlag im Leben der jungen Frau bleiben. Wenig später bekommt sie die Information, dass ihr Ehemann, der sich unter einem falschen Namen in Hamburg aufhielt, ermordet aufgefunden wurde. Um sich zu erholen verbringt sie einige Zeit bei ihren Verwandten, doch einige ihrer Äußerungen verschaffen Henrietta alles andere als Erholung... * Als erstes möchte ich den wirklich sehr detaillierten und hamburgverliebten Schreibstil von Frau Oelker erwähnen. Sie versteht es definitiv das vergangene Hamburg vor den Augen des Lesers auferstehen zu lassen und beschreibt auch die gesellschaftlichen Eigenarten und Veränderungen sehr gut. * Die Entwicklung und Darstellung der Charaktere hat mir auch sehr gut gefallen, man kann mit ihnen Fühlen und die Handlungen nachvollziehen. Jedoch bin ich ein wenig enttäuscht, was den kriminalistischen Hintergrund dieses Romanes angeht - es war mir persönlich einfach etwas zu wenig, zu ungenau. * Wenn man "Ein Garten mit Elbblick" nur als historischen Roman ansieht, kann er definitiv punkten, sobald man das Buch aber unter dem Aspekt historischer Kriminalroman liest, verliert das Buch ein wenig an seinem Reiz, obwohl es handwerklich ein wirklich tolles Buch ist. * Erklärend möchte ich noch hinzufügen, dass ich mich ja sowieso immer mit historischen Büchern etwas schwer tue und es da wahrscheinlich einfach viel passendere Leser als mich gibt. Dennoch wollte ich einen Versuch wagen, da ich vor nicht allzulanger Zeit mit Anja Marschalls "Fortunas Schatten" wirklich einen grandiosen historischen Kriminalroman gelesen habe. * Ich würde "Ein Garten mit Elbblick" begeistern Hamburgliebhabern und Freunden von historischen Romanen empfehlen, denn die werden wirklich Spaß mit diesem Buch haben!

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    FraeuleinHuetchen

    FraeuleinHuetchen

    29. December 2012 um 18:58

    Der kriminalhistorische Roman angelegt im Sommer 1895: Die Protagonisten Henrietta Winfield kehrt zur Beerdigung ihres Vaters aus Bristol nach Hamburg zurück. Wenig später informiert sie der jungen Kommissar Ekelhoff, dass ihr Ehemann sich unter Nennung eines falschen Namens in Hamburg aufhielt und ermordet aufgefunden wurde. Um sich von diesen Schicksalsschlägen zu erholen, verbringt Henrietta ein paar Wochen bei Ihrer Familie mütterlicherseits, den Grootmanns, hochangesehene Mitglieder der hanseatische Gesellschafte. Diese sind es auch, die ihr mitteilen, dass sowohl ihr Mann als auch ihr Vater ihr Vermögen in mysteriösen Geschäften verloren haben. Da die Ermittlungen eher schleppend voranlaufen, sucht Henrietta selbst nach den Antworten auf ihre Fragen. Der Krimi-Plot dient bei diesem Buch wirklich nur als roter Faden, was sich nicht zuletzt in dem hastigen Ende zeigt. Vielmehr und vor allem lobend zu erwähnen, finde ich die detailreichen Beschreibungen. Die städtebauliche Entwicklung von Hamburg um die Jahrhundertwende, aber auch die sich ankündigenden Gesellschaftsveränderungen sind so gut dargestellt, dass man sich sehr gut rein versetzen kann. Abschließend muss ich sagen: Als Krimi bekommt es bei mir einen Stern, als Roman an sich vier. Ich frage mich jedoch, wenn es wirklich als Serie gedacht ist, warum findet man nicht einen entsprechenden redaktionellen Hinweis auf der Rückseite des Buches oder anderswo an präsenter Stelle?

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    lemmy69

    lemmy69

    15. December 2012 um 13:21

    Der Roman spielt in Hamburg Ende des 19. Jahrhunderts. Henrietta Winfield reist in ihre alte Heimat Hamburg, um dort ihren Vater zu beerdigen. Was sie nicht weiß, dass ihr Mann bereits in der Stadt ist und dort einem Mord zum Opfer fällt. Petra Oelker erzählt eine Familiengeschichte aus der gehobenen Klasse in Hamburg. Der Schreibstil ist fein und passend sowohl in die Zeit als auch in die beschriebene Gesellschaftsschicht. Die Familiengeschichte und Hamburg wird sehr detailliert beschrieben und gewährt einen tollen Einblick in diese Gesellschaft und auch in diese Zeit. Was mir jedoch etwas gefehlt hat, war der Krimihintergrund. Die eigentliche Straftat gerät auf Kosten der Familiengeschichte etwas in den Hintergrund und ist für meinen Geschmack zu kurz geraten. Zudem hatte der Roman für mich einige Längen und aus dem Grunde vergebe ich nur vier Punkte, obwohl es ein wirklich richtig schönes Buch ist.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    Queenelyza

    Queenelyza

    Was haben wir denn hier? Einen historischen Roman mit Krimielementen? Ein Krimi im historischen Gewand? Zu beidem kann man "ja" sagen, aber keines von beiden trifft dieses Buch wirklich. Und wie so oft kommt es bei der Beurteilung darauf an, was man erwartet hat - und ob man sich von diesen Erwartungen lösen kann, wenn sie nicht konform zum eigenen Empfinden gehen. Henrietta Winfield, eine junge Frau, reist aus England zur Beerdigung ihres Vaters nach Hamburg. Dort angekommen, muss sie nach einer Weile erfahren, dass sie wohl nicht allzu viel erben wird, da das Vermögen des Vaters aufgebraucht ist. Auch ihr Mann, mit dem sie noch gar nicht so lange verheiratet ist, wird plötzlich unter mysteriösen Umständen ermordet in Hamburg aufgefunden. Dabei wähnte die junge Ehefrau ihn noch in England. Was nun? Das Buch ist ein bisschen Krimi, ein bisschen mehr historischer Roman, aber in allererster Linie ein klassisches und eindrucksvolles Gesellschaftsportrait der damaligen Zeit. Die mehr oder weniger skurrilen, undurchsichtigen und zum Teil auch unsympathischen Familienmitglieder, die uns in diesem Buch begegnen, sind ein wahrer Genuss und werden ausführlich portraitiert. Dies geht natürlich zu Lasten der Schnelligkeit des Buches, war für mich allerdings kein Manko. Viele Gespräche und Situationen werden sehr ausführlich geschildert, was für mich ein großes Plus des Buches ist, zusammen mit den schönen Beschreibungen von Hamburg und Umgebung. Allerdings passiert hier nicht übermäßig viel, die Ereignisse geschehen ruhig und fast unvermeidbar aufeinanderfolgend, einiges konnte ich bereits im Vorfeld so erahnen. Aber beileibe nicht alles, denn vom Schluss war ich dann doch recht überrascht. Vor allem, wie plötzlich dann die Auflösung erfolgte! Aber auch diese rasche Lösung empfand ich als sehr gelungen, denn ohne viel verraten zu wollen, ist Henrietta einfach zur falschen Zeit am falschen Ort, und die Dinge geraten ins Rollen. Manchem Leser mag das zu schnell gehen, nachdem die Autorin sich vorher so viel Zeit gelassen hat, ich fand die Situation sehr passend und gelungen. Irgendwie hat mich das Buch an alte Kriminalfilme aus den sechziger Jahren erinnert; erst werden die Personen sehr langsam und behutsam eingeführt und charakterisiert, dann "plätschert" es ein wenig vor sich hin, um den Beobachter durch viele Details auf die falsche Spur zu bringen - und am Schluß kommt es sozusagen zu einem Knalleffekt, der ganz anders aussieht als der Leser / Zuschauer erwartet. Für mich war die ganze Konstruktion so absolut passend und stimmig und verbindet sich mit dem eloquenten und geschliffenen Schreibstil der Autorin zu einem für mich perfekt gelungenen Leseerlebnis!

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    Klusi

    Klusi

    29. November 2012 um 11:49

    Als im Sommer 1895 die in Bristol verheiratete Henriette Winfield nach Hamburg reist, um ihrem kürzlich verstorbenen Vater die letzte Ehre zu erweisen, ahnt sie nicht, dass sich auch ihr Mann in der Stadt aufhält, den sie eigentlich in geschäftlichen Angelegenheiten in Antwerpen vermutet. Wenig später wird am Hamburger Messbergbrunnen ein anonymer Toter gefunden. Kommissar Ekhoff nimmt die Ermittlungen auf, da der unbekannte Mann ermordet wurde. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Erstochenen um Thomas Winfield handelt, der sich unter falschem Namen in Hamburg einquartiert hatte. Als Ekhoff Winfields Gattin aufsucht, um ihr dies mitzuteilen, ist es ein großer Schock für die junge Frau. Innerhalb kürzester Zeit hat sie nicht nur die beiden Menschen verloren, die ihr besonders nahe standen, sondern es stellt sich heraus, dass sie außerdem völlig mittellos dasteht, denn weder ihr Vater noch ihr Gatte haben ihr etwas hinterlassen, obwohl sie sich bisher gut versorgt geglaubt hatte. Henriette will wissen, was hinter der ganzen Sache steckt, wieso sich ihr Mann anonym in Hamburg aufgehalten hat und wohin das Vermögen ihrer Familie verschwunden ist. Sie beginnt, selbst Nachforschungen anzustellen. Die Lebensart der besseren Hamburger Gesellschaft zum Ende des 19. Jahrhunderts wird sehr treffend und mit großer Sorgfalt geschildert. Alle in die Geschichte eingebundenen Personen sind akribisch genau beschrieben. Leider bleibt die kriminalistische Handlung dabei auf der Strecke, denn immer wenn es interessant wird und die Story gerade an Tempo gewinnt, erfolgt eine ausschweifende und detailgenaue Schilderung des Schauplatzes oder diverser verwandtschaftlicher Beziehungen und nimmt der Spannung wieder den Wind aus den Segeln. Auch werden einige Dinge erwähnt bzw. kleinere Handlungsstränge begonnen, die sich bis zuletzt nicht aufklären. Fesseln konnte mich die Handlung erst im letzten Drittel, dann ist das Umfeld ausführlich beschrieben, der Erzählstil wird lebhafter, und es ergeben sich neue Aspekte. Mit dem Ende bin ich leider nicht so ganz glücklich, denn viele Details, von denen ich während des Lesens angenommen hatte, sie würden noch geklärt, sind leider im Sande verlaufen. Der Schreibstil des Romans ist schön und elegant und passt sich somit der beschriebenen Atmosphäre und dem geschilderten Lebensstil gut an. Sprachlich habe ich durchaus Gefallen an diesem Buch gefunden, denn man erfährt viel Wissenswertes über das alte Hamburg und seine Gesellschaft. Insofern sehe ich diese Geschichte eher als Sittengemälde der damaligen Zeit und nicht so sehr unter dem kriminalistischen Aspekt. Da dieses Buch der Auftakt zu einer neuen Kaufmanns-Saga ist, kann man in den Folgebänden sicher mit weiteren Klärungen und Auflösungen rechnen.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    27. November 2012 um 21:46

    Dieser historische Kriminalroman spielt in Hamburg im Jahr 1895. Henrietta Winfield, die junge Protagonistin kehrt zum Begräbnis ihres Vaters aus England nach Hamburg zurück. Kurze Zeit später muss sie erfahren, dass ihr Mann Thomas Winfield, der ohne ihr Wissen unter falschem Namen in Hamburg war, ebenfalls ermordet wurde. Dazu kommt noch, dass ihr Erbe sich als sehr gering herausstellt. Unterstützung erfährt sie durch ihre Familie mütterlicherseits, die aber auch ihre Geheimnisse hat und sich streckenweise merkwürdig verhält. Der ermittelnde Kommissar ist ein Jugendfreund Henriettas. Sein Leben und seine Berufswelt wird sehr detailgetreu dargestellt, ebenso das Leben der großbürgerlichen Verwandtschaft, den Grootmanns. Der Schwerpunkt und die Stärke des Romans liegt meiner Ansicht nach in der detailgenauen Schilderung des Lebens in der Hafenstadt Hamburg um 1895 in verschiedenen Gesellschaftsschichten, der Kriminalfall ist ein wenig untergeordnet.Erst am Schluß wird das Rätsel äußerst überraschend gelöst. Mir hat das Buch als historischer Hamburg -Roman sehr gut gefallen, als Kriminalroman hätte ich mir eine umfangreichere Auflösung gewünscht. Man kann sich das Leben in Hamburg in dieser Zeit richtig bildhaft vorstellen. Insgesamt eine klare Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    Goch9

    Goch9

    25. November 2012 um 13:26

    Hamburg im Sommer 1895: Henrietta Winfield kehrt zur Beerdigung ihres Vaters in ihr Geburtshaus zurück. Seit zwei Jahren ist sie mit Thomas Winfield verheiratet und lebt in Bristol. Der Tod ihres Vaters kommt sehr überraschend, so dass sie ohne ihren Ehemann anreisen muss, da dieser sich noch auf Geschäftsreise befindet. Alles wurde bereits von ihrer Familie geregelt. Ihre Familie, die Grootmanns, das sind die Schwester ihrer verstorbenen Mutter mit ihrem Ehemann Friedrich und ihren fünf erwachsenen Kindern. Die Grootmanns sind geachtete Kaufleute und die Creme der hanseatischen Gesellschaft. Als plötzlich Henriettas Ehemann ermordet am Rande der Speicherstadt aufgefunden wird, bricht Henriettas behütete Welt zusammen. Petra Oelker versteht wie kaum eine Andere den Leser in das historische Hamburg zu entführen. Neben der Handlung des Krimis schildert sie das Leben in Hamburg gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Aufbruchsstimmung, die technischen Errungenschaften und das alltägliche Leben der jeweiligen Gesellschaftsschichten werden interessant und sehr genau beschrieben. Besonders die Unterschiede der einzelnen Gesellschaftsschichten und der schwierige Weg von einer in die andere Schicht, in die man nicht geboren wurde, werden deutlich herausgestellt. Nicht nur an Hand der Hauptfigur, Henrietta, wird deutlich, dass einige wenige Frauen in dieser Epoche anfangen, selbstständig zu agieren. Der Kriminalfall ist am Schluss zwar etwas zu kurz gekommen, aber ich denke, das war auch nicht die Hauptintension dieses Buches. Ich habe es sehr genossen, 395 Seiten lang in der Welt der hanseatischen Gesellschaft des 19.Jahrhundert zu schwelgen und das Gefühl zu haben mittendrin zu sein.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    Sophie333

    Sophie333

    24. November 2012 um 16:03

    Hamburg im Sommer 1895. Henrietta Winfield reist in ihre Heimat zurück, da ihr Vater verstorben ist. Schon bald stellt sich heraus, das er ihr nichts außer das Haus und ein paar Gemälde hinterlassen hat. Nur ein paar Tage nach ihrer Ankunft erfährt sie auch noch, das ihr Mann Thomas ermordet wurde. Nur was tat er in Hamburg?! Was machte er Nachts draußen und warum reiste er unter falschem Namen?! Henrietta zweifelt daran, ob sie jahrelang ihren Mann nicht wirklich gekannt hatte und macht sich bald selbst auf die Suche nach den Warums. "Ein Garten mit Elbblick" erzählt die Geschichte einer jungen Frau die in kurzer Zeit ihre Liebsten verliert. Familie wird hier jedoch weiter groß geschrieben. Die Beschreibungen Hamburgs des 19.Jahrhunderts sind bildhaft, sodass man leicht in die Zeit abtauchen kann. Wobei sie streckenweise etwas zu viel des Guten sind. Aber das ist natürlich Geschmackssache. NIchtsdestotrotz ein angenehmer Schreibstil der einen das Buch flüssig lesen lässt. Nur Spannung kommt dabei nicht wirklich auf. Etwas mehr hätte wohl nicht geschadet. Es plätschert leider etwas vor sich hin. Die Charaktere wiederrum sind sehr genau beschrieben. Man hat sogleich eine Vorstellung von ihnen, auch ihren Eigenarten. "Ein Garten mit Elbblick" - Wer sich von der ausführlichen Beschreibung Hamburgs nicht abschrecken lässt wohl ein perfekter Roman. Spannungstechnisch jedoch noch ausbaufähig.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    jackdeck

    jackdeck

    22. November 2012 um 08:38

    Wir schreiben das Jahr 1895 Henrietta kehrt nach Hamburg zurück um der Beerdigung ihres Vaters beizuwohnen. Noch vernebelt von der Trauuer um ihren Vater kommt die nächste Hiobsbotschaft ihr Mann wurde ebenfalls tot aufgefunden. Er war ebenfalls in Hamburg unter falschen Namen, was hatte er zu verbergen ? Nach dieser Nachricht , die ihr ein alter Jugendfreund überbringt , fällt Hetty in tiefe Trauer und kommt bei der Familie Grothmann unter , nach einigen Wochen will sie die Wahrheit herausfinden, und die Unklarheiten des Todes ihres Gatten klären. Dabei behilflich sind eine Malschule, vergessene Tagebücher und einige Zufälle. Ich kann nur so viel verraten das Ende ist überraschend,. Wunderbares Buch mit bildhafter, detailierter Beschreibung der guten alten Hansestadt, man schnuppert praktische in die alten Speicher rein und nimmt den Duft der Gwürze und des Kaffees wahr.

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  • Rezension zu "Ein Garten mit Elbblick" von Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick
    tigerbea

    tigerbea

    21. November 2012 um 22:46

    Hamburg, Sommer 1895. Henrietta Winfield kommt aufgrund des Todes ihres Vaters nach Hamburg zurück. Sie muß feststellen, daß keinerlei Gelder mehr vorhanden sind, das einzige Erbe ist eine Gemäldesammlung. Noch fühlt sie sich sicher und gut versorgt. Doch dann wird am Rande der Speicherstadt eine Leiche gefunden. Es handelt sich um ihren Mann Thomas Winfield. Henrietta stellen sich viele Fragen, denn sie weiß weder, was ihr Mann in Hamburg wollte, noch wo das Familienvermögen geblieben ist. Dieser Roman überzeugt schon durch die Beschreibung des alten Hamburgs. Petra Oelker hat so detailreich und genau beschrieben wie das alte Hamburg aussah, man fühlt sich direkt in die Zeit versetzt. Die Charaktere sind ebenso gut beschrieben, man kann sich vorstellen, daß sie genau so früher gelebt haben könnten. Ein sehr schöner historischer Hamburgroman!

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