Petra Pinzler

 4,3 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor*in von Vier fürs Klima, Immer mehr ist nicht genug! und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Petra Pinzler, geb. 1965, Studium von Wirtschafts- und Politikwissenschaft und Besuch der Kölner Journalistenschule; von 1998 bis 2001 war sie ZEIT-Korrespondentin in Washington, danach bis 2007 in Brüssel; seitdem für die ZEIT in Berlin zuständig für den Politik- und Wirtschaftsbereich.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Petra Pinzler

Cover des Buches Vier fürs Klima (ISBN: 9783426302736)

Vier fürs Klima

(7)
Erschienen am 01.07.2020
Cover des Buches Immer mehr ist nicht genug! (ISBN: 9783570551639)

Immer mehr ist nicht genug!

(4)
Erschienen am 05.09.2011
Cover des Buches Der Unfreihandel (ISBN: 9783499631054)

Der Unfreihandel

(2)
Erschienen am 25.09.2015
Cover des Buches Auch das noch! (ISBN: 9783451397943)

Auch das noch!

(1)
Erschienen am 12.05.2025
Cover des Buches Wie geht es der Erde? (ISBN: 9783831205431)

Wie geht es der Erde?

(1)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Hat das Zukunft oder kann das weg? (ISBN: 9783593519135)

Hat das Zukunft oder kann das weg?

(0)
Erschienen am 04.09.2024

Neue Rezensionen zu Petra Pinzler

Cover des Buches Auch das noch! (ISBN: 9783451397943)
Nele33s avatar

Rezension zu "Auch das noch!" von Petra Pinzler

Nele33
geniale Umsetzung

Den Podcast "Auch das noch?"Petra Pinzler und Stefan Schmitt finde ich genial und war auf das Buch mehr als gespannt.

Die Macher des Podcasts verstehen es immer wieder mir positive Gefühle bezüglich der Probleme in Deutschland und in der Welt zu machen. Dass dies nun auch in gedruckter Form möglich ist, finde ich nach dem Lesen einfach nur gut. Die Kapitel sind klar gegliedert und beschäftigen sich mit 12 Podcastfolgen, die in erster Linie ums Verstehen der Situation geht. Dafür werden die Zusammenhänge mit Experten erläutert, aber das Beste kommt wie immer zum Schluss, der Ausblick auf die Situation in 10 Jahren gepaart mit einer möglichen Lösung.

Ich war mir nicht sicher, wie die Umsetzung in den schriftlichen Bereich funktionieren wird und muss sagen, einfach nur perfekt. Da wird nichts beschönigt, sondern be- und durchleuchtet.

Das Buch kommt auf meine Geschenkliste für Geburtstage, sodass noch viele Menschen in den Genuss kommen werden sich nicht alles so aussichtslos im Weltgeschehen anzusehen.

Cover des Buches Immer mehr ist nicht genug! (ISBN: 9783570551639)
mcallonnecs avatar

Rezension zu "Immer mehr ist nicht genug!" von Petra Pinzler

mcallonnec
Kein Königsweg, aber ein guter Überblick

Geschrieben aus der Perspektive einer Journalistin. Zusammengetragen aus recherchierten Erkenntnissen einiger Wissenschaftler, die sich mit Glück, Wirtschaftswachstum und der Messung derselben mittels geeigneter Indikatoren beschäftigen. Insgesamt ein Überblicksbuch, das einen über die Thematik nachdenken lässt, aber einen Königsweg kann auch dieses Buch nicht aufzeigen.

Rezension zu "Immer mehr ist nicht genug!: Vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück" von Petra Pinzler

Mit dem Wachstum scheint es mir so zu sein wie mit dem Schuldenmachen und dem Klima. Irgendwann schlägt die Quantität in eine Qualität um, die das genaue Gegenteil von dem ist, was ursprünglich gedacht und geplant war. Und dann beginnen hektische Bemühungen, wie man sie in den vergangenen Monaten fast jeden Abend live am Fernseher in den Nachrichten beobachten konnte. Und dem kritischen und einigermaßen seiner Sinne und seines Urteilsvermögens mächtigen Zeitgenossen dämmert etwas, was Albert Einstein einmal so formulierte:
„Wir können Probleme nicht durch dieselbe Denkweise lösen, die sie geschaffen hat.“

Diesen Satz hat Petra Pinzler, seit langen Jahren Korrespondentin der ZEIT und seit 2007 Mitglied der Hauptstadtredaktion dieser Wochenzeitung, ihrem Buch vorangestellt , in dem sie darüber nachdenkt, wie eine Gesellschaft „vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück“ kommen kann. Man muss, so Pinzler, sich endgültig von den bisherigen Parametern trennen, mit dem unsere Gesellschaft ihr eigenes Wohlergehen und das seiner Mitglieder gemessen und ausgedrückt hat. Über lange Zeit war es das Bruttoinlandsprodukt, für das das Wirtschaftswachstum der wichtigste Indikator war.

Doch die kritischen Fachleute wissen es schon lange, in den siebziger Jahren wurde schon von Wissenschaftler darüber nachgedacht, aber langsam sickert es auch in die Köpfe und vor allem die Seelen von immer mehr ganz normalen Menschen ein: mehr Wachstum macht die Menschen eines Landes nicht automatisch glücklicher. Im Gegenteil: die für das Wachstum immer mehr gesteigerte Produktivität und die dadurch entstehende Mehrbelastung für die Beschäftigten machen immer mehr Frauen und Männer krank, krank an Körper und Seele.

Petra Pinzler beschreibt in diesem Buch eindrücklich und ausführlich, was vielen Menschen unbewusst schon lange klar ist: für das persönliche Lebensglück ist nicht nur das wirtschaftliche Wohlergehen der Menschen wichtig, sondern auch Faktoren wie gute Bildung, eine Gesellschaft, in der Gerechtigkeit angestrebt wird; es ist wichtig, dass ich gesund bin und mit meinem Kindern in einer gesunden Umwelt leben kann auch in der Zukunft. Und es ist wichtig – und dieses Element des Lebensglücks wird in den kommenden Jahren noch viel stärker ins Bewusstsein treten – dass ich für mich und meine Familie mehr Zeit habe, bzw. sie mir nehme.

Diese Ergänzung ist wichtig, denn der Einzelne ist nicht nur ein hilfloses Rädchen im Wachstumsgetriebe unserer Gesellschaft, die langsam vor lauter Geschwindigkeit und Problemen die Richtung verliert, sondern er hat es in bestimmten Grenzen, die aber weiter sind, als man es sich normalerweise vorstellt, selbst in der Hand, seinem Leben mehr „Bruttosozialglück“ zu verschaffen. Warum eigentlich immer mehr Konsum, immer mehr vordergründigen Kontakten im Internet hinterher jagen? Warum statt auf die namenlosen Freunde in den Sozialnetzwerken zu schielen (wer kennt mich alles?), sich mal wieder mit einem richtigen Freund treffen und mit ihm zu reden? Jeder hat es selbst in der Hand, ob er die vielen aushäusigen Kontakte wirklich braucht, oder ob er seinem Leben eine andere Richtung gibt, indem er wieder mehr Zeit mit seiner Familie und seinen Kindern verbringt?

Also: nicht immer auf die große Politik schielen, obwohl die von Petra Pinzler auch gehörig zur Brust genommen wird, sondern selbst etwas tun für die eigene Lebensqualität. Viele wird es hart ankommen, denn die Weisheit des „weniger ist mehr“ wirklich zu leben, ist schwerer, als sie bloß immer wieder als schlauen Spruch auf den Lippen zu tragen. Doch es lohnt sich aus einem Hamsterrad des Immer-Mehr auszusteigen, und mein eigenes Lebenstempo wieder selbst zu bestimmen und das, was für meine begrenzte Lebenszeit wichtig ist.

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