Siegen heißt, den Tag überleben

von Petra Ramsauer 
4,9 Sterne bei14 Bewertungen
Siegen heißt, den Tag überleben
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Guter Einblick in das Land Syrien: Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch die geopolitische Entwicklung des Kriegs

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Inhaltsangabe zu "Siegen heißt, den Tag überleben"

Petra Ramsauer ist eine der wenigen Journalistinnen, die noch nach Syrien reisen können. Immer wieder war sie im Zentrum der Kämpfe, u.a. in Aleppo, wo sich nach Meinung vieler der Krieg entscheidet, in Daraya und anderen Städten, in denen die Menschen verhungern und umkommen, belagert und abgeschnitten von der Außenwelt. Sie hat mit Ärzten gesprochen, die unter Bombenhagel arbeiten, mit Bloggern, die unter Lebensgefahr Nachrichten aus dem Land schmuggeln, mit Kommandanten der bewaffneten Opposition und demokratischen Aktivisten, Vertretern des Regimes und der Kurden, mit Menschen, die geflüchtet sind, und anderen, die trotz allem bleiben.

In einfühlsamen Reportagen erzählt sie von all jenen, die in diesem schrecklichen Konflikt ums Überleben kämpfen. Syrien wird immer mehr zu einem Stellvertreterkrieg der Großmächte, in dem auch dschihadistische Extremisten mitmischen – wer den Krieg gewinnen wird, ist noch völlig unklar. Verlieren werden ihn die vielen Millionen Menschen, die vor den Trümmern ihres Lebens stehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783218010603
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum:20.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchsensibelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Guter Einblick in das Land Syrien: Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch die geopolitische Entwicklung des Kriegs
    Guter Einblick in die politische Entwicklung in Syrien

    Syrien.

    Als 2011 die ersten Proteste gegen das Regime Baschar al-Assads laut werden, ahnt niemand, wie schnell sie eskalieren werden. Welche verheerenden Folgen, welche grauenvollen Entwicklungen diese nach sich ziehen werden, überstieg alle Vorstellungskraft.

     

    Ein Funke, der einen Brand unvorstellbaren Ausmaßes auslöste.

    Eine Wirtschaftskrise, die vor allem auf dem Land zu schweren Existenznöten führte, Wut, die schon lange schwelte gegenüber einem korrupten Regime und seinen Mitarbeitern. Ein leiser Protest in Form von Graffiti.

    Daraufhin folgenschwere Gewalt und Brutalität als Einschüchterungstaktik seitens des Regimes, aber auch die Hoffnung auf einen arabischen Frühling, wie er in Tunesien und Ägypten zu beobachten war bei der Bevölkerung.

    Die Hoffnung auf Hilfe durch den Westen oder der NATO bei Kundgebungen wie in Libyen … Doch die Hoffnungen wurden schnell zerschlagen.

    Denn es wird nur allzu sehr auf die beschwichtigenden Reden Baschar al-Assads gehört, die sich letztendlich aber als leere Worte erweisen.

    Innerhalb kürzester Zeit mischen sich auf beiden Seiten ausländische Verbündete ein. Zahlreiche oppositionelle Gruppierungen entstehen, dass kaum noch ein Überblick darüber möglich ist, extremistische Terrornetzwerke finden einen Nährboden in all dem Chaos, um eigene Interessen und Ideologien zu verfechten.

    Der Krieg ist längst zu einem Stellvertreterkrieg der Großmächte ausgeartet. Unter dem explosiven Zerfallsprozess des Landes leidet vor allem die Bevölkerung. Eine halbe Million Tote, elf Millionen Flüchtlinge (die Hälfte aller Einwohner Syriens) sind Vertriebene im eigenen Land, eine Million Flüchtlinge ziehen weiter nach Europa.

    Die Grausamkeiten kennen kein Ende. Die Zivilbevölkerung wird mit Fassbomben und Foltermethoden terrorisiert. Infrastruktur und Kulturschätze des Landes sind längst zerstört, medizinische und Lebensmittelversorgung liegen darnieder.

     Doch wie hat das alles begonnen?

    Die Wurzeln liegen eigentlich schon in den Ereignissen nach dem 1. Weltkrieg, als das osmanische Reich unter Großbritannien und Frankreich aufgeteilt wurde, sowie bei der Gründung von Israel und Palästina nach dem 2. Weltkrieg.

    Grenzen wurden willkürlich gezogen inmitten von Bevölkerungsgruppen unterschiedlichster Ethnien und Glaubensgruppen, was zu immensen Spannungen führte.

    So wird deutlich: der Aufstieg des Islamischen Staats (2014 gegründet), dessen Interesse es ist, diese Grenzen wieder aufzulösen und ein grenzübergreifendes Kalifat zu errichten, ähnlich wie andere Terrornetzwerke, ist weniger eine Ursache, als ein Symptom der Konflikte Syriens.

    Es zeigt aber auch: dass der Sturz des Assad-Regimes allein hier keine langfristige Lösung bieten kann, zu vielschichtig sind die Interessen der einzelnen Oppositionsgruppen, die das Machtvakuum nach eigenem Gutdünken ausnutzen würden.

     

    Apokalyptische Szenen, was bleibt sind tiefe Wunden und Narben

    Allein die syrische Küche hat als Substitut für Heimat überlebt.

    Und einen einheitlichen Konsens gibt es nur noch im Stolz auf die historische Tiefe und Kultur des Landes als „Anker einer gemeinsamen Identität“ (S.33).

    Dass dies nur noch eine Farce, ein Konstrukt ist, wissen wir spätestens nach den Bildern, die wir alle gesehen haben.

    Die meisten Menschen haben nicht mehr ausreichend Zugang zu Wasser, Nahrung, Strom, medizinischer Versorgung, Arbeit oder Schulen und sind inzwischen verarmt. Sie bleiben gezielten Anschlägen auf Krankenhäuser und Wohnorte ausgesetzt – Schutz gibt es nirgendwo mehr.

    Von den zahlreichen Verstößen gegen das Völkerrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ganz zu schweigen.

    Gebiete werden belagert und weiterhin erbitterte Luftkriege geführt. Russland, Iran und das Regime auf der einen Seite, der Westen, Saudi-Arabien, die Türkei auf der anderen, zahlreiche extremistische Gruppen, dazwischen die Zivilbevölkerung. Selbst die Vereinten Nationen ziehen sich aufgrund der Lebensgefahr schlussendlich mit Hilfsprojekten zurück.

     

    Siegen heisst, den Tag überleben … oder?

    Der Kampf um die zweigeteilte Stadt Aleppo ist dabei eine Analogie für ganz Syrien.

    Zwei Lager, die sich nur noch mit Hilfe von Extremisten auf dem Schlachtfeld halten können. (S. 130) Aus den ursprünglichen Rebellen ist längst „eine“ heterogene Opposition geworden: Clans, Gruppen mafiöser, religiöser oder terroristischer Strukturen und Strömungen der moderaten Opposition kämpfen gegeneinander.

    Bei all dem gehen in der Wahrnehmung des Westens und der Medien Gruppierungen unter, die für friedlichen Widerstand eintreten.

    Es gibt sie noch, demokratisch gewählte Stadt- oder Lokalverwaltungen, die selbst organisiert den Alltag und Politik gestalten.

    Oder Aktivisten-Gruppen, wie z.B. die „Weißhelme“, die Initiativen ins Leben rufen, um überparteilich zu helfen, ohne Verfolgung eigener Machtinteressen. Unter Einsatz ihres Lebens, im Untergrund, für einen letzten Rest Würde und Menschlichkeit.

    Und vielleicht ist deren Bedeutung wichtiger denn je, für eine langfristige Lösung…

    Auch wenn diese momentan in weiter Ferne scheint …

     

     

    Die Autorin Petra Ramsauer ist studierte Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Nah-Ost. Seit 20 Jahren steht in ihrem Fokus die dortige Krisen- und Kriegsberichterstattung, zu denen sie auch vor Ort reist.

    Sie beleuchtet in ihrem Buch die geopolitische Entwicklung des Kriegs (bis Ende 2016), die historischen Hintergründe und wichtige Eckdaten des Assad-Regimes, sowie die Interessen der verschiedenen Akteure.

    Der Fokus ist hier ganz klar auf Syrien selbst, weniger auf dem „Stellvertreterkrieg“ und seinen Parteien. Ein aufklärendes Buch, das das Verstehen der Zusammenhänge erleichtert, wenngleich die Ratlosigkeit bezüglich Lösungen natürlich weiterhin bestehen bleibt, sachlich und erschütternd, aber wert, gelesen zu werden! Denn dieser Krieg geht uns alle etwas an – spätestens wenn wir auf die Geschichte der Geflüchteten hier treffen!


    www.buchsensibel.de

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    Anchesenamunvor einem Jahr
    Rezension: "Siegen heißt, den Tag überleben. Nahaufnahmen aus Syrien" (P. Ramsauer)

    In keinem Land der Welt wird bzw. wurde vermutlich in den letzten Jahren so heftig gekämpft wie in Syrien. Das Land, aus dem Millionen Menschen unter Einsatz ihres Lebens flüchten, da es für sie in der Heimat keine Zukunft mehr gibt.

    Mittlerweile werden auch im Buchhandel immer mehr Flüchtlingsschicksale veröffentlicht. Petra Ramsauers Buch beschäftigt sich nicht (vorrangig) mit Einzelschicksalen, sondern versucht, das große Ganze rund um den Syrien-Konflikt zu umreißen. Als Auslandsreporterin konzentriert sie sich schon seit rund 20 Jahren auf Krisen- und Kriegsberichterstattung aus dem Nahen Osten.

    Der Krieg in Syrien ist längst nicht mehr nur ein Kampf zwischen mehreren Kriegsparteien, sondern auch ein gezielter Angriff auf die Zivilbevölkerung. Sie werden systematisch terrorisiert von allen Seiten, gefoltert, getötet oder auch "nur" verwundet, z. B. bei Schießübungen gelangweilter Militärsoldaten.

    Während des Lesens habe ich mir das Ganze so vorgestellt: Ein großes Feld, auf dem Zivilisten stehen. Auf der einen Seite ist Assads Regime. Auf einer Seite stehen Rebellen, auf einer Seite der IS. Auf der vierten Seite vielleicht noch ein paar weitere Gruppen Rebellen oder Terroristen, all die vielen Splittergrupen, die noch so mitmischen. Diese bewerfen sich über den Köpfen der Zivilisten hinweg mit Bomben und beschießen sich. Und da die Gruppen sich auch unter die Zivilisten in der Mitte mischen, wird einfach überall gebombt und geschossen. Die Zivilisten haben keine Chance, diesem Wahnsinn zu entgehen. Sie können nur dastehen und hoffen, dass es nicht sie selbst trifft - oder dass es zumindest schnell geht... Sie sitzen in der Hölle und warten aufs Sterben, so wie schon Familienmitglieder, Verwandte und Freunde vor ihnen gestorben sind. So ist auch der Titel "Siegen heißt, den Tag überleben" das traurige Credo der syrischen Bevölkerung. Auch das herzzerreißende Cover, auf dem Männer Babies durch Trümmer tragen, verdeutlicht die Unbarmherzigkeit dieses Krieges.

    Das Buch ist an und für sich sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Es bietet einen Einblick in die Konflikte in diesem Land, wie sie entstanden, sich entwickelten, welche Parteien kämpfen und welche Auswirkungen dies für das Land und die Bevölkerung bis heute hat. Aber mitunter fiel es mir wirklich schwer, Frau Ramsauers Ausführungen zu folgen und den Überblick zu behalten. Dies liegt nicht unbedingt an der Autorin. Dieser Konflikt ist auch einfach - meiner Meinung nach - wahnsinnig kompliziert, und ich frage mich manchmal, ob die Kämpfer selbst noch wissen, wofür und wogegen sie eigentlich kämpfen... Es wäre jedoch bei dieser komplexen Thematik hilfreich gewesen, das Buch mit "Hilfsmitteln" auszustatten. Eine Karte, die die Aufteilung des Landes zeigt, die wichtigsten Orte, die erwähnt werden. Eine Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen. Eine Übersicht über die verschiedenen Gruppierungen und ihre Ziele. Dies habe ich leider schmerzlich vermisst.

    Es ist ein Sachbuch mit niveauvoller Sprache, das dem Leser auch dementsprechend Aufmerksamkeit abverlangt. Einfach mal so abends im Bett ein bisschen schmökern ist hier eher nicht drin. Zumal die Thematik auch keine leichte Kost ist und man vielleicht nicht gerade mit diesen unschönen Schilderungen im Hinterkopf sanft einschlummern möchte. Ich habe das Buch deshalb über Wochen hin portioniert. Aber ich kenne auch Leute, die es in einem Rutsch gelesen haben. Ich denke, das ist stimmungsabhängig. Es ist ein Buch über den Krieg, und da gibt es nunmal auch viele Stellen, an denen man tief durchatmen muss, bevor man weiterliest. Dennoch versucht die Autorin sachlich zu bleiben, was ihr auch gelingt. Das Buch ist nicht weinerlich oder aufmerksamkeitsheischend. Es beschönigt aber auch nichts. Wie sehr man sich emotional mitreißen lässt, entscheidet letztendlich der Leser.

    Man mag von der europäischen Flüchtlingspolitik halten, was man will, aber niemand wird nach Lektüre dieses Buches noch ernsthaft fragen, warum so viele Syrer aus ihrer Heimat fliehen! Eines ist klar: In diesem Konflikt kann es keine Gewinner geben. Es gibt jetzt schon Millionen Verlierer, und jeden Tag werden es mehr. Am schlimmsten ist es für die Kinder, die in ihrem bisherigen kurzen Leben nichts anderes kennengelernt haben als Angst, Zerstörung und Verlust. Wie bzw. ob man mit einer solch gebrochenen Generation ein kaputtes Land wieder aufbauen kann, bleibt offen.

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    Starbucksvor 2 Jahren
    Syrien besser verstehen

    Ich möchte die Kriegshandlungen und Vorgänge in Syrien besser verstehen und habe Petra Ramsauers „Siegen heißt, den Tag überleben – Nahaufnahmen aus Syrien“ gelesen. Das Buch richtet sich an Laien, die gern mehr Einblicke in Syrien haben wollen. Es ist eine Mischung aus Sachbuch und Erlebnissen, also wahren Begebenheiten aus Syrien. Das Buch schockiert und rüttelt auf, aber es hilft auch, die Situation in Syrien besser zu verstehen. Dieses Sachbuch lebt vor allem durch seine besondere Mischung aus Erlebnissen und Erklärungen. Wenn man denkt, man kann es nicht mehr ertragen und muss das Buch weglegen, kommt wieder ein Sachteil, der die Gefühle beim Lesen etwas abschwächt. Aber man sieht hier schon: Dieses Buch lässt den Leser nicht kalt, ganz im Gegenteil: Es bewegt ungemein und ist oft spannender als jeder Krimi.

    Zum Inhalt: Petra Ramsauer ist eine Journalistin, die sich mutig immer wieder in die Brennpunkte des Krieges in Syrien wagt. Sie kann daher direkt von vorderster Front berichten und hat viel erlebt, ja, beinahe zu viel. In ihrem Buch berichtet sie von den Menschen, die den Tag überleben müssen und sich ihr Leben aus dem, was bleibt, richten müssen, sie berichtet auch von denen, die das Morden nicht überlebt haben. Die Kriegsberichte sind verwoben mit Erklärungen zur Situation und wie es überhaupt zu diesem Konflikt kommen konnte.

    Fazit: Wie bereits gesagt, ist dieses Buch spannender zu lesen als jeder Roman. Es ist erschütternd und aufrüttelnd. Ich habe viel über den Konflikt gelernt, aber auch dies, dass dieser Konflikt kaum zu verstehen, kaum zu überblicken ist, zu verworren sind die Kriegshandlungen vor Ort. Petra Ramsauer leistet Großes, indem sie immer wieder vor Ort berichtet, wo es keine Sicherheit, schon gar nicht für Journalisten gibt.

    Um auch die Menschen besser zu verstehen, die nach Deutschland geflüchtet sind, sollte jeder dieses Buch lesen, diese Schicksale sehen, die zeigen, dass das Ausharren in Syrien eigentlich keine Option ist. Und doch leiden so viele Menschen weiter. Auch das Titelbild mit den geretteten Babys ist erschütternd.

    Alles in allem ist der Autorin hier ein ernstes Sachbuch gelungen, das man aufgrund der geschickt verwobenen Mischung aus Erlebnissen und Erklärungen sehr gut lesen, ja, sogar verschlingen kann. Ich möchte hier eine Leseempfehlung für alle Leser aussprechen, die Syrien nicht kalt lässt. Ich habe den Konflikt in Syrien immer noch nicht in seiner Gänze durchschauen können, aber ich bin ihm ein Stück näher gekommen.

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    Smbergevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: EIn Must-Read für jeden, der den Syrienkonflikt besser verstehen möchte.
    Erklärung des Syrienkonflikts

    Dieses Buch analysiert auf gut verständliche Art und Weise den Konflikt in Syrien. In dem Buch heißt es zwar „Wer den Konflikt in Syrien verstehen will, muß in das Land reisen“, das nimmt uns in diesem Fall die Autorin Petra Ramsauer ab, die das Land aus eigenen Reisen kennt.

    Sehr verständlich führt sie den Leser mit einem kurzen Überblick in die syrische Geschichte ein, in der die Wurzeln des Konflikts liegen. Dann nimmt sie uns mit in das Land, zu Menschen, die in diesem furchtbaren Konflikt leben müssen. Aber nicht nur Einzelschicksale werden uns vorgestellt sondern auch die Machtkämpfe unter den verschiedenen Kriegsparteien, die Einflussnahme ausländischer Mächte wie die USA, Russland, die Türkei und verschiedener arabischer Staaten werden verständlich beschrieben. Dabei schafft es die Autorin durch eine angenehme Mischung aus Hintergrundwissen und Beschreibungen der Lebens in diesem Land die Problematik auf interessante Art zu beschreiben, so dass keine Sachbuchgefühl auftaucht.

    Das Buch lässt sich trotz der doch recht komplexen Hintergründe sehr flüssig lesen und hat eigentlich keine Längen. Nach dem Lesen dieses Buches habe ich das Gefühl, den Konflikt besser zu verstehen, aber leider wird einem auch klar, wie schwer es werden wird, für diesen Konflikt eine Lösung zu finden und den Menschen wieder ein Leben in Frieden zu ermöglichen.

    Ein sehr empfehlenswertes Buch, dass man lesen sollte, wenn man die Hintergründe der Ereignisse in Syrien verstehen will und auch erfahren möchte, was der Konflikt für die Menschen in diesem Land bedeutet.

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    romi89vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein komplexes Werk, dass einen fassungslos zurücklässt
    Ein komplexes Werk, dass einen fassungslos zurücklässt

    Schon beim Blick auf das Cover lef es mir eiskalt den Rücken herunter...
    Männer, die Babys durch Schutt und Asche tragen, in der Hoffnung sie schützen und an einen sichereren Ort bringen zu können.
    Das ist Syrien!
    Und man steht machtlos daneben!

    Petra Ramsauers Werk geht unter die Haut- oft lässt es einen fassungslos zurück.
    Man fragt sich immer wieder: Wie konnte es nur so weit kommen? Und warum unterimmt keiner etwas gegen diesen Wahnsinn?

    Dieses Buch ist eine sehr komplexe, aber gleichwohl faszinierend treffend und grausam realistische Darstellung über das (Über)leben, die Geschichte, Gesellschaft und Politik dieses Landes.
    Und immer wieder werden dabei Einzelschicksale, stellvertretend für viele syrische Lebenswege in den Mittelpunkt gerückt.
    Es zerreißt einem das Herz!

    Es bleibt einem im Gedächtnis, was man in diesem Buch gelesen hat..lange...und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, wenn man sich bewusst wird, dass man kaum mehr als zusehen kann, was dort passiert - ohne, dass ein Ende des Leids für die Menschen dort in Sicht ist.

    Petra Ramsauer hat ein mutiges und einzigartiges Werk geschaffen. Niemand hätte die Ereignisse und Zusammenhänge wohl besser beschreiben können! 

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 2 Jahren
    ‚Syriens kollektive Tragödie besteht aus Millionen individuellen Tragödien [...].‘

    Petra Ramsauer bietet in ‚Siegen heißt, den Tag überleben‘ einen gelungenen Überblick über den Krieg in Syrien und ermöglicht es dem Leser, die Ursachen, Hintergründe und Folgen für das syrische Volk und die Welt besser zu verstehen.

    Dabei geht Ramsauer auf die Rolle des Römischen Reichs, der Islamisierung der Region und des Osmanischen Reichs auf die Geschichte Syriens ein, betrachtet die Bedeutung der Mandatsherrschaft Frankreichs und des arabischen Nationalismus in Bezug auf die heutige Problematik im Land und fasst die Geschichte des Konflikts, den Beginn des Bürgerkriegs und die Ausweitung zum Krieg zwischen den Streitkräften Syriens unter Baschar al-Assad, den alliierten Kriegsparteien und den Gruppen der Opposition auf verständliche Weise zusammen. Ramsauer veranschaulicht ihre Ausführungen anhand von Augenzeugenberichten und unterfüttert ihre Aussagen mit Zahlen, so dass man als Leser eine Vorstellung bekommt, was dieser Krieg bereits angerichtet hat, was er derzeit anrichtet und was er auch in Zukunft anrichten wird:

    ‚Laut Daten der Weltbank beläuft sich der Gegenwert der im Krieg vernichteten Häuser, Kraftwerke, Straßen, Krankenhäuser auf knapp 220 Milliarden Euro. 15 Prozent aller Kindergärten, Schulen und Universitäten liegen in Schutt und Asche. Zehntausende Universitätslehrer sind geflohen, zwei Millionen Kinder gehen nicht mehr in die Schule. Syrien liegt im eigentlichen und im übertragenen Sinn in Trümmern.‘

    Ramsauers Formulierungen treffen stets ins Schwarze, und auf sachliche Weise und mit einfachen Worten bringt sie den desolaten Zustand des Landes auf den Punkt, so dass ihr Buch aufklärt und bewegt, ohne weinerlich oder reißerisch zu sein.

    Sie reduziert für eine bessere Verständlichkeit die Komplexität des Krieges, wenn dies möglich ist, und bietet dem Leser detailreiche Schilderungen, wenn dies nötig ist, um deutlich vor Augen zu führen, was Krieg im Allgemeinen und der Krieg in Syrien im Besonderen bedeutet. Dabei geht sie auf verschiedene Aspekte des Krieges ein: die Kluft zwischen Arm und Reich, die Formierung und Entwicklung der einzelnen Konfliktparteien wie die Al-Nusra-Front, Daesh und die Freie Syrische Armee (FSA), das Abschotten und Aushungern von Widerstandshochburgen wie Daraya, die Bombardierung von Krankenhäusern, das Töten von Ärzten und Pflegern, der Einsatz von Kampfgas und die Folter in den Gefängnissen des Regimes, doch sie erwähnt auch Hoffnungsträger wie die Weißhelme, die den Syrern und den Lesern das Gefühl geben, dass noch nicht alles verloren ist.

    ‚Siegen heißt, den Tag überleben‘ ist ein wichtiges Buch, dem ich viele Leser wünsche. Wer mehr Informationen zum Krieg haben möchte oder wer immer noch nicht versteht, warum Syrer aus ihrem Land fliehen (müssen) und wieso sie unsere Hilfe brauchen, der sollte dieses Buch lesen.

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    Edelstellas avatar
    Edelstellavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch das wehtut beim Lesen über die ungeheuerlichen Grausamkeiten des syrischen Krieges von einer mutigen Frau, um Augen zu öffnen!
    Sie haben auf den Westen gehofft!

    Das Cover dieses Buches läßt uns frösteln: Da tragen junge Väter im syrischen Kriegsgebiet ihre gerade geborenen Kinder über Schutt und Asche, um sie in Sicherheit zu bringen. Das Unschuldigste und das Grausamste vereint in einem Bild des Grauens. Das ist der syrische Krieg, den der Westen und die restliche Welt schon seit Jahren mit anschaut und nichts unternimmt oder nicht fähig ist, um zu helfen. Ohnmächtig sehe ich die Nachrichten täglich und frage mich, wie das möglich ist und warum.

    Darum habe ich das Buch von Petra Ramsauer gelesen und ich ahnte, dass es so richtig wehtun würde, aber wir können doch nicht auf dem Sofa sitzen und die täglichen Meldungen an uns abprallen lassen, während Menschen in der heutigen Zeit gefoltert, grausam gequält, mit Faßbomben getötet und dem Hungertod ausgesetzt werden.

    Dieses Buch erklärt die Bevölkerungsgruppen, die in Syrien vertreten sind, die Religionen, die es dort gibt. Es klärt aber auch über die frühere Schuld des Westens im nahen Osten auf, die geschichtlichen, politischen und militärischen Zusammenhänge weit vor dem jetzigen Krieg. Es erzählt von Ägypten und Tunesien und Libyen und warum die Syrische Zivilbevölkerung auch auf uns hoffte.

    Aber der Westen hat nicht geholfen. Der Krieg wird immer grausamer, weil immer mehr Parteien aus aller Welt(der Westen, die Türkei, Russland, Saudi-Arabien etc. verschieden Gruppen unterstützen, seien es die oppositionellen Gruppen, die Rebellen, die verschiedenen IS, die Assad treuen Anhänger, es ist kaum noch zu verstehen, wer da den richtigen Weg einschlägt. Auf jeden Fall sind die Helden für mich die Weißhelme, die Helfer in Krisensituationen, die sich aus Bäcker, Pianisten und Bänkern aus Syrien zusammengetan haben, um zu helfen, unter dem Einsatz ihres Lebens. Genauso wie die wenigen Notärzte, die noch mit minimalem Medikamentenvorrat und Videokonferenzen aus aller Welt Leben retten, aber schon längst nicht mehr jedes.


    Ich finde was der Soziologe Abdullah al_Khateeb sagt, zeigt nochmal grausam auf, was die die Menschen Mitte 2016 durch die Blockade erleiden(z.B. in Jarmuk S. 102):

    "Wenn du im Laufe der Belagerung viel verlierst, verhärtet sich dein Herz. Es wird zu Stein. Wenn dein erster Freund stirbt, weinst du drei Tage. Beim zweiten zwei Tage und beim dritten einen Tag. Wenn der zehnte Freund dann tot ist, dann begräbst du ihn und lachst dann, um die ganze Lage zu verhöhnen. Und irgendwann bis du überzeugt, dass alle sterben."


    ...und wenn Menschen ein Herz aus Stein bekommen, was passiert dann mit Ihnen und wenn man Ihnen nicht hilft, was macht das mit Ihnen......?

    Ich werde dieses Buch noch mehrere Male lesen müssen, um noch mehr zu behalten von der Vielzahl der unterschiedlichen Zusammenhänge und wie sie entstanden. Petra Ramsauer hat am Ende des Buches sehr viele Quellen aufgeführt und dort kann ich nachsehen und weiterlesen. Aber ich habe jetzt einen dünnen roten Faden, dem ich etwas zufügen kann und etwas erkennen.

    Ich verstehe jetzt, das es keine einfache Lösung gibt, zu viele Gruppen sind involviert und es ist längst ein Stellvertreterkrieg vieler Staaten, der auf dem Rücken einer unschuldigen Zivilbevölkerung ausgetragen wird. Ich danke Petra Ramsauer für ihren mutigen und für uns alle sehr wichtigen Einsatz und für dieses Buch, das etwas Klarheit verschafft über einen Krieg, der grausamer nicht sein kann, der die rote Linie überschritten hat und dem alle ohnmächtig zu schauen.

    Für diese großartige Arbeit kann man nur 5 Lesesterne vergeben und mit diesem Buch sollte in Gymnasien unterrichtet werden, um die Augen zu öffnen, wie furchtbar Menschen leiden müssen, wenn die Machtgier keine Grenzen kennt.

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    Igelchens avatar
    Igelchenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut lesenswert um den Krieg in Syrien zu verstehen.
    Die Ursprünge und verschiedenen Kämpfergruppen des Krieges in Syrien verstehen

     Inhalt  
       
    Petra Ramsauer versucht mit ihrem Buch "Siegen heißt, den Tag überleben" den Krieg in Syrien verständlicher zu machen. Sie erklärt die Entstehung des Krieges, die einzelnen Gruppen auf Seiten der Opposition, die Methoden des Regimes von Assad diesen Krieg zu "gewinnen" und den friedlichen Widerstand.  

    Meinung
      
       
    Wir alle kennen die Bilder aus Syrien von den Medien. Die zerstörten Städte, die verletzten Menschen, den unbarmherzigen Dauerbeschuss. Doch trotz der vielen Nachrichten aus Syrien die man liest und sieht, ist es für viele von uns nicht einfach zu verstehen was dort wirklich passiert. Auch mir ging es so.
    Petra Ramsauer schafft es mit ihrem Buch die Entstehung dieses Krieges verständlicher zu machen. Sie erklärt wie sich die einzelnen Gruppen auf Seiten des Regimes und der Opposition gebildet haben. Welche Staaten, mit welchen Zielen, die unterschiedlichen Seiten bei diesem Krieg in Syrien unterstützen. Beim Lesen dieses Buches wurde mir immer mehr bewusst wie wenig ich doch über das wirkliche Schicksal der Zivilbevölkerung in Syrien weiß. Petra Ramsauer lässt in ihrem Buch internationale Beobachter aber auch Personen aus der Zivilbevölkerung zu Wort kommen. Mit jedem Kapitel taucht man mehr in die Schrecken dieses Krieges ein.  Und so manches Mal fehlen einem die Wort all dies zusammenzufassen.
    Dieses Buch zeigt vor welchen Problemen das Land steht. Es zeigt einem aber auch wie wichtig es ist, dass dieses Land nicht allein gelassen wird. Das es Frieden nicht ohne internationale Hilfe geben kann. 
        
    Fazit  
     
    Man kann nur hoffen das dieses Land, zum Wohle seiner Bevölkerung, eines Tages Frieden finden wird. Wer den Krieg in Syrien verstehen will, sollte dieses Buch lesen. Von mir gibt es 5 Sterne. Denn dieses Buch wird bei noch lang nachwirken.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Versuch einen Überblick über das Chaos der verfeindeten Gruppen in Syrien zu bekommen.
    Die unendliche Geschichte des Krieges in Syrien

    Die österreichische Journalistin und Autorin („Muslimbrüder“)
    hat mit vorliegendem Buch „Siegen heißt, den Tag überleben“ ein beeindruckendes Werk über die komplexen Zusammenhänge in Syriens Krieg geschrieben.
    Die Medien sind täglich voll mit Berichten über Gräueltaten von Grüppchen und Gruppierungen. Längst haben sowohl die Menschen an den Fernsehgeräten als auch die unmittelbar betroffenen die Übersicht über die Fraktionen verloren.
    Das Regime des Bashir al-Assad darf nicht isoliert als Ursache des Kriegs gesehen werden. Es ist als Symptom einer langen Krankheit zu sehen, die im 19. Jahrhundert entstanden ist, als europäisches Bestreben nach Ausdehnung der Macht hier im Nahen Osten Fuß gefasst hat.
    Was mit der Installierung scheinbar willfähriger und lenkbarer Machthaber begonnen hat, ist zu einem nicht mehr kontrollierbaren Despotenregime mutiert.

    Wie Johann Wolfgang von Goethe schon seinen Zauberlehrling in der gleichnamigen Ballade sagen lässt:

    „Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    werd ich nun nicht los“.


    Das Zitat gilt sowohl für die Regierung als auch für die Truppen des IS. Einmal entfesselt, ist es kaum möglich, ihnen Einhalt zu gebieten.
    Genau das ist das Dilemma, das die Autorin, die als Kriegsberichterstatterin selbst vor Ort war, und mit vielen Menschen gesprochen hat, sehr gut beschreibt.

    Doch was kommt nach Assad? Selbst wenn es gelänge, Assad aus dem Präsidentenamt zu entfernen, was nun? Die mächtigen Nachbarn, warten doch nur wie die Geier darauf, sich das Land (oder was davon übrig geblieben ist) unter den Nagel zu reißen.

    Als Leser bleibt einem nur die ohnmächtige Wut, Hilflosigkeit und Sprachlosigkeit.

    Fazit:

    Ein großartiges Sachbuch, das in bewegenden Worten, die katastrophale Lage der Menschen in Syrien beschreibt. Fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.


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    misery3103s avatar
    misery3103vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Beeindruckend und aufwühlend!
    Nahaufnahmen aus Syrien

    Petra Ramsauer kann als eine der wenigen Journalisten noch nach Syrien reisen. Sie kam so in gefährliche Bereiche wie Aleppo und Daraya, in denen Menschen abgeschnitten von der Außenwelt unter schwierigsten Bedingungen leben, hungern und oftmals sterben. Sie traf Ärzte, die verzweifelt versuchen Leben zu retten, Kommandanten der Opposition und Aktivisten, die immer noch versuchen, Syrien in einen Rechtsstaat zu verwandeln. Außerdem führte sie Gespräche mit Vertretern des Regimes und Extremisten, die die Krise in diesem Land dazu benutzen, ihren eigenen „Dschihad“ zu führen.

                                                      „Wer während des Krieges nach Syrien fährt, kommt verändert zurück. Das sagen viele, die es wagten. Reporter, medizinisches Personal, humanitäre Helfer. Die Ereignisse dort führen einem vor Augen, zu welchen bestialischen Gräueltaten Menschen fähig sind. Aber sie zeigen auch, wie viel Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen in Menschen stecken kann. Das beweisen jene, die auch nach sechs Jahren Krieg weiterhin an eine demokratische Zukunft in dem Land glauben. „Siegen heißt, den Tag überleben, sagte mir einer dieser Aktivisten im Herbst 2016, als Aleppo belagert und einem unvorstellbaren Bombenhagel ausgesetzt war.“

    In einfühlsamen Reportagen erzählt Petra Ramsauer von den Menschen, die in diesem schrecklichen Konflikt ums Überleben kämpfen.  Dabei ergreift sie nicht Partei: außer vielleicht für die Menschenrechte. Das Buch führt den Leser näher heran an diesen nicht zu verstehenden Konflikt, bei dem nur eins feststeht: Egal, wer diesen Krieg gewinnt, verlieren werden ihn die Millionen Menschen, die vor den Trümmern ihres Lebens stehen.

    Ein aufwühlendes Buch, das einem das Land sehr viel näher bringt und einem endlich einen kleinen Einblick in die Entstehung dieses Krieges und die Machtverhältnisse in Syrien verschafft.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

    Worum geht's?

    Petra Ramsauer ist eine der wenigen Journalistinnen, die noch nach Syrien reisen können. Immer wieder war sie im Zentrum der Kämpfe, u.a. in Aleppo, wo sich nach Meinung vieler der Krieg entscheidet, in Daraya und anderen Städten, in denen die Menschen verhungern und umkommen, belagert und abgeschnitten von der Außenwelt. Sie hat mit Ärzten gesprochen, die unter Bombenhagel arbeiten, mit Bloggern, die unter Lebensgefahr Nachrichten aus dem Land schmuggeln, mit Kommandanten der bewaffneten Opposition und demokratischen Aktivisten, Vertretern des Regimes und der Kurden, mit Menschen, die geflüchtet sind, und anderen, die trotz allem bleiben.

    In einfühlsamen Reportagen erzählt sie von all jenen, die in diesem schrecklichen Konflikt ums Überleben kämpfen. Syrien wird immer mehr zu einem Stellvertreterkrieg der Großmächte, in dem auch dschihadistische Extremisten mitmischen – wer den Krieg gewinnen wird, ist noch völlig unklar. Verlieren werden ihn die vielen Millionen Menschen, die vor den Trümmern ihres Lebens stehen.


    Petra Ramsauer
    studierte in Wien Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nahost, in Paris Journalismus. Nach Stationen beim ORF, bei Kurier und News, wo sie das Auslandsressort leitete, arbeitet sie seit 2009 als Autorin und freie Journalistin, u.a. für profil, Wiener Zeitung, Ö1, den Schweizer Rundfunk und Zeit online. Mehrere Preise, u.a. 2014 den Concordia-Preis für Menschenrechte. Im Vordergrund ihrer Tätigkeit steht seit 20 Jahren Krisen- und Kriegsberichterstattung, vor allem aus dem Nahen Osten. Seit 2011 berichtet sie aus Libyen, Ägypten, dem Irak und schwerpunktmäßig aus Syrien.

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