Petra Reski

 3.6 Sterne bei 56 Bewertungen
Autorin von Der Italiener an meiner Seite, Palermo Connection und weiteren Büchern.
Petra Reski

Lebenslauf von Petra Reski

Petra Reski wurde 1958 in Unna geboren. Bekannt wurde sie als deutsche Autorin und Journalistin. Ihr Vater stammt aus Ostpreußen ihre Mutter aus Schlesien. Ihre Kindheit verbrachte sie im Ruhrgebiet. In Trier studierte Reski Sozialwissenschaften und Romanistik. Nach dem Studium verbrache sie einige Jahre an der Henri-Nannen-Schule. Im Jahre 1988 begann Reski beim Stern als Redakteurin im Auslandsressort zu arbeiten. 1991 zog Reski nach Venedig wo sie noch heute lebt und arbeitet. Sie erhielt mehrere Preise und Nominierungen für ihre Arbeit. Größerer Bekanntheit verdankt sie ihren Büchern über die Mafia. 2010 berichtete Sie in einer Zeit-Reportage darüber wie italienische Kollegen, welche über die Mafia schreiben sowohl Leben als auch Existenz riskieren. Reski ist Mitglied beim Berufsverband von freuen Journalistinnen und Journalisten namens »Freischreiber e.V.«

Neue Bücher

Alles über Venedig

 (1)
Erscheint am 04.12.2018 als Hardcover bei Thiele & Brandstätter Verlag.

Mafia. 100 Seiten

Neu erschienen am 28.09.2018 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Petra Reski

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Der Italiener an meiner Seite

Der Italiener an meiner Seite

 (18)
Erschienen am 01.08.2007
Mafia

Mafia

 (9)
Erschienen am 01.11.2009
Palermo Connection

Palermo Connection

 (9)
Erschienen am 14.09.2015
Meine Mutter und ich

Meine Mutter und ich

 (4)
Erschienen am 01.11.2004
Die Gesichter der Toten

Die Gesichter der Toten

 (4)
Erschienen am 20.01.2017
Palazzo Dario

Palazzo Dario

 (3)
Erschienen am 12.01.2007
Nostalgia

Nostalgia

 (2)
Erschienen am 23.01.2017
Ein Land so weit

Ein Land so weit

 (3)
Erschienen am 01.02.2002

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Neue Rezensionen zu Petra Reski

Neu
M

Rezension zu "Bei aller Liebe" von Petra Reski

Anregender, teils amüsanter, durchaus aber auch spannender Krimi
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Anregender, teils amüsanter, durchaus aber auch spannender Krimi

Der Fall scheint ja eigentlich klar.

Da ist dieser deutsche Staatsanwalt., Aus Köln. Der seinen liederlichen erotischen Interessen lieber fern der Heimat nachgehen möchte (Diskretion ist eben alles) und leider an die falschen gerät.

Denn jene „Transe“, die er wohl aufgesucht hat in Palermo und er selbst überleben die Begegnung nicht.

Das Reski genügend Wortwitz besitzt, um umgehend zu fragen, warum ein „Kölner“ für so was nach „Palermo“ muss, ist nur einer der vielen kleinen Spitzen im Buch, die mit hintergründigem Humor bis hin zur derben Spitze die Lektüre durchgehend immer wieder auflockern.

Dazu gehört das Spiel mit Vorurteilen, Dass für den gestandenen Mafioso in Sizilien alles andere einfach „türkisch“ ist (auch wenn es Nigerianer sind, von denen er meint, zu sprechen). Dass Dino, Sohn eines Capos, gerade eine längere Zeit in Deutschland untergetaucht, sich so seine Gedanken über „schlechtsitzende Anzüge“ macht. Ohne auch nur im Geringsten seine Interessen persönlich oder „geschäftlich“ zu vernachlässigen (auch wenn ihm die „Traditionen“ gehörig auf den Nerv gehen).

Dass jene „blonde Wucht“ Demiana, die dem Journalisten Wieneke ziemlich massive Tipps geben könnte (wen der Mann mal zuhören würde und von seinem hohen Ross politischer Recherche absteigen könnte (das Ross ist eh schon längst unter ihm zusammengebrochen)) zur Unzeit aufsucht und damit eine gewisse Spannung zwischen ihm und seiner „feurigen““ Sizilianerin Francesca umgehend entfacht (wobei Reski das so dynamisch und mit zwinkerndem Auge erzählt, dass es keineswegs platt sondern, im Gegenteil, sehr unterhaltsam die Seiten füllt), bietet dabei den eigentlichen „Eingang“ in den Hintergrund des Falles.

Auch wenn dieser Ort der kleinen Kneipe, die Wienekes zweites Standbein ist, dabei reichlich unprätentiös wirkt und eher erotisches Schmachten die Luft im Raum füllt denn gefährliche Kriminelle mit Mafia-Hintergrund.

Der in Palermo von der bewährten, erotisch ein wenig unausgefüllten, Staatsanwältin Serena Vitale aufgegriffen wird, auch wenn ihre engsten Kollegen dabei mehr oder minder die Augen rollen.

Mit Verve, wunderbar gestalteten „Lokalkolorit-Szenen“ (die immer auch die Personen selbst als „Sammelstellen“ lokaler Mentalitäten ausgestaltet) gehen so der Journalist und die Staatsanwältin von zwei Seiten aus an die Auflösung des Geschehens heran. Und stoßen Schritt für Schritt in ein Wespennest aus finanziellen Interessen, politischen Ränken hinter den Kulissen, abgezockten Mafia-Größen (und ebenso debilen Handlangern), dass am Ende (nicht gänzlich humorlos, aber dann sehr viel stringenter als bei den Ermittlungen) zu höchster Gefahr für Leib und Lebend er beiden und ihrer Umgebung führen werden.

Das es nicht wenigen, die ihr Geld machen wollen, nutzt, wenn die Lage „katastrophal“ ist (in diesem Fall, was die Mengen an Flüchtlingen angeht, die in Europa aktuell zu versorgen sind), weil dann nämlich nicht auf jede Quittung geachtet wird und das Geld reichlich fließt (das bei Weitem nicht in ganzer Höher den Flüchtlingen und deren Versorgung zu Gute kommt) und dass die gute, alte „Cosa Nostra“ dabei, wie immer perfekt organisiert, eine große Hand aufhält, das schwant den Ermittlern durchaus. Wieweit die Ränke aber reichen, überrascht diese (und den Leser) dann doch.

Spannend, flüssig, mit Tempo, mit viel Augenzwinkern, mit filmreif gestalteten Szenen, in denen die Personen letztlich dennoch ernst genommen werden, legt Petra Reski wieder einmal eine anregende Kriminallektüre mit dem „besonderen Touch“ vor.

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Die Gesichter der Toten" von Petra Reski

Unerschrocken und schonungslos ehrlich
ChrischiDvor 2 Jahren

Niemandem ist es bisher gelungen, den Paten Alessio Lombardo dingfest zu machen. Nun wird Staatsanwältin Serena Vitale mit dem Fall betraut, ihr traut man zu den Untergetauchten aufzuspüren und der Cosa Nostra einen Stich zu verpassen. Die Ermittlungen laufen gut an, mit Hilfe eines Informanten gelangt sie sogar an Insiderwissen. Doch scheinen nebenbei noch Sachen zu laufen, die nicht nur Serenas Leben gefährden...

Explosiv und aufbrausend wie eh und je, vor allem wenn es um Gerechtigkeit geht, ermittelt Serena Vitale in ihrem zweiten Fall. Dieser ist allerdings komplett unabhängig vom ersten Band les- und nachvollziehbar. Es werden ein paar wenige Ereignisse der Vergangenheit aufgegriffen, ohne jedoch Informationen vorwegzunehmen, sollte der Leser sich nicht an die chronologische Reihenfolge halten wollen.

Wieder einmal legt die unerschrockene Staatsanwältin sich mit Personen an, die sämtliche Register ziehen, Verbindungen in alle Welt haben und somit unantastbar erscheinen. Auch sie bekommt den ein oder anderen Treffer zu spüren, schreckt aber dennoch nicht davor zurück weiterhin an ihrer Strategie festzuhalten. In welche Gefahr sie sich dadurch tatsächlich begibt, ist lange Zeit nicht absehbar, doch das Ausmaß könnte verheerend sein. Andererseits zollt man ihr dafür durchaus Respekt, manch anderer hätte (in der Realität) schon längst eingelenkt.

Schön zu sehen ist auch, dass man dieses Mal ein wenig tiefer in Serena Vitales Privatleben eindringt. Man erhält einen Einblick in die Vergangenheit, der sofort deutlich macht, dass auch hier sicherlich noch einiges zu holen ist. Vielleicht in einem dritten Band? Den frühen Tod ihres Vaters hat Serena noch lange nicht verwunden, nun scheint es endlich an der Zeit Antworten zu finden, die sie lange gesucht hat und die ihr bei der Verarbeitung helfen können.

Spannungstechnisch gelingt Petra Reski erneut ein gelungener Mix aus zu- und abnehmenden Tempo, sowie versteckter Hinweise, wodurch der Leser angehalten wird eigenständig Verbindungen zwischen den verschiedenen Ereignissen zu finden, im Idealfall bevor die Auflösung diese hergibt. Trotz der Vielfalt der Charaktere und diverser Handlungsstränge, gelingt es der Autorin einen roten Faden zu spinnen, der größtenteils unproblematisch zu verfolgen ist.

Ein weiterer gelungener Band rund um Staatsanwältin Serena Vitale, in dem nicht nur Italien einmal von anderer Seite gezeigt wird. Die Reihe wird vor allem dadurch besonders, dass konkret aufgezeigt wird, was tatsächlich möglich sein kann, wenn genügend Einfluss besteht. Hier wird Tacheles geredet, auch wenn der ein oder andere manche Dinge lieber unter Verschluss halten möchte.

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TeleTabi1s avatar

Rezension zu "Nostalgia" von Petra Reski

Vergessene Welten
TeleTabi1vor 2 Jahren

Der Bildband „Nostalgia“ zeigt über 200 hochwertige, exklusive Fotografien von Lost Places in Norditalien – aufgenommen von Sven Fennema – die einen ganz eigenen, geheimnisvoll-morbiden Charme haben, mit dem sie ihre Betrachter in den Bann ziehen und so schnell nicht mehr loslassen.

„Nostalgia“ lädt ein auf eine Reise durch Bella Italia mit all seinen vom Zauber des Zerfalls bedachten schaurigen Sanatorien, würdevollen Villen, prächtigen Palästen, kunstvollen Kirchen und Klöstern, verwegenen Fabriken und sonstigen verlassenen Gebäuden - vom Verfall gezeichnete Orte, die dennoch (oder gerade deswegen) eine undefinierbare, geheimnisvolle Schönheit und Eleganz ausstrahlen.

Bilder, wie aus der Zeit gefallen oder aus einer ganz anderen Welt – dabei sind all diese architektonisch kunstvollen Bauwerke mitten unter uns, nur über all die Jahre in Vergessenheit geraten und teilweise von der Natur bereits zurückerobert. Sven Fennema hat versucht, sie mit seiner Kamera für die Ewigkeit festzuhalten und daraus einen faszinierend gestalteten Bildband erschaffen. Ein Mix aus geheimnisvollen Fotos und berührenden und wunderschönen Texten, die gemeinsam eine Symbiose eingehen, wie sie gelungener nicht sein kann.

Eine Reise in die Vergangenheit

„Nostalgia“ ist bereits der dritte Bildband von Fotograf Sven Fennema. Er ist sehr edel gestaltet mit bedrucktem Leineneinband, Fadenbindung, Goldprägeschrift und dickem, matt-glänzendem Papier. Mit seiner großformatigen Aufmachung und einem Gewicht von vier Kilogramm ist dieses Buch ein wahres Schwergewicht. Doch nicht nur die äußere Hülle ist wunderschön, sondern auch die inneren Werte machen einiges her. Der Bildband ist schön strukturiert, indem er in verschiedene Kapitel aufgeteilt ist, die jeweils einleitende Worte von der Autorin enthalten, gefolgt von außergewöhnlich schönen und großformatigen Bildern. Diese laden zum Träumen ein, regen die Fantasie und zum Nachdenken an und wirken beinahe wie eine Zeitmaschine in die Vergangenheit längst vergessener Welten und verlorener Orte. Aus Rücksicht auf die fotografierten Orte wird nicht erwähnt, wo sich diese befinden, was jedoch nicht als Mangel anzusehen ist, sondern ein Grundsatz der Lost Places Fotografie darstellt, der dem Erhalt der Kunstwerke dient.

Fazit: Ein wirklich stolzer Preis für ein Buch – doch dieser Bildband ist sein Geld definitiv Wert: Er ist mehr als ein Buch, er ist ein Prachtexemplar und jede einzelne Seite ein wahres Kunstwerk.

 

Sven Fennema (Fotograf) und Petra Reski (Autorin). Nostalgia – Orte einer verlorenen Zeit.

Frederking & Thaler Verlag. 98 Euro.

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