Petra Reski

 3,9 Sterne bei 97 Bewertungen
Autorenbild von Petra Reski (© Paul Schirnhofer)

Lebenslauf

Petra Reski wurde 1958 in Unna geboren. Bekannt wurde sie als deutsche Autorin und Journalistin. Ihr Vater stammt aus Ostpreußen ihre Mutter aus Schlesien. Ihre Kindheit verbrachte sie im Ruhrgebiet. In Trier studierte Reski Sozialwissenschaften und Romanistik. Nach dem Studium verbrache sie einige Jahre an der Henri-Nannen-Schule. Im Jahre 1988 begann Reski beim Stern als Redakteurin im Auslandsressort zu arbeiten. 1991 zog Reski nach Venedig wo sie noch heute lebt und arbeitet. Sie erhielt mehrere Preise und Nominierungen für ihre Arbeit. Größerer Bekanntheit verdankt sie ihren Büchern über die Mafia. 2010 berichtete Sie in einer Zeit-Reportage darüber wie italienische Kollegen, welche über die Mafia schreiben sowohl Leben als auch Existenz riskieren. Reski ist Mitglied beim Berufsverband von freuen Journalistinnen und Journalisten namens »Freischreiber e.V.«

Neue Bücher

Cover des Buches All'italiana! (ISBN: 9783426447680)

All'italiana!

Erscheint am 01.09.2024 als Gebundenes Buch bei Droemer.

Alle Bücher von Petra Reski

Cover des Buches Als ich einmal in den Canal Grande fiel (ISBN: 9783426303061)

Als ich einmal in den Canal Grande fiel

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Erschienen am 03.04.2023
Cover des Buches Der Italiener an meiner Seite (ISBN: 9783426425350)

Der Italiener an meiner Seite

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Erschienen am 01.12.2013
Cover des Buches Mafia (ISBN: 9783426426616)

Mafia

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Erschienen am 02.03.2014
Cover des Buches Palermo Connection (ISBN: 9783455004885)

Palermo Connection

 (11)
Erschienen am 17.07.2018
Cover des Buches Die Gesichter der Toten (ISBN: 9783455004892)

Die Gesichter der Toten

 (6)
Erschienen am 17.07.2018
Cover des Buches Mafia. 100 Seiten (ISBN: 9783150205259)

Mafia. 100 Seiten

 (5)
Erschienen am 28.09.2018
Cover des Buches Palazzo Dario (ISBN: 9783548607092)

Palazzo Dario

 (5)
Erschienen am 12.01.2007
Cover des Buches Meine Mutter und ich (ISBN: 9783548604909)

Meine Mutter und ich

 (3)
Erschienen am 01.11.2004

Videos

Neue Rezensionen zu Petra Reski

Cover des Buches Als ich einmal in den Canal Grande fiel (ISBN: 9783426303061)
Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Als ich einmal in den Canal Grande fiel" von Petra Reski

Schmerzliche Liebeserklärung
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Locker vom Hocker formuliert kommt dieser Titel daher und wirkt auf den ersten Blick wie ein geschickt platzierter Slogan aus der Abteilung für Verkaufsförderung. Wer da nicht neugierig wird, ist selber schuld, auch wenn die Aussage womöglich frei erfunden ist. Was für ein schöner Irrtum...

... denn dazu erzählt uns die Autorin eine außerordentlich originelle Geschichte, die hier jetzt aber nicht in allen Details verraten werden soll. Im allgemeinen geht es um Reaktionen der Touristen und Einheimischen und im besonderen um einen Telefonanruf. Nur so viel: Diesen Sturz gab es wirklich.

Und den Umzug nach Venedig in 1991 ebenfalls, denn die Liebe ging hier einen ganz besonderen Weg. Sie lernte einen Mann kennen, den sie im Buch nicht beim Namen nennt, sondern liebevoll diskret stets "den Venezianer" oder "den Venezianer meines Herzens". Was sie uns sehr wohl verrät, ist das, was er tut. Venedigs Vergangenheit sei seine ständige Gegenwart, weshalb er diese Stadt mit völlig anderen Augen als die meisten anderen sieht. Sein Interesse gilt Venedigs Kulturschatz im ganzheitlichen Sinn, egal ob es um alte Handschriften oder den drohenden Verfall uralter Gebäude geht.

Wer schon einmal oder auch öfter die Gelegenheit hatte, die schönste Stadt der Welt besuchen zu können, wird ahnen, dass sich der Inhalt dieses Buches sehr ambivalent gestalten muss. Denn auch wer der tiefgreifenden Bilderflut, die einem dort an jeder Ecke begegnet, restlos verfallen ist, und wer diese Stadt auch von "innen" zu sehen und zu erleben in der Lage ist, muss zwangsläufig auch die Schattenseiten spüren.

Petra Reski kennt sie zur Genüge, denn nach über dreißig Jahren ist sie schon fast eine echte Venezianerin und weiß wahrlich beseelte Loblieder über jene Stadt zu singen, die "aus nichts als aus flirrender Poesie besteht". Immer wieder beschreibt sie Situationen, die manchmal nur Momente in einem besonderen Licht sein können, immer dann, wenn sie "Venedigs Schönheit eiskalt erwischt".

Selbst "dem Venezianer" geht es manchmal nicht anders, wenn er, die Arme ausbreitend, über den Markusplatz läuft und stehen bleibt:

"Weißt du, ein ganzes Leben reicht nicht aus, um das hier alles wertzuschätzen."

Leider gibt es gewaltige Schattenseiten. Bei genauerer Betrachtung vielleicht sogar weit mehr als die sonnigen Seiten. Es sind natürlich die über 30 Millionen Touristen jährlich, die nach Corona wieder langsam anlaufenden Haltestationen riesiger Kreuzfahrtschiffe und die maßlose Vergewaltigung der Lagune. Die Autorin erklärt Zusammenhänge, die man bisher vielleicht noch nicht kannte. Vom Sinn und Unsinn der Flutsperrwerke M.O.S.E. hat man so auch noch nicht gehört und schon gar nicht von der Sache mit der "Resonanzfrequenz"...

Wenn sich aber Stadtverwaltung und Politik stets nur auf Gewinnmaximierung fixieren, wird es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, die Stadt vor dem möglichen Untergang zu bewahren, der laut Klimaforschern bereits unvermeidbar scheint. Touristen wird das drohende Szenario nicht abhalten, Venedig weiter zu besuchen. Nur eine konsequente Reglementierung in allen Bereichen würde helfen. Und vielleicht die Aktionen der Autorin und ihren einheimischen Mitstreitern, was hoffentlich mehr als ein frommer Wunsch sein möge.

Cover des Buches Als ich einmal in den Canal Grande fiel (ISBN: 9783426303061)
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Rezension zu "Als ich einmal in den Canal Grande fiel" von Petra Reski

Rettet Venedig!
birdies_buecherweltvor einem Jahr

Seit mehr als 20 Jahren lebt Petra Reski in Venedig. Die Liebe zu ihrem Ehemann hat sie in die geschichtsträchtige Stadt verschlagen und die Liebe zu Venedig ist es, die sie dieses Buch schreiben lässt. Doch es ist kein Buch, das ausschließlich die Schönheit und das Leben in der Stadt beschreibt, ganz im Gegenteil. Leben gibt es in Venedig kaum noch, denn immer mehr Venezianer ziehen auf das Festland. Ein Großteil der Wohnungen sind heute Airbnb's, historische Gebäude und sogar ganze Inseln werden an Großkonzerne verkauft. Die Herausforderungen und Probleme mit denen die Stadt und ihre Bewohner zu kämpfen haben, schildert die Journalistin sehr eindrücklich. Sie spricht offen und vor allem kritisch über den Massentourismus, die immer stärker werdenden Überflutungen der Stadt und die Korruption in der Politik. Reski bezeichnet Venedig als 'Disneyland', das nur noch für Touristen da ist, nicht aber für die Bewohner Venedigs, die ihren Stammbaum teils mehrere Jahrhunderte zurückverfolgen können. Man merkt, wie viel Herzblut und welche Überzeugung hinter diesem Kampf gegen den Ausverkauf und für die Rettung Venedigs stecken! Glücklicherweise bleibt Reski optimistisch, sie beschreibt Begegnungen mit lieben Menschen und besondere Momente, die ihr immer wieder die Schönheit Venedigs vor Augen führen.

Dieses sehr persönliche Buch bietet einen tollen Einblick in das echte Leben Venedigs, auch wenn man manchmal nur unglaubwürdig den Kopf schütteln kann.

Leseempfehlung!

Cover des Buches Als ich einmal in den Canal Grande fiel (ISBN: 9783426278468)
booklovings avatar

Rezension zu "Als ich einmal in den Canal Grande fiel" von Petra Reski

Faszinierendes Portrait einer untergehenden Stadt
booklovingvor 3 Jahren

MEINE MEINUNG

In ihrem neuesten, sehr unterhaltsamen Sachbuch „Als ich einmal in den Canal Grande fiel – Vom Leben in Venedig" nimmt uns die deutsche Autorin Petra Reski mit auf einen sehr persönlichen Ausflug nach Venedig. Schon nach wenigen Seiten war ich gefangen von Reskis wundervoll lebendigen, humorvollen und mitreißenden Erzählstil.
Bereits seit 1991 hat sie sich in „die schönste Stadt der Welt“ verliebt und zu ihrer Wahlheimat auserkoren –natürlich aber auch der Liebe zu „ihrem Venezianer“ wegen, wie uns die „Wahlvenezianerin“ gesteht. 
Kein Wunder, dass sie die Stadt mit all ihren Besonderheiten und kleinen Wundern, die liebenswerten alteingesessenen Bewohner und unberührten Ecken wie keine Zweite kennt. Aber leider bekommt sie auch die vielfältigen Schattenseiten zu spüren, muss sie doch tagtäglich die negativen Auswirkungen des Massentourismus miterleben . 
Äußerst anschaulich und kenntnisreich führt Reski uns vor Augen, was es bedeutet in dieser pittoresken Lagunenstadt zu leben, denn Tag für Tag erlebt sie hautnah mit, wie dieses Sehnsuchtsziel von Touristen aus aller Welt gnadenlos überrannt oder fast alljährlich vom obligatorischen Hochwasser bedroht wird. Als Expertin kann sie uns aus erster Hand von vielen schockierenden Fehlentwicklungen in dieser Stadt und ihren zahllosen Bedrohungen im Laufe der Zeiten berichten und lässt uns einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen werfen. Nicht nur der immense Kreuzfahrttourismus, die zunehmende Wasserverschmutzung setzen der Stadt immer mehr zu, sondern auch skrupellose Immobilienspekulationen, die die letzten echten Venezianer ans Festland vertreiben, oder korrupte Kommunalpolitiker, die eher für den eigenen Profit als das Wohl ihrer Wählerschaft und dem einzigartigen Unesco Kulturerbe am Herzen liegt. Gekonnt und detailreich zeichnet die Autorin ein melancholisch stimmendes, aufrüttelndes und schonungsloses Portrait von Venedig.
Doch auch an den vielfältigen faszinierenden Seiten Venedigs und der beeindruckenden Historie lässt sie uns teilhaben. Leidenschaftlich und voller Liebe zu ihrer neuen Heimat erzählt Reski von den alten Traditionen, der tiefen Verwurzelung der Venezianer und nimmt uns mit zu den vielen mystischen Geheimnissen und kulturellen Schönheiten der romantischen Lagunenstadt. So bleibt es auch nicht aus, dass man vom besonderen Zauber dieser einzigartigen Stadt gefangengenommen wird! Großen Spaß beim Lesen haben mir beispielsweise die Schilderungen über die abenteuerlichen Exkursionen der Autorin mit ihrem kleinen Boot bereitet, wenn sie sich todesmutig unter den misstrauischen Blicken der Gondolieri in Zentimeterarbeit durch das Gewirr in den Kanälen vorbei an Gondeln navigiert. 
Petra Reski ist ein vielschichtiges Portrait und leidenschaftliche Hommage mit kurzweiligen, mitreißend erzählten Anekdoten und auch nachdenklich stimmenden Geschichten über ihre Wahlheimat Venedig gelungen. 

FAZIT
Ein wundervoll unterhaltsames und sehr persönliches Buch, das sehnsüchtiges Fernweh weckt und neugierig macht, auf eine faszinierende, dem schleichenden Untergang geweihte Stadt, für die es sich aber unbedingt zu kämpfen lohnt.
Eine sehr empfehlenswerte und hochinteressante Lektüre für alle Venedig-Liebhaber und solche, die es noch werden wollen!


Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Petra Reski im Netz:

Community-Statistik

in 154 Bibliotheken

auf 15 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

von 2 Leser*innen gefolgt

Reihen der Autorin

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