Das Gold des Lombarden

von Petra Schier 
4,8 Sterne bei68 Bewertungen
Das Gold des Lombarden
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Neue Kurzmeinungen

shadow_dragon81s avatar

Toller Roman mit interessanten historischen Geschehen und tollen Charakteren. Freue mich schon auf die Fortsetzung.

pallass avatar

Ein vielversprechender Auftakt mit sehr guten Charakteren.

Alle 68 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Gold des Lombarden"

Die Macht des Geldes

Köln, 1423. Aleydis de Bruinker ist noch nicht lange mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als dieser unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Man findet ihn erhängt – hat er sich das Leben genommen? Aleydis will das nicht glauben. Und tatsächlich: Sie entdeckt Male, die auf einen Mord hinweisen.
Potentielle Täter gibt es genug, Golatti hatte viele Feinde. Die junge Witwe stellt Nachforschungen an. Zu Hilfe kommt ihr dabei ausgerechnet Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, dessen Vater der größte Konkurrent Golattis war. Wider Willen beginnt sie van Cleve zu vertrauen, der der Wahrheit verpflichtet scheint und doch ein düsteres Geheimnis hegt. Schon bald schwebt Aleydis in großer Gefahr, und es sieht aus, als sei ihr einziger Verbündeter in den Mord verstrickt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499270888
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:20.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Schneeflocke2013s avatar
    Schneeflocke2013vor 17 Tagen
    Schwere Geheimnisse in einer Ehe

    Zitat: "Ich bin sehr gelehrig und besitze eine rasche Auffassungsgabe." [S.165, Z.13f]


    Inhalt:
    Aleydis de Brunker ist glücklich verheiratet, bis zu dem Tag als ihr Mann Nicolai Golatti stirbt,Es sieht aus wie Selbstmord, doch Aleydis sieht sofort, dass es Mord war und will wissen was passiert ist.
    Dann folgt der nächste Schock: Ihr Mann hat sie zur Alleinerbin bestimmt. Alles was ihm gehörte ist nun ihres. Ihre Stieftochter und Stiefenkelinnen sind von ihr abhängig, Ihre Wechselstube steht auf dem Spiel und dann ist da noch Andreas, Nicolais Bruder. Ein Problem folgt dem Anderen, doch sie versucht allem gerecht zu werden.


    Meine Meinung:
    Wow! Was eine Geschichte.
    Ich muss zugeben. Ein ganz kleines bisschen war ich enttäuscht als die 'Adelina Reihe' von Petra Schier beendet war und es mich wohl nicht wieder so schnell nach Köln in die Zeit bringt und dann erschien dieses Buch.

    Die Geschichte von Aleydis ist 1432 angesiedelt. Ein paar Jahre nach der anderen Reihe, aber wieder in Köln.
    Allein dafür mag ich das Buch schon, denn die Geschichte dieser Stadt hat mich schon immer interessiert. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass es nur so gewesen sein könnte. Also das Leben in der Stadt. Die Märkte, das Verhalten der Menschen, der Gestank, Dreck und alles. Doch Petra Schiers Bücher sind so gut recherchiert das ich es ihr ohne mit der Wimper zu zucken glaube. Wenn ich das Buch lese bin ich im alten Köln. Umringt von den Gerüchen, dem Gestank, dem Dreck auf der Straße. Aber auch der passenden Kleidung, den alten Gebäuden und am wichtigsten dem guten, alten Kölsch. Ich liebe diese Sprache einfach.
    Mir ist auch bewusst, dass es zu der Zeit noch mehr Sprachen in der Stadt gab - was in der Wechselstube gut raus kommt. Doch allein die Mischung macht es in meinen Augen so lebendig und realistisch.

    Aleydis war mir vom ersten Augenblick an sympathisch, genau so ihr Mann Nicolai. Auch wenn es einen großen Altersunterschied gab hatte ich nicht das Gefühl, dass einer von beiden unglücklich war.
    Auch wenn es für den Verlauf des Buches nicht vorgesehen war hätte ich gerne noch ein paar Jahre in die Zukunft gesehen. Ob und wie glücklich die Zwei geblieben wären.

    Der Auftakt dieser neuen Reihe beginnt mal wieder mit einem Mord der in der Stadt einige Auswirkungen hat.
    Aleydis beginnt ganz bewusst mit Ermittlungen und versucht trotzdem den ganz normalen Betrieb in ihrer Wechselstube am Laufen zu lassen. Ich selbst stelle mir das unheimlich schwer vor. Denn sie muss sich ja auch um ihre Enkelinnen kümmern, die im Haushalt leben und noch sehr jung sind.
    Automatisch lernte ich auf den Seiten auch den Haushalt und die anderen Familienmitglieder kennen. So zum Beispiel Catherin de Piacenza, ihre Stieftochter. Dann die knuffigen Enkelinnen Ursel und Marlein - die mich sehr an die jüngste Tochter von Adelina erinnert hatte. In diesem Haus leben die Beiden, weil ihr Vater tot ist und Nicolai einen sehr guten Ruf hat.
    Ells, Gerlin, Irmel, Lutz, Symon und Wardo sind das Gesinde des Hauses. Im Großen und Ganzen bin ich mit ihnen sehr gut klar gekommen. Denn sie halten alles zusammen und stehen voll und ganz hinter Aleydis.

    Warum gerade zwei der Knechte etwas stämmiger sind kommt raus, als die junge Witwe in der Vergangenheit ihres verstorbenes Mannes sucht. Mit Hilfe des Gewaltrichters Vinzenz van Kleve findet sie schnell heraus das es noch eine dunkle Seite gibt, von der sie nichts wusste.
    Was auch erklärt weshalb sie als Witwe von vielen angefeindet wird. Mögliche Täter gab es viele und ohne zu viel verraten zu wollen: Am Ende war mal wieder alles anders als es aussah. Oder wie es mal in einem Film gesagt wurde: Der Schein trügt immer.
    Wie auch bei allen anderen Büchern der Autorin konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte die ganze Zeit wissen wie es weiter geht. An Spannung fehlt es ganz sicher nicht in der Geschichte. Von mir aus hätte es noch lange weiter gehen können. Doch dann hätte es sich gezogen., Was ja auch nicht Sinn des Ganzen ist.

    Die ganzen Intrigen, Geheimnisse, Familienstreitigkeiten und Anfeindungen haben dem Roman die richtige Würze gegeben. Dazu noch das Theater um neue Bewerber für Aleydis Hand - was durch die Wechselstube natürlich noch schmackhafter gemacht wird - damit sie ja nicht alleine ist.
    Doch Aleydis zeigt jedem was sie von dem Thema hält, unterstützt von Catherin. Die mit ihrer Stiefmutter gut klar kommt. Im Moment will sie keinen Mann. Das Trauerjahr ist ja auch noch lange nicht um. Und die Suche nach dem Mörder stand für sie eben an erster Stelle.

    Ich bin unheimlich gespannt auf den nächsten Teil, wenn es weiter geht mit den Herausfinden der Geheimnisse von Nicolai. Noch neugieriger bin ich auf weitere Verbindungen. Wie die Fronten sich nun verhalten werden nach allem was passiert ist.

    Ihr merkt ich versuche so wenig wie möglich zu verraten damit ihr nach dem Buch greift um selbst herauszufinden was die Geschichte zu bieten hat.

    Mal wieder eine Leseempfehlung meinerseits, am liebsten würde ich direkt weiter lesen.

    Ach und  5 Flocken.


    Ganz lieben Dank an dich Petra für diese spannende und schöne Geschichte :)

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    pallass avatar
    pallasvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein vielversprechender Auftakt mit sehr guten Charakteren.
    Ein spannender Auftakt verknüpft mit einem Mord

    Der Auftakt dieser außergewöhnlich interessanten Serie historischer Romane beginnt mit einer spannunsgeladenen Episode aus dem Leben der jungen Witwe Aleydis Golatti in Köln um das Jahr 1423.

    Aleydis de Bruinker ist erst seit Kurzem die Ehefrau des wohlhabenden aber schon deutlich älteren Geldverleihers Nicolai Golatti. Sie ist sehr glücklich, denn sie meint in ihrem Mann einen ehrlichen und aufrichtigen Menschen geheiratet zu haben. In einer Zeit der Vernunftehen hat sie doch das Glück, dass Nicolai ganz offensichtlich recht verliebt in sie ist und sie gut behandelt. Ihr fröhliches Leben zerbricht in der Stunde als man ihren Mann erhängt auffindet. Sie glaubt keinesfalls an einen Selbstmord, zumal auffällige Würgemale am Hals ihres Nicolai auf einen Mord hinweisen. Die junge Ehefrau erfährt schließlich, dass Nicolai viele Feinde hatte. Ausgerechnet der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve soll den mysteriösen Mordfall aufklären, dessen Vater einer der größten Konkurrenten ihres Mannes war. Aleydis bleibt jedoch nichts anderes übrig als Vinzenz den Fall untersuchen zu lassen. Ihre Hoffnung ist, dass er seinem Berufsethos treu bleiben wird. Der verschlossene Charakter Vinzenz' und seine düstere Ausstrahlung machen es Aleydis zunächst sehr schwer mit ihm zu arbeiten. Im Zuge der Ermittlungen kommt Manches ans Licht, was die junge Frau lieber nie über Nicolai erfahren hätte.

    Ich kenne die Autorin Petra Schier schon lange und so erstaunt es mich immer wieder, wie meisterhaft sie völlig neue Themen, Inszenierungen und ganz besonders Charaktere schaffen kann, die sich grundsätzlich von ihren anderen Romanen unterscheiden und ihre Leserschaft mit gänzlich Unvorhersehbarem überrascht und in Spannung bis zum Ende der Geschichte fesselt.
    In meinen Augen ist Petra Schier somit eine wahre Meisterin der Erzählkunst und ein Garant für beste Unterhaltung auf angenehm hohem Niveau.

    Aleydis habe ich mit ihrer forschen und fokussierten Art sofort ins Herz geschlossen. Sie ist sehr jung, intelligent und hat einen verantwortungsbewussten, geschulten Charakter, den sie sicherlich auch schon als Jugendliche über ihre Erziehung im Tuchhändlergeschäft ihres Vaters geschliffen hat. Über den üblen Schicksalsschlag muss sie eine schwere Zeit bewältigen und dabei noch die Führung der Wechselstube ihres Mannes sowie die Erziehung der Enkelkinder Nicolais übernehmen.
    Der Gewaltrichter Vinzenz ist ein ehrlicher und pflichtbewusster junger Mann, der seine junge Frau viel zu bald verlor. Seine markanten Gesichtszüge unterstreichen seine charakterliche Strenge. Es umgibt ihn ein Geheimnis, das ihn zu einer mysteriös-charismatischen Romanfigur macht. In manchen Momenten scheint sein Wesenskern durch die Schleier seines Geheimnisses und zeigt ihn als gefühlvolle, gütige aber recht verletzte Seele. Zwischen Aleydis und Vinzenz knistert es oft, was der Story das prickelnde gewisse Etwas verleiht. Auch hier ist Petra Schier eine Meisterin, die es bestens versteht in ihren Romanen auf der großen Klaviatur der Gefühle eine wunderschöne und unvergessliche Melodie zu spielen.

    Der angenehm schwungvolle, leicht verständliche Schreibstil bedient sich einer niveauvollen Sprache und entführt seine Leser auf ein eindrucksvolles Leseerlebnis in das historische Köln des Mittelalters.
    Ganz besonders wertvoll für die Lektüre fand ich das Personenverzeichnis und die schöne Karte des alten Köln um 1400. Beides erleichtert die ernsthafte Lektüre des schönen Buches und lässt sich den Leser rasch in der Romanwelt zurecht finden.
    Die Story ist zwar in sich abgeschlossen aber es bleibt noch sehr viel Spannung erhalten um eine Fortsetzung der Geschichte Aleydis' mit ungeduldiger Freude zu erwarten.

    Auch dieses Werk von Petra Schier war voller unvorhersehbarer Überraschungen, Spannung und Gefühl pur. So las ich jede Seite mit Genuss, um Aleydis und Vinzenz auf der Suche nach Nicolais Mörder zu begleiten und über die frechen Streiche der Enkelin Ursel zu lachen. Petra Schier schenkte mir eine wundervolle, unbeschwerte und überaus spannende Lesesunterhaltung.

    Dankeschön an Petra Schier und den Rowohlt Verlag für das Leseexemplar.

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    ginnykatzes avatar
    ginnykatzevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte um Aleydis Golatti hat mir ausnahmslos gut gefallen. Ich vergebe hier eine absolute Leseempfehlung.
    „Ihr werdet einen starken Willen benötigen, Frau Aleydis, das steht fest“ Aleydis de Bruinker heira

    „Ihr werdet einen starken Willen benötigen, Frau Aleydis, das steht fest“

    Aleydis de Bruinker heiratet den sehr viel älteren Lombarden Nicolai Golatti. Allen Unken zum Trotz führen die Beiden eine vorbildliche Ehe. Aleydis Herz gehört ihrem Ehegatten und auch umgekehrt kann ein Jeder erkennen, dass auch Nicolai so empfindet. Schnell lässt er seine junge Gemahlin seine Bücher des Geldwechselhandels führen und außerdem liest er ihr jeden Wunsch von den Lippen ab. Einzig der Kinderwunsch erfüllt sich bisher nicht.

    Als dann der Lombarde Nicolai Golatti, im Jahre 1423, erhängt vor der Stadtmauer aufgefunden wird, ist alles anders. Aleydis muss ganz langsam erkennen, dass ihr treuer Ehegatte nicht nur eine Sonnen-, sondern auch eine Schattenseite hatte. Sie kann kaum glauben was ihr alles berichtet wird und kämpft tapfer und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für ihren guten Ruf.

    Der Selbstmordverdacht, und damit einhergehend ein schlechter Ruf der ganzen Hinterbliebenen, konnte schnell aus der Welt geschafft werden. Hier handelt es sich eindeutig um Mord.

    Mit der Aufklärung des Mordes wird der Gewaltrichter Vinzenz von Cleve beauftragt und sein Vater und Nicolai waren nicht gerade Freunde. Aleydis versucht ihr Bestes und unterstützt den Gewaltrichter wo sie nur kann.

    Was dann aber alles passiert hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Denn ihr eigenes Leben und das ihrer ihr anvertrauten Menschen um sie herum scheint auch in Gefahr zu sein.

    Fazit:

    Die Autorin Petra Schier schreibt hier einen historischen Roman, der mich von der ersten bis zu letzten Seite mitgenommen hat in eine Welt des Köln anno 1423.

    Der Schreibstil ist sehr gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Die Erzählungen über den Ort, die Begebenheiten, sowie der Menschen  in dieser Geschichte, haben mir sehr gut gefallen.

    Die Charaktere beschreibt Petra Schier dabei mit sehr viel Feingefühl und verleiht so Jedem sein eigenes Gesicht. Aleydis gefällt mir gut, sie ist hin- und hergerissen von den ganzen Begebenheiten und besteht trotz allen ihr entgegengeworfenen Beschuldigungen tapfer und mit viel Herz die ihr aufgebürdete schwere Aufgabe. Auch Vinzenz von Cleve ist hier sehr gut beschrieben und teilweise hatte ich ihn genau vor meinem bildlichen Auge. Kopfkino pur.

    Die Spannung die hier vorhanden ist, bleibt das ganze Buch über vorhanden. Ich war am Ende doch schon ein wenig überrascht, wie sich alles dann ganz ausführlich zusammenfügte. Das hatte ich so nicht erwartet.

    Ich vergebe hier gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. 

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 8 Monaten
    Das Gold des Lombarden

    Der neue historische Roman von Petra Schier hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Die Geschichte an sich sehr interessant und spannend geschrieben.

    1423 in Köln, Aleydis de Bruinker und der Geldwechsler Nicolai Golatti sind seit kurzem verheiratet und ihre Ehe läuft gut. Aleydis hilft ihrem Mann in der Wechselstube bei seiner Arbeit, das ist recht gut, denn dadurch hat sie schon sehr viel gelernt. Eines Tages findet man ihren Mann erhängt an einem Baum und sofort wird von Selbstmord ausgegangen. Doch es gibt einige Ungereimtheiten, die seine Frau stutzig machen. Aleydis ist eine sehr selbstbewusste und starke Frau.

    Mit Hilfe des Gewaltrichters Vinzenz van Cleve versucht sie, die Zeit vor dem Mord nachzuvollziehen. Verdächtige gibt es ganz schnell recht viele und durch ihre Nachforschungen gerät sogar Aleydis selbst in große Gefahr. Schon recht schnell ist klar, dass sie nicht allen trauen kann.

    Der Schreibstil ist top und das Personenregister ist sehr gut fürs Kennenlernen der Charaktere und die Verbindungen untereinander. Schöne Zeitreise und Familiengeschichte.

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 8 Monaten
    Ein spannender historischer Roman

    "Das Gold des Lombarden" aus der Feder der Autorin Petra Schier ist der äußerst gelungene Auftakt einer neuen Romanreihe. Ich war traurig, als die Adelina-Reihe ein Ende gefunden hat, doch ich muss sagen, Aleydis de Bruinker ist eine würdige Nachfolgerin. Und wieder entführt uns die Autorin in die Stadt Köln.

    In der Geschichte befinden wir uns im Jahr 1423. Die 20jährige Aleydis de Bruinker ist seit einigen Monaten mit dem älteren lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti glücklich verheiratet. Doch dieses Glück ist von kurzer Dauer, denn Golatti kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode. Man findet ihn erhängt in einem Wald vor den Toren der Stadt. Hat er sich wirklich das Leben genommen? Aleydis kann nicht recht daran glauben und die entdeckt einige Male am Verstorbenen, die auf einen Mord hinweisen. Und Täter gibt es wahrlich genug. Denn Golatti hat - wie sich jetzt herausstellt - viele Feinde. Die junge Witwe stellt Nachforschungen an. Sie will den Mörder ihres Mannes finden. Da kommt ihr ausgerechnet der Gewaltrichter Vinzens van Cleve, dessen Vater Golattis größter Kunkurrent war, zu Hilfe. Sie beginnt vn Cleve zu vertrauen und es kommt ein unglaubliches Geheimnis ans Tageslicht. Und bald schon schwebt Aleydis in höchter Gefahr ....

    Für mich ein Meisterwerk. Mit einem Gänsehautfeeling habe ich die Leküre aus der Hand gelegt, so gefesselt hat mich die Geschichte von Anfang an. Der Schreibstil der Autorin hat mich auch dieses Mal wieder total begeistert. Die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender, man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Charaktere wurden wieder wunderbar beschrieben. Man kann sich wirklich jeden einzeln gut vorstellen. Da ist die junge Aleydis, die mit ihrem Mann glücklich ist. Zwischen den beiden ist eine tiefe Verbindung zu spüren. Und ihr Entsetzen ist förmlich zu spüren, als sie nach dem Tod ihres Mannes ein düsteres Geheimnis entdeckt. Ich bewundere sie für ihren Mut, denn sie lässt sich einfach von nichts und niemanden unterkriegen. Und dann ist da der Gewaltrichter, der ihr hilfreich zur Seite steht. Und obwohl sie erst seit kurzem Witwe ist, ist das ein zartes Knistern zwischen den beiden zu spüren. Ich bin ja neugierig, ob sich daraus einmal mehr entwickelt. Gefreut habe ich mich auch, auf alte Bekannte zu stoßen. Es war interessant zu erfahren, was es in der Apotherfamilie von Adelina Neues gibt. Und auch einige andere Bekannte Gesichter sind in der Geschichte am Rande aufgetaucht. Interessant fand ich auch den Einblick, den man in den Ablauf der Geldwechselstuben bekommen hat. Wirklich alles hochinteressant.

    Für mich ein absolutes Lesehighlight, das mir vergnügliche, spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon riesig auf eine Fortsetzung.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 8 Monaten
    Das Gold des Lombarden

    Köln im Jahre 1423: Aleydis de Bruinker kennt ihren Mann, den Geldwechsler Nicolai Golatti, schon lange, und die beiden sind kürzlich verheiratet. Obwohl er so viel älter und es eine arrangierte Ehe ist, liebt sie ihn, und die beiden sind glücklich miteinander. Außerdem geht sie ihrem Mann auch in der Wechselstube zur Hand. Doch dann findet man Nicolai eines Tages erhängt am Baum und denkt, es wäre Selbstmord. Aber Aleydis glaubt nicht daran, und bei Nachforschungen entdeckt sie, dass es Mord war. Aber wer und aus welchem Grund könnte ihn ermordet haben? Gewaltrichter Vinzenz van Clue hilft bei der Aufklärung, obwohl er der stärkste Konkurrent ihres Mannes war. Nicolai hat ihr viele Dinge verheimlicht. Und wie steckt Vinzenz van Clue da mit drin? Wem kann sie überhaupt noch vertrauen?
    „Das Gold des Lombarden“ ist der 1. Band der Reihe um Aleydis, welcher auch in Köln spielt. Dieser ist in sich abgeschlossen. Schön ist es, dort einige Figuren aus einer anderen Serie von Petra Schier wiederzutreffen. Ein Personenregister erleichtert auch hier den Einstieg. Aleydis ist ebenfalls eine sympathische junge Frau für die sich plötzlich alles ändert. Sie muss plötzlich ihren Mann stehen und auch noch das Geschäft allein weiterführen. Keine leichte Aufgabe für die damalige Zeit. Aber Aleydis wächst an ihren Aufgaben, und es ist spannend, sie dabei zu begleiten. Aber auch der aktuelle Fall ist spannend. Auch hier ist wieder super recherchiert worden, und man kann sich gut in diese Zeit versetzen. Die Sprache passt ausgezeichnet dazu und lässt sich trotzdem flüssig lesen.

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    Klusis avatar
    Klusivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: ... oder...Die zwei Gesichter des Nicolai G.
    Das Gold des Lombarden

    Köln 1423:
    Dass der lombardische Geldverleiher Nicolai Golatti mit der schönen Aleydis de Bruinker eine sehr viel jüngere Frau geheiratet hat, führte schon zu Gerede, aber die Eheleute sind sich sehr zugetan und glücklich miteinander. Allerdings währt das Eheglück nicht sehr lange, denn eines Tages wird Nicolai erhängt aufgefunden. Aleydis glaubt nicht an einen Freitod ihres Gemahls. Zusammen mit dem Gewaltrichter Vinzenz van Cleve versucht sie, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, und das ist nicht einfach. Noch problematischer wird die Angelegenheit, als Aleydis erfahren muss, dass ihr fürsorglicher, liebevoller Gemahl auch noch eine andere, eine dunkle Seite hatte. Das, was sie innerhalb kurzer Zeit über Nicolai erfährt, bringt ihr Weltbild gewaltig aus dem Lot. Sie weiß nicht, wem sie überhaupt noch vertrauen kann. Aus Vinzenz van Cleve wird sie nicht schlau, denn er hilft ihr zwar und führt die Ermittlungen zu Nicolais Todesfall durch, aber die beiden Geldverleiher waren geschäftlich erbitterte Konkurrenten.
    Petra Schier schreibt unvergleichlich lebendig und fesselnd, dabei ist ihre Sprache nicht zu modern und auch nicht zu alt, so dass sie gut zu der Geschichte aus dem 15. Jahrhundert passt und man doch alles gut verstehen kann. Die Ereignisse sind so dicht in die Handlung gepackt, dass keinen einzigen Moment Langeweile aufkommt.
    „Das Gold des Lombarden“ ist der erste Band einer neuen Reihe. Wie schon die Reihe um die Apothekerin Adelina, so spielt auch dieser Roman in Köln. Da es ein ausführliches Namensverzeichnis im Buch gibt, gelingt der Einstieg leicht, und die neuen Charaktere werden schnell vertraut. Aleydis ist eine sympathische junge Frau, die plötzlich aus ihrer heilen Welt gerissen und mit einer Seite des Lebens konfrontiert wird, von der sie bisher nichts ahnte. Ihre Erfahrungen lassen sie stark werden. Sie macht in der Geschichte eine enorme Entwicklung durch, und es ist interessant, sie dabei zu begleiten. Auch Vinzenz van Cleve, der auf den ersten Blick so kühl, dunkel und unnahbar wirkt, offenbart mit der Zeit sein wahres Wesen. Es ist sehr interessant, immer wieder Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten zu erhalten, und dadurch kann man mit der Zeit auch deren Beweggründe besser nachvollziehen.
    Was mir auch hier wieder ausgesprochen gut gefällt, ist die Verknüpfung zu anderen Geschichten, die man von der Autorin schon kennt. So tauchen in der Handlung einige Nebencharaktere auf, die ich bereits aus den Adelina-Bänden kannte. Solche Verbindungen schaffen immer ein besonderes Gefühl von Nähe.
    Meines Erachtens ist Petra Schier hier wieder ein fesselnder Auftakt gelungen, der neugierig auf eine baldige Fortsetzung macht. Darauf freue ich mich jetzt schon, denn über die liebenswerte und kluge Aleydis, ihre Familie und Freunde gibt es sicher noch viel zu erzählen.

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    unclethomvor 9 Monaten
    Klasse!

    Immer wieder aufs Neue gelingt es Petra Schier mich mit ihren Romanen abzuholen. So auch dieses Mal, ich habe wieder einmal das Gefühl, dass dies der bislang beste Roman aus ihrer Feder ist, obwohl, sage ich das nicht jedes Mal?
    Aber es ist in der Tat so, dass sie wie ein guter Wein ist, je älter, desto besser schreibt sie.
    In diesem Roman war es obendrein fast wie ein nach Hause kommen, denn es begegneten mir viele Namen die mir schon aus der Adelina-Reihe der Autorin bekannt waren.
    Die Reise geht nach Köln ins Jahr 1423.
    Die Schauplätze sind wieder sehr bildhaft beschrieben und lassen die Leser tief in die Stadt eintauchen und es wirkt wie immer, als wenn einem im Kopf ein bunter Film ablaufen würde.
    Mich beindruckten die echt wirkenden Figuren mit ihnen wirklich tollen Dialogen.
    So wirkte die Story dann nicht wie ein Buch sondern mein Kopfkino begann zu rattern, so sehr, dass ich kaum ansprechbar war.
    Die Spannung schaukelte sich langsam hoch, und steigerte sich bis hin zum rasanten Finale.
    Wäre ich nicht schon Fan von Petra Schiers historischen Romanen, spätestens mit diesem wäre es um mich geschehen.
    Nicht vielen Autoren gelingt es, die Leser so zu fesseln und das immer wieder mit jedem neuen Buch aufs Neue. Doch Petra Schier weiß ganz genau was ihre Leser wollen.
    Für mich sind das wie gewohnt 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.

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    katze-kittys avatar
    katze-kittyvor 9 Monaten
    Verbrechen im historischen Köln

    Der angebliche Selbstmord ihres Mannes Nicolai Golatti wirft Fragen auf und ausgerechnet seine Witwe Aleydis findet heraus, das es doch Mord war.  Aleydis beginnt Nicolais Leben, wie sie ihn kannte zu hinterfragen und stößt auf viele Hinweise, das Nicolai ihr viele Dinge verheimlichte. Bei ihren Ermittlungen hilft ihr ausgerechnet der Gewaltrichter Vincenz von Cleve- einer der stärksten Konkurerrenten Nicolais....


    "Das Gold des Lombarden" ist ein historischer Roman von Petra Schier. Es handelt sich um den ersten Teil einer neuen Reihe rund um die Hauptprotagonistin Aleydis. Die Geschichte spielt in Köln im Jahre 1423.


    Da ich nicht so häufig historische Romane lese habe ich ein bisschen Probleme mit der "alten" Sprache gehabt und konnte das Buch nicht so flüssig lesen, wie andere Bücher. 


    Die Geschichte an sich ist aber sehr interessant. Aleydis ist für die Zeit damals eine sehr selbstbewusste junge Frau, die versucht sich zu behaupten. Sie versucht das Geschäft ihres Mannes weiterzuführen und gerät in der Männerwelt leider schnell an Grenzen.Sie ist mir sehr sympathisch und die kleinen Wortgefechte zwischen ihr und Vincenz sind zuweilen sehr amüsant.
    Auch konnte ich bis zum Ende nicht absehen, wer nun für den Tod Nicolais verantwortlich war.


    Mir hat das Buch gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, auch noch weitere Teile mit Aleydis zu lesen !

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor 9 Monaten
    Die Macht des Geldes

    Obwohl Aleydis erst seit einem halben Jahr mit dem viel älteren Geldwechsler Nicolai Golatti verheiratet ist, ist sie ihm sehr zugetan. Sie hat sich in ihrem neuen Leben bereits eingefunden und geht Nicolai in seiner Wechselstube zur Hand.

    Doch dann geschieht ein Unglück. Nicolai wird erhängt an einem Baum gefunden. Zunächst wird von Selbstmord ausgegangen, was für Aleydis schwerwiegende Folgen hätte. Daher besteht sie darauf, den Leichnam selbst einmal in Ausgenschein nehmen zu können und stellt fest, Nicolai wurde ermordet.

    Aber von wem? Wer könnte ein Interesse am Tod des Geldwechslers gehabt haben? Sehr zum Verdruss des Gewaltrichters Vinzenz van Cleve, besteht Aleydis, in die Ermittlungen einbezogen zu werden.  

    Nachdem die Reihe um Adelina zu Ende gegangen war, war ich schon gespannt, was die Autorin Petra Schier als nächstes in Leben rufen wird. Endlich ist das Buch erschienen und ich war doch ein wenig erstaunt, dass ich einige der Protagonisten aus den Adelina – Büchern auch hier im Personenregister wiederfand.

    Die Ermordung von Nicolai löst zwar die Geschichte um Aleydis aus, jedoch scheint sie ein wenig in den Hintergrund zutreten. Vielmehr lernt man Aleydis, ihre Umgebung, Freunde und Bekannte kennen. Dennoch wird kontinuierlich an dem Fall weitergearbeitet und auch gelöst. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und dennoch bleibt eine gewisse Vorfreude auf den nächsten Band beim Leser zurück.

    Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm, flüssig und spannend. Man kann regelrecht in die Zeit von Aleydis eintauchen und versinken. Die Protagonisten sind wieder plastisch herausgearbeitet, so dass man auch schnell mit ihnen warm wird.

    Doch, man kann sagen, mit Aleydis hat Petra Schier eine würdige Nachfolgerin für Adelina geschaffen, mit der man sehr gerne noch viele weitere Abenteuer erleben möchte.

    Fazit:

    Ein spannender Auftakt einer neuen Reihe, die den Leser mit nach Köln ins 15. Jahrhundert nimmt, einen Mord aufklären und eine neue zauberhafte Protagonisten kennenlernen lässt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    PetraSchiers avatar
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    „Endlich, endlich, endlich!“, werden viele von euch vermutlich ausrufen (ich auch!), denn mein nagelneuer historischer Roman Das Gold des Lombarden ist als Taschenbuch und eBook überall im Buchhandel erhältlich. Das schreit geradezu nach einer Leserunde, und ich hoffe, dass ganz viele von euch Lust und Zeit haben, das Buch mit mir gemeinsam zu lesen. Der Rowohlt Taschenbuch Verlag stellt dazu freundlicherweise 30 Freiexemplare zur Verfügung.

    Da es sich um den Auftakt einer neuen Reihe handelt, sind Vorkenntnisse aus meinen anderen Büchern nicht notwendig.

    Wenn ihr euch für ein Freiexemplar und damit einen Platz in der Leserunde bewerben möchtet, beantwortet bitte folgende Frage:
    Warum liest du gerne historisch Romane?

    Wenn ihr das Buch bereits besitzt, seid ihr natürlich ebenfalls herzlich eingeladen, euch der Leserunde anzuschließen.

    Worum geht es überhaupt in meinem Roman?

    Köln, 1423. Aleydis de Bruinker ist noch nicht lange mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als dieser unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Man findet ihn erhängt – hat er sich das Leben genommen? Aleydis will das nicht glauben. Und tatsächlich: Sie findet Male, die auf einen Mord hinweisen. Potentielle Täter gibt es genug, Nicolai hatte viele Feinde.Die junge Witwe stellt Nachforschungen an, die nicht jeden erfreuen. Schon bald schwebt sie in großer Gefahr, und es scheint, als sei ihr einziger Verbündeter in den Mord verstrickt …

    Das Gold des Lombarden
    Historischer Roman
    Petra Schier
    Rowohlt-Taschenbuch & eBook, 512 Seiten
    Erschienen am 20.10.2017
    ISBN 978-3-499-27088-89.99 Euro

    PDF-Leseprobe

    BLICK INS BUCH bei Amazon

    Die passende Musik zum Lauschen beim Lesen findet ihr auf meiner Homepage: https://das-gold-des-lombarden.petra-schier.de/

    Herzliche Grüße
    Petra Schier
    Zur Leserunde

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