Petra Schier Das Gold des Lombarden

(64)

Lovelybooks Bewertung

  • 64 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 56 Rezensionen
(53)
(9)
(1)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Das Gold des Lombarden“ von Petra Schier

Die Macht des Geldes

Köln, 1423. Aleydis de Bruinker ist noch nicht lange mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als dieser unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Man findet ihn erhängt – hat er sich das Leben genommen? Aleydis will das nicht glauben. Und tatsächlich: Sie entdeckt Male, die auf einen Mord hinweisen.
Potentielle Täter gibt es genug, Golatti hatte viele Feinde. Die junge Witwe stellt Nachforschungen an. Zu Hilfe kommt ihr dabei ausgerechnet Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, dessen Vater der größte Konkurrent Golattis war. Wider Willen beginnt sie van Cleve zu vertrauen, der der Wahrheit verpflichtet scheint und doch ein düsteres Geheimnis hegt. Schon bald schwebt Aleydis in großer Gefahr, und es sieht aus, als sei ihr einziger Verbündeter in den Mord verstrickt …

Toller Roman mit interessanten historischen Geschehen und tollen Charakteren. Freue mich schon auf die Fortsetzung.

— shadow_dragon81

Ein vielversprechender Auftakt mit sehr guten Charakteren.

— pallas

Die Geschichte um Aleydis Golatti hat mir ausnahmslos gut gefallen. Ich vergebe hier eine absolute Leseempfehlung.

— ginnykatze

... oder...Die zwei Gesichter des Nicolai G.

— Klusi

Ein super toller historischer Roman,gut recherchiert,spannend!

— Katzenmicha

Wer historische Romane mag, wird ein Lesevergnügen mit „Das Gold des Lombarden“ erleben!

— AgnesM

Mit „Das Gold des Lombarden“ ist Petra Schier ein lesenswerter Roman gelungen, der Lust auf die Fortsetzungen macht.

— milkysilvermoon

Wenn Spannung auf einen gut recherchierten historischen Roman trifft

— Lealein1906

Köln im Mittelalter - ein bisschen Geschichte, ein bisschen Krimi und eine starke Frau!

— mabuerele

Historischer Roman

— ArnoSchmitt

Stöbern in Historische Romane

Die Gabe des Himmels

1000 Seiten geballte Unterhaltung und Spannung, so wünsche ich mir historische Romane!!!

leaslesezauber

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Ein toller Auftakt zu einer Familiensaga.

Blackfairy71

Revolution im Herzen

Ein tolles Buch aus einer neuen Perspektive und man lernt viel über Marx

Lealein1906

Das Schicksal der Drachentöchter

Wird den Frauen nicht gerecht

Anima_Obscura

Die letzten Tage meiner Kindheit

Ein Buch über die Unbarmherzigkeit des Krieges

Lilith79

Die Sieben Türen

stellenweise zu labng geraten und insgesamt nicht wirklich prickelnd

fuxli

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein spannender Auftakt verknüpft mit einem Mord

    Das Gold des Lombarden

    pallas

    17. April 2018 um 13:59

    Der Auftakt dieser außergewöhnlich interessanten Serie historischer Romane beginnt mit einer spannunsgeladenen Episode aus dem Leben der jungen Witwe Aleydis Golatti in Köln um das Jahr 1423. Aleydis de Bruinker ist erst seit Kurzem die Ehefrau des wohlhabenden aber schon deutlich älteren Geldverleihers Nicolai Golatti. Sie ist sehr glücklich, denn sie meint in ihrem Mann einen ehrlichen und aufrichtigen Menschen geheiratet zu haben. In einer Zeit der Vernunftehen hat sie doch das Glück, dass Nicolai ganz offensichtlich recht verliebt in sie ist und sie gut behandelt. Ihr fröhliches Leben zerbricht in der Stunde als man ihren Mann erhängt auffindet. Sie glaubt keinesfalls an einen Selbstmord, zumal auffällige Würgemale am Hals ihres Nicolai auf einen Mord hinweisen. Die junge Ehefrau erfährt schließlich, dass Nicolai viele Feinde hatte. Ausgerechnet der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve soll den mysteriösen Mordfall aufklären, dessen Vater einer der größten Konkurrenten ihres Mannes war. Aleydis bleibt jedoch nichts anderes übrig als Vinzenz den Fall untersuchen zu lassen. Ihre Hoffnung ist, dass er seinem Berufsethos treu bleiben wird. Der verschlossene Charakter Vinzenz' und seine düstere Ausstrahlung machen es Aleydis zunächst sehr schwer mit ihm zu arbeiten. Im Zuge der Ermittlungen kommt Manches ans Licht, was die junge Frau lieber nie über Nicolai erfahren hätte. Ich kenne die Autorin Petra Schier schon lange und so erstaunt es mich immer wieder, wie meisterhaft sie völlig neue Themen, Inszenierungen und ganz besonders Charaktere schaffen kann, die sich grundsätzlich von ihren anderen Romanen unterscheiden und ihre Leserschaft mit gänzlich Unvorhersehbarem überrascht und in Spannung bis zum Ende der Geschichte fesselt. In meinen Augen ist Petra Schier somit eine wahre Meisterin der Erzählkunst und ein Garant für beste Unterhaltung auf angenehm hohem Niveau. Aleydis habe ich mit ihrer forschen und fokussierten Art sofort ins Herz geschlossen. Sie ist sehr jung, intelligent und hat einen verantwortungsbewussten, geschulten Charakter, den sie sicherlich auch schon als Jugendliche über ihre Erziehung im Tuchhändlergeschäft ihres Vaters geschliffen hat. Über den üblen Schicksalsschlag muss sie eine schwere Zeit bewältigen und dabei noch die Führung der Wechselstube ihres Mannes sowie die Erziehung der Enkelkinder Nicolais übernehmen. Der Gewaltrichter Vinzenz ist ein ehrlicher und pflichtbewusster junger Mann, der seine junge Frau viel zu bald verlor. Seine markanten Gesichtszüge unterstreichen seine charakterliche Strenge. Es umgibt ihn ein Geheimnis, das ihn zu einer mysteriös-charismatischen Romanfigur macht. In manchen Momenten scheint sein Wesenskern durch die Schleier seines Geheimnisses und zeigt ihn als gefühlvolle, gütige aber recht verletzte Seele. Zwischen Aleydis und Vinzenz knistert es oft, was der Story das prickelnde gewisse Etwas verleiht. Auch hier ist Petra Schier eine Meisterin, die es bestens versteht in ihren Romanen auf der großen Klaviatur der Gefühle eine wunderschöne und unvergessliche Melodie zu spielen. Der angenehm schwungvolle, leicht verständliche Schreibstil bedient sich einer niveauvollen Sprache und entführt seine Leser auf ein eindrucksvolles Leseerlebnis in das historische Köln des Mittelalters. Ganz besonders wertvoll für die Lektüre fand ich das Personenverzeichnis und die schöne Karte des alten Köln um 1400. Beides erleichtert die ernsthafte Lektüre des schönen Buches und lässt sich den Leser rasch in der Romanwelt zurecht finden. Die Story ist zwar in sich abgeschlossen aber es bleibt noch sehr viel Spannung erhalten um eine Fortsetzung der Geschichte Aleydis' mit ungeduldiger Freude zu erwarten. Auch dieses Werk von Petra Schier war voller unvorhersehbarer Überraschungen, Spannung und Gefühl pur. So las ich jede Seite mit Genuss, um Aleydis und Vinzenz auf der Suche nach Nicolais Mörder zu begleiten und über die frechen Streiche der Enkelin Ursel zu lachen. Petra Schier schenkte mir eine wundervolle, unbeschwerte und überaus spannende Lesesunterhaltung. Dankeschön an Petra Schier und den Rowohlt Verlag für das Leseexemplar.

    Mehr
  • „Ihr werdet einen starken Willen benötigen, Frau Aleydis, das steht fest“ Aleydis de Bruinker heira

    Das Gold des Lombarden

    ginnykatze

    02. March 2018 um 14:27

    „Ihr werdet einen starken Willen benötigen, Frau Aleydis, das steht fest“Aleydis de Bruinker heiratet den sehr viel älteren Lombarden Nicolai Golatti. Allen Unken zum Trotz führen die Beiden eine vorbildliche Ehe. Aleydis Herz gehört ihrem Ehegatten und auch umgekehrt kann ein Jeder erkennen, dass auch Nicolai so empfindet. Schnell lässt er seine junge Gemahlin seine Bücher des Geldwechselhandels führen und außerdem liest er ihr jeden Wunsch von den Lippen ab. Einzig der Kinderwunsch erfüllt sich bisher nicht.Als dann der Lombarde Nicolai Golatti, im Jahre 1423, erhängt vor der Stadtmauer aufgefunden wird, ist alles anders. Aleydis muss ganz langsam erkennen, dass ihr treuer Ehegatte nicht nur eine Sonnen-, sondern auch eine Schattenseite hatte. Sie kann kaum glauben was ihr alles berichtet wird und kämpft tapfer und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für ihren guten Ruf.Der Selbstmordverdacht, und damit einhergehend ein schlechter Ruf der ganzen Hinterbliebenen, konnte schnell aus der Welt geschafft werden. Hier handelt es sich eindeutig um Mord.Mit der Aufklärung des Mordes wird der Gewaltrichter Vinzenz von Cleve beauftragt und sein Vater und Nicolai waren nicht gerade Freunde. Aleydis versucht ihr Bestes und unterstützt den Gewaltrichter wo sie nur kann.Was dann aber alles passiert hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Denn ihr eigenes Leben und das ihrer ihr anvertrauten Menschen um sie herum scheint auch in Gefahr zu sein.Fazit:Die Autorin Petra Schier schreibt hier einen historischen Roman, der mich von der ersten bis zu letzten Seite mitgenommen hat in eine Welt des Köln anno 1423.Der Schreibstil ist sehr gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Die Erzählungen über den Ort, die Begebenheiten, sowie der Menschen  in dieser Geschichte, haben mir sehr gut gefallen.Die Charaktere beschreibt Petra Schier dabei mit sehr viel Feingefühl und verleiht so Jedem sein eigenes Gesicht. Aleydis gefällt mir gut, sie ist hin- und hergerissen von den ganzen Begebenheiten und besteht trotz allen ihr entgegengeworfenen Beschuldigungen tapfer und mit viel Herz die ihr aufgebürdete schwere Aufgabe. Auch Vinzenz von Cleve ist hier sehr gut beschrieben und teilweise hatte ich ihn genau vor meinem bildlichen Auge. Kopfkino pur.Die Spannung die hier vorhanden ist, bleibt das ganze Buch über vorhanden. Ich war am Ende doch schon ein wenig überrascht, wie sich alles dann ganz ausführlich zusammenfügte. Das hatte ich so nicht erwartet.Ich vergebe hier gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. 

    Mehr
  • Das Gold des Lombarden

    Das Gold des Lombarden

    Booky-72

    30. January 2018 um 13:44

    Der neue historische Roman von Petra Schier hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Die Geschichte an sich sehr interessant und spannend geschrieben. 1423 in Köln, Aleydis de Bruinker und der Geldwechsler Nicolai Golatti sind seit kurzem verheiratet und ihre Ehe läuft gut. Aleydis hilft ihrem Mann in der Wechselstube bei seiner Arbeit, das ist recht gut, denn dadurch hat sie schon sehr viel gelernt. Eines Tages findet man ihren Mann erhängt an einem Baum und sofort wird von Selbstmord ausgegangen. Doch es gibt einige Ungereimtheiten, die seine Frau stutzig machen. Aleydis ist eine sehr selbstbewusste und starke Frau. Mit Hilfe des Gewaltrichters Vinzenz van Cleve versucht sie, die Zeit vor dem Mord nachzuvollziehen. Verdächtige gibt es ganz schnell recht viele und durch ihre Nachforschungen gerät sogar Aleydis selbst in große Gefahr. Schon recht schnell ist klar, dass sie nicht allen trauen kann. Der Schreibstil ist top und das Personenregister ist sehr gut fürs Kennenlernen der Charaktere und die Verbindungen untereinander. Schöne Zeitreise und Familiengeschichte.

    Mehr
  • Ein spannender historischer Roman

    Das Gold des Lombarden

    zauberblume

    12. January 2018 um 16:12

    "Das Gold des Lombarden" aus der Feder der Autorin Petra Schier ist der äußerst gelungene Auftakt einer neuen Romanreihe. Ich war traurig, als die Adelina-Reihe ein Ende gefunden hat, doch ich muss sagen, Aleydis de Bruinker ist eine würdige Nachfolgerin. Und wieder entführt uns die Autorin in die Stadt Köln.In der Geschichte befinden wir uns im Jahr 1423. Die 20jährige Aleydis de Bruinker ist seit einigen Monaten mit dem älteren lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti glücklich verheiratet. Doch dieses Glück ist von kurzer Dauer, denn Golatti kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode. Man findet ihn erhängt in einem Wald vor den Toren der Stadt. Hat er sich wirklich das Leben genommen? Aleydis kann nicht recht daran glauben und die entdeckt einige Male am Verstorbenen, die auf einen Mord hinweisen. Und Täter gibt es wahrlich genug. Denn Golatti hat - wie sich jetzt herausstellt - viele Feinde. Die junge Witwe stellt Nachforschungen an. Sie will den Mörder ihres Mannes finden. Da kommt ihr ausgerechnet der Gewaltrichter Vinzens van Cleve, dessen Vater Golattis größter Kunkurrent war, zu Hilfe. Sie beginnt vn Cleve zu vertrauen und es kommt ein unglaubliches Geheimnis ans Tageslicht. Und bald schon schwebt Aleydis in höchter Gefahr ....Für mich ein Meisterwerk. Mit einem Gänsehautfeeling habe ich die Leküre aus der Hand gelegt, so gefesselt hat mich die Geschichte von Anfang an. Der Schreibstil der Autorin hat mich auch dieses Mal wieder total begeistert. Die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender, man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Charaktere wurden wieder wunderbar beschrieben. Man kann sich wirklich jeden einzeln gut vorstellen. Da ist die junge Aleydis, die mit ihrem Mann glücklich ist. Zwischen den beiden ist eine tiefe Verbindung zu spüren. Und ihr Entsetzen ist förmlich zu spüren, als sie nach dem Tod ihres Mannes ein düsteres Geheimnis entdeckt. Ich bewundere sie für ihren Mut, denn sie lässt sich einfach von nichts und niemanden unterkriegen. Und dann ist da der Gewaltrichter, der ihr hilfreich zur Seite steht. Und obwohl sie erst seit kurzem Witwe ist, ist das ein zartes Knistern zwischen den beiden zu spüren. Ich bin ja neugierig, ob sich daraus einmal mehr entwickelt. Gefreut habe ich mich auch, auf alte Bekannte zu stoßen. Es war interessant zu erfahren, was es in der Apotherfamilie von Adelina Neues gibt. Und auch einige andere Bekannte Gesichter sind in der Geschichte am Rande aufgetaucht. Interessant fand ich auch den Einblick, den man in den Ablauf der Geldwechselstuben bekommen hat. Wirklich alles hochinteressant. Für mich ein absolutes Lesehighlight, das mir vergnügliche, spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon riesig auf eine Fortsetzung.

    Mehr
  • Das Gold des Lombarden

    Das Gold des Lombarden

    Blaustern

    12. January 2018 um 12:00

    Köln im Jahre 1423: Aleydis de Bruinker kennt ihren Mann, den Geldwechsler Nicolai Golatti, schon lange, und die beiden sind kürzlich verheiratet. Obwohl er so viel älter und es eine arrangierte Ehe ist, liebt sie ihn, und die beiden sind glücklich miteinander. Außerdem geht sie ihrem Mann auch in der Wechselstube zur Hand. Doch dann findet man Nicolai eines Tages erhängt am Baum und denkt, es wäre Selbstmord. Aber Aleydis glaubt nicht daran, und bei Nachforschungen entdeckt sie, dass es Mord war. Aber wer und aus welchem Grund könnte ihn ermordet haben? Gewaltrichter Vinzenz van Clue hilft bei der Aufklärung, obwohl er der stärkste Konkurrent ihres Mannes war. Nicolai hat ihr viele Dinge verheimlicht. Und wie steckt Vinzenz van Clue da mit drin? Wem kann sie überhaupt noch vertrauen?„Das Gold des Lombarden“ ist der 1. Band der Reihe um Aleydis, welcher auch in Köln spielt. Dieser ist in sich abgeschlossen. Schön ist es, dort einige Figuren aus einer anderen Serie von Petra Schier wiederzutreffen. Ein Personenregister erleichtert auch hier den Einstieg. Aleydis ist ebenfalls eine sympathische junge Frau für die sich plötzlich alles ändert. Sie muss plötzlich ihren Mann stehen und auch noch das Geschäft allein weiterführen. Keine leichte Aufgabe für die damalige Zeit. Aber Aleydis wächst an ihren Aufgaben, und es ist spannend, sie dabei zu begleiten. Aber auch der aktuelle Fall ist spannend. Auch hier ist wieder super recherchiert worden, und man kann sich gut in diese Zeit versetzen. Die Sprache passt ausgezeichnet dazu und lässt sich trotzdem flüssig lesen.

    Mehr
  • Das Gold des Lombarden

    Das Gold des Lombarden

    Klusi

    29. December 2017 um 19:45

    Köln 1423:Dass der lombardische Geldverleiher Nicolai Golatti mit der schönen Aleydis de Bruinker eine sehr viel jüngere Frau geheiratet hat, führte schon zu Gerede, aber die Eheleute sind sich sehr zugetan und glücklich miteinander. Allerdings währt das Eheglück nicht sehr lange, denn eines Tages wird Nicolai erhängt aufgefunden. Aleydis glaubt nicht an einen Freitod ihres Gemahls. Zusammen mit dem Gewaltrichter Vinzenz van Cleve versucht sie, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, und das ist nicht einfach. Noch problematischer wird die Angelegenheit, als Aleydis erfahren muss, dass ihr fürsorglicher, liebevoller Gemahl auch noch eine andere, eine dunkle Seite hatte. Das, was sie innerhalb kurzer Zeit über Nicolai erfährt, bringt ihr Weltbild gewaltig aus dem Lot. Sie weiß nicht, wem sie überhaupt noch vertrauen kann. Aus Vinzenz van Cleve wird sie nicht schlau, denn er hilft ihr zwar und führt die Ermittlungen zu Nicolais Todesfall durch, aber die beiden Geldverleiher waren geschäftlich erbitterte Konkurrenten.Petra Schier schreibt unvergleichlich lebendig und fesselnd, dabei ist ihre Sprache nicht zu modern und auch nicht zu alt, so dass sie gut zu der Geschichte aus dem 15. Jahrhundert passt und man doch alles gut verstehen kann. Die Ereignisse sind so dicht in die Handlung gepackt, dass keinen einzigen Moment Langeweile aufkommt. „Das Gold des Lombarden“ ist der erste Band einer neuen Reihe. Wie schon die Reihe um die Apothekerin Adelina, so spielt auch dieser Roman in Köln. Da es ein ausführliches Namensverzeichnis im Buch gibt, gelingt der Einstieg leicht, und die neuen Charaktere werden schnell vertraut. Aleydis ist eine sympathische junge Frau, die plötzlich aus ihrer heilen Welt gerissen und mit einer Seite des Lebens konfrontiert wird, von der sie bisher nichts ahnte. Ihre Erfahrungen lassen sie stark werden. Sie macht in der Geschichte eine enorme Entwicklung durch, und es ist interessant, sie dabei zu begleiten. Auch Vinzenz van Cleve, der auf den ersten Blick so kühl, dunkel und unnahbar wirkt, offenbart mit der Zeit sein wahres Wesen. Es ist sehr interessant, immer wieder Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten zu erhalten, und dadurch kann man mit der Zeit auch deren Beweggründe besser nachvollziehen.Was mir auch hier wieder ausgesprochen gut gefällt, ist die Verknüpfung zu anderen Geschichten, die man von der Autorin schon kennt. So tauchen in der Handlung einige Nebencharaktere auf, die ich bereits aus den Adelina-Bänden kannte. Solche Verbindungen schaffen immer ein besonderes Gefühl von Nähe. Meines Erachtens ist Petra Schier hier wieder ein fesselnder Auftakt gelungen, der neugierig auf eine baldige Fortsetzung macht. Darauf freue ich mich jetzt schon, denn über die liebenswerte und kluge Aleydis, ihre Familie und Freunde gibt es sicher noch viel zu erzählen.

    Mehr
  • Klasse!

    Das Gold des Lombarden

    unclethom

    27. December 2017 um 11:38

    Immer wieder aufs Neue gelingt es Petra Schier mich mit ihren Romanen abzuholen. So auch dieses Mal, ich habe wieder einmal das Gefühl, dass dies der bislang beste Roman aus ihrer Feder ist, obwohl, sage ich das nicht jedes Mal?Aber es ist in der Tat so, dass sie wie ein guter Wein ist, je älter, desto besser schreibt sie.In diesem Roman war es obendrein fast wie ein nach Hause kommen, denn es begegneten mir viele Namen die mir schon aus der Adelina-Reihe der Autorin bekannt waren.Die Reise geht nach Köln ins Jahr 1423.Die Schauplätze sind wieder sehr bildhaft beschrieben und lassen die Leser tief in die Stadt eintauchen und es wirkt wie immer, als wenn einem im Kopf ein bunter Film ablaufen würde. Mich beindruckten die echt wirkenden Figuren mit ihnen wirklich tollen Dialogen.So wirkte die Story dann nicht wie ein Buch sondern mein Kopfkino begann zu rattern, so sehr, dass ich kaum ansprechbar war.Die Spannung schaukelte sich langsam hoch, und steigerte sich bis hin zum rasanten Finale.Wäre ich nicht schon Fan von Petra Schiers historischen Romanen, spätestens mit diesem wäre es um mich geschehen.Nicht vielen Autoren gelingt es, die Leser so zu fesseln und das immer wieder mit jedem neuen Buch aufs Neue. Doch Petra Schier weiß ganz genau was ihre Leser wollen.Für mich sind das wie gewohnt 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.

    Mehr
  • Verbrechen im historischen Köln

    Das Gold des Lombarden

    katze-kitty

    23. December 2017 um 16:59

    Der angebliche Selbstmord ihres Mannes Nicolai Golatti wirft Fragen auf und ausgerechnet seine Witwe Aleydis findet heraus, das es doch Mord war.  Aleydis beginnt Nicolais Leben, wie sie ihn kannte zu hinterfragen und stößt auf viele Hinweise, das Nicolai ihr viele Dinge verheimlichte. Bei ihren Ermittlungen hilft ihr ausgerechnet der Gewaltrichter Vincenz von Cleve- einer der stärksten Konkurerrenten Nicolais...."Das Gold des Lombarden" ist ein historischer Roman von Petra Schier. Es handelt sich um den ersten Teil einer neuen Reihe rund um die Hauptprotagonistin Aleydis. Die Geschichte spielt in Köln im Jahre 1423.Da ich nicht so häufig historische Romane lese habe ich ein bisschen Probleme mit der "alten" Sprache gehabt und konnte das Buch nicht so flüssig lesen, wie andere Bücher. Die Geschichte an sich ist aber sehr interessant. Aleydis ist für die Zeit damals eine sehr selbstbewusste junge Frau, die versucht sich zu behaupten. Sie versucht das Geschäft ihres Mannes weiterzuführen und gerät in der Männerwelt leider schnell an Grenzen.Sie ist mir sehr sympathisch und die kleinen Wortgefechte zwischen ihr und Vincenz sind zuweilen sehr amüsant.Auch konnte ich bis zum Ende nicht absehen, wer nun für den Tod Nicolais verantwortlich war.Mir hat das Buch gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, auch noch weitere Teile mit Aleydis zu lesen !

    Mehr
  • Die Macht des Geldes

    Das Gold des Lombarden

    Tanzmaus

    23. December 2017 um 09:28

    Obwohl Aleydis erst seit einem halben Jahr mit dem viel älteren Geldwechsler Nicolai Golatti verheiratet ist, ist sie ihm sehr zugetan. Sie hat sich in ihrem neuen Leben bereits eingefunden und geht Nicolai in seiner Wechselstube zur Hand. Doch dann geschieht ein Unglück. Nicolai wird erhängt an einem Baum gefunden. Zunächst wird von Selbstmord ausgegangen, was für Aleydis schwerwiegende Folgen hätte. Daher besteht sie darauf, den Leichnam selbst einmal in Ausgenschein nehmen zu können und stellt fest, Nicolai wurde ermordet. Aber von wem? Wer könnte ein Interesse am Tod des Geldwechslers gehabt haben? Sehr zum Verdruss des Gewaltrichters Vinzenz van Cleve, besteht Aleydis, in die Ermittlungen einbezogen zu werden.   Nachdem die Reihe um Adelina zu Ende gegangen war, war ich schon gespannt, was die Autorin Petra Schier als nächstes in Leben rufen wird. Endlich ist das Buch erschienen und ich war doch ein wenig erstaunt, dass ich einige der Protagonisten aus den Adelina – Büchern auch hier im Personenregister wiederfand. Die Ermordung von Nicolai löst zwar die Geschichte um Aleydis aus, jedoch scheint sie ein wenig in den Hintergrund zutreten. Vielmehr lernt man Aleydis, ihre Umgebung, Freunde und Bekannte kennen. Dennoch wird kontinuierlich an dem Fall weitergearbeitet und auch gelöst. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und dennoch bleibt eine gewisse Vorfreude auf den nächsten Band beim Leser zurück. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm, flüssig und spannend. Man kann regelrecht in die Zeit von Aleydis eintauchen und versinken. Die Protagonisten sind wieder plastisch herausgearbeitet, so dass man auch schnell mit ihnen warm wird. Doch, man kann sagen, mit Aleydis hat Petra Schier eine würdige Nachfolgerin für Adelina geschaffen, mit der man sehr gerne noch viele weitere Abenteuer erleben möchte. Fazit: Ein spannender Auftakt einer neuen Reihe, die den Leser mit nach Köln ins 15. Jahrhundert nimmt, einen Mord aufklären und eine neue zauberhafte Protagonisten kennenlernen lässt.

    Mehr
  • Historischer Köln Krimi

    Das Gold des Lombarden

    Katzenmicha

    12. December 2017 um 09:59

    Köln, 1423. Aleydis de Bruinker ist noch nicht lange mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als dieser unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Man findet ihn erhängt – hat er sich das Leben genommen? Aleydis will das nicht glauben. Und tatsächlich: Sie entdeckt Male, die auf einen Mord hinweisen.Potentielle Täter gibt es genug, Golatti hatte viele Feinde. Die junge Witwe stellt Nachforschungen an. Zu Hilfe kommt ihr dabei ausgerechnet Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, dessen Vater der größte Konkurrent Golattis war. Wider Willen beginnt sie van Cleve zu vertrauen, der der Wahrheit verpflichtet scheint und doch ein düsteres Geheimnis hegt. Schon bald schwebt Aleydis in großer Gefahr, und es sieht aus, als sei ihr einziger Verbündeter in den Mord verstrickt …Fazit zum Buch:Ich lese unheimlich gerne historische Romane-die mich in die Zeit versetzen .Und Petra Schier hat es geschafft mich in die Zeit um1423 zu versetzen.Der Roman war super,spannend und gut recherchiert.Die Autorin beschreibt eine Familien Geschichte in Kölns historischen Stadt.Aleydis ist glücklich mit dem älteren Stadtwechsler Nicolai Golatti verheiratet.Die Ehe ist arangiert-wie es zu dieser Zeit normal gewesen iat.Aber Aleydis und Nicolai sind sich in Liebe zugetan,und kennen sich schon viele Jahre.Sie darf auch ihrem Mann in der Wechselstube zur Hand gehen und die Bücher führen.Was in dieser Zeit noch eine Ausnahme war.Dann wird Nicolai eines Tages vor den Toren der Stadt an einem Baum aufgehängt gefunden.Schnell ist der Verdacht im Raum,das er Selbstmord gemacht hat.Aleydis glaubt nicht an Selbstmord und bittet den Gewaltrichter Vinzenz van Clue zur Hilfe.Vinzenz van Clue ist ein gerechter und strenger Mann.Und in diesem Fall ist auch er an einer Aufklärung interriesiert.Die Autorin Petra Schier schafft es,das man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.Durch ihre Erzählung bekommt man Einblick in die Geschichte Kölns 1423.Man hat das Gefühl als stiller Beobachter – dabei zu sein.Leider konnte ich nur 5 Sterne vergeben,wenn es gegangen wäre hätte ich auch mehr gegeben.Vielen Dank das ich das Buch lesen durfte!

    Mehr
  • Das Gold des Lombarden

    Das Gold des Lombarden

    AgnesM

    10. December 2017 um 11:07

    Aleydis Golatti muss den schmerzlichen Verlust ihres geliebten Ehemannes, eines berühmten lombardischen Geldverleihers in Köln, verkraften. Ihr Mann war zwar um einige Jahre älter als sie, doch er behandelte sie stets respektvoll, kaufte ihr schöne Kleidung und Schmuck und überließ ihr sogar die Buchhaltung seines Geschäfts. Doch von einem Tag auf den anderen droht die heile Welt der jungen und attraktiven Frau zusammenzubrechen, als ihr Mann erhängt vor den Toren Kölns aufgefunden wird. Vieles deutet auf einen Selbstmord hin, doch daran kann und will Aleydis einfach nicht glauben. Sie wendet sich an die Männer im Rathaus und das Gericht und will mit allen Mitteln herausfinden was wirklich vorgefallen ist. Der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve nimmt sich dem Fall an, obwohl seine Familie und der Lombarde stets im hitzigen Konkurrenzkampf und nicht im Guten zueinander standen. Er versucht hier professionell seinem Beruf nachzugehen, doch bleibt es nicht aus, dass auch er heimlich dem Charme von Aleydis verfällt. Bei ihren aufwendigen Recherchen stoßen beide zeitweise an ihre Grenzen und müssen einige bedrohliche Situationen meistern, der Hetzjagd vieler Bürger entkommen und diverse Beleidigungen ertragen. Von der ersten Seite durchlebt der Leser eine authentische Zeitreise und durchstreift mit den Hauptprotagonisten die Straßen Kölns, versucht selber Hinweise und erlangtes Wissen zur Aufklärung zusammenzufügen und erhält einen Einblick in das Leben der Menschen zu der damaligen Zeit. Durch die gut recherchierten Informationen, die im Buch vermittelt werden, die gelungene Einteilung der Szenen, aufgrund des aussagekräftigen und nicht zu verschnörkelten Schreibstils und eines effektiven Plots, liest sich das Buch flott und ohne störende Nebenhandlungen. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen und genau dies macht u.a. für mich einen hervorragenden Roman aus. Das schön gestaltete Cover und eine Stadtkarte Kölns im inneren des Buches tragen noch ein wenig zu meiner Begeisterung bei. Wer historische Romane, die in Deutschland spielen, mag wird ein Lesevergnügen mit „Das Gold des Lombarden“ erleben. 

    Mehr
  • Ein mysteriöser Tod im mittelalterlichen Köln

    Das Gold des Lombarden

    milkysilvermoon

    06. December 2017 um 11:09

    Köln im Jahr 1423: Erst seit sechs Monaten ist die 20-jährige Aleydis de Bruinker mit dem wohlhabenden 56-jährigen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als man diesen an einem Baum erhängt findet. Dass sich der liebevolle Ehemann selbst umgebracht haben soll, will die junge Frau nicht glauben. Aleydis findet nicht nur Hinweise auf einen Mord, sondern erfährt auch, dass der Lombarde viele Feinde hatte. Zusammen mit Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, dessen Vater der größte Konkurrent Golattis war, stellt sie Nachforschungen an. Auf der Suche nach der Wahrheit beginnt sie, van Cleve zu vertrauen. Doch dieser hegt selbst ein düsteres Geheimnis… Mit „Das Gold des Lombarden“ ist Petra Schier ein unterhaltsamer historischer Roman gelungen, der im mittelalterlichen Köln spielt. Der Auftaktband der neuen Reihe der Autorin vereint in einer interessanten Mischung Spannung und viel Gefühl.Meine Meinung:Der anschauliche Erzählstil hat mir sehr gefallen. Ich bin sofort gut in die Geschichte reingekommen, war gleich vom Geschehen gefesselt und habe das Buch nur ungerne zur Seite gelegt. Diese Spannung konnte die Autorin über die gesamte Länge halten. Trotz der fast 450 Seiten wurde die Geschichte nicht langatmig. Darüber hinaus gab es einige humorvolle Elemente. Im Roman wechseln sich die Perspektive von Aleydis und Vinzenz van Cleve ab. Dadurch ließ sich das Innenleben der beiden sehr gut nachvollziehen. Mit Aleydis steht eine reizvolle Protagonistin im Vordergrund, die mir durch ihre emanzipierte und gleichsam gefühlvolle Art schnell sympathisch war. Als Charakter reizvoll beschrieben ist auch die Person des Vinzenz van Cleve. Die Figuren des Buches haben Ecken und Kanten, was sie glaubhaft und interessant macht. Authentisch wirken auch die Darstellungen. Sie zeugen von der Recherchearbeit, die die Autorin in das Buch gesteckt hat. Auch die Handlung - inklusive der überraschenden Auflösung - war für mich stimmig. Der Roman ist in sich abgeschlossen. Leider blieben zum Ende hin allerdings noch einige Fragen offen, was der Tatsache geschuldet ist, dass es noch weitere Bände geben soll.Auf gelungene Weise werden historische Begebenheiten und fiktionale Elemente miteinander verwebt. Jede Menge interessante Informationen über das Leben zu dieser Zeit sind so in die Geschichte eingebaut worden. Durch diese Details wird das Buch zu einer lehrreichen Lektüre. Weitere Pluspunkte sind für mich die Übersicht über die Personen und die Karte der historischen Innenstadt von Köln. Auch das Cover mit der goldenen Prägung trifft meinen Geschmack.Mein Fazit:Mit „Das Gold des Lombarden“ ist Petra Schier ein lesenswerter Roman gelungen, der Lust auf die Fortsetzungen macht.

    Mehr
  • Ein Krimi im historischen Gewand

    Das Gold des Lombarden

    Lealein1906

    05. December 2017 um 21:48

    "Das Gold des Lombarden" ist ein wirklich klasse historischer Roman, der am meisten dadurch besticht, dass er viele Krimi-Elemente enthält, die die Geschichte nur umso spannender machen. Aleydis wurde jung mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, doch wieder erwarten herrscht tatsächlich eine liebevolle Beziehung zwischen den beiden. Doch dann wird Golatti erhängt aufgefunden, er wurde ermordet und Aleydis will alles tun um den Mörder zu finden. Dabei steht ihr ausgerechnet der Konkurrent ihres Mannes Vinzenz van Cleve als Gewaltrichter zur Seite. Kann sie dem Mann mit dem düsteren Aussehen vertrauen? Und warum fühlt sie sich manchmal zu ihm hingezogen?Was mir besonders an dem Roman gefällt, ist der Sprachstil den Petra Schier für ihr Buch gewählt hat. Er ist so perfekt an die Szenerie im historischen Köln angepasst, dass man sich von Beginn an sofort in die mittelalterliche Welt versetzt fühlt.Die Hauptfiguren Aleydis und Vinzenz sind super Charaktere von denen man unbedingt immer mehr lesem will. Mit Aleydis kann ich mich wirklich sehr gut identifizieren.Es wird nie langweilig die Geschichte zu lesen, auch weil oft unvorhergesehene Sachen passieren und auch die Suche um den Mörder ist lange offen, auch wenn ich schon früh eine Ahnung hatte, jedoch die Umstände nicht einordnen konnte.Dieser historischer Roman garantiert definitiv Hochspannung vor einer sehr interessanten Kulisse mit gut ausgefeilten Charakteren. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

    Mehr
  • Ach schön, mal was in Köln!

    Das Gold des Lombarden

    winniehex

    03. December 2017 um 22:09

    Die junge hübsche Aleydis ist in einer von ihrem Vaterarrangierten Ehe. Der Lombarde Nicolai Golatti hat sich einen guten Ruf alsGeldwechsler gemacht. Ab und an darf ihn seine junge Ehefrau zur Hand gehen,was natürlich Aleydis sehr erfreut, denn ansonsten hat eine junge Frau zur dieserZeit leider nur haushaltliche Pflichten. Eines morgens wird Nicolai vor denStadttoren an einem Baum aufgehängt vorgefunden, die meisten gehen davon aus,dass er sich selber umgebracht hat. Nur seine Frau sieht glaubt nicht an dieGeschichte und versucht mit Vinzenz van Cleve dem Gewaltrichter die Wahrheitherauszufinden. Diese schöne Geschichte spielt in Köln, sozusagen bei mir umdie Ecke. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass die Autorin Köln als Stadtausgesucht hat. Das Buch hat eine Menge an Spannung, Humor und Krimi in sich.Ich war wieder einmal total begeistert von Petra Schier. Jeder der historische Romane gerne liest sollte auch diesesBuch lesen. Ich kann es nur empfehlen!

    Mehr
  • Fesselnder historischer Roman

    Das Gold des Lombarden

    mabuerele

    „...Ich glaube, dass Euer Gemahl Euch einen gefährlichen Sumpf hinterlassen hat, den Ihr derzeit bei waberndem Nebel und leider nur mit halb geöffneten Augen durchwandert...“ Wir schreiben das Jahr 1423. Vor einem halben Jahr hat die 20jährige Tuchhändlerstochter Aleydis den 56jährigen Lombarden und Geldwechsler Nicolai Golatti geheiratet. Er ist ein Freund ihres Vaters. Trotz des Altersunterschiedes hat es Aleydis gut getroffen. Das liegt an seinem freundliches Wesen und seine Großzügigkeit. Außerdem vertraut er Aleydis die Führung seiner Rechnungsbücher an, denn er weiß um ihre Begabungen. Doch dann nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung. Nicolai wird erhängt aufgefunden. Aleydis besteht darauf, ihren Mann sehen zu dürfen. Danach weist sie darauf hin, dass er ermordet wird und verlangt die Aufklärung des Verbrechens. Damit beauftragt wird der Kölner Gewaltrichter Vinzenz van Cleve. Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Einmal begonnen fällt es schwer, es aus der Hand zu legen. Aleydis ist eine selbstbewusste junge Frau. Doch nun muss sie erfahren, dass ihr Mann zwei Gesichter hatte. Er war nicht nur der liebevolle Ehemann und großzügige Vater, sondern auch ein gerissener Kreditgeber, der notfalls seine Forderungen mit Gewalt durchsetzte. Seine Tochter Cathrein lebt bei den Beginen. Sie ist Aleydis beste Freundin und etwa im gleichen Alter. Nach einer Ehe voller Gewalt lässt sie keine Männer mehr an sich heran. Golatti hat seine Enkeltochter Ursel bei sich aufgenommen. Vinzenz van Cleve gilt als harter, aber gerechter Mann. In seinem Auftreten wirkt er düster und schafft so eine gewisse Distanz zu seinem Gegenüber. Sein Vater Georg ist ebenfalls Geldwechsler und Golattis härtester Konkurrent. Der Schriftstil des Buches ist ausgefeilt. Sehr gut wiedergegeben werden die Verhältnisse im mittelalterlichen Köln. Obiges Zitat stammt von van Cleve. Es zeigt, dass die Autorin das Spiel mit Worten und Metaphern beherrscht. Entgegen der damaligen Sitte hat Nicolai seine Frau als Alleinerbin eingesetzt. Damit hat sie nach seinem Tod alle Hände voll zu tun. Sie muss sich in seine Geschäfte einarbeiten, möchte aber an der Aufklärung des Verbrechens beteiligt werden. Andererseits versuchen diejenigen, die vor ihrem Mann gekuscht haben, sich nun an ihr schadlos zu halten. Zu den Höhepunkten gehören für mich die fein ausgearbeiteten Dialoge zwischen Aleydis und van Cleve. Beide schenken sich nicht. Hart prallen die Fronten aufeinander. Dabei zeigt van Cleve allerdings auch eine unerwartete Seite. Er legt Wert darauf, dass Aleydis in der Lage ist, sich gegen Angreifer zu verteidigen, denn seiner Meinung nach ist sie in Gefahr. Bei den Gesprächen ist das Knistern zwischen beiden in jeder Zeile spürbar. Für Aleydis ist es eine neue Erfahrung, dass ein Mann sie erregt. Mit den Gefühl kann sie wenig anfangen und hält deshalb Abstand. Van Cleve hat nach seiner letzten Ehe einen harten Panzer um sein Herz gelegt. Der soll auf keinen Fall brechen. Die Mordermittlungen gestalten sich schwierig. Galotti hatte sich viele Feinde gemacht. Nicht jeder Befragte sagt die Wahrheit. Geschickt hat die Autorin Informationen über alte Bekannte aus anderen Serien eingebaut. Wer diese Bücher nicht kennt, wird aber nichts vermissen. Ich denke dabei insbesondere an Elsbeth, die die Vorsteherin der Dirnen in einem gehobenen Haus in der Schwalbengasse ist. Sehr ausführlich wird das Geldwesen der damaligen Zeit beschrieben. Die Ausgabe von Wechsel und der Umtausch in anderen Währungen gehören dazu. Erstaunt war ich, dass es damals schon Strafzölle gab, wenn ein Kredit vorzeitig zurückgezahlt wurde. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, das auch viele Nebenfiguren gut charakterisiert werden. Das trifft insbesondere auf die Bediensteten in Galottis Haushalt zu. Eine Karte von Köln, ein ausführliches Personenverzeichnis und ein inhaltsreiches Nachwort ergänzen das Buch. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. Er ist eine gekonnte Mischung aus Historie und Krimi.

    Mehr
    • 5

    clary999

    01. December 2017 um 20:07
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks