Das Haus in der Löwengasse

von Petra Schier 
4,4 Sterne bei126 Bewertungen
Das Haus in der Löwengasse
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (109):
mixtapemaedchens avatar

Flüssiger historischer Roman für zwischendurch.

Kritisch (6):
Akanthas avatar

Kitschige, platte Handlung ohne große Spannungen.

Alle 126 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Haus in der Löwengasse"

Nur das Schicksal kennt ihren Weg.

Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße - mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste.

Dann kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499259012
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.09.2012 bei RADIOROPA Hörbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne79
  • 4 Sterne30
  • 3 Sterne11
  • 2 Sterne3
  • 1 Stern3
  • Sortieren:
    unclethoms avatar
    unclethomvor 2 Jahren
    Eine tolle Lovestory...

    Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt.
    Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den ersten Seiten. Der Spannungsbogen ist fein gezeichnet und beginnt eher sachte um sich dann immer weiter zu steigern.
    Das Buch besticht durch großartig ausgearbeitete und sehr plastisch beschriebene Figuren. Dank der schönen Schreibweise gelingt es der Autorin ihren Figuren Leben einzuhauchen, so sehr das man glauben könnte, es handle sich um reale Personen. Dazu die wie gewohnt schönen Dialoge und man erlebt mit wie sich eine Liebesgeschichte zur damaligen Zeit angefühlt haben muss.
    Der Hauptdarsteller, Julius ist ein sehr moderner Mann, eigentlich ganz anders wie so viele Männer im Verhältnis zu seinen weiblichen Angestellten. Nach außen hin eine raue Schale mit einem weichen Kern. Es ist jetzt nicht leicht Julius weiter zu charakterisieren ohne zu viel von der Story zu verraten, deshalb lasse ich es auch sein. Ich empfehle hier, das Buch selbst zu lesen, wenn ihr Wissen wollt welch ein feiner Mann Julius denn ist.
    Die Schauplätze sind ebenfalls sehr schön beschrieben und so kommt es einem vor als wäre man selbst schon dort gewesen.
    Der Roman ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und daher eigentlich eher etwas für Frauen, so könnte man denken. Aber denkste, auch ich als Mann war von diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Für mich sind das hier hochverdiente 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    mixtapemaedchens avatar
    mixtapemaedchenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Flüssiger historischer Roman für zwischendurch.
    Schöner Gesellschaftsroman

    Pauline Schmitz arbeitet als Gouvernante in einem Bonner Haushalt. Als der Hausherr zudringlich wird und Pauline das nicht dulden will, steht sie von jetzt auf gleich auf der Straße. Ohne Referenzen eine neue Stellung zu finden ist fast unmöglich. Mehr durch Zufall wird sie in einem Kölner Haushalt als Magd angestellt, eine schwere Arbeit, die Pauline nur mit äußerster Anstrengung erfüllen kann. Der Fabrikant Julius Reuther, ein Witwer mit zwei minderjährigen Kindern, der mit der Familie, bei der Pauline arbeitet, gesellschaftlich verkehrt, erkennt, dass in ihr viel mehr steckt und engagiert sie als Gouvernante für seinen Haushalt. Pauline fügt sich sehr gut dort ein und es entstehen romantische Gefühle zwischen ihr und Julius. Da Julius allerdings berufliche Probleme und Geldsorgen hat, wäre für ihn eine Verbindung mit einer hohen Mitgift vernünftiger.

    Petra Schier, die sonst vor allem für ihre Romane aus dem Mittelalter bekannt ist, hat sich hier ins 19. Jahrhundert gewagt – und dieses Experiment ist wunderbar gelungen. Mit ihrer schönen, sehr bildhaften Sprache hat sie einen Liebesroman geschrieben, der in keinem Moment kitschig ist sondern sogar sehr spannend. Gleichzeitig und gut recherchiert zeigt sie auf, wie die Gesellschaft zu jener Zeit funktioniert hat und welchen Mutes es bedurfte, gesellschaftlichen Konventionen zu widerstehen.


    Nicht nur die Örtlichkeiten, wie z. B. das Köln des 19. Jahrhunderts, auch die Charaktere werden, bis in die kleinste Nebenrolle, dermaßen plastisch beschrieben, dass man sie vor dem inneren Auge lebendig werden sieht, dazu trägt sicher auch bei, dass die Autorin sehr detailreich erzählt und auch die Gedanken und Emotionen immer nachvollziehbar formuliert.

    Kommentieren0
    82
    Teilen
    PinkBookLadys avatar
    PinkBookLadyvor 4 Jahren
    Das Haus in der Löwengasse

    Die junge Pauline Schmitz arbeitete als Gouvernante in einem Bonner Haushalt. Als dann der Hausherr langsam aber sicher immer zudringlich wird und Pauline das nicht länger dulden möchte, und die Ehegattin des Hausherren sie erwischt, steht Pauline quasi von jetzt auf gleich dann auf der Straße. Wo soll sie hin? Auf jeden Fall weit weg von Bonn und diesem Fiesling Buschner. Irgendwann findet sie sich in Köln wieder. Vor einem kleinen Laden. Aber ohne Referenzen eine neue Stellung zu finden ist fast unmöglich. Sie hat aber Glück und der neue Hausherr stellt sie als Magd ein, wo sie sehr schwer und sehr hart für wenig Geld arbeiten muss. Wenige Zeit später lernt sie durch diese Familie den jungen Witwer & Fabrikanten Julius Reuther kennen, der ihr ein sehr gutes Angebot macht. Sie darf bei ihm als Gouvernante für seine beiden minderjährigen Kinder anfangen. Wird die dieses Angebot annehmen? Das dürft ihr nun selber rausfinden in dem ihr das wunderbare Buch gleich mal lest.

    Ich war am Anfang etwas skeptisch ob mir dieser historische Roman zusagen wird, da ich schon von 2 anderen Autoren was historisches las, was leider nicht meines war (viel zu trocken). ABER ich wurde hier durch Petra Schier eines besseren belehrt. 
    Ich konnte von Anfang an fließend in diese wunderbare Geschichte eintauchen. Die Protagonistin Pauline Schmitz war mir von Anfang an gleich sympatisch. 
    Der Schreibstil  ist auch sehr angenehm und man ist schnell gefesselt von dem ganzen, denn die Autorin beschreibt sehr Gefühlvoll die Geschehnisse in der Kölner Löwengasse. (Das Haus von Julius Reuther).
    Die Geschichte um den Witwer Julius Reuther & der jungen Gouvernante Pauline Schmitz spitz ich immer mehr zu. Man fiebert regelrecht mit den beiden mit und möchte am liebsten immer sofort wissen wie es weiter geht und für welche Dame er sich am Ende entscheiden wird. 

    Dieses Buch hat mich sehr überzeugt und es hat sich mehr als gelohnt dem Genre "Historisches" eine weitere Chance zu geben. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen der historische Geschichten mag. Fans von der Autorin werden es eh lieben , da bin ich mir ziemlich sicher.
    Dies war mein erstes Buch von Petra Schier und es wird nicht das letzte sein.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Kleinstadtkatzes avatar
    Kleinstadtkatzevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, kommt aber von der Spannung und den Charakteren her nicht ganz an Adelina-Bücher ran.
    Weniger historisch, dafür mehr Herzschmerz

    Als Fan der Adelina- Reihe von Petra Schier wollte ich auch mal andere (historische) Geschichten von dieser Autorin lesen und bin auf dieses Buch gestoßen, welches in sich abgeschlossen ist und eine unabhängige Geschichte darstellt. Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, kommt aber von der Spannung und den Charakteren her nicht ganz an Adelina-Bücher ran.

    Pauline Schmitz, eine hübsche und intelligente Frau, hat ein Problem. Sie ist der damals nicht ünüblichen Dienstboten"krankheit" verfallen und wurde unwissend Opfer der Begehrlichkeiten des Hausherren. Als die beiden daraufhin zusammen entdeckt werden (von keiner geringeren als der Ehefrau selbst), wird Pauline auf die Straße gesetzt und muss nun ihr Leben ganz von vorn beginnen. Das Fräulein entschließt sich von Bonn nach Köln zu gehen, um ihr Glück als Gouvernante dort zu versuchen. Fortuna ist ihr hold, denn durch Zufall bekommt sie eine Anstellung im Hause Stein, jedoch nur als einfache Magd, worüber sich die verängstigte Frau auch nicht weiter beschwert. Schon glaubt Pauline sich mit den dreckigen Arbeiten einer Magd anfreuden zu können, als ein gewisser Julius Reuther, ein angesehener Textilfabrikant, in das Haus Stein zu Besuch kommt. Er entdeckt schnell Paulines Talente, vor allem beim Musizieren und Gesang... und ist davon überzeugt, dass die junge Frau sich um seine zwei Kinder Ricarda und Peter kümmern sollte. Für einen fürstlichen Lohn soll Pauline nun für einen Mann arbeiten, dem man nachsagt, dass seine Ehefrau unter mysteriösen und ruchlosen Umständen verstorben sei... .

    Petra Schier besticht auch hier durch einfache Schreibweise und eine sich aufbauende und spannende Geschichte, die locker vor sich hinplätschert. Pauline ist eine sehr sympathische Hauptfigur, mir jedoch stellenweise zu lasch und oberflächlich beschrieben. Wer einen historischen Roman erwartet, wird etwas enttäuscht sein, denn hier geht es vor allem um Lebens- und Liebesgeschichten. Dennoch hat mich dieses Buch gut unterhalten und war an einigen Stellen recht spannend.

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    winter-chills avatar
    winter-chillvor 5 Jahren
    Mehr Liebesgeschichte als historischer Roman

    In ihrem Roman „Das Haus in der Löwengasse“ entführt Schier den Leser ins Köln des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der Waisen Pauline, die nach dem Tod ihres Onkels als Gouvernante in Bonn eine Anstellung findet. Nachdem der Hausherr Pauline aber vergewaltigt, verliert sie ihre Stelle und landet schließlich mittellos in Köln. Dort kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Fabrikant Julius Reuther stellt sie ein und verliebt sich in sie. Leider konnte mich mein erster historischer Roman von Petra Schier nicht wirklich überzeugen. Den Schreibstil fand ich noch ganz gut. Sehr locker, kurzweilig und angenehm, aber auch nicht zu modern – also für einen historischen Roman gerade richtig. Auch ihre Charaktere hat Schier sehr lebendig und detailliert gezeichnet. Gehapert hat es an der Geschichte selbst. Diese ist mehr als vorhersehbar und zum Teil ein wenig flach. Vieles geschieht nach Schema F und im Grunde besteht der ganze Roman aus sehr wenig Handlung. Auch das Historische kommt bei diesem Roman ein wenig zu kurz. Man erfährt zwar schon ein kleines bisschen über die Situation der Dienerschaft und die Methoden der Kindererziehung im 19. Jahrhundert, aber eher am Rande. Im Grunde hätte der Roman in jedem anderen Zeitalter spielen können. Im Großen und Ganzen ist „Das Haus in der Löwengasse“ eine recht vorhersehbare, wenn auch gut erzählte, verträumte Liebegeschichte. Wer einen komplexen bzw. gut recherchierten, authentischen historischen Roman über ein bewegendes Frauenschicksal erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Roman mit 350 Seiten recht kurz ist und sich die Geschichte so einfach nicht richtig entwickeln konnte.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 5 Jahren
    Das Haus in der Löwengasse

    Die junge Pauline findet zunächst nach dem Tod des sorgenden Onkels eine Anstellung als Gouvernante. Der Hausherr jedoch hat Hintergedanken und macht sie zu ihrer Mätresse. Als dies die Ehefrau erfährt, sitzt Pauline auf der Straße. Das Glück ist ihr jedoch hold und sie wird als Magd eingestellt. Die harte Arbeit setzt ihr zu, bis der junge Textilfabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam wird und sie als Kindermädchen bei sich einstellt. Schon bald scheint sich zwischen den beiden mehr zu entwickeln…

    Das Buch hat mich zwar ganz gut unterhalten, konnte mich aber leider nicht so richtig fesseln. Ich hatte mich auf einen historischen Roman gefreut, leider bin ich da ein bisschen enttäuscht worden. Zwar wird die Problematik der dienenden Schicht im frühen 19. Jahrhundert angeschnitten, dennoch habe ich das Buch eher als Liebesroman empfunden. Die Handlung ist schlicht und das Ende vorhersehbar, der Spannungsbogen eher flach. Dabei ist der Schreibstil leicht und lässt sich flüssig lesen, obwohl ich mir weniger Dialoge und dafür ein paar mehr Beschreibungen gewünscht hätte.

    Die Protagonistin Pauline war mir zwar nicht unsympathisch, war mir aber zu flach gezeichnet. Sie ist einfach nur gut, macht nie was falsch und hat keine Ecken und Kanten. Dadurch wirkt sie einfach nicht echt. Sympathischer war mir da Julius Reuther, den seine Erlebnisse gezeichnet haben und der durch seine Launen sehr menschlich wirkt. Die Kinder Ricarda und Peter waren dagegen sehr gut ausgearbeitet. Sie sind zwar frech und vorlaut, aber voller Energie und bringen Leben in die Geschichte. Ich hatte sie vor Augen, wie sie sich zanken und durchs Haus rennen – die beiden haben mir wirklich gut gefallen.

    Wer einen unterhaltsamen Liebesroman für kurzweilige Stunden sucht, ist mit „Das Haus in der Löwengasse“ sicher gut beraten. Will man dagegen einen historischen Roman mit komplexer Thematik, ist man bei diesem Buch vielleicht etwas enttäuscht. Da ich doch vergnügliche Stunden hatte mit dem Buch, vergebe ich 3,5 Sterne.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    M
    meinbeileidvor 5 Jahren
    Schöner Liebesroman.

    Ich habe den Roman gern gelesen. Petra Schier ist eine ausgezeichnete Autorin.  Ihr Schreibstil gefällt mir. Das Buch ist lesenswert.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    PinkBookLadys avatar
    PinkBookLadyvor 5 Jahren
    Wunderbare Familien & Liebesgeschichte

    Die junge Pauline Schmitz arbeitete als Gouvernante in einem Bonner Haushalt. Als dann der Hausherr langsam aber sicher immer zudringlich wird und Pauline das nicht länger dulden möchte, und die Ehegattin des Hausherren sie erwischt, steht Pauline quasi von jetzt auf gleich dann auf der Straße. Wo soll sie hin? Auf jeden Fall weit weg von Bonn und diesem Fiesling Buschner. Irgendwann findet sie sich in Köln wieder. Vor einem kleinen Laden. Aber ohne Referenzen eine neue Stellung zu finden ist fast unmöglich. Sie hat aber Glück und der neue Hausherr stellt sie als Magd ein, wo sie sehr schwer und sehr hart für wenig Geld arbeiten muss. Wenige Zeit später lernt sie durch diese Familie den jungen Witwer & Fabrikanten Julius Reuther kennen, der ihr ein sehr gutes Angebot macht. Sie darf bei ihm als Gouvernante für seine beiden minderjährigen Kinder anfangen. Wird die dieses Angebot annehmen? Das dürft ihr nun selber rausfinden in dem ihr das wunderbare Buch gleich mal lest.

     

    Ich war am Anfang etwas skeptisch ob mir dieser historische Roman zusagen wird, da ich schon von 2 anderen Autoren was historisches las, was leider nicht meines war (viel zu trocken). ABER ich wurde hier durch Petra Schier eines besseren belehrt.

    Ich konnte von Anfang an fließend in diese wunderbare Geschichte eintauchen. Die Protagonistin Pauline Schmitz war mir von Anfang an gleich sympatisch.

    Der Schreibstil  ist auch sehr angenehm und man ist schnell gefesselt von dem ganzen, denn die Autorin beschreibt sehr Gefühlvoll die Geschehnisse in der Kölner Löwengasse. (Das Haus von Julius Reuther).

    Die Geschichte um den Witwer Julius Reuther & der jungen Gouvernante Pauline Schmitz spitz ich immer mehr zu. Man fiebert regelrecht mit den beiden mit und möchte am liebsten immer sofort wissen wie es weiter geht und für welche Dame er sich am Ende entscheiden wird.

     

    Dieses Buch hat mich sehr überzeugt und es hat sich mehr als gelohnt dem Genre "Historisches" eine weitere Chance zu geben. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen der historische Geschichten mag. Fans von der Autorin werden es eh lieben, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Dies war mein erstes Buch von Petra Schier und es wird nicht das letzte sein.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Gurkes avatar
    Gurkevor 5 Jahren
    Petra Schier im 19.Jahrhundert

    Nach dem Tod ihres Onkels muss Pauline Schmitz als Waisin nun ihren eigenen Weg gehen und wünscht sich sehr, dass sie dank ihrer hervorragenden Manieren und ihres überdurchschnittlichen Wissensstandes eine angesehene Stelle als Gouvernante annehmen kann. Doch leider muss die hübsche Frau schnell feststellen, dass die Angestellten der besseren Gesellschaft bei den Hausherren oft nur als billige Mätressen angesehen werden, die den körperlichen Freuden dienen sollen und Pauline flieht Hals über Kopf vor ihrem groben Peiniger. Ohne Empfehlung muss sie wieder von ganz unten beginnen und landet als einfache Magd bei der Familie Stein. Als die Eheleute eines Tages Besuch von wichtigen Geschäftspartnern bekommen, rempelt Pauline ausgerechnet den griesgrämigen Herrn Reuther an, der sie ungalant für ihre Hektik rügt. Als dieser Mann sie dann auch noch in sein Haus einlädt, um ihr ein großzügiges Angebot zu machen, lassen die erste Gerüchte nicht lange auf sich warten. Was hat der Witwer für Pläne mit Pauline?


    Nur zu gerne habe ich mich von Petra Schier wieder aus dem Alltag locken lassen und einige Stunden in fernen Zeiten verbracht, obwohl das 19.Jahrhundert nicht unbedingt meine liebste Zeit für einen literarischen Ausflug in die Vergangenheit bietet und ihre Leidenschaft die Leser in eine alte Epoche zu versetzen, hat bei diesem Werk nicht komplett gefruchtet.


    Bei der Adelina-Reihe ist einfach gefühlt mehr Pfeffer in der Handlung und der historische Flair kommt mehr zur Geltung, da er in „Das Haus in der Löwengasse“ von der Liebesgeschichte weitestgehend verdrängt wird. Pauline hätte durch die wenigen Informationen, die wir am Rande zu den häuslichen Bedingungen in den Schichten erfahren und der aufstrebenden Situation in Köln auch ein Kindermädchen aus der Neuzeit darstellen können, die in einem etwas ärmlichen Teil der Welt nach ihrem großen Glück sucht. Beispielsweise wäre ein größeres Augenmerk auf die Arbeiten in den Textilfabriken interessant gewesen, die sich gerade im Umschwung befunden haben, wenngleich dafür im Ausgleich die Protagonisten noch mehr in ihren Charaktereigenschaften ausgefeilt werden konnten und wir viel über die Ängste der ausgenutzten Gouvernante erfahren haben.


    Der Titel ist für meinen Geschmack dafür optimal gewählt, denn Julius Reuther ist am Anfang genauso verbohrt und verstaubt wie seine alte Gemäuer und erst durch Paulines Einfluss gelingt es ihm aus seinem Schneckenhaus zu schauen und Renovierungsarbeiten in Gang zu bringen, die das Haus heimeliger machen und seinen weichen Kern an die Oberfläche zu bringen.


    „Das Haus in der Löwengasse“ ist zwar nicht mein Lieblingsbuch der Autorin, aber es ist eine nette Geschichte im Stil einer Verwandlung von Aschenputtel zur schönen Prinzessin, die wohl jede Leserin der tapferen und ehrgeizigen Hauptdarstellerin vom Herzen gönnt und mit ihr in den Zwickmühlen leidet und auf ein gutes Ende hofft. Die Nebencharaktere haben mich genauso überzeugt und besonders Frieda steht in ihrer Güte und Tugendhaftigkeit unserer Gouvernante in nichts nach und mit solchen Freunden wird selbst der steinigste Weg ein bisschen angenehmer.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Kurzweiliger, gefühlvoller und unterhaltsamer Roman mit starken Charakteren
    Eine junge Frau geht ihren Weg

    Die 23-jährige Pauline Schmitz ist Waise und seit dem Tod ihres Onkels, einem Badearzt aus Bad Bertrich, mittellos. Als Gouvernante findet die junge Frau jedoch schnell Anstellung bei einer gutbetuchten Familie in Bonn. Doch als der Hausherr sie massiv bedrängt und Pauline sich diesen Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie unvermittelt auf der Straße. Ihr Weg führt sie nach Köln, in der Domstadt ist ihr das Glück hold und Pauline kann bei der Kaufmannsfamilie Stein als Dienstmagd arbeiten. Dort wird auch der Fabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam und erkennt schnell, dass Pauline äußerst gebildet ist. Der Fabrikant nimmt sie als Gouvernante für seine beiden Kinder Ricarda und Peter in seine Dienste. Doch der Textilfabrikant hat durch schlecht beratene Spekulationsgeschäfte ein massives Geldproblem. Um seine Fabrik nicht zu verlieren, müsste er die junge Frieda Oppenheim heiraten, allerdings liebt Julius Pauline, wobei er sich deren Gefühle selbst nicht sicher ist.

    Herz oder Verstand? Vor diesem Problem stehen der bisher äußerst erfolgreiche Fabrikant Julius Reuther wie auch die junge Pauline. Wie Beide sich letztendlich entscheiden werden, ist einem als Leser eigentlich von Anfang an klar, aber der Weg ist schließlich das Ziel. Und diesen Weg beschreibt Petra Schier äußerst unterhaltsam und amüsant und gibt zudem ihren Lesern einen anschaulichen Einblick in das gesellschaftliche Leben der Wohlhabenden und Reichen in Köln des 19. Jahrhunderts.

    Die Geschichte verläuft in bekannten Bahnen. Petra Schier gelingt es aber wirklich sehr gut, ihre Leser mit ihren Protagonisten mitleiden und mitfreuen zu lassen und man taucht regelrecht in das erlebnisreiche Leben von Pauline ein. Praktisch von der ersten Seite hat man die energische, liebenswerte, herrlich ehrliche und direkte Pauline vor Augen, die sich durch die unterschiedlichsten Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt und aus Liebe zu Julius nur selbstlos an ihn und sein Unternehmen denkt. Eine wirklich bemerkenswerte junge Frau, die man sofort in ihr Herz schließt und welche Petra Schier authentisch agieren lässt. 

    Aber auch Julius Reuther ist kein Mann nach Schema F, dessen Gefühlsleben und Gedanken einem durch einen weiteren Erzählstrang näher gebracht werden. Nach außen hin wirkt der Fabrikant unterkühlt, ja fast schon hartherzig und ziemlich eigenbrötlerisch. Julius verfügt aber auch über einen wunderbaren Humor, welchen er viel zu selten zeigt. Das gesellschaftliche Leben interessiert ihn herzlich wenig und er nimmt daran nur teil, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Von Paulines direkter Art und sich trotz seiner Kratzbürstigkeit nicht von ihm einschüchtern zu lassen, ist Julius fasziniert und er verliebt sich fast augenblicklich in die junge Frau. Doch der Fabrikant weiß um die Geschehnisse in Bonn und hat Pauline versprochen, ihr niemals zu nahe zu treten und als Ehrenmann hält er sich hieran. Was zu einigen Missverständnissen zwischen ihm und Pauline führt.

    Der Schreibstil von Petra Schier ist durchweg sehr warmherzig, lebendig, bildhaft und unterhaltsam. Und wenn man meint, dass die Beziehung zwischen Pauline und Julius in Versuchung gerät, ins Kitschige abzudriften, bringt die Autorin einem immer wieder mit den herrlich spitzfindigen Wortgefechten ihrer Protagonisten zum Schmunzeln. Wobei diese Debatten zumeist Pauline gewinnt und Julius öfters äußerst verblüfft zurücklässt. 

    Fazit: Ein kurzweiliger wie auch gefühlvoller Liebesroman vor der Kulisse des biederen 19. Jahrhunderts, der mit seinen starken Charakteren bis zum Schluss überzeugt.

     

    Kommentieren0
    9
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    PetraSchiers avatar

    Köln 1823: Eine junge Gouvernante, ein reicher Textilfabrikant - eine Liebe, die nicht sein darf.

    Nur das Schicksal kennt ihren Weg
    1823. Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße - mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste.
    Dann kommt ihr das Glück zuhilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?

    Das Haus in der Löwengasse
    Roman
    Rowohlt-Taschenbuch
    352 Seiten
    ISBN 978-3-499-25901-2
    8.99 Euro
    Auch als E-Book und ungekürztes Hörbuch verfügbar!

    Leserstimmen:

    "Wo Schier draufsteht ist auch Schier drinnen, so könnte man es kurz fassen, aber diesmal gibt es eine ordentliche Dosis Romantik dazu. (...) Mit den Wortwechseln zwischen Pauline und Julius schafft sie es mehr Knistern zu erzeugen als so manch aktuell hochgelobter 'Frauenroman'." (barbaras-buchregal.at)

    “Obwohl es sich hauptsächlich um ein historischen Liebesroman handelt ist er aufgrund der bildhaften Erzählung auch für uns Männer geeignet.” (jacksbuecherblog.blogspot.de)


    Rund 20 Seiten Leseprobe als PDF:
    http://www.petra-schier.de/Schier_Das_Haus_in_der_Loewengasse.pdf

    Alle Informationen zum Buch findet ihr auch hier: http://www.petra-schier.de/html/buchhausloewengasse.html


    Beginn der Leserunde: Samstag, den 22. September 2012

    Der Rowohlt Verlag hat für diese Runde 20 Freiexemplare zur Verfügung gestellt, die ich unter allen Teilnehmern verlosen und signiert versenden werde.

    Wer an der Leserunde und damit verbundenen Verlosung teilnehmen möchte, melde sich bitte bis spätestens Samstag, den 15. September 2012 (23:59 Uhr) an. Antwortet dazu einfach auf diesen Thread.


    P.S. Bitte, liebe männliche Leser, traut euch ebenfalls an dieses Buch heran! Es ist zwar ein Liebesroman, aber ganz bestimmt nicht kitschig. :-)


    PMthinkss avatar
    Letzter Beitrag von  PMthinksvor 6 Jahren
    Spät, aber doch geschafft: http://www.thoughtsofmoon.com/2012/11/rezension-das-haus-in-der-lowengasse.html Vielen, vielen Dank, Petra, für diese Leserunde und das tolle Buch! Es hat Spaß gemacht!!
    Zur Leserunde
    PetraSchiers avatar
    Köln 1823: Eine junge Gouvernante, ein reicher Textilfabrikant - eine Liebe, die nicht sein darf.

    Nur das Schicksal kennt ihren Weg
    1823. Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße - mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste.
    Dann kommt ihr das Glück zuhilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?

    Das Haus in der Löwengasse
    Roman
    Rowohlt-Taschenbuch
    352 Seiten
    ISBN 978-3-499-25901-2
    8.99 Euro

    Rund 20 Seiten Leseprobe als PDF:
    http://www.petra-schier.de/Schier_Das_Haus_in_der_Loewengasse.pdf

    Alle Informationen zum Buch findet ihr auch hier:
    http://www.petra-schier.de/html/buchhausloewengasse.html

    Eine Leserunde hier bei Lovelybooks wird es ab Mitte September geben. Haltet also die Augen offen! :-)


    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks