Petra Schier Der Hexenschöffe

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Inhaltsangabe zu „Der Hexenschöffe“ von Petra Schier

Ganz Deutschland ist vom Hexenwahn ergriffen. Hermann Löher, Kaufmann und jüngster Schöffe am Rheinbacher Gericht, hat Angst um Frau und Kinder. Er glaubt nicht an Hexerei und die Schuld derer, die bereits den Flammen zum Opfer fielen. Eine gefährliche Einstellung in diesen Zeiten. Als die Verhaftungswelle auch auf Freunde übergreift, schweigt Löher nicht länger. Und schon bald beginnt für ihn und seine Frau ein Kampf gegen Mächte, die weit schlimmer sind als das, was man den Hexen vorwirft …

Schwer zu verstehen, warum es mit dem Verkauf vom Hörbuch Probleme gibt! Das Hörbuch ist wunderbar!

— Biovita
Biovita

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    Der Hexenschöffe
    Biovita

    Biovita

    21. February 2016 um 15:24

    Der Hexenschöffe im Audioformat - meine erste Begegnung mit der Autorin, die auch wie ich in der Eifel wohnt. Dank diesem Buch bin ich auf dieser Seite gelandet und konnte die Nachricht von Petra Schier über den schlechten Verkauf des Hörbuches nicht außer meiner Aufmerksamkeit lassen. Sie hat mich gewundert und traurig gemacht. Ich komme aus der Ukraine und wohne in Wehr seit 4 Jahre, aber ich habe mir die Eifel ins Herzen geschlossen! Außerdem interessiere ich mich fürs Mittelalter. Das Buch ist wunderbar! Leseart von Swoboda - bezaubernd! Ich habe mir schon das nächste Hörbuch bei Amazon geholt!;)

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  • [Hörbuch Rezension] Der Hexenschöffe

    Der Hexenschöffe
    Mone80

    Mone80

    14. January 2015 um 16:43

    Meine Meinung: Nachdem ich das Buch schon verschlungen habe, habe ich nun auch noch das Hörbuch gehört. Die ungekürzte Fassung ist gelesen worden von Sabine Swoboda, die ich schon von einigen anderen Hörbüchern kenne und sie sehr mag und Tobias Dutschke. Petra Schier hat mit diesem Buch sich von ihren bisherigen Büchern abgehoben. Man erkennt sie zwar an ihrem Schreibstil wieder, aber während ihre anderen historischen Romane fiktive Protagonisten und Erzählungen sind, erzählt sie nun die wahre Geschichte von Hermann Löher. Und sie erzählt sie wirklich und gibt nicht nur einen Abriss und eine Zusammenfassung wichtiger Quellen. Das Thema Hexenverfolgung und Hexenverbrennung ist ein dunkles Kapitel der Geschichte und wird sehr gerne in historischen Romanen eingebaut. Man muss sich für dieses Thema interessieren, denn vieles was darüber berichtet wird, ist nichts für schwache Nerven. Petra Schier lässt sie nicht aus, die Befragungen und mit welch zweifelhaften Mitteln gearbeitet wurde. Aber sie beweist ein sehr gutes Händchen, diese zu erzählen und gibt nur das Nötigste weiter. Man merkt als Leser direkt, wie die Opfer manipuliert wurden und wie mit, in diesem Fall war es Dr. Jan Mölden, spielte. Einen Menschen, dem ich nicht gerne begegnet wäre, denn ihm ging es um Geld, wie so oft. Die Sprecher: Sabine Swoboda und Tobias Dutschke haben dieses Hörbuch perfekt umgesetzt. Sie lassen die Protagonisten lebendig werden und haben dieses Hörbuch zu einem wahren Hörerlebnis gemacht. Trotz des Themas. Ich mag die Stimme von Sabine Swoboda sehr und habe sie schon öfters gehört. Sie weiß ihre Stimme perfekt einzusetzen und transportiert mit dieser all die Emotionen, die in dem Buch vorkommen. Tobias Dutschke war mein Debüt gewesen. Doch auch er hat mich mit seiner Stimme an das Buch gefesselt. Er hat eine angenehme Stimme und liest das Buch klar und deutlich vor. Fazit: Obwohl ich den Inhalt des Buches schon kannte, war ich gefesselt von dem Hörbuch.

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  • Basierend auf echtem Quellenmaterial und dabei hochspannend

    Der Hexenschöffe
    Leela

    Leela

    12. January 2015 um 03:39

    Im Deutschland er frühen Neuzeit greift die Angst vor vermeintlichen Hexen um sich. Hermann Löher ist der jüngste Schöffe Rheinbachs und muss 1636 zusehen, wie dieser Hexenwahn auch seine Stadt erreicht und mehrere Personen ihm zum Opfer fallen. An die Schule der Verurteilten glaubt Löher nicht, aber auch ansonsten lassen ihn die Verfolgungen nicht unberührt, denn sein eigener Schwiegervater war vor einigen Jahren als Hexer verbrannt worden. Bald muss Löher um die Gesundheit seiner eigenen Familie bangen... Normalerweise hätte ich die gedruckte Version vorgezogen, habe mich aber diesmal an ein Hörbuch gewagt, da ich hoffte, mich beim Erledigen diverser Arbeiten damit unterhalten zu können. Weit gefehlt - denn das Buch hat mich doch so beschäftigt und bot so viel Stoff, dass es sich nicht dazu eignete, es nebenbei zu hören. Dieser Umstand spricht allerdings für das Buch: Man muss schon aufmerksam zuhören, denn es handelt sich bei dieser Geschichte um keinen der üblichen seichten Historienromane. Die Geschichte ist stets spannend und kann mit einige Wendungen aufwarten und die Charaktere wirken authentisch - das zusätzlich durch die überzeugende Lesung auf dieser CD, die jedem Charakter zusätzlich einen individuellen Hauch verleiht. Mir gefiel aber auch, dass sich "Der Hexenschöffe" auf eine wirklich existierende Quelle stützt, nämlich Hermann Löhers (den es wirklich gab) Schrift "Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen", in der die damaligen Hexenverfolgungen beschrieben werden. Das Dokument mag nun nicht unbekannt sein (mir ist es z.B. während meiner Schulzeit mehrmals begegnet), aber es macht schon Spaß, so etwas als Hintergrund eines Romans zu entdecken. Meine einzige Kritik am Buch ist lediglich, dass das Thema trotz des originelleren Quellenmaterials in einer unüberschaubaren Fülle an Büchern behandelt wurde. Hexenprozesse sind nun wirklich kein neues Thema mehr für historische Romane. Aber dennoch ist Petra Schiers Buch eines der besseren Bücher von dieser Sorte (vor allem, wenn man dem Thema generell nicht abgeneigt ist) und sollte allen Lesern gefallen, die ein Buch suchen, das sich auf gute Recherche stützt und dabei gut unterhält.

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  • Absolut zu empfehlen

    Der Hexenschöffe
    Susi180

    Susi180

    26. November 2014 um 15:17

    Eine wahre Geschichte aus dunkler Zeit. Anno 1636 ist ganz Deutschland vom Hexenwahn ergriffen. Schon einige Jahre zuvor traf es auch das beschauliche Rheinbach – eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert. Und nun hat der Kurfürst den Hexencommissarius erneut in die Stadt beordert. Hermann Löher, Kaufmann und jüngster Schöffe am Rheinbacher Gericht, hat Angst um Frau und Kinder. Sein Weib Kunigunde gehört zur «versengten Art»: Angehörige ihrer Familie wurden damals dem Feuer überantwortet. Löher glaubt nicht an Hexerei und an die Schuld derer, die vor Jahren den Flammen zum Opfer fielen. Eine gefährliche Einstellung in diesen Zeiten. Als die Verhaftungswelle auch auf Freunde übergreift, schweigt der Schöffe nicht länger. Und schon bald beginnt für ihn und seine Frau ein Kampf gegen Mächte, die weit schlimmer sind als das, was man den Hexen vorwirft ... Buchklappentext und Cover, Quelle: www.rowohlt.de Die Autorin: PETRA SCHIER, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin. Ihre erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening. Sie ist Mitglied im Syndikat, bei Quo Vadis, HOMER sowie bei DeLiA. MILA ROTH ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Unter diesem Namen veröffentlicht sie verlagsunabhängig die erste Vorabendserie im Buchformat um den Geheimagenten Markus Neumann und die Zivilistin Janna Berg. Quelle: www.Amazon.de Meine Meinung: Das Thema der Hexenverfolgung interessiert mich sehr und daher war es klar, dass ich dieses Hörbuch hören möchte. Es ist spannend und so anschaulich gelesen, das ich mich komplett in die Geschichte habe fallen lassen können. Teilweise ist mir eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen da hier schonungslos und brutal die Folterungen beschrieben werden. Aber auch die Hysterie der Menschen und die willkürliche Anzeige von Nachbarn oder sogar Freunden, ist hier erschreckend dargestellt. Niemand konnte sich sicher sein und dieser Gedanke hat mir mal wieder gezeigt wie schlimm es zu damaligen Zeit gewesen sein muss. Hinter dem Hintergrund das es sich hier um eine wahre Geschichte handelt hat das Hörbuch für mich noch lebendiger gemacht. Die Charaktere gefallen mir auch in diesem Hörbuch sehr. Die Sprecher haben jeder einzelnen ein Gesicht gegeben und es hervorragend gelesen. Die Geschichten von Petra Schier machen einfach süchtig. Dieses Hörbuch konnte ich fast nicht ausmachen so fasziniert war ich von der Geschichte. Die Geschichte ist so spannend aufgebaut das man sie förmlich inhalieren möchte. So war es jedenfalls bei mir. Ich war gefangen, fasziniert und gebannt und muss sagen hier ist wieder ein Meisterwerk geglückt. Wer sich für die Epoche der Hexenverfolgungen interessiert und auch keine Probleme damit hat das hier die Foltermethoden schon sehr anschaulich und grausam beschrieben werden sollte dieses Hörbuch hören. Ich kann es nur jedem empfehlen und nicht nur Liebhabern von Historischen Romanen sondern allen Lesern die ein gutes Hörbuch was umfangreich, bildhaft und emotional beschrieben ist hören möchten. Eine absolute Empfehlung von mir. Und ich werde die Autorin auch weiterhin im Auge behalten, weil sie einfach tolle Geschichte erschaffen kann. Schade, dass das Hörbuch nun schon wieder beendet ist.

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  • Hexenwahn

    Der Hexenschöffe
    Lerchie

    Lerchie

    23. November 2014 um 18:47

    Im Prolog erfahren wir, dass Herrmann Löher in Amsterdam seine ‚Wehmütige Klage‘ abschließt. Er denkt an die Zeit, die er darin beschrieben hat. Löher hatte Albträume. Er träumte von dem Foltertod Christine Böffgens vor etwa fünf Jahren. Denn es sollte weitergehen, das Brennen. Diesmal sollte als Hexenkommissar Jan Möden nach Rheinbach kommen. Der Mann der vor fünf Jahren Kunigundes Stiefvater,  als Hexenpatron verbrennen ließ. Da kam Dr. Schweigel zu Löher zu Besuch und berichtete, dass Möden bereits eingetroffen sei und nahe dem Turm wohne. Auch sagte er, dass Bartel eine Liebschaft mit Anna Kemmerling hatte.  Und als Bartel zum Essen nach Hause kam, platzte die Bombe. Ein Streit brach aus, weil Anna zur versengten Art gehörte. Doch der Streit eskalierte und Bartel bekam eine gewaltige Ohrfeige von seinem Vater, und dieser warf ihn aus dem Zimmer Kaum war Möden in Rheinbach hatte er auch schon eine Hexe parat, deren Namen er den Schöffen jedoch nicht verriet.  Auf dem Marktplatz hetzte er die Menge auf und bekam so etliche Namen geliefert, die er als Hexen oder Zauberer anklagen wollte.  Als eines Tages die Hexe in den Gerichtssaal geführt wurde, wurde Neyß Schmidt, einer der Schöffen leichenblass. Denn es handelte sich um seine Frau Martha. Peller, Gertzen und Löher versuchten zwar dagegen anzugehen, doch konnten sie nichts machen, ohne sich selbst zu gefährden…. Magarete Kocheim war bei der Versteigerung der Mailehen im Knuwel gelandet, d.h. von niemandem ausgewählt worden. Ihre Mutter versprach ihr einen Bräutigam, doch der hielt sein Versprechen nicht und Magarete erfuhr von ihrer Mutter, dass es ihr nur um Rache ging. Da Margarete das Leben bei ihr nicht mehr aushielt, wusste sie sich nicht anders zu helfen als… Was hat Margarete getan? Und Löher, dessen Gewissen immer stärker schlug, und der eines Tages Möden entgültig gegen sich aufbrachte, was wird er tun, bzw. womit hat er Möden endgültig verärgert? All dies kann man in diesem Buch lesen. Dieses Buch war nicht so ganz einfach zu lesen, denn es basiert auf einer wahren Begebenheit. Herrmann Löher gab es wirklich und er war wirklich Hexenschöffe in Rheinbach. Um sein Leben herum und um die Figuren anderer historischer Personen hat Petra Schier eine fantastische Handlung gewoben. Ich habe hier das Hörbuch, und obwohl ich nicht der ultimative Hörbuchfan bin, hat es mich total überzeugt. Die Sprecherin Sabine Swoboda hat es geschafft, den Personen Leben einzuhauchen. Sie hat  Jan Möden eine Stimme gegeben, so, wie man sie sich vorstellen kann. Ebenso gut gab sie die Stimmen der anderen Personen wieder. Bei den Gefolterten bemerkte man in den Stimmen die Angst, die sie hatten. Und man merkte auch Herrmann Löher sein schlechtes Gewissen an, obwohl er gar nicht anders handeln konnte, wollte er seine Familie nicht gefährden. Wenn ich verrate, dass er  letztendlich doch etwas getan hat,  das Jan Möden endgültig gegen ihn aufbrachte, dann verrate ich nicht zu viel, denn das ist bereits im Prolog ersichtlich. Im Nachwort geht Petra Schier noch auf einige Bräuche aus der damaligen Zeit ein. So dass man erfährt, was es mit verschiedenen Bräuchen, die im Buch erwähnt werden, auf sich hat. Dann gibt es noch eine Erklärung zu den historischen Personen, was ich sehr wichtig finde. Denn nicht alle wollen im Nachhinein nachschauen, was davon jetzt wohl echt und was fiktiv war. Alles in allem fand ich dieses Hörbuch fantastisch gelesen. Doch nicht nur von Sabine Swoboda. Über jedem Kapitel stand im Buch ein Teil aus dem ‚Wehmütigen Klage‘ Herrmann Löhers. Diesen Teil hat Tobias Dutschke gelesen. Und ich finde auch er hat es hervorragend gemacht. Er hat die Worte so deutlich und ausdrucksstark gelesen,  so hätte ich es nie lesen können. Und erst im Hörbuch habe ich auch diese Zitate richtig verstanden. Für dieses Hörbuch gibt es von mir – genau wie für das Buch – fünf fette Sterne und am liebsten noch einen obendrauf.

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