Petra Schier Die Bastardtochter

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Inhaltsangabe zu „Die Bastardtochter“ von Petra Schier

Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange. Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann.

Ein wunderbarer Abschluss einer tollen historischen Trilogie! ❤

— libreevet
libreevet

Der dritte Teil der Kreuz-Trilogie - genauso spannend und liebenswert wie die vorherigen Bände!

— myrielmondkraut
myrielmondkraut

ein gelungener Abschluss der Kreuz-Trilogie, wie gewohnt mit flüssigen Schreibstil und einigen Überraschungen

— Engel1974
Engel1974

Interessanter historischer Roman um eine junge, unglücklich verheiratete Frau und ein geheimnisvolles Kreuz

— makama
makama

Tolle Fortsetzung der Luzia Reihe. Ich war sofort gefangen. Klare Leseempfehlung.

— ginnykatze
ginnykatze

der Roman lässt einem nicht mehr los

— Binchen84
Binchen84

Sehr spannender Historischer Roman - Empfehlenswert

— Natalotze
Natalotze

Historischer Unterhaltungsmainstream

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Leider nur bedingt spannend, da vorhersehbar.

— JuergenEdelmayer
JuergenEdelmayer

Spannender Liebesroman vor historischem Hintergrund und mystisch-religiösen Ansätzen.

— Lesestunde_mit_Marie
Lesestunde_mit_Marie

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  • Die Bastardtochter - Band 3 der Kreuz-Trilogie

    Die Bastardtochter
    Engel1974

    Engel1974

    17. July 2016 um 19:27

    Nach "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin", geht die historische Reihe um eine mysteriöse Relique mit "Die Bastardtochter" endlich weiter. Geschrieben wurden die historische Roman von Petra Schier.Vorgeschichte aus Band 1:Petra Schier führt ihre Leser zuerst nach Jerusalem ins Jahr 1148. Nach einem erfolgreichen Kreuzzug teilen drei Männder ihre Beute, ein magisches Kruzifix. Dabei schließen sie einen Pakt: sich und die Ihren auf ewig zu beschützen.Weiter geht es dann in der Eifel 200 Jahre später. Die junge Elisabeth von Küneburg wird in die Obhut von Freunden geschickt, denn ihr Onkel droht mit einer Fehde und möchte ihren Eltern die Burg wegnehmen. Dabei setzt er alles daran seinen Sohn, den düsteren Albrecht, mit Elisabeth zu vermählen.Elisabeth genießt in der Zwischenzeit das Leben auf der Burg der Freunde, bis dann die Pest einbricht. Mit Hilfe eines Paters und ihrer Magd stellt sie Nachforschungen nach dem Kruzifix an, denn ein Teil befand sich in ihrer Familie und ein weiteres war im Besitz der Familie ihrer Magd.Inhalt von Band 2: Hier geht es nun hauptsächlich um die ehemalige Bauerntochter Luzia, die im Vorband die Magd von Elisabeth wurde und die seit dem eine enge Freundschaft verbindet. Elisabeth ist inzwischen verheiratet und Luzia weiterhin ihre Magd. Da bittet Martin, ein erfolgreicher Weinhändler und Freund von Johnann, Elisabeths Gemahl sie um Hilfe. Für seinen Gewürzhandel fehlt ihm ein geeigneter Mitarbeiter, da Luzia rechnen und schreiben kann ist sie die perfekte Mitarbeiterin. Luzia entwickelt ausch schnell Freude am Verkauf und beweist wahres Verkaufstalent. Da geschieht ein Unglück, noch ehe Martin Luzia seine Liebe gestehen kann wird er wegen Mordes angeklagt. Außgerechnet sein Konkurrent wittert seine Chance und will Luzia heiraten. Überzeugt von der Unschuld Martins beginnt Luzia nach dem wahren Täter zu suchen. Inhalt von Band 3:Im letzten Band geht es um Enneleyn, die Bastardtochter von Graf von Manten. Inzwischen hat er sie als Tochter anerkannt, doch die gesellschaftliche Akzeptanz blieb ihr bis jetzt verwährt. Da hält Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält. Enneleyn zögernt nicht lange und ergreift ihre Chance. Doch schon sehr bald merkt sie das Guntram geschickt seine dunkle Seite verbörgen hat und es geht noch weiter, denn er hat einen Plan der sie alle ins Unglück stürzen kann. Meinung:Der Klapptext ist auch hier wieder etwas irreführend, es sieht so aus, als wenn sich der ganze Roman mit Enneleyn und ihren Gatten beschäftigt, was aber nicht der Fall ist. Es gibt auch ein Widersehen mit bereits lieb gewonnenen Charakteren, so werden viele Kapitel Anton, dem Bruder von Luzia gewidmet, auch erfährt der Leser nun endlich, was es mit der Relique auf sich hat. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und  bildlichen Schreibstil und läßt dabei ein buntes und realistisches Bild des Mittelalters entstehen, man fühlt sich beim Lesen genau wie Mitten drin in der Handlung. Dabei wurden die einzelnen Charaktere hervorragend ausgebaut, alle wirkten sehr sympathisch auf dem Leser. Wie bereits von anderen Romanen der Autorin gewohnt braucht die Handlung etwas um in Gang zu kommen,in Band drei noch etwas mehr, als in den Vorbänden, aber  dann überschlagen sich wieder die Ereignisse und es bleibt kaum Zeit zum Luft holen. Zum Ende hin wird dann wie bereits aus den Vorbänden gewohnt und hier erwartet, eine Überraschung präsentiert, die man als Leser so nicht erwartet hat.Insgesamt hat es die Autorin wieder geschaft mich gänlich in die Geschichte zu ziehen, ich war gefesselt und begeistert und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. So wird dies sicherlich nicht der letzte Roman der Schriftstellerin sein, den ich gelesen habe. Ich magen ihren Schreibstil sehr. Erwähnendswert sind noch das Personenregister sowie die Anmerkungen der Autorin am Ende, dies war sehr hilfreich Fiktionen von Wahrheit zu trennen.In Kürze:Schreibstil: angenehm, liest sich schnell und flüssigCharaktere: wurden gut ausgearbeitet, wirken sehr authentischInhalt: anders als erwartet, dennoch interessantFazit: ein gelungener Abschluss der Kreuz-Trilogie, gewohnt mit flüssigen Schreibstil und einigen Überraschungen

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  • Das geheimnisvolle Kreuz

    Die Bastardtochter
    makama

    makama

    03. May 2016 um 11:51

    Enneleyn ist die uneheliche  Tochter des Grafen von Manten, zwar von im anerkannt, aber gesellschaftlich  nicht voll akzeptiert......Deshalb zögert sie nicht lange als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält........Doch der scheint nicht der zu sein, den er vorgibt...... nach außen, der liebevolle Ehemann, aber er ist brutal und machtgierig und nutzt Enneleyn gnadenlos für seine Interessen aus......Und er hat einen bösen Plan......Dann geht es um den Kaufmann Anton, der nach langer Zeit aus Italien in seine Heimatstadt Koblenz zurückkehrt....Er kennt Enneleyn schon lange und ahnt, das etwas nicht stimmt....Gleichzeitig mit ihm kommt der Kaufmann Wulfhard de Berge, der aus Konstantinopel stammt.Er ist auf der Suche nach einem geheimnisvollen Kreuz mit außergewöhnlichen Kräften .... dieses Kreuz, zu dem auch eine Kette und ein Rahmen gehören wurde einst geraubt und er will die kostbare Reliquie zurückbringen.Dieses Kreuz befindet sich seit vielen vielen Jahren im Besitz von Antons Familie....Wird es glingen und wird Enneleyns brutalen Ehemann das Handwerk gelegt?Fazit:Ein spannender Roman der in  Koblenz um 1362 spielt. Ich bin gut in die Geschichte hereingekommen, obwohl ich die Vorgängerbücher nicht kenne. Die Protagonisten sind gut beschrieben und ihre Handlungen nachvollziebar. Die Geschichte ist meistens spannend und bleibt es auch.Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch

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  • „Und dennoch können beide das Kruzifix berühren, ohne dass ihnen etwas Schlimmes geschieht.“

    Die Bastardtochter
    ginnykatze

    ginnykatze

    08. March 2016 um 17:30

    „Und dennoch können beide das Kruzifix berühren, ohne dass ihnen etwas Schlimmes geschieht.“ Zum Inhalt: Ennelyen, wird als Bastardtochter des Grafen Johann von Manten geboren. Sie hat großes Glück, denn ihr Vater nimmt sich ihrer an und so wächst sie behütet und gut gebildet auf. Sie ist ein braves Mädchen. Inzwischen ist sie im heiratsfähigen Alter und als dann der Ritter Guntram von Eggern ihr den Hof macht, ist der Graf nicht abgeneigt, ihm die Hand seiner Tochter zu geben. Sicher hat diese Verbindung auch seine Vorteile für die Familie. Enneleyn ist immer bedacht, es ihrem Vater recht zu machen. Auch sie findet den Ritter sympathisch und willigt daher dem Ehewunsch ein. Die Ehe ist nicht einfach für Enneleyn. Nichts von dem, was ihre Ziehmutter und deren Freundin ihr erzählt haben, trifft ein. Sie hat einen Mann geheiratet, der kein liebender Gatte ist. Nein er ist ein schlechter Mensch. Anton Bongert, inzwischen ein gut betucher Kaufmann, kehrt nach langen Jahren aus Italien zurück nach Koblenz. Er kennt Enneleyn schon seid seiner Kindheit. Sie wuchsen zusammen auf. Die Wiedersehensfreude ist groß, aber Anton, ein sehr feinfühliger Mann, merkt sofort, dass Enneleyn nicht so glücklich ist, wie es den Anschein hat. Aber alle Versuche, sie zu überreden, doch von sich zu erzählen, bleiben ohne Erfolg. Doch dann findet Enneleyn Dinge heraus, die dazu führen, zu überlegen, was zu tun ist. Was führt Guntram im Schilde? Sein Hass gegen Alle ist sehr ausgeprägt und dann erwischt er Enneleyn beim Schnüffeln und droht ihr, die ganze Familie auszurotten. Was das alles mit dem Kruzfix zu tun hat und in welcher Gefahr Enneleyn schwebt verrate ich jetzt nicht. Lest selbst. Fazit: Die Autorin Petra Schier nimmt uns im dritten Teil der Luzia Reihe mit nach Koblenz ins Jahr 1362. Es gelingt ihr sofort mich mitzureißen. Schon die Vorgängerbücher haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Die Orte sind sehr gut beschrieben, so dass ich mitten im Geschehen bin. Auch die historischen Hintergründe sind gut und ausreichend erklärt. Die Charaktere beschreibt Petra Schier mit sehr viel Gefühl. Sie haben alle eine eigene Persönlichkeit. Auch den Ritter Guntram, obwohl nicht nett, habe ich sofort vor Augen. Meine Lieblingsfigur ist hier eindeutig Anton. Er ist sofort in mein Herz gehüpft und seine Art und Weise an die Dinge heranzugehen haben mich fasziniert. Ein Historienroman ganz nach meinem Geschmack. Hier vergebe ich gerne fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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  • lässt einem bis zum Ende nicht mehr los

    Die Bastardtochter
    Binchen84

    Binchen84

    22. February 2016 um 11:32

    Inhalt: Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange. Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann ...(Quelle: Rowohlt Verlag)  Über die Autorin: Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin.(Quelle: Rowohlt Verlag)  Meine Meinung: Vorweg sei gleich gesagt, dass es sich hier um den dritten und abschließenden Teil von der Kreuz-Trilogie dreht. Allerdings lässt sich das Buch eigenständig lesen und es ist nicht zwingend erforderlich, dass man die anderen beiden Bände "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin" gelesen haben muss. Der passende Schreibstil der an die damaligen Sprachgewohnheiten angepasst und abgestimmt ist machen die Geschichte lebendiger und man fühlt sich in das Jahrhundert zurück versetzt.  Die Handlung wird durch die Vielfalt von Intrigen, Liebe, Vertrauen und Hinterlist ungemein spannend gemacht und es warten auch einige Überraschungen und Wendungen auf den Leser. Diese Mischung verleiht der Geschichte eine gute Portion an Würze und stellenweise nimmt die Handlung ganz schön an Fahrt zu.  Petra Schier versteht es aber zudem auch, die Verbundenheit und Freundschaft von Familie und Freunden von Enneleyn mit in die Handlung zu weben um so zu zeigen, dass dies das Wichtigste ist, was man besitzen kann.  Eine historische Stadtkarte von Koblenz die man direkt am Anfang des Buches findet, zeigt die beschriebenen Schauplätze wodurch man sich besser in der Stadt zurechtfindet.  Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht schnell, da man gleich viel über die Vergangenheit von Enneleyn erfährt.  Diese musste bisher schon einiges in ihrem Leben mitmachen und hatte es nicht immer leicht. Allerdings wird sich dies durch die Heirat mit Guntram von Eggern auch nicht sehr ändern auch wenn er den Außenstehenden ein anderes Bild vermitteln möchte. Guntram war mir von Anfang an unsympathisch und mit fortschreitender Handlung nahm dies noch zu.  Die anderen Protagonisten sind wie Enneleyn und Guntram sehr lebendig und vielseitig gestaltet, so dass sie dem Buch Leben einhauchen und den Leser schnell an sich binden.  Die vielen Protagonisten werden am Ende nochmals aufgelistet und man kann sich auch vor dem Lesen so schon einen Überblick verschaffen wer zu wem gehört und wer welche Tätigkeit hat.  Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist dass das Rezept von den "griechischen Hühner" aufgeschrieben wurde und man dies selber nachkochen kann. Fazit: Ein weiterer toller historischer Roman von Petra Schier der mich nicht mehr losgelassen hat. Vielseitige Charaktere, eine spannende Handlung und Liebe sowie Verrat runden das Buch ab und man kann sich dessen nicht entziehen.

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  • Leserunde zu "Die Bastardtochter" von Petra Schier

    Die Bastardtochter
    PetraSchier

    PetraSchier

    Habt ihr Lust auf einen Ausflug ins spätmittelalterliche Koblenz? Dann nichts wie angemeldet für die Leserunde zu meinem brandneuen historischen Roman Die Bastardtochter! Es ist der dritte Teil meiner Kreuz-Trilogie (Die Eifelgräfin/Die Gewürzhändlerin), aber keine Sorge: Man kann das Buch auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen. Beginn der Leserunde: Samstag, 7. November 2015 Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz bleibt ihr jedoch verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange. Schon bald stellt sich heraus: sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Ennelyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Nur sie weiß um seinen großen Plan ... Nach «Eifelgräfin» und «Gewürzhändlerin» nun Teil drei der beliebten Reihe um die Reliquie des Tempelordens. Leserstimmen: “Dieses Buch liest sich genauso wie die ersten Bände der Reihe herrlich leicht und erfrischend. Es fällt wirklich schwer, das Buch auch nur für eine Sekunde aus der Hand zu legen. Zusätzlich schafft es Petra Schier immer wieder, Gänsehautmomente zu erzeugen und den Leser in atemlose Faszination zu versetzen.” (merlinsbuecher.blogspot.de) “Petra Schiers historische Romane lese ich gern, weil es ihr gelingt, dem Leser die Atmosphäre der jeweiligen Zeit und des jeweiligen Ortes zu vermitteln - man merkt der Handlung die ausführliche Recherche der historischen Begebenheiten an und fühlt sich in die Zeit hineinversetzt. Nimmt man dazu jetzt eine Handlung, die grundsätzlich mit gut charakterisierten Protagonisten und menschlich nachvollziehbaren Verhaltensweisen - guten wie bösen - aufwartet, hat man alles, was man für einen gelungenen historischen Roman benötigt.” (ninis-kleine-fluchten.blogspot.de) Die Bastardtochter Historischer Roman Petra Schier Rowohlt-Taschenbuch, 542 Seiten ISBN 978-3-499268-01-4 9.99 Euro LESEPROBE

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  • lässt einem nicht mehr los

    Die Bastardtochter
    Binchen84

    Binchen84

    25. December 2015 um 19:19

    Inhalt: Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange. Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann ... (Quelle: Rowohlt Verlag)  Über die Autorin: Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. (Quelle: Rowohlt Verlag)  Meine Meinung: Vorweg sei gleich gesagt, dass es sich hier um den dritten und abschließenden Teil von der Kreuz-Trilogie dreht. Allerdings lässt sich das Buch eigenständig lesen und es ist nicht zwingend erforderlich, dass man die anderen beiden Bände "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin" gelesen haben muss. Der passende Schreibstil der an die damaligen Sprachgewohnheiten angepasst und abgestimmt ist machen die Geschichte lebendiger und man fühlt sich in das Jahrhundert zurück versetzt.  Die Handlung wird durch die Vielfalt von Intrigen, Liebe, Vertrauen und Hinterlist ungemein spannend gemacht und es warten auch einige Überraschungen und Wendungen auf den Leser. Diese Mischung verleiht der Geschichte eine gute Portion an Würze und stellenweise nimmt die Handlung ganz schön an Fahrt zu.  Petra Schier versteht es aber zudem auch, die Verbundenheit und Freundschaft von Familie und Freunden von Enneleyn mit in die Handlung zu weben um so zu zeigen, dass dies das Wichtigste ist, was man besitzen kann.  Eine historische Stadtkarte von Koblenz die man direkt am Anfang des Buches findet, zeigt die beschriebenen Schauplätze wodurch man sich besser in der Stadt zurechtfindet.  Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht schnell, da man gleich viel über die Vergangenheit von Enneleyn erfährt.  Diese musste bisher schon einiges in ihrem Leben mitmachen und hatte es nicht immer leicht. Allerdings wird sich dies durch die Heirat mit Guntram von Eggern auch nicht sehr ändern auch wenn er den Außenstehenden ein anderes Bild vermitteln möchte. Guntram war mir von Anfang an unsympathisch und mit fortschreitender Handlung nahm dies noch zu.  Die anderen Protagonisten sind wie Enneleyn und Guntram sehr lebendig und vielseitig gestaltet, so dass sie dem Buch Leben einhauchen und den Leser schnell an sich binden.  Die vielen Protagonisten werden am Ende nochmals aufgelistet und man kann sich auch vor dem Lesen so schon einen Überblick verschaffen wer zu wem gehört und wer welche Tätigkeit hat.  Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist dass das Rezept von den "griechischen Hühner" aufgeschrieben wurde und man dies selber nachkochen kann. Fazit: Ein weiterer toller historischer Roman von Petra Schier der mich nicht mehr losgelassen hat. Vielseitige Charaktere, eine spannende Handlung und Liebe sowie Verrat runden das Buch ab und man kann sich dessen nicht entziehen.

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  • Die Bastardtochter

    Die Bastardtochter
    Natalotze

    Natalotze

    08. December 2015 um 21:03

    Die Autorin Petra Schier,geboren 1978, lebt in der Eifel. Sie hat Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen studiert und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Ihre erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag. Kurzbeschreibung Koblenz, im Jahre 1362. Die anmutige Enneleyn ist unehelich geboren. Ihr Vater, Graf von Manten, hat sie als Tochter zwar anerkannt, allerdings bleibt ihr die Akzeptanz in der Gesellschaft verwehrt. Enneleyn zögrt nicht als der Ritter, Guntram von Eggern, um ihre Hand anhält. Allerdings hat sie dadurch einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Guntram zeigt nach außen hin den liebevollen Gatten, besitzt allerdings sehr viele dunkle Seiten. Enneleyn hingegen bekommt seine Brutalität und Machtgier zu spüren. Guntram verfolgt einen großen Plan, der alle ins Unglück stürzen kann... Meine Meinung Es ist das dritte Buch der Kreuz-Trilogie. Ich habe die beiden Vorgängerbücher "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin" nicht gelesen. Allerdings versprach dieses Buch so wie manch anderes Buch von Petra Schier sehr spannend und interessant zu sein. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an, so geschah es, dass ich eine Seite nach der anderen in mich verschlang und Stunde um Stunde verging. Ich konnte es kaum abwarten das Ende zu erfahren. Da so viele Dinge zugleich geschahen in der Geschichte, brauchte man nicht zwingend die beiden Vorgängerbücher gelesen haben. Man war sofort mittendrin im Geschehen. Es las sich ganz einfach runter. Zudem verstand man den Hintergrund auf anhieb. Enneleyn, die Hauptdarstellerin dieses Buches war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie hatte allerdings eine schwere Kindheit, weshalb manches Verhalten, in Bezug auf die Frau von heute, es einem schwer verständlich macht. Allerdings war dies zu dieser Zeit so üblich. (Leider) Zudem kam dann hinzu, dass sie keinen normalen liebenden Ehemann bekommt, sondern wie gesagt einen zu Machtgier und Brutalität neigenden Ehemann. Ich möchte allerdings auch nicht zu viel verraten. Man erfährt sehr viel aus der damaligen Zeit. Rechte, Grundlagen der Ehe und wie die Frauen gelebt haben zum Beispiel. Was die Spannung angeht, versteht sich Petra Schier darauf, die Spannung das ganze Buch über hochzuhalten und zum Ende hin den Höhepunkt zu erreichen. Die Spannung fällt zu keinem Zeitpunkt in dem Buch ab. Was sehr lobenswert ist. Fazit: Ich kann dieses Buch jedem Fan von historischen Romanen nur ans Herz legen. Petra Schier schreibt in einem wunderbar sehr lesenwerten Stil, der mich fasziniert. Die beiden Vorgängerbücher habe ich mir selber schon bestellt. Ich bin gespannt.

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  • [Rezension] Die Bastardtochter

    Die Bastardtochter
    Mone80

    Mone80

    06. December 2015 um 07:54

    Inhalt: Koblenz, 1362. Die junge Ennelyn ist die Tochter von Graf Johann von Manten. Doch sie ist die uneheliche Tochter. Zwar hat Graf von Manten sie angenommen und auch, zusammen mit seiner Frau, aufgezogen, doch dieser Makel haftet an Ennelyn. Als der Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie auch nicht lange. Es scheint die perfekte Verbindung zu sein, doch Guntram spielt ein böses Spiel und in den eigenen vier Wänden zeigt er sein wahres Gesicht. Meine Meinung: "Die Bastardtochter" ist der Abschluss der Kreuz-Trilogie und es ist ein krönender Abschluss, der keine Wünsche mehr offen lässt. Wenn man die ersten beiden Bände nicht gelesen haben sollte, dann macht dies nicht, denn man erhält einige Infos aus den ersten Büchern. Für mich waren diese kleinen Rückblicke sehr Willkommen, da es schon etwas länger her ist, dass ich die ersten beiden Bücher gelesen hab und somit meine Erinnerungen noch einmal aufgefrischt wurden. Aller Anfang ist schwer und so brauchte ich ein paar Seiten, bis ich wieder in der Geschichte gelandet war. Doch dann war ich vollkommen gefesselt und habe mich wieder sehr wohl gefühlt. Es ist fast so, als sei man ein Zuschauer in dieser Geschichte, der den Protagonisten über den Schultern schaut und das Geschehen als Film im Kopf sieht. Die Protagonisten sind wieder toll ausgearbeitet. Die, die man schon kennt, haben sich weiterentwickelt, die neu hinzu gekommenen, nehmen schon nach kurzer Zeit Gestalt an. Der Handlungsort und die Zeit werden wieder schön beschrieben und man kann sich vieles sehr gut vorstellen. Hinzu kommen ein paar schöne Informationen rund um die Mittelalterzeit, die ich so noch nicht kannte. Der Schuß Mystik, der durch das Kreuz mit einfließt, fand ich genau richtig. Es ist nicht zu viel. Auch wenn der Klappentext schon ein wenig viel verrät, für meinen Geschmack, gibt es keinen Abbruch in der Spannung. Von der ersten Seite bis zum Schluss wächst die Spannung stetig und der Wunsch, dass alles ein gutes Ende nimmt. Dazu trägt auch der schöne Schreibstil von Petra Schier mit dabei. Wie schon gesagt, ist es leider der letzte Teil der Kreuz- Trilogie, auch, wenn das Ende jede Menge Freiraum bietet die Geschichte weiter zu erzählen. Man kann sich als Leser selbst seine Gedanken machen, wie es den Protagonisten noch ergeht. Fazit: Ein gelungener Abschluss der Kreuz Trilogie. Mit ein paar Tränchen verlasse ich nun die Familien, die mir in den letzten Bänden sehr ans Herz gewachsen sind.

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  • Historischer Unterhaltungsmainstream

    Die Bastardtochter
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    29. November 2015 um 00:02

    Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange. Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann.... So besagt es die Inhaltsangabe und da mich Autorin Petra Schier mit ihrem Buch "Der Hexenschöffe" restlos begeisterte, griff ich hier gern zu. Und auch in "Die Bastardtochter" fand ich den wunderbar flüssigen und schön zu lesenden Schreibstil wieder. Leider ist der Inhalt dieses Buches allerdings ein ganz anderes Kaliber. Der Handlungsort ist genau wie der Zeitrahmen beliebig austauschbar, das Buch könnte genauso gut 100 Jahre früher oder 300 Jahre später ganz woanders spielen, man würde den Unterschied nicht merken. Es klingen zwar  gut recherchierte Themen an - die Schwierigkeiten der Frau, sich aller Umstände zum Trotz scheiden zu lassen oder dass nach einer Geburt das Haus nicht ohne Segnung verlassen werden durfte - doch der Rest ist rosarot gefärbte Mittelalter-Heile-Welt. Dazu kommt noch ein Hauch Mystik mit einem Schmuckstück aus dem Gralsschatz, aber auch dies war nur das, was Schmuck eben ist - Beiwerk. Die Guten sind hier einfach nur gut, die Bösen nur schlecht und am Ende löst sich alles im Happy End auf - das war mir alles viel zu vorhersehbar und schon zu oft gelesen, als dass ich noch irgendwo überrascht oder gar gefesselt worden wäre. Sicher ist mein Frust bei diesem Buch meiner Erwartungshaltung geschuldet - ich schätze an historischen Romanen, wenn sie einen Bezug zur tatsächlich passierten Geschichte haben und so nah an der Realität sind, wie in einem Roman eben möglich; wenn ich etwas beim Lesen erfahre, dass ich vorher nicht wusste und wenn ich mir die Handlung zumindest als so geschehen vorstellen kann. Ein wenig Romantik oder etwas Mysteriöses darf gern vorkommen .... wenn ich auch nur ein klein wenig daran glauben kann  - und all das war hier zu keinem Zeitpunkt der Fall. Für mich ist "Die Bastardtochter" leider nur Unterhaltungsmainstream wie so viele andre Bücher aus diesem Genre und damit austauschbar. Leseempfehlung daher nur für alle, die historische Romane gern himmelblau gefärbt haben; wer mehr Anspruch auf Realität stellt, ist hier falsch.

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  • Mystischer Historienroman

    Die Bastardtochter
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    Die Autorin Petra Schier veröffentlichte mit „Die Bastardtochter“ den dritten und somit letzten Band ihrer sogenannten „Kreuztrilogie“. Vorangegangen waren diesem Teil „Die Eifelgräfin“ sowie „Die Gewürzhändlerin. Dieser historische Roman kann allerdings auch ohne Kenntnis der ersten beiden Bände gelesen werden. In „Die Bastardtochter“ erzählt Petra Schier uns über das Leben der jungen Frau Enneleyn von Manten und ihrer Familie im 14. Jahrhundert in der Handelsstadt Koblenz. Als uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten gilt die Protagonistin Enneleyn als Bastard. Nicht ganz selbstverständlich, erkannte der Graf seine uneheliche Tochter, die er mit einer Schankmarkt gezeugt hatte, als Tochter an und nahm sie sogar mit seiner späteren Ehefrau als junges Mädchen in seinen Haushalt auf. Sie wird hier aufs Beste erzogen, ausgebildet und auf eine würdige Ehe vorbereitet. Als Bastardtochter ist allerdings nicht sicher, ob sich ein potentieller Ehemann von Rang finden lässt. Als Ritter Guntram von Eggern schließlich um Enneleyns Hand anhält, überlegt sie daher nicht lange und entscheidet sich schnell für die Ehe mit dem in Koblenz unbekannten, aber äußerst galanten Ritter. Doch in der Ehe zeigt er sehr schnell sein wahres Gesicht, er demütigt und erniedrigt sie. Sie aber erträgt alles, um ihrem Vater keine Schande zu machen und sucht gar die Fehler bei sich. Eine wundersame Reliquie, das „Kreuz des Zachäus“, das warnende Signale zu senden scheint, gibt Enneleyns Familie und Freunden, weitere Rätsel auf. Der Erzählstil dieses Historienromans ist äußerst unterhaltsam, denn der Schreibstil ist sehr flüssig und lebendig, an vielen Stellen auch emotional. Ein interessantes und wesentliches Element im Plot ist die recht mystische Geschichte um die geheimnisvolle Reliquie, das silberne „Kreuz des Zachäus“, das meines Erachtens in das Genre „Fantasy“ geht; denn hier geht es weit über die im Mittelalter typischen abergläubischen Ansätze hinaus. Das Kreuz ändert abrupt seine Temperatur und seine Farbe, bis hin zu einer leuchtenden Aura. Anhand der Protagonistin, der Bastardtochter Enneleyn, gibt uns Petra Schier einen deutlichen Einblick in Rolle der Frau im Mittelalter, die ja nicht zuletzt laut dem Epheserbrief „… dem Manne untertan ….“ sei. Trotz ihres für die damalige Zeit mehr als liberalen Elternhauses und ihrer mehr als unglücklichen Ehe mit dem wollüstigen, demütigenden und machtgierigen Ritter Gunnar, fügt Enneleyn sich ihrem Schicksal. Wohlbedacht als Jungfrau in die Ehe gegangen, erduldet sie klaglos die überbordende Wollust ihres Gatten, nimmt sogar Züchtigungen hin. Kurzum, sie fügt sich in ihre Rolle. Aus heutiger Sicht ist dieses Verhalten kaum mehr nachvollziehbar, jedoch gelingt es Petra Schier, Verständnis für Enneleyns Verhalten zu wecken, die als Bastardtochter in einen gesellschaftlichen Stand gehoben wurde, von dem sie zuvor kaum träumen durfte. Hinzu kommen die Aussichten, was ihr im Falle einer Scheidung droht … Da ist ein Leben im Kloster noch die angenehmste Variante. Der Charakter des Don Antonio, alias Anton Bongert, stellt den typischen Helden dar, die Stiefmutter Elisabeth und Antons Schwester, die Gewürzhändlerin Luzia zwar recht sympathische, aber ein wenig stereotype Gutmenschen, denn diesen Menschen unterlaufen quasi keine Fehler. Herzerfrischend kommt da der vorwitzige mailändische Gassenjunge Palmiro daher, der als kleiner Lausbub kleine Akzente setzt. Sehr gut gefiel mir die historische Karte von Koblenz am Anfang des Buches sowie das umfangreiche Personenregister, ebenso wie die persönliche Anmerkung der Autorin und ein mittelalterliches Rezept am Ende des Buches. Witzigerweise ist das Ende der Trilogie so angelegt, dass es – vielleicht in einer anderen Reihe – fortgesetzt werden könnte. Fazit: Ein gut lesbarer und unterhaltsamer Historienroman mit Mystery-Elementen. Ob Mord, Gewalt, Intrige oder Liebe, von allem ist etwas dabei. Der Einblick in die Rechtlosigkeit der Frauen von damals und der verschobene Blickwinkel darauf ist äußerst interessant.

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    • 6
  • Liebesgeschichte im mittelalterlichen Koblenz

    Die Bastardtochter
    JuergenEdelmayer

    JuergenEdelmayer

    28. November 2015 um 17:59

    Bei Frau Schiers im Oktober 2015 erschienenen Roman handelt es sich um den abschließenden Band einer Trilogie um ein zum Schatz der Tempelritter gehörendes mystisches Kreuz. Um es vorweg zu sagen: die dazugehörigen Bände „Die Eifelgräfin“ und „Die Gewürzhändlerin“ habe ich nicht gelesen. Dennoch fand ich schnell in die Handlung, da dem dritten Teil eine nahezu eigenständige Geschichte zugrunde liegt. Nur selten wird auf die vorhergehenden Bände Bezug genommen und erst gegen Ende des Romans bezieht die Auflösung Ereignisse aus „Eifelgräfin“ und „Gewürzhändlerin“ in größerem Umfang ein. Über den Inhalt Zur Handlung des dritten Teils des Kreuz-Trilogie: „Die Bastardtochter“: Enneleyn von Manten, uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten, willigt erfreut in die Ehe mit Ritter Guntram von Eggern ein. Mit ein Grund für die Bereitschaft Enneleyns, Guntram zu ehelichen, ist die Aussicht auf gesellschaftliche Anerkennung. Leider entpuppt sich der nach außen so charmant auftretende Ehemann schon bald nach der Trauung als brutaler Despot, der rücksichtslos seine eigenen Ziele verfolgt. Unterstützung findet Enneleyn bei dem nach Koblenz zurückgekehrten Kaufmann Anton Bungert, der viele Jahre in Italien gelebt hat. Er kennt Enneleyn aus seinen Jugendjahren, hatte damals aber nicht allzu viel mit ihr zu schaffen. Doch jetzt ist aus dem Mädchen von früher eine attraktive Frau geworden, die Bungert auch durch ihre Persönlichkeit beeindruckt. Enneleyn fühlt sich ihrerseits zu dem jungen Mann hingezogen, ist aber durch ihr Ehegelübde gebunden. Zu allem Ungemach muss sie erkennen, dass Guntram von Eggert eine handfeste Machtpolitik betreibt, die auch ihrem Vater Johann von Manten und seiner Familie zum Schaden gereichen kann. Mein Eindruck: Nachdem ich im Jahr zuvor von Petra Schier „Der Hexenschöffe“ gelesen hatte, war ich doch ein wenig verwundert, dass es in „Die Bastardtochter“ schon wieder um eine Frau mit für sie problematischer gesellschaftlicher Herkunft gehen sollte. Nun sind das die bislang einzigen Romane, die ich von der Autorin gelesen habe und ich hoffe, dass sie noch andere Hintergrundgeschichten für ihre Heldinnen in petto hat. Muss doch auch in Romanen, die im Mittelalter spielen, noch andere Konfliktthemen geben. Vielleicht lag es an diesem unglücklichen Start, dass ich mir die Lektüre schwer fiel. Leider fand ich aber auch die Charaktere allesamt recht holzschnittartig. Johann von Manten: Der Polterer mit gutem Herz. Palmiro: Der über reichlich Straßenschläue verfügende italienische Junge, Guntram von Eggert: Der brutale Despot, Anton Bungert: Der Edle, usw. Mehr Tiefgang hatte dagegen die Schilderung des Martyriums, das Enneleyn im Verlauf ihrer Ehe mit Guntram erdulden muss. Vor allem die Beschreibung, wie sich die eheliche Gewalt auf die Psyche der Misshandelten auswirkte, fand ich schlüssig und nachvollziehbar. Fazit: Unterm Strich ist „Die Bastardtochter“ in meinen Augen ein leider wenig spannender Roman, ohne überraschende Wendungen. Da die Charaktere recht eindimensional geraten sind, machen sie auch keine große Entwicklung durch, was der Dynamik der Handlung nicht gerade förderlich ist. Immerhin bot sich mir mit dem historischen Koblenz ein interessanter Schauplatz, da ich die Stadt einigermaßen gut kenne. Dieser Umstand und die (das wiederhole ich gerne) nachvollziehbare Schilderung darüber, welche Auswirkung die Misshandlung durch ihren Ehemann auf Enneleyns Persönlichkeit hat, haben mich dann doch bei der Stange gehalten. Leserinnen und Leser, die siche gerne von romantischen Liebesgeschichten vor historischem Hintergrund unterhalten lassen, könnten mit „Die Bastardtochter“ ihre Freude haben.

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  • Gelungener Abschluss der Kreuz-Trilogie

    Die Bastardtochter
    Penelope1

    Penelope1

    Inhalt: Anno 1362: „Die Bastardtochter“ ist der dritte – und leider – letzte Teil der Kreuz-Trilogie. Dieses Mal begleitet der Leser die 20-jährige, unehelich geborene Enneleyn nach Koblenz, wo sie gut behütet bei ihrem leiblichen Vater und dessen Frau Elisabeth wohnt. Alt genug zum Heiraten ist sie längst, doch als „Bastardtochter“ ist es nicht ganz einfach, einen passenden Ehemann zu finden. Als Ritter Guntram von Eggern Enneleyns Weg kreuzt, sind daher schließlich alle glücklich über seinen Hochzeitsantrag – nicht zuletzt natürlich Enneleyn, die vom Charme des Ritters sehr eingenommen ist. Schneller als gedacht zeigt der Ritter seiner Ehefrau gegenüber sein wahres Gesicht, das er nach außen hin gekonnt verbirgt – er ist alles andere als der treusorgende Ehemann, den sich Enneleyn so sehr gewünscht hat. Ihr Stolz verbietet ihr jedoch, ihr Schicksal nach außen hin zu zeigen, sie spielt eine Rolle, in die sie immer mehr hineinzuwachsen hofft, ganz „brave Hausfrau und Eheweib“. Doch je mehr sie Einsicht in seine machtgierigen Pläne erhält, umso schwerer fällt ihr dies. .. Meine Meinung: Die Autorin Petra Schier „entführt“ den Leser auch im dritten Band der Kreuz-Trilogie wieder ins Mittelalter, ins 14. Jahrhundert, dieses Mal nach Koblenz, wo man auf altbekannte Figuren wie z.B. Graf Johann von Manten mit Ehefrau Elisabeth sowie Luzia trifft. Kein Wunder, schließlich ist Enneleyn Graf Johann’s leibliche Tochter, die nun unter „die Haube“ kommt. Petra Schier gelingt es schnell, den Leser in diese Familie quasi aufzunehmen, man erinnert sich – sofern man die vorhergehenden Bände dieser Serie „Die Eifelgräfin“, „Die Gewürzhändlerin“ gelesen hat – an die überstandenen Geschehnisse und folgt nun ebenso gerne auch Enneleyn’s Schicksal. Da Enneleyn weiterhin in Koblenz wohnt, bleibt der Kreis mehr oder weniger geschlossen, die Familie ist stets präsent und der Zusammenhalt wird spürbar. Apropo spürbar: Petra Schier’s flüssiger und natürlicher Erzählstil sorgt dafür, dass man sich als Leser die Situationen lebhaft vorstellen kann – sie verbindet Schilderungen über „das Leben“ im Mittelalter mit einem oft recht modern erscheinenden Sprachstil. Man merkt bzw. „spürt“, dass sie intensiv recherchiert hat, um Vorgänge und Lebensweisen nachempfinden und wiedergeben zu können. Der berühmte „rote Faden“ in Form des geheimnisvollen Amuletts wird auch im vorliegenden Band aktiv weitergeführt, nicht umsonst heißt diese Trilogie „Kreuz-Trilogie“, ohne dabei jedoch allzu viel Raum einzunehmen. Er gibt der Geschichte jedoch einen mystischen Touch und sorgt für zusätzliche Spannung – eine ideale Mischung! Dabei ist es jedoch nicht zwingend notwendig, die vorherigen Bände zu kennen, da jedes eine komplett in sich geschlossene – und spannende - Geschichte erzählt – auch wenn es die aktuelle Geschichte natürlich noch reizvoller macht. Fazit: Mit „Die Bastardtochter“ findet die Kreuz-Trilogie ihr Ende – schade… Mir hat auch dieser letzte Roman der historischen Kreuz-Trilogie sehr gut gefallen - lebendig, kurzweilig, spannend !  

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    • 2
  • Perfider Racheplan

    Die Bastardtochter
    mabuerele

    mabuerele

    „... Die Ehe war rechtsgültig und vollzogen...Es war ja nicht so, dass er sie ständig schlug. Nur wenn er glaubte, einen Grund zu haben...“ Wir schreiben das Jahr 1148. Eine Reliquie aus dem Schatz der Templer kommt in fremde Hände und wird ihre drei Teile – Kette, Rahmen, Kreuz - geteilt. Dann wechselt der Roman nach Koblenz anno 1362. Enneleyn, die Adoptivtochter von Johann von Manten, lernt Guntram von Eggern kennen. Als dieser kurze Zeit später um ihre Hand anhält, sagt sie zu. Luzia, Gewürzhändlerin in Koblenz, besitzt einen Teil der Reliquie. Nach Jahren der Ruhe beginnt diese wieder zu summen. Zusammen mit Elisabeth von Manten versucht sie, eine Erklärung zu finden. Anton Bongert, Luzias jüngerer Bruder, wird bei seiner Handelsfahrt in Italien in einer Gaststätte von Räubern bedroht. Er kann entkommen und flieht mit dem Pferd des Räuberhauptmanns. Das soll noch bittere Folgen haben. Wenige Zeit später macht sich Anton auf der Reise von Mailand nach Koblenz. Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Es ist der dritte Teil der Kreuztrilogie. Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Protagonisten waren für mich alte Bekannte. Doch auch wer die ersten Teile nicht kennt, trifft auf gut charakterisierte Personen. Von den neu auftretenden Protagonisten spielen neben Guntram vor allem Palmiro und Wulfhard eine entscheidende Rolle. Palmiro ist ein italienischer Straßenjungen, der heimlich Anton folgt. Er ist nicht nur ein cleveres Bürschchen, sondern hat auch eine besondere Gabe. Wulfhard ist ein Kaufmann, der auf der Suche nach dem Kreuz ist. Im Mittelpunkt steht dieses Mal Enneleyn. Schon in der Hochzeitsnacht offenbart Guntram seinen wahren Charakter. Die Frau ist sein Eigentum und hat zu gehorchen. Enneleyn aber ist in anderen Verhältnissen aufgewachsen. Die Ehe von Johann und Elisabeth von Manten ist durch Achtung vor einander und durch gleichberechtigte Teilnahme der Frau an vielen Entscheidungen gekennzeichnet. Die Autorin arbeitet ausgezeichnet heraus, wie Enneleyn die Probleme vor der Außenwelt versteckt und vertuscht. In der Öffentlichkeit spielen sie ein liebevolles Ehepaar. Guntram gibt sich als großzügiger Gatte, der es seiner Frau an nichts fehlen lässt. Enneleyns Stolz hindert sie, der Maskerade ein Ende zu bereiten und sich Hilfe zu suchen. Als Anton nach Koblenz kommt, bekommt er durch Zufall Enneleyns Schwierigkeiten mit. Sie aber verpflichtet ihn zum Schweigen. Der Schreibstil des Buches ist dem Genre angemessen. Die Zeitverhältnisse werden gut wiedergegeben. Für die Örtlichkeiten verwendet die Autorin schöne Metapher. Ihre Protagonisten charakterisiert sie weniger durch Worte, mehr durch ihr Tun und Handeln. Sprachlich gelingt es ihr hervorragend, die Zuspitzung der Spannung im Hause Guntrams von Eggern wiederzugeben. Gleichzeitig wird deutlich, wie Enneleyns Selbstbewusstsein zerstört wird. Obiges Zitat spricht zur Sache. Doch das Buch hat auch seine humorvollen Stellen. Garant dafür ist Luzia, die mit ihrer Meinung nicht hinter den Berg hält. Das Buch zeichnet sich durch seine inhaltsreichen Gespräche aus. Hier denke ich insbesondere an die Dialogen von Enneleyn und Anton, aber auch an Ariettas geschickte Gesprächsführung, mit der sie dem schweigsamen Wulfhard mehr entlockt, als dem lieb ist. Ein Personenverzeichnis, ein Rezept zu einem im Buch erwähnten Gericht und abschließende Worte der Autorin ergänzen die Geschichte. Das Cover mit der nachdenklichen jungen Frau vor der Silhouette von Koblenz passt zum Roman. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich nicht nur durch eine spannende und vielschichtige Handlung gut unterhalten, sondern mir auch einen Einblick in die historischen Gegebenheiten ermöglicht.

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    • 7
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    28. November 2015 um 09:09
  • Rezension zu "Die Bastardtochter" von Petra Schier

    Die Bastardtochter
    dorli

    dorli

    24. November 2015 um 13:53

    Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn kann ihr Glück kaum fassen, als der Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält. Kaum verheiratet, zeigt Guntram jedoch sein wahres Gesicht und macht seiner jungen Frau das Leben zur Hölle. Enneleyn schweigt und lässt alle in dem Glauben, dass sie glücklich und zufrieden ist… In ihrem historischen Roman „Die Bastardtochter“ entführt Petra Schier den Leser in das 14. Jahrhundert nach Koblenz und erzählt eine spannende Geschichte voller Leid und Liebe. Dieser dritte Teil der Kreuztrilogie kann auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände gelesen werden, da die für das Verständnis wichtigen Hintergründe von der Autorin geschickt in die laufende Handlung eingeflochten wurden. Nachdem es in „Die Eifelgräfin“ um Elisabeth und Johann und in „Die Gewürzhändlerin“ um Luzia und Martin ging, steht diesmal Johanns uneheliche Tochter Enneleyn und ihre Ehe mit dem gewalttätigen Guntram im Mittelpunkt des Geschehens. Petra Schier schreibt fesselnd und mitreißend. Die Akteure werden alle lebendig und bildhaft dargestellt und man kann bestens mit ihnen mitfühlen und mitfiebern. Das gilt besonders für Enneleyn. Die Beweggründe für ihr Schweigen und das stumme Ertragen aller Erniedrigungen und Prügel sind einleuchtend, denn sie lebt in einer Zeit, in der es normal war, dass ein Mann seine Frau geschlagen hat. Verstehen will man ihr Geheimhalten der wahren Zustände und ihre Schauspielerei dennoch nicht und möchte sie am liebsten wachrütteln, damit sie ihren Vater, ihre Stiefmutter oder zumindest eine Freundin einweiht. Doch die junge Frau ist zu stolz, denkt nur an die Familienehre und will ihren Vater nicht enttäuschen. Nur dem aus Mailand zurückgekehrten Anton gelingt es, hinter ihre sorgfältig aufgebaute Fassade zu blicken, doch Enneleyn will seine Hilfe nicht. Auch Bösewicht Guntram ist Petra Schier hervorragend gelungen. Ein echter Mistkerl, über dessen Machenschaften man sich ein ums andere Mal aufregen kann. Er ist sehr talentiert, wenn es darum geht, seine Mitmenschen an der Nase herumzuführen. Alle sehen in ihn den Ehrenmann, der nur das Beste für seine Frau will. Doch das Gegenteil ist der Fall, er ist eiskalt, brutal, berechnend und drangsaliert Enneleyn wo es nur geht. Das Ziel, das Guntram mit seinem miesen Verhalten verfolgt, bleibt bis zum Schluss unklar und ist um einiges umfassender als „nur“ die häusliche Gewalt. Das der Trilogie den Titel gebende Kreuz spielt natürlich auch in diesem Band wieder eine Rolle und bringt einen Hauch von Magie in die Geschichte. Das Kruzifix, das schon seit über zweihundert Jahren im Besitz der Familien von Küneburg, Bongert und Wied ist, pulsiert, als wäre es lebendig. Es summt und sirrt und kann zornig pfeifen. Es leuchtet in unterschiedlichen Farben und strahlt Wärme aus. Es scheint zu wissen, was die Menschen denken und fühlen, erkennt das Böse und warnt vor Gefahr. In einer Nebenhandlung lernt man Wulfhard de Berge kennen. Der Fernhändler aus Konstantinopel wirkt undurchsichtig und verschlossen. Schnell wird klar, dass er auf der Suche nach dem Kruzifix ist – doch ob er es ehrlich meint oder gefährlich ist, bleibt zunächst offen. Eine Nebenfigur, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, ist Palmiro. Der freche Straßenjunge aus Mailand kommt mit Anton nach Koblenz und bringt mit seinem Witz eine große Portion Leichtigkeit in das Geschehen. „Die Bastardtochter“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Es war sehr spannend, Enneleyn kennenzulernen, sie auf ihrem Weg durch die schwere Zeit zu begleiten und Kummer und Furcht aber auch Momente des Glücks mit ihr zu teilen.

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  • Die Bastardtocher

    Die Bastardtochter
    Nessa_Davy

    Nessa_Davy

    22. November 2015 um 13:07

    Ennelyn wurde von ihrem adligen Vater als Bastardtochter anerkannt und in seine Familie aufgenommen. Deswegen bemüht sie sich umso mehr, seinem Vertrauen gerecht zu werden und sich gegenüber allen als würdig zu erweisen. Natürlich zögert sie deswegen nicht lange, als der charismatische Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält. Doch dieser treibt ein falsches Spiel. Er quält nicht nur Ennelyn, sondern bedroht das Wohlergehen aller, die sie liebt. Doch wie kann sie, als untergebene Frau, ihn aufhalten? Schreibstil und Handlung: Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch ließ sich flüssig lesen. Auch wenn die Handlung erst gegen Ende so richtig "Geschwindigkeit" aufnimmt ist sie dennoch spannend und ich habe gerne die ganze Zeit weitergelesen. Die Gedanken und Gefühle der Figuren sowie Hintergründe wurden erklärt, sodass ich mich gut in das Geschehen hineinversetzen konnte. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich mich gut in der Welt zurechtfinden konnte, obwohl ich die Vorgängerbücher nicht kannte. Die Figuren: Auffällig ist, dass Ennelyn eine ungewöhnliche Protagonistin ist. Im Gegensatz zu anderen historischen Romanen über Frauen, in denen die Heldinnen mutige und selbstbestimmt sind, ist sie eher zurückhaltend und meistens sogar ängstlich. Der Grund dafür wird aber gut erklärt: sie will sich nicht beschweren und niemanden enttäuschen, daher erträgt sie es, als Frau als unterlegen angesehen zu werden. Zugleich ist Ennelyn aber eine dynamische Figur sie entwickelt sich im Verlaufe des Buches - das finde ich sehr gut. Dennoch konnte ich sie nicht immer ganz nachvollziehen. Auch die anderen Figuren sind individuell und detailliert ausgestaltet und wachsen einem deswegen schnell ans Herz - außer natürlich die Antagonisten. Die lernt man mit der Zeit richtig hassen, aber das ist ja so gewollt. Fazit: Die Sichtweise der Heldin in diesem Buch ist ungewöhnlich und heute oft schwer nachvollziehbar - damals war sie jedoch meistens Realität, und das macht den Roman umso lesenswerter. Man merkt, dass sich die Autorin eine ganze Welt ausgedach hatte - das ermöglicht es dem Leser, in diese Welt problemlos einzutauchen.

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