Tod im Beginenhaus

von Petra Schier 
4,5 Sterne bei117 Bewertungen
Tod im Beginenhaus
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Neue Kurzmeinungen

anne_lays avatar

Spannender Auftakt einer farbenprächtigen Reihe im mittelalterlichen Köln. Lesenswert!

vanessablns avatar

Bin froh, nun den 1. Teil gelesen zu haben, um mit der Reihe weiterzumachen. Das Mittelalter macht mit Adelina wirklich Spaß!

Alle 117 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Tod im Beginenhaus"

Herbst in Köln. In einem Spital der Beginen stirbt ein verwirrter alter Mann. Und das war nur der erste Tote. Eine Seuche? Adelina, die Tochter des Apothekers, glaubt nicht daran. Doch wem nutzt der Tod der armen Kranken? So selbstlos sich die frommen Frauen um die Geistesschwachen kümmern, mit jeder Leiche rückt die Schließung des Beginenhauses näher. Adelina hegt einen Verdacht, und den will sie beweisen, so sehr ihr Vater um den Ruf seiner eigensinnigen Tochter fürchtet. Aber heiraten will die ohnehin nicht. Schon gar nicht ihren seltsamen Untermieter, den Medicus Burka. Oder vielleicht doch?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499243813
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:346 Seiten
Verlag:Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.11.2006
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.01.2012 bei RADIOROPA Hörbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor 4 Monaten
    1. Band der Reihe

    Das Cover gefällt mir ganz gut. Ich kenne schon 2 weitere Bücher der Reihe und war gespannt auf den 1. Band.

    Der Schreibstil ist gut und ich bin super schnell in das Buch herein gekommen.
    Adelina ist ein gut gestalteter Charakter mit viel Tiefe, der mich sofort wieder begeistert hat. Ich mag ihre mutige und neugierige Art, ihre Fürsorge ihrer Familie gegenüber und ihren Freiheitswille. Für damalige Zeit ist sie fast schon etwas frech und darüber musste ich auch in diesem Buch so einige Male schmunzeln. 
    Mir gefällt es sehr wie gut die damalige Atmosphäre beschreiben ist, sodass ich schnell das Gefühl habe, vor Ort in der Vergangenheit zu sein . ( Einziger Minuspunkt: Eine Karte wäre sehr hilfreich!). 
    Auch das Apothekerhandwerk und die Kräuterkunde fand ich sehr gut beschrieben und interessant.
    Dann kommt mein neuer alter weiterer Lieblingscharakter: Burka. Auch ihn mag ich sehr, er zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Die Begegnungen der Beiden waren oft amüsant.
    Ebenso mag ich die Gestaltung von Bruder und Vater, die ebenfalls tiefschichtige Charaktere sind.

    Das Buch war fast durchgängig spannend, sodass ich es mit Spaß in einem Rutsch durchgelesen habe. Nur gegen Ende hätte man es etwas zusammenkürzen können.
    Trotzdem definitiv empfehlenswert!

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    werderaners avatar
    werderanervor einem Jahr
    Tod im Beginenhaus

    Adelina hat eigentlich genug mit der Familie zutun.Sie kümmert sich um ihren Vater und ihren zurückgebliebenen Bruder bei dessen Geburt die Mutter starb.Außerdem hilft sie den Vater in der Apotheke. Als wäre das nicht genug hilft sie in Beginenhaus  mit ihren Wissen in der Heilkunde, als es dort zu unerwarteten Todesfällen kommt glaubt sie nicht an eine unbekannte Krankheit und vermutet Vergiftung. Entgegen den Rat aller beginnt sie Nachzuforschen.
    Als der neue Medikus zur Miete einzieht sind sich beide zunächst unsympathisch aber Adelina ist sich ihrer Gefühle nicht mehr so sicher..


    Petra Schier entführt uns ins Mittelalterliche Köln und gibt einblicke in das damalige  Leben.


    Klare Leseempfehlung für Fans  von spannenden Historischen Romanen!

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    anne_lays avatar
    anne_layvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Auftakt einer farbenprächtigen Reihe im mittelalterlichen Köln. Lesenswert!
    Köln im Mittelalter

    Adelina, Tochter eines Apothekers, müht sich den Haushalt und Geschäft des Vaters zu versorgen und engagiert sich gleichzeitig im Siechenhaus der Beginen. So erfährt sie, dass Patienten dieses Hauses an einer rätselhaften Krankheit sterben und stößt auf einen schwerden Verdacht. Die Symptome der so plötzlich erkrankten weisen auf Gift hin ...
    Ich hatte als Einstieg in die Reihe den vierten Band gelesen und mich dann den Anfängen der Geschichte zugewandt.
    So habe ich in diesem Band die Protagonisten wie alte Bekannte begrüßen können und mit meinem Vorwissen habe ich die Irrungen und Wirrungen im Buch sehr genossen.
    Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung für Freunde historischer Romane, authentisch in Sprache und Figuren.
    Daher meine absolute Leseempfehlung.

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    vanessablns avatar
    vanessablnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bin froh, nun den 1. Teil gelesen zu haben, um mit der Reihe weiterzumachen. Das Mittelalter macht mit Adelina wirklich Spaß!
    Interessanter Einstieg in die Mittelalter-Reihe um Adelina

    In Kürze erscheint schon der 6. Teil der Mittelalter-Reihe um Adelina, die eigenwillige Apothekerin. Ich hatte mit dem 2. Teil begonnen und bin froh, nun den "Tod im Beginenhaus" gelesen zu haben. Hier gibt es wichtige Informationen zu den Protagonisten, die einem ansonsten fehlen. Das Buch zeichnet ein bildhaftes und unterhaltsames Bild des Lebens im Mittelalters. Man erfährt als Leser viel über diese Zeit (muss auch einige Worte nachschlagen bzw. googeln), ohne trockene Geschichtsbücher wälzen zu müssen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, so dass man einfach immer weiter lesen muss.

    Die junge Adelina hilft in der Apotheke ihres Vaters mit und kümmert sich außerdem um ihren Bruder und den Haushalt. Ihr Vater drängt darauf, sie zu verheiraten, womit sie sich aber nicht recht anfreunden kann. Als es seltsame Todesfälle im Beginenhaus gibt, versucht sie entgegen allen Ratschlägen dem Grund dafür auf die Spur zu kommen. Ihr Untermieter, ein Medicus mit Geheimnissen, unterstützt sie dabei. Der Kriminalfall ist jedoch eher eine kleine Beigabe. Das Buch nennt sich auch "Historischer Roman" und nicht "Krimi". Das Ende hat mir gut gefallen, so gibt es doch noch eine (in dieser Konstellation sicher nicht langweilige) Liebesgeschichte dazu. Ich freue mich jedenfalls schon auf die weiteren Bände, die ich noch vor mir habe. Da ich mich durch historische Romane auch schon gequält habe, bekommt dieses Buch als erfreulicher Gegensatz von mir 5 Sterne, da meine Erwartungen voll erfüllt wurden.

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    BonnieParkers avatar
    BonnieParkervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wieder ein wunderbarer historischer Roman mit viel Spannung und Gefühl.
    Ein wunderbar historischer Roman

    Die Beschreibung des Romans hat mich neugierig gemacht. Bisher habe ich zwei historische Romane der Autorin gelesen. Auch dieses Mal fand ich schnell in das Buch hinein.
    Adelina ist die Hauptperson dieser Geschichte, wie man auch schon dem Klappentext entnehmen kann. Sie ist eine wirklich bescheidene Person, die sich selbst immer wieder an letzte Stelle setzt. Sie ist für ihre Familie der Kleber, der alles zusammenhält. Aufopferungsvoll sorgt sie sich um ihren Bruder und ihren Vater. Ihre Fürsorge, um schwächere und benachteiligtere Personen ist wirklich rührend. Sie war mir dadurch sehr sympathisch, aber typisch Frau war sie auch sehr neugierig.
    Neklas Burka, der Medicus, war eine Person, die mir zu Beginn sehr suspekt war. Ich wusste ihn nicht richtig einzuschätzen. Aber auch nach Beendigung des Romans schwirren einzelne Fragen über ihn in meinem Kopf rum. Er ist ein Charakter, den man eben schwer einschätzen kann. Er ist ein Medicus, der ohne Zweifel sein Handwerk versteht. Mir hat seine Art mit Adelina umzugehen sehr gefallen und so manches Mal hatte ich beim Lesen ein Lächeln auf den Lippen.
    Die Charaktere hat die Autorin mit all ihren Eigenheiten wunderbar dargestellt, so dass man zu jedem ein bestimmtes Bild im Kopf hatte. An Herz und Gefühl mangelte es ebenso wenig wie an Rätseln, Machtspielchen und Spannung. Es weckte eindeutig die Detektivin in mir und am Ende wird man doch sehr überrascht wie sich alles fügt.
    Was ich an den Romanen von Petra Schier so sehr mag ist, dass man viel über die damalige Zeit erfährt, aber von den Fakten und Daten nicht erschlagen wird. Diesen Roman, auch wenn er der Auftakt einer Reihe ist, kann man aber als abgeschlossen betrachten.
    Wer gerne kriminalistische und historische Romane liest wird an diesem Buch eindeutig seine Freude haben.
    Ich möchte jedoch Adelinas Weg weiterverfolgen. Der nächste Teil heißt „Mord im Dirnenhaus“ und schon der Titel macht mich sehr neugierig. Sicher wird es nicht allzu lange dauern bis dieses Buch bei mir einzieht. 

    Kommentare: 1
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    Honigmonds avatar
    Honigmondvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: superspannend mit Suchtfaktor
    Tod im Beginenhaus

    Die junge Adelina lebt zusammen mit ihrem Vater, einem Apotheker, und ihrem geistig behinderten Bruder im Apothekenhaus der Familie. Die Mutter verstarb bei der Geburt von Adelinas Bruder, so dass sie die Mutterrolle übernommen hat und liebevoll umsorgt. Gleichzeitig hilft Adelina ihrem Vater in dessen Apotheke und weiß viel über Kräuter. Dadurch, dass sie oft Heilkräuter an das Beginenhaus liefern muss, hat sie auch viel Kontakt mit den Bewohnern des Beginenhauses und erfährt, dass der alte Balthasar plötzlich unter mysteriösen Umständen verstirbt. Als ein weiterer Bewohner verstirbt, wird Adelina hellhörig und lässt sich nicht locker, der Sache auf den Grund zu gehen. Unterdessen haben sie auch im Elternhaus einen Gast. Den Mediziner Neklas Burka, in den sich Adelina verliebt, aber nicht zu ihrer Liebe stehen kann, da sie ihre Vergangenheit festhält. Zusammen mit Burka will sie den Vorkommnissen im Beginenhaus auf den Grund gehen und bemerkt dabei nicht, dass auch er sich in sie verliebt hat und zeitweise nur schützen will.

    Ein sehr spannendes Buch, welches so gut und so verständlich geschrieben ist, dass man meint, man wäre mitten im Geschehen. Auch beschreibt es sehr gut die damaligen Verhältnisse und man meint fast, es hätte nie etwas anderes gegeben. Die Autorin hat es mal wieder geschafft, mich derart in den Bann eines Buches zu ziehen, dass ich mir gleich die Fortsetzung besorgt habe und nun wohl auch alle anderen Bücher, die von ihr bereits erschienen sind, in meine kleine Heimbibliothek einziehen werden. Ich war total begeistert und fasziniert von diesem Buch und kann es einem nur ans Herz legen, wenn man auch mal etwas historisches probieren möchte. Man wird es nicht bereuen.

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    Leelas avatar
    Leelavor 2 Jahren
    Guter Start der Reihe

    "Tod im Beginenhaus" ist der erste Band um die Apothekerin Adelina, die ja nun bereits in einigen Büchern Petra Schiers die Hauptrolle geben durfte. Adelina ist die Tochter eines Apothekers im spätmittelalterlichen Köln, der langsam senil wird, weshalb sie zunehmend seine Aufgaben in der Apotheke übernimmt. Außerdem hat Adelina ein Händchen für Kriminalfälle - in diesem Fall stellt sie Nachforschungen in einem Spital an, in dem angbelich mehrere Menschen an einer Seuche gestorben sein sollen. Sie selbst glaube natürlich nicht daran und bringt sich entsprechend in Gefahr, und das nicht nur, weil sie ungern ein Blatt vor den Mund nimmt.
    Ich hatte bereits eine paar der späteren Bände aus der Reihe um Adelina gelesen, die mir gut gefallen hatten, der erste Band aus der Reihe stand bisher immer auf der Liste der Bücher, die ich gerne noch lesen wollte. Wie ich erwartet hatte, wurde ich nicht enttäuscht, denn auch, wenn man die Fortsetzungen kennt, macht es noch Spaß, diesen Band zu lesen (generell können alle Bücher ohne Kenntnis der anderen Bücher gelesen werden). Die Charaktere sind auch hier sehr gelungen und vor allem die Beschreibungen des Familienlebens Adelinas empfand ich als sehr dicht und atmosphärisch. Wie auch in den anderen Teilen der Reihe ist der Kriminalfall selbst eher Beiwerk - er ist zwar spannend, aber ich empfand die Beschreibungen des Lebens im mittelalterlichen Köln auch in den anderen Büchern als den Aspekt, der mehr im Fokus der Geschichte steht. Gestört hat es mich auch hier nicht, vielmehr funktioniert die Mischung und weiß gut zu unterhalten.

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    Arwen10s avatar
    Arwen10vor 2 Jahren
    Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören

    Dies ist der erste Band um die Apothekerstochter Adelina. Köln im 14. Jahrhundert, im Hospital der Beginen stirbt ein alter Mann unter merkwürdigen Umständen. Doch es bleibt nicht der einzige Tote und Adelina hegt den Verdacht, dass es sich nicht um einen natürlichen Tod handelt. Dazu passen die Symptome der Erkrankten nicht. Adelina hat jedoch keine Beweise und als die Schließung des Hospitals droht, bittet sie ihren Untermieter, den Medicus Burka, um Hilfe.

    Mit Adelina hat die Autorin eine höchst interessante Figur erschaffen. Als Tochter eines Apothekers kümmert sie sich um den Haushalt, ihren Bruder Vitus, ihren Vater und nicht zuletzt um die Apotheke. Die Mutter ist bei Vitus Geburt gestorben. Dabei ist Vitus geistig etwas zurückgeblieben. Er braucht täglich viel Aufmerksamkeit. Adelinas Vater versinkt in seinen Experimenten und hat zuletzt seltsame Anfälle. So bleibt alles an Adelina hängen. Adelina ist aber eine starke Frau, die ihren Weg geht, wenn sie auch sehr neugierig ist und dadurch oft in schwierige Situationen gerät. Durch ihr Wissen um die Heilkräuter wird sie oft gerufen und kann auch vielen helfen.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören. Köln zu dieser Zeit kann ich mir sehr gut vorstellen, da ich auch das heutige Köln sehr gut kenne, sagen mir die angegebenen Orte auch etwas. Die Atmosphäre im Buch ist wunderbar, man fühlt sich dahin zurückversetzt. Mit dem Medicus Burka gibt es einen männlichen Gegenpart zu Adelina, der ihr auch gewachsen ist. Hier im ersten Band geht es neben dem Hospital der Beginen auch um die Machtverhältnisse in der Stadt Köln. Die Autorin beschreibt diese sehr anschaulich und geht im Anhang noch kurz auf die geschichtlichen Begebenheiten ein. Das Buch ist sehr unterhaltsam und spannend bis zum Schluß und am Ende möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Vier weitere Bände gibt es zum Glück ja schon und Band 6 erscheint im August.

    Wer einen schönen unterhaltsamen historischen Roman lesen möchte oder eine historische Kriminalgeschichte, sollte zu diesem Roman greifen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

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    Lesestunde_mit_Maries avatar
    Lesestunde_mit_Marievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein solider Historienroman um die Apothekerstochter Adelina, der zeitgleich auch noch Krimi und Liebesgeschichte ist.
    Spannender Mittelalter-Krimi um Apothekerstochter

    Bei Petra Schiers Historienroman „Tod im Beginenhaus“ kann man meines Erachtens ruhig von einem Mittelalter Krimi sprechen, dessen Ermittlerin eine kräuterkundige Apothekerstochter ist.

    Die Protagonistin Adelina lebt im Köln des ausgehenden 14. Jahrhunderts und hilft ihrem Vater in seiner Apotheke. Schon sehr früh wurde sie in die Pflicht genommen, da ihre Mutter bei der Geburt ihres wesentlich jüngeren und behinderten Bruders aufgrund von Komplikationen verstarb. Sie führt seitdem den väterlichen Haushalt und kümmert sich wie eine Mutter um den mittlerweile 14 jährigen Bruder Vitus. Außerdem ist sie ausgebildete Apotheken Gehilfin und unterstützt ihren Vater äußerst kräuterkundig in der Apotheke. Eigentlich sollte auch sie Apothekerin werden, was aber durch die Umstände leider nicht möglich war.

    Die fleißige junge Frau verkehrt zudem regelmäßig in einem Beginenhaus, wo man sich liebevoll und vorrangig um geistig behinderte und psychisch angeschlagene Menschen kümmert, die normalerweise in den Narrenturm der Stadt eingesperrt würden. Als dort eines Tages einer der ihr bekannten Patienten, der alte Balthasar, in ihrer Gegenwart unter mysteriösen und grauenvollen Umständen stirbt, hat sie Zweifel, dass es sich um einen natürlich Tod handelt. Als es zwei weitere grauenhafte Todesfälle gibt, erhärtet sich ihr Verdacht. Sie tauscht sich hierüber mit ihrem neuen Untermieter, dem Medicus Neklas Burka, aus, der ihr aber zunächst abrät, sich in diese offensichtlich gefährliche Angelegenheit einzumischen. Immer wieder hat sie Zweifel an seinen guten Absichten und in ihr schwelt der Verdacht seiner Mittäterschaft.

    Gut gefallen haben mir die in der Nachbemerkung dargestellten historischen Bezüge, da so die auf Wahrheit beruhenden Begebenheiten und die fiktionalen Elemente klar abgrenzbar werden.

    Die erfahrene Autorin hat mit ihrem ersten Band der Reihe um die Apothekerstochter Adelina eine spannende Geschichte kreiert, die auf einem soliden historischen Fundament ruht. Diese Basis gepaart mit dem flüssigen Sprachstil ermöglichen einen zügigen Lesefluss. Zudem werden die Charakter stimmig dargestellt und gut entwickelt. Ob die eigensinnige, aber stets aufrichtige Adelina, ihr hilfsbedürftiger Bruder, der offensichtlich demenzkranke Vater oder der gelehrte und weltgewandte Medicus, jeder Charakter erhält seine eigene, ganz spezielle Persönlichkeit. Ebenso sind die Beschreibungen der Handlungsorte und der damaligen Lebensumstände bildhaft und authentisch beschrieben.

    Fazit:
    Aufgrund der spannenden Vorfälle und hartnäckigen Nachforschungen sowie undurchsichtigen Hintergründen, war das Buch für mich ein echter Page Turner der mit überraschenden Wendungen aufwartete. Solider Historienroman mit interessanten Hintergründen und aufregenden Kriminalfall. Ich freue mich auf weitere Abenteuer um Adelina.

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    Lia_Juvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ungewöhnliche Protagonistin, ungewöhnlicher Tatort, aber hervorragender Historischer Roman!
    Tod im Beginenhaus

    (Da der Inhalt in anderen Rezensionen bereits sehr getreu beschrieben wurde, nehme ich mir heraus, gleich meine Meinung zu schreiben.)

    Man wird schon auf den ersten Seiten in die richtige Stimmung versetzt und landet im frühen Köln, das sehr authentisch beschrieben wird. Auch die Protagonistin ist tiefschichtig (was ich leider viel zu spät gemerkt habe) und hat logische Beweggründe. Kurzzeitig hat sie sogar vor dem Leser ein Geheimnis, obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht in der dritten Person erzählt wird. Trotzdem bleibt sie die ganze Zeit sympathisch, obwohl solche Geheimnisse ja oft nach hinten losgehen können.

    Auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet und bei jeder kommt der Charakter sofort rüber.

    Neklas Burka, eine der wichtigsten Figuren, scheint ja für viele arrogant zu sein, der Meinung bin ich überhaupt nicht. Das Mistrauen zwischen ihnen, das doch nie wirklich zu bestehen scheint, ist amüsant zu lesen, weil man sich denken kann, wie es endet.

    Auch der eigentliche Kriminalfall wird mit vielen Verdächtigen, falschen Spuren und ungeklärten Geheimnissen die ganze Zeit über spannend gehalten und auf den Täter kommt man (ich zumindest) die ganze Zeit über nicht.

    Die sehr gut recherchierten geschichtlichen Ereignisse, Orte, Personen, etc. machen den Roman zu etwas Besonderem, weil es durchaus auch Historische Romane gibt, bei denen das nicht der Fall ist.

    Alles in einem ist es ein toller Historischer Roman, definitiv lesenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    PetraSchiers avatar
    Am 22. Juli erscheint der sechste Band meiner historischen Romanreihe um die Kölner Apothekerin Adelina. Auch wenn es vor einigen Jahren bereits eine Leserunde zum ersten Teil der Reihe hier auf LovelyBooks gab, möchte ich nun noch einmal eine Runde anbieten. Für alle, die Adelina noch nicht kennen, und darüber hinaus für all diejenigen, die bereits mit ihr bekannt sind und sich mit mir gemeinsam auf das neue Abenteuer freuen und die Zeit bis zum Erscheinungstermin überbrücken möchten.
    Rowohlt stellt für die Leserunde 15 Freiexemplare zur Verfügung, entweder als Taschenbuch oder als ePub-eBook. Bitte gebt bei eurer Bewerbung an, welches Format ihr haben möchtet.
    Die Leserunde beginnt an Gründonnerstag, dem 24. März 2016.
    Übrigens ist hier bei LovelyBooks aus seltsamen Gründen das Cover der uralten, längst vergriffenen Hardcover-Sonderedition zu sehen und mit den Rezensionen zum Buch verlinkt. Unten angehängt findet ihr ein Bild, auf dem ihr sehen könnt, wie das Taschenbuch tatsächlich aussieht.
    Über den Roman:


    Die Apothekerstochter. Der Medicus. Ein unbekannter Mörder.


    Herbst in Köln. In einem Spital der Beginen stirbt ein verwirrter alter Mann. Und das war nur der erste Tote. Eine Seuche? Adelina, die Tochter des Apothekers, glaubt nicht daran. Doch wem nützt der Tod der armen Kranken? 
    So selbstlos sich die frommen Frauen um die Geistesschwachen kümmern, mit jeder Leiche rückt die Schließung des Beginenhauses näher. Adelina hegt einen Verdacht, und den will sie beweisen, sosehr ihr Vater um den Ruf seiner eigensinnigen Tochter fürchtet. Aber heiraten will die ohnehin nicht. Schon gar nicht ihren seltsamen Untermieter, den Medicus Burka. Oder vielleicht doch?


    Tod im Beginenhaus
    Historischer Roman
    Petra Schier

    Rowohlt-Taschenbuch + eBook, erschienen 01.10.2005, 352 Seiten, ISBN 978-3-499-239-47-2
    8.99 Euro

    Es gibt von Radioropa auch eine ungekürzte Hörbuchfassung!

    Eine Leseprobe als PDF oder wahlweise als App "Blick ins Buch" sowie eine Online-Lesung von mir, mit authentischer Mittelaltermusik unterlegt, findet ihr hier:
    www.petra-schier.de/historische-romane/tod-im-beginenhaus.html
    Honigmonds avatar
    Letzter Beitrag von  Honigmondvor 2 Jahren
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