Vergeltung im Münzhaus

von Petra Schier 
4,8 Sterne bei65 Bewertungen
Vergeltung im Münzhaus
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Leider mehr Liebesroman als historischer Krimi, daher diesmal nicht ganz meins. Petra Schier kann das besser.

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Auch dieser Teil der Adelina- Reihe konnte mich wieder überzeugen.

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Inhaltsangabe zu "Vergeltung im Münzhaus"

Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen.
Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499269585
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.08.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Ambermoonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider mehr Liebesroman als historischer Krimi, daher diesmal nicht ganz meins. Petra Schier kann das besser.
    Viel Drama, Liebe und Gefühl, daher weniger Spannung und Krimi.

    Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen.
    Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ...
    (Klappentext)

                                      --------------------------------------------

    Dies ist der 6. und voraussichtlich letzter Teil der Adelina-Reihe.
    Jeder Teil ist an und für sich ein abgeschlossener Roman, da dies jedoch in gewisser Weise eine Familiensaga ist, empfehle ich zuvor die vorherigen Teile zu lesen, um gewisse Zusammenhänge zu verstehen.

    In jedem Roman dieser Reihe erhält ein anderes Mitglied der Familie Burka eine Hauptrolle. Diesmal ist es die kleine Griet, die hier gar nicht mehr so klein ist, sondern bereits eine junge, erwachsene Frau von 20 Jahren. Sie ist Neklas uneheliche Tochter, welche er einst aus einem Hurenhaus gerettet und zu sich genommen hat.
    Ihre beste Freundin Clara wird beschuldigt ihren Vater ermordet zu haben. Das Motiv soll Rache gewesen sein, da er sie einst mit ihrer Mutter an ein Hurenhaus verpfändet hat, um seine Spielschulden begleichen zu können. Es gibt jedoch keine eindeutigen Beweise und auch keine Zeugen, sondern lediglich die Aussagen des Knechts ihres Vaters, der ihr auch gleich noch einen weiteren Mord anhängt.
    Die ganze Familie Burka und vor allem Griet machen sich zur Aufgabe den richtigen Mörder zu finden, was jedoch alles andere als ein leichtes Unterfangen ist. Vor allem weil sich zwischen Griet und dem zukünftigen Gewaltsrichter Christan Reese etwas Kompliziertes entwickelt. Und auch er bewahrt ein Geheimnis.

    Der Roman beginnt mit einer ruhigen Einführung rund um Adelina, ihrer Umgebung und Familie. Wenn man die vorherigen Teile nicht kennt, erhält man die Info die man braucht um gewisse Zusammenhänge zu verstehen.
    Wenn man, wie ich, die Adelina-Reihe von Beginn an verfolgt hat, bekommt man so die Möglichkeit sich sofort wieder zurechtzufinden damit man gleich wieder in die Geschichte eintauch kann.
    Trotzdem konnte mich dieser Roman, nicht so fesseln wie ich es von den vorherigen Teilen gewohnt bin.
    Zum Einen kommt er meiner Meinung nach nur schwer in die Gänge und nimmt erst etwa ab Seite 70 etwas an Fahrt zu.
    Zum Anderen steht hier die Liebesgeschichte von Griet und Cristan so sehr im Vordergrund, sodass der eigentliche Fall in den Hintergrund gedrängt wird. Es herrscht viel Drama, Liebe und Gefühl und die Spannung ist nur vereinzelt vorhanden.
    Da ich von Haus aus kein Freund von Schnulzen bin, war ich dementsprechend enttäuscht.

    Nichtsdestotrotz ist auch dieser Roman lesenswert. Vor allem vom historischen Standpunkt aus. Die Schilderungen des mittelalterlichen Kölns mit all seinen Bewohnern, Regeln und Gesetzen, sowie des damaligen Alltags, wurden von der Autorin wieder wunderbar eingefangen und an den Leser gebracht.
    Dies und der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin sind für mich die Stärken des Romans.
    Zudem sind die Protagonisten authentisch gezeichnet und Adelina einer meiner Lieblingscharaktere, welcher ich schon von Beginn an verfolge.

    Fazit:
    Für mich leider der enttäuschendste Teil dieser Reihe, aufgrund der bereits oben erwähnten Gründe.
    Die Stärken dieses Romans sind trotzdem nicht zu verachten. Für Diejenigen, welche sich einen spannenden historischen Krimi erwarten, kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.
    Falls sich die Autorin dazu entschließen sollte die Reihe doch weiterzuführen, hoffe ich, dass sie dann wieder mehr auf Spannung und weniger auf Schnulze setzt. Das hat Petra Schier nämlich definitiv gut drauf, was die vorherigen Teile beweisen.
     

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    wampys avatar
    wampyvor 2 Jahren
    Eher eine Liebesgeschichte als ein historischer Krimi

    Buchmeinung zu Petra Schier – Vergeltung im Münzhaus


    „Vergeltung im Münzhaus“ ist ein historischer Roman von Petra Schier, der 2016 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen ist. Dies ist Band sechs der erfolgreichen Reihe, in der Apothekerin Adelina mit Scharfsinn und Dickköpfigkeit Kriminalfälle im mittelalterlichen Köln löst.


    Zum Autor:

    Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin.


    Klappentext:

    Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen.
    Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ...

    Meine Meinung:

    Obwohl es hier einen Mord im Münzhaus gibt, geht es im Buch hauptsächlich um Beziehungen im Umfeld Adelinas. Cristan Reese, zweiter Hauptmann der Kölner Stadtsoldaten, zieht in Adelinas Nachbarschaft ein. Er und Adelinas Stieftochter Griet kommen sich vorsichtig näher. Beide haben jeweils ein Geheimnis, das sie angreifbar macht und deshalb vor der Öffentlichkeit gewahrt bleiben muss. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt auf der Entwicklung ihrer Beziehung, die sich als schwierig darstellt, auch weil Adelinas Familie diese anfänglich nicht unterstützt. Dabei gerät der Kriminalfall fast in Vergessenheit. Als Griet und Cristan ihre Geheimnisse voreinander lüften, werden sie in den sicheren Hort der Familie Burka aufgenommen. Denn eins ist klar: Erst kommt die Familie, dann lange Zeit nichts und dann so was wie Gesetze und Regeln. Neben der aufkommenden Liebe wird auch das Leben im städtischen Köln ausführlich geschildert. Der Leser erfährt viel über den Alltag und auch über die Struktur und die Regeln des Rates. Die Schilderung des historischen Lebens ist die Stärke dieses Romans. Noch dazu ist Adelina ein Sympathieträger der Extraklasse. Aber auch Cristan, Griet und Adelinas Ehemann Neklas Burka sind Sympathieträger, auch wenn ihre Charaktere weniger tief gestaltet sind. Im weiteren Verlauf gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Figuren aus den vorherigen Büchern. Dabei gibt es durchaus Überraschendes zu entdecken.



    Fazit:

    Die Beschreibung des städtischen Lebens ist die große Stärke des Romans. Der Kriminalfall läuft in zweiter Reihe, der Fokus liegt auf der Beziehung Griet zu Cristan. Mir hätte eine andere Gewichtung besser gefallen. So kann ich nur drei von fünf Sternen oder 60 von 100 Punkten vergeben. Empfehlen kann ich das Buch jenen, die an einer Liebesgeschichte mit Startschwierigkeiten in einem gut geschilderten historischen Umfeld interessiert sind.

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    Lesestunde_mit_Maries avatar
    Lesestunde_mit_Marievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles Finale der Adelinareihe! Spannend, romantisch, historisch. Schade, dass es nun zu Ende ist.
    Sechster spannender Teil der Adelina Reihe

    Mit diesem sechsten und leider letzten Teil der historischen Krimi-Reihe um die Apothekerin Adelina und ihre Familie wartet Petra Schier noch einmal mit einem äußerst spannenden historischen Kriminalfall auf. Und auch diesmal kommen Familie, Beziehungen und Liebe nicht zu kurz. Es ist schön, die Entwicklung der Charaktere in allen sechs Bänden mit zu verfolgen, doch jeder Band lässt sich auch einzeln lesen.

    Wir befinden uns im mittelalterlichen Köln im Jahr 1408. Wieder sind ein paar Jahre ins Land gegangen. Griet, Adelinas Stief- und Neklas leibliche Tochter, ist inzwischen vom Mädchen zur jungen Frau herangereift und frönt im hauseigenen Laboratorium der Alchemie, der auch ihr Vater, der Medicus Neklas Burka, verfallen ist. Adelina lässt sie gewähren, weiß sie doch, dass Griet nicht geehelicht werden kann, denn die junge Frau wurde als Kind in einem Bordell missbraucht, bevor ihr leiblicher Vater Neklas von ihrer Existenz erfuhr und sie aus dem Elend befreite, um sie in sein Haus zu holen. Nach wie vor ist sie äußerst menschenscheu und vor allem gegenüber Männern zurückhaltend, wenn nicht sogar zurückweisend. Dennoch sie hat sich zu einer schönen, klugen und wissbegierigen jungen Dame entwickelt. Als Cristan Reese, der zweite Hauptmann der Stadtsoldaten und Ziehsohn des Familienfreundes Georg Reese, das Haus gegenüber der Apotheke am Alter Markt bezieht und Kontakt zu ihr sucht, ist das nicht nur ihr ein Dorn im Auge. Schnell wird klar, dass auch Cristan ein dunkles Geheimnis hütet.

    Die junge Hebamme Clara, der Griet vor einigen Jahren in ihrer Not half, trifft unverhofft auf ihren Vater Urs, dem Sie damals davon lief, da er sie aufgrund seiner Schulden an einen Hurenwirt gab. Auch sein treuergebener Knecht Wendel ist bei ihm. Die beiden sind von Aachen nach Köln gezogen. Merkwürdigerweise steht er in engem Kontakt zum Münzhändler, in dessen Haus er ermordet aufgefunden wird. Clara gerät unter Verdacht und natürlich wird die Familie Burka, die fest an ihre Unschuld glaubt, wieder ermittelnd und eingreifend aktiv. Und so ist Griet gezwungen sich näher mit Cristan auseinander zu setzen. Doch ob sie ihm trauen kann?

    Wieder ist Petra Schier ein packender und facettenreicher historischer Kriminalroman gelungen. Sie führt uns auf verschiedene Fährten und lenkt geschickt mit Geheimnissen um den jungen Hauptmann und der Gefahr, dass Griets Vergangenheit aufgedeckt werden und sie dadurch in Schimpf und Schande geraten könnte, ab. In Kombination mit dem flüssigen, gut lesbaren Schreibstil und der Abwechslung zwischen ernsten Tönen und ein paar humorvollen Einlagen ist diese Geschichte wieder ein echter Page Turner.

    Wer die Vorgängerbände kennt, sieht eine klare Entwicklung der handelnden Charaktere. Vor allem die Protagonisten - in diesem Band allen voran Griet Burka und Cristan Reese - sind lebensnah und interessant gezeichnet. Auch Nicht-Adelina-Kennern wird schnell offenbar, dass das Apotheker- und Medikus-Haus Burka zwar offen und herzlich, aber auch katastrophenanfällig ist. Gerade durch ihre tolerante Haltung und ihren ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, scheinen Adelina und ihre Lieben die Schurken und Unglücksfälle nur so anzuziehen. Doch Adelina ist inzwischen reifer und bedachter geworden, handelt weniger spontan und impulsiv als früher.
    „...Männer neigen dazu, einer Frau das Leben nicht gerade leicht zu machen. Ich vermute aber, dass sie es umgekehrt ebenso sehen. Sie geben es bloß nicht gerne zu...“

    Durch Einblicke in Stadt- und Gerichtswesen, gesellschaftliche Gepflogenheiten und das alltägliche Leben in der mittelalterlichen Domstadt, fühlt man sich als Leser in die damalige Zeit zurückversetzt. Das Personenregister und ein Glossar erleichtern Zuordnung, Orientierung und Verständnis.
    Wer Lust auf mehr hat:
    1. Band: Tod im Beginenhaus
    2. Band: Mord im Dirnenhaus
    3. Band: Verrat im Zunfthaus
    4. Band: Frevel im Beinhaus
    5. Band: Verschwörung im Zeughaus

    Fazit:
    Auch der sechste und letzte Teil der Adelina-Reihe hat mir ausgezeichnet gefallen. Anhand eines spannenden historischen Kriminalfalles, lässt uns die Autorin Petra Schier in die mittelalterliche Welt des Bürgertums eintauchen.

    Kommentare: 6
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    Arwen10s avatar
    Arwen10vor 2 Jahren
    Der finale Band von Adelina

    Dies ist nun der vorerst letzte Band der Adelina Reihe.  Im Haus des Münzwechslers Birboim wird ein Toter gefunden, erstochen. Man beschuldigt Clara, seine Tochter, die allen Grund dazu hatte, sich an ihrem Vater zu rächen. Claras Freundin Griet setzt nun alles daran, ihre Freundin aus dem Gefängnis zu holen, doch ein zweiter Todesfall, der Clara zur Lust gelegt wird, erschwert die Situation ungemein. Aber da ist noch Adelina, Griets Stiefmutter und der schmucke Hauptmann Christian, die Griet nicht alleine lassen.

    Wer die Adelina Reihe von der Autorin kennt, weiß, was ihn nun erwartet. Ein gut recherchierter Roman, der den Leser ins 15. Jahrhundert entführt und eine Apothekerin, die ihre Nase in jeden auftretenden Kriminalfall steckt und den Dingen auf den Grund geht. Sehr schön ist wieder die familiäre Atmosphäre, die den Leser direkt zu Anfang des Buches erwartet. In diesem Buch steht Griets Geschichte im Vordergrund. Schon aus den Vorgängerbänden weiß man als Leser um Grets schlimmes Schicksal und was ihr als kleines Mädchen angetan wurde.

    Da gibt es nun den schmucken Hauptmann Christian, der auch sein Geheimnis hat. Zusammen ergeben Griet und er ein wunderschönes Paar und bald liegt einiges an Gefühlen in der Luft.  Gut hat mir wieder der Kriminalfall gefallen, der wie immer von Adelina gelöst wurde. Die familiären Angelegenheiten waren wieder mal sehr spannend. Insgesammt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Allerdings ging mir ein Kapitel zu sehr ins Detail. Auch wenn dies für die Geschichte nicht unwichtig ist, hat es mich in dieser Ausführlichkeit gestört.

    Ansonsten denke ich gerne an Adelina und ihre Abenteuer zurück und kann auch dieses Buch wieder empfehlen. Alle, die Adelina mögen, werden das Buch ohnehin lesen und alle, die Adelina erst kennenlernen können noch auf fünf schöne Vorgängerromane zurückgreifen. Vielleicht geht es ja weiter und wir treffen Adelina später wieder ? Das wäre schön.

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    Nelebooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein 5*+Buch! Wirklich toll!
    Mord und Liebe

    Allgemein: Das Cover ist zu dem Genre passend gestaltet und ansprechend. Der Schreibstil ist wirklich sehr gut und flüssig zu lesen.

    Meinung: Ganz zu Anfang konnte ich die vielen Namen nicht ganz zuordnen, doch ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sie haben eine Vergangenheit, Ängste und Geheimnisse, was sie lebendig macht. Von den ersten Seiten an, hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte das Lesen nur schwerlich unterbrechen. Es ist wirklich sehr interessant und vielschichtig. Es ist ein historischer Roman, der sich sowohl mit der Liebe als auch einem Mord beschäftigt. Der Spannungsbogen ist von Anfang an gut ausgearbeitet. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl der Langatmigkeit oder Langeweile. Das Ende hat mir gut gefallen.

    Fazit: Ich habe wirkliche selten solch einen historischen Roman gelesen. Hut ab vor der Autorin!

    (c) Nelebooks

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    liberty52vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut recherchierter Liebes- und Kriminalroman im mittelalterlichen Köln
    Die nächste Generation rückt in den Vordergrund

    Ein Toter wird im Haus des Münzwechslers gefunden und die junge Hebamme Clara gerät in Verdacht, deren Vater der Tote ist. Das ruft natürlich die Apothekerin Adelina und ihre Stieftochter Griet auf den Plan, denn Clara ist Griets Freundin. Spannend und mit unvorhergesehenen Wendungen versteht es die Autorin wieder meisterhaft, den Leser in das mittelalterliche Köln und in den turbulentenHaushalt der Meisterin Burka zu entführen. Hier merkt man schnell, dass nun Griet in Vordergrund rückt, ihrem Vater an Experimenten nicht nachsteht, aber auch die Stiefmutter in der Apotheke und bei der Detektivarbeit entlastet. Die verschlossene, schüchterne Griet entwickelt sich zu einer jungen Frau, die plötzlich doch auch Gefühle für einen Mann zu empfinden scheint, obwohl sie das für sich immer strikt abgelehnt hat. Immerhin war sie als Kind im Haus eines Hurenwirts und kam völlig verängstigt und von Alpträumen geplagt in Adelinas Haushalt. Sehr einfühlsam erhält der Leser Einblick in Griets Seelenleben und darf die Entwicklung hautnah miterleben. Ein schöner, spannender, historischer Liebes- und Kriminalroman, toll recherchiert und bildhaft, einprägsam, unterhaltend geschrieben. Dies soll nun der letzte Band der Adelina Serie sein, der aber durchaus ohne Kenntnis der vorherigen Bücher gelesen und verstanden werden kann. Als treuer Leser der Adelina Reihe bedauere ich ihr Ende, aber die Autorin hat am Ende doch nich Potential gelassen für eine eventuelle Fortsetzung.

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    sille72s avatar
    sille72vor 2 Jahren
    hebamme unter falschem verdacht

    Vergeltung im Münzhaus

    (Apothekerin Adelina, Band 6)

    Petra Schier

    Taschenbuch: 512 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (26. August 2016)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3499269589

    ISBN-13: 978-3499269585


    Nun haben wir den letzten band der Adelina reihe erreicht. Die Autorin hat wie immer das richtige Flair von Köln aus dem mittelalter gezeichnet. Die Atmosphäre und die Stimmung in der Familie Burka so wie die Atmosphäre der Stadt sind greifbar und fast fühlbar.

    Die Hauptpersonen sind neben der Familie Burka die Herren Georg und Cristan Reese sowie Carla van Oeche ( Hebamme), ihr Vater Urs van Oeche ( Kürschner), die Familie Birboim (Münzhändler) und das Gesinde in den verschiedenen Häusern.

    Im hause Birboim geschieht ein Mord der Carla angelastet wird. Neben der Aufklärung des Mordes wird auch eine Hochzeit angebahnt.

    Die Geschichte ist sehr spannend und auch aufregend geschrieben. Wir lernen ein bisschen von der mysteriösen Vergangenheit von Griet kennen und auch die Geschichte von Cristan.


     1. Ich habe das Buch im Rahmen einer Aktion gratis erhalten.

    2.Die Bewertung dieses Buches wurde freiwillig und ohne jedwede Einflussnahme auf das Ergebnis verfasst.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender und exakt recherchierter historischer Roman - unbedingte Leseempfehlung!
    Spannender historischer Kriminalroman

    „...Männer neigen dazu, einer Frau das Leben nicht gerade leichtzumachen.Ich vermute aber, dass sie es umgekehrt ebenso sehen. Sie geben es bloß nicht gerne zu...“

    Wir schreiben das Jahr 1408. Im Hause der Apothekerin Adelina Burke hat sich ihre Stieftochter Griet ein Laboratorium eingerichtet. Ihre Leidenschaft gilt genau wie die ihres Vater, des Medikus Neklas, der Alchemie. Griet hat eine hartes Schicksal hinter sich. Sie wurde als Kind in einem Bordell missbraucht, bevor Neklas sie fand und zu sich holte. Trotzdem hat sie sich zu einer klugen und wissbegierigen jungen Frau entwickelt. Nur Männer hält sie auf Distanz. Körperliche Berührungen sind ihr unangenehm. Sie ist alles andere als begeistert, als in der Nähe ihres Wohnhauses Cristan Reese ein Haus kauft.

    Auf dem Markt treffen Griet und Adelina die junge Hebamme Clara. Diese bleibt stocksteif stehen, als sie hinter sich eine Stimme hört. Es ist ihr Vater Urs und dessen Knecht Wendel. Beide sind aus Aachen nach Köln gezogen. Vor Jahren hatte der Vater seine Frau und Clara an ein Hurenhaus verkauft, damit sie für seine Schulden aufkommen. Clara konnte fliehen und lebt seitdem in Köln.

    Wenige Tage später ist Urs tot. Clara wird als mögliche Täterin verhaftet.

    Die Autorin hat erneut einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Selbst wer die Vorgängerbände nicht kennt, dürfte kein Problem haben, die Geschichte zu verstehen. Notwendiges Wissen aus der Vergangenheit wird gekonnt in die Geschichte integriert.

    Der Schriftstil ist angenehm lesbar. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Schnell wird klar, dass im Hause Burke eine offene Atmosphäre herrscht, die von gegenseitiger Achtung geprägt ist. In den gut aufbereiteten Gesprächen kommt auch der Humor nicht zu kurz. Doch auch ernste Themen werden berührt. Besonders die Gespräche zwischen Adelina und Griet gehen in die Tiefe. Obiges Zitat stammt aus einem dieser Dialoge von Adelina . Viel Wert legt die Autorin auf die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere Adelina, die ein feines Gespür für den Seelenzustand ihrer Lieben hat und meist die richtige Methode findet, um Wogen zu glätten, den anderen aufzubauen oder hilfreiche Ratschläge zu geben. Neklas, ihr Mann, reagiert vor allem dann heftig, wenn es um seine Tochter Griet gibt. Aber es ist keine Besonderheit der Vergangenheit, dass Männer mögliche Schwiegersöhne misstrauisch beäugen. Die Ermittlung im Falle von Urs werden ausreichend dargestellt. Allerdings hat er nicht nur in einer Hinsicht Dreck am Stecken. In diesem Zusammenhang gewährt die Autorin einen tiefen Einblick in das Gerichtswesen der damaligen Zeit. Das zeugt von exakter und umfangreicher Recherche. Gleiches gilt für die Marktszenen und das Leben im bürgerlichen Haushalt.

    Ein Personenregister und ein Glossar ergänzen das Buch.

    Das Cover passt zu einem historischen Roman.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es verbindet geschickt einen historischen Kriminalfall mit der Beschreibung der Lebensweise der damaligen Zeit.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 2 Jahren
    wirklich der letzte Band?

    Wieder entführt Petra Schier uns nach Köln im Jahre 1408. 


    Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden –brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an diesem Mann, Ihrem Vater. Er hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen. Ein Racheakt also? Als Clara im Kerkerturm sitzt, wird ihr ein zweiter Mord angelastet. Apothekerin Adelinda setzt zusammen mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Die Beiden erhalten Unterstützung aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten…

    Die Protagonistin und alle fast alle anderen Personen rund um sie waren mir aus den vorherigen Büchern bekannt; es war also ein schönes Wiedersehen….und dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils und der genauen Beschreibungen habe ich mich auch sofort wieder zurecht gefunden im Mittelalter von Petra Schier. 

    Der Kriminalfall sorgte für spannende Lesestunden und dass ein einstiger Feind der Familie Burka zu Hilfe eilte, hat mich sehr überrascht und ich habe ihm auch länger nicht getraut…so dass ich einfach weiter-und zu Ende lesen musste, ohne große Pausen dazwischen. 

    Wunderschön auch die Liebesgeschichte; es war spannend, anrührend und ich habe mitgefiebert, ob es Cristan Reese gelingen wird, der scheuen Griet zu helfen und sie von ihrem Trauma zu befreien. Das verrate ich natürlich nicht, genauso wenig wie die Auflösung des Morde… .

    Und nun heisst es Abschied nehmen von all den schon so vertrauten Personen? Ja und doch nein, denn Petra Schier lässt ein Hintertürchen offen – Adelinas Worte…. „warten wir es ab“….

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    Leelas avatar
    Leelavor 2 Jahren
    Würdige Fortsetzung einer fesselnden Reihe

    Ein neuer Fall für die Apothekerin Adelina im mittelalterlichen Köln. Diesmal wird ein Mann ermordet und dessen Tochter Clara beschuldigt, ihn aus Rache getötet zu haben. Zugegeben, das Verhältnis Claras zu ihrem Vater war alles andere als gut, aber dennoch glaubt Adelina nicht daran, dass sie ihren Vater wirklich umgebracht hat. Nun macht sie sich in typischer Manier daran, Claras Unschuld zu beweisen.


    Ich freue mich irgendwie jedes mal, wenn ein neuer Band dieser Reihe herauskommt, denn irgendwie schaffen die Bücher es, zunehmend besser zu werden (oder gefallen mir jedenfalls von Buch zu Buch etwas besser). Solch eine längere Reihe hat aber auch den Vorteil, dass Charaktere immer weiter ausgearbeitet werden können und entsprechend überzeugen können. Mir hat es jedenfalls wieder Spaß gemacht, einigen Charakteren aus den Vorgängerromanen wiederzubegegnen, aber auch neue kennenzulernen. Gut ausgearbeitet sind sie alle. Wie üblich wird aber auch die Zeit des mittelalterlichen Köln toll beschrieben und man merkt wieder, dass viel Arbeit in die Recherche für diese Romane geflossen sein muss. Ich konnte mir jedenfalls alles bildlich vorstellen und mir ist nichts aufgefallen, was unstimmig wäre.

    Darüber hinaus ist die Handlung dieses Bandes nicht weniger spannend als die der Vorgänger und von Anfang bis Ende interessant, ohne dabei unrealistisch oder übertrieben zu wirken.

    Insgesamt eine gute Fortsetzung, die ich Fans der Reihe, aber auch allen, die ansonsten gern historische Romane lesen, empfehlen kann.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    PetraSchiers avatar

    Endlich ist es soweit! Am 26. August 2016 erscheint der sechste Band meiner historischen Romanreihe um die Kölner Apothekerin Adelina und deshalb gibt es auch sofort für euch eine Leserunde.

    Das Buch lässt sich, wie alle Adelina-Romane, problemlos ohne Kenntnis der Vorgänger lesen, also sind auch Quereinsteiger herzlich eingeladen.

    Rowohlt stellt für die Leserunde 25 Freiexemplare zur Verfügung, entweder als Taschenbuch oder als ePub-eBook. Bitte gebt bei eurer Bewerbung an, welches Format ihr haben möchtet.

    Die Leserunde beginnt am 4. September 2016 oder sobald ihr eure Bücher erhalten habt.

    Über den Roman:

    Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen. 
    Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ...

    «Gefühlvoll und mit leichter Sprache schafft Petra Schier eine vertraute Atmosphäre, in die sich auch Leser hineinfinden, die keine früheren Adelina-Romane kennen.» (Frankfurter Neue Presse)

    Vergeltung im Münzhaus
    Historischer Roman
    Petra Schier

    Rowohlt-Taschenbuch + eBook

    512 Seiten, ISBN 978-3-499-26958-5

    9.99 Euro 

    Eine Leseprobe als PDF findet ihr hier: vergeltung-im-muenzhaus.petra-schier.de

    Ich freue mich schon auf euch!
    wampys avatar
    Letzter Beitrag von  wampyvor 2 Jahren
    Bei den Aufräumarbeiten zum Jahresende habe ich entdeckt, dass ich meine Rezension noch nicht veröffentlich habe. Schande über mein Haupt. https://www.lovelybooks.de/autor/Petra-Schier/Vergeltung-im-M%C3%BCnzhaus-1219367132-w/rezension/1407955362/ Die Rezi habe ich auch bei Amazon, bei den Büchereulen und auf der Histo-Couch geteilt. Mein Dank gilt meinen Mitlesern und vor allem der Autorin, die ein Stück Geschichte hat lebendig werden lassen.
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    Gefühlvoll und mit leichter Sprache schafft Petra Schier eine vertraute Atmosphäre, in die sich auch Leser hineinfinden, die keine früheren Adelina-Romane kennen.

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