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MiraBerlin

vor 3 Jahren

(83)

Die drei Freundinnen Leo, Paulina und Silvie verbringen ihren ersten gemeinsamen Urlaub ohne Eltern an der Ostsee. Silvie ist etwas dicker und im Gegensatz zu Leo geradezu spießig. Diese hingegen ist aber sehr leichtgläubig und naiv, was man auch am ersten Urlaubstag sieht: bei einer Party bleibt sie lieber bei einem Typen, anstatt mit ihren Freundinnen zurück zum Campingplatz zu gehen und taucht nicht mehr auf. Zunächst ist Silvie, im Gegensatz zu Paulina, nicht sonderlich besorgt, bis Leos Handy im Mülleimer gefunden wird und sich die Polizei einschaltet...

Die Geschichte ist aus der Sicht von Paulina geschrieben und in der Ich-Form verfasst. Allerdings gibt es hin und wieder Perspektivenwechsel, die sich in der Regel auf den Täter beziehen, welcher unbekannt ist.

Gerade die Ortsbeschreibungen sind sehr schön gelungen, weshalb beim Lesen auch ein gewisses Urlaubsfeeling entsteht. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, wie ich mich an die Dünen geträumt habe. :)
Aber die Ostsee scheint nicht ganz so perfekt zu sein - denn dort gibt es auch ein Labor, in dem an Tieren unterschiedliche Krankheiten getestet werden, um diese möglicherweise heilen zu können. Darunter unter anderem die Pest. Zu allem Übel sind da gerade 24 Ratten verschwunden und niemand weiß genau wohin. Dementsprechend groß ist die Panik in der Bevölkerung, auch wenn von diesen angeblich keine Gefahr ausgehen soll. Auch Leo und Paulina fürchten und ekeln sich vor den Ratten, was ich ihn wirklich nicht verübeln konnte. Allein bei der Beschreibung lief mir hin und wieder ein kalter Schauer über den Rücken.

Die Personen sind gut dargestellt, sind mir aber in Bezug auf die Mädchen manchmal ein wenig zu oberflächlich. Da gibt es den blonden Männermagneten Leo, die rundliche und leicht konservative Silvie und die sportliche Paulina. Aber dennoch waren sie irgendwie ein tolles Gespann. :)

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und sorgt dafür, dass man das Buch nicht so schnell aus der Hand legt. Sehr lange hatte ich keine Ahnung, in welchem Zusammenhang die Ratten und die Entführung von Leo stehen, bis ich dann kurz vorm Ende doch noch den richtigen Riecher hatte. Aber um ehrlich zu sein hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich so lange dafür brauchen würde. Deswegen können das Buch auch sehr gut Erwachsene lesen, die nicht unbedingt auf ein totales Blutgemetzel stehen. :)

Jede Handlung ist nachvollziehbar und nicht überspitzt dargestellt. Mich konnte das Buch in all seinen Facetten fesseln. Es ist ein schönes Buch über Freundschaft und eine vermeintliche große Liebe (dazu möchte ich hier aber nicht mehr verraten!), die aber noch durch die Spannung anhand der Entführung untermauert wird.

Ein wunderschönes Buch, das ich wirklich jedem ans Herz legen kann, der nicht unbedingt allzu großen Wert auf blutige Szenen legt. Die Spannung bleibt dennoch erhalten! Definitiv nicht mein letztes Buch von Petra Schwarz! :)

Autor: Petra Schwarz
Buch: Sommerpest
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