Petre M. Andreevski

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Petre M. Andreevski

Petre M. Andreevski (1934–2006) wurde im Dorf Sloeštica in der Region Demir Hisar im südwestlichen Mazedonien geboren. Nachdem er die dortige ländliche Volksschule besucht und später im nahe gelegenen Bitola an einer pädagogischen Mittelschule seinen Abschluss gemacht hatte, arbeitete er für kurze Zeit in den Dörfern seiner Heimatregion als Lehrer. Danach begann er in Skopje südslawische Philologie zu studieren und wandte sich schließlich dem Journalismus zu. Er arbeitete als Redakteur für das Mazedonische Fernsehen, war dort verantwortlich für Film und Volksmusik, später arbeitete er auch für das Literaturmagazin Razgledi. Nachdem er sich ab den sechziger Jahren zuerst als Lyriker einen Namen gemacht hatte, veröffentlichte er 1980 mit »Quecke« seinen ersten Roman, der zu einem der bis heute meistgelesenen Bücher Mazedoniens wurde. Neben seiner vielfach ausgezeichneten Lyrik und Romanen schrieb Andreevski auch Theaterstücke und Kurzprosa sowie Kinderbücher. Er war Mitglied des mazedonischen Schriftstellerverbands, des mazedonischen P.E.N. und der mazedonischen Akademie für Kunst und Wissenschaft. 2006 starb Andreevski in Skopje, beerdigt wurde er jedoch in seinem Geburtsort Sloeštica.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Petre M. Andreevski

Cover des Buches Quecke (ISBN: 9783945370131)

Quecke

 (2)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Alle Gesichter des Todes (ISBN: 9783945370278)

Alle Gesichter des Todes

 (1)
Erschienen am 27.08.2020

Neue Rezensionen zu Petre M. Andreevski

Cover des Buches Alle Gesichter des Todes (ISBN: 9783945370278)
F

Rezension zu "Alle Gesichter des Todes" von Petre M. Andreevski

Hier wird nicht gestorben wie im Krimi
fantazusvor 3 Monaten

Es ist Schicksal und alle müssen mit, Väter, Töchter, Popen und natürlich die jungen Männer, alle, alle. Kann sein, es ist Krieg. Kann sein es ist Rache. Kann sein, es ist Pflicht, welche auch immer. Andreevski ist ein Meister des Todes. Chapeau! Erbarmungslose Realität des Balkans und seiner Geschichte gepaart mit der Bereitschaft, das unergründlich Vorherbestimmte des Lebens ehrfurchtsvoll wie eine Hostie entgegen zu nehmen, zieht sich durch die meisten der Kurzgeschichten. Das Land, das wir kennenlernen, heißt Nordmazedonien, hin- und hergerissen von den Nachbarn, ein Fetzen Europa nur, aber was für einer und mit welcher Geschichte, in die Andreevski uns mit hineinnimmt wie in ein magisches Kabinett. 217 Seiten hat das Büchlein, man sollte es nicht vor dem Einschlafen lesen.


Bewertung

Ich vergebe alle Punkte, die man vergeben kann. Die meisten der knappen Erzählungen sind sprachliche Juwelen, jedenfalls in der deutschen Übersetzung von Benjamin Langer. Von den mehr realistischen Texten blieben bei mir die Vater-Sohn-Episoden hängen. Eine schildert, wie der Sohn, ein Freischärler, die Brücke sprengt, die sein Vater mit einem Fuder Heu gerade überquert. Von den mehr übersinnlichen Geschichten, die privater sind, blieb bei mir "Avanos" hängen. Eine belebte Töpferstadt, in der einer jungen Frau nach reichlichem Weingenuss ein Büschel Haar abgeschnitten wird. Ab dann fühlt sie sich wie in einer magischen Spirale, die immer enger wird und schließlich zum Tod führt. Das Milieu ist großteils eines der Armut und es herrscht Gewalt. Doch bei Andreevski findet man keine Kritik der sozialen Verhältnisse noch macht er den Friedensmahner. Was die kurzen Geschichten zu sagen haben, das sagen sie selbst, dazu brauchen sie keinen schlauen Autor.


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