Petros Markaris

 4 Sterne bei 240 Bewertungen
Autor von Hellas Channel, Nachtfalter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Petros Markaris

International bekanntester griechischer Autor unserer Zeit: Petros Markaris, Sohn eines Armeniers und einer Griechin, wurde im Jahre 1937 in Istanbul geboren. Aufgewachsen auf einer der Prinzeninseln, beschloss er in Wien Volkswirtschaft zu studieren. Vor der Schriftstellerei war er als Übersetzer, Drehbuchautor und Filmemacher tätig. Er kann Deutsch, Griechisch und Türkisch fließend sprechen. Bekannt wurde der griechische Autor vor allem durch seine Kriminalromane um den schrulligen Ermittler Kostas Charitos. Petros Markaris setzt sich nicht nur mit aktuellen Geschehnissen kritisch auseinander, sondern ist auch ein Vermittler im griechisch-deutschen Dialog. Für seine bemerkenswerte und friedensschaffende Funktion, erhielt er die Goethe-Medaille. Der Autor lebt seit einiger Zeit in Athen.

Neue Bücher

Drei Grazien
 (4)
Neu erschienen am 25.07.2018 als Hardcover bei Diogenes.

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Petros MarkarisHellas Channel
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Hellas Channel
Hellas Channel
 (44)
Erschienen am 01.01.2000
Petros MarkarisNachtfalter
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Nachtfalter
Nachtfalter
 (31)
Erschienen am 22.07.2006
Petros MarkarisLive!
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Live!
Live!
 (27)
Erschienen am 25.05.2005
Petros MarkarisDie Kinderfrau
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Die Kinderfrau
Die Kinderfrau
 (21)
Erschienen am 23.03.2010
Petros MarkarisDer Großaktionär
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Der Großaktionär
Der Großaktionär
 (21)
Erschienen am 23.12.2008
Petros MarkarisFaule Kredite
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Faule Kredite
Faule Kredite
 (22)
Erschienen am 23.07.2012
Petros MarkarisZahltag
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Zahltag
Zahltag
 (20)
Erschienen am 29.01.2014
Petros MarkarisAbrechnung
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Abrechnung
Abrechnung
 (10)
Erschienen am 17.12.2014

Neue Rezensionen zu Petros Markaris

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leserattebremens avatar

Rezension zu "Drei Grazien" von Petros Markaris

Wieder ein gelungener Fall
leserattebremenvor 2 Monaten

Endlich macht Kostas Charitos einmal Urlaub, mit seiner Frau geht es in die alte Heimat. Dort lernen sie drei Grazien kennen, Rentnerinnen mit viel Lebensfreude, zu denen sie den Kontakt auch noch halten, nachdem sie zurück in Athen sind. Dort erwartet Charitos jedoch einiges an Veränderungen: Sein Vorgesetzter geht in Rente und auch in seinem Team haben einige Wechsel stattgefunden. In dieser Situation muss er auch noch einen heiklen Mord aufklären: Ein Politiker, der früher an der Uni gelehrt hatte, wurde umgebracht. Ein Bekennerschreiben deutet auf einen organisierten kriminellen Hintergrund. Jetzt muss Kommissar Charitos sein neues Team schnell zusammenbringen, um diesen Fall aufzuklären.
Durch diesen Fall des Kommissars Kostas Charitos in Athen weht einiges an frischem Wind. Ein neuer Viziepolizeipräsident verändert das Klima im Kommissariat und der Weggang von Charitos Vertrautem Gikas fällt ebenfalls ins Gewicht. Diese neuen Konstellationen machen den Fall aber noch spannender und führen dazu, dass man als Leser wieder begeistert dabei ist, selbst wenn man schon zahlreiche Fälle kennt. Sein neues Team ist sehr interessant zusammengesetzt und ergänzt sich gut, auch wenn es natürlich anfänglich noch kleine Reibereien gibt. Der Kriminalfall ist äußerst spannend beschrieben und logisch aufgebaut, selbst wenn die Polizisten lange im Dunkeln tappen, wird es an keiner Stelle für den Leser langweilig. Die Auflösung ist dann am Schluss wirklich überraschend, was mir besonders gut gefallen hat, wurde der Leser doch genauso wieder Kommissar recht lange an der Nase herumgeführt.
Der Krimi „Drei Grazien“ von Petros Markaris überzeugt wie auch die bisherigen Fälle von Kommissar Kostas Charitos durch einen sehr mitreißenden Kriminalfall und ausgefallenes Personal, das einem sofort ans Herz wächst. Ein äußerst gelungener Krimi, hoffentlich geht es bald weiter in der Reihe um Kostas Charitos. 

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Drei Grazien" von Petros Markaris

Petros Markaris - Drei Grazien
miss_mesmerizedvor 3 Monaten

September in Athen, endlich Urlaubszeit für Kostas Charitos und seine Frau Adriani. In Epirus lernen sie im Hotel drei Rentnerinnen kennen, die sie die „Drei Grazien“ taufen und mit denen sie sich prächtig verstehen. Zurück Zuhause halten sie Kontakt mit den Damen und treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Essen, auch weil Kostas an einem aufsehenerregenden Fall arbeitet und sie wie das ganze Land neugierig sind, was dahintersteckt. Zuerst wird der Minister Klearchos Rapsanis mit einer vergifteten Torte getötet, kurz danach der Staatssekretär Archontidis beim Joggen überfallen und erschlagen und zuletzt wird Professor Stelios Kostopoulos tödliche Blausäure injiziert. Nach allen drei Morden gehen Bekennerschreiben ein, die eine eindeutige Verbindung schaffen: all drei waren politisch aktiv und haben dafür ihre Posten an der Universität ruhen lassen. Leidtragend waren einzig die Studenten, denen die Lehrer fehlten, wohingegen die Herren bequem nach Ende des Ausflugs ins politische Haifischbecken zurückkehren konnten. Für den Mangel an Anstand und Rücksicht auf die nachfolgende Generation sollten sie bezahlen. Dass dahinter keine Einzelperson stecken kann, ist offenkundig, aber welche Organisation ist zu gleich drei Morden fähig?

Bereits seit 1995 lässt Petros Markaris seinen charismatischen Kommissar Charitos in Athen ermitteln, die „Drei Grazien“ sind sein nunmehr 12. Fall, der wie gewohnt aktuelle politisch-soziale Entwicklungen in Griechenland thematisiert und dabei auch das Privatleben des Ermittlers, der erfreulicherweise so gar nicht den gängigen Klischees entspricht, weiterverfolgt. Im aktuellen Roman greift er die prekäre Situation der Universitäten auf, die wie alle öffentlichen Institutionen wegen der anhaltenden Krise unter Geldmangel leiden, was sich bei ihnen dadurch verschärft, dass zahlreiche Dozenten sich als Politiker versuchen und dafür ihre universitären Aufgaben ruhen lassen ohne dass es für sie einen Ersatz gäbe. Scheitern ihre politischen Ambitionen, kehren sie zurück in den Schoß der Alma Mater und machen weiter, als wenn nichts geschehen wäre.

Der aktuelle Fall lässt den Kommissar lange Zeit im Dunkeln tappen, da sein Vorgesetzter sich gerade in den Ruhestand verabschiedet hat, lastet eine zusätzliche Bürde auf Charitos, da er direkt dem Polizeipräsidenten und Minister berichten muss. Viele Ermittlungsrichtungen und zugleich keine wirklich heiße Spur bei höchstem politischem Druck erhöhen sie Spannung. Diese ist jedoch einmal mehr nicht das, was die Kriminalromane von Petros Markaris auszeichnen. Für mich liegt seine Stärke in der impliziten Gesellschaftskritik, die auch deutlich macht, wie sehr er seine Heimat liebt und wie es ihn offenkundig schmerzt, die Entwicklungen der vergangenen Jahre mitanzusehen.

Auch wenn in Deutschland die Vermischung von Hochschule und Politik nicht im gleichen Maße vorhanden ist wie in Griechenland, hat mich doch eine Aussage einer Figur aufhorchen lassen. Als Charitos den emeritierten Professor Seferoglou zu den universitären Strukturen befragt, erläutert dieser:

„Heutzutage gibt es aber gar keine Gelehrten mehr, sondern nur noch Intellektuelle, Herr Kommissar.“
„Und worin liegt der Unterschied?“, frage ich verblüfft.
„Gelehrte sind Menschen, die ihr Leben in Bibliotheken, mit Studien und wissenschaftlicher Arbeit verbringen. Intellektuelle sind Spezialisten für alles und jedes. Gelehrte verfügen über Wissen, Intellektuelle über eine Meinung, die sie gerne und bei jeder sich bietenden Gelegenheit kundtun. (...) Die Hochschullehrer sind zu Universitätspersonal verkommen, und die Gelehrten zu Intellektuellen.“ (S. 205f).


Wie sieht es also aus um unsere geistige Elite? Nur noch Menschen mit Meinungen, aber keine belesenen und gebildeten Gelehrten mehr? Sicherlich überspitzt formuliert, aber in einer immer schnelllebigeren Welt, in der Fakten von heute morgen schon veraltet sind, wo nicht das Wissen selbst, sondern nur noch die Kenntnis, wo man es nachlesen kann, zählt, erfährt der Mensch mit klassischer Bildung und umfangreichem Wissen im besten Fall gefälliges Lächeln, im schlechtesten Ignoranz und Verachtung. Und dabei hat man noch nicht die Frage gestreift, was man der nächsten Generation mitgibt und welches Vorbild man ist.

Ein Krimi, der über die Mordermittlung hinaus wie erwartet große Fragen aufwirft und dem Leser nicht nur einen Blick in das aktuelle Griechenland gewährt, sondern auch so manche Denkanstöße mitgibt.

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Bibliomanias avatar

Rezension zu "Quer durch Athen" von Petros Markaris

Einmal Athen und zurück
Bibliomaniavor 7 Monaten

Zur Vorbereitung und Einstimmung auf einen Trip nach Athen ist dieser kleine, niedliche Reisebericht von Krimiautor Petros Markaris eine tolle Wahl.
Er folgt der Metrolinie 1 von Endstation zu Endstation und erzählt humorvoll und kundig die Geschichte Athens, der Stadtviertel und seiner Bewohner. Immer wieder macht er auf schöne, sehenswerte Straßen, Plätze und Parks aufmerksam und es wird auf jeder Seite deutlich, dass Petros Markaris diese Stadt liebt.
Gleichzeitig werden aber auch die Probleme Athens sichtbar. Der Autor beschönigt nicht nur, er zeigt auch auf.
Jede einzelne Station hat seine kleinen Wunder und interessanten Geschichten, die fast an jedem Kapitelanfang (jede Station) eine kleine Karte zur Orientierung bietet. Schön wären vielleicht auch ein paar Photos gewesen, die es leider nicht gibt, aber der Annäherung an die griechische Hauptstadt keinen Abbruch tut.
Da für mich ein Besuch Athens vor der Tür steht, war es für mich die perfekte Einstimmung. Reiseberichte zu Athen sind leider rar gesät, so dass ich mich für den Krimiautor entschieden habe. Außerdem hat es meine Neugier geweckt nun vielleicht doch mal einen Fall mit Kostas Charitos zu lesen...

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Zusätzliche Informationen

Petros Markaris wurde am 01. Januar 1937 in Istanbul (Türkei) geboren.

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in 216 Bibliotheken

auf 16 Wunschlisten

von 10 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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