Petros Markaris Offshore

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Inhaltsangabe zu „Offshore“ von Petros Markaris

Der Mord an einem Beamten wird in null Komma nichts aufgeklärt, doch Kommissar Charitos misstraut der Sache. Wie überhaupt alles um ihn herum zu schön ist, um wahr zu sein. Die Leute genießen das Leben, als hätte es nie eine Krise gegeben. Auch Katerina, die Tochter des Kommissars, will sich eine Wohnung kaufen, jetzt, da Kredite leicht zu haben sind. Das schnelle Geld fordert jedoch seinen Tribut: Der Mord an dem Beamten war erst der Anfang.

Es ist wie immer: Adriani steckt in der Küche, Kostas im Stau u. seine Nase weiterhin in dubiosen Machenschaften. Langweiligster Fall bisher

— talisha

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Das Original

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  • Eine in einen Krimi gehüllte Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse in seiner geliebten Heimat

    Offshore

    WinfriedStanzick

    15. November 2017 um 13:44

    In allen seinen bisherigen Romanen der letzten Jahre hat sich der griechische Schriftsteller Petros Markaris mit seinem Kommissar Kostas Charitos, seiner Familie und seinen Kollegen und Bekannten als ein kritischer und Chronist der griechischen Verhältnisse gezeigt. Insbesondere seine Trilogie zur Finanzkrise mit den Bänden „Faule Kredite“, „Zahltag“ und „Abrechnung“ hat seinen Landsleuten schonungslos den Spiegel vorgehalten, aber auch den Lesern in Deutschland etwa eine ganz andere Sicht der tatsächlichen Lebensverhältnisse in Griechenland unter der Krise und der Knute der EU vermittelt.Markaris nutzt mit Kriminalromamen ein literarisches Genre, um die gesellschaftlichen und politischen Zustände und Veränderungen der griechischen Gesellschaft im Zuge der Globalisierung  zu analysieren und zu beschreiben. Er unterhält nicht nur, sondern macht nachdenklich.In seinem neuen hier vorliegenden Buch „Offshore“ hat er eine neue Regierung erfunden, unter der es in Griechenland wieder aufwärts geht, auch weil diese Regierung ideale Bedingungen geschaffen hat für ausländische Investitionen. Die Menschen können sich wieder etwas leisten und so geht auch Charitos wieder öfter essen und hat sein altes Auto auch wieder angemeldet. Seine Frau Adriani hingegen ist weiter skeptisch und traut der Lage nicht. Niemand denkt wirklich darüber nach, wo das so leicht verfügbare Geld eigentlich herkommt.Dass der Mord an einem Reeder und dann auch ich an einem Regierungsbeamten, mit denen er im neuen Fall befasst ist, mit dieser neuen Entwicklung im Zusammenhang stehen könnten, das wird Charitos und dem gebannten Leser erst im Laufe der Zeit klar. Dass sein alter Widerpart auf der Seite der Journalisten, Sotiropoulos, im Laufe der Handlung brutal erschossen wird, macht nicht nur den Kommissar, sondern auch den Leser betroffen, der sich über viele Romane an diesen knorrigen und aufrechten Journalisten gewöhnt hatte. Sein Tod will mit wie ein Abgesang auf den kritischen Journalismus in Griechenland scheinen.Es ist eine erfundene Situation, zugegeben, aber es könnte sein, dass diese Vision von Markaris bald schon zur harten Wahrheit in den Ländern Südeuropas werden könnte.Sein Buch jedenfalls ist eine in einen Krimi gehüllte Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse in seinem geliebten Heimatland.

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  • Toller Krimi mit griechischem Flair

    Offshore

    leserattebremen

    08. November 2017 um 14:59

    Kostas Charitos ist bei der Mordkommission und soll den Fall eines getöteten Beamten untersuchen. Als sich plötzlich die Täter stellen, wollen seine Vorgesetzen den Fall möglichst schnell als erledigt ablegen, weitere Ermittlungen sind unerwünscht. Doch für Charitos gibt es zu viele Unklarheiten und so versucht er, neue Erkenntnisse auf Umwegen zu bekommen. Doch damit macht der Kommissar sich keine Freunde. Kommissar Charitos ermittelt bereits zum zwölften Mal, für mich war es jedoch der erste Fall des griechischen Kommissars mit der lebhaften Familie. Mir haben besonders das Umfeld und die Beschreibung von Land und Leuten sehr gut gefallen, da die Mentalität der Menschen deutlich wird. Alles wird grundsätzlich bei viel Essen und Kaffee diskutiert und die politische Situation nach der Krise kommt immer wieder als Gesprächsthema auf den Tisch. So werden auch viele Empfindungen der griechischen Bevölkerungen angesichts der Krise des Landes und der Haltung der anderen europäischen Staaten deutlich. Die Krimihandlung sollte man darüber hinaus aber auch nicht vernachlässigen, denn sie ist äußerst spannend und zeigt die Ermittlungswege von Charitos schön auf. Er nutzt viel seine Kontakte, fordert Gefallen ein und versucht so, neue Informationen zu bekommen. Und ist dabei erfolgreich, denn Petros Markaris erzählt sehr spannend von einer Mordserie, die unter den Tisch gekehrt werden soll. Es gibt zahlreiche überraschende Wendungen, die einen als Leser in Atem halten, was mir sehr gut gefallen hat. Mir hat der Krimi „Offshore“ von Petros Markaris ausgesprochen gut gefallen, er verbindet Spannung mit vielen Informationen zu Kultur und Ansichten der Menschen in Griechenland, das macht es für die Leser besonders abwechslungsreich. Das war ganz sicher nicht mein letzter Krimi mit Kommissar Charitos und ständig kochenden Ehefrau Adriana. 

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  • Die Schuldenkrise war gestern

    Offshore

    Havers

    05. September 2017 um 15:47

    Petros Markaris Kriminalromane um den Athener Kommissar Kostas Charitos in einen Topf mit denen von Bannalec, Walker sowie den üblichen Verdächtigen in Sachen Urlaubskrimi zu werfen, wäre gefrevelt. Warum? Weil der Autor mit seinen Romanen ein populäres Genre nutzt, um die gesellschaftlichen und politischen Zustände und Veränderungen der griechischen Gesellschaft im Zuge der Globalisierung auf den Punkt genau zu analysieren und zu beschreiben. Ihm geht es nicht nur um Unterhaltung, er will informieren und Denkanstöße geben. Am Beispiel von Kommissar Charitos und dessen nächstem Umfeld zeigt und kommentiert Markaris den griechischen Alltag sehr eindringlich. Sehr informativ und empfehlenswert dazu ist seine Trilogie der Krise, bestehend aus den Bänden „Faule Kredite“, „Zahltag“ und „Abrechnung“. Und jeder Leser, der in diesem oder den vergangenen Jahren in Griechenland unterwegs war, konnte sich in Gesprächen mit Einheimischen davon überzeugen, wie detailliert der Autor die Stimmung im Land wiedergibt. In „Offshore“, dem neuesten Kriminalroman der Reihe, ist die Krise zumindest vordergründig bewältigt. Die Situation für die Bevölkerung hat sich entspannt, der absolute Sparkurs der Regierung ist vorbei, und selbst den Staatsbediensteten werden Lohnerhöhungen in Aussicht gestellt. Kredite sind wieder leichter zu haben, und im Zuge dessen geben die Menschen bereits wieder Geld aus, das sie (noch) nicht haben. Auch Charitos macht hier keine Ausnahme und holt sein stillgelegtes Auto aus der Garage, den erhobenen Zeigefinger seiner skeptischen Gattin Adriani übersieht er geflissentlich. Gedanken darüber, wo das leicht verfügbare Geld so plötzlich herkommt, machen sich weder Charitos noch der Großteil seiner Landsleute. Und dass der Mord an einem Regierungsbeamten und einem Reeder damit in Zusammenhang stehen könnte, dämmert ihm leider erst im Laufe der Ermittlungen. Wenn ich mir die aktuellen Entwicklungen in Griechenland anschaue, beschleicht mich ein komisches Gefühl, denn das, was Markaris in „Offshore“ beschreibt, erscheint mir nicht weit hergeholt. Die Sahnestücke des Staatseigentums werden an ausländische Investoren verkauft, eine gute Gelegenheit der Geldwäsche für dubiose Firmen, deren Kapital außerhalb der Eurozone zwischengelagert ist. Und diese Offshore-Banken pumpen nun Kapital ins Land. Den „einfachen Leuten“ wird es deshalb nicht besser gehen. Aber wer sind die Gewinner bei diesen Transaktionen? Stellt sich wirklich jemand diese Frage? Seine Themen sind politisch, und Markaris verpackt sie in einer spannenden Krimihandlung, sodass sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen kann. Er paart sie mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, gibt einen Schuss „Family affair“ dazu und kreiert so eine unterhaltsame Lektüre mit Substanz, die dem einen oder anderen Leser mit Sicherheit die Augen öffnet. Lesenswert!

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