Petros Markaris Zurück auf Start

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Inhaltsangabe zu „Zurück auf Start“ von Petros Markaris

Warum geht es in Griechenland nicht endlich aufwärts? Die unbekannte Gruppierung »Griechen der fünfziger Jahre« glaubt die Schuldigen zu kennen. Aber geht die jüngste Mordserie wirklich auf ihr Konto? Kommissar Charitos ermittelt im Chaos der Stadt Athen, wo der labile soziale Frieden von radikalen Splittergruppen gefährdet wird, nicht zuletzt auch von der »Goldenen Morgenröte«.

"DER" griechische Topermittler, immer wieder lesenswert!!

— mesu
mesu

Undurchsichtiger, spannender Fall inmitten der griechischen Krise mit leider langweiligem Schluss und viel Gesellschaftskritik.

— talisha
talisha

Origineller Kriminalfall mit vielen Hintergrundinformationen zu den griechischen Verhältnissen. Lesenswert.

— deruhu99
deruhu99

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  • Top! Dieser griechische Kommissar löst jeden Fall

    Zurück auf Start
    mesu

    mesu

    12. July 2017 um 10:20

    Diese Krimi Reihe um den griechischen Kommisar Charitos ist wirklich gelungen. Der Autor beschreibt treffend die griechische Lebensweise, mit all ihren Facetten.Es  gibt wunderbare Beschreibungen von griechischen Spezialiäten, witzige Dialoge der Protagonisten und natürlich immer einen Mord (oder mehrere), die es aufzuklären gilt. Diesmal handelt es sich um eine Gruppierung die sich "Griechen der der fünfziger Jahre" nennt  und einiges über die Morde die sich ereignen, weiss, oder vielleicht selbst dahinter steckt? Kommissar Charitos ermittelt in seiner eigenen Weise  zusammen mit seinem Team.... typisch griechisch eben. Das Buch hat mir super gut gefallen, wie alle anderen der Reihe auch. Lesegenuß garantiert, unbedingt lesen!!

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  • Die Deutschen

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    walli007

    walli007

    12. January 2016 um 19:15

    Kommissar Kostas Charitos veräppelt sie gerne mal diese Deutschen. Zum Beispiel diesen Lebensgefährten von Mania, einer Freundin und Geschäftspartnerin Katerinas, der mit deutscher Gründlichkeit bemüht ist, Grieche zu sein. Auf dem Weg zu einem Gerichtstermin wird Katerina von zwei Neonazis zusammengeschlagen. Der Vater Kostas ist natürlich sehr besorgt, der Polizist Charitos geht mit Vorsicht vor, denn schließlich will er die Täter überführen, ohne ihren Parteifreunden Zulauf zu verschaffen. Da scheint der Selbstmord eines Deutschgriechen zunächst nur eine Nebensache. Als allerdings eine Gruppe, die sich „Die Griechen der fünfziger Jahre“ nennt, ein Schreiben veröffentlicht, mit dem beklagt wird, eben jener Deutschgrieche sei ermordet worden, nimmt Kommissar Charitos die Ermittlungen auf. Den Griechen geht es schlecht, sie fühlen sich als das Armenhaus Europas, seitdem nicht nur so viele Vergünstigungen gestrichen wurden, sondern die Streichungen inzwischen an die Substanz gehen. Da gibt es Bohnen und Linsen statt Fleisch und öffentliche Verkehrsmittel statt Auto. Man mag sich das nicht vorstellen. Dennoch muss Recht und Ordnung aufrecht erhalten werden. Manchmal sogar gegen Wiederstände in den eigenen Reihen. Leicht hat der es Kommissar wahrlich nicht. Zum Glück hat er seine Adriani, die selbst aus den einfachsten Zutaten ein schmackhaftes Mal bereitet.  Gerne soll die Schuld auf die Ausländer geschoben werden. Und Menschen, die eben für diese eintreten, so wie die Anwältin Katerina, werden nieder geprügelt. Fast wie ein Gegenpart oder wie ein vorgehaltener Spiegel wirkt da die Schilderung des Systems. Von politischen Klassen geschafften nährt es sich selbst aus widersinnigen Anweisungen und Vorschriften, die sich kaum befolgen lassen. Und trotz der Krise fehlt es an Mut und Durchsetzungskraft wirklich etwas zu ändern, schließlich sitzen immer noch die selben Personen an den entsprechenden Stellen. Recht schonungslos schildert der Autor die Verhältnisse, die nur im ersten Moment schwer verständlich erscheinen. Man sollte nicht meinen, dass es hier kein System gibt, mit dem es schwierig ist umzugehen, wenn man von draußen kommt. Auch hier kann man von Pontius zu Pilatus rennen. Auch wenn man nicht in jedem Augenblick einen Geldschein in der Hand halten muss, gegen ein System anzugehen, ist nahezu immer ein Ding der Unmöglichkeit. Man kann nur scheitern und zwischen seinen Mühlsteinen zermahlen werden.  Spannend.

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  • Eine spannende Bestandsaufnahme griechischer Realität

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    Havers

    Havers

    21. April 2015 um 18:56

    Petros Markaris schreibt nicht nur spannende Kriminalromane, sondern betrachtet und kommentiert in jedem seiner Bücher auch die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in Griechenland. Diese sind seit einiger Zeit nicht weniger spannend und bergen durchaus Potential für einen Krimi in sich.  „Zurück auf Start“ ist im Original bereits 2012 erschienen d.h. man könnte eigentlich davon ausgehen, dass die Beschreibung der wirtschaftlichen Lage nicht mehr topaktuell ist. Aber wenn man die Handlung im Detail anschaut, stellt man fest, dass sich in den vergangenen drei Jahren – auch nach der Wahl des neuen Premierministers – kaum etwas verändert hat. Die Wirtschaft liegt weiterhin am Boden, das Land ist total verschuldet und kann die Kredite nicht zurückzahlen, und Änderung ist weit und breit nicht in Sicht. Es ist diese Ausgangssituation, die Andreas Makridis dazu bringt, seinen Beitrag zum griechischen Aufschwung beizutragen. Er ist Deutsch-Grieche, und als solcher erträgt er es kaum, das Land so vor die Hunde gehen zu lassen. Mit privaten Investitionen in alternative Energieformen glaubt er die Wende zu schaffen. Doch es sind Illusionen, denen er sich hingibt, denn ohne Korruption und Schmiergelder sind seine Pläne von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und schließlich treibt ihn die Aussichtslosigkeit seiner Bemühungen in den Selbstmord. Oder wurde dieser etwa nur inszeniert, um einen Mord zu verschleiern? Mit dieser Situation muss sich der ewige Brummler Kommissar Kostas Charitos auseinandersetzen, als ein Bekennerschreiben auftaucht. Verfasst wurde es von einer ominösen Gruppierung, die sich als „Griechen der fünfziger Jahre“ bezeichnet. Es stellt sich die Frage, ob es den Angehörigen dieser Organisation tatsächlich nur darum geht, den „alten Werten“ wieder Geltung zu verschaffen, oder ob etwa andere Interessen dahinterstehen. Eine gehörige Portion Zweifel muss erlaubt sein, denn es gibt weitere Opfer. Und auch aus der rechten Ecke droht Unheil, denn Katerina, Charitos‘ Tochter, die sich für Flüchtlinge engagiert, wird von einem Neonazi zusammengeschlagen, der der  „Goldenen Morgenröte“ angehört. Und während seinen Ermittlungen muss der Kommissar feststellen, dass deren Einflussbereich sich offenbar bis in höchste Polizeikreise erstreckt. Wenn man den neuen Kriminalroman von Petros Markaris liest, kann man ein leises Unbehagen nicht vermeiden. Er weiß, wovon er schreibt und hat offenbar feine Antennen für leiseste Veränderungen, die sich in der griechischen Gesellschaft anbahnen. Von daher gilt es, Tsipras und seiner Regierung die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass sie mit ihren Reformvorhaben nicht scheitern. Denn die Gefahr aus der rechten Ecke ist nicht zu unterschätzen. Eine spannende Bestandsaufnahme griechischer Realität – Lesen!

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  • „Ihr muss klar geworden sein, dass das Land nicht zu retten ist..."

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    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    Natürlich hat sich Petros Markaris, der insbesondere in Deutschland in den letzten Jahren durch differenzierte Stellungnahmen zur finanziellen Situation seiner Heimatlandes Griechenland, deren Ursachen und möglichen Lösungen aufgefallen ist, auch in seinem neuen Fall für seinen Kommissar Kostas Charitos mit den Folgen der Finanzkrise in seinen Land beschäftigt. Auch wenn natürlich die Geschichte, die erzählt wird, erfunden ist, sind doch, so wie in allen früheren bisher erschienenen Bänden (Hellas Chanell, Nachtfalter, Live!, Der Großaktionär, Die Kinderfrau und Faule Kredite, Zahltag und Abrechnung) auf fast jeder Seite soziale und politische Informationen und Analysen und am Beispiel von Kostas` Familie auch das private Schicksal von Menschen eingeflossen. Im neuen Buch geht es um die Taten und Absichten einer selbsternannten Gruppe namens „die Griechen der fünfziger Jahre“, der mit Drohbriefen und auch durchgeführten Morden erreichen will, dass nicht nur die Politik “zurück auf Start“ geht und für mehr Gerechtigkeit im Lande sorgt und der Korruption endlich den Kampf ansagt. Lange tappen Charitos und seine bewährte Crew wieder im Dunkeln. Doch auch in seiner eigenen Familie spürt Kostas die dramatischen Folgen der Krise.  Der Roman ist 2012 in Griechenland erschienen. Markaris konnte die gegenwärtige verfahrene Situation also nur erahnen, auch wenn ich nach der Beschreibung der Lage im neuen Roman sicher bin, dass sie ihn nicht überrascht. Am Ende lässt er seinen Kommissar nachdenklich sagen: „Ihr muss klar geworden sein, dass das Land nicht zu retten ist, auch nicht von Albanern, die die Uhr zurückdrehen wollen. Griechenland mag unsterblich sein, wie es in unserer Nationalhymne heiß, aber es verändert sich auch nicht, und schon gar nicht zum Guten.“ Ein Schwerpunkt des neuen Roman bildet die Politik und der Einfluss der neonazistischen Partei der „Goldenen Morgenröte“ und ihr Rückhalt bis in die höchsten Ebenen der Polizei Es gelingt Petros Markaris wieder einmal auf ganz besondere Weise, nicht nur einen spannenden und originellen Krimi in seiner durchweg empfehlenswerten Reihe vorzulegen, sondern er schafft es, dem deutschen Leser ein zwar fiktionales, deshalb aber nicht weniger realistisches Bild von der Situation und der Not der Menschen in Griechenland zu vermitteln. Sie wissen, dass sie selbst an der Ursache der Misere beteiligt waren, aber sie wissen nun in ihrer zum Teil dramatischen Not nicht mehr aus noch ein. Und eine politikunfähige Regierung aus Ideologen und Fanatikern tut ihr Übriges.

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