Seit vielen Jahren begleiten mich die Bücher von Petrus Ceelen, "Denk Zettel - Aus meiner bunten Lebensbibel" ist von Neuem bewegend, berührend, intensiv wie alles zuvor. Dieses letzte Buch ist ein Abschied von seinen Leserinnen, Lesern, Freundinnen und Freunden und beginnt mit "Dankbar denk ich an dich". Dann folgen viele, sehr viele Vornamen, wo man weiß, dass Petrus Ceelen mit jedem, aber wirklich jedem einzelnen Namen eine, einen oder mehrere gleichen Namens persönlich meint, kennt, gekannt hat, nicht vergessen hat. Es folgt "Von Petrus zu Petrus", wo er sich und uns, seiner Leserschaft, noch einmal Rechenschaft gibt über sich selbst, seine eigene Geschichte, die ihn zu Menschen geführt hat, die für andere am Rand stehen mögen. Für ihn waren sie die allernächsten. Dieses biografische Kapitel schließt mit "Sterben, wie geht das? Da gibt es keinen Spickzettel..." und schließt zugleich mit der Erinnerung an Christiane, die ihm nach langer Krankheit vorausgegangen ist, ihrem Petrus zum Petrus. Den Hauptteil des Buches machen die Seiten aus, die jeweils mit einer kurzen Überschrift versehen, zu denken geben sollen und dies auch tun, Denk-Zettel eben, Wortspielereien, die nicht nur ein Spiel sind. Am Ende jeweils ein Zitat aus der Bibel, aber auch das liest sich anders als man es aus Andachten und Meditationsliteratur kennt: bei Petrus Ceelen immer überraschend, treffend, das Weiterdenken eröffnend, nicht abschließend, humorvoll, aber niemals belanglos Und, mit einem Augenzwinkern schreibt er mir, ich soll mich nicht verzetteln! Es ist ein Buch, das man wahrscheinlich lange nicht zu Ende gelesen hat, weil man dem einen oder anderen Denk Zettel immer wieder Neues abgewinnen kann. Mich jedenfalls wird es lange begleiten. Nicht unerwähnt lassen möchte ich das sehr schön gestaltete Äußere des Buches mit Bildern von Karl Bechloch und Illustrationen zum Hohelied Salomos. Man nimmt es gerne in die Hand, aber stellt es eher nicht ins Regal. Es landet auf dem Nachttisch, auf dem Küchentisch, auf dem Couchtisch. Ja, man kann es verschenken. Aber man sollte es sich zunächst selbst schenken.
Eines seiner schönsten Bücher



