Peyman Jafari Der andere Iran

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Inhaltsangabe zu „Der andere Iran“ von Peyman Jafari

Iran ist anders, liberaler und weltoffener, als wir oft denken, und die demokratischen Kräfte haben immer wieder die Oberhand gewonnen. Das zeigt der in den Niederlanden lebende junge Exil-Iraner Peyman Jafari in seiner eindrucksvollen Einführung in die jüngste iranische Geschichte.

Der Iran ist ein tief gespaltenes Land. Ahmadineschad steht für die beängstigende Seite, für Fundamentalismus, Atomrüstung und Unterdrückung. Auf der anderen Seite ist der Iran bis in die geistliche Führung hinein ein demokratisches und aufgeklärtes Land. Das zeigt nicht zuletzt die "Grüne Bewegung" gegen Ahmadineschad. Diesem modernen, aber nicht unbedingt westlichen Iran geht Peyman Jafari in historischer Perspektive nach. Er zeigt, wie sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts demokratische Revolutionen und Diktaturen abgelöst haben, und beschreibt die kulturellen, wirtschaftlichen und außenpolitischen Faktoren dieses Auf und Ab. Das Land steht gegenwärtig vor einer erneuten dramatischen Zuspitzung des Konflikts. Peyman Jafaris hochaktuelles Buch lässt uns den unheimlichen, aber eben auch den anderen Iran besser verstehen.

"Jafari bietet erhellende Einblicke in die Kräfte, die den Iran zu dem gemacht haben, was er ist - und hoffentlich bald wieder sein wird."
De Volkskrant

"Ein meisterhaftes Buch."
NRC Handelsblad

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  • Rezension zu "Der andere Iran" von Peyman Jafari

    Der andere Iran

    WinfriedStanzick

    06. July 2012 um 11:13

    Seit der islamischen Revolution des Ayatollah Khomeini, erst recht seit der Regierungsübernahme von Ahmadineschad, dem größten Antisemiten mit Macht auf der Welt, gilt der Iran als ein Hort des Fundamentalismus, als eine Quelle des Bösen und als ein Land, von dem die schlimmsten Bedrohungen nicht nur für Israel und den Nahen Osten, sondern für den gesamten Weltfrieden ausgehen. Doch nicht nur die „Grüne Bewegung“ gegen Ahmadineschad, die letztes Jahr brutal niedergeworfen wurde, zeigt, dass es auch andere Stimmen gibt in einem Land, das voller Widersprüche steckt und schon seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts einem Auf und Ab an demokratischen Revolutionen und brutalen Diktaturen unterworfen war. Das Buch des seit 20 Jahren im niederländischen Exil lebenden iranischen Politikwissenschaftlers Peyman Jafari ist auf das beste geeignet, dem politischen Laien, der nicht jeden Hintergrundbericht und jede Analyse über den Iran der letzten 20 Jahre gelesen hat, ein Bild zu geben von einem gespaltenen Land, das eben nicht nur aus dem atomgerüsteten Militär, nicht nur aus einem fundamentalistischen Klerus, der sich seine Regierung sucht, nicht nur aus dem Antisemitismus seines Diktators besteht, sondern auch aus unzähligen Menschen auch im Klerus, die sich schon seit langem für eine Demokratie einsetzen und sich der Aufklärung in bestimmten Grenzen verpflichtet wissen. „Der andere Iran“ ist eine gut lesbare und verständliche Einführung in die iranische Geschichte seit Beginn des 20.Jahrhunderts. Am Ende steht eine Hoffnung, die Jafari mit Millionen Menschen im Iran und im Exil teilt: „Die Machthaber im Iran können mit Verhaftungen und Hinrichtungen eine Bewegung, die so tiefe historische Wurzeln hat, nicht auslöschen, Mehr noch: Die Proteste vom Sommer 2009 markieren den Anfang von Ende des Islamischen Republik, weil sie gesellschaftliche Kräfte freigesetzt haben, die weder von den konservativen noch von den reformorientierten Politikern beherrscht werden. Diese Ende wird ein langwieriger und schwieriger Prozess sein- aber es ist unvermeidlich.“ Hoffentlich beinhaltet dieser Prozess nicht Krieg oder Bürgerkrieg, hofft ein von dem Buch gut informierter und deshalb skeptischer Rezensent.

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