Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass mich die Geschichten nach wie vor faszinieren. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Charakterentwicklung ist glaubwürdig, selbst bei den Nebenfiguren (die einem ebenfalls ans Herz wachsen) und die Handlung spannend. Leser und Frost erfahren immer mehr über die mechanischen Kinder und Lydias Vergangenheit, aber immer nur häppchenweise, dass man weiter lesen muss um mehr zu erfahren. Aber auch das Drumherum ist spannend und vor allem SHAKESPEARE IM PARK hat es mir angetan. Bisher ist dieser Teil mein Highlight der Reihe, da es eine schöne Zusammenarbeit des Ensembles rund um Frost und Payne zeigen.
Kurzweilig lässt Luzia Pfyl den Leser in eine fremde Welt eintauchen und es fällt schwer, den Rückweg zu finden.
STEAMPUNK, wie ich ihn mag. Und wer die Reihe noch nicht kennen sollte, muss zum ersten Band greifen um alles zu verstehen. Aber meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall.
Pfyl Luzia
Alle Bücher von Pfyl Luzia
Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 2: In den Abgrund (Bände 4-6)
Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 3: Offene Rechnungen
Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 4: Schachmatt (Bände 10-12)
Das Ministerium der Welten - Samhain 1: Geisterwelten
Neue Rezensionen zu Pfyl Luzia
Seit Jahrhunderten tauchen an den verschiedensten Orten "Risse" auf, durch die übernatürliche Wesen in die Welt der Menschen gelangen. Das "Ministerium der Welten" überwacht diese Risse und sendet Jäger aus, die entfleuchte Kreaturen unschädlich machen und übernatürliche Phänomene untersuchen. Die Scotland Yard-Ermittlerin Melody macht an einem ungewöhnlichen Tatort Bekanntschaft mit den Jägern Norrick und River und setzt sich in den Kopf mehr zu erfahren.
Zunächst hat mich die Serie sehr an "Lockwood und Co" erinnert. Handlungsort ist auch London, Geister gehen aus unbekannten Gründen um, es gilt in einer Gruppe (zwei Jungen/Männer, zu denen ein/e Mädchen/Frau dazustößt) übernatürliche Fälle zu lösen, es gibt etwas Grusel, aber auch Humor... Das hat es schwer gemacht, denn "Lockwood und Co" mochte ich, besonders der Hauptfiguren wegen, sehr gern und die Einzelbände sind ausgefeilter erzählt. Der Autor nimmt sich einfach mehr Zeit für seinen Plot.
Das Ministerium der Welten ist in einzelnen Episoden erschienen, die vlt. 90 Seiten umfassen. Der "Fall der Woche" ist also recht schnell gelöst und die aufgebaute Spannung verpufft wieder. Es gibt einige übergreifende Handlungsstränge, die allerdings (noch) nicht wirklich ausgearbeitet sind. Man lernt mit der Zeit zusammen mit Melody mehr über die Welt und das Ministerium und wird so langsam warm mit der Geschichte.
Am Ende wird immer deutlicher, dass es noch eine größere Geschichte geben wird. Diese ist jedoch nicht soooo übewältigend spannend, dass ich den Folgeband unbedingt lesen müsste.
Insgesamt solide erzählt mit Figuren, die einem ans Herz wachsen. Kann man gut lesen, muss man aber nicht.
Rezension zu "Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 4: Schachmatt (Bände 10-12)" von Pfyl Luzia
ChronikskindHierbei handelt sich um den Band, der den Fall um die mechanischen Kinder abschließt. Ich muss gestehen, dass mich Band 3 ja nicht so umgehauen hat, weil es kaum Fortschritte in dem Hauptfall gab. Hier war es leider lange Zeit ähnlich. So richtig kam es nicht voran, im Gegenteil - die Bösen übernahmen immer mehr die Überhand. Was ich einerseits spannend, aber auch ein wenig nervig fand, denn es war so absehbar, dass alle Parteien irgendwann mit dem Rücken zur Wand stehen.
Die Geschichte wird auch dieses Mal wieder aus verschiedenen Sichten erzählt. Frost und Payne fand ich gut, da bei ihnen einiges passiert ist und es einfach die zentralen Sichten waren. Die Butcher Boys fand ich nicht schlecht, aber bei ihnen ist einfach zu wenig passiert. Bei Cecilia kann man dagegen nicht sagen, dass wenig passiert ist - aber dort ist man gefühlt nur von Höhepunkt zu Höhepunkt gehüpft, was für mich dann ein wenig zusammenhangslos wirkte. Zudem ist mir immer noch nicht ganz klar, wofür die Sicht eigentlich gebraucht wurde.
Das letzte Ebook konnte mich am meisten überzeugen. Auf einmal ging vieles Schlag auf Schlag, Spannung und Action waren. Genau das hätte ich mir mehr gewünscht, dann hätte sich die Geschichte definitiv auch schneller gelesen. Auch wenn die Auflösung an manchen Stellen dann doch ein wenig unspektakulär fand, hat sie mir gut gefallen. Der Fall um die mechanischen Kinder ist nun abgeschlossen, ein paar kleine Fragen wurden für mich nicht final geklärt.
Man bekommt zudem einen guten Einblick darüber, was in den nächsten Bänden und im neuen Fall passieren wird. Den Cliffhanger, den die Geschichte an der Stelle erzeugt, fand ich aber ein wenig unnötig. Ich werde die Reihe vorerst nicht weiterlesen, es reizt mich gerade einfach nicht. Die einzelnen Ebooks sind mir an vielen Stellen einfach zu sehr vom Hauptstrang abgewichen und es dauert mir zu lange, bis wirklich was passiert.
Die Charaktere haben mir prinzipiell gut gefallen. Vielen merkt man an, dass sie sich im Laufe der Handlung weiterentwickelt haben. Einige haben mich öfter zum Schmunzeln bringen können.
Mein Fazit
Mit "Schachmatt" findet die Geschichte um die mechanischen Kinder ein Ende. So richtig konnte mich der Band nicht packen, weil es gerade am Anfang lange dauert, bis wirklich was passiert. Dafür ist das Ende hochspannend und actionreich, was ich mir einfach eher gewünscht hätte. Unspannend war es nicht, aber bei einigen Punkten habe ich mich schon gefragt, warum sie Teil der Handlung sind. Gebraucht hätte ich sie nicht.












