Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand

von Phaedra Patrick 
4,1 Sterne bei16 Bewertungen
Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand
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Positiv (13):
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Herzergreifend, abenteuerlustig, gefühlvoll

Kritisch (2):
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So skurril wie der Titel selbst

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Inhaltsangabe zu "Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand"

Arthur Pepper. 69 Jahre alt. Seit einem Jahr Witwer. Führt ein geregeltes Leben ohne größere Überraschungen – bis er auf ein Armband seiner verstorbenen Frau stößt, das er noch niemals zuvor gesehen hat. Hatte seine Frau Geheimnisse vor ihm? Einen Liebhaber? Wo kommen die acht Anhänger her? Um das herauszufinden, muss er aus seiner Routine ausbrechen und sich auf die Spuren dieses Armkettchens begeben. Und so kommt es, dass er einen Tiger abwehren muss, mit einem bekannten Autoren spricht, nackt vor einer Kunstklasse posiert – und somit letztendlich nicht nur seiner Frau näher kommt, sondern auch sich selbst. Und vielleicht auch einer neuen Liebe …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715206
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:09.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Ayleen256s avatar
    Ayleen256vor 19 Tagen
    Kurzmeinung: So skurril wie der Titel selbst
    So skurril wie der Titel selbst

    Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und Witwer. Sein Leben besteht aus der immer gleichbleibenden Routine. Während seine beste Freundin eine Pflanze ist, um die er sich kümmert, versteckt er sich vor seiner Nachbarin, die ihn regelmäßig Besuche abstattet. Durchbrochen wird dieser Kreislauf von einer Entdeckung: Er stößt auf ein Armband seiner Frau, welches sie versteckt hatte. Hatte seine Frau Geheimnisse vor ihm? Jeder der 8 Anhänger scheint seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Arthur macht sich auf die Suche danach und nicht zuletzt auf eine Suche nach sich...

    Ich muss sagen, dass mich tatsächlich der ewig lange und kuriose Titel auf das Buch neugierig gemacht hat. Außerdem fand ich den Klappentext total schön. Ein grummeliger Opa, der eigentlich ganz viel Herz besitzt und sich auf die Spuren seiner geliebten, bereits verstorbenen Frau macht. Vielleicht hätte ich den Klappentext etwas wörtlicher nehmen sollen, denn dort ist die Rede davon, dass Arthur mit einem Tiger kämpft und Aktmodell wird.

    Und tatsächlich, nach einer sehr schönen Einleitung, in der man Arthur kennen und lieben lernt mit seiner verschrobenen Art, werden die Ereignisse wirklich skurril, wie im Absatz zuvor beschrieben. Begonnen mit dem ersten Anhänger, findet er stets einen neuen Hinweis, der ihm zum nächsten Anhänger führt. Leider sind diese Hinweise ziemlich an den Haaren herbeigeholt. Die realitätsfernen Ereignisse - wie seine Tigerbegegnung- machen die Handlung sehr fiktiv, vor allem da ich mir nicht vorstellen konnte, dass die Hauptfigur so handeln würde, selbst wenn er über sich hinauswächst.

    Die Idee des Buches fand ich sehr schön, aber die Handlung unglaubwürdig, was den Inhalt des Buches dämpfte. Ich vergebe 2 Sterne, weil ich keinen Bezug aufbauen konnte.

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    B
    booksaremyfirstlovevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Herzergreifend, abenteuerlustig, gefühlvoll
    Wunderschön

    Arthur Pepper lebt seit dem Tod seiner Frau sehr zurückgezogen. Er verlässt kaum noch das Haus, sein Tagesablauf ist routiniert, die Beziehung zu seinen Kindern ist zerrüttet. Nur seine Nachbarin sieht regelmäßig nach ihm und versorgt ihn mit selbstgekochtem Essen. Am ersten Todestag seiner Frau beschließt er schweren Herzens ihre Sachen auszusortieren. Dabei findet er ein Bettelarmband, das er noch nie zuvor gesehen hat. Einem ersten Hinweis nachgehend, beginnt er die Geschichten hinter den Anhängern aufzudecken und lernt dabei eine Vergangenheit seiner Frau kennen, von der er nichts wusste. Verunsichert darüber, wer seine Frau eigentlich wirklich war, erlebt er mehr als nur ein Abenteuer und schafft es völlig neu Resümee über sein Leben zu ziehen. 


    Die Geschichte ist wirklich rührend. Die Trauer, in der Arthur Pepper sich befindet, nimmt einen mit; Schließlich könnten wir uns in einigen Jahren alle einmal in der gleichen Situation wiederfinden. Die Liebe, die er noch weit über den Tod hinaus für seine Frau empfindet, wirkt rein, ehrlich und einfach nur wie das perfekte Märchen. 
    In dem Buch macht Arthur Pepper eine unglaubliche Entwicklung durch. Aus Liebe zu seiner Frau gelingt es ihm, aus seinem Alltagstrott auszubrechen und sich selber in Situationen zu bringen, die ihm unangenehm sind. Er wird waghalsig, abenteuerlustig; Der Rentner, der in seinem ganzen Leben nie seine Heimatstadt verlassen hat, beginnt die Welt zu entdecken. 

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Das Buch ist, trotz des traurigen Untertons aufgrund der Trauer, ziemlich witzig geschrieben. Man kann den Roman gut nebenbei lesen ohne tief eintauchen zu müssen. Aber auch gerade das macht dieses Buch so gut. 

    Es hat mir wirklich gefallen, die Abenteuer mit Arthur Pepper zu erleben. Während des Lesens musste ich persönlich oft an meine Beziehungen zu meinen Großeltern und Eltern denken. Das Buch hat den Gedanken angeregt, dass Menschen oftmals einsamer sind als sie es auf den ersten Blick zu sein scheinen und wir uns mehr Zeit für die nehmen müssen, die uns so wichtig sind. 
    Es waren ganz große Emotionen, die ich empfunden habe und immer noch empfinde. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. 

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 4 Monaten
    Ein Roman der leisen Zwischentöne...

    Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand ist ein Roman von Phaedra Patrick und 2018 im btb Verlag erschienen.

    Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und seit einem Jahr Witwer. Nach dem Tod seiner Frau Miriam hat er sich zurückgezogen, lebt nach einem geregelten Tagesablauf und ignoriert die Hilfe seiner Nachbarin. Bis er eines Tages zwischen den Sachen seiner Frau ein Armband mit acht Anhängern findet, das seine Neugierde weckt. Welche Geschicht steckt hinter den Anhängern und hatte seine Frau Geheimnisse vor ihm. Notgedrungen begibt sich Arthur auf die Suche nach Antworten und damit auf eine abenteuerliche Reise, die ihn bis nach Indien führt…

    Phaedra Patrick erzählt eine warmherzige Geschichte über Verlust, Einsamkeit und Geheimnisse. Ein ruhiger Roman, der zeigt, wie sehr Begegnungen und Erlebnisse außerhalb der eigenen Wohlfühlzone das Leben bereichern können. Der anfangs schwermütige und in sich gekehrte Arthur, öffnet sich langsam den Menschen in seiner Umgebung und meistert so manche abenteuerliche Situation.
    Je mehr er über Miriams Vergangenheit erfährt, desto mehr stellt er seine Ehe in Frage, um am Ende zu akzeptieren, dass jeder Mensch Geheimnisse hat und selbst in einer Ehe nicht alles miteinander teilt.

    Ein berührender und unterhaltsamer Roman über eine abenteuerliche Reise, bedächtig erzählt, mit sympathischen Protagonisten und wunderbaren Begegnungen, die einem zum Lachen und Weinen bringen. Eine Geschichte der leisen Zwischentöne, die zum Nachdenken anregt und zeigt, wie man das eigene Leben bereichern kann, indem man von der eigenen Routine abweicht und sich neuen Wegen öffnet.

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    tootsy3000s avatar
    tootsy3000vor 4 Monaten
    Arthur Pepper - ein liebenswerter Eigenbrötler

    Mein Eindruck:

    Ich muss gestehen, dass ich während der ersten Kapitel so gar nicht in die Geschichte hineinfinden konnte/wollte oder wie auch immer. Zu klischeehaft erschien mir Arther Pepper als Person. Er verkörperte für mich einfach zu sehr diesen englischen Pensionisten, der immer seinen gewohnten Tagesablauf durchleben musste. Neues, besser gesagt Unvorhergesehenes, warf ihn aus seinem strickten vorgegebenen Zeitplan. Ein Eigenbrötler halt, wie man ihn doch schon in so manch anderen englischen Romanen kennenlernen durfte. Doch nach den ersten anfänlich zähen Kapiteln schaffte es die Autorin dann doch noch, dass ich Arther Pepper und seine liebenswerten Spleens mochte. Je mehr Zeit ich mit ihm und seiner Suche verbrachte, um so mehr schloss ich auch den alten Mann in mein Herz. 

    Arthur Pepper hat während dieser Suche eine schöne Wandlung als Person durchlebt. Nicht nur wurde aus dem verschrobenen Alten ein Mensch der merkte dass es sich lohnt über den Tellerrand hinaus zu blicken und über sich hinauszuwachsen, auch durchlief er einen Lernprozess welche Bereicherung andere Menschen für einen selbst doch sein können.

    Als Charakter hat er, meines Erachtens nach, starke Ähnlichkeit mit Herold Fry. Auch begibt er sich ähnlich wie Herold auf eine Suche, begegnet dabei den unterschiedlichsten Menschen, die ihn in seinen Ansichten verändern und sein Leben bereichern.

    Mein Fazit:

    Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten konnte mich Arthur Pepper wirklich gut unterhalten. Die Geschichte ist schön strukturiert. Die Erlebnisse und Begegnungen sind manchal witzig, manchmal etwas eigenartig und schräg, doch passen sie auch zu Arthur Peppers Persönlichkeit. Ein netter Roman für zwischendurch!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten
    Leider keine Empfehlung von mir.

    Dies ist eine der Rezensionen, die ich nicht so gerne schreibe, denn mir hat das Buch leider gar nicht gefallen und ich habe es nach ungefähr siebzig Seiten abgebrochen, weil es mir keine Freude bereitet hat und ich die Handlungen von Arthur nicht nachvollziehen, weil er mir als Protagonist nicht nahe genug gekommen ist. Teilweise fand ich seine Reaktionen sogar unglaubwürdig.

     

    Auch der Schreibstil war nicht meiner, ich hatte nicht das Gefühl, vorwärts zu kommen und musste einige Absätze zweimal lesen, um sie richtig zu verstehen. Das lag aber auch an der schwermütigen Stimmung, die mich beim Lesen teilweise richtig runtergezogen hat. Normalerweise habe ich keine Probleme mit solchen Geschichten und lese sie auch gerne, aber ich habe ich habe eine skurrile, schrullige Geschichte über einen Rentner mit all seinen Eigenarten erwarten, aber ich fand es einfach nur depressiv.

     

    Über die Handlung an sich kann ich nicht zu viel sagen, weil ich das Buch ja nicht komplett gelesen habe, aber auf den ersten siebzig Seiten passiert kaum etwas. Diese Strecke hätte man gut darin investieren können, Arthur als unbeholfenen Vater zu zeigen, anstatt ihm niemanden mehr zu lassen. Da wurde viel Potenzial verschenkt.

     

    Fazit:

    Ich kann dem Roman leider nichts abgewinnen, deswegen möchte ich auch keine Empfehlung aussprechen.

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    ullikens avatar
    ullikenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Wie aus einem einsamen, einsiedlerischen Witwer durch das Ausmisten des Kleiderschrankes seiner verstorbenen Frau ein anderer Mensch wurde
    Mit ganz viel Herz und Liebe geschrieben

    Seit es mehrere Bücher mit sehr langen Titeln gibt, lohnt es sich auch, diese besonders in Augenschein zu nehmen. Der Titel ist in dunkelblau auf hellem Grund geschrieben und darauf sind mehrere Sachen abgebildet.

    Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und Witwer. Der Roman beginnt, als sich der Todestag seiner Frau zum ersten Mal jährt. Er ist ganz allein, obwohl er eine Tochter und einen Sohn hat. Aber beide sind schon nicht zur Beerdigung ihrer Mutter gekommen. Er trägt ihnen das nicht nach, sie werden bestimmt ihre Gründe gehabt haben, zudem lebt sein Sohn weit weg in Australien. Die Tochter allerdings kann ihn fast zu Fuß erreichen. - Ab und zu ruft sie ihn an, es sind jedoch irgendwie recht unpersönliche Gespräche. Arthur schiebt das darauf, dass seine Frau sich mehr um die Kinder gekümmert hat, weil er ja wegen seiner Arbeit wenig Zeit dazu hatte.

    Doch am heutigen Tag geht es ihm so richtig "dreckig" und er vermisst seine geliebte Frau Miriam unendlich. Da klingelt es an der Tür. Es ist seine Nachbarin Bernadette, die sich, seit er allein ist, ab und an um ihn kümmert und etwas zu essen vorbeibringt. Doch diesmal macht Arthur sich ganz klein, damit Bernadette ihn nicht durch Fenster oder Tür sehen kann. Wahrscheinlich wird sie wohl wieder etwas vor der Tür abstellen.

    Was tun heute, soll er seine tägliche Routine unterbrechen? Ja! Er nimmt sich vor, die Sachen seiner Frau in Säcke zu packen und wegzugeben. Er begibt sich die Treppe hinauf ins Schlafzimmer, öffnet den Kleiderschrank und verpackt die Bekleidung seiner verstorbenen Frau. In einem Stiefel ist ein herzförmiges Schmuckkästchen. Es bereitet ihm keine Mühe, es mit einem kleinen Dietrich zu öffnen.
    Er findet etwas, das so gar nicht zu seiner Miriam gepasst hat: ein Bettelarmband. Auf einem steht eine Telefonnummer in Indien, Arthur ruft an. - Damit beginnt für Arthur Pepper eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit seiner Frau, denn er wird weitersuchen, woher die anderen Anhänger stammen.

    Phaedra Patrick hat ein wundervolles Buch geschrieben über Zwischenmenschlichkeiten, Liebe, Verzicht, wundern und staunen. Wir erleben mit, wie aus dem Eigenbrötler Arthur Pepper ein reiselustiger und mutiger Mensch wird, der sich auch mal traut, Fremde anzusprechen; bei  ihm nahe und näher stehenden Menschen geht er mehr aus sich heraus, bis er nicht mehr wiederzuerkennen ist. Eine solche Wandlung ist vielen Menschen zu wünschen.

    Die Sprache des Romans ist sowohl bildhaft als auch sehr lebhaft, das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen, man möchte es nicht aus der Hand legen.

    Die Autorin kam auf die Idee, dieses Buch zu schreiben, als sie ihrem Sohn ihr Bettelarmband aus der Kindheit zeigte und die Geschichten der einzelnen Anhänger erzählte.


    Der Roman erschien im Verlag btb im Februar 2018. Er wurde aus dem Englischen übersetzt von Beate und Ute Brammertz.

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    Lieblingsleseplatzs avatar
    Lieblingsleseplatzvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe geweint, als es fertig war. Nicht weil es so traurig war – im Gegenteil – weil mich Arthurs Geschichte zutiefst berührt hat
    Der Titel allein ist ja schon eine ganze Inhaltsangabe…

    …und trifft es eigentlich perfekt. Doch nicht nur Arthur findet sein Herz, er hinterlässt auch selbst Spuren auf seiner Suche nach der Vergangenheit seiner Frau und sich selbst …

    Arthur Pepper ist 69 und ein Gewohnheitstier. Seine Morgenroutine ist ihm heilig. Auch der Umstand, das ihn die Trauer um seine vor einem Jahr verstorbene Frau Miriam fast umbringt ist für ihn kein Grund von dieser Routine abzuweichen. Er hat immer viel gearbeitet, die Erziehung der beiden Kinder Lucie und Dan hat seine Frau übernommen. Und auch wenn er er Miriam über alles geliebt hat, scheint er sie nicht wirklich gekannt zu haben …

    Die Stille, seit nur er hier wohnte, war ohrenbetäubender als jeglicher Familienlärm, über den er früher immer gemurrt hatte“ (S.8)

    Als Arthur beschließt endlich die Sachen seiner Frau der Wohlfahrt zu spenden fällt ihm aus den Wildlederstiefeln seiner Frau ein Kästchen entgegen. Darin befindet sich ein kostbares goldenes Bettelarmband, das so gar nicht zu seiner Frau zu passen scheint. Auf einem der Anhänger, einem Elefanten, ist ein Telefonnummer in Indien eingraviert. Dieser Anruf in Indien wo seine Frau anscheinend mal gelebt hat, verändert Arthurs Leben… er macht sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn mit Tigern, egozentrischen Schriftstellern, Jugendherbergen, obdachlosen Klarinettisten und vielem mehr konfrontiert, von dessen Existenz er nicht einmal ahnte – und zuletzt mit sich selbst!

    Bei jedem Menschen, dem ich begegne, bei jeder Geschichte, die mir zu Ohren kommt, habe ich das Gefühl, als würde ich mich verändern und wachsen. Und vielleicht profitieren andere auch ein bisschen davon, mir zu begegnen. Es ist ein seltsames Gefühl“

    Ich habe jede einzelne Episode auf diesem außergewöhnlichen Road Trip genossen. Der Protagonist Arthur hat ja nun so gar nichts mit mir gemein. Seine Frau Miriram – bzw. ihr jüngeres Ich schon viel mehr… trotzdem fand ich es unheimlich unterhaltsam Arthur dabei zu begleiten, wie er trotz der Tücken, die das alt sein mit sich bringt den Mut aufbringt – wenn auch manchmal eher unfreiwillig – sich nochmal komplett zu verändern und sich für Neues zu öffnen

    Einst war er Arthur Pepper gewesen, … !“

    Die Sprache ist herrlich unaufgeregt. Trotz der Dramen, die sich teilweise abspielen bleibt der Stil ruhig und fast nüchtern. Umso humorvoller und bewegender wirken die Worte auf mich.

    Ich vergebe 5 mal 5 Lieblingslesesessel und möchte Euch ermutigen, Euch mit Arthur zusammen auf die Reise zu begeben – wer weiß, vielleicht profitiert ihr auch ein bisschen davon, ihm begegnet zu sein …

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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor 5 Monaten
    eine eher leise, emotionale Geschichte

    Meine Meinung:

    Ich habe mich direkt in diesen tollen Titel verliebt, auch wenn ich den Originaltitel: „The Curious Charms of Arthur Pepper“ auch sehr passend finde.

    Arthurs Geschichte ist an sich nicht neu. Ein Partner stirbt, der „Überlebende“ kapselt sich ab, zieht sich in ein Schneckenhaus zurück, nimmt das Leben als Leben nicht mehr wahr bis dieser auf einmal etwas von seinem verstorbenen Partner findet, das Rätsel aufgibt. Durch das Lösen der Rätsel entdeckt der Zurückgebliebene, was das Leben alles bietet und dass man nicht nur Trübsal blasen kann. Das ungefähr ist die Geschichte in Kurzform.

    Arthur Pepper tat mir zu Beginn der Geschichte sehr leid und ich habe bereits das erste Mal nach ca. 30 Seiten ein paar Tränchen verdrückt. Wie einsam muss man sich fühlen, wenn man Jahrzehnte verheiratet war, alles aufeinander abgestimmt hatte und dann plötzlich von heute auf morgen alleine ist. Der Sohn ist auf einem anderen Kontinent, die Tochter mit ihrem eigenen Leben beschäftigt. Das stelle ich mir sehr schwierig vor und die Autorin hat Arhturs Gedanken, seine Gefühle und die Tagesabläufe sehr gut beschrieben.

    Nachdem Arthur das Armband findet, beginnt für ihn ein großes Abenteuer, das sich sehen lassen kann. Die Abenteuer sind teilweise leicht skurril und aberwitzig, andere witzig, zu Herzen gehend und spannend. Auf jeden Fall lernt Arthur auf seiner Reise viele verschiedene Menschen und ihre Geschichten kennen. Das fand ich interessant, aber auch streckenweise zu ausführlich und dadurch etwas langatmig.

    Arthurs Geschichte lebt vor allem auch von den vielen unterschiedlichen, liebevoll gezeichneten Nebencharaktere, angefangen natürlich mit der Nachbarin Bernadette und ihrem Sohn (den fand ich klasse), über den Nachbarn mit der Schildkröte, über Mike mit seinem Hund und und und…Diese machen die Geschichte äußerst lebendig und bunt!

    Das Ende fand ich persönlich sehr gut gemacht. Kein Happy End á la „living happily ever after“, sondern angepasst an einen 70 jährigen Witwer mit zwei erwachsenen Kindern. Auch hier  – gebe ich zu – sind ein paar Tränchen gekullert.

    Eine zu Herzen gehende Geschichte – mit ein paar Längen –  mit einer tollen Message, die für alle Altersklassen passt!

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    Judikos avatar
    Judikovor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Schön, mir persönlich aber ein bisschen zu ruhig
    Eine ruhige Geschichte, mit einer Botschaft

    >>Dieses Buch ist Balsam für die Seele<< (schreibt The Sun)

    …das finde ich auch, wenn man Bücher mag, die ruhig vor sich hin plätschern, aber dennoch eine Botschaft verbreiten.

    „Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch noch sein Herz fand“ ist definitiv mein Buch, mit dem längsten Titel. Allein deswegen wurde ich schon neugierig, aber auch, weil es mir empfohlen wurde.

    Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und seit einem Jahr Witwer. Seit dem gestaltet sich sein Tagesablauf sehr trist und traurig. Jeden Morgen um Punkt 7:30 Uhr steht er auf und bis er mit allem fertig ist, wie duschen und frühstücken ist es 8:30 Uhr. Danach kümmert er sich um Frederica, - den Farn, den seine geliebte Miriam so sehr mochte.

    Meistens geht  es dann in den Garten, zum Unkraut zupfen oder er versteckt sich vor seiner nervigen Nachbarin, die stets bemüht ist, sich um ihn zu kümmern.

    Die Geschichte beginnt ein Jahr, nachdem Miriam verstarb. An diesem Tag wollte Arthur sich von all den Dingen befreien, die Miriam gehörten. Allem voran, ihre Klamotten.

    Beim Ausmisten hat er eine Eingebung, vorher nochmal in die Stiefel zu greifen, weil er mal im Fernsehen gesehen hat, dass dort jemand einen Lottozettel versteckt hat.

    Und tatsächlich findet Arthur auch etwas. – Eine kleines verschlossenes Lederschächtelchen.

    Nachdem er es geschafft hat es zu öffnen, findet er dort ein goldenes Armband, mit acht Anhängern daran. Ein Elefant, ein Tiger, ein Buch, eine Farbpalette, ein Herz, ein Ring, ein Fingerhut und eine Blume. Auf dem Elefant sieht er eine lange Nummer, mit dem Wort Ayah davor. Arthur erinnert sich, dass der Anfang der Nummer die Vorwahl von Indien sein könnte…

    …und hier beginnt Arthurs Reise, denn er möchte erfahren, warum er dieses Armband noch nie zuvor gesehen hat und was seine Frau noch zu verbergen hat.

    Wir begleiten also Arthur auf den Weg mehr über seine Frau zu erfahren und vielleicht auch über sich selbst.

    Und im Laufe der Geschichte entwickelt sich Arthur von einem trauernden Witwer, von einem Zweifler, zu einem sich nach seiner Frau verzehrenden Witwer, der aber trotz dessen das restliche Leben wieder lebenswert findet.

    Mir persönlich war die Geschichte etwas zu ruhig, obwohl Arthur auch viel erlebte, fand ich das Erlebte nicht so aufregend, vielmehr die Ungewissheit, was Miriam zu verbergen hatte, hielt mich am Weiterlesen fest.

    Alles in allem kann ich aber sagen, dass dies eine wirklich schöne Geschichte ist, wenn man ruhige Geschichten mit Botschaften mag.

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    A
    Almenavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Gehört schon jetzt zu den Jahreshighlights
    Herzerwärmend

    Wie Arthur Pepper sich vor swiner Nachbarin versteckte und am Ende soch sein Herz fand von Phaedra Patrick

    Inhalt: Arthur Pepper ist ein 69 Jahre alter Mann dessen Frau vor einem Jahr verstarb. Er lebt in einer sich immer wiederholende Routine. Seine Nachbarin Bernadette kümmert sich um Arthur, bringt ihm Essen umd möchte das er das Haus ab und an verlässt. Arthur versteckt sich aber manchmal damit er ihr nicht die Tür öffnen muss. Am Jahrestag des Todes seiner Frau entrümpelt er sie Gaderobe seiner Frau und findet ein Armband genauer gesagt ein Bettelarmband.
    Arthur macht die Entdeckung das jeder Abhänger eine große Bedeutung hatte bevor er seine Frau kennenlernte. Er verlässt seine Routine und begibt sich auf ein Abenteuer.
    Fazit:
    Das Titel erschien mir total langweilig.Das Cover nichts besonderes welches einen ins Auge sticht. Der Inhalt einfach nur überwältigend schön.Man geht mit auf ein riesen Abenteuer. Mab fühlt mit. Man macht sich Gedanken über sein eignes Leben. Man wünscht sich einen Arthur an seiner Seite.Egal ob als Freund, Vater oder als Mann. Es war eine fesselnde Geschichte über Liebe, Eifersucht, Freude und Hass. Ich habe mit gefühlt.

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