Die Gebeine von Avalon

von Phil Rickman 
3,7 Sterne bei35 Bewertungen
Die Gebeine von Avalon
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Positiv (22):
Bellexrs avatar

Fazit: Ein hervorragend recherchierter Roman um die frühen Jahre des Dr. John Dee, verpackt in eine mystische, rätselhafte Geschichte, die w...

Kritisch (5):
A

Enttäuschend. Das Buch hielt nicht, was ich erwartete.

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Inhaltsangabe zu "Die Gebeine von Avalon"

Wer schützt die Königin gegen die Mächte der Finsternis?

Panik am Hofe von Elisabeth I.: Der Astrologe Nostradamus hat den Sturz der jungen Königin vorhergesagt, sollte es ihr nicht gelingen, 'die Knochen ihres Ahnherrn zu finden'. Gleichzeitig wird ruchbar, in der gewaltigen Ruine des Klosters von Glastonbury sei das Grab von König Artus entdeckt worden. Sofort schickt Elisabeth den fähigsten Mann auf die Suche: Dr. John Dee, Hofastrologe und aller verborgenen Wissenschaften kundig. Doch Glastonbury ist eine Stadt voller Geheimnisse. Bald verliebt sich der junge Gelehrte in die Tochter des Wundarztes. Erst spät erfährt er, dass ihre Mutter als Hexe starb. Wieder flammt der Hexenwahn auf in Glastonbury, grausame Morde geschehen, und am Ende steht John Dee tief in den Gewölben des Klosters einem stummen Feind gegenüber.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499255816
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:656 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.02.2013

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    Ajanas avatar
    Ajanavor 3 Jahren
    Die ewige Suche nach Beweisen über Arthur

    *Inhalt*

    Panik am Hofe von Elisabeth I: Nostradamus hat den Sturz der jungen Königin vorhergesagt, gelingt es ihr nicht, die Gebeine ihres Ahnherren zu finden. Als in Glastonbury offenbar das Grab König Arthurs entdeckt wird, schickt Elisabeth sogleich ihren gelehrtesten Berater. Doch Glastonbury ist eine Stadt voller Geheimnisse, und der junge Doctor Dee muss mit grässlichen Morden und der verführerischen Tochter einer Hexe fertig werden.

    *Meine Meinung*

    Das Buch stand schon lange auf meinem Wunschzettel und Dank dem Ausmisten bei Lovelybooks konnte ich es jetzt endlich mal auch lesen.

    Ich habe mir viel von dem Buch erwartet, liebe ich doch Bücher König Arthus und alles was mit ihm zu tun hat. Die Inhaltsbeschreibung des Buches hatte mich auch schon ziemlich neugierig gemacht.

    Das Buch wird von Dr. John Dee erzählt, dem Astrologen und Berater der Königin Elisabeth(auch Maria genannt) von England. Er wird auf die Reise geschickt die Gebeine von König Arthus zu finden, da die Königin sonst befürchtet nicht mehr lange auf dem Thron zu sitzen. Doch gab es Arthus wirklich und wenn ja wo sind die Gebeine?

    Die Geschichte führt den Leser nach Glastonbury, an einen Ort wo die Menschen sehr gottesfürchtig sind. Dr. Dees Suche nach den Knochen von Arthus bleibt nicht unbemerkt. Doch wem kann er wirklich vertrauen? Etwas merkwürdiges geht in dieser Stadt vor und es hat nicht nur mit den Gebeinen zu tun.

    Das Buch ist ein Mix aus wahrer Geschichte, Fiktion, ein wenig Krimi und ein kleiner Liebesgeschichte.

    An sich hat mir das Buch gut gefallen, jedoch zogen sich manche Stellen ziemlich lange. Ich hatte mir nach der Suche nach den Gebeinen auch ein bisschen mehr erwartet. Manchmal fehlte mir doch die Spannung und die Verbindung zum dem eigentlichen Grund für die Suche für die Königin.
    Ich habe für das Buch jetzt tatsächlich über 10 Tage gebraucht, was bei mir wirklich lang ist.

    Die Liebesgeschichte in diesem Buch von Dr. Dee kam bei mir auch nicht so richtig an. Es hat zwar in die Zeit gepasst, aber hat mich eigentlich eher gestört, als dass es sie mir gut gefallen hätte.

    Die Schreibweise des Autors hat mir aber gut gefallen, auch dass er das Buch aus der Sicht von Dr. Dee geschrieben hat. Dabei kommt es einem vor wie selbst in seiner Zeit zu leben und alles hautnah mit zu erleben.

    Man merkt der Geschichte auch an, dass der Autor einige Recherche betrieben hat. VIele Charaktere aus diesem Buch gab es wirklich z.B. auch die Hauptfigur Dr. Dee. Natürlich kann ein Autor sich trotzdem viele Freiheiten herausnehmen, da man ja nie wirklich sagen kann, wie es wirklich damals zu ging und ob im Laufe der Jahrhunderte nicht doch das eine oder andere verändert wurde.

    *Mein Fazit*

    An sich ist es eine tolle Geschichte, jedoch hatte ich mir doch ein wenig mehr über Arthus und besonders über Avalon erwartet, so wie es der Buchtitel auch verspricht. Da konnte es leider auch nicht der gute Schreibstil des Autorswieder gut machen. So kann ich dem Buch leider nur 3 Sterne vergeben, aber immerhin habe ich das Buch nach Jahren auf meinem Wunschzettel dank Lovelybooks endlich mal lesen können =) Und das Buch wird mich auch nicht davon abhalten, weiterhin nach guten Büchern über Avalon und König Arthus zu suchen ;)

    Kommentare: 1
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    A
    Amselfedervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Enttäuschend. Das Buch hielt nicht, was ich erwartete.
    Enttäuschend

    Dr. John Dee ist mir als Alchemist und Astrologe aus einer Reihe von historischen Büchern bekannt. Diese Geschichte, die sich auf die Suche nach den Gebeinen des sagenhaften König Artus macht, ist für mich jedoch nicht schlüssig. Zu viele unterbrochene Gedankengänge, abgehackte Sätze und eine Handlung, die ich nicht immer nachvollziehen konnte.

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    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 5 Jahren
    Zwei Freunde auf einer Mission für die Krone

    John Dee, Doktor der Rechtswissenschaft, Sternenkundler und Hauptberuflich Astrologe der Königin Elizabeth I. von England und sein Freund und ehemaliger Schüler Lord Robert Dudley, auch als Vertrauter und Liebhaber der Königin bekannt, begeben sich auf die Suche nach dem historischen Nachweis der Legitimität der Krönung von Elizabeth. 

    Ziel ihrer Mission ist es, die Gebeine von König Artus zu finden. Begründet wird dieses Abenteuer durch wiederkehrende Alpträume der Königin von ihrer Mutter, Anne Boleyn, die nach ihrem Tod als Hexe beschimpf wird und dem Inhalt eines Pamphlets, der behauptet, Elizabeth werde von ihren Alpträumen befreit wenn Sie die Gebeine Ihres Ahnherren küsst. 

    Ein Abenteuer wird aus der Mission von John Dee und Robert Dudley erst, als John Dee aufgrund einer schweren Erkrankung seines Freundes Robert bei der Suche auf sich allein gestellt ist. Dass die beiden "undercover" in Glastonbury (welches früher die mysthische Insel Avalon gewesen sein soll) weilen, macht seinen Alleingang nicht einfacher, da er immer und überall aufpassen muss, was er preisgibt. Als er sich in Eleanor Borrow verliebt, die Lord Dudley medizinisch versorgt und diese dann am Ritualmord des Stallburschen Robert Dudleys und als Hexe beschuldigt wird, wird es für Dr. Dee erst recht brenzlig. Doch da fängt das Abenteuer erst richtig an. Und hat er nicht von Anfang an das Gefühl gehabt, als Schauspiele die ganze Stadt nur? 

    Das Buch ist aus der Perspektive von Dr. John Dee geschrieben. Phil Rickman schafft es, die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Auch der Sprachliche Stil in etwas Alt-Englisch hat mich sehr angesprochen. Das Buch hat sich in eine Andere Richtung entwickelt, als ich zuerst gedacht hatte. So wird das Rätsel um die Wachspuppe, die in den ersten Seiten dominierte, nicht wirklich aufgelöst. Auch die Prophezeihung von Nostradamus, die den frühen Tod Elizabeht's hervorsagt spiel eher eine bescheidene Nebenrolle. 

    Dennoch hat mich das Buch mehr als begeistert. Ich werde es mit Sicherheit noch oft aus meinem Buchregal nehmen und erneut lesen. Daher hat es 5 Sterne vollstens Verdient.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 5 Jahren
    spannend

    Im England in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebt John Dee. Er ist Mathematiker und Astrologe. Für ihn ist das Streben nach Wissen das Wichtigste. Unterstützt wird er von seiner Königin Elisabeth, die nach der blutigen Regentschaft Maria Tudors den Thron bestiegen hat. Das Volk hofft auf bessere Zeiten unter ihrer neuen Königin.

    Als es Zeichen und Prophezeiungen gibt, die den Tod Elisabeths voraussagen, reisen John Dee und sein Freund Dudley nach Glastonbury, um dort die Gebeine von König Artus zu suchen. Denn eine der Prophezeiungen besagt, dass die Königin sich nur retten kann, wenn sie die Gebeine von Artus küsst und standesgemäß bestatten lässt.
    Doch die Freunde finden in Glastonbury nicht nur alte Knochen, nein - sie begeben sich in sehr große Gefahr. Es geschehen seltsame Dinge in Glastonbury und John Dee weiß nicht, wem er trauen darf. Er verliebt sich in die Tochter des Wundarztes, deren Mutter als Hexe verbrannt wurde.

    Kann Dr. Dee die seltsamen Vorgänge aufklären und das Leben der Königin retten? Darf er mit der Frau, in die er sich verliebte, zusammen sein?

    Die Geschichte ist nicht einfach nur so runter zu lesen, da es oft etwas "wissenschaftlich" ist. Auch ist dieses Buch nicht einfach nur ein historischer Roman; es bietet viel Mystisches. Trotzdem, oder gerade deshalb, zieht die Geschichte einen in ihren Bann. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil es immer wieder Überraschungen bietet.

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    Susanne_Boeckles avatar
    Susanne_Boecklevor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Gebeine von Avalon" von Phil Rickman

    Die Tudors und König Artus, eine geheimnisvolle und mystische Verbindung im alten England. Das ist grob gesagt der Stoff dieses Historienschmökers von Phil Rickman. Nostradamus sagte den Sturz der jungen Königin Elisabeth I. voraus. Die Gebeine von König Artus sollen ihre Macht festigen. Ihr Vertrauter, der Astrologe John Dee, soll sie für die Königin finden. Dazu reist er zusammen mit Robert Dudley, dem Stallmeister und Geliebten Elisabeths, nach Glastonbury.

    Ich hatte zu Anfang des Buches meine Probleme, in die Handlung hineinzufinden. Es hat einige Seiten gebraucht, bis ich mich mit den Personen angefreundet und in der beschriebenen Zeit zu recht gefunden hatte. Aber auch dann störten mich ab und zu die ausschweifenden Erklärungen, die der Autor seinen Protagonisten anstellen lässt und die ich größtenteils für sehr entbehrlich halte. Für meine Begriffe könnte da noch einiges gekürzt werden. Dennoch folgte ich John Dee und seinem Begleiter in das düstere Glastonbury, wo alsbald die Inquisition ihr Unwesen treibt und die Hexenverfolgung tobt. Dort wird Robert Dudley von einer Fieberkrankheit befallen und John Dee verliebt sich in die Tochter des Wundarztes. Die Ereignisse überschlagen sich, es geschehen Morde und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

    Mir gefiel der Schreibstil des Autors, von dem ich mich an die Hand genommen und durch die Handlung begleitet fühlte. Für meine Begriffe hat er die Atmosphäre von Ort und Zeit gut getroffen. Ich lese öfter historische Romane und hatte den Eindruck, dass der Autor sehr gut recherchiert hat und wusste, worüber er schreibt. Die Personen sind gut dargestellt, ich konnte mich in die verschiedenen Charaktere einfühlen, auch die Dialoge (vor allem zwischen Dee und Dudley) gefielen mir gut. Trotzdem hat das Buch einige Längen (wie oben erwähnt), was wiederum meinen Lesefluss bremste und mich ab und an einige Zeilen überspringen ließ. Darauf hätte ich gut und gerne verzichten können, ohne dass die Handlung insgesamt verloren hätte.

    Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet, das hat mir sofort gut gefallen und mir Lust aufs Lesen gemacht. Fasziniert hat mich auch, dass es John Dee wirklich gab, er also eine der historischen Personen des Romans ist.

    Insgesamt möchte ich den Roman „Die Gebeine von Avalon“ von Phil Rickman für Historienfans empfehlen. Ich habe das Buch – trotz der genannten kleineren Kritikpunkte – gerne gelesen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gebeine von Avalon" von Phil Rickman

    Zum Inhalt:

    Es könnte für Königin Elisabeth kein schwererer Start ihrer Regentschaft sein. Die Schreckensherrschaft ihrer Halbschwester Mary ist zwar gerade erst vorüber, doch wurde während deren Regentschafzszeit die Hexenjagd wieder eröffnet und mehrere hundert Menschen fanden den Tod auf dem Scheiterhaufen. Selbst die Klöster blieben nicht verschont, denn Mary war, im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Heinrich VIII., überzeugte Katholikin und machte Jagd auf Protestanten. Dadurch wurden viele Klöster zerstört und geplündert.
    Doch auch ihre Abstammug lastet auf der jungen Königin: Ihrer Mutter Anne Boleyn wurden Ehebruch und Hexenkünste nachgesagt, woraufhin sie auf dem Schaffott landete.
    Die politische Situation ist angespannt und nicht wenige wollen Elisabeth von ihrem wackeligen Thron stürzen. Da kommt die Prophezeiung des bekannten Astrologen Nostradamus gerade richtig, denn er sagt ausgerechnet ihren Sturz voraus, wenn es ihr nicht gelinge die “Knochen ihres Ahnherrn zu finden”. Somit setzt sie alles daran, diese in ihren Besitz zu bekommen.
    Da König Artus als ihr Vorfahre gilt und dessen Gebeine angeblich in dem zerstörten Kloster Glastonburys aufgetaucht sein sollten, wird Dr. John Dee, Wissenschaftler und Astrologe der Königin, angewiesen, nach dessen Gebeinen zu suchen und sie nach London zurück zu bringen, bevor die Feinde sie in die Hände bekommen. Sie sollen in dem zerstörten Kloster in Glastonbury aufgetaucht und nun verschollen sein.
    Dort lernt er eine junge Ärztin kennen, die ihm sofort ins Auge springt und sein Interesse weckt. Leider jedoch passiert genau das, wovor John Dee sich gefürchtet hat: Die von Elisabeth abgeschaffte Hexenverfolgung wird wieder zum Thema und mittendrin John Dee, der unter Marys Regentschaft selbst in letzter Sekunde dem Scheiterhaufen entkommen ist.

    Meine Meinung:

    Wer kann sich schon dem faszinierenden Mythos Artus und seiner Tafelrunde entziehen? Die englische Geschichte im Allgemeinen finde ich unheimlich interessant,was mitunter ein Grund war, weshalb ich mich bei vorablesen.de auf dieses Buch beworben habe. Schnell war dann klar: Durch dieses Buch musst du dich durchbeißen.
    Die ersten Seiten haben mich durch ihre sehr schwerfällige Sprache abgeschreckt und es mir sehr schwer gemacht, in die Geschichte einzufinden, sodass ich die ersten 40 Seiten noch einmal lesen musste. Ich hatte dadurch die Hoffnung doch noch etwas gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschichte zu sein. Es half leider alles nichts und da ich ungern Bücher abbreche, wurden aus den restlichen 600 Seiten gefühlte 2000.

    Hier ein kleines Beispiel:

    “Der morgendliche Himmel hatte sich sehr schnell unheilvoll verdüstert: Eine dünne Linie lachsfarbenen Lichts am Himmel zauberte schon einen sandfarbenen Schimmer auf den langgestreckten Hügel, als die aufgehende Sonne plötzlich dichten Wolken verhüllt wurde, die scheinbar ganz Glastonbury ersticken wollten.”

    Der Sprachstil nahm mir definitiv die Spannung, auch wenn ich mich mit der Zeit einigermaßen daran gewöhnt habe.
    Es machte mich richtig mürbe meine Konzentration oben zu halten, um bei den weitreichenden Verstrickungen den Überblick zu behalten. Leider kann ich nicht beurteilen, inwieweit der Sprachstil bei der Übersetzung verändert wurde, wodurch ja einiges gezwungenermaßen verloren geht.

    Auch der Aufbau des Buches hat mich zusehends verwirrt. Es gibt mitten in den Kapiteln plötzlich Rücksprünge, in denen vorwiegend auf John Dees Vergangenheit Bezug genommen und näher erläutert wird. Diese werden nicht erkennbar markiert, sondern man merkt es erst während des Lesens, was mich schlussendlich dazu brachte, gewisse Absätze zwei mal lesen zu müssen.

    Wie das Cover ist auch die Stimmung im Buch durchweg sehr düster, mysteriös und unheimlich. Auch die Charaktere sind wohl durchdacht und eindrucksvoll geschildert. Von dem kleinsten Nebencharakter bis zu den Hauptprotagonisten wirken sie sehr real und fügen sich perfekt in die Geschehnisse hinein.
    Die ganze Geschichte wird aus Dr. John Dees Sicht beschrieben, wodurch man einen Einblick in seine innere Gefühlswelt bekommt und was ihn beschäftigt (z.B seine panische Angst vor dem Scheiterhaufen).

    Ich hab versucht mich mit dem Buch anzufreunden denn der Inhalt der Geschichte ist wirklich sehr interessant. Es ist beeindruckend, wie Phil Rickman die unheimliche Fülle an Informationen und Recherchen zusammengetragen hat und einen Roman daraus spinnen konnte.
    Würde ich den gewöhnungsbedürftigen Schreibstil außer Acht lassen, hätte ich hier 4-5 Sterne vergeben, da sich die Story an akribisch recherchierten Fakten hält, die Stimmung im Buch sich wie ein roter Faden durchzieht und die Charaktere sehr schön herausgearbeitet sind. So aber reicht es leider nur für 2,5 – 3 Sterne , da mir leider die Lust am weiterlesen genommen wurde.

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    U
    urmelivor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gebeine von Avalon" von Phil Rickman

    Königin Elisabeth I ist erst seit kurzem auf dem Thron und ihre Position noch nicht gefestigt. Der erneute Wechsel der Religion bringt das englische Volk in Aufruhr, schließlich weiß es, wie schnell sich der Staatsglaube ändern kann. In diesen schwierigen Zeiten erhält Elisabeth eine Weissagung, dass sie nur dann den Thron behält wenn sie die Gebeine von König Artus, ihrem Ahnherrn, wiederfindet. So schickt sie ihre beiden besten Vertrauten, den Astrologen und Gelehrten Dr. John Dee und ihren heimlichen Geliebten Robert Dudley nach Glastonbury. Das inzwischen zerstörte Kloster soll das einstige Avalon und der Sitz der Tafelrunde um Artus gewesen sein. Obwohl sie inkognito anreisen, wird kurz nach der Ankunft eine Person aus ihrem Tross gefoltert und getötet. Da Robert Dudley mit hohem Fieber das Bett hüten muss, macht sich Dr. Dee alleine auf Suche. Und entdeckt in dem Ort jede Menge skurriler Personen und Sonderbarkeiten. Und er entdeckt die Liebe in Person der Tochter des Arztes.
    Die Geschichte an sich ist interessant, besonders da es sich nah an historischen Fakten hält. Die Suche nach den Tätern und den Knochen Artus hätte jedoch wesentlich kompakter und spannender erzählt werden müssen. So "quälte" ich mich durch die langatmige Handlung hindurch. Schade.

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    Angieangelinavor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gebeine von Avalon" von Phil Rickman

    Dr John Dee, Hofastrologe und Protegé der jungen Elisabeht I von England wird auf eine makabere Suche geschickt: Er soll die Gebeine ihres Ahnherren, König Artus, finden, denn sonst ist ihr der Untergang prophezeiht worden. Robert Dudley, inoffizieller Liebhaber der Königin, soll ihm bei dieser heiklen Aufgabe zur Seite stehen. Die Reise geht nach Glastonbury, wo die Ruinen des ältesten Klosters Englands stehen. Doch die Ruinen bergen ein dunkles Geheimnis und bald geschehen grausame Morde.
    Mein Eindruck:
Ich muss zugeben, dass mich dieser Roman von Anfang an fasziniert, denn ich bin ein großer Fan der britischen Historie. Hinzu kommt, dass ich vor einiger Zeit die Klosterruinen von Glastonbury und das vermeindliche Artusgrab besichtigt habe. Das ist ein ganz besonderer Ort.
Doch denke ich, dass es einige Kenntnisse der Geschichte braucht, um „Die Gebeine von Avalon“ wirklich genießen zu können, doch lässt man sich auf die Story ein, so findet man einen spannenden, mystischen Thriller der Extraklasse. Dabei erzählt Phil Rickman aus der Sicht des aufgeklärten Dr. Dee auf amüsante Art, die den Leser häufig zum Schmunzeln bringt. Gewürzt wird das alles mit einer Prise britischen Humors. Auch eine nette Liebesgeschichte ist in die Handlung eingebunden.
Rickman versteht es gekonnt, Fiktion und Geschichte zu verquicken, so dass ein unterhaltsamer Mix entsteht und der Leser einen Einblick in die Intrigenwelt des elsabethanischen Hofes bekommt.
Die Protagonisten sind lebensnah und sympathische geschildert, der Leser liebt und leidet mit. Auch die eher düstere Atmosphäre kommt gut rüber, passt ganz fabelhaft zur Story.
Das Cover und die aufwendige Ausstattung des Romans tun ein Übriges und runden den positiven Eindruck ab.
Fazit: Ein Mix aus Krimi, düsterem Mysterienthriller und unterhaltsamer Geschichtsstunde.

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    Readandbeyourselfvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gebeine von Avalon" von Phil Rickman

    John Dee ist der inoffizielle Hofastrologe der jungen Königin Elisabeth von England. Durch seine geheimnisvolle Arbeit mit den Sternen wird er von den Bewohnern seines Dorfes als Magier bezeichnet. Auch seine Mutter wird öfter schief angesehen - womit beide nur halbwegs leben mögen.
    Es kommt John Dee also ganz gelegen, dass er in einem geheimen Auftrag nach Glastonbury gerufen wird, wo schon vor Jahrzehnten der Forscher Leland die Gebeine König Artus' vermutet hat. Unter der Hand wird John gemeinsam mit Robert Dudley beautragt, die Knochen zu finden und zur Königin zu bringen.
    Doch John befindet sich in einem Gewissenskonflikt. Er ist sich sicher, dass die Knochen nur eine Fälschung sind, und erhofft sich in Glastonbury vor allem Wissen und Neuigkeiten über den Kirchenschatz der ehemaligen Abtei. Nach der Abtrennung von der katholischen Kirche wurde die große Kirche aufgelöst, und alle ihre Wertsachen sind verschwunden, darunter auch die große Bibliothek, die Dees Vorbild Leland in allerhöchstes Entzücken versetzt hatte.

    Doch in Glastonbury wird Dudley zunächst schwer krank. Eine junge Heilkundige, deren Vater der örtliche Arzt ist, behandelt den Kranken. Und damit wird eine erneute Hexenverfolgung ausgelöst - denn Nel, die Ärztin, ist die Tochter einer gehängten Hexe. Und John Dee findet sich plötzlich in einem Streit zwischen Glaube und Aberglaube und der Protestantischen und Katholischen Kirche wieder.
    Erschreckend muss er feststellen, dass auch die Franzosen nicht weit sind...

    "Die Gebeine von Avalon" ist ein historischer Roman mit thrillerähnlichen Zügen. Lügen, Intrigen und Mythen: Phil Rickman verknüpoft die abergläubische Zeit zu den Anfängen der Elisabethanischen Regierung mit düsteren Legenden um König Artus und das Kloster von Glastonbury.

    Zu Beginn des Buches (das auch als Leseprobe einzusehen ist) wird eine Szene mit einem Wachsbaby beschrieben. Leider wird auf diese Szene überhaupt nicht mehr eingegangen. John Dee denkt zwar darüber nach, und fragt sich auch, was daraus geworden ist, es wird aber nicht mehr besprochen oder gar aufgelöst.
    Die Präsens von Königin Elisabeth ist sehr spärlich. Nach einer wahren Begebenheit beschreibt Rickmann ihren Besuch im Garten von Dee, bei dem über die Königin selbst kaum etwas deutlich wird. Allerdings ist diese Frau auch so facettenreich und ausführlich in anderen Publikationen beschrieben worden, dass Rickman damit keine Lücke füllen muss.
    Viel interessanter war die Beschreibung von Dudley und Dee. Robert Dudley, der mir aus Literatur schon bekannt war, soll ja der heimliche Geliebte von Elisabeth gewesen sein. Mehrmal spielt er sogar darauf an, mit der Königin schon vertraulich gewesen zu sein (im Bett...). Was genau zwischen den beiden passiert ist, ist bis heute nicht bekannt - Rickmann behandelt das Thema sehr vorsichtig und meiner Meinung nach genau richtig.

    Geschrieben war die Geschichte etwas wirr. Vermutlich lehnte Rickman sich dabei stark an die originalen Tagebücher, aber etwas sprunghaft fand ich die Kapitelanfänge dann schon. Es vergingen zwei bis drei Seiten, bis ich verstanden hatte, wo Dee nun wieder zu erzählen beginnt.
    Die Schreibweise (bzw. die Übersetzung) war ansonsten recht gut, es ließ sich sehr flüssig und schnell lesen (jeden Abend hatte ich mit kleinen Unterbrechungen 2 Stunden Ruhe, und ich hab 4 Abende gebraucht).

    Nach dem Lesen blieb bei mir ein Gefühl des Respektes für das Ideenreichtum in so einem großen Ausmaß. Die Geschichte war enorm komplex und zeigte neben großem Wissen über Chemie und Medizin auch wirklich viele Details aus der Geschichte auf.

    Insgesamt war das Buch nicht ganz so spannend, wie ich dachte. Bei knapp 650 Seiten ist ein großer Handlungsbogen zu erwarten, richtig interessant wurde es aber erst auf den letzten 60 Seiten, als es um die Auflösung ging. Ich bin mit dem Plot vorher nicht unzufrieden, aber auch nicht vollends befriedigt.
    Ich vergebe deswegen 4 von 5 Sternen.

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    Buchfan276s avatar
    Buchfan276vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gebeine von Avalon" von Phil Rickman

    England im 14.Jahrhundert. Ein Astrologe hat den Untergang von Königin Elisabeth I. vorausgesagt, solte sie es nicht schaffen, die "Knochen ihres Ahnherrn" zu finden. Dabei handelt es sich natürlich um die Leiche von König Artus. Zur selben Zeit geht das Gerücht um, dass in Glastonbury, dem früheren Avalon, das Grab von Artus entdeckt worden. Elisabeth zögert nicht lange und schickt den Wissenschaftler Dr. John Dee los, um die Gebeine des König Artus zu finden. Dort angekommen verliebt sich Dee bald in die Tochter des ortsansässigen Apothekers. Diese wird aber beschuldigt, eine Hexe zu sein und einen Menschen umgebracht zu haben. Wird es Dee gelingen, seine Geliebte vor dem Scheiterhaufen zu bewahren? Und wird er die Gebeine von Avalon, das in Glastonbury gelegene Grab von König Artus finden?

    Das Buch ist in viele Kapitel gegliedert und gut nachvollziehbar aufgebaut. Die spannende Handlung ist gespickt mit interessanten Details aus der damaligen Zeit, viele Figuren entstammen der Realität. Das Buch ist interessant für jede Zielgruppe von Lesern. Mit seinem altertümlichen Schreibstil verleiht er dem Roman den letzten Schliff. Allerdings übertreibt er nicht und es fällt nicht schwer, dauerhaft der Handlung zu folgen. Die Figur des John Dee steht sehr im Mittelpunkt, wodurch die übrigen Protagonisten teils sogar etwas zu kurz kommen.

    Mit "Die Gebeine von Avalon" veröffentlicht Phil Rickman ein durchweg gelungenes Buch, das wieder einmal zeigt, dass Geschichte nicht nur langweilig und öde ist, sondern auch Spannung und Abenteuer dahintersteckt, wenn man sich auf das Buch einlässt. Im Ganzen ein toller historischer Roman!

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    Ein bisschen Herz und eine ganze Menge schwarze Magie. Brillant erdacht und packend geschrieben.

    Eine großartige Geschichte, düster und voller Gewalt. Ritualmord, schwarze Magie, Hexerei – Da ist alles drin.

    Thriller aus der Tudorzeit gibt es viele, aber dieser hier ist etwas ganz Besonderes. Ein wunderbar sicherer Sprung ins sechzehnte Jahrhundert … unwiderstehlich.

    Ein rasant packender Mix aus Magie und Mittelalter.

    Phil Rickman entführt uns auf brillante Weise in die finstere Welt der Elisabethaner.

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