Die fünfte Kirche

von Phil Rickman 
3,7 Sterne bei56 Bewertungen
Die fünfte Kirche
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Inhaltsangabe zu "Die fünfte Kirche"

Christen, Heiden und ein Mörder

Kaum ist Merrily Watkins zur Exorzistin ernannt, sitzt sie auf Anordnung des neuen Bischofs in einer Krawall-Talkshow zwischen Satanisten und selbsternannten Hexenjägern. So richtig ist der Teufel aber erst los, als ein Hippie-Pärchen im Nachbarort eine geschichtsträchtige Ruine erwirbt. Eine heidnische Kultstätte soll hier entstehen - ausgerechnet in einer der fünf Sankt-Michaels-Kirchen, die nach alter Überlieferung das Land vor dem Bösen bewahren. Und das Böse ist da, in Gestalt eines skrupellosen Mörders.
'Eine der besten Krimiserien überhaupt.' Spectator

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499249075
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.05.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 4 Jahren
    Heiden gegen Christen

    Pfarrerin Merrily Watkins hat erst kürzlich den  Job als Exorzistin übernommen. "Beraterin in spirituellen Grenzfragen" wie es offiziell heißt. Und in dieser Funktion soll sie in einer Late Night Show die anglikanische Kirche vertreten. Das Thema des Abends sind Hexen und Heiden im Gegensatz zum christlichen Glauben.
    Dort erfährt Merrily, dass ein junges Paar in einem Nachbarort eine Kirche gekauft hat, die aber seit Jahren nicht mehr als solche genutzt wird. Nur, Robin und Betty sind offensichtlich praktizierende Hexen und das kommt in der ländlichen Bevölkerung und eingeschworenen Gemeinschaft gar nicht gut an. Und jeder scheint dort ein Geheimnis zu haben. Hinzu kommt, dass der charismatische Pfarrer Nicholas Ellis offensichtlich auf einem publicity-trächtigen Kreuzzug gegen das Heiden- und Hexentum ist und setzt alles dran, das Paar aus der Stadt zu jagen. Schreckt er vielleicht auch vor Mord nicht zurück? Denn der erste Tote lässt nicht lange auf sich warten.
    Der Bischof schickt seine Beraterin dorthin, um Ellis zu unterstützen, aber Merrily kommen schnell Zweifel, ob sie wirklich auf der richtigen Seite steht. Denn Robin und Betty wollen nichts anderes, als in Frieden ein neues Leben zu beginnen. Und die alte St. Michaels Church scheint dafür genau richtig zu sein. Aber war es wirklich Zufall, dass sie diese Kirche gefunden haben? Eine von fünf Kirchen, die auf einem Plan gezeichnet und verbunden, ein umgekehrtes Pentagramm ergeben?

    Worum es im Endeffekt tatsächlich geht, wird erst ziemlich am Ende geklärt und es lohnt sich durchzuhalten, auch wenn die Spannung zwischendurch ab und zu ein wenig nachlässt. Aber ich mag Merrily und auch Jane und mir gefällt diese Reihe doch sehr gut. Es sind halt eher untypische Krimis, allein schon weil die Hauptfigur eine Pfarrerin ist, die aber auch oft an ihrem Job zweifelt.
    Schade fand ich, dass Lol diesmal nicht dabei war, aber am Anfang wird kurz erwähnt, wieso. Ich hoffe, er ist beim nächsten Teil wieder dabei.

    Kommentare: 7
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    Nurijas avatar
    Nurijavor 5 Jahren
    Watkins ermittelt wieder

    Betty und Robin Thorogood sind zwei junge Leute, die in das kleine, beschauliche Dorf "Old Hindwell" ziehen. Dass die Uhren dort noch völlig anders "ticken", wenn es um Religionsausübung geht, müssen sie bald am eigenen Leib erfahren, als bekannt wird, dass Betty und Robin keine Christen sind.
    Sie gehören einer anderen Glaubensgemeinschaft an und sind beide "weiße" Hexen/Hexer.

    Der neue Prediger im Dorf, Nicholas Ellis, der ein Geheimnis verbirgt, lässt nichts unversucht, das Ehepaar sofort zu verdammen und als "Wurzel des Bösen" zu verunglimpfen.
    Die Dörfler, die von Ellis charismatischer Erscheinung beeindruckt sind, lassen sich von ihrem radikal eingestellten Pfarrer blenden und so kommt es bald zu einem gefährlichen "Showdown" in Old Hindwell, als bekannt wird, dass Betty und Robin zusammen mit einigen Gleichgesinnten ein "heidnisches Fest" auf ihrem
    Grundstück, zu dem auch eine alte verfallene, aufgegebene Kirche zählt, planen.


    Mittendrin ist Frau Pfarrer Watkins, die als Beraterin für sprituelle Grenzfragen der anglikanischen Kirche zur Mäßigung aufruft und versucht, die wahren Hintergründe bzw Beweggründe der Beteiligten aufzuklären. Denn am Rande all der dramatischen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Heiden geschieht ein Mord und andere unschöne Sachen... welche das sind? Lest selbst, sonst ist ja die Spannung weg

    FAZIT: Am Anfang ist eine Menge Durchhaltevermögen gefragt, weil Personen und Orte und Sichtweisen vorgestellt werden, die scheinbar nicht zusammenhängen. Wer es bis zur Mitte des Buches schafft, wird belohnt, denn da werden die Teile zusammengefügt und die Handlung steigert sich rasant, man kann das Buch nicht mehr weglegen..

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    Carol-Graysons avatar
    Carol-Graysonvor 5 Jahren
    Spannende Mysterystory



    Es ist immer wieder erstaunlich, wie dieser Autor in seiner Merrily Watkins Reihe die Elemente aus Religion, Historie und Heidentum geschickt mit einander verknüpft, ohne in esoterische Plattitüden abzudriften. 
    In diesem Roman geht es fünf Kirchen, die allesamt dem Erzengel Michael geweiht sind. Zeichnet man ihre Standorte auf, so ergeben sie ein umgekehrtes Pentagram. Eine dieser Kirchen in einem abgelegenen walisischen Tal - eher eine Ruine und längst still gelegt - wird von einem jungen Paar gekauft, dass der Wicca-Tradition frönt. Und wenig später taucht ein charismatischer Prediger aus den USA auf, der die sonst so mißtrauischen Einheimischen durch merkwürdige Rituale und Liturgien in fanatische Christen wandelt. Auf der anderen Seite machen sich die Hexenkonvente unter der Führung eines ebenso charismatischen Verlegers stark, um die alte Kirche wieder in einen ihrer heidnischen Tempel zu wandeln.

    So kommt es wie es kommen muss. Unruhe und Mißtrauen entstehen und zwischendurch verschwindet eine Frau, die Schwester einer kürzlich Verstorbenen, die zur Beerdigung herkam und kurz zuvor mit der Pfarrerin über ihre Familiengeschichte sprach. Und das junge Paar wird öffentlich verdammt. Merrily spürt, wie es unter der Oberfläche des sonst so friedlichen Dorfes gärt, als sie versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Schritt für Schritt enthüllt sie die Puzzleteilchen Mord, Besessenheit, Einflußnahme, Intrigen und Macht.

    Wunderbar geschrieben und spannend bis zum Schluß.

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    Sonoriss avatar
    Sonorisvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    Der dritte Band, der dritte Fall für Merrily Watkins. Dieses Mal gerät sie zwischen die Fronten von Satanisten, Heiden und gar Personen aus dem gleichen Lager, die sich selbst zu Hexenjägern ernannt haben. Dabei gerät sie in arge Bedrängnis. Ob dies nun in einer Talkshow im Fernsehstudio oder in einem Nachbardorf von Ledwardine ist, in beiden gerät sie an ihre Grenzen und muss sich behaupten.

    Ein junges Pärchen, das sich zum heidnischen Glauben hingezogen fühlt, zieht in das Dorf Old Hindwell an der Grenze zwischen England und Wales. Sie haben dort für sich eine ehemalige Kirche entdeckt, die sie nun gemäß der heidnischen Wurzeln dieser Stätte wieder neu weihen möchten. Der Pfarrer dieses Dorfes will aber nichts von diesen heidnischen Bräuchen wissen und sieht diese sogar als Satanismus an und geht soweit, dass er das Pärchen für das inkarnierte Böse hält und sich in der Pflicht sieht, sie mit Gottes Hilfe zu bekämpfen.

    Die Inhaltsangabe zeigt, worum es in etwa in dem hier vorliegenden dritten Band „Die fünfte Kirche“ geht. Dies wird der Geschichte aber bei weitem nicht gerecht. Denn sie ist derart komplex und tiefgreifend, dass diese kurze Wiedergabe des Inhalts nur andeutungsweise zu erkennen geben kann, was sich im Roman abspielt. Vordergründig geht es um den Kampf zwischen dem Heidentum mit seiner Freizügigkeit und Naturverbundenheit sowie dem Christentum mit seiner Strenge und seinem Dogmatismus. Tiefer- oder hintergründig werden hier jedoch Themen verarbeitet, die über eine bloße Kategorisierung und dieser Wiedergabe hinaus gehen. Der Autor greift hiermit den seit Jahrhunderten andauernden Kampf zwischen diesen beiden Glaubensrichtungen auf, positioniert sich dabei irgendwo in der Mitte oder noch besser gesagt darüber, und beschreibt aus dieser Vogelperspektive (auf der Metaebene) was die Positionen der Kontrahenten ausdrücken und worum es bei diesem Kampf geht und nutzt diesen Konflikt der Weltbühne, um andere (vielleicht die eigentlichen) deutlich zu machen.

    Es geht letztendlich und vereinfacht ausgedrückt, um Konflikte und Differenzen auf zwei Ebenen, die der Religion und die auf der persönlichen Ebene, beide existieren parallel und auf beiden gibt es genug von diesen Konflikten. Und dabei wird oftmals, allgemeingültiger gesprochen, die eine (Religion) vorgeschoben, um von der anderen, der eigentlichen (der persönlichen) abzulenken, wodurch dann stellvertretende Kämpfe ausgetragen werden. Aber darin zeigt sich die hohe Komplexität dieses Romans: Der religiöse Kampf, die inneren Konflikte bei sowie den Differenzen zwischen den Dorfbewohnern sowie die Probleme und Besonderheiten des Dorfes und seiner Bewohner an einer Grenze zwischen zwei Gebieten und Kulturen (England und Wales).

    Der Roman spielt abermals, wie wir es schon von seinen letzten beiden Romanen dieser Reihe kennen, in einem kleinen beschaulichen Dorf mit sehr eng gesteckten Grenzen was Einstellung und das Verhalten als Auswirkung betreffen. Diese friedvolle und harmonische Idylle geriet diesmal jedoch durch die hohe Tragweite der Thematik und die Grundfeste erschütternden Auseinandersetzungen stark ins Wanken. Auch hier zeigte sich wieder, dass die friedliche Stimmung eines Dorfes trügerisch sein kann ...

    Es ist erstaunlich, wie sehr sich Phil Rickman in diese Thematik eingearbeitet haben muss oder wie viele Jahre dieses sein Interessengebiet zu sein scheint, um diesen religiösen Konflikt gekonnt, und darüber hinaus ohne den mahnenden oder urteilenden Finger zu erheben und in einen Roman mit derart vielen Nebenschauplätzen darzustellen.

    War ich vom zweiten Teil „Mittwinternacht“ weniger angetan, hat mich nun der dritte Teil wieder völlig in seinen Bann gezogen. Ich kann nun sagen, dass ich mit der „Mystery-Reihe“ von Phil Rickman etwas für mich entdeckt habe, das mich wohl noch begleiten wird.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 6 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    zu leisten, als ein junges Pärchen einen schon lange leerstehenden Hof mit altem Kirchturm und Friedhof bezieht. Was bereits einige Einheimische schon zu Wissen scheinen, liegt auf der Hand: Die Neuen praktizieren das Heidentum. Gleich am ersten Abend wird Ihnen ein geheimnisvolles hölzernes Kästchen auf die Türschwelle gelegt. Darin befindet sich ein alter Versreim, der sich aus verschiedenen Religionen zusammensetzt.
    Merrily wird in eine Nightlife-Talkshow eingeladen und sind dort im Kreis mit Wiccas und diversen anderen Vertretern des Heidentums und ist schwer bemüht, die Fassung zu bewahren, als dort bekannt wird, das es sich bei den neuen Besitzern der stillgelegten Kirche um praktizierende Heiden handelt. Nach dieser Veröffentlichung beginnt der dort ansässige Pfarrer eine kleine Inquisition und steckt das ganze Dorf mit seiner Gesinnung an….

    Gewohnt spannend und wahnsinnig gut erzählt. Ein anfangs wirrer Faden verdickt sich zu einem strammen Tau! Rickman hat mit seiner Pfarrerin für spirituelle Grenzfragen eine Romandarstellerin geschaffen, die einem nicht mal ein kurzes Bier aus dem Kühlschrank gönnt.

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    anywayss avatar
    anywaysvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    Die bekennenden Wicca Robin und Betty Thorogood ziehen nach Radnor Valley. Ein Bauernhaus mit einem von der Kirche stillgelegten Gotteshaus, das jetzt aber nur noch als Ruine bezeichnet werden kann, schmückt ihr neues Grundstück. Für Robin ein Zeichen, war dies doch vor vielen jahrhunderten eine heidnische Weihestätte. Nur für Betty scheint der Umzug in die ländliche Umgebung Unbehagen auszulösen. Sie empfängt negative Schwingungen. Die Lage ändert sich für das Ehepaar dramatisch, als der dorfeigene Hassprediger ein Auge auf die „Heiden“ wirft und unbedingt die alte Kirche erneut weihen will. Eine Hetzjagd wie im Mittelalter bricht auf einmal in der Dorfgemeinschaft aus, so dass auch die Expertin für religiöse Grenzfälle hinzugezogen wird. Die Exorzistin Merrily Watkins steht zwischen beiden Seiten und versucht sich einen Überblick zu verschaffen und auch zu vermitteln. Für mein Empfinden schafft sie das nicht, sie beobachtet den aus Amerika zurückgekommenen Sensationsprediger, der eine depressive statt zum Arzt zu schicken mit Hilfe eines Kreuzes vergewaltigt, unter dem Deckmantel des Exorzismus, ohne einzuschreiten. Die Hexen und ihre Anhänger bleiben solche für sie, sie bringt kaum Verständnis für sie auf, obwohl sich das ganze Dorf schon seit Jahren beider Kulturen bedient.

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    Birgit Fiolkas avatar
    Birgit Fiolkavor 8 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    Auch der dritte Teil der Merrily Watkins Reihe erscheint in gewohnter Tradition - dialogstark, komplex in einer Mischung aus mysteriösen Ereignissen und einem weltlichen Verbrechen.
    In Old Hindwell hat ein junges Pärchen, welches Anhänger des Wicca-Kultes bzw. alter heidischer Religion ist, ein Grundstück mit einem Haus gekauft, auf dem eine alte jedoch nicht mehr genutzte Kirche steht. Durch eine Late-Night-Show gerät das Ganze in die Medien, so dass der fundamentalistisch traditionalistische Pfarrer Ellis der Gemeinde Old Hindwell eine Hetzkampagne gegen das Hexenpärchen startet und die Dorfbewohner aufhetzt. Merrily wird von ihrem Bischof nach Old Hindwell geschickt, um die Sache im Auge zu behalten. Das ist sozuagen der Haupthandlungsstrang des Buches, natürlich gibt es auch unter den Dorfbewohner von Old Hindwell wieder ein schäbiges und verbrecherisches Geheimnis, das man nach altdörflicher Tradition auf seine Art unter Ausschluss Fremder regeln möchte, in das aber auch Merrily mit hineingezogen wird.
    Spannend ist auf jeden Fall der beschriebene Hintergrund von Wicca und heidnischen Religionen. Man merkt auch hier die Recherchearbeit des Autors zu dem Thema.
    Gestört an der Logik der Geschichte haben mich aber inhaltlich zwei Dinge:
    1. Ich stelle in Frage, ob es wirklich ein derartiges Medieninteresse auf sich ziehen würde, dass BBC und andere große Sender tagelang live und aktuell über den Streit eines Dörfchens am Popo der Welt zwischen ein paar fanatisch christlichen Dorfbewohnern und einer heidnisch orientieren Gruppe berichten würden ...
    und 2. wenn dies schon der Fall wäre: Würde die anglikanische Kirche nicht alle Hebel in Bewegung setzen um ihren durchgeknallten Pater, der in weißer Kutte rumläuft und diese Hexenjagd offiziell und medienwirksam anheizt schnell und effizient aus dem Verkehr zu ziehen, anstatt die scheue und etwas entscheidungsschwache Merrily das Ganze mal beobachten zu lassen??? Immerhin ist Pater Ellis offiziell als Gemeindepfarrer von Old Hindwell von der anklikanischen Kirche eingesetzt worden. Ich denke nicht, dass die anklikanische Kirche bei einer mittelalterlichen Hexenjagd zusehen würde, während die Medien lustig darüber berichten und ihr einen ordentlichen Imageschaden zufügen. Die umstrittene Kirche ist immerhin eine Ruine, die längst entweiht und von der anklikanischen Kirche aufgegeben wurde.
    Nun kenne ich mich mit der anglikanischen Kirche nicht so aus, aber diese Gedanken gingen mir beim Lesen ständig durch den Kopf.
    Ansonsten aber eine nicht unspannende Geschichte, der ich wieder 4 Sterne gebe.
    Merrily würde ich mir ein wenig zielorientierter und selbstsicherer wünschen, so dass sie aktiver die Handlung und den roten Faden des Buches vorantreibt. Bei ihr habe ich bisher das Gefühl, sie stolpert und zweifelt sich so durch die Handlung. Etwas mehr Hintern in der priesterlichen Soutane ;-) (den ihre 16-jährige Tochter z. B. durchaus besitzt) würde ihrem Charakter für mein Leseempfinden gut tun und sie mir näher bringen und auch noch sympatischer machen.

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    serendipity3012s avatar
    serendipity3012vor 8 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    Die fünfte Kirche - der dritte Merrily-Watkins-Roman

    "Die fünfte Kirche" ist der dritte Band der Merrily Watkins-Reihe. Sicher kann es nicht schaden, die beiden ersten Romane gelesen zu haben, wenn man sich an den dritten begibt, aber lesen und verstehen kann man ihn sicher auch für sich.

    Kennt man die beiden Vorgänger, kommt einem Merrily schon fast vor wie eine alte Bekannte, genauso wie ihre Tochter Jane und ihr Freund Gomer, der leider zu Beginn des Romans zum Witwer wird.

    "Die fünfte Kirche" verlangt dem Leser mehr ab als die Vorgänger, viele Handlungsstränge werden parallel geführt, bevor nach und nach alles einen Sinn ergibt. Merrily muss sich in einem Wirrwarr zurechtfinden, das auf der einen Seite durch eine Gruppe von Hexen, auf der anderen Seite durch einen undurchsichtigen, aber charismatischen Pfarrer besteht, der sich ungewöhnlicher oder eher höchst zweifelhafter Methoden bedient, um seine Schäfchen beisammen zu halten.

    So macht sie zu Beginn die Bekanntschaft eines seltsamen Mannes, der gerade seine Frau verloren hat und den dieser Verlust auszulaugen scheint. Die Schwester der Toten nimmt Kontakt zu ihr auf, Merrily erfährt Schlimmes aus der Vergangenheit der beiden Frauen, doch erst gegen Ende fügt sich auch hier alles zusammen.

    Auf der anderen Seite das Hexenpaar Robin und Betty, das eine alte Kirche gekauft hat. Heidnische Rituale sollen hier stattfinden, wogegen der undurchsichtige Pastor Ellis und seine Anhänger angehen wollen.

    "Die fünfte Kirche" ist wieder spannend zu lesen, gerade gegen Ende wird das Tempo immer mehr angezogen, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Wieder wird die Geschichte hauptsächlich durch Dialoge transportiert, was den Roman aber sehr kurzweilig macht. Zwischendurch mögen die Handlungsstränge und die vielen kurz nacheinander auftretenden Figuren verwirren, aber Rickman versteht es, seine Leser in der Story zu halten und nicht den Faden verlieren zu lassen.

    Ich freue mich schon auf Merrily Watkins viertes Abenteuer!

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    U
    urmelivor 8 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    In Radnorshire, einem Grenzbezirk zwischen England und Wales, gibt es fünf Kirchen, die dem heiligen Michael geweiht sind. Die fünfte Kirche wird nicht mehr als christliche Kirche genutzt und steht mit angrenzendem Gehöft zum Verkauf. Für Betty und Robin Thorogood, sie Kräuterfrau, er Buchillustrator kommt es wie gerufen. Sie suchen ein Gebäude, in dem sie ihren eigenen Glauben, dem Heidentum, Raum geben können. Die Bewohner des Ortes Old Hindwell sind jedoch wenig begeistert über die Neuankömmlinge. Obwohl das Christentum für die Einheimischen immer auch einen praktischen Nutzen haben muss und wie sie selber sagen, sie als Grenzbewohner die Seiten im politischen wie im Glauben der aktuellen Lage angepasst haben. Ein wesentliches Merkmal ist: das Dorf hält zusammen. Als dann auch noch der neue Prediger Nick Ellis einen Rachefeldzug gegen die Heiden plant, greift Merrily Watkins ein. Sie ist Beraterin für spirituelle Grenzfragen und Exorzistin. Die Mittel, die Nick Ellis anwendet, lassen sie an der Geistlichkeit zweifeln.
    Dieser Roman setzt sich nicht nur mit verschiedenen Glaubensrichtungen auseinander - wobei die Heiden die ursprünglich keltische Tradition wahren - sondern beschreibt auch sehr vielschichtig das Leben und die Probleme einer alleinerziehenden Pastorin, die für alles zu wenig Zeit hat und ständig in Gefahr schwebt. Denn dieses Dorf hat viele Geheimnisse, vieles wurde über Jahre hinweg unter den Teppich gekehrt und auch vor Mord wird nicht zurückgeschreckt.
    Der Roman beginnt etwas behäbig, am Anfang werden die privaten Lebensumstände und die Querelen um die Pastorin Merrily Watkins und über das Ehepaar Thorogood ausführlich und vielschichtig beschrieben, nach gut der Hälfte nimmt die Geschichte jedoch an Fahrt zu und wird zunehmend spannend.
    Auch wenn ich mit Geisterbeschwörung, Seelenwanderung, Besessenheit und Exorzismus nichts anfangen kann, so ist "die fünfte Kirche" für mich doch eine gute Story und ein spannender Krimi. Obwohl dies der dritte Band mit Merrily Watkins ist, kommt man ohne Vorkenntnisse der bisherigen Bände sofort in die Handlung.
    Zu allem Überfluss wird sie auch noch in eine Fernsehsendung eingeladen, die sich mit verschiedenen Glaubensrichtungen auseinandersetzt. Dort wird sie in einem äußerst ungünstigen Licht dargestellt.

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    Malibus avatar
    Malibuvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die fünfte Kirche" von Phil Rickman

    Merrily Watkins, frische Exorzistin, sitzt auf Anraten des Bischofs in einer Talkshow, in der es um Satanisten und Hexenjäger usw. geht. So richtig was los ist aber erst, als das Hippie-Pärchen Robin und Betty eine Ruine erwerben, einen Hof und eine alte Kirche. Dort soll eine heidnische Kultstätte errichtet werden. Ausgerechnet diese Kirche ist eine der fünf St. Michael Kirchen, die das Land vor dem Bösen bewahren sollten. Dann gibt es noch den Pfarrer Ellis, der amerikanische Pfarrer, der etwas moderne Christ.

    Ich kann nicht sagen, ob die ersten zwei Bücher des Autors besser waren oder nicht - ich habe noch keines gelesen. Das hier aber war überhaupt nicht mein Fall, ich bin gar nicht in das Geschehen hineingekommen. Gut war zwar, dass viel wörtliche Rede dabei ist, aber hat in dem Fall auch nicht geholfen, dass ich es weitergelesen hätte. Nach ca. fast der Hälfte musste ich abbrechen, weil ich nicht recht reingekommen bin und mich auch nicht mit der Geschichte anfreunden konnte. Es passiert bis dahin nicht wirklich etwas und trotz des leichten Schreibstils, schreibt der Autor etwas abgehackt und immer wenn man denkt, es passiert etwas, passiert eben doch nichts. Alles in allem kann ich es leider nicht weiter empfehlen, schade eigentlich, wo man mit der Geschichte viel mehr machen hätte können!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Biestchens avatar
    Das ist aber keine Fortsetzung oder? Ich kann das Buch auch abhängig von den anderen Büchern des Autors lesen hoffe ich. Liebe Grüße
    Biestchens avatar
    Letzter Beitrag von  Biestchenvor 8 Jahren
    Vielen Dank euch beiden :)
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