Philea Baker

 3,9 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorin von Gegen die Spielregeln, Gegen jedes Gebot und weiteren Büchern.
Autorenbild von Philea Baker (© Frank Widmann Fotodesign, Wiesbaden)

Lebenslauf von Philea Baker

Philea Baker ist das Pseudonym einer deutsch-belgischen Autorin. Ihre Kriminalromane "Gegen die Spielregeln" und "Gegen jedes Gebot" portraitieren wie nebenbei gesellschaftspolitische Ereignisse der viktorianischen Zeit. In beiden Büchern ist die Medizinerin Alessa Arlington an der Aufklärung der Fälle beteiligt.

Alias Smilla Ericsson veröffentlichte Philea Baker das Jugendbuch "Oskar Eisbein - der siebte Kontinent" und unter dem Namen Astrid Keimig den Kurzgeschichtenband "Nichts Neues in Wicker".

Philea Baker lebt in Wiesbaden.                                                


Alle Bücher von Philea Baker

Cover des Buches Gegen die Spielregeln (ISBN: 9783948483005)

Gegen die Spielregeln

 (6)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Gegen jedes Gebot (ISBN: 9783948483265)

Gegen jedes Gebot

 (3)
Erschienen am 24.05.2021
Cover des Buches More (ISBN: 9783741222139)

More

 (1)
Erschienen am 09.10.2017

Neue Rezensionen zu Philea Baker

Cover des Buches Gegen die Spielregeln (ISBN: 9783948483005)Martinchens avatar

Rezension zu "Gegen die Spielregeln" von Philea Baker

Ein viktorianischer Krimi
Martinchenvor 4 Monaten

Philea Baker entführt uns ins viktorianische London des Jahres 1874. Bei einer Explosion eines Kessels auf dem Dampfschiff Bothnia kommen zwei Menschen ums Leben. Für den  hinzugezogenen Inspector Orville Baker von der Metropolitan Police steht fest, dass es ein Unfall war. Doch dann stellt sich heraus, dass Dynamit im Spiel war. Außer ihm hat auch der Halblakota Ryon Buchanan ein Interesse an der Aufklärung des Falles, da sein Vater unter den Toten war. Als schließlich der Vorsitzende des Lloyds Register of British and Foreign Shipping dringend tatverdächtig ist, wird seine Nichte Alessia Arlington aktiv.

Die drei Hauptprotagonisten werden authentisch beschrieben. Alessia Arlington arbeitet als Krankenschwester und möchte Medizin studieren. Sie ist eine starke junge Frau, die weiß, was sie will und auch vor außergewöhnlichen Maßnahmen nicht zurück schreckt. Inspector Baker hält von Frauen gar nichts und ignoriert die Hinweise, die Alessia ihm zukommen lässt. Sehr nette Schlagabtäusche zwischen den Beiden lassen schmunzeln. Baker wird von Alessia als „lernfähig“ beschrieben und das ist er auch, denn am Ende hat er viel gelernt und sich verändert. Ryon Buchanan kämpft in einer Gesellschaft, die ihn nicht akzeptiert, um Anerkennung. Zwischen ihm und Alessia gibt es von Anfang an eine gewisse Anziehung, die jedoch aufgrund der Zeit eine unmögliche Angelegenheit ist. 

Es werden verschiedene Personen verdächtigt, was der Autorin die Gelegenheit gibt, deren Lebensumstände einfließen zu lassen. Am Ende gibt es ein unerwartete Auflösung, die zwar kurz begründet wird, dennoch nachvollziehbar ist. 

Philea Baker greift gesellschaftspolitische Themen der Zeit auf, nicht nur die Abneigung gegen alles Fremde, auch Homosexualität und die Rechte der Frauen sowie deren Lebensumstände werden beschrieben. Schiffsbau und Krankenpflege sind ebenfalls Themen, über die einiges gelernt werden kann. 

Leider gibt es kein Nachwort mit Erklärungen zu historischen Personen und Ereignissen, um sie im Gegensatz zur Fiktion besser einordnen zu können.


Fazit: ein spannender und gut lesbarer historischer Roman 

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Cover des Buches Gegen jedes Gebot (ISBN: 9783948483265)Ascoras avatar

Rezension zu "Gegen jedes Gebot" von Philea Baker

Alessa in New York
Ascoravor 4 Monaten

Der Klappentext: „New York, 1874. Die Krankenschwester Alessa Arlington verwirklicht ihren Traum, sie studiert Medizin, was ihr in ihrem Zuhause in London verwehrt geblieben war.
 Wenige Wochen nach ihrer Ankunft wird auf den Stufen des Women’s Medical Colleges of the New York Infirmary eine junge Frau tot aufgefunden, die Wörter „Hell Gate“ sind ihr auf den Unterleib eingebrannt worden. Kurz zuvor wurde George Ehrets „Hell Gate Brewery“, New Yorks größte Bierbrauerei, ausgeraubt und die Brauereimühlen zerstört. Besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen?“

Zum Inhalt: „Gegen jedes Gebot“ ist der zweite Kriminalfall in dem Alessa Arlington verwickelt wird, mir selbst war nicht bewusst, dass es der zweite Fall ist. Ich fand mich auch gut zurecht, hatte aber an ein paar Stellen in Alessas (Privat-) Geschichte den Eindruck, dass mir etwas entgeht, insofern ist es vermutlich besser das erste Buch auch zu kennen, auch wenn die Fälle abgeschlossen sind. Hier gibt es auf den ersten Blick zwei Fälle zu lösen: den Einbruch-Diebstahl in eine Brauerei, bei dem 200 Fässer Bier gestohlen und wichtige Maschinen zerstört wurden und den Mord an einer Prostituierten, die auf den Stufen von Alessas College abgelegt wurde. Doch wie hängen die beiden Fälle zusammen, der im Diebstahl ermittelnde Inspector ist davon überzeugt, ihm werden allerdings Steine in den Weg gelegt. Absichtlich? Oder aus Ignoranz? Oder aus Politik? Denn gerade die politische und wirtschaftliche Situation in New York birgt Zündstoff. 

 

Meine Meinung: Die Autorin Philea Baker zeichnet ein sehr eindrucksvolles Bild der damaligen Situation, sowohl vom Frauenrecht, immerhin ging Alessa nach Amerika, weil ihr in England das Medizinstudium verwehrt blieb, dem Arbeiterrecht und besonders vom Polizeiapparat und deren Möglichkeiten, hier gibt es im Anhang auch noch einige interessante Fotos. Es war eine Zeit des Umbruchs, die gerade in New York ihre Blüten trug und das kommt in diesem gut recherchierten historischen Krimi gut zur Geltung. Ich muss sagen, dass ich mich am Anfang mit der Kürze der Kapitel und dem raschen Wechsel der Perspektiven etwas schwer getan habe, aber je weiter man liest umso klarer wird das Bild, ähnlich wie bei einem Mosaik. Stück für Stück setzt sich die Geschichte und die Fälle zusammen und man erkennt die Hintergründe und eigentlichen Vorgänge, so dass sich auch die Spannung kontinuierlich steigert (eben relativ langsam) bis es zur Auflösung der Fälle kommt und man erkennt, dass die scheinbaren Exkurse durchaus ihre Bedeutung haben. 

 

 

Ich danke dem Dryas Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Cover des Buches Gegen jedes Gebot (ISBN: 9783948483265)MartinAs avatar

Rezension zu "Gegen jedes Gebot" von Philea Baker

Frauenpauer im 19. Jahrhundert
MartinAvor 5 Monaten

Gegen jedes Gebot ist die Fortsetzung von Gegen die Spielregeln und der zweite Band mit Alessa Arlington. Der Schauplatz ist ein anderer, aber das spielt keine Rolle, ebenso wenig, dass die Hauptpersonen wechseln und wichtige Personen aus dem Vorgänger keine oder nur noch eine geringe Rolle spielen. Das bedeutet auch, dass es keine Weiterentwicklung der Liebesgeschichte zwischen Alissa und ihrem Indianer gibt, jedenfalls nicht so wie man es erwarten würde. Das bedeutet allerdings auch, dass es keine Romanze gibt, die von der eigentlichen Handlung ablenkt.
Mir hat der Anfang besonders gefallen, da ich die Idee des Bierraubs als sehr unterhaltsam und ungewöhnlich empfand. Dass das nur der Aufhänger war, ist natürlich irgendwann ersichtlich, aber es bleibt spannend. Und ebenso wie im Vorgänger wird ein Sittenbild der damaligen Zeit geschildert, natürlich mit einer weiblichen Heldin, die anders ist als man es für ihre Zeit vermutet (und die es vermutlich nicht gegeben hätte, wäre der Krimi 1874 geschrieben worden).
Gegen jedes Gebot ist ein unterhaltsamer viktorianischer Krimi, mit einer spannenden, wendungsreichen (und vielseitigen) Handlung und interessanten Persönlichkeiten (fiktiv und real). Mit ein paar Charakteren aus London gibt es ein Wiedersehen, andere leben nur in der Erinnerung weiter, aber es gibt Platz für neue Bekanntschaften und es geht weiter wie bisher: Alessa Arlington ermittelt ... und wie es bei Hobbydetektiven (und -detektivinnen) der Fall ist gerät sie in Gefahr ....
Tatsächlich hat mir Gegen jedes Gebot besser gefallen als Gegen die Spielregeln, aber im Großen und Ganzen hoffe ich, dass die Krimis fortgesetzt werden. Es müssen nicht immer männliche Charaktere sein, die im 19. Jahrhundert ermitteln, auch Frauen dürfen und sollten das. Und bedenkt man ihre Stellung damals stellen sie wohl auch die interessanteren Protagonisten dar.

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