Philip G. Zimbardo Der Luzifer-Effekt

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Inhaltsangabe zu „Der Luzifer-Effekt“ von Philip G. Zimbardo

Was bringt gute Menschen dazu, Böses zu tun? Wie können normale Menschen dazu verleitet werden, unmoralisch zu handeln? Wo liegt die Grenze zwischen Gut und Böse, und wer läuft Gefahr, sie zu überschreiten? Der renommierte Sozialpsychologe Philip Zimbardo erläutert in seinem neuen Buch Der Luzifer-Effekt, wie wir alle für die Verlockungen "der finsteren Seite" anfällig sind - und die unzähligen Gründe dafür. Anhand historischer Beispiele sowie seiner eigenen bahnbrechenden Forschungen führt er detailliert aus, wie situative Kräfte und gruppendynamische Prozesse zusammenwirken können, um aus anständigen Männern und Frauen Ungeheuer werden zu lassen. Zimbardo ist vielleicht am besten bekannt als der Kopf hinter dem Stanford Prison Experiment, einem Meilenstein der psychologischen Forschung. Hier erzählt er, zum ersten Mal und in fesselndem Detail, die ganze Geschichte dieser Studie, in der eine Gruppe freiwilliger Studenten zufällig in "Wärter" und "Häftlinge" aufgeteilt wurde, um dann in einem simulierten Gefängnis zu arbeiten und zu leben. Innerhalb einer Woche musste das Experiment abgebrochen werden, da normale Studenten sich in brutale, sadistische Wärter oder emotional gebrochene Gefangene verwandelt hatten. Indem er die psychischen Ursachen solcher verstörenden Metamorphosen analysiert, versetzt Zimbardo den Leser in die Lage, vielerlei entsetzliche Phänomene besser zu verstehen, von Straftaten der Wirtschaftskriminalität über organisierten Völkermord bis hin zu den Misshandlungen und Folterungen, die ursprünglich rechtschaffene US-amerikanische Soldaten in Abu Ghraib begangen haben. Die landläufige Vorstellung vom "faulen Apfel" ersetzt er durch das Bild vom "bösen Fass" - also der Hypothese, dass das soziale Umfeld und das System das Individuum pervertieren, und nicht etwa umgekehrt. Dieses Buch wagt es, der Menschheit einen Spiegel vorzuhalten, der zeigt, dass man vielleicht nicht der Mensch ist, für den man sich halten mag. Es zwingt uns zu hinterfragen, welcher Untaten wir - gefangen im Schmelztiegel der Verhaltensdynamik - fähig sein mögen, doch Zimbardo weckt auch neue Hoffnung: Er ist überzeugt, dass man nicht nur dem Bösen widerstehen, sondern gar selbst heroisches Verhalten entwickeln kann. Der Luzifer-Effekt ist eine schockierende und fesselnde Studie, die unsere Sicht des menschlichen Verhaltens verändern wird.

Hat Eindruck hinterlassen und mein Denken beeinflusst. Könnte Nicht-Psychologen hier und da zu langatmig sein, da sehr wissenschaftlich.

— TheMonk

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  • Rezension zu "Der Luzifer-Effekt" von Philip G. Zimbardo

    Der Luzifer-Effekt

    sabatayn76

    23. September 2010 um 21:44

    Gesunde Äpfel im schlechten Fass Inhalt: Philip Zimbardo erzählt sehr detailliert von seinem berühmten Stanford Prison Experiment, von der Vorbereitung, der Durchführung, den Problemen und seiner Interpretation. Seine Forschungsergebnisse setzt er schließlich in Beziehung zu Ereignissen wie dem Genozid in Ruanda und den Folterskandalen in Abu Ghraib. Mein Eindruck: Da ich selbst Psychologin bin und somit auf Vorwissen zurückgreifen kann, fällt mir eine Einschätzung darüber, wie viel ein Laie ohne (sozial-) psychologischen Hintergrund von Zimbardos Ausführungen verstehen kann, eher schwer. Meiner Meinung nach kann man Zimbardos Gedankengängen sehr gut folgen, denn er erklärt ausführlich und anhand von anschaulichen Beispielen, was Menschen böse macht und welche Macht die Umstände haben. Bisweilen habe ich Zimbardos Ausführungen jedoch als zu lang und zu ausschweifend empfunden. Auch teile ich Zimbardos etwas zu vereinfachte und entwürdigende Sicht auf die Ursachen palästinensischer Selbstmordattentate nicht. Laut Zimbardo stecken dahinter böse Fundamentalisten, die fröhliche und rundum glückliche Palästinenser einer Gehirnwäsche unterziehen, damit diese sich grundlos in den Märtyrertod stürzen. Hier stellt sich Philip Zimbardo meines Erachtens selbst ein Bein: im gesamten Buch legt er Wert darauf, dass man 'Systeme berücksichtigen (muss), nicht nur Dispositionen und Situationen, wenn man komplexe Verhaltensmuster verstehen will', doch dann reduziert er ein komplexes System (Nahostkonflikt, Israel mit seiner Geschichte, Palästina mit den großen Verlusten, der Hoffnungslosigkeit, der Ungerechtigkeit) auf eine simple Erklärung. Ich möchte ihm nicht widersprechen, was die Gehirnwäsche angeht, doch finde ich, dass der Autor die politische Situation in Palästina herunterspielt und den Blick für das Elend und die Ungerechtigkeit verloren hat, die es erst ermöglichen, dass eine Gehirnwäsche durch Fundamentalisten möglich und erfolgreich ist. Mein Resümee: Wer sich mit der Psychologie von Gewalt, Terror und menschenverachtendem Verhalten detailliert auseinandersetzen will, kommt an Zimbardos Buch nicht vorbei. Spannend, fundiert, überzeugend argumentiert, jedoch mit einigen Längen.

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