Wie Europa die Welt eroberte

von Philip Hoffman 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Wie Europa die Welt eroberte
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Inhaltsangabe zu "Wie Europa die Welt eroberte"

Europa war einmal die führende Macht in der Welt. Zwischen 1492 und 1914 eroberten Europäer 84 Prozent des Weltterritoriums. Was machte sie so stark? Waren nicht die Chinesen oder Osmanen über Jahrhunderte den Europäern weit voraus?
Der renommierte Wirtschaftshistoriker Philip T. Hoffman zeigt eindrucksvoll, dass die herkömmlichen Thesen nicht greifen. Die entscheidende Rolle für den Aufstieg Europas spielte die Kleinstaaterei und die damit verbundenen unzähligen Kriege. Jahrhundertelang gaben die Staaten riesige Mengen Geld für militärische Innovationen aus.
Der Militarismus und die technischen Errungenschaften wurden so zum Motor der gesellschaftlichen Entwicklung. Der unerreichbare Vorsprung Europas in der militärischen Verwendung von Schießpulver sicherte Kolonialreiche und den einträglichen Sklavenhandel.
Faktenreich und fesselnd enthüllt Philip T. Hoffman die verblüffenden Gründe für Europas Vorherrschaft und warum diese nach dem Zweiten Weltkrieg endete.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783806234763
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Erscheinungsdatum:01.03.2017

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    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Die „Eroberungsgeschichte“ Europas



    Wie kam es, dass Europa, bis zum 15. Jahrhundert ein eher trostloser armer Kontinent, ab etwa Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine Entwicklung nahm, die ihm in fast jeder Hinsicht eine Weltmachstellung brachte?

    Der amerikanische Professor für Wirtschaft und Geschichte Philip T. Hoffman geht in seinem in den USA hoch gelobten Buch dieser Frage nach und identifiziert permanente Spannungen und militärische Auseinandersetzungen der einzelnen europäischen Reiche und selbst kleiner Fürstentümer untereinander als Ursache eines enormen Wettrüstens, während dem sie neben dem Schießpulver auch viele andere Technologien entdeckten, als Ursache dafür, dass Europa immer mehr an auch globalem Einfluss gewann. Dieser innereuropäische militärische Wettbewerb verschaffte den Europäern im Gegensatz zu anderen Weltmächten jener Zeitspanne, den „entscheidenden Vorteil“. Doch mit dem Ersten und erst recht mit dem zweiten Weltkrieg ging dieser Vorteil verloren.

    Mit dieser Ausgangsthese zeichnet Hoffman in seinem lesenswerten und informativen Buch die „Eroberungsgeschichte“ Europas nach und erwähnt auch die Schattenseiten dieser Entwicklung.

    Mich persönlich regte dieses Buch an, nachzudenken über das, was Europa heute, im 21. Jahrhundert, auszeichnet. Darüber, wie die in diesen Tagen besonders deutlich sichtbare politische Notwendigkeit der Rückbesinnung auf die eigenen Stärken und Ressourcen, Europa einigen und ihm einen neuen, eigenen Platz in der globalisierten Welt verschaffen könnte.
     
     
     


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    M
    michael_lehmann-papevor 2 Jahren
    Durch Rüstung zur Weltmacht

    Durch Rüstung zur Weltmacht

    Vom Jahr 900, dem tiefsten Mittelalter aus gesehen, war Europa ein ungesunder, armer, unattraktiver Ort mit kaum Luxus und geringer Lebenserwartung. Da mussten schon die Mauren nach Spanien kommen, um ein wenig Lebenskultur in Europa vorzeigen zu können. Muslimische Lebenskultur mit Kulturwissenschaften, Poesie und entwickelter Medizin, wofür u.a. Cordoba stand und bekannt war.

    Dann aber, ab der Mitte des 15.Jahrhunderts bis hin zum Beginn des 20. Jahrhunderts errang Europa eine weltweite Vormachtstellung in so gut wie jeder Hinsicht, die ihresgleichen suchte.

    Hoffmanns Grundthese dabei ist, dass dies nicht durch die schönen Künste“ oder „zivile technologische Erfindungen“ ermöglicht wurde, sondern vor allem auf den immerwährenden militärischen Spannungen der einzelnen Reiche und selbst kleinerer Fürstentümer und Stadtstaaten untereinander beruht. Konflikte, die durch Wettrüsten gekennzeichnet waren und darin vielfache Technologien bis hin zum Schießpulver erfanden, durch die Europa zusehends an Stärke und globalem Einfluss gewann.

    Anders, als viele andere, zu Zeiten durchaus ebenfalls mächtige Nationen der Geschichte. Die ebenfalls je moderne Waffensysteme ja zu ihren Hochzeiten besaßen.

    Je moderne, überlegene Technologie zu entwickeln, das war die Stärke Europas in den Jahrhunderten, als die Welt das erste Mal verteilt wurde.

    „Die..….beste Antwort auf diese Fragen ist, dass der militärische Wettbewerb in Europa den Europäern den entscheidenden Vorteil verlieh“. Ein Vorteil, der mit dem ersten Weltkrieg und, vor allem dann, mit dem zweiten Weltkrieg weitgehend verloren ging.

    Mit dieser These im Hinterkopf zeichnet Hoffmann die „Eroberungsgeschichte“ Europas nach, von der frühen Neuzeit bis zum Ende des ersten Weltkrieges und versäumt es dabei auch nicht, die Schattenseiten zu benennen.

    „Jede Eroberung hat ihren Preis“.

    Zumindest im Blick auf die unaufhörlichen europäischen Konflikte stimmt dies und relativiert die großen Erträge der Kolonialzeit mit den ebenfalls ständig hohen Rüstungsausgaben.

    Ein interessant zu lesendes Buch, dass im Hintergrund durchaus den Gedanken zulässt, nach Ende der inneren Konflikte erst auf ziviler Ebene „Reichtum für alle“ zumindest im Ansatz hergestellt zu haben.

    Was vielleicht auch nur auf der Basis der konfliktreichen Jahrhunderte dann möglich geworden ist.

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