Der Einstieg hat mir gut gefallen. Er liefert allgemeine Informationen, die mit Zahlen und Beispielen untermauert sind und schafft so eine solide Grundlage. Allerdings bekommt JoinPolitics an dieser Stelle bereits einen recht langen Abschnitt. Eine Erklärung zum Unternehmen ist ja nicht verkehrt und gehört ins Buch, hätte jedoch deutlich kürzer ausfallen können.
Der zweite Abschnitt war für mich der stärkste. Die Vorstellung junger Talente mit ihren politischen Ambitionen fand ich spannend, besonders weil sie aus unterschiedlichen Richtungen kommen und eine gute Vielfalt geboten wurde. Hier zeigt sich das Potenzial für eine frische und innovative Politik.
Leider konnte mich der letzte Abschnitt nicht mehr überzeugen. Die präsentierte Zukunftsvision ist utopisch und wenig greifbar, was das Lesen eher anstrengend als motivierend machte. Mir fehlten vor allem konkrete Problemlösungen. Einige Gedanken und die Thesen zum Schluss waren durchaus interessant, aber insgesamt wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Auch der Schreibstil wurde für mich im Verlauf zunehmend schwerer zugänglich. Fachbegriffe sind zwar in einem Buch über Politik zu erwarten, könnten aber für einige Leser eine Hürde darstellen.
Insgesamt hatte das Buch gute Ansätze, aber es hätte weniger Eigenwerbung für JoinPolitics und mehr greifbare Lösungen enthalten können. Wer sich für junge politische Talente und deren Werdegang interessiert, findet hier spannende Einblicke, doch wer konkrete Antworten auf aktuelle Probleme sucht, könnte enttäuscht werden.



