Philip K Dick Stimmen der Straße

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Inhaltsangabe zu „Stimmen der Straße“ von Philip K Dick

Kalifornien, Anfang der fünfziger Jahre. Eigentlich führt Stuart Hadley ein glückliches Leben. Er stammt aus einer wohlsituierten Familie, sein Job bietet gute Perspektiven und seine Frau wird bald ihr erstes Kind zur Welt bringen. Aber Stuart Hadley ist ein Getriebener, unzufrieden mit seinem vermeintlich so vollkommenen Leben. Ständig ist er auf der Suche, ohne zu wissen, wonach. Als er sich mit einer rätselhaften Frau namens Marsha Frazier einlässt, die eine neofaschistische Zeitschrift herausgibt, gerät sein Leben außer Kontrolle. Durch sie lernt Hadley den charismatischen Sektenführer Theodor Beckheim kennen, der ihm helfen soll, endlich zu sich selbst zu finden. In 'Stimmen der Straße' erzählt Philip K. Dick vom Abstieg eines jungen Mannes in eine Welt aus Wahnsinn und Gewalt. Ein visionärer Roman, der den Amerikanischen Traum als fatale Illusion demaskiert, die dunklen, subversiven Mächten das Feld bereitet.

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  • Rezension zu "Stimmen der Straße" von Philip K Dick

    Stimmen der Straße

    emeraldeye

    15. June 2011 um 12:33

    "Stimmen der Straße" ist ein früher Roman von Philip K.Dick. Der Autor, der später als Kultautor der Science Fiction bekannt geworden ist (sein Roman "Träumen Roboter von elektrischen Schafen" diente als Vorlage für "Blade Runner", dem epochalen Science Fiction Film von Ridley Scott) hat hier schon ansatzweise sein literarisches Hauptthema gefunden: Der Mensch auf der Suche nach seiner Identität in einer unsicheren, brutalen, gleichgültigen Welt. Noch nicht so raffiniert und vielschichtig wie z.B. in "Minority Report" oder "Blade Runner", dafür aber drängender und kathartischer schildert er den Lebensweg eines Mannes in den 50iger Jahren. Stuart Hadley lebt in San Francisco. Er hat jung geheiratet und seine Frau erwartet ein Kind von ihm. Er arbeitet in einem heruntergekommenen Radio-und Fernsehgeschäft als Verkäufer. Der Eigentümer des Ladens schätzt ihn und möchte ihm Aufstieg und besseres Gehalt bieten, um ihn zu halten. Doch Stuart ist unzufrieden, unruhig und unzuverlässig. Seine Welt ist fahl, düster und schmutzig. Die Menschen um ihn herum ändern sich ständig, bieten keine Sicherheit. Er ist auf der Suche, aber wonach weíß er nicht. Er treibt sich herum, läßt seine schwangere Frau nächtelang allein und betrinkt sich. Auf einem dieser Streifzüge trifft er Marsha Frazier, eine geschiedene Mittdreißigerin mit zwei Söhnen, die ihn mit Theodore Beckheim, einem charismatischen Sektenführer, bekannt macht. Stuart ist gleichzeitig fasziniert und abgestossen von Marsha, in der er seine "eigene dunkle Seite" erkennt. Sie spricht Worte, die er nicht einmal zu denken wagt und berührt ihn damit in seinem Inneren. Er trifft Beckheim, einen hünenhaften Schwarzen, in ihrem Haus und glaubt am Ende seiner Sinnsuche angekommen zu sein. Doch als er erfährt, dass Marsha und Beckheim ein Paar sind, eine schiere Unmöglichkeit im Amerika der 50iger Jahre, verwandelt sich seine Begeisterung in Hass und Ekel. Marsha, die ihn nicht in Ruhe läßt, wird das erste Opfer seiner verletzten Gefühle. Doch das reicht nicht. Hadleys Verzweiflung wird übermächtig und richtet sich schließlich gegen ihn selbst. Er überlebt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Philip K.Dick ist ein Meister darin, beklemmende, unterschwellig hoch bedrohliche Situationen für seine Protagonisten zu erschaffen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie in Teilen als seine Alter Egos fungierten. Dick ist in der Ära des Kalten Krieges und mit Senator McCarthy groß geworden. Dies gepaart mit den miefigen, druckvollen gesellschaftlichen Konventionen jener Zeit war der ideale Nährboden für Paranoia und Ausbruchsfantasien. Auch nach den einschneidenden Veränderungen in der 60igern und 70igern blieb er dabei, sie in seinen Romanen und Kurzgeschichten wieder aufleben zu lassen. Das Science-Fiction-Genre bot ihm den Raum dafür und ließ ihn zu einem der bedeutendsten amerikanischen Autoren werden. Der 1953 geschriebene, erst posthum veröffentlichte, Roman "Stimmen der Straße" ist mit seiner Grundthematik auch heute noch aktuell und sicherlich auch etwas für Leser ohne Interesse an Science-Fiction.

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