Philip K. Dick

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Autor von Blade Runner, Das Orakel vom Berge und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philip K. Dick

Philip Kindred Dick und seine Zwillingsschwester Charlotte Jane Dick kamen sechs Wochen zur früh zur Welt. Dicks Mutter, Dorothy Dick, war mit den beiden Kindern vollkommen überfordert und auch wegen schlechter medizinischer Versorgung starb Charlotte fünf Wochen nach der Geburt. Dicks Vater war zu dieser Zeit Ermittler im Landwirtschaftsministerium und sehr viel unterwegs. Dick hatte immer schon Probleme mit seinen Eltern, die sich immer sehr bürgerlich anpassen wollten, da auch beide im Staatsdienst waren. Als sich seine Eltern scheiden ließen ging er mit der Mutter nach Washington. Ein Lehrer bemerkte dort, dass Philip Talent zum Geschichten erzählen hatte, in dieser zeit begann er seine ersten Kurzgeschichten niederzuschreiben. Nach der Highschool studierte er an der University of California, heiratete Jeanette Marlin und ließ sich nach sechs Monaten wieder scheiden. Die nächsten Jahre arbeitete er in einem Plattenladen und als Radiomoderator. Seine Kurzgeschichten verkaufte er nun auch für Geld. 1950 heiratete er wieder die in der linken Szene sehr aktive Kleo Apostolides. Nach einigen Jahren ließ er sich wieder scheiden und heiratete noch drei andere Ehefrauen. Von seinen fünf Ehefrauen hat er zwei Kinder, Laura und Christopher. Dick las alles Mögliche und studierte Germanistik, deswegen tauchen in seinen Büchern auch immer wieder deutsche Zitate auf. Dick machte keinen Abschluss und konnte kaum eines seiner Bücher zu Lebzeiten veröffentlichen. Er experimentierte viel mit bewusstseinserweiternden Drogen. Sein Haus galt eine Zeit lang als Drogen- und Kriminellen Treffplatz. Diese Zeit fließt sehr in seinen Roman "A Scanner Darkly" ein. Dick entwickelte eine Abneigung gegen das FBI und den KGB. Er glaubte eine Vision gehabt zu haben, konnte aber nie rausfinden ob diese göttlichen Ursprungs war. Sein Buch "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" wurde von Ridley Scot zu "Blade Runner" verfilmt. Dick war in die Dreharbeiten involviert, starb aber vor der Premiere. Am 2. März 1982 starb er in Santa Ana nachdem er ein Paar Tage vorher einen Schlaganfall und einen Herzinfarkt erlitten hatte. Er hatte beschlossen, alle medizinischen Geräte abschalten zu lassen und wollte, dass seine Asche mit in das Grab seiner Zwillingsschwester gelegt wird.

Neue Bücher

Zeit aus den Fugen

 (55)
Erscheint am 23.01.2019 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

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Blade Runner

Blade Runner

 (216)
Erschienen am 24.08.2017
Das Orakel vom Berge

Das Orakel vom Berge

 (113)
Erschienen am 23.02.2017
Der dunkle Schirm

Der dunkle Schirm

 (73)
Erschienen am 25.09.2014
Der unmögliche Planet

Der unmögliche Planet

 (51)
Erschienen am 01.09.2002
Zeit aus den Fugen

Zeit aus den Fugen

 (55)
Erschienen am 23.01.2019
Nach der Bombe

Nach der Bombe

 (53)
Erschienen am 27.04.2016
Eine andere Welt

Eine andere Welt

 (45)
Erschienen am 26.03.2015
Irrgarten des Todes

Irrgarten des Todes

 (36)
Erschienen am 27.04.2016

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Neue Rezensionen zu Philip K. Dick

Neu

Rezension zu "The Minority Report" von Philip K. Dick

Achtung: bezieht sich NUR auf die titelgebende Short Story
StefanieFreigerichtvor einem Monat


...es gibt eine ebook-Version mit NUR der Titelgeschichte. 

I was surprised I rather liked this - not like enthusiastically, but I felt very entertained. I had never seen the movie and I do normally dislike S/F stories. This one comes a bit different.

Set in a post-war future on earth, Precrime is the main method (and department) of policing (nowadays, that method would be called preventive policing, so it is not *that* far-fatched). Five years ago, the last murder occurred. Any other moment, the deed had been prevented before it could happen - thanks to the predictions uttered by the three so-called precogs. Analysis of everything those three say has become the major task of the police - as it had been established by Police Commissioner John Anderton. Now that Anderton has Ed Witwer in his office, the young man supposed to take over his job one day, Anderton. Unwilling as Anderton is to this, he soon recognizes more problems: he finds his own name on one of the cards for criminals-to-become.

Despite the S/F setting, and concept of the precogs, the rest of the story is based on the one hand on the general moral discussion (suffering victims vs. suffering of technically innocent inmates) and on the other hand on the logical discourse within the case of "minority report vs. majority report".

Great idea and plot - although it makes me wonder to read that Dick basically seems to have done everything under the influence. I needed a cyberpunk story for the 2018 Popsugar Reading Challenge and will rather get the whole book. I do not like Tom Cruise, but this was no "Mission Impossible" to broaden my reading horizon.

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Rezension zu "Electric Dreams" von Philip K. Dick

Gesellschaftskritischer Sci-Fi
Janna_KeJasBlogvor 2 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Wie fasst man zehn Kurzgeschichten zusammen? Geschichten die höchsten um die 30 Seiten lang sind? Stimmt, gar nicht. Also werde ich keine lange Rezensionen schreiben, sondern auf die Thematik(en) innerhalb der Geschichten, warum sie mir gefielen eingehen. Und ich muss sagen, nach „Irrgarten des Todes“ (Vorsicht, lesen auf eigene Gefahr! Alte Darstellung & würde heute ganz anders von mir verfasst werden) und diesem Buch muss ich eventuell Dick-Fan werden!

"Er nahm so ziemlich alle Aufputschmittel und Drogen, die es gab, hatte Visionen und göttliche Erscheinungen, schrieb bis zu 60 Seiten am Tag und fühlte sich von FBI und KGB verfolgt."
(Informationen zum Autor, Seite 2)

Das mag für einige vielleicht eine Erklärung für seine Bücher sein. Für andere ist es eine Erweiterung seiner bereits vorhandenen Gedanken. Ich bilde mir ehrlich gesagt überhaupt kein Urteil. Ob Drogen, eine psychische Erkrankungen oder andere Einflüsse der Grund seiner Geschichten sind, der Antrieb, spielt für mich keine Rolle. Das was ich von ihm in Buchform oder verfilmt kenne ist genial!

Science Fiction ist das Genre in dem sich der Autor bewegt, aber ist es wirklich fiktional was er schreibt? Er wurde 1928 geboren und wurde nicht mal 60 Jahre. Man könne nun behaupten das die Geschichten zu seiner Zeit in diesem Genre anzusiedeln sind und auch heute noch sind. Und doch ist das Geschriebene zwischen den Zeilen unsere Gesellschaft. Unsere Wünsche, unsere Sehnsüchte und das ganze Böse in uns.

Genau das ist es, was mir in diesen zehn Geschichten begegnete. Zerstörung, Entscheidungen, Angst. Und Hoffnung. Nicht gänzlich jede konnte mich überzeugen, aber alle haben ein Thema, etwas das zur heutigen Zeit gar nicht mehr so unvorstellbar scheinen mag. Ich könnte keine herausnehmen und eindrücklicher beschreiben, denn dann würde ich Euch zu viel vorwegnehmen, der Grad ist schmal.

Wer gerne in dem Genre liest, wird Dick bereits kennen und allen anderen kann ich sagen – probiert Euch mit dem Autor aus! Es lohnt sich, auch wenn es manchmal wirr sein mag, er beschreibt gekonnt unsere Zukunftsängste. Und die kleine Hoffnung in uns, manchmal.

Wen meine Eindrücke zur Serie interessiert, klickt bitte *hier*

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Rezension zu "Blade Runner" von Philip K. Dick

Philip K. Dick - Blade Runner
einz1975vor 7 Monaten

Immer wieder kommen Roman-Klassiker erneut in die Regale und das hat oft auch einen mehr als guten Grund. Blade Runner von Philip K. Dick wurde 1968 zu ersten Mal veröffentlicht und hat sicherlich auch damals schon die Meinungen der Leser gespalten. Das Thema war so unglaublich anders und hat doch auch irgendwie die Zeit von früher gut widergespiegelt. 20 Jahre später schuf Ridley Scott mit seiner Verfilmung dieses Buches einen Science-Fiction-Klassiker, welcher heute noch durch seine Technik und Umsetzung beeindrucken kann. Doch kommen wir endlich zur Geschichte dieses Buches. Wir erleben hier die Ereignisse im Jahr 2012. Die Erde hat gerade einen dritten Weltkrieg hinter sich. Viele Städte sind zerstört und die atomare Verseuchung hat viele Menschen dahingerafft.

Einige sind geflohen und versuchen jetzt ihr Glück auf dem Mars, andere durften nicht weg, da ihr Genpool nicht mehr in Ordnung ist und sie müssen auf der Erde bleiben. Damit dennoch alle anfallenden Arbeiten erledigt werden können, wurden Androiden geschaffen. Diese arbeiten und sollen ihren Herren dienen. Doch nicht immer sind sie auch so programmiert, dass sie dieser Anordnung auch Folge leisten. Manchmal kommt es sogar soweit, dass sie Menschen töten und hier muss ein Kopfgeldjäger eingesetzt werden. Rick Deckard arbeitet in der San Francisco Direktion. Nachdem ein Kollege von ihm durch einen Androiden schwer verletzt wurde, übernimmt er seinen Fall. Durch eine ihm bekannte Liste, arbeitet er nach und nach die darauf befindlichen Namen ab.

Bis hier hin ähnelt sich der Film und das Buch doch noch recht ordentlich. In dieser Zukunft muss zudem jeder Mensch auch ein Haustier besitzen, umso mehr, umso besser. Denn mittlerweile sind alle Tiere vom Aussterben bedroht und durch diese Anweisung, soll dies verhindert werden. Rick Deckard möchte für sich und seine Frau auch eines dieser Haustiere besorgen, doch kosten diese viel Geld. Mit dem Kopfgeld dieser Androiden könnte jedoch alles anders werden. Im Verlauf der Geschichte verändert sich Rick. Durch einen Test kann er ermitteln ob die Person, die vor ihm steht ein Mensch oder Androide ist. Hierbei geht es um Empathie, welche beim Menschen natürliche Reaktionen hervorrufen, aber Maschinen entscheidend länger für eine Reaktion benötigen.

Rick lernt die Androidin Rachel kennen, welche ihn fasziniert. Er beginnt auch an seiner Mission und seinen Job zu zweifeln. Träumen Androiden? Nur eine der Fragen, die er sich plötzlich stellt. Russische Agenten spielen nebenbei eine Rolle, was zeitlich den Kalten Krieg deutlich unterstreicht und die Fernsehreligion das „Mercertum“ übernimmt die Aufgabe der Regierung, von der sich der Autor selbst nicht beschützt genug gefühlt hat. Viele weitere Passagen des Buches sind vielleicht nicht von dieser Welt und spiegeln eher den Autor und seine ganz persönlichen Gedanken wieder und genau das, macht das Buch zu einem Unikat.

Fazit:
Autor Philip K. Dick schuf mit Balde Runner eine Welt, in der Fragen der Existenz des Lebens auf den Grund gegangen wird. Was macht uns Menschen so besonders, wie wertvoll ist das Leben eines Tieres und darf künstlich geschaffenes Leben selbst-entscheidend existieren? Einmal angefangen legt man den Roman erst am Ende weg. Ständig hat man diese Welt vor Augen und sei es nur, dass man den Film Revue passieren lässt. Die Parallelen zwischen Buch und Film gehen zudem weiter auseinander, als man denken mag. Science-Fiction-Klassiker wie dieser Roman, sollten öfter neu zum Leben erweckt werden.

Matthias Göbel

Autor: Philip K. Dick
Übersetzung: Manfred Allié
Klappenbroschur: 272 Seiten
Verlag: FISCHER Tor
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 24.08.2017
ISBN: 978-3-5962-9770-2

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Philip K. Dick wurde am 15. Dezember 1928 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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