Philip K. Dick Blade Runner

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Inhaltsangabe zu „Blade Runner“ von Philip K. Dick

'Träumen Androiden von elektrischen Schafen?' – diese Frage stellte sich Philip K. Dick im Titel seines 1968 erschienenen Romans. Ridley Scott hat danach den Film 'Blade Runner' gedreht, der 1982 in die Kinos kam. Roman wie Film erzählen die Geschichte des Kopfgeldjägers Rick Deckard, der Jagd auf künstliche Menschen macht. Im Buch geht es allerdings um weit mehr: Auf einer von einem Atomkrieg verwüsteten Welt sind künstliche Tiere zu Statussymbolen geworden, eine 'Mercertum' genannte Fernsehreligion treibt ihr Unwesen, und sogenannte 'Stimmungsorgeln' manipulieren die Gefühle der Menschen. Und nicht nur Androiden werden auf Empathie getestet. Die vollständige Neuübersetzung macht deutschen Lesern den Roman erstmals in seiner ganzen sprachlichen Differenziertheit zugänglich – ein Meisterwerk nicht nur der Science-Fiction-Literatur.

Keine C-Beams, kein Tannhäuser Tor, trotzdem ein Muss!

— RoteFee

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  • Ein Klassiker den man lesen muss

    Blade Runner

    sechmet

    05. October 2017 um 18:59

    Die radioaktive Idylle einer postapokalyptischen Gesellschaft wird durch vom Mars zurückgekehrte Androiden bedroht. Aber ein Kopfgeldjäger macht jagt auf diese Androiden. Hier werden mit schwarzem Humor die Grenzen erkundet, welche die vom Menschen erschaffenen Androiden von ihren Schöpfern unterscheidet. Letztendlich eine Lektion von Ethik und Technik.Nachdem die Erde von einem Atomkrieg heimgesucht wurde, verlassen die meisten Menschen die Erde. Androiden werden erschaffen, um in der fernen neuen Heimat der Menschen diesen zu dienen und Gesellschaft zu leisten. Aber einige Androiden entwickeln immer wieder den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Also fliehen sie. Und das ausgerechnet zur Erde. Hier schaffen sie es zwar für einen gewissen Zeitraum unerkannt unter den verbliebenen Menschen zu leben, werden aber immer wieder von den Kopfgeldjägern aufgestöbert und gejagt. Und das obwohl die Hersteller immer bessere Modelle herstellen. Philip K. Dick schafft mit diesem Roman eine düstere Zukunftsvision von unserer Welt. Eine Welt, die den Leser fesselt, verängstigt und auch fasziniert. Eine Welt, in der es etwas Besonderes ist , wenn man ein lebendes Tier besitzt. Es klingt so unrealistisch, aber gleichzeitig ist es doch auf beängstigende Art mehr als realistisch. Man definiert sich in der Gesellschaft über das Tier, das man besitzt.Bei seiner Erstveröffentlichung trug dieses Buch noch den Titel „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“. Nachdem es aber von Ridley Scott verfilmt wurde, wurde der Titel in „Blade Runner“ geändert. Eigentlich schade, denn den Original Titel mag ich lieber. Aber mal davon abgesehen, ist dieses Buch ein absolutes Muss für jeden Liebhaber der Science Fiction und aller die es noch werden wollen. 

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  • Träumen Androiden von elektrischen Schafen?

    Blade Runner

    RoteFee

    02. October 2017 um 14:35

    »Träumen Androiden von elektrischen Schafen?« – diese Frage stellte sich Philip K. Dick im Titel seines 1968 erschienenen Romans. Ridley Scott hat danach den Film »Blade Runner« gedreht, der 1982 in die Kinos kam. Roman wie Film erzählen die Geschichte des Kopfgeldjägers Rick Deckard, der Jagd auf künstliche Menschen macht. Im Buch geht es allerdings um weit mehr: Auf einer von einem Atomkrieg verwüsteten Welt sind künstliche Tiere zu Statussymbolen geworden, eine »Mercertum« genannte Fernsehreligion treibt ihr Unwesen, und sogenannte »Stimmungsorgeln« manipulieren die Gefühle der Menschen. Und nicht nur Androiden werden auf Empathie getestet ... Die vollständige Neuübersetzung macht deutschen Lesern den Roman erstmals in seiner ganzen sprachlichen Differenziertheit zugänglich – ein Meisterwerk nicht nur der Science-Fiction-Literatur. Als Fan des Films Blade Runner freue ich mich sehr auf die Fortsetzung, die zeitnah ins Kino kommt. Umso mehr hat es mich begeistert, dass das Buch neu aufgelegt in den Handel kam, habe ich es bisher noch nicht gelesen. Und man wird auf keinen Fall enttäuscht. Im Gegenteil. Wenn man Interesse daran hat, die Ursprungsgeschichte zu erfahren, ist dieses Buch ein MUSS. Dagegen ist der Film nur ein minikleiner Teil des Ganzen. Vom Inhalt selbst erzähle ich wie immer nichts, das überlasse ich dem Buch. Fünf von fünf Sternen.

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  • Ob zum Wiederentdecken oder neu Entdecken – ein Klassiker des Science Fiction den man gelesen haben

    Blade Runner

    Buchraettin

    19. September 2017 um 07:10

    Rezi von meinem MannNach einem Krieg ist die Erde verseucht – radioaktiver Staub ist allgegenwärtig und macht das Leben nahezu unmöglich. Fast alle Tiere sind ausgestorben und die Menschen wandern auf andere Planeten aus. Dort werden sie von organischen Robotern als Diener unterstützt. Als einige dieser Roboter unerlaubt auf die Erde kommen wird Rick Deckard, Kopfgeldjäger der Polizei, auf sie angesetzt. Denn der Aufenthalt von Robotern auf der Erde ist verboten. Doch wie entdeckt man einen organischen Roboter?Der Roman von Philip K. Dick spielt im Jahre 2012. Das verwundert zuerst, doch immerhin ist das Buch zum ersten Mal 1968 entstanden. Auch wenn einige technische Details schon veraltet wirken, ist es trotzdem in seiner Gesamtheit immer noch aktuell. Die Verseuchung der Erde durch einen nutzlosen Krieg, die Depression die die Menschen in ihrer Aussichtslosigkeit erfasst. Das empfand ich als Leser sehr beeindruckend geschildert. Obwohl der Roman durch die Jagd von Rick Deckard auf die Androiden strukturiert ist, so geht es doch um viel mehr: was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Und wie geht man damit um, wenn ein Roboter nicht mehr von einem Menschen zu unterscheiden ist?Wer den Film von Ridley Scott gesehen hat, kennt eigentlich nur die oberflächliche Struktur der Romanvorlage. Das Buch ist wesentlich vielschichtiger und tiefer und deshalb noch einmal interessanter zu lesen. Ob zum Wiederentdecken oder neu Entdecken – ein Klassiker des Science Fiction, den man gelesen haben sollte. 5 Sterne.

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  • Ein Klassiker in der Endzeit-Literatur...

    Blade Runner

    benfi

    06. February 2017 um 21:29

    KURZBESCHREIBUNG: In einer post-nuklear verseuchten Welt schlägt sich Rick Deckard als Prämienjäger der Polizei von San Francisco durch das Leben. Als sein erfahrener Kollege Dave Holden von einem Androiden außer Gefecht gesetzt wird, sieht der 'Blade Runner' eine Chance, richtig gutes Geld zu verdienen. Allerdings sind die neuen Androiden Modelle Nexus-6 von dem Rosen-Konzern sehr schwer von gewöhnlichen Menschen zu unterscheiden, was seinem Kollegen ja fast das Leben gekostet hätte. Gewissenhaft macht er sich an die Arbeit und glaubt nach der Eliminierung des erste Nexus-6 Androiden auf dem richtigen Weg, als Richard ein ihm völlig unbekanntes Polizei-Department in die Quere kommt, die den Prämienjäger selber als Androiden verdächtigen! Die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen scheinen nur noch minimal und dementsprechend tödlich... KOMMENTAR: Ich glaube, 'Träumen Androiden von elektrischen Schafen?' ist eine wunderbare Einstiegs-Lektüre in die phantastische Welt des 1982 verstorbenen amerikanischen Autors Philip K. Dick! Was dieser Roman mit des hier zu bewertenden Romans zu tun hat? Nun, dies war der Originaltitel der ersten deutschsprachigen Veröffentlichung, bevor der Roman durch den erfolgreichen Film 'Blade Runner' in den folgenden Auflagen umbenannt wurde. Dick schafft es auf wenigen Seiten eine düstere Zukunft unserer Welt zu skizzieren, die den Leser fesselt, betrübt und zugleich beängstigend fasziniert. Die nicht gerade positiv wirkende Hauptcharaktere Rick Deckard wirkt trotz allem sofort sympathisch und seine ihn an den Rande der Verzweiflung bringende Aufgaben als Prämienjäger nehmen einem beim Lesen mit. Diese Vision des Autors über die kommenden Tage unserer Welt ist eine Gewagte, jedoch keinesfalls von der Hand zu weisende. Dass wir einmal anhand eines Haustiers den Stellenwert in der Gesellschaft verdeutlichen klingt genauso abgedreht wie auch realitätsnah. 'Blade Runner' hat den Hauch einer dunklen Dystopie, welche auf knapp 220 Seiten intensiv von Dick ausgelebt wurde. Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen für Freunde der bodenständigen Science-Fiction. Dieses Buch kann man immer wieder mal Lesen! 9,1 Sterne

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  • Ein Meisterwerk - egal ob Film oder Buch

    Blade Runner

    EliasBohst

    09. December 2016 um 19:18

    "Blade Runner" (original: Träumen Androiden von elektrischen Schafen) ist definitiv ein Meisterwerk, egal ob als Buch oder als Film.Bei diesem Werk zeigt sich die wahre Tiefgründigkeit eines Philip K. Dick. Obwohl die Rahmenhandlung in einer technologisch weit fortgeschrittenen Zukunft nach einem Atomkrieg spielt, sind die wichtigsten Dinge für die Menschen die Tiere. Wer sich kein echtes Tier leisten kann, der kauft zumindest aus Anstand ein elektrisches und so besitzt der Kopfgeldjäger Rick Deckard ein elektrisches Schaf, um das er sich kümmert, wenn er keine flüchtigen Androiden am Ende ihrer Dienstzeit jagt, um sie zu eliminieren.Erstaunlich an dieser Geschichte ist die Vorstellung, dass man mit elektrischen Tieren echte ersetzt, obgleich sie keinen Nutzen aufweisen, außer den, ein Statussymbol zu markieren. Da liegt es auch nicht allzu fern, dass sich Dick mit Empathie als zentralem Element beschäftigt hat. Diese ist es nämlich, die Androiden von den Menschen zweifelsfrei unterscheidet, da die Androiden physisch dem Menschen bereits zu sehr ähneln. So kommt es, dass Deckard eine Affäre mit Rachel Rosen beginnt, von der er bald nicht mehr weiß, ob sie tatsächlich ein Mensch ist.Alles in allem schafft das Werk viele Fragen und zeigt bereits relativ früh ein grundlegendes Dilemma auf, zu dem es tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit sein könnte: Ab wann besitzt eine künstliche Lebensform ein echtes Bewusstsein? Und ganze nebenbei auch jene, wie wichtig uns Tiere sind, wenn es nicht mehr viele gibt.

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  • Erstklassiger Science-Fiction-Roman

    Blade Runner

    tob82

    14. May 2016 um 21:40

    Durch die Empfehlung eines Freundes bin zu dem Autor Philip K. Dick gekommen und da "Blade Runner" als sehr guter Film gilt, dachte ich mir, ich lese dieses Buch zuerst. Bereits nach weniger Seiten merkte ich dann, dass meine Auswahl wohl sehr gut gewesen war."Blade Runner" spielt in der Zukunft auf einer Erde, die durch einen Atomkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die meisten Tierarten sind ausgestorbenund der Großteil der Menschen sind auf den Mars ausgewandert. Zurück bleibeneinige Freiwillige sowie jeder, der einen bestimmten Intelligenztest nichtbestanden hat. Die Technik hat es mittlerweile geschafft, Androiden herzustellen, die dem Menschen exakt ähneln und nur noch mit Hilfe spezieller Tests ausfindig gemacht werden können. Die Androiden haben die Aufgabe, den Menschen zu unterstützen und wurden speziell als Geschenk für die neuen Marsbewohner konzipiert. Allerdings kommt es manchmal dazu, dass ein Android seinen "Herren" tötet und ein eigenständiges Leben beginnt. Hier kommt nun die Hauptperson ins Spiel: Rick Deckard. Er ist ein Androidenjäger und hat die Aufgabe, die "anarchistischen" und mörderischen Androiden aufzuspüren und zu eliminieren. Doch fällt es ihm immer schwerer, die Grenze zwischen Androiden und Menschen zu erkennen..."Blade Runner" ist ein spannendes und sehr unterhaltsames Buch. Dazu bekommt man einige Denkanstöße und auch abgesehen von der Androiden-Hauptstory gibt es einige Neuerung in der Welt, wie z.B. ein Gerät, mit dem man seine Stimmungen beeinflussen kann, die es auf jeden Fall lohnen, sich tiefer mit dieser Geschichte zu befassen. Fazit: Für alle Fans von Science-Fiction und utopischen Romanen auf jeden Fall ein Muss !

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  • Eine nette Lektüre für einige Mußestunden

    Blade Runner

    Makollatur

    06. October 2015 um 15:18

    Der im Jahre 1968 erschienene Roman "Blade Runner" (im engl. Original "Do Androids dream of electric Sheep?) führt den Leser in eine dystopische Welt der frühen 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Ein Atomkrieg hat die Erde endgültig verwüstet und viele Menschen sind auf eine Kolonie auf dem Mars ausgewandert. Nur wenige Überlebende verbleiben auf der Erde. Künstliche Lebewesen, sogenannte Androiden, werden in menschlicher und tierischer Gestalt für den Komfort hergestellt. Rick Deckard, ein Polizeibeamter in San Francisco, arbeitet als Prämienjäger und sucht abtrünnige Androiden auf, um sie zu vernichten. Dabei entwickelt er mehr und mehr Einsicht in die Existenz und Handlungsmotivation der künstlichen Intelligenzen und stellt seine Arbeit immer stärker in Frage. Der Unterschied zwischen Mensch und Androide besteht in der Fähigkeit, Mitgefühl, Empathie, für den anderen zu empfinden. Doch der Roman stellt die Frage, ob der Mensch dieses Gefühl per se in sich trägt oder nicht selbst (wie in Gestalt Phil Reschs) ein gefühlloses, der Rationalität verhaftetes Wesen ist. Die Gefahr, die von den Androiden ausgeht, ist konstruiert, ihr Tod nicht mehr als eine Geldquelle. Am Tod des anderen zu verdienen ist letztlich der Kern der Arbeit Rick Deckards. Damit spiegelt der Roman die von kriegerischen und sozialen Verwerfungen gekennzeichnete Historie der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Der Text spielt mit den Polen Empathie und Gleichgültigkeit. Gleichsam mit Gehorsam und Hinterfragen. Er gibt eine Welt wieder, die am moralischen Abgrund wandelt und eine Menschheit, die sich durch ihr eigenes Handeln "entmenschlicht". Leider wirkt die Handlung an vielen Stellen statisch, etwa in den kurzen Kampfszenen. Die Androiden, die als große Gefahr dargestellt werden, wirken schließlich wie naive, harmlose Geschöpfe. Dazu kommt die meiner Meinung nach etwas verwirrende Nebenhandlung um die Ersatzreligion "Mercerismus", die mit Hilfe von sogenannten "Einswerdungsboxen" gefühlsmäßige Verschmelzungen der Menschen untereinander anstrebt. Die tiefere Bedeutung dieses religiösen Aspekts ist mir leider nicht verdeutlicht worden, dennoch ist "Blade Runner" eine Empfehlung wert.

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  • Träumen Androiden von elektrischen Schafen?

    Blade Runner

    vanjarvis

    11. April 2015 um 21:16

    Nach einem atomaren Krieg ist ein großer Teil der Menschheit von der Erde geflohen. Die, die zurückgeblieben sind, halten sich in dieser postapokalyptischen Welt mithilfe von Stimmungsorgeln, dem Fernsehprogramm von Buster Friendly und dem Mercerismus, einem Kult, der auf dem (buchstäblichen) Aufstieg des Wilbur Mercer beruht, aufrecht. Als Beweis für ihre Menschlichkeit halten sie Tiere - und greifen dabei notfalls auch auf mechanische Nachbauten zurück, wenn sie sich die teuren realen Exemplare, die beinahe ausgestorben sind, nicht leisten können. So wie Rick Deckard, der ein elektrisches Schaf auf seinem Dach pflegt. Rick ist ein Prämienjäger, der Androiden aus dem Weg räumen soll… Doch Menschen und Androiden  sind bei weitem nicht mehr so klar voneinander zu unterscheiden wie man vielleicht meinen könnte. Der Originaltitel - Do Androids Dream Of Electric Sheep? - spiegelt den wahren Inhalt dieses Buches deutlich besser wider als der deutsche, denn im Mittelpunkt steht keine Kopfgeldjäger-Action, sondern vielmehr die Frage, was menschlich ist und was uns als Menschen tatsächlich ausmacht. Die Geschichte um Rick Deckard und seine Jagd auf die Andys ist dafür ein spannendes Trägermedium, aber was mich an diesem Buch gepackt hat, war vor allem das, was sich in Ricks Innerem abspielt, denn seine Überzeugungen kommen immer mehr ins Wanken, je mehr Namen er von seiner Prämienliste streichen kann.  Dick schrieb den Roman in den 60ern und war seiner Zeit damit weit voraus, doch die Geschichte und ihr philosophischer Unterbau haben bis zur heutigen Zeit in keinster Weise an Aktualität eingebüßt. Der Stil mag recht einfach sein, der Plot mag stellenweise ein paar lose Enden haben, und heutzutage mag die Geschichte bei weitem nicht mehr so neu wirken wie damals, aber im Großen und Ganzen trifft Dick dennoch einen Kern unseres Daseins, der ganz und gar unabhängig von jedem Stand der Technik und unabhängig von der Jahreszahl ist, die gerade auf unseren Kalendern steht.

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  • Richtig gute Vision

    Blade Runner

    dominona

    19. October 2014 um 15:22

    Mensch oder ein Wesen vom Mars? Den Unterschied macht die Empathie und schon sind wir mittem im Zukunftsszenario inklusiver unechter Tiere und befinden uns an der Seite eines Kopfgeldjägers, der es auf Nicht-Menschen abgesehen hat und dies mit Hilfe einer Technologie testet. Nur sind Programme eben keine Menschen und die Grenzen für Mitgefühl verwischen, sodass die Tests nicht mehr eindeutig sind - und der Jäger wird zum Gejagten.

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  • Visionär ja, Schriftsteller....eher nicht

    Blade Runner

    theworldisavampire

    03. August 2013 um 23:41

    Das Ganze mag für die 60er Jahre außerordentlich gewesen sein aber eigentlich kann ich den riesigen Hype um das Buch (und den Film) nicht wirklich nachvollziehen. Die Idee mit der Tierhaltung als Symbol für Menschlichkeit und die Frage nach der Daseinsberechtigung künstlicher Wesen (ob nun Mensch oder Tier) sind nett aber das gesamte Buch wirkt sehr fragmentarisch und die Szenen beliebig aneinander gereiht. Keine Idee wird wirklich zu Ende gedacht. Das bisschen Spannung, das auftaucht, als die Hauptperson auf der Jagd nach den Androiden ist, wird auf absurdeste Weise nach ein paar Sätzen sofort wieder zerstört und alles verliert sich wieder in Banalitäten. Das Buch hat Unmengen von Potential, das leider nicht ausgeschöpft wurde. Philip K. Dick war ohne Frage ein Visionär aber ich halte sein schriftstellerisches Talent für etwas überschätzt.

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  • Rezension zu "Träumen Roboter von elektrischen Schafen?" von Philip K. Dick

    Blade Runner

    awogfli

    06. March 2012 um 17:02

    Ein ausgezeichnetes Buch - noch mehr vor dem Hintergrund wie alt dieses Werk bereits ist. In einer Endzeitwelt in ferner Zukunft mit permanentem radioaktivem Staubniederschlag ist die Erde verwüstet und die meisten Menschen bis auf ein paar, die ihre Heimat nicht aufgeben wollen, sind ausgewandert. Androiden haben sich in den Kolonien gegen ihre Besitzer gewandt, sind vom Mars auf die Erde geflüchtet und werden von einem Kopfgeldjäger erlegt. Da die Andoiden sich fast nicht von den Menschen unterscheiden, werden immer wieder die Grundzüge des Menschen und der Menschlichkeit thematisiert und überprüft, was dieses Buch zu solch einem einzigartigen Werk - nicht nur der SF Literatur - macht. Es hat alles was ein großer Roman braucht: Die Thematisierung wichtiger ethischer Fragen unserer Zeit (wahrscheinlich auch der Zukuft), ein menschliches Dilemma des Hauptakteurs, das Konzept einer neuen Gesellschaftsform, die Kritik daran und natürlich die bedrückende SF-Welt einer zerstörten Erde und Gesellschaft. Ganz wichtig: Auch wenn man den Film gesehen hat, der an und für sich schon ein Meisterwerk ist (da er so grenzgenial in extremen Bildern die zerstörte Erde und die überlebende Gesellschaft beschreibt), lohnt es sich dennoch unbedingt das Buch zu lesen, weil im Film vor allem die philosophische Auseinandersetzung mit dem Kerneigenschaften der Menschlichkeit nicht so gut herauskommt. Durch diesen Aspekt ist das Buch ganz anders - gleich gut aber eben anders. Irgendwie fehlt sogar ein Aspekt der Geschichte wenn man entweder den Film mit den beeindruckenden Bildern nicht gesehen oder das Buch nicht gelesen hat.

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  • Rezension zu "Blade Runner" von Philip K. Dick

    Blade Runner

    erasmus_herold

    18. December 2010 um 16:56

    Film gut - Buch gut! Dieses Buch habe ich in 3 Tagen verschlungen. Obwohl es 1966 geschrieben wurde hat Dick eine Art zu schreiben, die einfach nur angenehm zu lesen ist. So angenehm, dass ich mir weitere Bücher von ihm bestellt habe. Sehr lesenswert ist der Wiki-Eintrag von Philip K. Dick. Der Mann hat (hatte) in seinem Leben schon so einiges mitgemacht. Herausgekommen sind 40 Geschichten und 120 Kurzgeschichten. Es ist zu erwähnen, dass viele seiner Geschichten die Grundlage zu den meisten bekannten Science Fiction Verfilmungen bilden. Nun zurück zu: Blade Runner Das Buch und der Film sind nicht wirklich weit auseinander, beide auf ihre Art fantastisch. Ich bin ein Freund einer ehr realistischer Zukunftsgeschichte. Ich mag keine Zeitreisen, Sprungtore, etc. sondern eine Zukunft, die ich mir als glaubwürdig vorstellen kann. Da fühle ich mich in diesem Buch gut aufgehoben. Besonders am Buch: Dick beschreibt sehr interessant den Konflikt zwischen Mensch und Maschine und der Frage des Protagonisten, ob er nicht vielleicht selber eine Maschine sein könnte. Der Roman ließ sich bis zum Ende spannend. Im ersten Drittel erkennt man die Parallelen zum Film am stärksten. Auch wer den Film kennt, kann das Buch lesen, ohne enttäuscht zu sein, im Gegenteil. Der einstige Originaltitel (den ich auch sehr aussagefähig finde) war: do androids dream about electic sheeps Zur Info: Ich habe die orange eingebundene Version aus dem Heyne-Verlag gelesen.

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  • Rezension zu "Blade Runner" von Philip K. Dick

    Blade Runner

    Danyrail

    04. December 2010 um 20:31

    Sehr visionäres, teils verstörendes Werk, dessen Ende mich aber leider enttäuscht hat. Trotz dass ich den Film zuerst gesehen hatte, kann man ohne Probleme das Buch lesen, es legt auf deutlich andere Aspekte Wert, zumal die Geschichte an sich auch etwas anders verläuft.
    Trotzalledem eine Empfehlung meinerseits.

  • Rezension zu "Blade Runner" von Philip K. Dick

    Blade Runner

    Draco_Tenebris

    08. August 2010 um 16:42

    Düster und apokalyptisch ist die Zukunft in Philip K. Dicks Roman "Blade Runner", auf dem der gleichnamige Filmklassiker mit Harrison Ford basiert. Eine faszinierende Geschichte, in der Prämienjäger Rick Deckard eine ganze Bande von flüchtigen Androiden auslöschen muss. Doch die Einflüsse der mittlerweile vermüllten und von einem giftigen Staub überzogene Erde und persönliche Probleme erschweren ihm den Weg zum Ziel. Philip K. Dick bewegt sich in höheren Spähren und erschafft mit "Blade Runner" eine äußerst dunkle Zukunftsvision, die nachdenklich macht aber sehr spannend ist - man mag das Buch gar nicht mehr weglegen!

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  • Rezension zu "Blade Runner" von Philip K. Dick

    Blade Runner

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. March 2010 um 15:24

    "Wie gefällt Ihnen unsere Eule?" "Ist sie mechanisch?" "Natürlich, es gibt keine Eulen mehr." Philip K. Dick hat mit "Träumen Androiden von mechanischen Schafen / Blade Runner" eine der detailreichsten düsteren Zukunftsvisionen des 20ten Jahrhunderts geschaffen. Im Gegensatz zur Verfilmung ist jedoch Blade Runner Rick Deckard auf seiner Jagd nach den entflohenen Androiden der Marskolonie nur Nebenprotagonist. Jeder Charakter des Buches hat ganz eigene Probleme auf der toxisch verseuchten Erde, auf der nur noch die leben, die sich ein Leben auf dem Mars nicht leisten können oder wollen. Ausgestoßene unter sich, zusammengerottet in fast leeren Städten in denen täglich de giftige Regen fällt. Das Statussymbol dieser düsteren Ära sind Tiere. Wer eines der raren noch lebenden Tiere besitzt, ist gut angesehen. Man hält sein Tier in einem kleinen Verschlag auf dem Dach. Deckard besitzt ein Schaf - spiegelt er seinen Nachbarn vor, denn für ein echtes Schaf hat es nie gereicht, seines ist eine halb so teure mechanische Version. Doch er will all sein Erspartes vom neu herein gekommenen Auftrag in ein Tier stecken. Die entflohenen Androiden aus der Kolonie dagegen wollen sich nur verstecken. Sie wissen, dass sie als Roboter kein wirkliches Existenzrecht besitzen doch sie kämpfen um ihr Leben, denn der Blade Runner soll sie einen nach dem anderen ausschalten. Sie kommen bei J.R.Isidore unter, der als "Sonderfall" nicht reisen darf und dazu verdammt ist, in einem der leer stehenden Wohnblöcke zu wohnen. Er gehört damit zu den Ausgestoßenen wie sie. Die Rosens, eine der einflussreichsten Androidenfirmen, versuchen das Ausschalten der Entflohenen mit allen Mitteln zu verhindern und setzen Rachael, eine ihrer Töchter, auf Deckard an. Doch Rachael hat auch persönliche Motive, das "Morden" zu stoppen. Ich bin kein großer Fan von Science-Fiction aber dieses Buch hat es mir angetan, ein Roman der Spitzenklasse!

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