Philip K. Dick Das Orakel vom Berge

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Inhaltsangabe zu „Das Orakel vom Berge“ von Philip K. Dick

Was, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? Diese Frage machte Philip K. Dick zum Ausgangspunkt seines waghalsigsten und berühmtesten Romans.Amerika 1962: Das Land ist geteilt - die Westküste japanisch, der Osten deutsch. Nur in den Rockies gibt es eine neutrale Zone. Dort sucht die junge Judolehrerin Juliana einen mysteriösen Autor, der den Widerstand entfachen könnte. Nur er scheint zu wissen, wie man dem Albtraum der falschen Geschichte entkommt.Das Original zur US-Erfolgsserie »The Man in the High Castle«

Interessante Idee, schwere Kost. Was wäre gewesen wenn...

— c_awards_ya_sin
c_awards_ya_sin

Eindrucksvolles Setting, was durch fehlende Stringenz und übertriebene Metaphorik kaum zur Geltung kommt. Leider nicht sein bestes Werk.

— DrWarthrop
DrWarthrop

War von der Serie geblendet - nicht schlecht man muss es eben mögen

— esprite_surveille
esprite_surveille

Deutschland und Japan haben den zweiten Weltkrieg gewonnen und die vereinigten Staaten unter sich aufgeteilt. Genau hier wird es spannend!

— EliasBohst
EliasBohst

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  • Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017

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    ACHTUNG! DIES IST EINE CHALLENGE UND KEINE VERLOSUNG ODER LESERUNDE! 
 ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!  Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017 Ein neues Jahr bricht an und wir wollen es bunt und farbenfroh machen. Wie auch in den letzten Jahren, wird jeder Monat einer anderen Farbe gewidmet. Auch die Zusatzaufgaben kommen wieder zum Einsatz, jedoch in etwas anderer Form als bisher.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere  Farbe im Vordergrund. 
Lest dazu ein Buch, dessen Cover vorrangig in der vorgegebenen Farbe gehalten ist. Dabei gilt als Richtwert etwa 2/3 des Covers sollen in dieser Farbe sein. Die Farbbücher müssen im Monat der entsprechenden Farbe gelesen werden, sonst zählen sie nicht.    Es gibt noch  Zusatzaufgaben, die ihr in Kombination mit dem „Farbbuch“ lösen könnt. Diese Aufgaben sind (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anfang bekannt und können beliebig mit den Farben kombiniert werden. Jede Zusatzaufgabe darf nur einmal gelöst werden!  Es gibt 13 Zusatzaufgaben, von denen ihr (logischerweise) nur maximal 12 lösen könnt (jeden Monat ein Buch). Warum ich 13 Aufgaben stelle? Weil ihr so etwas mehr Entscheidungsfreiraum habt.  Die Zusatzaufgaben MÜSSEN in Kombination mit einem Farbbuch gelesen werden - Lest ihr ein Buch, das nur die Zusatzaufgabe erfüllt, zählt dies leider nicht.  Zusatzaufgaben dürfen nachträglich nicht getauscht werden! Einmal gelöst, ist die Aufgabe aus dem Spiel.  Es gelten für diese Challenge alle Bücher, die mehr als 100 Seiten haben (es gilt immer die von euch gelesene Ausgabe).  Punkte  Für jedes  Farbbuch, das im richtigen Monat gelesen wurde gibt es  1 Punkt.  Für jede  Zusatzaufgabe, die in Kombination mit einem Farbbuch gelesen wurde gibt es noch  +1 Punkt.  Somit kann man im Monat maximal 2 Punkte bekommen.  BEISPIEL April: Grün  Ich lese „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ von Eva Völler.  Damit bekomme ich 1 Punkt für die Farbe.  Zusätzlich erfüllt es das Kriterium „Von einer Frau geschrieben“. Dafür erhalte ich ebenfalls 1 Punkt.  Damit habe ich im April insgesamt 2 Punkte gesammelt.  FARBEN Januar : Bunt Februar : Weiß März :  Gelb April : Grün Mai: Metallic / Glitzer Juni : Blau Juli : Lila / Violett August : Rosa / Pink September : Rot Oktober : Orange November : Braun Dezember : Schwarz ZUSATZAUFGABEN 1 ) Ein Buch, das verfilmt wurde. 2) Ein Buch, das mehr als 550g wiegt. 3) Ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. 4) Ein Buch, das in Afrika, Asien oder Südamerika spielt. 5) Ein Buch mit Feuer oder Wasser auf dem Cover oder im Titel.  6) Ein Buch, dessen Autor mindestens 3 weitere Bücher veröffentlicht hat.  7) Ein Buch mit einer Zahl im Titel. 8) Ein Buch eines Autors, von dem du noch nichts gelesen hast. 9) Ein Buch, das vor 1950 erstmalig erschienen ist. 10) Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat (nennt den Preis). 11) Ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. 12) Ein Klassiker  13) Ein Buch, das der zweite Teil einer Reihe ist WIE MACHE ICH MIT?  Erstellt einen Sammelbeitrag im Unterforum „Sammelbeitrag“ (BITTE NICHT UNTER „Bewerbung“!)  Schickt mir den Link zum Sammelbeitrag bitte in einer Nachricht!  Lest fleißig eure Bücher und sammelt Punkte! Tragt diese anschließend in euren Sammelbeitrag ein. Ihr könnt jederzeit in diese Challenge einsteigen, könnt aber nur ab dem aktuellen Monat mitmachen.  Noch Fragen?  Dann stellt diese gerne bei „Fragen & Antworten“. Antworten zu bereits gestellten Fragen werde ich dort im ersten Beitrag sammeln.  Seid ihr euch unsicher, ob euer Buch die Farbvorgabe erfüllt? Dann schaut im entsprechenden Thema nach. Dort tummeln sich viele liebe, hilfsbereite Menschen, die euch gerne weiterhelfen.  In den Monatsthemen könnt ihr euch zudem auch gerne über die Zusatzaufgaben, etc. austauschen.  Alles klar?  Dann freue ich mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch ein farbenfrohes Jahr 2017!  Teilnehmerliste:  Aramara ban-aislingeach BeEe26 BlueSunset  booksvillavintage _Buchliebhaberin_ Car_Pe ClaraOswald Code-between-lines EnysBooks Gutti93 janaka  Johanna_Jay  Joo117 josie28 JulesWhetherther Kady katha_strophe kleinechaotin Kodabaer Kuhni77 LadySamira091062 lesebiene27 LostHope2000 louella2209 LubaBo mareike91  Mirijane MissSnorkfraeulein Mrs_Nanny_Ogg Nelebooks  papaverorosso PMelittaM Ponybuchfee QueenSize  sansol ScheckTina SomeBody StefanieFreigericht stebec sursulapitschi Talathiel Vucha zhera

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    PMelittaM

    PMelittaM

    20. August 2017 um 10:46
  • Interessante Idee, schwere Kost

    Das Orakel vom Berge
    c_awards_ya_sin

    c_awards_ya_sin

    31. May 2017 um 13:53

    Die Grundidee dieses Buches fand ich sehr interessant. WAS WÄRE WENN? Was wäre wenn das Ende des zweiten Weltkriegs ein anderes gewesen wäre? Wenn Deutschland und Japan gewonnen hätten und die USA unter sich aufgeteilt hätten? Mit der realen Geschichte muss man sich auskennen, denn das Buch fängt mittendrin an und endet auch ohne ein richtiges Ende geboten zu haben. Es fällt schwer sich in diese Alternativwelt einzufinden. Zudem bleiben einem die Charaktere ohne Ausnahme unsympathisch. Hauptmotiv aller scheint Hass zu sein. Die Frage ist wie weit sind wir von diesem Rassenhass heute entfernt, ist das Buch selber doch schon älter. Findet sich da nicht sogar ein reeller Bezug zu heute? Fazit für mich, lesenswert, aber keine leichte Lektüre.

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    • 3
  • Großartiges "Was wäre wenn..."-Spiel

    Das Orakel vom Berge
    Makollatur

    Makollatur

    08. February 2017 um 21:48

    Es gibt Fragen, deren Antworten so heikel und sensibel sind, dass wir sie lieber nicht stellen, aus Angst, falsch interpretiert oder verstanden zu werden. Eine dieser Fragen ist etwa: Was wäre passiert, hätte Nazi-Deutschland den Krieg gewonnen? Wie würde die Welt aussehen, wenn der Faschismus und der Nationalsozialismus damals den Sieg errungen hätten? Philip K. Dick hat in seinem großartigen Buch von 1962 darauf eine Antwort gegeben und sich nicht gescheut, eine alternative Weltordnung zu kreieren, die nach heutigem Maßstab glücklicherweise nie Realität wurde. Die Nazis und Japan haben den Krieg gewonnen, die USA unter sich aufgeteilt, Afrika entvölkert und die slawischen Völker unterworfen. Der Text wirft auf der Basis dieser Grundordnung einen Blick auf das Leben einiger Protagonisten, deren Handlungsstränge nur lose miteinander verbunden sind. Sie alle kämpfen auf ihre Art mit den Anforderungen dieser auf rassischen und brutalen Ideologien aufgebauten Gesellschaft. Inmitten einer politischen Intrige versuchen der Diplomat Tagomi, der Antiquitätenhändler Childan, der Arbeiter Frank und seine Ex-Frau Juliana auf ihre jeweils eigene Art mit dem Leben fertig zu werden. Dick entwirft hier eine Welt, die nur einen Steinwurf von der unsrigen entfernt ist und die auf Grund kleinster Abweichungen der Geschichte letztlich doch nicht real wurde. Als Leser können wir Dick danken, dass er uns diesen spannenden, nachdenklichen und stilistisch hochwertigen Text geschenkt hat. Als Menschen müssen wir der Geschichte danken, dass sie nicht dem Entwurf in diesem Buch gleicht.

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  • Schwere Kost: Das Orakel vom Berge // The Man In The High Castle

    Das Orakel vom Berge
    Athene

    Athene

    28. January 2017 um 09:21

    INHALT:Dieses Buch hat ein Zukunftsszenario kreiert, was man sich kaum vorstellen kann/mag: Was wäre, wenn Hitler und die Achsenmächte den 2. Weltkrieg gewonnen hätten?FAZIT:Dieses Buch ist bereits vor Jahrzehnten erschienen. Ein echter Klassiker und nun brandaktuell, da daraus von den Amerikanern eine Sere ("The Man In The High Castle") gemacht wurde, die derzeit immense Einschaltquoten hat.Obwohl ich in der Schule das Thema 2. Weltkrieg mehr als einmal durch genommen habe, tat ich mich bei diesem Szenario und den Schilderungen etwas schwer. Die Details über Afrika, Stalingrad und die Vielzahl an historischen Personen, die nicht so populär in den Büchern und Medien waren/sind, haben mich teilweise überflutet.Neben der komplizierten Handlung, um ein Buch, was den Ausgang des Krieges anders darstellt und einen möglichen Umbruch im deutschen Staat, sind Rassenhass und die japanische Kultur erdrückend. Auch die Protagonisten erschienen mir lediglich vom Hass bestimmt und teilweise etwas farblos.Ein Mahnmal? Ich fand es sehr schwer nachzuvollziehen: Wie kann Rassenhass so bestimmend sein? (Wie weit sind wir heute davon entfernt?) Wie kann ein Buch "I Ging" mit allgemeinen Prognosen mein tägliches Tun derart bestimmen? Interessant ist dieses Buch alle Mal. Aber halt keine leichte Lektüre. 2,5 von 5 Punkten, da ich nicht den richtigen Zugang gefunden habe. Dennoch bereue ich es nicht, es gelesen zu haben.http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2017/01/philip-k-dick-das-orakel-vom-berge-von.html

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  • Eine alternative Realität

    Das Orakel vom Berge
    EliasBohst

    EliasBohst

    07. December 2016 um 21:58

    Was wäre, wenn Deutschland und Japan den zweiten Weltkrieg tatsächlich für sich entschieden hätten? Dies ist die spannende Frage, mit der Dick diesen Roman eröffnet.Was zunächst mit einem Antiquitätenhändler beginnt, dessen Waren sich als Fälschungen herausstellen, wird mehr und mehr zu einem komplizierten Komplott verschiedenster Institutionen Japans und des Dritten Reiches. Im Mittelpunkt steht immer wieder das Buch "Die Plage der Heuschrecke" von einem gewissen Mr. Abendsein. Bücher im Mittelpunkt der Handlung oder in deren unmittelbarer Nähe - das ist typisch für Dick. Auch hier steht es Pate für den Schlüssel zu einer anderen Welt, einer Welt, in der Deutschland und Japan den Krieg verloren haben. So verwundert es nicht, dass dieses fuktive Werk der zentrale Punkt dieses Buches ist.Hin und wieder verlassen einzelne Figuren ihre Realität und erblicken die dem Leser bekannte Welt, die auf sie schockierend und fremdartig wirkt.Ein absolut gelungenes Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man als Sciende-Fiction-Fan irgendetwas auf sich hält!

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  • Das Orakel vom Berge

    Das Orakel vom Berge
    Masau

    Masau

    12. February 2016 um 13:52

    Bei diesem Buch gefällt mir besonders die Grundhandlung mit der "Was wäre wenn" - Geschichte. Gerade am Anfang zeigt er eine Welt, wie sie sich hätte entwickeln können, wenn die Japaner und Deutschen den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Die erste Hälfte des Buches hat mich überzeugt, wohingegen die zweite Hälfte für mich eher ins Belanglose abfällt. Für mich hätte das Buch gerne länger sein können, da noch viele Fragen ungeklärt blieben.

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  • was ist schon real?

    Das Orakel vom Berge
    derMichi

    derMichi

    02. February 2016 um 11:12

    Wer bei Filmen gerne auch nach dem Abspann noch sitzen bleibt, hat gute Chancen, seinen Namen schon einmal gelesen zu haben: Philip K. Dick. Science-Fiction-Erfolge wie "Bladerunner", "Total Recall" und "Minority Report" wurden nach Motiven seiner Romane verfilmt. Auch die vor kurzem gestartet Serie "The Man in the High Castle" basiert auf einem Buch von Dick, das ein wahrhaft erschreckendes Szenario erstehen lässt. Wir schreiben das Jahr 1962. Die Welt, wie wir sie kennen, sieht ganz anders aus, denn das Deutsche Reich und Japan haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Demzufolge wurde nicht Europa, sondern vielmehr die USA unter den beiden neuen Großmächten aufgeteilt. In der Mitte befindet sich ein neutraler Pufferstaat, in dem ein merkwüdiges Buch erscheint: darin wird die Realität so beschrieben, wie sie eigentlich sein müsste, mit den Weltherrschern als Verlierer des Krieges. Autor und Leser leben gefährlich und doch können sich einige seiner Faszination nicht entziehen. Zugleich verbünden sich im Geheimen Vertreter beider Regierungen, um ihre ganz eigenen Ziele durchzusetzen. Kontrafaktische Geschichte ist immer wieder ein spannendes Thema, das sogar von vereinzelten Historikern ernsthaft betrieben wird. Das tatsächlich 1962 erstmals erschienene Buch muss deshalb zu seiner Zeit eine besondere Brisanz gehabt haben. Ein verlorener Weltkrieg dürfte ein ebenso uramerikanischer Alptraum wie eine kommunistische oder gar islamistische Invasion sein. Erstaunlicherweise arrangieren sich manche Charaktere und ihr Umfeld recht passabel mit den Machthabern und können deren Entscheidungen angeblich nachvollziehen, auch wenn es den Mord an Juden, Alten, Kranken und sämtlichen feindlichen Kräften einschließt. Ein deutlicher Wink in Richtung des Mitläufertums, das es zu allen Zeiten gegeben hat. Dick versucht zwar, das Denken der Nationalsozialisten wenigstens einigermaßen begreiflich zumachen, wird dabei aber oft so abstrakt, dass die Absurdität der Ideologie klar zutage tritt. Erzählerisch setzt der Autor auf mehrere Einzelschicksale, die über Umwege miteinander verknüpft sind. Man fragt sich zuweilen, wo das Ganze eigentlich hinführen soll, was dabei letzendlich herauskommt, wie die Auflösung lautet. Genau diese Fragen beantwortet der Roman, wenn überhaupt, auf eher ungewöhnliche Art und Weise. Man muss schon wiederholt zwischen den Zeilen lesen, um Sinn und Inhalt wirklich nachvollziehen zu können. Liebhaber aktueller Unterhaltungsbelletristik werden sich damit möglicherweise schwer tun.  Dennoch ist und bleibt das Buch im Genre der Science Fiction bestens aufgehoben. Schließlich haben die Nazis mittlerweile mithilfe von Robotern und Raumschiffen den Mars erreicht und planen die Kolonialisierung des Weltraums. In jedem Fall handelt es sich hierbei um waschechte Kunst. Der mitunter poetische aber auch ungewohnte Stil Dicks mag nicht nur darin seine Ursache haben, dass der Autor lange Zeit drogenabhängig war und eigenen Angaben zufolge so manche Idee für dieses Buch, ähnlich wie seine Hauptfiguren, aus dem I-Ging-Orakel bezog. Es ist eine Auseinandersetzung mit einer alternativen Realität, in der die Helden selbst erst herausfinden müssen, was nun echt ist und was nicht. Ein Motiv, das sich durch viele der einzelnen Szenen zieht und diese mehr miteinander verbindet, als es die eigentliche Handlung tut. Außerdem wird deutlich, dass die daraus entstandene Serie "The Man in the High Castle" zwar eine eher freie, aber dennoch äußerst gelungene Adaption des Stoffes ist. Als hätten die Drehbuchautoren das Buch in eine verständlichere und dennoch gleichermaßen anspruchsvolle moderne Version übertragen und dessen Welt erweitert, ohne aber das Original zu entstellen. Damit ist die Lektüre für Fans dieser Umsetzung und Liebhaber gut durchdachter Science Fiction definitiv zu empfehlen. Originaltitel: The Man In The High Castle (Der Mann im hohen Schloss) Seitenzahl: 272 Format: 12,5 x 19 cm, Taschenbuch Verlag: fischer Taschenbuch

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  • Was wäre gewesen wenn

    Vaterland
    andreasmk

    andreasmk

    Deutschland 1964: Ein Toter wird an einem verregneten Tag am Ufer des Havelsees in Berlin gefunden. Der Kriminalbeamte Xaver März wird beauftragt den Fall zu untersuchen. Auf den ersten Blick erscheint Robert Harris' Roman Vaterland ein gewöhnlicher Krimi zu sein. Doch ziemlich schnell wird dem Leser bewusst, dass die Handlung dieses Romans in einem so vollkommen anderen Berlin angesiedelt ist, das man es kaum wiedererkennt. Erschreckend glaubwürdig beschwört Harris ein nationalsozialistisches Deutschland herauf, das über ganz Europa herrscht und der Feier zu Adolf Hitlers 75. Geburtstag entgegenfiebert. In diesem Umfeld lässt der Autor seinen Kriminalbeamten März die Hintergründe eines Mordfalles ermitteln, hinter dem mehr zu stecken scheint als auf den ersten Blick erkennbar ist. Vaterland ist einer der bedeutensten Romane aus dem Bereich der alternativen Geschichte bzw. alternativen Realität. Harris' Gedankenspiel ist mit Sicherheit keine leichte Kost, liest sich dafür aber erstaunlich spannend und kann bis zum Ende überraschen.

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    • 3
  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    awogfli

    awogfli

    06. March 2012 um 11:57

    Dieses Buch vom SF-Autor Philip K. Dick hat fast gar nichts mit Science zu tun, sondern ist ein Roman mit historischer Fiktion. Ein geniales Was-Wäre-Wenn-Spiel, das in sich konsistente alternative Wirklichkeiten beschreibt. Dick erzählt von einer Welt in der die Achsenmächte (Nazis und Japaner) den Krieg gewonnen haben. Nur ein paar Parameter des 2. Weltkrieges wurden verändert bzw. Fehler wurden im nachhinein ausgemerzt und die Alternativwelt wäre Realität geworden. In traumhaften Bildern beschreibt Dick die Aufteilung der Welt zwischen Nazis und Japanern, die Konsequenzen für das tägliche Leben in den einzelnen Blöcken vor allem in der geteilten USA, die Schauplatz des Romans ist, die Kultur und das Wesen der Naziführung und der japanischen Hegemonie, die gesponnenen politischen Intrigen.... Der Clou dabei ist auch noch, dass in der Alternativwelt ein selbstverständlich streng verbotener historischer Fiktionsroman kursiert, der eine Welt beschreibt, in der die Alliierten gewonnen haben. Diese Welt ist aber auch nicht deckungsgleich mit unserer Realität, sondern beschreibt durch ein paar geänderte Parameter wieder eine weitere Alternativwelt. Dick verdeutlicht damit eindrucksvoll, dass nur einige Entscheidungen in der Gegenwart die Geschichte der Zukunft völlig neu schreiben würden. Somit könnte möglicherweise sogar ein Einzelner wie Du und Ich den Lauf der Dinge völlig ändern, wenn er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort die dementsprechende Handlung setzt. Die beschriebenen Alternativwelten sind auch nicht durch und durch furchtbar bzw. nicht auszuhalten, die meisten Bewohner haben sich mit der Situation arrangiert, so wie wir uns mit unserer nicht perfekten Welt arrangiert haben. Einzig der Schluss des Romans verpufft und läßt die Handlung offen. Dick hatte aber begonnen eine Fortsetzung zu schreiben, bevor er gestorben ist. Zwei geniale Kapitel dieser Fortsetzung sind in meinem Buch auch noch drinnen und versprechen eine grandiose Weiterentwicklung der Handlung. Schade dass der Autor gestorben ist, diese Vorstellungskraft und das Ende des Romans sind leider für immer verloren. Fazit: Meisterwerk! Wenn man sich für Geschichte und Politik interessiert ein absolutes Muss!

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  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    Alienor

    Alienor

    29. April 2011 um 15:32

    Im Gegensatz zu "Vaterland" ein Buch, das mit vielen Ideen aufwartet und die Alternativwelt viel stärker schildert und entwickelt. Deutschland und Japan haben den Krieg gewonnnen und Amerika unter sich aufgeteilt. Während die Deutschen dabei sind, die Afrikaner gänzlich auszurotten, zeigen sich die Japaner als beinahe kulante Besatzungsmacht mit einer gewissen Achtung vor der amerikanischen "Kultur"-ein augenzwinkernder Seitenhieb, dass selbst die Amerikaner eine, wenn auch kitschig dargestellte, Kultur besitzen, die ausreicht, um sich eine gewisse Identität zu erhalten. Die Geschichte kreist um verschiedene Protagonisten, deren Charaktere und Gedankengänge ausführlich dargestellt werden. Die Handlung fand ich aufgrund der vielen Stränge ziemlich komplex. Es wird die Geschichte von Frank Frink erzählt, einem Juden der im japanisch besetzten Amerika lebt, gefeuert wird und gemeinsam mit einem Freund recht erfolglos versucht, eigens gestalteten Schmuck an den Mann zu bringen. Auf der anderen Seite ist da seine von ihm getrennte Ehefrau in den Rocky Mountains, die einen faszinierenden jungen Italiener kennelernt, der jedoch nicht der ist, der er vorgibt zu sein...Des weiteren wird von Mr. Tagomi und einem vermeintlichen schwedischen Händler berichtet, die sich zu einem Treffen einfinden, das eine dramatische Botschaft enthalten wird. Zuletzt geht es noch um Robert Childan, einen Antiquitätenhändler besagter amerikanische Kulturstücke, der fasziniert ist von einem jungen japanischen Paar, seinen neuesten Kunden. Dabei ist er eigentlich ein übler Rassist und bleibt hin- und hergerissen zwischen seinen Gefühlen, als er die beiden näher kennenlernt. Eigentlich ist das Werk mehr eine Charakterstudie, der Schluss wirkt tatsächlich etwas enttäuschend da man auf einen großen Knall wartet, der niemals kommt. Sehr interessant ist, dass das Buch in seiner Fiktion ohne Zurückhaltung üben zu müssen viel über die Gedankengänge eines Rassisten wie Childan verrät und Nazischergen nicht nur in schwarz-weiß Tönen betrachtet. Interessant ist auch der Einblick in die japanische Mentalität und Religiösität. Raffiniert finde ich, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, was sich wie ein Leitmotiv durch das Buch zieht. Um alles noch komplizierter zu machen gibt es auch ein Buch im Buch, das, statt die tatsächliche heutige Realität abzubilden noch eine weitere Fiktion erschafft: Die Allierten haben den Krieg zwar gewonnen, doch stehen sich nun Großbritannien und die USA in einer Art Kaltem Krieg gegenüber. Es steckt einfach ideentechnisch ganz ganz viel drin in diesem Buch, und das ist es, was in meinen Augen die fünf Sterne rechtfertigt.

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  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    metalmueller1807

    metalmueller1807

    17. November 2010 um 16:54

    Dieses Buch ist wohl sein bestes Werk. Es setzt sich mit einem kritischen Thema auseinander: Er stellt sich die Frage, was passiert wäre, wenn die Nazis und Japan den 2. Weltkrieg gewonnen hätten und die USA, die wirtschaftlich nun völlig am Ende ist, unter sich aufgeteilt hätten. "Das Orakel vom Berge" ist ansprechend, spannend, ja stellenweise sogar beängstigend geschrieben und verleitet den Leser ganz bewusst zum Nachdenken. Wäre alles besser oder schlimmer geworden? Kann man das überhaupt sagen? Lest es, und ihr wisst mehr...

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  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    ToruOkada86

    ToruOkada86

    31. January 2010 um 22:44

    Philip K. Dicks „Das Orakel vom Berge“ zeichnet sich meiner Meinung nach vor allem durch das Spiel mit der Fiktion an sich aus. So ist die späte Nachkriegswelt des Romans in vieler Hinsicht offen artifiziell, Raketen dienen als Beförderungsmittel, das Mittelmeer wurde zur Landgewinnung ausgetrocknet und Afrika mit Hilfe nebulöser Riesenmaschinen entvölkert, was das Selbstverständnis der Figuren nicht einfach in Gegensatz zur Welt außerhalb des Romans stellt, sondern eine neue Ebene erzeugt auf der die Figuren denken und handeln, der der Leser sich nicht auf ausgetretenen Pfaden annähern kann. Wirklich interessant ist nun, dass eine Fiktion in der Fiktion, hier ein Roman im Roman, der den Sieg der Alliierten zum Ausgangspunkt hat, nicht etwa zur „Rückkopplung“ in die Realitätsebene des ursprünglichen Lesers führt, sondern eine dritte Realität erschafft, in der Briten und Amerikaner sich als Supermächte gegenüberstehen. Schwierigkeiten bereiten mir bei aller Cleverness des Werks zum Einen die großen konzeptionellen Lücken in der Realität des Romans (vor allem in Bezug auf die Macht der Nazis), zum Anderen die meiner Ansicht nach vollendete Inkonsistenz der weiblichen Hauptfigur (Juliana), die je nach Situation entweder bemerkenswert dumm oder bemerkenswert intelligent zu sein scheint.

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  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge." von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    rallus

    rallus

    25. January 2010 um 11:59

    Eine Alternativwelt wenn Deutschland und Japan den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Tolle Geschichte die in sich noch eine andere Alternativwelt beherbergt (die unsere echte) und somit das Dicksche Thema variiert und die Realitätsebenen verschiebt. Leider ein schwaches Ende.

  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    Illaria

    Illaria

    09. May 2009 um 19:59

    Clever! Clever clever clever! Eine verdehte Welt: In einer Welt in der Deutschland und Japan den 2. WK gewonnen haben, schreibt ein Autor ein Buch darüber, dass die Aliierten den Krieg gewonnen hätten. Sehr viel Verstand, aber leider zuwenig Herz.

  • Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge
    MonaMayfair

    MonaMayfair

    13. September 2008 um 18:45

    ich habe irgendwie nie richtig den einstieg in die geschichte gefunden.. keine ahnung, weshalb..

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