Philip K. Dick Der dunkle Schirm

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Inhaltsangabe zu „Der dunkle Schirm“ von Philip K. Dick

Orange County eingeschleust wird. Bob Arctor – alias Fred – ist Junkie und Geheimagent der Drogenfahndung, und damit er nicht auffliegt, beginnt er, auch mit Substanz T zu experimentieren, bis er merkt, dass seine beiden Identitäten gegeneinander agieren ... Viele schätzen ›Der dunkle Schirm‹ (1977) als den stärksten Roman Philip K. Dicks. Autobiographische Details zeichnen ein nur allzu realistisches Bild der Drogenkultur Kaliforniens in den 70ern, die in die Zukunft projiziert wird. 2006 wurde das Buch von Richard Linklater mit Keanu Reeves und Winona Ryder verfilmt.

Ein grandioses, wichtiges Buch über die völlige Verschleierung der eigenen Identität durch Drogen und Überwachung.

— Meteorit
Meteorit

Identität, Wahrnehmung, Realität haben für Dick keinen Bestand. Ein verstörender Horrortripp - verstörend genial.

— doceten
doceten

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Ein wirklich tolles Buch. Nur das Ende lässt mich ratlos zurück. Vorsicht, scheint auch wieder eine Triologie zu sein.

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Hier erwarten den Leser definitiv überraschende Wendungen und keine vorhersehbare Handlung

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  • Ein großes Buch darüber, wie Drogen und gesellschaftliche Überwachung die Identität zerfressen.

    Der dunkle Schirm
    Meteorit

    Meteorit

    Rezension zu ,,Der dunkle Schirm" von Philip K. Dick Der dunkle Schirm ist mit 336 Seiten am 25. September 2014 im Fischer Klassik Verlag erschienen. Inhalt: Substanz T oder ›langsamer Tod‹ heißt eine neue Droge, die ins Orange County eingeschleust wird. Bob Arctor – alias Fred – ist Junkie und Geheimagent der Drogenfahndung, und damit er nicht auffliegt, beginnt er, auch mit Substanz T zu experimentieren, bis er merkt, dass seine beiden Identitäten gegeneinander agieren... Viele schätzen ›Der dunkle Schirm‹ (1977) als den stärksten Roman Philip K. Dicks. Autobiographische Details zeichnen ein nur allzu realistisches Bild der Drogenkultur Kaliforniens in den 70ern, die in die Zukunft projiziert wird. 2006 wurde das Buch von Richard Linklater mit Keanu Reeves und Winona Ryder verfilmt. (Klappentext) Cover: Das Cover finde ich sehr abstrakt, aber gut und passend. Die roten Linien im Hintergrund passen zum Verlust der Identität. Charaktere:                                        Die wichtigste Person in diesem Buch ist Fred, der als Geheimagent der Drogenfahndung ins Drogenmilieu eingeschleust wird. Dort beginnt er als Bob Arctor aber selbst zu konsumieren, unter anderem auch Substanz T, und kann irgendwann seine Identität als Fred nicht mehr Aufrecht erhalten. Er ist später Dealer, Konsument, Verdächtiger und Ermittler zugleich. An sich ein sehr interessanter Charakter, der als Beispiel agiert, wie Drogen und gesellschaftliche Überwachung den Menschen zerfressen. Stark sind auch die anderen Charaktere, Arctors Mitbewohner, die das Verhalten als Drogensüchtige auch gut wiedergeben. Meine Meinung: Eigentlich ist genau das eingetroffen, was ich bei Philip K. Dick als Autor erwartet habe. Er schreibt grandios, literarisch und verpackt Themen zugleich so intelligent, dass man als Leser weiter lesen möchte und immer wieder auf verschiedene, interessante und kranke Wendungen trifft. ,,Arctor dachte: Wie viele Bob Arctors gibt es wohl? Ein abartiger, völlig verwirrender Gedanke. Zwei fallen mir jedenfalls ein. Der eine wird Fred genannt und beobachtet den zweiten, der Bob genannt wird. Beides dieselbe Person. Oder? Ist Fred tatsächlich dieselbe Person wie Bob? Weiß das überhaupt jemand? Ich müsste es wissen, eher als jeder andere, weil ich der einzige Mensch auf der ganzen Welt bin, der weiß, dass Fred Bob Arctor ist. Also wer bin ich? Welcher der beiden ist ich?" S.117 Dabei ist Dick als Autor für das Thema Drogenkonsum und Verlust der Identität wie geschaffen, denn er nahm selber zahlreiche Drogen und sein Haus diente zeitweise - ähnlich wie das Haus von Arctor -, als Drogentreffpunkt. Er geht sogar im Nachwort auf Seite 318 darauf ein und behauptet, dass nicht er eine Person im Buch darstellt, sondern er der Roman sei. ,,Er spürte das unwiderstehliche Bedürfnis, zu seinem Wagen zu gehen, die Pistole aus dem Handschuhfach zu holen und ihr das Gesicht wegzuschießen, ihren Schädel und ihre Augen in kleine Stückchen zerplatzen zu lassen. Und dann verging das alles wieder - der Hasch-Hass, die Hasch-Wut. 'Ach scheiße', murmelte er niedergeschlagen." S. 184 Irgendwann kommt es so weit, dass die Hauptperson nicht mehr unterscheiden kann, wer sie ist und völlig Wahrnehmung, Realität und Identität verliert. Fred alias Bob Arctor wird alias Bruce in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, als menschliches Elend, und erkennt erst da inwiefern Substanz T und die Klinik zusammen hängen. Für mich war dies eine überraschende und verstörende Wendung. ,,'Kannst du dir vorstellen, deinen Enkeln zu erzählen: Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie der zwei Meter große Haschklumpen aus dem Nebel auftauchte und vorüberschritt, ungefähr in die Richtung da vorne, und er war zwei Milliarden Dollar wert und sagte immer nur: 'Nein nichts.' Deine Enkel würden dich ins Irrenhaus stecken.'" S.231 In diesem Buch spielt Science-Fiction keine große Rolle. Nur Substanz T als zerstörerische Droge und der Jeder-Mann-Anzug, der den Träger verschleiert, sind erfunden. Das hat mir aber sehr gut gefallen, sodass ich dieses Buch definitiv nicht nur Science-Fiction Leser empfehle. ,,Die beiden Mitarbeiter des Neuen Pfades standen da und musterten das Ding, das vor ihnen auf dem Fußboden lag, das sich erbrach und zitterte, die Arme um sich gelegt, als könnte es auf diese Weise die Kälte fernhalten. ,Was ist das?', fragte einer von ihnen. ,Ein Mensch', erwiderte Donna." S.277 Fazit:Ein grandioses, wichtiges Buch über die völlige Verschleierung der eigenen Identität durch Drogen und Überwachung. Eigentlich, wenn man genauer darüber nachdenkt, ziemlich erschreckend. Die Nachworte von Dick und Christian Gasser, der auf wichtige Szenen noch mal eingeht, runden für mich das Buch perfekt ab. Ich freue mich auf seine anderen Bücher.

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    • 9
  • Eines meiner Lieblinge

    Der dunkle Schirm
    FusselFelix

    FusselFelix

    17. May 2016 um 19:37

    Nach dem ich anfing Philip K. Dick zu lesen schenkte mir meine Tante die ein großer Fan ist dieses Buch. Und dieses Buch wurde auch zu einem meiner Philip K. Dick Lieblinge.In der Zukunft überwacht der Staat alles und jeden und doch schafft die Polizei es nicht gegen eine Droge mit dem Namen "Substanz T" anzukommen. Einmal eingenommen wird man abhängig und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich Paranoia, Psychosen und Hirnschäden zeigen. Bob Actor wird als Undercover- Drogenfahnder in die Szene eingeschleust, doch merkt er schnell das er dabei an seine Grenzen stößt.In dieses Buch sind sehr viele Persönliche Erfahrungen von Philip K. Dick eingeflossen, was sich stark bemerkbar macht und die Geschichte umso realistischer wirken lässt. Der Roman zeigt auch wie grausam eine Droge mit dem Verstand eines Menschen mitspielen kann.Fazit:Eines der besten Bücher die Philip K. Dick geschrieben hat. Auch wenn nicht sehr viele klassische SciFi Elemente vorhanden sind, ist es doch eine spannende und zugleich erschreckend realistische Zukunftsvision.

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  • Prophetisches Werk aus 1977

    Der dunkle Schirm
    awogfli

    awogfli

    Der dunkle Schirm ist im Prinzip in wenigen Elementen ein Science Fiction Roman sondern eher ein Zeitbild der Nach-Hippie-Nixon Ära. Nichtdestotrotz ist er prophetischer und aktueller als viele Werke, denn er thematisiert die totale Überwachung des Bürgers durch den Staat, ihre Folgen, und den kompletten Zerfall von Menschen, die im Drogensumpf landen. Im Prinzip gibt es in der Geschichte Spießer, die sich an den repressiven Staat angepasst haben und Revoluzzer, die rebellieren, bedauerlicherweise aber alle drogensüchtig sind. Dazwischen operieren vom Staat angestellte Undercover Agenten, die in beiden Welten zu Hause sind und ständig mehrere Rollen spielen. „Robert Arctor starrte die Spießer in ihren fetten Anzügen, ihren fetten Krawatten und ihren fetten Schuhen an und dachte: Substanz T kann ihre Gehirne nicht zerstören, denn sie haben keine.“ Auch wenn die Story auf die Nixon Ära Bezug nimmt, ist sie aktueller denn je, wenn man die ganzen USA/NSA-Bespitzelungen in letzter Zeit Revue passieren lässt. Dick sagte 1972 in Vancouver: „Wenn der Prozess andauert und wir ein totalitäres Gesellschaftssystem mit einem allmächtigen Staatsapparat bekommen, wäre folgende Ethik am wichtigsten für das Überleben von wahren, freien Menschen: betrügen, lügen, sich drücken, schwindeln, abwesend sein, gefälschte Papiere besitzen und in der Garage Apparate stehen haben, die die von den Herrschenden benutzten Geräte überlisten.“ Wie prophetisch - eine der wenigen Science Fiction Ideen im Roman, der Jedermann Anzug, auf dessen Oberfläche unterschiedliche gemorphte physiognomische Schemata in schneller Abfolge projiziert werden, um den Träger für die Überwachungsgeräte unidentifizierbar zu machen, wurde heuer von der Realität eingeholt. Adam Harvey hat 2015 eine Modelinie entworfen, die Stealth Wear heißt und die den Träger vor Gesichtserkennung schützt. Reflektierende Stoffe, die Kameras, Körperscanner, Gesichtserkennungssoftware... verwirren hier geht es zur Website des Künstlers Außerdem wird in Wien im Museumsquartier gerade eine Ausstellung zu dieser Mode von Harvey bis 24. November gezeigt. Am 26. Oktober unserem Staatsfeiertag gibt es einen Workshop mit dem Künstler, in dem Make-Up Tricks gezeigt werden, wie man die allgegenwärtige Gesichtserkennung mit Schminke und Haarteilen austrickst. Artikel im Spiegel In der Geschichte schlittert der Drogenfahnder Bob Arctor durch seine Untercoveraktivität, durch den Zwang mehrere Rollen konsistent spielen zu müssen, durch die ständige Überwachung, durch den Drogenkonsum, der daraus resultierende echte und eingebildete Verfolgungswahn und die Unfähigkeit beide voneinander zu trennen, in eine immer größere Identitätskrise. Als er dann als anonymer Undercover-Agent auch noch beauftragt wird, sich selbst zu überwachen, kann er nicht mehr feststellen, welche Identität ihn selbst ausmacht. Er driftet durch seine Rolle und den hohen Drogenkonsum, den er zur Aufrechterhaltung seiner Tarnidentität pflegen muss, nach und nach in eine massive Persönlichkeitsspaltung ab. Minutiös wird der Weg von einem mehr oder weniger gesunden Menschen, Schritt um Schritt in eine völlig zerstörte wahnhafte Persönlichkeit mit massiven Hirnschädigungen beschrieben. Dies betrifft nicht nur den Hauptakteur der Geschichte, sondern die gesamte Clique, die bei ihren langatmigen, sinnlosen Drogengesprächen bis zu ihren paranoiden Schüben genauestens beobachtet wird. Ganz gezielt spielt Dick mit Realität und Paranoia und verwischt die Grenzen absichtlich und meisterhaft. Zu zwei Drittel der Story war sogar ich als unbeteiligter Leser davon überzeugt, dass alle Drogensüchtigen in der Clique Drogenfahnder sind, die sich gegenseitig überwachen und vernadern. Am Ende kommt zwangsläufig der Zusammenbruch durch die massive Hirnschädigung und Bob/Fred/Bruce landet in einer Entzugsklinik. Hier erfährt die Geschichte, so wie ich es bei Philip K. Dick liebe, nochmals eine unerwartete Wendung in der Handlung. Mehr möchte ich nicht mehr verraten. :-) Fazit: Der Roman ist grandios, dennoch bekommt er von mir einen Stern Abzug, da er auf weiten Strecken gar so heavy, wahnhaft und pessimistisch ist. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Ein Meisterwerk!

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    • 8
  • Rezension zu "Der dunkle Schirm" von Philip K. Dick

    Der dunkle Schirm
    metalmueller1807

    metalmueller1807

    10. February 2012 um 13:24

    Dies ist ein sehr untypisches Buch von Philip K. Dick, da es keine Science Fiction-Elemente enthält. Aber es ist mit Sicherheit sein beeindrcukendstes! Er schildert hier in einem fiktiven Roman ein wenig biographisch seine Drogenvergangeheit, um damit endgültig abzuschließen. Es schildert die ständig die starke Sucht der Charaktere, jedoch immer auf neutrale Weise. Die Drogensucht wird immer als sehr stark beschrieben, aber nie verherrlicht oder mit Vorfreude auf den Stoff geschildert. Man kann sich danach tatsächlich sehr gut in die Denkweise von Drogenabhängigen hereinversetzen und Mitleid empfinden. Wie gesagt: beeindruckend!

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  • Rezension zu "Der dunkle Schirm" von Philip K. Dick

    Der dunkle Schirm
    rallus

    rallus

    11. January 2010 um 14:47

    Sicher einer der besten Bücher von Dick, der ein düsteres Bild der Überwachungsgesellschaft malt. Traurig und erschütternd - unbedingt danach den genialen Film anschauen - in der Reihenfolge. Was ist Realität? Dick's ewigwährende Frage wird hier am absurdesten beantwortet! Ein Klassiker der SciFi Literatur.

  • Rezension zu "Der dunkle Schirm" von Philip K. Dick

    Der dunkle Schirm
    Illaria

    Illaria

    08. December 2008 um 18:03

    Sher sehr sehr geniales, gesellschaftskritisches, humorvolles Buch! Definitiv eines von Dicks Meisterwerken. Und der Film dazu - A scanner darkly - ist ebenso cool