Philip K. Dick Irrgarten des Todes

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Inhaltsangabe zu „Irrgarten des Todes“ von Philip K. Dick

Nachw. Anton, Uwe. (Quelle:'Sonstige Formate/01.04.1990')

Konfusion und Illusion ergeben die Zutaten für Dicks fast perfekte Scheinwelt. Ebenfalls eine visionäres Werk.

— EliasBohst

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  • Gut konstruierte Scheinwelt, aber trotzdem unnahbar

    Irrgarten des Todes

    dominona

    04. October 2017 um 08:07

    Die Geschehnisse bei Dick sind wie immer beängstigend und ich mochte sein sinnieren über die Existenz von Gott in einer Welt, die ich selbst noch nicht gänzlich durchschaut habe. Der Gedanke, dass man Menschen zum Tode verurteilt, die alle eine Art Besessenheit aufweisen, passt auch heute noch zur gesellschaftlichen Entwicklung. Dennoch kam ich vom Stil her nicht in das Buch hinein, bis zum Schluss hat mich etwas von den Charakteren fern gehalten, was manche von Dicks Geschichten für mich so an sich haben.

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  • Eine Mischung aus Konfusion und Illusion

    Irrgarten des Todes

    EliasBohst

    07. December 2016 um 21:11

    Philip K. Dick hat es wie kaum ein anderer Autor seiner Zeit verstanden, visionäre Ideen zu ersinnen. Da wundert es nicht, dass virtuelle Realitäten, Parallelwelten und das Weiterleben nach dem Tod zu seinem Repertoire gehören.In "Irrgarten des Todes" verschlägt es eine kleine Gruppe scheinbar zufällig zusammengewürfelter Menschen auf den Planeten Delmak-O. Das einzige, was sie alle verbindet, ist ein Buch von einem Autor namens Specktowsky, das eher an ein religiöses Werk erinnert. Was in einer isolierten Situation mit einem mysteriösen Mord beginnt, entwickelt sich alsbald zu einem undurchschaubaren Spiel. Niemand kann dem anderen mehr trauen und selbst die Realität scheint unberechenbar, etwa dann, wenn ganze Gebäude plötzlich verschwinden oder Gegenstände klonende Gebilde auftauchen. Wenn auch nicht alle Gedanken des großen Science-Fiction-Autors nachvollziehbar sind oder gar einen Sinn ergeben, so bildet das ganze Werk am Ende einen furchtbar vertrauten Schluss. Bedenkt man aber, dass dieses Buch bereits 1974 geschrieben wurde, erstaunt man umso mehr über Dick.

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  • Irrgarten des Todes

    Irrgarten des Todes

    andreasmk

    04. February 2014 um 16:31

    In nicht allzu ferner Zukunft, wahrscheinlich Mitte des 22. Jahrhunderts gilt die Existenz Gottes als erwiesen, man glaubt an die Lehren des Propheten Specktowsky. Gebete werden über Relaisnetze versendet, um mit Gott oder typischerweise seinen Mittlern in direkten kontakt zu treten. Wie von Dick gewohnt bietet diese Welt jedoch nur den Hintergrund zur eigentlichen Geschichte. Im Vordergrund stehen 14 Charaktere, die, unzufrieden mit ihrem bisherigen Leben und mit dem starken Wunsch nach einem Neuanfang, einen Versetzung erhalten. Sie sollen ohne Rückfahrtmöglichkeit zur Kolonie des unerforschten Planeten Delmak-O reisen. Dort angekommen, bleibt ihnen ihre eigentliche Mission allerdings unbekannt und bald bemerken sie, dass etwas mit dem Planet und ihren Mitbesiedlern nicht stimmt. Sehr prägnant beschreibt Dick die vielen Charaktere und die spannende Handlung aus deren immer wechselnden Sichtweisen und erschafft im Gegensatz zu seinen anderen Romanen schon fast eine Art Kriminalgeschichte. Gegen Ende nimmt die Geschwindkeit der Handlung beständig zu, und natürlich ist, völlig typisch für Dick, am Schluss alles ganz anders als erwartet. Obwohl mir persönlich die Grundgeschichte und der Erzählstil sehr gut gefallen hat, fand ich die metaphysischen Komponente etwas zu bizarr und die Handlung im Mittelteil zu verworren. Dafür entschädigt die überraschende und unvorhersehbare Wendung am Ende.

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  • Rezension zu "Irrgarten des Todes" von Philip K. Dick

    Irrgarten des Todes

    rallus

    25. January 2010 um 12:18

    A la 10 kleine Negerlein wird in einer Gruppe von 14 grundverschiedenen Personen die auf einem Planeten gestrandet sind gemordet. Ein psychologischer Krimi, doch etwas blass im Gegensatz zu seinen anderen Romanen.

  • Rezension zu "Irrgarten des Todes" von Philip K. Dick

    Irrgarten des Todes

    SebastianKasper

    05. February 2008 um 20:38

    Das Beste an Dick ist, dass man denkt jetzt wüsste man was los ist. Und dann kommt das nächste oben drauf. Aber so macht das Spaß. Nach dem Lesen kann man sich dann entspannen.

  • Rezension zu "Irrgarten des Todes" von Philip K. Dick

    Irrgarten des Todes

    Scarecrow

    14. March 2007 um 20:17

    Ein jeder stirbt für sich allein Die Handlung: Eine nicht näher bestimmte Zukunft. Der kommunistische Theologe Specktowsky hat die Existenz von Gottwelten nachgewiesen, sein Buch "Wie ich in meiner Freizeit von den Toten auferstand, und wie ihnen das auch gelingen kann" hat Bibel, Thora und Koran abgelöst, und durch ein gezielt ausgesandtes Gebet erhält Ben Tallchief endlich seine ersehnte Versetzung. Ähnlich ergeht es Seth Morley und seiner Frau - auch sie werden versetzt, wie Tallchief in die neuangelegte Kolonie Delmak-O. Doch als sie dort ankommen, liegt einiges im Argen - keiner aus der kleinen Gruppe der Kolonisten weiß, was ihre Aufgabe auf dem seltsamen Planeten ist. Und noch andere Dinge fallen Morley sofort auf: sämtliche Kolonisten sind extrem ich-fixiert, und sie haben alle ihr kleines Problemchen: Betty Jo Berm schluckt alle Arten von Tabletten, Tony Dunkelwelt glaubt Visionen zu haben, Tallchief ist Alkoholiker, Susie Smart Nymphomanin, um nur einige zu nennen. Als dann auch noch die Kontaktaufnahme zum Satelliten misslingt und Tallchief auf mysteriöse Weise stirbt, ist die Gruppe endgültig überfordert. Werden sie alle verrückt, oder sind sie es gar schon? Und was hat es mit den kamerabestückten Insekten, dem Dinge verdoppelnden Tench und dem seltsamen Gebäude auf sich, das man nicht erreichen kann? Die Kolonisten versuchen dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, während ihre Zahl in kurzer Zeit rapide abnimmt... Der Titel des Buches, und auch Teile der bloßen Handlung mögen einen simplen "zehn-kleine-Negerlein"-Plot implizieren. Aber "Irrgarten des Todes" ist viel mehr als das: es ist eine rasante Achterbahnfahrt voller unvorhersehbarer Wendungen; Immer wenn man glaubt, gerade die Lösung zu haben, wird sie auch schon wieder genüsslich auseinandergenommen. Ich jedenfalls konnte bis zuletzt nicht einmal erahnen, wie das ganze ausgehen soll. Naja, eins hat man doch im Gefühl: gut ausgehen kann das eigentlich nicht. Dick skizziert eine Welt, die auf technischem Wege mit Gott kommunizieren kann - und die doch kalt und steril ist, weil sie nicht mehr glauben kann. Ein Gebet ohne Satellitenunterstützung rausschicken? Was soll das denn nützen? Doch wo der Gesellschaft die Orientierung fehlt, kann sich hier doch der Einzelne vom Göttlichen leiten lassen... "Irrgarten des Todes" ist ein Buch, das ich jedem, der sich nur annäherend für Science Fiction interessiert, vorbehaltlos empfehlen kann. Ein Buch, das bestens unterhält, und es dabei schafft, dass man nicht umhin kommt, sich die Dicksche Frage zu stellen: Was ist eigentlich real?

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