Philip K. Dick Nach der Bombe

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Inhaltsangabe zu „Nach der Bombe“ von Philip K. Dick

Eine einzigartige Satire: Noch böser als Stanley Kubricks „Dr. Seltsam“! Die Erde nach einem verheerenden Atomkrieg: Im kalifornischen West Marin County scheint das Leben weiterzugehen wie bisher – die Menschen gehen zur Arbeit, sehen fern und suchen ihre Psychiater auf. Doch tatsächlich hat sich alles völlig verändert... Sieben Jahre nach dem Dritten Weltkrieg geht das Leben im idyllischen West Marin County unweit von San Francisco seinen gewohnten Gang – fast so, als wäre die Bombe nie gefallen. Die Menschen treiben einen regen Tauschhandel und setzen nach und nach die Errungenschaften der Technik wieder instand. Wenn da nur nicht dieses Mädchen wäre, dessen Zwillingsbruder in ihrem eigenen Körper heranwächst. Wenn da nicht Hoppy Harrington wäre, ein von einem früheren Atomunfall Schwerstbehinderter, der plötzlich rätselhafte telepathische Kräfte in sich entdeckt. Und wenn da nicht dieser Mann wäre, Dr. Bruno Bluthgeld, ein durchgedrehter Atomphysiker, dem ein Nuklearkrieg offenbar nicht genug ist … Geschrieben am Höhepunkt des Kalten Krieges, geht Philip K. Dick mit diesem Buch weit über die nukleare Paranoia der 60er Jahre hinaus und entwirft das Bild einer Zivilisation, die der unseren auf erschreckende Weise ähnelt. »Nach der Bombe« ist sein düsterster und zugleich menschlichster Roman.

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  • "Nach der Bombe" von Philip K. Dick

    Nach der Bombe

    Jacynthe

    18. April 2016 um 21:14

    Inhalt Ein weltweiter Nuklearkrieg hat die Welt, wie wir sie kennen, von einem Tag auf den anderen verändert, doch die Menschen haben sich den neuen Gegebenheiten angepasst und neue gesellschaftliche Strukturen entwickelt. Aber was geschieht, wenn einer von ihnen in diesen Zeiten die Weltherrschaft an sich reißen will? Ein Roman über die möglichen Folgen des Dritten Weltkriegs vom berühmten Science-Fiction-Autor Philip K. Dick. Meine Meinung Philip K. Dick, "Science-Fiction-Genie und brillanter Beobachter der amerikanischen Alltagskultur" hat mich mit diesem Roman überrascht. Als bekennender Endzeit-Fan bedeutet "nach der Bombe" für mich normalerweise Mord, Totschlag und Anarchismus. Doch Dick hat hier eine etwas andere Welt entworfen. Eine, in der man sich zusammenrottet, Gemeinden bildet und irgendwie versucht, zu einem Stück Normalität zurückzufinden. Der Roman beginnt kurz vor Ausbruch des Dritten Weltkrieges. Man lernt die Hauptperson kennen, den Phokomelus Hoppy Harrington, sowie andere Personen, die später noch von Bedeutung sind. Hier ist vor allem der für die Entwicklung der Atombombe verantwortliche Dr. Bluthgeld zu nennen, der im Originaltiel noch stärker hervorgehoben wird (dessen zweiten Teil ich übrigens treffender für den Inhalt des Romans finde). Hoppys schwere Behinderung erschwert ihm Leben erheblich, doch seine technischen, ans Magische grenzenden Fähigkeiten machen dieses Handicap wieder wett. Dennoch ist er ein Außenseiter, was zu den Minderwertigkeitskomplexen führt, die die Grundlage der späteren Handlungsabläufe sind. Schließlich fällt die Bombe. Dick lässt den Leser miterleben, wie einige der Protagonisten diesen Zeitpunkt erleben und wie sie überleben. Dann gibt es einen Zeitsprung über etwa sieben Jahre und man wird in die Gesellschaft geschleudert, die sich nach der Katastrophe entwickelt hat. Kleine dorfähnliche Gemeinden haben sich gebildet, mit wöchentlichen Versammlungen, Abstimmungen und eigener Exekutive. Dort wird nicht davor zurückgeschreckt, Menschen zum Tode zu verurteilen, allerdings muss deren Verbrechen unbestreitbar inakzeptabel sein und das Urteil von allen akzeptiert werden. So hart das klingen mag - ich finde, dafür, dass diese Menschen das Ende der Welt miterleben mussten, ist deren Vorgehensweise erstaunlich human und gerecht. Im krassen Gegensatz dazu steht das von Dick beschriebene Leben in der Stadt, das mehr dem entspricht, was ich mir für die Zeit nach dem Ende der Welt vorstellen würde. Hier kann es gut sein, dass man sein Pferd am Ufer zurücklässt, um mit einem auf seinem Floß lebenden Fährmann überzusetzen, und bei seiner Rückkehr nur noch Knochen vorfindet, wie es auch der ehemalige Fernsehverkäufer Stuart miterleben muss. Doch Dicks Roman konzentriert sich auf das Leben auf dem Lande, genauer gesagt auf das einer kleinen Gemeinde. Obwohl es mittlerweile wieder so etwas wie Tabak dort gibt und auch Alkohol erhältlich ist, ist das Leben im Dorf eintönig und trostlos. Lichtblick am Horizont der Überlebenden ist ein Mann in einer Rakete, dessen ursprüngliche Mission der Marsbesiedelung gescheitert ist und der nun um die Erde kreist und mit allen Kontakt aufnehmen kann, die er überfliegt. Seine Berichte sind die einzige Art von Nachrichten, die Musik, die er in seinem Fundus hat, die einzige, die die Überlebenden lange gehört haben. Auf diesem Stand der Dinge spielt sich schließlich die Kernhandlung des Romans ab, bei der Hoppy eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Doch auch alle Nebenhandlungen führen an dieser Stelle zusammen und ergeben so das Puzzle, dessen Teile Dick nach und nach ausstreut, und die teils überraschende Wendungen mit sich bringen. Man darf nicht vergessen, dass es sich um Science-Fiction handelt. Hoppys Fähigkeiten sind für die Normalsterblichen daher zwar beängstigend, werden aber hingenommen und sogar als nützlich erachtet. Auch, dass ein kleines Mädchen ihren eigenen Bruder im Körper trägt, mit ihm kommunizieren und ihn sogar in den Körper anderer Lebewesen einsetzen kann, findet der dortige Arzt nicht weiter erstaunlich. Dick versucht, diese Veränderungen mit den Strahlungen zu erklären, für mich persönlich war diese Komponente aber leider etwas, das mein Lesevergnügen erheblich geschmälert hat. Gerne hätte ich von einer normalen Gesellschaft ohne Mitglieder mit solch besonderen Fähigkeiten gelesen, die sich bemüht, sich in dieser neuen Welt durchzuschlagen. Das wäre einfach näher an der Realität gewesen und etwas, auf das man sich vielleicht tatsächlich in der Zukunft einstellen muss. Trotzdem habe ich den Roman mit Spannung verfolgt und kann definitiv in dem Punkt zustimmen, dass Dick ein guter Gesellschaftsbeobachter ist. Und abgesehen von der übersinnlichen Komponente, die an sich ja durchaus ihre Berechtung hat (wer weiß, was Strahlung alles anrichten kann?) hat er eine erschreckend realistische Welt erschaffen, über die es sich zumindest nachzudenken lohnt. Ich vergebe 3 von 5 Wolken.

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  • Rezension zu "Nach der Bombe" von Philip K. Dick

    Nach der Bombe

    MrsBuchwurm

    05. October 2011 um 23:47

    Schullektüre - Wie geht es nach einem Krieg weiter, wenn doch noch die Spuren der Zerstörung in den Menschen weiter leben?

    Das Buch war nicht so ganz mein Fall, aber für Fans des Autors oder für Menschen die sich für diese Thematik interessieren ist es sicher empfehlenswert!

  • Rezension zu "Nach der Bombe" von Philip K. Dick

    Nach der Bombe

    metalmueller1807

    17. November 2010 um 17:02

    Auch dieses Buch setzt sich - genau wie "Das Orakel vom Berge" - mit der Weltsituation nach dem Krieg auseinander. Der Nuklearkrieg ist vorbei. Tausende Städte sind komplett zerstört. Eine Frau trägt ihren Zwillingsbruder im Bauch. Ein Jugendlicher ohne Arme und Beine muss im normalen Arbeitsleben klarkommen. Und ein bekannter Atomphysiker hat immer noch nicht genug vom Elend der Welt und plant aus Machtgier einen weiteren Atomkrieg... Sehr sozialkritisch und packend geschrieben!

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  • Rezension zu "Nach der Bombe" von Philip K. Dick

    Nach der Bombe

    Hipster

    25. August 2010 um 12:44

    Wie verhält sich die Menschheit nach dem dritten Weltkrieg. Das versucht Philip K. Dick in seinem Werk 'Nach der Bombe' zu analysieren. Die Geschichte handelt von verschiedenen Personen. Da wären unter anderen Hoppy Harrington, ein Phokomelus, der vor dem Krieg froh war das er einen Job als Fernsehreparateur bekommen hat; Stuart MacConchie einem schwarzen Fernsehverkäufer der im gleichen Geschäft wie Hoppy arbeitet; Dr. Stockstill einem Psychoanalytiker; Bruno Bluthgeld (im Orignial Bloodmoney), einem psychisch-kranken Atomphysiker; Bonnie Keller einer Frau die es mit der Treue nicht so ganz hat; Edie und Bill Keller, ein Geschwisterpaar und noch vielen mehr. Dick schreibt dieses Buch als bitterböse Satire auf die Menschheit. Diese Menschheit klammert sich an einen Menschen der seit sieben Jahren in einem Weltraumsatelliten um die Erde kreist und von seinen Problemen erzählt und die Leute mit Musik ablenkt. Es geht um Ängsten über einen erneuten Krieg, versuchter Demokratie, Macht und Wahn. Auch die Angst über Hoppy spielt hier eine große Rolle, der nach dem Krieg Psi-kräfte bekommen hat und sich ein ganzes Örtchen unterwürfig macht. Auch geht es um Hoffnung und was man aus dem gewonnenen Neuanfang macht Leider wechselt Dick gerne mal innerhalb der Kapitel die Figuren und Zeiten. Was bei anderen Werken noch gut funktioniert hat, erschwert hier das Lesen. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran. Der Schreibstil ist gewohnt nihilistisch. Es wird nicht viel über die Natur preisgegeben ausser das es ein paar Häuserruinen und jede Mengen Tiere sowie Mutanten gibt. Aber das tut dem Lesefluss keinen Abbruch. Alles in allem eine lesenswerte Satire in die man sich erstmal reinfuchsen muss.

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  • Rezension zu "Nach der Bombe" von Philip K. Dick

    Nach der Bombe

    rallus

    25. January 2010 um 12:31

    Ein Tiefschwarzer Roman über das Leben nach der nuklearen Verstrahlung, mit phantastischen Ideen gespickt. Toller Roman von Dick!

  • Rezension zu "Nach der Bombe" von Philip K. Dick

    Nach der Bombe

    EdeKnievel

    04. July 2008 um 23:45

    fantastisches Buch... viel schwarzer und versteckter Humor und eine kleine Studie über das Verhalten der Menschheit nach der, nahezu, absoluten Zerstörung der Zivilisation !! Abgefahren !!!

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