Philip K. Dick The Man in the High Castle/Das Orakel vom Berge

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Inhaltsangabe zu „The Man in the High Castle/Das Orakel vom Berge“ von Philip K. Dick

Was, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? Diese Frage machte Philip K. Dick zum Ausgangspunkt seines waghalsigsten und berühmtesten Romans.Amerika 1962: Das Land ist geteilt - die Westküste japanisch, der Osten deutsch. Nur in den Rockies gibt es eine neutrale Zone. Dort sucht die junge Judolehrerin Juliana einen mysteriösen Autor, der den Widerstand entfachen könnte. Nur er scheint zu wissen, wie man dem Albtraum der falschen Geschichte entkommt.Das Original zur US-Erfolgsserie »The Man in the High Castle«

Doppelbödig und gelungen

— Beust
Beust

Schwere Kost, interessante Idee.

— c_awards_ya_sin
c_awards_ya_sin

Eine spannende Grundidee, aber ich hätte mir etwas mehr erwartet als es dann tatsächlich der Fall war. Es beginnt und endet mittendrin.

— Betsy
Betsy

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  • Die andere Version der Geschichte

    The Man in the High Castle/Das Orakel vom Berge
    dominona

    dominona

    10. July 2017 um 19:11

    Die Idee, den Verlauf der Geschichte zu ändern, wenn auch nur literarisch, hatten ja schon viele und auch der Gedanke, dass der zweite Weltkrieg anders hätte ausgehen können, ist mir nicht neu, aber das Mystische, Undurchsichtige und überraschenderweise auch Unvollständige war mir neu, zumal ich vom Autor eigentlich anderes gewohnt bin. Die Figuren sind nicht so präzise gezeichnet wie sonst und auch das Ende hat das Gesamtbild nicht besser dastehen lassen. Nicht schlecht insgesamt, weil der Autor dann eben doch weiß wie man gut schreibt, aber doch schade.

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  • Hatte mir mehr erhofft

    The Man in the High Castle/Das Orakel vom Berge
    MimiSoot

    MimiSoot

    02. June 2017 um 00:05

    Ich mag Dick, aber das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Irgendwie habe ich mir sehr viel mehr erhofft und bin auch (mMn) besseres von ihm gewohnt. Das wurde ja dermaßen gehypt wegen der Serie, aber irgendwie wars für mich etwas dröge. Ich bin zwar ganz gut reingekommen, aber ich hatte immer das Gefühl, dass das gewisse Etwas fehlt. Es war mir irgendwie zu wenig von allem da: zu wenig Persönlichkeit bei den Figuren; zu wenig Handlung bzw. sehr träge Handlungsstränge; zu wenig Gefühl im ganzen Buch. Ich wollte in eine dystopische Welt eintauchen und habe nur ein seichtes Etwas bekommen. Das Ende hat mich total enttäuscht. Da kam für mich überhaupt nichts rüber, es war irgendwie vorhersehbar, langweilig und auch noch total träge erzählt. Was es für mich ein bisschen wieder rausgeholt hat, war die Idee mit dem Orakel. Die fand ich wirklich gut.

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  • Interessante Idee, schwere Kost

    The Man in the High Castle/Das Orakel vom Berge
    c_awards_ya_sin

    c_awards_ya_sin

    31. May 2017 um 13:48

    Die Grundidee dieses Buches fand ich sehr interessant. WAS WÄRE WENN? Was wäre wenn das Ende des zweiten Weltkriegs ein anderes gewesen wäre? Wenn Deutschland und Japan gewonnen hätten und die USA unter sich aufgeteilt hätten? Mit der realen Geschichte muss man sich auskennen, denn das Buch fängt mittendrin an und endet auch ohne ein richtiges Ende geboten zu haben. Es fällt schwer sich in diese Alternativwelt einzufinden. Zudem bleiben einem die Charaktere ohne Ausnahme unsympathisch. Hauptmotiv aller scheint Hass zu sein. Die Frage ist wie weit sind wir von diesem Rassenhass heute entfernt, ist das Buch selber doch schon älter. Findet sich da nicht sogar ein reeller Bezug zu heute? Fazit für mich, lesenswert, aber keine leichte Lektüre.

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  • Was wäre wenn?

    The Man in the High Castle/Das Orakel vom Berge
    Betsy

    Betsy

    25. March 2017 um 16:08

    „Erst eine Partei, dann eine Nation, schließlich die halbe Welt.“ Was wäre wenn? Eine simple Frage, die hier Grundlage zu einer außergwöhnlichen Handlung ist. Was wäre wenn Hitler und seine Verbündeten den 2. Weltkrieg gewonnen hätten? In diesem Fall wäre es durchaus möglich, dass die Welt größtenteils zwischen Japan und dem Deutschen Reich aufgeteilt wäre und die Rocky Mountains zwischen der West- und Ostküste Amerikas eine neutrale Zone bilden. Im Jahre 1962, wo diese alternative Zeitgeschichte angesiedelt ist, begleiten wir einige Menschen ein Stück ihres Weges mit und tauchen ein in eine völlig andere Welt. Wichtige Entscheidungen werden mittels dem I Ging getroffen, einem alten chinesischen Orakel, dass die Japaner in ihre Kultur aufgenommen haben und zugleich sorgt immer mehr das Buch „Die Plage der Heuschrecke“ überall für Furore, in dessen Handlung es darum geht, was passiert wäre, wenn die Alliierten den Krieg gewonnen hätten.  „Ihre Weltsicht – die ist kosmisch. Sie sehen nicht den einzelnen Menschen, das einzelne Kind, sondern immer nur Abstraktionen: Rasse. Land. Volk. Blut. Boden. Ehre." Der Autor spielt hier mit einer Idee, die einem gerade am Anfang des Buches sowohl surreal als auch unglaublich faszinierend vorkommt, weil es so eine ganz andere Weltanschauung zeigt, als man es einfach kennt und man sich so eine Welt auch gar nicht wünschen würde, wo die Rasse und das Aussehen entscheidend ist, andere Völker unterdrückt oder ausgelöscht werden und der Ehrgeiz der Deutschen keine Grenzen zu kennen scheint, während die Japaner doch etwas gemäßigter sind, aber zugleich auch vor den Deutschen katzbuckeln und die ursprünglichen Amerikaner sich den Japanern und ihrer Kultur beugen müssen. Insgesamt kann man sagen, selbst die augenscheinlich Verbündeten der Nazis, fürchten die Nazis, schätzen aber deren Ehrgeiz und Fleiß, sowie ihren technischen Fortschritt. Eine wirklich spannende und zugleich abscheuliche Welt, die hier den Leser, wenn man sich mal in dieser neuen Situation halbwegs hineingefunden hat, wirklich in seinen Bann zieht. Man wird in eine gänzlich neue Welt hineingestoßen und es dauert etwas sich hier hineinzufinden, da vieles nicht genau erklärt wird oder sich erst später ergibt. Schön wäre eine Übersichtskarte bezüglich der Einteilung der Welt gewesen und, da doch sehr viele geschichtsträchtige Personen vorkommen, die man vorher vielleicht nicht kannte oder auch nicht wusste, ob das nun eine reale oder fiktive Figur ist, ein Anhang dieser Personen, sowie auch einer Erklärung wie man sich dieses I Ging vorstellen kann oder es funktioniert. Hier kann einem zum Glück das Internet eine wirkliche Hilfe sein, wenn man sich die Mühe macht sich selbst einen besseren Einblick zu verschaffen. Die Ausgabe wirkte dadurch ein wenig lieblos, so gänzlich ohne Vorwort oder sonstigen Anhang für solch einen Klassiker mit vielen geschichtlichen Elementen. Nachdem man mal in diese Welt eingetaucht ist und die neue Weltansicht einigermaßen verarbeitet hat, bekommt man auch durch die Figuren hier, durch ihre jeweilige Situation bzw. Stellung darin, einen tieferen Einblick, die hier doch sehr unterschiedlich sind und bei denen man teilweise bis zum Ende nicht so ganz durchblickt. Toll fand ich, dass ich während der ganzen Handlung wirklich nicht sagen konnte, wo mich die Geschichte wohl hinführen würde, auch wenn es natürlich gewisse Ansatzpunkte gab. Allerdings war das Ende dann doch ziemlich frustrierend und eignet sich zwar sehr gut zum herumphilosophieren, aber lässt den Leser auch mit vielen offenen Handlungsfäden und so einigen Fragezeichen zurück. Es bleibt leider dann auch etwas einseitig, weil sich so gut wie die gesamte Handlung im besetzten Amerika abspielt, und zwar weitestgehend im japanischen Sektor. Deutschland selbst kommt zwar vor, besonders durch die aktuelle politische Situation dort und den deutschen Charakteren an der Westküste Amerikas, doch man bekommt leider keinen wirklichen Einblick in das Leben dort anhand einer Figur die im Nazisektor lebt, sondern nur über das was man so nebenbei erfährt. Gut gelingt es dem Autor hingegen, diese so unterschiedlichen Menschen zu verknüpfen, sodass alles im weitesten Sinne zusammenhängt und einige der Charaktere auf die verschiedenste Art und Weise auf das von den Nazis in ihrem Sektor verbotene Buch „Die Plage der Heuschrecke“ aufmerksam werden und wie diese Idee einer Niederlage der Deutschen im Krieg nicht nur für hochexplosiven Gesprächsstoff sorgt, sondern auch das Leben verändern kann. Fazit: Eine wirklich interessante Idee, die seinesgleichen sucht und ein Buch das definitiv lesenswert ist, allerdings braucht es seine Zeit sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden, da man ohne große Vorworte hineingestoßen wird und manches erst im weiteren Verlauf wirklich versteht. Es ist definitiv keine Handlung die sich auf den ersten Blick vorhersagen lässt und ist dadurch auch wirklich spannend zum lesen, aber das Ende kann dann wirklich frustrieren, da mehr Fragen offen bleiben als man Antworten bekommt und es bei so gut wie allen Figuren quasi mittendrin einfach aufhört, wo man doch wirklich gerne gewusst hätte wie es weitergeht mit ihnen in dieser Zeit. Die Figuren selbst waren teilweise nicht gerade Sympathieträger und das I Ging Orakel ist doch etwas gewöhnungsbedürftig, weil alle davon abhängig scheinen und es leider nirgends genauer erklärt wird. Ein interessanter Klassiker, der wirklich viel Potential hat, welches leider nicht so gut ausgenutzt wurde wie erwartet und dafür von mir nur eine 2,5 Bewertung erhält.

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